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Thema: (?) (41) Bewertung von Eckrandstücken
Das Thema hat 42 Beiträge:
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Kalle63 Am: 16.04.2014 21:19:35 Gelesen: 21829# 18 @  
Randmarken / Eckstücke

Hallo liebe Markenfreunde,

nach langem stöbern im Forum fand ich für meine Frage keinen Eintrag.

Ich habe einige Rand- und Eckmarken, viele mit der Wertangabe des Streifens, also oberer Rand des Bogens. Diese möchte ich tauschen.

Wie werden diese im Gegensatz zur "einfachen" Marke bewertet? Bei Paaren las ich, daß diese oft mit dem 1,5 fachen Wert der beiden Marken bewertet werden.

Es wäre schön, wenn ich hierzu für mich klärende Antworten erhalten könnte.

Mit lieben Gruß
Kalle63

[Beitrag redaktionell verschoben]
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.04.2014 13:43:02 Gelesen: 21758# 19 @  
@ Kalle63 [#18]

Hallo Kalle63,

könntest du vielleicht mal ein Beispiel zeigen, damit ich/wir wissen, was du genau meinst?

MfG

Kevin
 
zaubermann Am: 15.12.2016 21:59:26 Gelesen: 19544# 20 @  
Hallo zusammen...

ist zwar schon etwas älter der Threat, aber für mich gerade sehr aktuell, da ich ein ganzes Album mit solchen Eckrandstücken habe (fast alles waagrechte oder senkrechte Paare) und ich mal gerne wissen möchte, wie ich die - im Falle eines Verkaufes - bewerten könnte.

Freue mich über ein paar Antworten!


 
Rainer HH Am: 15.12.2016 22:31:19 Gelesen: 19524# 21 @  
Die Druckerzeichen auf den Werten 1 bis 6 Pfennig sind sicherlich interessant und werden ihren Liebhaber finden, allerdings sind diese in meinem alten Katalog (Spezial 2008) noch (?) nicht bewertet. Während Standardmaterial (also Marken ohne Rand etc.) wohl nicht zu realisieren sind, sind solche Marken gesucht und werden entsprechend gehandelt.

Gruß Rainer
 
WPhV Stuttgart Am: 15.12.2016 22:31:29 Gelesen: 19524# 22 @  
Hier ein Blatt zum Thema Eckrand aus unserer Briefmarken-Werbeschau "Da schau hör: SILCHER" aus dem Jahr 2010:



Hier die komplette Werbeschau:

https://www.facebook.com/wphv1882/photos/a.276684625744405.67859.102398243173045/276685625744305/?type=3&theater
 
zaubermann Am: 16.12.2016 09:19:20 Gelesen: 19439# 23 @  
Guten Morgen,

schon mal vielen dank für die Antworten!

Ja, in meinem Michel Spezial sind die auch nicht drin. Es scheint wohl extra einen Katalog zu geben mit Randstücken - aber der kostet richtig viel.

Wird wohl schwierig werden da einen Preis zu veranschlagen für solche Marken.

Evtl. kann ja jemand noch was dazu sagen?

Beste Grüße

Mike
 
olli0816 Am: 16.12.2016 09:54:02 Gelesen: 19415# 24 @  
Ich selber kann nur meine Erfahrungswerte schreiben. Ich biete meine überzähligen Marken über ebay an und natürlich auch Eckrandstücke von Gebieten, die ich nicht brauche.

Meine Erfahrung ist, dass diese grundsätzlich wesentlich begehrter sind als normale Marken. Viele Sammler sind durchaus bereit, einen Aufschlag zu zahlen. Speziell bei den Marken vom Deutschen Reich ist die Nachfrage relativ hoch. Bei Bund ist das ganz unterschiedlich. Die wenig begehrten Marken der 60er und 70er scheinen bis auf einige Ausnahmen bei den Dauerwerten keinen großen Unterschied zu machen. Bei den 10er-Bögen wird es dann sowieso sinnlos und die Nachfrage ist nach einem Eckrandstück nicht höher. Eher der komplette 10er-Bogen.

Grundsätzlich würde ich für die meisten Gebiete Eckrandstücke als begehrt einstufen und deswegen haben sie immer einen Aufschlag. Ausnahme unbegehrte Perioden.

Wesentlich interessanter wird es bei den gestempelten Eckrandstücken. Wenn sie echt und sauber gestempelt sind, sind sie sehr selten. Die würde ich auch nicht mit 50% Aufschlag weitergeben. Früher waren die Leute "ordentlicher", deshalb ist so etwas sehr selten. Eine echt gestempelte Germaniamarke mit Eckrand habe ich bisher so gut wie nie gesehen. Auch Werte vom Bund, die keinen Versandstellenstempel haben, also richtig gelaufen, sind nicht häufig. Aber auch hier gilt wie bei allen Verkäufen: Die Marke ist nur so viel wert, wie jemand dafür bezahlen will. Deshalb gibt es keine festen Regeln.
 
Eilean Am: 16.12.2016 10:23:59 Gelesen: 19404# 25 @  
@ olli0816 [#24]

Bei den losen Bund-Marken sammle ich ohnehin nur noch Randmarken und mit der Zeit merkt man wirklich, wie schwierig ein Bedarfsstück vom Rand, Eckrand zu finden ist.

Beachtet habe ich bspw. in einer Internetauktion echte Marktwerte für 2 Eckrandmarken auf Brief der 60er Posthorn und der 30er Posthorn. Beide Werte auf Brief über EUR 200,-- beboten. Dennoch gilt: Lieber ein schön gestempeltes Stück als ein Wellenstempel auf der Randmarke. Qualität vor Quantität.

Für den Großteil der Marken, hier kann ich aber nur für Bund sprechen, macht es sich nicht sonderlich im Preis bemerkbar, aber es findet sich schneller jemand, der interessiert ist.

Gruß
Andreas
 
zaubermann Am: 16.12.2016 10:34:17 Gelesen: 19387# 26 @  
Ok - vielen Dank.

Um mal bei den Marken von mir zu bleiben ...

Die 781 (1 Pf) kostet postfrisch im Michel 0,40 Eur.

Jetzt ist es ein Pärchen mit Eckrand - ich denke, dann könnte man in der Bucht 1,50 EUR aufrufen.

Meine Rechnung: 2 x 0,4 x 1,5 (da Pärchen) + 30 % wegen Eckrandstück. :)

Oder anders - ich habe den ganzen Satz davon - der kostet im Michel postfrisch 9 EUR.

Da würde ich dann 35 EUR ansetzen.

Was meint ihr?
 
tomato Am: 16.12.2016 10:47:01 Gelesen: 19371# 27 @  
In meinem MICHEL-Spezial 2013 S 407 steht bei DDR-Marken:

"Bogenrandbedruckungen: Marken mit nicht katalogisierten bedruckten Bogenrändern (z.B. Reihenzahlen, Reihenwertzahlen u.ä.) verdienen, wenn nicht anders angegeben, einen Aufschlag von höchstens 50 % vom Einzelmarkenpreis."

Halte das für sinnvoll und angemessen. Sollte evtl auch auf andere deutsche Sammelgebiete so übertragen werden.
 
olli0816 Am: 16.12.2016 13:29:05 Gelesen: 19310# 28 @  
@ Eilean [#25]

Was die häufigen Marken vom Bund betrifft, sind die als Eckrand - außer sie haben zusätzliche interessante Merkmale - nicht so stark gesucht, als dass hier von größeren Wertsteigerungen ggü. den Normalmarken viel zu merken ist. Einziger Vorteil ist, dass sie eher genommen werden. Aber die Nachfrage nach Bund 1956 - 1970 ist zu klein und das Angebot zu groß.

Posthorn gestempelt ist dagegen schon ein anderes Kaliber. Da gibt es insgesamt bei vielen Werten viele Marken, aber gut gezähnte und gleichzeitig gut gestempelte Werte als Seiten- oder Eckrand ist hart zu finden. Das haben inzwischen einige erkannt und deshalb wird dort wesentlich mehr als der Michelpreis bezahlt. Gleiches für schön gestempelte Paare oder Viererblocks. Wobei hier ganz interessant zu beobachten ist, dass einige Anbieter mit ihren Festpreisen ziemlich überziehen und diese Werte dann für diese Preise nicht weggehen. Es ist halt doch immer noch Angebot und Nachfrage.

Ich bin ganz deiner Meinung: Mir ist auch eine schön gestempelte Marke lieber als ein verschmiert gestempeltes Eckrandstück. Muß aber jeder für sich selber entscheiden.

@ zaubermann [#26]

Hitlermarken sind insgesamt Massenware, trotz Eckrandstücke. Gerade bei den geläufigen Werten gibt es noch massenhaft Bogen und postfrisches Material als Eckrandstück. Ich habe davon selber ziemlich viel. Bei den höheren Werten ab 1 RM wirds ein bisschen interessanter. Du kannst es zwar mit 35 EURO für den ganzen Satz probieren, aber ich denke nicht, dass Du den - wenn überhaupt - zu diesem Preis schnell verkaufst. Außer Du hast einen, der den Satz in diesem Zustand sucht und ihn unbedingt haben möchte.

Normalerweise gehen Marken vom Deutschen Reich postfrisch vielleicht für 15 - 20% weg, und auf dem Preis kannst Du dann noch 50% wg. Eckrand draufschlagen. Bei einwandfrei postfrischen Werten Deutsches Reich von 1923 - 1936 gehen bei den guten Werten auch mal 30 oder sogar 40%, wenn die Werte selten und einwandfrei postfrisch sind. Hitlersätze sind häufig, auch postfrisch. Da würde ich nicht so viel erwarten.
 
zaubermann Am: 16.12.2016 14:18:59 Gelesen: 19290# 29 @  
@ Olli

Herzlichen Dank für deine Ausführung. Das hilft mir sehr weiter!

Freundliche Grüße und einen schönen Tag.

Mike
 
japa Am: 16.12.2016 18:17:57 Gelesen: 19193# 30 @  
@ zaubermann [#26]

Guten Abend,

nach dem besagten "Handbuch Bogenecken Deutsches Reich von 1933-1945" wertet dein Satz MiNr. 781-798 aus der von dir gezeigten Bogenecke oben links mit 75 Michel-Euro. Bei Bedarf scanne ich dir gerne die für dich relevanten Seiten ein und lasse sie dir zukommen - schicke mir einfach eine E-Mail.

Nur eines noch: Die Dauerserie Hitler war eine Millionenauflage, postfrisches Material in Bögen und Bogenteilen ist bis heute ohne Weiteres im Handel oder in Sammlerkreisen erhältlich. Inwieweit hier Bogeneckensammler Aufschläge bezahlen, wird jeder Interessent individuell entscheiden. Also wozu hochrechnen? Lass doch den "Markt" entscheiden, was sie einbringen.

Meiner Meinung nach sind 35 Euro ein sehr optimistischer Ansatz. Aber wer weiß.

Beste Grüße
Jan
 
Pepe Am: 16.12.2016 21:39:16 Gelesen: 19148# 31 @  
@ japa [#30]

Heißt das, der Eckrandsatz wäre über das 8 fache teurer als der Normalsatz? Und das bei Massenware. Wie verhält es sich dann bei den Sondermarken?



DR, 1941 09 09, ER o li, Feld 1

Sicher ist ja der Trend zu Spezialisierungen, was ja Eckränder durchaus sind. Aber die Relation würde schon erstaunen.

nette Grüße Pepe
 
zaubermann Am: 17.12.2016 10:07:54 Gelesen: 19088# 32 @  
@ japa

Herzlichen Dank für deinen Beitrag.

Ich habe dir eine E-Mail geschrieben.

Viele Grüße

Mike
 
japa Am: 18.12.2016 19:12:23 Gelesen: 18975# 33 @  
@ Pepe [#31]

Hallo Pepe,

ich selbst hatte 2008 oder 2009 damit begonnen mir eine solche Bogeneckensammlung aufzubauen. Ich hatte da Lust drauf, weil ich zum einen die Herausforderung gesucht habe und zum anderen keinerlei spezielle Literatur für die Ecken "Drittes Reich" fand. Das war der Anreiz zum Start dieser Sammlung. Auch ohne (derzeit) spezielle Katalogisierung mußte man dafür in den meisten Fällen mehr ausgeben als für "gewöhnliches" Material.

Und mitten in meiner Sammeltätigkeit kommt nun ein Bogeneckenhandbuch heraus mit JA! erstaunlichen Preisen. Euphorie keimt auf. Endlich Spezialliteratur und das noch mit tollen Preisen - Hauptgewinn! Ich könnte die Sammlung in wirklich fantastische Regionen hochrechnen und das quasi über Nacht.

Hm, wo ist meine Euphorie auf einmal hin? Wenn ich SCHÖNRECHNEN kann, können das andere vielleicht auch? Und wenn "ja"? Welch` astronomische Preise soll ich denn nun für meine noch fehlenden Ecken hinlegen? Oder was soll ich alles eintauschen nur um eine noch fehlende Ecke zu bekommen? Verdammt, wer hat es gewagt dieses Handbuch rauszubringen? :)

Ich will damit sagen: Die Dinge haben den Wert, den wir ihnen beimessen, jeder Sammler für sich. Katalognotierungen als grober Indikator sind gut und schön, aber man kann es auch übertreiben. Was nützt die SCHÖNRECHNEREI wenn man niemanden findet, der sich für das Objekt interessiert? Und die Spezialisten, die sich dafür interessieren, lassen sich gekünzelte Preise ohnehin nicht um die Ohren hauen. Dann darfst "du" deine vermeintliche Rarität nämlich behalten. Man findet ohnehin nur dann einen Tauschpartner oder potenziellen Käufer, wenn er a) über die gleiche Spezialliteratur verfügt und b) ihre Inhalte und Preisgestaltung akzeptiert. Andernfalls können wir rechnen bis wir sprichwörtlich "schwarz" werden.

Wozu überhaupt Objekte aufrechnen in a) Sammelgebieten, die ich ohnehin nicht sammle und für die ich b) ja selbst keinen aufgerechneten Preis bezahlt habe bzw. "Beifang" waren? Muß ich als Sammler nun auch noch aus allem einen Mehrwert zu ziehen versuchen? Wozu dann überhaupt noch unter Sammlern tauschen oder handeln?

Beste Grüße
Jan
 
Pepe Am: 19.12.2016 20:36:27 Gelesen: 18876# 34 @  
@ japa [#33]

Vielen Dank für die interessanten Ausführungen zu dieser Thematik. Meine DR Sammlung würde ich eher als bescheiden betrachten. Ich will sie mal eines meiner Kinder vererben. Dann werden diese einen Händler befragen, was Papas Sammelsurium so an Wert hat. Und dann wird der Händler mit der Miesmacherei und letztlich Preisdrückerei beginnen. Das hat dann nicht mit Hochrechnung zu tun. Dann sollen die Eckränder die Runterrechnung ein wenig eindämmen. Deswegen sollte man eine Info für die Nachwelt hinterlassen.

Aber auch so ist den Ecken ja wirklich ein Mehrwert zuzuschreiben. Und weil man sie ja selten sieht, wird noch lange nicht alles erforscht sein. Sind nun in diesem Handbuch gestempelte oder postfrische Ecken höher bewertet. Und wie tief befasst man sich mit den Randbedruckungen?



1940 11 05, Mi 759 u li

Sieht jede Ecke unten links von dieser Marke gleich aus oder ist die Doppeleins noch ein extra Schmankerl



1942 10 12, Mi 820-822, durchgezähnt, nicht durchgezähnt, und irgendwie dazwischen.

Normal oder abartig? Und welcher Faktor gilt?

Vielen Dank nochmal und nette Grüße
Pepe
 
japa Am: 20.12.2016 16:09:57 Gelesen: 18789# 35 @  
Hallo Pepe,

nein, natürlich ist noch lange nicht alles erforscht und so ist das Bogeneckenhandbuch sicher auch zu verstehen. Es ist die erste Auflage, ein Anfang, der in den kommenden Jahren hoffentlich weiter ergänzt und erweitert werden kann. Es gibt neben einer Vielzahl an Beispielabbildungen in erster Linie einen Überblick über die Standardverzahnungen der einzelnen Ausgaben, sowie bisher bekannte Abweichungen bzw. weniger häufig vorkommender Verzahnungen. Ebenfalls gelistet und bewertet werden die Randzudrucke wie Anlagezeichen, Druckkennziffern, Plattennummern, Formnummern, etc. Dein Scan MiNr. 759 u.l. zeigt eine Bogenecke mit Reihenzähler "1" und zusätzlicher Formnummer "1". Mit Formnummer ist diese Ecke natürlich noch seltener als ohne FN. Bisher sind für diese Ausgabe auch nur die Formnummern "1" und "2" bekannt. Für dich laut Handbuch: 45 Mi.€

Normal oder abartig? Und welcher Faktor gilt?

Dein gezeigter Satz MiNr. 820/22 ist ein schönes Beispiel für unterschiedliche Verzahnungen, hier allerdings in der für diese Ausgabe vorkommenden "normalen" Standardverzahnungen. Ich bin bisher noch nie auf die Idee gekommen mich mit dem Taschenrechner hinzusetzen um zu schauen, ob sich für die Aufrechnung der Bogenecken zur Normalmarke überhaupt ein ungefährer Faktor bestimmen läßt welchen man als grobe Richtlinie nutzen kann. Mit viel Zeit und Laune könnte ich das ja mal angehen. Aber das wird dieses Jahr mit Sicherheit nichts mehr.

Sind nun in diesem Handbuch gestempelte oder postfrische Ecken höher bewertet.

Alle Bewertungen im Handbuch beziehen sich lediglich auf postfrische Bogenecken. Persönlich denke ich jedoch, dass gebrauchte Bogenecken definitiv höher zu bewerten sind als postfrische. Gerade auf Briefen und Belegen findet man sie deutlich seltener als ihre postfrischen oder ungebrauchten "Geschwister".

Beste Grüße
Jan
 
zaubermann Am: 20.12.2016 17:35:43 Gelesen: 18757# 36 @  
@ japa [#35]

Auch ein ganz netter Satz - vor allem, weil immer 1 und 2 als Druckzeichen (oder wie heißt das?) drauf ist.

Was sagt da der Michel? Ist das etwas besonderes? Ich denke für manche Sammler schon.


 
Henry Am: 21.12.2016 13:49:18 Gelesen: 18675# 37 @  
@ zaubermann [#36]

Bei den auf diesen Marken gezeigten Ziffern handelt es sich nicht um Druckerzeichen. Das sind normale Reihenzähler für die senkrechten Bogenreihen, während es sich um die 90 Grad links stehenden Vermerke um "Reihenwertzähler" für die waagrechten Bogenreihen handelt. Beides ist nichts weltbewegend Werterhöhendes.

Da von dir keine Daten hinterlegt sind, bitte ich mal um eine Mail deinerseits.

Mit philatelistischem gruß
Henry
 
zaubermann Am: 21.12.2016 14:53:30 Gelesen: 18652# 38 @  
@ Henry [#37]

Hallo Henry,

danke für die Info. Mail ist jetzt hinterlegt.

Viele Grüße
 
japa Am: 21.12.2016 20:20:55 Gelesen: 18595# 39 @  
@ Henry [#37]

Guten Abend,

kleine Korrektur am Rande, um Missverständnissen vorzubeugen.

Es handelt sich bei den um 90 Grad nach links stehenden Vermerke nicht um die "Reihenwertzähler" (RWZ), sondern um die Summenzähler (SZ). Der Reihenwert für die erste Marke des Satzes MiNr. 831 (3+2 Rpf.) beträgt 0,25 in der ersten Reihe mit Reihenzähler (RZ 1) 5 "Mal" 5 Rpf. = 0,25 (RWZ). Philatelistisch (aus Sammlersicht) betrachtet wurde der Bogen gedruckt im Format 5x10 = 5 Marken nebeneinander, 10 untereinander. Der Schalterbeamte der damaligen Zeit betrachtet den Bogen jedoch drucktechnisch 10x5 um diese besagten 90 Grad nach links gedreht mit den "Randzudrucken" zu sich. Das bedeutet für ihn, 10 Marken nebeneinander und 5 Marken untereinander.

Unten am Bogenrand steht für ihn die Reihenzahl (RZ 1-10 1 und 2 sind hier im Beispiel zu sehen), links am Bogenrand die Summenzahl (SZ, der jeweilige Abgabepreis der Einzelmarke, bei Mi. 831 = 5 Rpf, bei Mi. 842 = 1RM) und oben der Reihenwert, anhand dieser gezeigten Ecken nicht zu sehen. (RWZ bei Mi.831 5 Marken a 5 Rpf 1. Reihe (RZ 1) = 0,25. Bei Mi.842 betrüge die RWZ 1. Reihe (RZ 1) 5,00 5 "Mal" 1 RM das wären philatelistisch betrachtet die Ecken oben rechts, drucktechnisch betrachtet die Ecken oben links.

@ zaubermann [#38]

Ein schöner Eckrandpaarsatz für den du sicher Interessenten finden wirst.

Beste Grüße
Jan
 
Henry Am: 07.01.2017 18:05:03 Gelesen: 18405# 40 @  
@ japa [#39]

Hallo Jan,

jetzt sind die Feiertage vorbei und ich habe wieder Zeit für das Forum. Du hast recht mit deiner Korrektur. Danke, mir ist die richtige Bezeichnung während des Schreibens nicht eingefallen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Pepe Am: 06.10.2022 23:32:09 Gelesen: 4239# 41 @  
@ japa [#35]

Hallo Jan,

nach nunmehr 6 Jahren ein sehr verspäteter Dank. Dieses Thema ist ohnehin zum Tiefschlaf versunken. Nun bin ich über eine spiegelverkehrte 3 am unteren linken Bogenrand gestolpert. Findet man so etwas im Handbuch und wie wird diese Nummer bezeichnet?



Deutsches Reich, 1932 02 02, Mi 463, Viererblock mit spiegelverkehrter 3 im unteren Bogenrand.

Nette Grüße Pepe
 
joschka Am: 11.01.2023 23:40:51 Gelesen: 3288# 42 @  
Guten Abend Pepe,

dies ist eine Platten-Nummer, die sich zur allgemeinen Freude hier gespiegelt in Szene setzt. Über das Zustandekommen dieser Spiegelung könnte ich lediglich spekulieren. Es ist eventuell ein "Bogenverschnitt", da der rechte Seitenrand mir sehr breit erscheint.

Leider habe ich keinerlei Kenntnis, wie ein kompletter Druckbogen dieser Ausgabe aufgebaut ist, da mein spezielles Interesse an den "Randgebieten" schon in 1924 endet.

Möchte lediglich noch anmerken, dass die Auflagenzahl dieser 463 für damalige Verhältnisse schon recht klein ist. Das ist sicherlich keine "Massenware".

Gratulation zu dem feinen Viererblock!

beste Grüße aus Genshagen Heiko
 

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