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Thema: Portotarife USA
Das Thema hat 53 Beiträge:
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ligneN Am: 03.06.2019 09:23:34 Gelesen: 4519# 29 @  
@ volkimal [#26]

Der Tarif für Karten per Luftpost ab USA wurde 1954 für Destinationen weltweit* vereinheitlicht:

1954.6.1 10 cent
1961.7.1 11 cent
1967.5.1 13 cent

usw.

Es war ein Gesamttarif, also kein Zuschlag.

Sondertarife nach Cuba, SPM (8c) und Mexico, Canada (4c) blieben davon unberührt.

***

US-Postkartenporto UPU Landweg:

1953.11.1 4c
1958.8.1 5c
1961.7.1 7c
1967.5.1 8c
usw.

Lit.: Wawrukiewicz/Beecher S.64 (Landweg), S. 209 (Luftpost).

Und bevor die Frage kommt - dort findet sich nichts über die Behandlung von Zuschlägen für Zusatzbehandlungen ausländischer Antwortkarten.
 
jmh67 Am: 03.06.2019 09:51:30 Gelesen: 4512# 30 @  
@ volkimal [#26]

Es ist immerhin bemerkenswert, dass eine Inlands-Antwortkarte ohne Zusatzfrankatur auf dem Antwortteil ins Ausland gebraucht wurde. Wenn die Karte nach Michigan ohne Luftpost 30 Pfennig kostete, hätten doch auch schon mal für die Rücksendung 30 Pfennig daraufkleben sollen? So handelt es sich beim Antwortteil wohl um eine Formularverwendung, indem die 10 Cent ja nach [#29] schon die ganze Gebühr abdeckten.

-jmh
 
DL8AAM Am: 21.09.2019 23:01:45 Gelesen: 3806# 31 @  
@ DL8AAM [#25]

Wie Linn's Stamp News vom 13.09.2019 meldet, hat ein US-Bundesgericht die letzte Portoerhöhung vom 29.01.2019 von 50 auf 55 Cent nachträglich für illegal und nichtig erklärt, da die seinerzeitige Begründung nicht hinreicht war. Das USPS muss nun nachlegen. Was das aber für das "heutige Geschäft" bedeutet, ist noch nicht klar.

What was not immediately clear was what will happen to stamp prices in the interim.

Interessant ist ein Teil der Urteilsbegründung, in der ein Bogen von der "Besteuerung (durch stamps)" zur Amerikanischen Revolutuion geschlagen wird.

“Although the five-cent stamp price hike may have gone unnoticed by many,” wrote Judge Naomi Rao in the 30-page ruling, “the American Revolution was fomented in part by ordinary people who objected to taxation through stamps.”

https://www.linns.com/news/postal-updates/u.s.-appeals-court-strikes-down-this-year-s-5-letter-rate-hike

Gruß
Thomas
 
8049home Am: 15.12.2019 13:27:04 Gelesen: 3207# 32 @  
Ich habe eine Postkarte vom July 1874 in die Schweiz, freigemacht mit 3 Cents. Nach meine Angaben galt ab Mai 1874 bereits ein Postkartenporto von 2 cents.

1) Kann sich jemand die 3 cents auf der Karte erklären?
2) Kennt jemand das Porto vor dem Mai 1874?


 
Lars Boettger Am: 15.12.2019 13:37:12 Gelesen: 3204# 33 @  
@ 8049home [#32]

Ab dem 1. Mai 1874 galt ein Tarif von 10 Rappen für Postkarten in die USA via Hamburg oder Bremen. Dies entspricht einem US-Tarif von 2 Cents [1].

Die von Dir gezeigte Karte ist entweder überfrankiert oder - auch das würde ich nicht ausschliessen wollen - die ursprüngliche 1 Cent-Marke wurde mit einer 2 Cents-Marke ausgetauscht. Wenn ich mir die Segmente des Killers ansehe, dann sie die auf dem Bild nicht deckungsgleich. M.E. lohnt es sich, die Karte etwas genauer zu betrachten und nach Spuren für so einen Tausch zu suchen. Wie gesagt - anhand dieses Bildes kann ich so etwas nicht genau sagen.

Beste Grüße!

Lars

[1] http://s107851386.onlinehome.us/Tell/T204.pdf - Seite 6
 
8049home Am: 15.12.2019 14:06:23 Gelesen: 3197# 34 @  
@ Lars Boettger [#33]

Vielen Dank! Das hilft mir weiter. Habe mir die Karte genau angeschaut - denke, die Marke ist nicht nachträglich angebracht worden.
 
Lars Boettger Am: 15.12.2019 16:10:17 Gelesen: 3180# 35 @  
@ 8049home [#34]

Bei einer Überfrankierung denkt man als Prüfer automatisch, dass etwas nicht stimmt. Der dunkle Rand um die Marke, die im ersten Augenblick nicht passenden Stempelabschläge ... Könnte natürlich mit der Erhaltung zusammen hängen. Wie gesagt, es spricht einiges dafür. Aber andererseits ist der Scan zu schlecht und zu wenig kontrastreich, als dass hier eine Ferndiagnose möglich ist. Mein Rat wäre, die Karte bei einer US-Prüforganisation (APEX, PF oder PSE) prüfen zu lassen. Wenn sie wirklich echt ist - herzlichen Glückwunsch zu diesem nicht häufigen Beleg!

Beste Grüße!

Lars
 
Regis Am: 06.01.2020 16:00:25 Gelesen: 2921# 36 @  
Ich habe ein Gebührenproblem USA - Deutsches Reich

Vor dem 1. Weltkrieg gab es eine Vereinbarung zwischen der US-Post und der Deutschen Reichspost. Danach konnten Sendungen, die mit deutschen Postdampfern direkt Kartenschlüsse ohne Transitposten zu berühren austauschten, zur Inlandsgebühr frankiert werden.



2 Beispiele dazu Brief und Drucksache 1910 und 1911. Ich möchte wissen, für welchen Zeitraum galt diese Vereinbarung und wie lauteten die genauen Regeln. Post aus dem Deutschen Reich Karte 5 Pf. Brief 10 Pf. habe ich auch noch nie gesehen. Ich bitte dazu um Nachricht.

Herzlichen Dank für Eure Bemühungen und eventuellen Informationen. Regis
 
22028 Am: 06.01.2020 18:03:16 Gelesen: 2898# 37 @  
@ Regis [#36]

Bei solch spezielle Fragen würde ich vorschlagen dass Du Dich mal auf der Seite der " Digitized U.S. Postal Bulletin (Postal Bulletin) and U.S. Postal Laws and Regulations" umsiehst. Da sind praktisch alle US Postal Bulletins gescannt und abgelegt.

http://www.uspostalbulletins.com/
http://www.uspostalbulletins.com/pdfsearch.aspx?pid=1&Group=48&id=48
 
ligneN Am: 06.01.2020 18:44:36 Gelesen: 2889# 38 @  
@ Regis [#36]#

Abgetippt aus Wawrukiewicz/Beecher p. 25:

"Direct mail from continental US by German steamers, per oz."

Porto "surface mail letters" 2 c-US per oz, gültig 1909.1.1* bis 1915.2.5**.

Ab 1909.8.1 einschließlich Hawaii.

*PB (postal bulletin) 8781 vom 15.12.1908.
**PB 10656 vom gleichen Tag.

Die PB sind online, siehe oben Beitrag [#37]. Ggf. weitere Details dort nachschlagen.

Diese Regelung galt anscheinend nur für Briefe. Unter Drucksachen usw. ist bei W/B jedenfalls nichts erwähnt.

NB eine ähnliche Regelung gab es für Post zwischen den USA und Grossbritannien, 1908.10.1 bis 1931.8.31.
 
Regis Am: 06.01.2020 19:22:14 Gelesen: 2873# 39 @  
Ich danke für die Hinweise. Endlich kann ich meine Vorahnungen präzisiren und die Belege vernünftiger beschreiben. Die Drucksachen betreffend liegt das Beispiel von 1911 vor. Oder der Beleg ist unerkannt durchgerutscht. Briefe habe ich mehrere, die Drucksache nur einmal.

Kurzum allen herzlichen Dank.

MfG Regis
 
dithmarsia43 Am: 07.01.2020 18:09:52 Gelesen: 2897# 40 @  
Portotarife USA: Zusatz-Postvertrag zwischen dem Deutschen Reich und USA

Hallo,

zeige hier 3 Briefe aus dem Zeitraum von 1909 bis 1914. Alle 3 Briefe sind zum Inlandstarif nach Deutschland gelaufen!

Es würde mich freuen, wenn Ihr vielleicht Kenntnisse über die Grundlage dieses Postvertrages habt.

Gruß

Uwe


 
22028 Am: 07.01.2020 19:01:02 Gelesen: 2883# 41 @  
@ dithmarsia [#40]

We bereits in einer anderen Diskussion angeregt, bei solch speziellen Fragen würde ich vorschlagen dass Du Dich mal auf der Seite der "Digitized U.S. Postal Bulletin (Postal Bulletin) and U.S. Postal Laws and Regulations" umsiehst. Da sind praktisch alle US Postal Bulletins gescannt und abgelegt.

http://www.uspostalbulletins.com/
http://www.uspostalbulletins.com/pdfsearch.aspx?pid=1&Group=48&id=48
 
dithmarsia43 Am: 08.01.2020 11:24:53 Gelesen: 2830# 42 @  
@ 22028 [#41]

Man dankt für den Tipp !
 
ligneN Am: 08.01.2020 14:20:52 Gelesen: 2807# 43 @  
Siehe

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=584

Beitrag 38

Start im
PB (postal bulletin) 8781 vom 15.12.1908.

Relevante Portoratenbücher selbst zulegen:

https://philabooks.com/
und nach "beecher" suchen
 
ligneN Am: 08.01.2020 14:21:21 Gelesen: 2807# 44 @  
@ Regis [#39]

Vielleicht war das ja auch nur der ganz normale reguläre UPU-Drucksachentarif?
 
ligneN Am: 08.01.2020 14:26:30 Gelesen: 2805# 45 @  
@ ligneN [#44]

https://philabooks.com/
und nach "beecher" suchen
 
10Parale Am: 19.01.2020 22:31:20 Gelesen: 2567# 46 @  
@ DL8AAM [#13]

Zu diesen Non Machineable Surcharge" - Marken (Zusatzporto für nicht maschinell sortierbare Sendungen) ein aktuelles Beispiel vom Januar 2020. Tatsächlich eine genial Idee und eine Wertanlage für alle Zeiten. Sind sie einmal verklebt, haben sie sozusagen Ihre Wertsteigerungsfähigkeit verloren.

3 solcher Schmetterlingsmarken " California Dogface Butterfly" - Michel Nr. 5562 - kleben auf diesem Umschlag aus Portland. Die 3 Cent Marke mit der Kaffeekanne aus Silber / um 1786 - Michel Nr. 4200 wirkt dagegen antiquiert.

Hab das System aber noch nicht ganz verstanden. Weil dieser Brief nicht durch den Sortiermaschine läuft, muss der Absender erst mal 3 x 71 Cent Zusatzporto zahlen, dann wären wir bei 213 Cent + 3 Cent = 215 Cent.

Wie ist denn das wahre Porto dieses Briefes und weshalb dieses Versteckspiel? Aber die Idee ist genial.

Liebe Grüße

10Parale


 
DL8AAM Am: 20.01.2020 02:39:53 Gelesen: 2554# 47 @  
@ 10Parale [#46]

Leider hast Du den Adressaten unkenntlich gemacht, deshalb ist es schwer etwas zu sagen. Aber auf Grund des schwarzen Barcode der USPS, vermute ich, dass es sich nicht um eine Inlandssendung handelt. Der Leitcode (im Format ZIP+4) "00106-0001" sollte für Europa bzw. Deutschland stehen.

Die Butterfly-Marke hat seit dem 27. January 2019 den Wert von 70 Cent (nicht mehr 71 Cent) [1], d.h. (3 x 70 Cent) + 3 Cent = 2,13 Dollar, das entspräche genau dem Portosatz für einen internationalen 2 Oz Brief in die Preiszonen 3 bis 5 [2].

Hier einmal eine dringende Bitte, wenn man meint den Empfänger entpersonalisieren zu müssen (was ja teilweise auch Sinn macht), dann bitte aber mindestens IMMER den Ort/Land weiterhin sichtbar lassen! Ohne diese Information ist eine eindeutige Ansprache oftmals schwer bis überhaupt nicht möglich.

Gruß
Thomas

[1] https://stamps.org/news/c/news/cat/us-new-issues/post/70-california-dogface-butterfly
[2] https://pe.usps.com/text/dmm300/Notice123.htm#_c341
 
10Parale Am: 20.01.2020 19:45:46 Gelesen: 2502# 48 @  
@ DL8AAM [#47]

Das ist ein guter Hinweis. Danke, werde in Zukunft darauf achten. Der Brief ging nach Deutschland.

Liebe Grüße und sehr herzlichen Dank.

10Parale
 
DL8AAM Am: 20.01.2020 20:14:24 Gelesen: 2493# 49 @  
@ 10Parale [#48]

Ich habe gestern auch etwas neues gelernt, denn ich lag mit meiner ersten Einschätzung vollkommen falsch, was ich zum Glück noch vor dem Absenden gemerkt habe.

Dabei hatte ich mich erst von der Ergänzungsmarke zum Auftackern eines Standard-Inlandsbriefes verleiten lassen. Diese klebt man ja zusätzlich auf den Brief, sobald er die 1 Oz-Grenze überschreitet. Eine zusätzliche Unze kostet aktuell jeweils 15 Cent (z.B. Differenz 55 Cent [1 Unze] auf 70 Cent [2 Unze] = 15 Cent). Und ich dachte bisher das das mit der "Zusatzkostenmarke" für nicht maschinenverarbeitbare Sendungen auch gelten würde. Aber nein, die "Non Machineable Surcharge" Marke deckt das gesamte Porto ab (hier ebenfalls 70 Cent für den 1 Oz-Brief), inklusive des Basisbriefes, und nicht nur die Differenz.

"Non Machineable Surcharge"-Marke hat aktuell den Wert von 70 Cent, während die "Additional Ounce"-Marke aktuell den Wert von 15 Cent hat.

Beste Grüße
Thomas

https://stamps.org/blog/post/new-stamps-for-new-rates-arriving-january-27
 
10Parale Am: 04.02.2020 15:28:34 Gelesen: 2231# 50 @  
@ DL8AAM [#49]

Hallo Thomas,

mein Brief in [#46] konnte ich durch deine Erklärungen bedingt etwas besser verstehen.

Anstatt über den lieben Gott nachzudenken, zwingt mich nun ausgerechnet der Reformator Martin Luther (Michel Nr. 1669 von 1983), den Faden über amerikanische Porti weiterzuspinnen.

Hier ist exakt der in den Abmessungen gleiche Brief wie in [#46], wir haben 3 "Non Machineable Surcharge" - Marken zum Wert von je 70 Cents. Zu den 3 Cents kommen jetzt aber noch weitere 20 Cents dazu, so dass wir auf ein Porto von 233 Cents kommen.

Da der Brief aber deutliche schwerer war wie der in [#46], dürfte das Gewicht nun für das zusätzliche Porto in Frage gekommen sein?

Liebe Grüße

10Parale


 
DL8AAM Am: 04.02.2020 16:25:55 Gelesen: 2217# 51 @  
@ 10Parale [#50]

Hi,

leider gab es zum 26.01.2020 die nächste eine weitere Portoerhöhung und ich habe mir dummerweise die alte Übersicht nicht gespeichert (bitte PM, falls jemand das hat). Leider hat die USPS ihre alten Tabellen nicht mehr online.

Der neue Portosatz für ein (wie gehabt) "2 Oz Brief in die Preiszonen 3 bis 5" kostet statt $ 2,13 nun $ 2,24, d.h. 11 Cent mehr. Der Versender hat aber wohl noch zum altbekannten Porto (vor-) frankiert (der Poststempel stammt jat vom 28.01.2020, d.h. er hat den Brief nur 1-2 Tage nach Inkrafttreten der neuen Tabelle versenden wollen) und hat dann einfach aus der Verlegenheit (eine 11 Cent Marke nicht zur Hand?) schnell mal die nächstbeste, annähernd passende "rumliegende" postfrische Marke aus Altlagerbeständen (stammt aus 1983) verklebt, 20 Cent. Wenn das stimmt, dann ist die Sendung mit 9 Cent überfrankiert. Die nächstschwerere Stufe zu 3 Oz würde ja bereits $ 3,28 kosten.

Nur am Rande, die Grundstufe des internationalen Standardbriefes (1 Oz) kostet seit einer Woche statt $ 1,15 nun $ 1,20 $, hier ging es aber nur um 5 Cent hoch.

Gruß
Thomas

https://pe.usps.com/text/dmm300/Notice123.htm#_c334
 
Aght Am: 08.02.2020 12:01:32 Gelesen: 2092# 52 @  
@ DL8AMM

Ich habe die Porto Erhöhung zum 26.01. auch schon bemerkt. Hatte aber kein Problem mit der Unterfrankierung, also dem alten Tarif.

Da ich mit USA Post noch nicht so erfahren bin: Was passiert, wenn ich einen normalen Brief gedacht für 2 oz überfrankiere, zum Beispiel mit einer $ 2,40 Marke. Ist das irgendwo ein Problem?
 
DL8AAM Am: 08.02.2020 13:52:07 Gelesen: 2063# 53 @  
@ Aght [#52]

Hi,

was soll passieren, wenn Du zu viel zahlst? ;-) Außer dass sich die Post freut, dass sie "Werte" aus dem Verkehr gezogen hat, für das sie keine entsprechende Gegenleistung mehr erbringen muss. ;-)

Aber es passiert zu "gefühlt 99%" auch nichts, wenn Du einen Brief aus den USA nach Deutschland unterfrankiert - über einen Briefkasten - einlieferst. Rückgaben an den Absender mit einem "Returned for .... Cent additional postage"-Stempel (siehe [1]) habe ich schon lange nicht mehr gesehen, wobei ich nicht ausschliessen möchte, dass diese doch noch zum Einsatz kommen.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/thema/1358
 

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