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Thema: Zehn Fragen an die Vorstandskandidaten des BDPh
Das Thema hat 72 Beiträge:
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taro Am: 31.08.2013 20:07:50 Gelesen: 29989# 48 @  
@ 8049home [#46]

Es steht dir frei, ein entsprechendes Konzept zur Nutzung der sozialen Medienlandschaft auszuarbeiten und zu präsentieren. Sicherlich findet ein gutes Konzept auch entsprechend Beachtung.

Ich finde den momentanen Status auch nicht perfekt - aber ich kann mich nicht beschweren, denn ich kann auch nicht sagen, wie man es wirklich besser machen kann - ich kann schließlich von mir nicht auf alle schließen.

Allgemein gehaltene Phrasen bringen niemanden weiter!

Viele Grüße
Sven
 
Aleks Am: 31.08.2013 22:43:38 Gelesen: 29937# 49 @  
Es ist doch ganz einfach. Statt hier mit abstrakten Begriffen um sich zu werfen, definiere die Begriffe mit Beispielen. Es nervt total, wenn hier jemand Trends hochlobt, aber nicht wirklich sinnvolle Anwendungen zeigt. "Man darf Trends nicht ignorieren" ist genau die Geschäftspolitik von Facebook - insbesondere wenn man die Trends selbst macht.

Ich habe bisher von niemandem eine sinnvolle App oder ähnliches vorgeschlagen bekommen, die den Mitgliedern des BDPh einen Mehrwert bringen würde - Allgemeinplätze ohne sinnvollen Hintergrund dafür reichlich. Wenn jemand so geniale Ideen hat, die hunderte und tausende neue Mitglieder in den BDPh bringen, wieso machen sie die Vorschläge nicht.

Wer schimpft - muss liefern - sonst ist er unglaubwürdig.

ml
 
Jürgen Witkowski Am: 31.08.2013 22:54:19 Gelesen: 29930# 50 @  
@ Aleks [#49]

Ich kann Dir nur beipflichten. Außer oberflächlichen, in vielen Fällen entbehrlichen Meinungsäußerungen, oftmals gepaart mit Ignoranz der in Deutschland gebräuchlichen Rechtschreibung, kann ich in den "Social Media" kaum etwas finden.

Daher sehe ich keine Notwendigkeit eines BDPh-Vorstandes, sich mit Facebook und dergleichen vorrangig auseinander zu setzen.

Da sind mir sauber geführte Foren wie Philaseiten.de tausendmal angenehmer.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Michael D Am: 31.08.2013 22:55:28 Gelesen: 29929# 51 @  
@ Aleks [#49]

eine sinnvolle App oder ähnliches vorgeschlagen bekommen, die den Mitgliedern des BDPh einen Mehrwert bringen würde

Hier sollte die Diskussion beginnen.

Wieso "den Mitgliedern des BdPh"? Offen zugänglich für alle Interessierten, um den Zugang zur Philatelie zu erleichtern.

Es geht doch nicht darum, den vorhandenen und aktiven Sammlern noch ein App-Bonbon anzubieten, um die Mitgliedschaft im Verband darüber attraktiver zu gestalten. Die Diskussion ging doch darum, wie der BDPh das Sammeln NEU popularisiert und wieder in der Gesellschaft sichtbarer machen kann.

Gruß
Michael
 
Eric Scherer Am: 31.08.2013 23:44:42 Gelesen: 29908# 52 @  
Eine wichtige Frage ist ja, wie man unser Hobby nach Aussen hin interessanter darstellen kann. Neue Medien sind da nur ein Mittel. Das tolle an dem "Mittel" ist die hohe Akzeptanz, die einfache Nutzung, die einfache Zugänglichkeit sowie der (ungeheuer grosse) Teilnehmerkreis.

Aus meiner Sicht fehlt es an Visionen und guten Ideen für Inhalte. Da ist die klassische Ausstellungsphilatelie genauso problematisch wie einige allzu kindische Aktivitäten des Jugendverbandes.

Ein schönes Beispiel, wie man der Philatelie mehr Wertschätzung bringen kann, ist die monatliche Philatelie-Rubrik der Neuen Zürcher Zeitung. Hier der entsprechende Link - bin aber nicht sicher, ob der auch für jeden funktioniert:

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/philatelie/

Vielleicht wäre es interessant, weitere solche Beispiele zu posten.
 
Aleks Am: 01.09.2013 08:10:55 Gelesen: 29863# 53 @  
@ Aleks [#35]

Ich habe oben mal gefragt, ob jemand Beispiele bringen kann, wie er oder andere zur Philatelie gekommen sind. Ich kenne definitiv niemanden, der durch irgendwelche abstrakte Werbung für die Philatelie dazu gekommen ist. Wer nicht durch Kontakte zu Sammlern/Philatelisten schon vorgewärmt ist, wird keinen Grund sehen plötzlich mit Inbrunst Philatelist zu werden. Leute deren Vereine oder Argen funktionieren, wissen ganz genau, wie sie neue Interessenten bekommen. Die belächeln andere, die meinen, dass nur der BDPh Vorstand die große Eingebung haben muss, und die Mitgliederzahlen explodieren.

ml
 
Jimphil Am: 01.09.2013 08:22:16 Gelesen: 29858# 54 @  
Genau so ist es. Nur durch unseren Verein bekommen wir neue Mitglieder - durch persönliche Ansprache und durch Ausstellungen. Dazu brauchen wir kein Internet (auch wenn wir da präsent sind) und irgendwelche sogenannten sozialen Foren. Philatelistische Foren genügen.

Grüße
 
mausbach1 Am: 01.09.2013 09:21:29 Gelesen: 29833# 55 @  
Interessant wäre ja einmal zu erfahren, wie viele dieser "großen" Kritiker und Welterneuerer überhaupt einem BDPh-Verein bzw. einer philatelistischen Arbeitsgemeinschaft angehören und wie aktiv sie in diesem Kreis sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß, wenn man solche Zeitgenossen anspricht, sie den S*** einziehen und ihrer Wege gehen.
 
Eric Scherer Am: 01.09.2013 09:53:41 Gelesen: 29819# 56 @  
@ Aleks

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass nur ein Teil der "Briefmarkensammler" auch verbandlich organisiert sind. Ist das richtig? Aleks geht wohl davon aus, dass es neben den BPDH-Mitgliedern keine anderen Briefmarkensammler gibt.

@ Jimphil

Na dann haben wir ja alle Probleme gelöst. Super - wirklich.

@ Mausbach1

Nur zur Sicherheit für alle Zweifler - seit 1975 Vereinsmitglied, seit 1978 Arge-Mitglied, jahrelang in Vorständen aktiv, Ausstellungen organisiert, Jugendarbeit organisiert, bis auf Landesvorstandsebene.

Nochmals: Die Devise heisst, das eine tun, das andere nicht lassen.
 
Richard Am: 01.09.2013 10:11:27 Gelesen: 29813# 57 @  
Dieses Thema sollte dazu dienen, die für die kommende "Schicksalswahl" des BDPh-Vorstands wichtigen Unterschiede in den Zielen der beiden Teams herauszuarbeiten und eine Diskussions- und Entscheidungshilfe für die Wahl zu geben. Ich bitte, davon nicht zu weit abzuschweifen.

In der gerade erschienen September Ausgabe der "Philatelie" stellen sich die beiden Teams vor. Die BDPh-Mitglieder können diese Beiträge lesen und hier im Forum verbunden mir ihren Meinungen / Anmerkungen zitieren.

Ich werde an der Hauptversammlung und Wahl teilnehmen und zähle bis heute zu den "unentschlossenen Wählern". Für mich ist die Frage, ob die Ankündigungen auch umgesetzt werden oder ob sie weitgehend - wie in der Berliner Politik - unter "Finanzierungsvorbehalt" stehen. Die Kassen sind überall nicht mehr so reichlich gefüllt. In Heidenheim wird es wohl vor der Wahl noch erheblichen Diskussionsbedarf geben. Es geht nicht nur darum, welche Personen das beste und überzeugendste Konzept haben, sondern auch um die praktische Umsetzung der Konzepte.

Schöne Grüsse, Richard
 
uli Am: 01.09.2013 12:03:18 Gelesen: 29770# 58 @  
@ mausbach1 [#55]

Interessant wäre ja einmal zu erfahren, wieviel dieser "großen" Kritiker und Welterneuerer überhaupt einem BDPh-Verein bzw. einer philatelistischen Arbeitsgemeinschaft angehören und wie aktiv sie in diesem Kreis sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß, wenn man solche Zeitgenossen anspricht, sie den S*** einziehen und ihrer Wege gehen.

Ich "liebe" solche Killeraussagen, die jede vernünftige Diskussion abwürgen können. Wenn du auf die Frage des Kellners nach dem Geschmack eines Essens mit "schlecht" antwortest, gehst du dann auch direkt in die Küche? Wenn du mit deinem Friseur unzufrieden bist, schneidest du dir dann selbst die Haare? Wenn die von dir gewählte Partei eine dir nicht genehme Entscheidung trifft, stellst du dich dann beim nächsten Mal zur Wahl? Arbeitsteilung und Konzentration sind ein ganz wesentliches Merkmal unserer Gesellschaft und trotzdem muss Kritik erlaubt sein.

Gruß
Uli
 
stephan.juergens Am: 01.09.2013 13:03:12 Gelesen: 29747# 59 @  
@ Michael D [#51]

eine sinnvolle App oder ähnliches vorgeschlagen bekommen, die den Mitgliedern des BDPh einen Mehrwert bringen würde

Wieso "den Mitgliedern des BdPh"? Offen zugänglich für alle Interessierten, um den Zugang zur Philatelie zu erleichtern.

Natürlich nur den Mitgliedern. Die im Internet verbreitete Mentalität, Inhalte kostenlos zu fordern, und wenn der Anbieter dies nicht freiwillig macht, die einfach raubzukopieren, kann man zwar nicht aufhalten, aber man muss sie auch nicht unterstützen.

Aber ich bezweifele, dass es eine APP geben kann, die allen (oder auch nur 50% der BDPh) Mitglieder einen Mehrwert geben kann. Dafür sind wir eine zu inhomogene Gemeinschaft. Die einzigen beiden Programme, die ich für meine philatelistische Tätigkeit brauche sind OpenOffice und IrfanView.

Ich kann weder was mit Zähnungsbestimmung, Farbbestimmung, Wasserzeichensuche, Fehllistenbearbeitung, Albenblattgestaltung, noch benötige ich ständigen Zugriff auf die Michelkataloge. Vielleicht bin ich mit meinen Sammelgebieten zu individuell, aber die Datenbestände, die ich in einer Fehllistenbearbeitung bräuchte, muss ich mir selbst erstellen, da kein anderer dies sammelt. Und dann scheitert es i.d.R. daran, dass es für meine Sammelgebiete keine Kataloge gibt, eine Fehllistenverwaltung, die also auf Katalognummern aufbaut und sonst nur wenige Datenfelder vorsieht, nicht verwendet werden kann. Da komme ich mit einer einfachen Excel-Tabelle (auch dieses Datenformat wird von OpenOffice unterstützt) viel weiter.

In diesem Sinne
Stephan
 
drmoeller_neuss Am: 01.09.2013 14:15:35 Gelesen: 29723# 60 @  
Erst einmal vorneweg: Ich halte beide Teams für fähig, einen Verband zu führen. Insofern teile ich nicht Richards Auffassung, dass es sich bei der Wahl des zukünftigen BDPh-Vorstandes um eine "Schicksalwahl" handelt. Es ist vielmehr ein normaler demokratischer Vorgang, dass bei einer Wahl mehrere geeignete Kandidaten zur Auswahl stehen.

(Tipp an die Redaktion zur besseren Übersicht: Stellungnahmen der Kandidaten aus diesem Thema herausnehmen und in einem separates, geschlossenes Thema zusammenfassen)

In den letzten Beiträgen ist immer das Schlagwort "Social Media" gefallen. Man sollte in einem deutschsprachigen Forum besser den Begriff "Soziale Medien" verwenden. Viele Schreiber sind sich über die Bedeutung gar nicht im klaren, und meinen "Soziale Medien" unfasst nur die allgemeinen Datensammelanstalten wie Facebook oder die Produkte des amerikanischen Konzerns mit dem angebissenenen Apfel. Ich habe einmal die Begriffserklärungen aus Wikipedia in Zitaten angehangen - wer will, kann da nachlesen oder besser gleich die vollständige Definition in Wikipedia.

Nach dieser Defintion stellen Diskussionsforen wie die philaseiten "Soziale Medien" dar, da die Benutzer Inhalte gemeinsam erstellen, bearbeiten und verteilen.

Ich kann nur Jürgen alias Concordia CA zustimmen:

Daher sehe ich keine Notwendigkeit eines BDPh-Vorstandes, sich mit Facebook und dergleichen vorrangig auseinander zu setzen.

Da sind mir sauber geführte Foren wie Philaseiten.de tausendmal angenehmer.


Schön wäre es, wenn sich der zukünftige BDPh-Vorstand sich da mehr einbringen könnte. Einige Kandidaten sind ja jetzt schon in diversen Foren aktiv, und ich würde mich freuen, wenn sie es auch in Zukunft wären. Ich schlage vor, dass sich der Vorstand bestimmte Zeiten für den Chat in Briefmarkenforen reserviert, so dass eine Interaktion mit den Mitgliedern ohne Umwege erfolgen kann.

Kommen wir doch von den "Sozialen Medien" als Allheilmittel weg, und wenden uns wieder den strategischen Fragen zur Aufstellung des BDPh zu: Ich bin Mitglied im BDPh, wenn ich für mich dort einen persönlichen Mehrwert finde. Das Beispiel mit den Autofahrern und dem ADAC brachte es auf den Punkt: Der Mehrwert definiert sich in den meisten Fällen über die angebotenen Dienstleistungen, auch wenn die von der Mehrzahl der Mitglieder gar nicht in Anspruch genommen werden, wie die Pannenhilfe des ADAC.

Engagierte und forschende Philatelisten haben damit kein Problem: Ausstellungswesen, kostenloser Rechtsschutz und die "Philatelie" bieten genug Gegenwert für den Mitgliedsbeitrag. Wie kann man aber den Gelegenheitssammler in den BDPh bringen? Das geht nur über zusätzliche Angebote, wie Vergünstigungen für Mitglieder oder Sonderangebote wie verbilligte Einsteckalben. Wenn der BDPh hier mehr aktiv wird, tritt er zwangsläufig anderen Verbänden wie dem Händlerverband APHV auf die Füsse: dort wird man nicht begeistert sein, wenn der BDPh Albenblätter und anderes Zubehör in Eigenregie anbietet. Aber der ADAC hat auch nicht die Versicherungswirtschaft vorher gefragt, ob der ADAC selbst Rechtsschutzversicherungen anbieten darf.

Der BDPh könnte auch in Eigeninitiative Briefmarkenbörsen organisieren. Viele Landstriche im Süden und im Osten sind mit Tauschtagen unterversorgt.

Meine Frage an die Vorstandskandidaten lautet: Wie kann man "Gelegenheitssammler" besser in den BDPh einbinden bzw. von dem Verband überzeugen? Oder soll der BDPh zukünftig weiterhin nur die Oberschicht der Philatelisten versorgen? Dann wäre der Mitgliederrückgang zwangsläufig hinzunehmen.

**********

Definition "Social Media":
Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media

Social Media (auch Soziale Medien[1]) bezeichnen digitale Medien und Technologien (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.

Soziale Interaktionen und Zusammenarbeit (manchmal in Anlehnung an den englischen Begriff auch 'Kollaboration' genannt) in sozialen Medien gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln mediale Monologe (one to many) in sozial-mediale Dialoge (many to many)[2].

Zudem sollen sie die Demokratisierung von Wissen und Informationen unterstützen und den Benutzer von einem Konsumenten zu einem Produzenten entwickeln. Demnach besteht weniger oder kein Gefälle zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell). Als Kommunikationsmittel werden dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Das gemeinsame Erstellen, Bearbeiten und Verteilen von Inhalt, unterstützt von interaktiven Anwendungen, betont auch der Begriff Web 2.0.

. . .

Andreas M. Kaplan und Michael Haenlein definieren Social Media als „eine Gruppe von Internetanwendungen, die auf den technologischen und ideologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen“.

. . .

Technologien:

Weblogs und Foren sind individualisierte Webseiten auf denen Nutzer diskutieren und ihre Erfahrungen, Meinungen und Wissen zu spezifischen Themen austauschen können.


Definition "Web 2.0".
Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0

Die Benutzer erstellen, bearbeiten und verteilen Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbst, unterstützt von interaktiven Anwendungen. Um die neue Rolle des Nutzers zu definieren, hat sich mittlerweile der Begriff Prosument (engl. Prosumer) durchgesetzt. Die Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert von großen Medienunternehmen erstellt und über das Internet verbreitet, sondern auch von einer Vielzahl von Nutzern, die sich mit Hilfe sozialer Software zusätzlich untereinander vernetzen. Im Marketing wird versucht, vom Push-Prinzip (Stoßen: aktive Verteilung) zum Pull-Prinzip (Ziehen: aktive Sammlung) zu gelangen und Nutzer zu motivieren, Webseiten von sich aus mit zu gestalten.

Das Web 2.0 kann folgendermaßen charakterisiert werden: [. . .]
Die Möglichkeit, die kollektive Intelligenz der User zu nutzen. Je mehr User dazu beitragen, umso wichtiger und wertvoller kann die Web-2.0-Seite werden.

Tim Berners-Lee, der Begründer des WWW, sagte 2006 über den Begriff Web 2.0 in einem IBM-Developer-Works-Podcast, er halte Web 2.0 für einen „Jargonausdruck, von dem niemand weiß, was er wirklich bedeutet.“ (Originalzitat: „I think Web 2.0 is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means“)

 
Aleks Am: 01.09.2013 15:20:51 Gelesen: 29697# 61 @  
@ drmoeller_neuss [#60]

wie kann man "Gelegenheitssammler" besser in den BDPh einbinden bzw. von dem Verband überzeugen?

Ich habe zugegeben keine Idee wie der BDPh-Vorstand alleine da etwas reißen kann. Wenn die Vereine vor Ort und Argen es nicht schaffen potentielle Mitglieder zu interessieren, wie soll es sonst noch passieren. Ich sehe keine großen Möglichkeiten beim BDPh irgendwelche neuen "Muss ich haben" Angebote zu generieren, die ähnlich wie beim ADAC Selbstläufer sind. Aktive Vereine versuchen schon lange gegen den Trend zu arbeiten, aber auch sie haben schon vieles versucht und kein Patentrezept gefunden.

Man muss sich doch fragen, warum sich Sammler/Philatelisten einem Verein oder einer Arge anschließen. Ich behaupte der gemeinsame Gedankenaustausch, das gemeinsame Gespräch über das Hobby sind ein wesentlicher Faktor. Warum freuen sich Arge-Mitglieder so auf ihr jährliches Treffen? Weil sie endlich mal wieder in gemütlicher Runde über das gemeinsame Gebiet plauschen können. Vielleicht ist Philatelie ja wirklich ein elitäres Hobby - nicht weil mit großen Summen gearbeitet wird, sondern weil es einfach interdisziplinär ist. Geschichte, Geografie, Drucktechnik, Postgeschichte und viele andere Bereiche sind betroffen. Vielleicht ist es gerade dieser Anspruch, der manchen zurückschrecken lässt.

ml
 
Michael D Am: 01.09.2013 17:08:12 Gelesen: 29633# 62 @  
@ stephan.juergens [#59]

Ach so, es geht darum, wie der BDPh Mitgliedern einen höheren Mehrwert der Mitgliedschaft schaffen kann. Eine Wasserzeichenfinder-App wärs natürlich (wenn auch nicht für dich, da du wohl zu individuell sammelst).

Eigentlich dachte ich, es ging darum, wie ein neuer BDPh-Vorstand die Popularität der Philatelie anschieben will - und da geht es nicht um die, die sowieso schon Mitglied sind. Es ginge um die, die fernab der jetzigen Ortsvereine sammeln oder für das Sammeln neu gewonnen werden könnten.

Ein interessantes Beispiel dazu brachte 8049home in Posting [#52] mit der NZZ-Kolumne. Da ging aber auch niemand drauf ein.

Gruß
Michael
 
Lars Boettger Am: 01.09.2013 17:27:05 Gelesen: 29616# 63 @  
Michael hat recht. Der BDPh-Vorstand hat kein Patentrezept, wie man mit einem Fingerschnippen neue Mitglieder gewinnen kann. Warum kommen wir zur organisierten Philatelie? Meine Gründe sind zwei Fällen recht einfach: Gute Mitgliedermagazine haben mich zur APS und dem BDPh geführt. Zur FSPL bin ich gegangen, weil ich an einer Ausstellung teilnehmen wollte. In den LV NRW kam ich, weil ich auf der Messe Essen zusammen mit einem Freund angesprochen wurde.

Wenn man die Vereine fragt, mit welchem Rezept sie neue Mitglieder gewinnen, dann hört man ganz unterschiedliche Antworten:

- Rang-Ausstellungen
- Briefmarkenschauen
- Tauschtage
- Stempel- und Belegprogramm
- Vereinszeitung
- Vorträge im Verein usw.

Oft ist es ein Mix aus all diesen Dingen.

Wir versuchen schon seit Jahren, diese Aktivitäten entweder finanziell oder mit Broschüren und Zeitschriften zu unterstützen. Aber nicht alle Vereine nehmen das Angebot an. Nicht alle Vereinen können die Angebote annehmen. Nicht alle Vereine haben eine Altersstruktur, die noch Ausstellungen, Tauschtage oder Vorträge zulässt. Es fehlen auf allen Ebene die Leute, die ein Ehrenamt annehmen, sich engagieren. An diesem strukturellen Problem kann auch ein neuer BDPh-Vorstand nichts ändern. Wir haben die letzten Jahre ja nicht geschlafen. Und egal wer Vorstand wird, er hat m.E. keine Lösungen, über die nicht schon nachgedacht wurde. Beispiele:

- Ausstellung zu Weihnachten in einer der Landesvertretungen in Berlin (wer macht das? wie wird das finanziert?) - Hintergrund: Die Briefmarke wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken

- Soziale Medien: In Unternehmen macht das die Marketing-Abteilung, das sind oft mehrere Personen. Wir haben festgestellt, dass das - wenn man von Nachrichten hin zu einer echten Dienstleistung geht - eine tagesfüllende Aufgabe ist. Wer finanziert uns eine Vollzeitkraft? Da reden wir schnell vom Gegenwert von 50 oder 60.000 Euro (inkl. Sozialleistungen, Steuer usw.). Und das Gehalt fällt nicht nur einmal an, sondern jedes Jahr. Die Geschäftsstelle ist mit den anderen Aufgaben schon "zu".

Wir haben, im Gegensatz zum DFB oder ADAC nicht nur einen Bezugspunkt (Fußball oder KFZ), sondern die Philatelie in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Das Spektrum reicht vom Gelegenheitssammler bis hin zum FIP-Aussteller, von der Thematik und Astrophilatelie bis hin zur "Traditionellen Philatelie" und Postgeschichte. Der Fussballbund hat eine deutlich bessere Jugendarbeit, kann sich das aber auch aufgrund seiner Struktur und seiner Medienpräsenz leisten. Zum ADAC geht automatisch jeder, der ein Auto hat (ich übertreibe jetzt). Aber zur Philatelie bzw. in den Verband kommt man nur, wenn man ein bestimmtes Bedürfnis hat: Gute Information oder die Teilnahme an Ausstellungen. Wir gewinnen auch jedes Jahr ca. 2.000 Mitglieder über die Vereine, ArGen und über direkte Werbung. Das Problem ist, wir verlieren jedes Jahr 4.000 Mitglieder über Austritte, Tod oder weil Vereine sich auflösen. Und ja, jeder Landesverband versucht die Vereine zu retten, indem er ihnen Auffanglösungen oder den Beitritt in einen anderen Verein ans Herz legt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der noch amtierende Vorstand hat bisher kein Patentrezept gefunden, wie man Mitglieder "automatisch" wirbt. Wir bieten unsere Unterstützung an, sei es finanziell oder mit Material. Wenn die Unterstützung nicht abgefragt wird (und das wird sie! Wir lassen eine Werbebroschüre nachdrucken, von den in den letzten zwei Jahren 5.000 Exemplare verteilt wurden), dann müssen wir das akzeptieren. Das ist auch ein Problem für den neuen Vorstand. Und auch er wird es nicht lösen können.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
doktorstamp Am: 01.09.2013 17:42:13 Gelesen: 29603# 64 @  
@ Michael D [#62]

Ich sehe es so u.a.; Der BDPh hat den Mitgliederschwund zu stemmen, bzw. die Zahl derer zu erhöhen. Auch soll es die Aufgabe sein das Hobby an dem Mann zu bringen.

Nur wie gewinnt man Gelegenheitssammler? Viele hier sammeln nach Abo, die Neuausgaben bleiben in ihren Tütchen bis die neuen Vordruckblätter gekauft werden können, und dann die Marken aus den Tütchen sorgfältig nach Muster eingesteckt. Solche haben meist nicht ein mal den Michel geschweige denn sonstige Literatur. Hin und wieder gehen sie auf Messen mit ihrer Fehlliste.

Ich habe versucht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, mit einigen ist es mir gelungen, das Wie und Warum sie so sammeln herauszubekommen, andere dagegen sind starr und stur in ihrem Verhalten zu dem Hobby. Wie man solche gewinnen kann, wenn sie nichts hören wollen, bleibt nicht nur mir ein Geheimnis.

mfG

Nigel
 
Michael D Am: 01.09.2013 17:59:30 Gelesen: 29591# 65 @  
@ Lars Boettger [#63]

Hallo Lars,

Danke für den konstruktiven Beitrag!

Niemand erwartet ein Patentrezept.

Niemand erwartet eine Mitglieder-Generier-App, die den Mitgliederschwund umkehrt.

Aber die von dir aufgeführten bisherigen Maßnahmen verlangsamen den Trend, steuern aber nicht wirklich dagegen. Das Problem ist doch, dass die verbliebenen Vereine - soweit sie überhaupt noch handlungsfähig sind - die vereinsfernen Sammler und die, die es erst wieder werden sollen, nicht erreichen.

Es müssen Konzepte entwickelt werden, wie diese Menschen erreicht werden. Nicht nur, aber auch über die neuen Medienformen. Warum soll ein verbandsferner Sammler die BDPh-Facebookaccount aufrufen? In der jetzigen Form und mit den jetzigen Beiträgen ist das für ihn ziemlich uninteressant. Dort - und an anderen Stellen, wie z.B. Internetzugangsportalen von Google, T-Online u.a. - müssten Beiträge eingestellt werden, die Lust auf Philatelie machen. Die interessante Geschichten über neue und alte Marken & Briefe zeigen. Zum Beispiel über Infla-Marken und -Briefe, die die Geldentwertung zeigen, Postzensur-Briefe BRD-DDR aus unserer jüngeren Vergangenheit, die Komplikationen von frühen Auslandsbriefen, usw. usf.

Das kann natürlich nicht der BDPh-Vorstand alleine leisten. Aber er kann (und müsste) das Instrumentarium dafür bereit stellen, er kann Vereine und Argen auffordern, passende Beiträge zu liefern oder auch entsprechende Artikel aus den Rundbriefen zu liefern.

Gruß
Michael
 
Lars Boettger Am: 01.09.2013 19:16:04 Gelesen: 29519# 66 @  
@ Michael D [#65]

Aber die von dir aufgeführten bisherigen Maßnahmen verlangsamen den Trend, steuern aber nicht wirklich dagegen. Das Problem ist doch, dass die verbliebenen Vereine - soweit sie überhaupt noch handlungsfähig sind - die vereinsfernen Sammler und die, die es erst wieder werden sollen, nicht erreichen.

Hi Michael,

Problem erkannt.

Das kann natürlich nicht der BDPh-Vorstand alleine leisten. Aber er kann (und müsste) das Instrumentarium dafür bereit stellen, er kann Vereine und Argen auffordern, passende Beiträge zu liefern oder auch entsprechende Artikel aus den Rundbriefen zu liefern.

Das müssten vom Niveau her einfache Beiträge sein. Nichts kompliziertes, nichts zu postgeschichtliches, eher etwas thematisches. Ich mache mal ein Beispiel, um das Problem hier aufzuzeigen: Obwohl die "philatelie" allen ArGen offen steht, um darin etwas zu ihrem Sammelgebiet zu veröffentlichen, machen sie das nicht. Entsprechende Aufrufe haben in der Vergangenheit max. 1-2 Beiträge gebracht. Theoretisch müsste das kein Problem sein, in der Praxis scheitert die Umsetzung oft daran, dass wir keine dauerhaften "Schreiber" finden.

Wenn man jetzt den "Beitrag zum Tage" hier ansieht, so könnte ich mir das auch auf anderen Seiten vorstellen. Eine Marke, die Bezug zu einem Jubiläum oder Tagesereignis hat und einen kleinen Text dazu. Aber dazu müssten die Schreiber hier ihre Erlaubnis geben, damit der BDPh das verwenden darf. Und Du müsstest das als Autor schon vorrätig haben bzw. jeden Tag liefern können. Aber: Eine Erfahrung, die wir gesammelt haben, ist die folgende: Briefmarken sind mit wenigen Ausnahmen keine "News". Ich denke nicht, dass wir eine Möglichkeit haben, dass auf den von Dir genannten Portalen unterzubrigen. Eventuell würden sich ein paar Tageszeitungen finden lassen, aber das wäre schon ein Erfolg.

Ich meine persönlich, dass man nicht auf den BDPh-Vorstand warten sollte, um eine Lösung zu finden, wie man Sammler anspricht. Da finde ich die Arbeit von Richard auf Philaseiten sehr gut, der ein seriöses Forum mit vielen Funktionen aufgebaut hat. Und der auch auf Briefmarkenmessen geht, um dort Leute anzusprechen und zu treffen.

Noch etwas, was wir ausprobiert haben: Die "Wartezimmeraktion" - wir hatten die Ärzte und Zahnärtze angeschrieben, ob wir dort die "philatelie" im Wartezimmer auslegen dürfen. Kein Problem, wir hatten dann viele Exemplare verteilt in der Hoffnung, dadurch Sammler, die nicht im Verband sind, anzusprechen. Resultat: Die Zeitschriften wurden (hoffentlich) gelesen, ein Mitglied haben wir dadurch nicht gewonnen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Wolffi Am: 02.09.2013 12:00:24 Gelesen: 29278# 67 @  
Es ist wirklich interessant, die sehr unterschiedlichen Beiträge zu lesen, und sich dazu seine (persönlichen) Gedanken zu machen, und ich kann nur sagen: Das ist in Teilen grauselig.

Die Schwierigkeit, die Jugend zu aktivieren, besteht nicht nur bei unserem Hobby.

Das Freizeitverhalten der Jugend hat sich geändert, und auch die Schule mit ihrem ganzen Nachmittagsunterricht und mehr Stoff in weniger Zeit trägt dazu bei. Ich sehe bei unserem Sohn, wie knapp die Freizeit geworden ist, und denke oft daran, dass ich zu meinen Schulzeiten um 13.10h Feierabend hatte. :-)

Früher trafen sich "die Kinder" nahezu jeden Tag, und heckten Unsinn aus :-); heute ist Stubenarrest keine Bestrafung mehr, und man trifft sie mehr damit, dass man sie vor die Tür schickt.

Wenn ich unseren Sohn und seinen Freundeskreis beobachte, spielt sich das Leben heute zu einem Großteil im oder über das Internet ab.

Daher kann ich die Beiträge, die eine gewisse Hemmschwelle oder die Nichtnotwendigkeit beschreiben, absolut nicht nachvollziehen. Jeder, der die Philaseiten liest und begleitet, ist online, ist im Internet, und heute beispielsweise über das Internet einzukaufen, gehört fast schon zum Standard.

Daher finde ich folgenden Hinweis sehr gut:

[#46]

Aber auch für Facebook gilt: Man darf Trends nicht ignorieren, selbst wenn sie einem nicht gefallen. Sonst wären die meisten Bekleidungsfirmen schon längst Konkurs.

Selbst würde ich mich als Briefmarkensammler bezeichnen, kann mich aber nicht des Eindrucks verwehren, dass generell mehrheitlich an die Philatelisten gedacht wird. Für mich entsteht der Eindruck eines Vereins in einem Verein. Der Beitrag „Ausstellungen ja/nein“ war für mich dahingehend symptomatisch.

Nicht nur bei der Jugend ist es aber so, dass man die Menschen zum Sammeln bewegen muss, bevor man sie, oder eher noch sie sich selbst, zum Philatelisten hin bewegen. Wer aber, wie mehrheitlich zu lesen, darauf hofft, dass diese Sammler sich mit ihren "paar Briefmarken" in einen Verein bewegen, oder gar in eine Arge, sieht das aus meiner Sicht doch etwas blauäugig.

Selbst bin ich seit 30 Jahren in einem Briefmarkenverein, und habe gerade einmal eine Veranstaltung besucht. Das waren Philatelisten, ich Sammler, und vielleicht wurde einfach verpasst, mich mal an die Hand zu nehmen. Es liegt nicht allen Menschen, zu sagen, jetzt raffe ich mich mal auf, und gehe da mal hin, oder trete einem Verein bei. Und es werden immer weniger, die das mögen (und, aus den verschiedensten Gründen, können).

Früher mag das noch eine gewisse Notwendigkeit gegeben haben, weil es außer dem Michel und (ein wenig) Literatur nichts gab, um sich zu informieren. Und selbst die Literatur hat man sicher nur gefunden, wenn sie von Dritten empfohlen wurde.

Heute läuft das anders: Ja, das Internet. Und so wie in diesem Forum hier lese (und schreibe) ich auch in anderen Foren, und versuche damit, mir eine wenig Wissen rund um die Philatelie oder speziell meines Sammelgebiets aufzubauen.

Sich jetzt an Facebook, Datenschutz etc. aufzuhängen, ist aus meiner Sicht verfehlt.

Ein lustiger Hinweis, mit der gehörigen Portion ernsten Hintergrunds:



[#50]

Außer oberflächlichen, in vielen Fällen entbehrlichen Meinungsäußerungen, oftmals gepaart mit Ignoranz der in Deutschland gebräuchlichen Rechtschreibung, kann ich in den "Social Media" kaum etwas finden. Daher sehe ich keine Notwendigkeit eines BDPh-Vorstandes, sich mit Facebook und dergleichen vorrangig auseinander zu setzen.

Aus meiner Sicht müssen die angestammten Wege verlassen werden, und neue Wege zusätzlich beschritten werden. Der Erfolg, wie bisher weiterzumachen, zeigt sich ja in den aktuellen Zahlen: Es bricht mehr weg, als dazu kommt.

Dann eine mehrere Millionen große Gruppe zu vernachlässigen, nur weil die (zugegeben!!!) manchmal oberflächlich ist und zunehmend mit Schreibschwäche ausgestattet ist (und sei es nur aus der Bequemlichkeit heraus, die SHIFT-Taste zu drücken), kann man sich nicht erlauben.

Da mögen Ignoranten dabei sein, aber für mich ist das schon die Vorstufe zur Arroganz, dafür alle!!! quasi herauszufiltern und damit auch zu ignorieren.

Speziell Facebook: die Banken, Firmen, Vereine etc. werden schon wissen, warum sie dort immer massiver auftreten.

100% Zustimmung, wie schon erwähnt:

[#46]

Aber auch für Facebook gilt: Man darf Trends nicht ignorieren, selbst wenn sie einem nicht gefallen.

Sicherlich sollte das nicht passieren:

[#42]

Was die Facebook-Präsenz angeht - da fehlt jede Form von Sex-Appeal - sorry.

Der Auftritt des BDPh (auf Facebook) hat mich auch nicht vom Hocker gehauen: Da ist der Besuch der Philaseiten um Welten informativer. Liegt aber an der "Pflege", nicht an Facebook.

[#59]

Die im Internet verbreitete Mentalität, Inhalte kostenlos zu fordern, und wenn der Anbieter dies nicht freiwillig macht, die einfach raubzukopieren, kann man zwar nicht aufhalten, aber man muss sie auch nicht unterstützen.

Diese Mentalität gibt es überall, wobei ich damit in diesem Zusammenhang den ersten Teil des Satzes meine. Es gibt aber noch genug Menschen, die bereit sind, für eine ordentliche Leistung auch eine angemessene Zahlung zu leisten. Es muss nicht immer alles umsonst sein.

Über die Kostenpflicht filtert man die wirklichen Interessenten heraus.

eBay wurde desto erfolgreicher, je höher die Gebühren für das Einstellen und das Verkaufen wurden.

[#59]

Aber ich bezweifele, dass es eine APP geben kann, die allen (oder auch nur 50% der BDPh) Mitglieder einen Mehrwert geben kann. Dafür sind wir eine zu inhomogene Gemeinschaft. Die einzigen beiden Programme, die ich für meine philatelistische Tätigkeit brauche sind OpenOffice und IrfanView.

Wenn ich mit einer APP 50% der Mitglieder ansprechen, einen Mehrwert bieten könnte, wäre das doch ein Riesenerfolg. Und für den einen oder anderen wäre es vielleicht auch ein Grund, eine Mitgliedschaft in Betracht zu ziehen.

Jede(r) braucht zugegeben was anderes, aber auch Dinge, die stärker benötigt werden als IrfanView. :-)

Dazu sind hier schon Anregungen gemacht worden: Ich persönlich fände es ganz charmant, meine Fehl- und Tauschlisten für alle sichtbar zentral abrufbar hinterlegen zu können, ohne die im jedem Forum einzeln aktualisieren zu müssen.

Und wenn das ein Verband (vernünftig) auf die Beine stellt, schauen die Leutchen auch immer wieder mal auf dessen Seiten, und wo man es schafft, viele Menschen zu interessieren, kommen desto schneller Neue hinzu!

[#54]

Genau so ist es. Nur durch unseren Verein bekommen wir neue Mitglieder - durch persönliche Ansprache und durch Ausstellungen. Dazu brauchen wir kein Internet (auch wenn wir da präsent sind)

Den Erfolg kann man ja schon viele Jahre beobachten (kopfschüttel).

[#52]

Eine wichtige Frage ist ja, wie man unser Hobby nach Aussen hin interessanter darstellen kann. Neue Medien sind da nur ein Mittel. Das tolle an dem "Mittel" ist die hohe Akzeptanz, die einfache Nutzung, die einfache Zugänglichkeit sowie der (ungeheuer grosse) Teilnehmerkreis.

So wird da ein Schuh draus ... und so sieht es wirklich aus

[#65]

Aber die von dir aufgeführten bisherigen Maßnahmen verlangsamen den Trend, steuern aber nicht wirklich dagegen. Das Problem ist doch, dass die verbliebenen Vereine - soweit sie überhaupt noch handlungsfähig sind - die vereinsfernen Sammler und die, die es erst wieder werden sollen, nicht erreichen.

Da ich jetzt doch etwas "wirrer" (unstrukturierter) geschrieben habe, einfach noch mal zusammengefasst:

1. Die Jugend muss heute anders angesprochen werden, und teilweise gilt dies auch für ältere Sammler.

2. Briefmarkensammler müssen erreicht werden, und nicht nur Philatelisten. Da schlummert noch viel Potential, was geweckt werden kann. Wenn die (und auch ich) aber was über Rang-Ausstellungen (und viele andere Themen der Profis) lesen, denken die nur: bei diesem Hobby bin ich fehl am Platz, was nicht so ist.

3. Internet und neue Medien sind Pflicht, müssen aber "modern" aufgemacht sein. Die Philatelie darf aus den Zeiten vor 1900 sein, aber bitte nicht die Seiten, die man heute mehrheitlich sieht.

Bis denne
Wolfgang
 
uli Am: 02.09.2013 14:13:31 Gelesen: 29225# 68 @  
@ Wolffi [#67]

Super Beitrag, vielen Dank. Stimme dir 100%ig zu.

Gruß
Uli
 
Richard Am: 02.09.2013 17:21:30 Gelesen: 29183# 69 @  
@ Wolffi [#67]

Dazu sind hier schon Anregungen gemacht worden: Ich persönlich fände es ganz charmant, meine Fehl- und Tauschlisten für alle sichtbar zentral abrufbar hinterlegen zu können, ohne die im jedem Forum einzeln aktualisieren zu müssen.

Hallo Wolfgang,

das ist für unseren Webmaster bei der heutigen Technik kein Problem. Das Philaseiten Forum war bereits für zwei Jahre auf einer Händlerseite zu finden, dann wurde dort unstruktutiert. Eine Finanzseite meiner früheren Firma mit Echtzeitkursen der Eurex Frankfurt war ebenfalls auf einer ausländischen Seite mit gleicher Geschwindigket nutzbar.

wo man es schafft, viele Menschen zu interessieren, kommen desto schneller Neue hinzu!

Genau so ist es, das merke ich jeden Tag.

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 03.09.2013 09:14:43 Gelesen: 29068# 70 @  
Gestern Abend hat sich das fünfte Mitglied des Teams Bergmann, Franz-Josef Pütz mit seinen umfangreichen Antworten gemeldet. Herzlichen Dank allen Mitgliedern des Teams Bergmann und Uwe Decker vom Team Decker für ihre Antworten.

Im ersten Beitrag dieses Themas [#1] wurde inzwischen ergänzt, an welche Stelle des mittlerweile 70 Beiträge umfassenden Themas sich die einzelnen Kandidaten vorgestellt haben, jeweils mit einem Link auf den Beitrag.

Hier die Antworten von Franz-Josef Pütz vom Team Bergmann:

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Warum glauben Sie persönlich, zur Leitung oder Mitwirkung im Vorstand einer Organisation mit 40.000 Mitgliedern befähigt zu sein?

Es geht nicht um die Mitwirkung im Vorstand „irgendeiner“ Organisation, sondern um den Bundesvorstand der Organisation, die für mein Hobby steht, zu dem ich bereits 1956 als Erstklässler einen „neugierigen“ Zugang gefunden habe. Daraus ist Freude geworden, und ich habe durch die kleinen, gezähnten Bilder vieles über Menschen, Völker, Kulturen, Geschichte, Geografie etc. gelernt. Mit dieser Prägung wurde aus dem Sammeln ganz allmählich und über Jahrzehnte der Zugang zur „Philatelie“ und zu deren Attraktivität, z. B. durch die Konzentration auf spezielle Gebiete, Themen, Besonderheiten usw. Der Ratschlag manch älterer Sammler, die Literatur, Ausstellungen usw. haben den „Blick hinter die Kulissen“ geweitet; Recherchen haben die Faszination für die „weißen Flecken“ der eigenen Sammelgebiete erhöht.

Meiner Meinung nach ist als „erste Eigenschaft“ für ein Vorstandsamt die emotionale und positive Einstellung wichtig. Als 1. Vorsitzender des Briefmarkensammler-Vereins BERLINER BÄR, als Schriftführer im Vorstand des Philatelisten-Verbandes Berlin-Brandenburg, als Aussteller und Juror und vor allem als Mitglied mehrerer BDPh-Arbeitsgemeinschaften ist diese Einstellung wohl deutlich nachgewiesen.

In meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Soldat der Bundeswehr war ich an Positionen mit hoher Verantwortung, u. a. zweimal im Ausland, eingesetzt. Führungsfunktionen haben sich mit Spezialverwendungen, u. a. im Generalstabsdienst, abgewechselt. Nachberuflich habe ich als Geschäftsführer ein Bildungswerk geleitet. Ehrenamtlich war ich u. a. Landesvorsitzendes im Verband der Reservisten. Von daher habe ich sicherlich ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz in Organisationsfragen, vor allem aber Team- und Führungsfähigkeit.

Im Ehrenamt muss ich mich nicht mehr selbst beweisen, sondern ich kann meine Fähigkeiten mit Gelassenheit anbieten.


Welche Erfahrungen in Organisation und Werbung haben Sie?

Aus meinem Werdegang im Beruf und in Ehrenämtern ergibt sich die besondere Erfahrung in Großorganisationen und in verantwortlicher Funktion bei Großveranstaltungen.

Lassen Sie mich für „Werbung“ den Begriff „Information und Kommunikation“ setzen, denn ich habe an der Akademie der Bundeswehr für genau diese Aufgabe die Ausbildung des gesamten Personals für die Öffentlichkeitsarbeit unserer Streitkräfte geleitet.

„Werbung“, „Publicity“ oder „Public Relations“ haben jeweils etwas andere Nuancen in den Zielrichtungen. Mit „Information und Kommunikation“ verbinde ich einen weitaus breiteren Ansatz in der Darstellung des BDPh nach innen und vor allem nach außen.

Es wird darum gehen, alle Mittel im elektronischen und Print-Bereich effektiv in der Außendarstellung für die Ziele des BDPh einzusetzen. Die begrenzenden Faktoren Personal und Finanzmittel dafür müssen aber sehr sorgsam abgewogen werden, um die „inhaltliche Arbeit“ der Vereine durch Vorträge, Wettbewerbsausstellungen und Briefmarkenschauen sicherzustellen.


Welche Ideen haben Sie, dem anhaltenden Mitgliederschwund zu begegnen?

Wenn ich dazu den „Stein der Weisen“ hätte, wäre ich sicherlich bereits in einem der vielen anderen Verbände, die mit diesem Problem kämpfen, an die Spitze gewählt worden.

Die Gründe im BDPh dafür sind vielfach behandelt worden. Es geht nicht nur um den demografischen Trend und das veränderte Freizeitverhalten oder die Beschäftigung unserer Kinder und Teens mit elektronischem Equipment aller Art. Aus meiner Sicht ist ein wichtiger Faktor der Wunsch nach Individualisierung, Selbstbestimmung und die Ablehnung von festen Bindungen.

Hier kann aber auch eine Chance liegen, z. B. für die Arbeitsgemeinschaften, die für Vorhaben und Projekte eher attraktiv sind und eher eine Bindung auf Zeit zulassen als ein „breit aufgestellter“ Briefmarkenverein.

Insgesamt sind die bisherigen Aktivitäten zahlreicher Vereine, der Argen, der Mitgliedsverbände etc. in einem geschlossenen Papier zusammenzustellen, zu bewerten und zu gewichten. Ich erinnere an gute Überlegungen von Herrn Böttger und Herrn Dr. Penning. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Meines Erachtens fehlt es an der Nachhaltigkeit mancher Projekte, und das Nebeneinander der Mitgliedsverbände ist für ein geschlossenes, bundesweites Engagement möglicherweise auch nicht immer förderlich. Dazu sage ich nur, dass „Kommunikation und Information“ im Bund intern dazu dienen müssen, überzeugende Angebote einzelner Mitgliedsverbände auch bundesweit umzusetzen. Umsetzen heißt dann auch „durchsetzen“.

Für alle Aktivitäten auf Bundesebene ist jedoch die Unterstützung der Mitgliedsverbände und deren Vereine notwendig. Dort kennt man das Umfeld, die Möglichkeiten und Grenzen. Ohne die Basis verpufft die beste Motivation „am Kopf“. Attraktivität geht nicht ohne Ortsvereine und deren Angebote. Von daher ist eine Verankerung des Bundesvorstandes an der Basis lebenswichtig.


Was wollen Sie in der Jugendarbeit, deren Finanzierung und dem Verhältnis von DPhJ und BDPh beibehalten und was ändern?

Dazu muss ich mich sowohl im BDPh als auch in der DPhJ dezidiert kundig machen, um den Mitgliederbestand, die Organisationsstruktur, das Zusammenwirken und das Finanzvolumen zu „durchleuchten“.

So weit ich das beurteilen kann, haben Frau Janssen und Herr Dombrowsky in der BDPh-Fachstelle „Jugend, Schule und Bildung“ höchst respektable Arbeit geleistet. Diese Arbeit muss unter dem Aspekt „Nachwuchs“ verstärkt werden.

Ich sehe vor allem Chancen für den „Nachwuchs“ in unseren Vereinen und vor allem in den Arbeitsgemeinschaften bei der Gewinnung von „Gleichgesinnten“ im Altersband der 50- bis 75-jährigen beiderlei Geschlechts. Die Kinder sind dann meist aus dem Haus, beruflich ist man saturiert, und für die Freizeit sucht man nach neuen, „alten“ Beschäftigungen. Die „Philatelie“ muss daher in diesem Altersband mehr Chancen nutzen. Ich nenne z. B. die Mitgliedschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Die Ortsvereine müssen in ihren Kommunen die Möglichkeiten nutzen, im Konzert anderer Vereine deutlich wahrgenommen zu werden. Unser Hobby muss attraktiv sein, zu den Menschen gebracht werden und nicht im Tauschlokal verkümmern.


Wie schätzen Sie - sollten Sie gewählt werden - Ihren zeitlichen Aufwand im BDPh Vorstand mit allen freiwilligen oder verpflichtenden Tätigkeiten ein und sind Sie gesundheitlich, organisatorisch und in Bezug auf Ihre Firma und/oder Familie in der Lage, dieses Amt mit aller Kraft vier Jahre lang auszuführen?


Gestatten Sie mir die Banalität „Man ist so jung, wie man sich fühlt“. Von daher hoffe ich, mit Gottes Segen so „jung“ und fit zu bleiben wie bisher. Meine Ehefrau hat seit vier Jahrzehnten mit mir die Last und auch die Freude herausragender beruflicher und ehrenamtlicher Aufgaben geteilt. Das wird sich nun nicht ändern.


Welche Antworten geben Sie Sammlern auf die Frage "Wozu brauchen wir noch einen Verband?"

Bei dieser Frage darf ich auf Franz-Karl-Lindner verweisen, der dazu eine umfassende Antwort-Liste angeboten hat.

Mir wird es ein Anliegen sein, in Abstimmung mit dem Präsidenten und dem Vorstand die Vertretung des BDPh in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in der Bundeshauptstadt – gemeinsam mit dem Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg – zu verstärken. Im großen Heer der Lobbyisten darf der BDPh sich und seine Leistungen nicht verschweigen. Und ein ertragreiches „Sponsoring“ geht nicht ohne „Klinkenputzen“ bei denen, die noch geben können.


Wie wichtig sind für Sie die Neuen Medien, wie Internetforen oder Facebook, und welche Bedeutung werden sie für die künftige Ausrichtung des BDPh haben?

Ich begrüße es sehr, dass Philaseiten jedem einzelnen Kandidaten zum BDPh-Vorstand die Möglichkeit gibt, sich in diesem Forum persönlich und individuell zu äußern. PhilaSeiten und andere Foren bieten vielerlei Chancen, sich zu Fragen des gemeinsamen Hobbys auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Ideen nach vorne zu treiben. Die „Neuen Medien“ haben eine ungeheuere Bedeutung für die soziale Kommunikation. Immer mehr ältere Menschen nutzen diese, um „am Ball zu bleiben“, Kontakte zu halten und zu knüpfen und sich zu informieren. Nicht zuletzt bieten die „Neuen Medien“ die Chance, philatelistisches Material weltweit an den Mann oder die Frau zu bringen. Für den BDPh werden sie in der Zukunft ein ganz entscheidendes Arbeitsfeld sein müssen.


Haben Sie sich in der Vergangenheit in den philatelistischen Internetforen beteiligt, in denen immer mehr "die Musik spielt", und falls nicht, warum nicht und wollen Sie dies ändern?

Ich nutze PhilaSeiten selbst und freue mich über das breit angelegte und leicht zugängliche Angebot umfassender, philatelistischer Themen. Leider habe ich noch keine Beiträge eingestellt, verspreche aber mich zu bessern.

Mit aller Begeisterung muss ich jedoch auch sagen, dass manche Beiträge in anderen Foren in sprachlicher wie intellektueller Hinsicht für mich wenig anziehend sind.


Sollte die Zeitschrift "Philatelie" als Aushängeschild des BDPh inhaltlich anders strukturiert werden, welche Themen sollten ausgebaut und welche in ihrer Bedeutung verringert werden?

Ich schätze die Arbeit von Wolfgang Maassen und seinem Team außerordentlich, zumal ich auch Mitglied in dem von ihm als Präsident geführten philatelistischen Journalisten-Verband AIJP bin. Die „Philatelie“ bietet m. E. einen gelungenen Mix von traditioneller Philatelie, Postgeschichte, modernen Themen, Buchbesprechungen und einer Vielzahl unterschiedlicher Rubriken. Die inhaltliche Qualität ist im Vergleich zu manch kommerziellem Produkt herausragend. Ich sehe derzeit keinen Anlass, revolutionäre Veränderungen zu verlangen. Jedoch nichts ist so gut als das man es nicht noch verbessern könne. Das sollte im konstruktiv-sachlichen Gespräch abgeklärt werden. Eine „Vorstandsjubelpostille“ oder ein „Stempel-Mitteilungsblatt“ wäre für mich ein Graus.

Daher werde ich alles tun, für die „Philatelie“ Qualität und Ausgaben pro Jahr zu halten. Dabei ist die Firmenwerbung unbedingt notwendig und für mich ebenfalls notwendige Information und kein unnötiger Ballast.


Sie bewerben sich für den Vorstand innerhalb eines Teams. Worin liegt für Sie der Sinn, nur als Team zur Wahl zu stehen? Nach der Satzung des BDPh ist jedes Vorstandsamt einzeln zu wählen. Lehnen Sie für den Fall Ihrer Wahl die Annahme des Amtes ab, wenn nicht das komplette Wunschteam gewählt wird?

Ich stehe für das „Kompetenz-Team“ von Dr. Bergmann, trete jedoch nicht gegen die Sammlerfreunde/in der Gruppe um Herrn Decker an. Eine „Blockwahl“ lehne ich ab; jede/r Kandidat/in muss mit den anderen Bewerbern um der Sache willen kooperieren. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es möglicherweise auch „sachfremde Koalitionen“ geben kann. Das kenne ich aus der Politik und kann damit leben. Ich konkurriere selbstbewusst für mich und bitte in diesem Sinne um das Vertrauen der Delegierten der BDPh-Hauptversammlung.
 
Richard Am: 30.09.2013 10:11:46 Gelesen: 28566# 71 @  
Ergebnisse der Philaseiten Umfrage zur BDPh Vorstandswahl

Liebe Mitglieder,

bis vor wenigen Tagen haben wir Sie auf den Philaseiten nach Ihren Präferenzen zur Wahl des BDPh Vorstandes gefragt. Wir wollten wissen, welche 5 der 10 Kandidaten Sie als Vorstand in den BDPh wählen würden. Zur Wahl stehen am 11. Oktober die Teams von Dr. Eckart Bergmann und von Uwe Decker.

Von den 122 Mitgliedern, die sich an der Umfrage beteiligt haben, äusserten sich 32 Mitglieder zur Vorstandswahl. Zu wenig, um repräsentativ zu sein und nur als ein Stimmungstest im Forum anzusehen.

Hier das Ergebnis (bei gleicher Stimmzahl in alfabetischer Reihenfolge):


56 % Franz-Karl Lindner (Kandidat Vize-Präsident) Team Bergmann
53 % Uwe Decker (Kandidat Präsident) Team Decker
50 % Helma Janssen Team Decker
50 % Alfred Schmidt (Kandidat Vize-Präsident) Team Decker
37 % Franz-Josef Pütz Team Bergmann

34 % Michael Lenke Team Bergmann
31 % Michael Fukarek Team Decker
28 % Thomas Höpfner Team Decker
25 % Walter Bernatek Team Bergmann
22 % Dr. Eckart Bergmann (Kandidat Präsident) Team Bergmann


Im Durchschnitt erhielten die Kandidaten des Bergmann-Teams 35 % und des Decker-Teams 42 % Zustimmung, die fehlenden 23 % kamen durch eine nicht vollständige Ausnutzung der Abgabe von 5 Stimmen zustande.


Zum Thema Vorstandswahl haben sich einige der Philaseiten Mitglieder wie folgt geäußert:

Die "Zehn Fragen an die Vorstandskandidaten des BDPh" haben mir gut gefallen, obwohl ich zwei Kritikpunkte habe: Es geht hier um einen Vorstand in einem Hobbyverband, nicht um das Führen eines Aktienunternehmens und die Frage nach dem "Was gedenken Sie gegen den Mitgliederschwund" zu tun halte ich für unfair - das ist ein gesellschaftliches Problem, das mal ein neuer Vorstand nicht so ohne weiteres lösen kann.

Ich finde es gut, wenn sich die Philatelisten Gedanken machen zur wichtigen Verbandsarbeit.

Ich rege die Erweiterung des Vorstandes um ein Mitglied auf dann 6 an.

Die Block-(Team-)Aufstellung halte ich persönlich für äusserst unsinnig und einer solchen Wahl gegenüber für sehr unproduktiv. Jeder Kandidat sollte sich unabhängig von der Präsidenten Wahl her zur Verfügung stellen. Der derzeitige Rummel um diesen Antritt in "Teams" ist sehr befremdlich, dies ist keine Bundestagswahl, bei welcher bestimmte Parteien gewählt werden, sondern eine Wahl, bei der einzelne Personen in bestimmte Ämter gewählt werden.

Ich halte beide Teams für fähig, den BDPh zu leiten. Beide Teams stehen für Kontinuität. Die Revolution wird nicht ausbrechen, und der BDPh wird sich nicht für die breiten Massen der kleinen Sammler öffnen.

Nichtgewählte Kandidaten sollten in einem Kompetenzteam mitarbeiten und ihre Ideen mit einbringen. Der Verband soll sich wieder mehr um die Belange der Sammler kümmern, sprich, diese nach Außen vertreten auch oder gerade bei unbequemen Dingen. Wenn man überall nur Spenden annimmt bzw. sich sponsoren läßt, dann kann man schlecht gegen diese Seite vorgehen.


Vielen Dank an die Vorstandskandidaten, die sich die Mühe gemacht haben und unsere Fragen zu ihren Vorstellungen teilweise sehr ausführlich beantwortet haben. Ebenso ein Dankeschön an die teilnehmenden Mitglieder.

Es liegt jetzt an den Direktmitgliedern (mit eigenem Stimmrecht), den Vereinsmitgliedern (über die Vereine) und den Vereinen (direkt oder über die Landesverbände) vor der Wahl über die geeigneten Personen und ihre Vorstellungen zur Zukunft des BDPh zu diskutieren und schon Ende kommender Woche in Heidenheim Fragen zu stellen und abzustimmen.

Weitere Meinungen und Diskussionen hier im Forum sind gerne willkommen.

Schöne Grüsse, Richard
 
Werner Steven Am: 09.10.2013 11:23:09 Gelesen: 27910# 72 @  
@ Aleks [#4]

In einigen Jahren hatte ich gelegentlich mit Herrn Lenke über den DASV "Postverträge" zu tun. Ein umfangreichere Tätigkeit für den BDPh. Würde ich sehr begrüßen. Es stellt sich mir die Frage, was können wir zur Unterstützung seiner Arbeit tun ?

Eine GUTE ZEIT
Werner
 

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