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Thema: (?) (215) Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 224 Beiträge:
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Stempelfreund Am: 22.11.2020 11:38:08 Gelesen: 23909# 200 @  
Hallo,

gestern fand ich in meinem Briefkasten eine Briefsendung mit Einwurfeinschreiben mit Briefentgelt-bezahlt-Vermerk. Habe so etwas vorher noch nicht gesehen und will es deshalb hier zeigen.


 
TeeKay Am: 22.11.2020 11:58:09 Gelesen: 23903# 201 @  
Auslandsbrief? Ich bekam gestern auch ein Einschreiben aus Belgien, das der Absender aber von einem Konsolidierer nach Deutschland bringen und erst hier der Post übergeben ließ.

Auch Freimachungslabel aus Niederaula, Briefentgelt bezahlt. Auch ein Einschreiben. Bei mir beschränkte sich das Label aber auf die beiden kleinen Kästen oben rechts. Zusätzlich wurde ein normales Post-Einschreibelabel aufgeklebt.
 
Christoph 1 Am: 22.11.2020 14:45:26 Gelesen: 23869# 202 @  
@ Baber [#183]
@ Totalo-Flauti [#186]

Hallo,

ich habe gerade erst eure Beiträge entdeckt, die schon ein paar Monate alt sind.



Ein Gedanke zu dem Einzeiler-Stempel auf den R-Zetteln. Diese Ziffern-Kombination erinnert mich sehr an die Kunden-Kennungen der Telefon-Nummern in den 1990er Jahren. 341 steht für Leipzig (Vorwahl 0341). Danach kommt eine 4, das ist eine Art Prüfziffer. Hinter den vielen Nullen folgt dann die eigentliche Rufnummer. Es handelt sich hier also um die Telefon-Nummer 0341 - 43 25 01. Vielleicht war das die Rufnummer der Post-Agentur? Die R-Zettel befinden sich ja offensichtlich auf Briefen, die in der "ersten Postagentur in Sachsen" in deren Anfangszeit aufgegeben wurden. Vielleicht gab es dort noch keine vollständige Ausstattung, so dass dieser Stempel ersatzweise verwendet wurde.

Ist nur ein Erklärungsversuch - kann natürlich auch ganz andere Hintergründe haben.

Viele Grüße
Christoph
 
Stempelfreund Am: 23.11.2020 09:58:32 Gelesen: 23784# 203 @  
@ TeeKay [#201]

Hallo TeeKay,

diese Erklärung scheint mir nachvollziehbar. Danke.

Gruß Christian
 
Nachtreter Am: 23.11.2020 12:35:28 Gelesen: 23728# 204 @  
@ Christoph 1 [#202]

Es dürfte sich um die Kassennummer der Postagentur handeln. Beim Leipziger Brief ist diese Nummer auch auf dem abgebildeten Einlieferschein (und hier auf dem Stempel) ersichtlich - allerdings als zweireihige Nummer. Die Postagenturen hatten anfangs keine eigenen "Poststempel" im herkömmlichen Sinne.

Viele Grüße

Nachtreter
 
Uwe Seif Am: 23.11.2020 13:29:22 Gelesen: 23716# 205 @  
@ Christoph 1 [#202]
@ Nachtreter [#204]

Hallo,

ja, das ist die Kassennummer. Habe mir damals von Leipziger Sammlerfreunden auch Belege schicken lassen.

Gruß
Uwe Seif
 
eifelsammler Am: 02.12.2020 19:11:00 Gelesen: 23069# 206 @  
Guten Abend,

kann mir jemand die Verwendung dieses Labels erklären? Auf einem wurde die Frankatur aufgewertet, ähnlich den heute genutzten Filiallabeln.





Gruß Carsten
 
Nachtreter Am: 03.12.2020 12:44:53 Gelesen: 23035# 207 @  
@ eifelsammler [#206]

Es war eine "Kombination" aus R-Zettel und Frankaturlabel, kam aber über das Versuchsstadium (in Süddeutschland) nicht heraus.

Viele Grüße

Nachtreter
 
DL8AAM Am: 03.12.2020 15:07:27 Gelesen: 23022# 208 @  
@ Stempelfreund [#200]

Sorry, ich habe Dein Posting leider übersehen und erst jetzt bemerkt.

Was Du da hast ist eine in Deutschland (nur auf der "Last Mile") als Einschreiben zugestelltes eCommerce-Sendung aus China, genauer aus Shenzhen. Stichwort "internationales Remailing". Die deutsche Einschreibenummer wurde dabei "semi-selbstbuchend" übrigens bereits in China, schon [am 03.11.] vor der physischen Einlieferung Sortierzentrum von Yun Express in Shenzhen (und auch vor der Anmeldung an die DPAG [am 10.11., siehe unten]), vom Versandabwickler vergeben. Ebenso wurde das gesamte "All Inclusive"-Versandlabel (Adressierung, Sendungsnummer, Versanddetails und Frankatur) bereits in China ausgedruckt und verklebt. Die Lieferung ging dann "nichtpostalisch" von China nach nach Deutschland, wurde hier zolltechnisch abgefertigt und hier auch erst hier in den UPU-Postlauf (als "innerdeutsches, Enlandseinschreiben") eingeschleust. Die Freimachung "erfolgte" über das IPZ (Internationale Postzentrum der DPAG) in Niederaula (zuständig für den Flughafen Frankfurt), als Rücksendeadresse wird ein "Deck- bzw. Sammelpostfach" beim IPZ Niederraula (Postfach 3212) angegeben, dort werden eventuelle Rücksendungen gesammelt und "bearbeitet". Diese Nummern reflektieren i.d.R. das jeweilige Herkunftsgebiet und/oder den versandabwickelnden "Einlieferer".

Den Postlauf kannst Du über die Sendungsnummer über das Tracking von Yun Express einsehen (Sendungsnummern mit dem Präfix YT identifizieren Yun Express), siehe [1].

Yun Express, einer der ganz großen eCommerce-Logistiker fungiert hier als Versanddienstleister für den chinesischen Online-Shop. Vermutlich (?) haben sie die Sendung "konsolidiert" bereits in China der Deutschen Post bzw. DHL übergeben, die diese "konzernintern" (mit einem DHL-Frachtflieger) nach Deutschland geschafft hat, die hier die "Frachtcontainer" öffnen, die Einzelpäckchen aufteilen und zustellen. Denkbar wäre hier auch ein anderes Postunternehmen (oder auch Frachtführer), das in China aktiv ist (wie zum Beispiel u.a. die belgische oder auch die französische Post). Leider ist mir das angegebene Niederaula-Postfach 3212 bisher noch nicht untergekommen, so dass ich hier nicht vollkommen sicher bin, denn auch diese anderen in China aktiven europäischen Posten nutzen Postfächer beim IPZ Niederaula.

Hier sind viele Wege "andenkbar", wobei ich hier (wegen dem Niederaula-Postfach) eine direktere Postschiene präferiere. Es gibt aber auch Fälle in denen der chinesische Logistiker die Container selbst als Fracht nach Europa schaffen lässt, und für die "Vereinzelung" und die Vor-Ort-Versandabwicklung einem spezialisierten Dienstleister in Deutschand beauftragt, z.B. "Worldtech Logistics GmbH" in 64546 Mörfelden-Walldorf", ein Yun Express-Beispiel aus dieser Schiene, siehe https://www.philaseiten.de/beitrag/248983 - das dann sogar seinen Weg ("Last Mile") über die örtliche CITIPOST seinen Weg in den Briefkasten fand.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://track.aftership.com/trackings?courier=yunexpress&language=en&tracking-numbers=YT2030821272094292

Nov 20 2020 08:54 am delivered DE
Nov 20 2020 07:01 am attempted delivery DE
Nov 19 2020 11:38 am departed deutsche post mail terminal DE
Nov 19 2020 11:38 am received & processed at deutsche post mail terminal DE
Nov 18 2020 12:00 pm delivery to local courier
Nov 17 2020 10:03 pm Departed from Facility
Nov 16 2020 05:39 pm Custom clearance completed
Nov 15 2020 12:09 pm Arrived at AIRPORT of Destination,clearance in process
Nov 15 2020 07:28 am Departed from AIRPORT of Origin
Nov 14 2020 10:00 am Departed Facility In processing center SHENZHEN
Nov 10 2020 07:12 pm Shipment has been processed in operational center SHENZHEN
10.11.2020 Shipment information uploaded to Deutsche Post (Quelle: DHL)
Nov 08 2020 12:23 am Arrived at Sort Facility SHENZHEN

Nov 03 2020 11:18 am Shipment information received.
Last mile tracking number: RS410092634DE
Last mile tracking carrier: Deutsche Post
 


 

eifelsammler Am: 03.12.2020 17:24:31 Gelesen: 23001# 209 @  
@ Nachtreter [#207]

Guten Abend!

Vielen Dank für die Information. Obwohl ich mir einbilde schon viele Belege dieser Zeit aus Baden-Württemberg in den Händen gehabt zu haben waren die beiden neu für mich!

Danke für die Information.

Gruß

Carsten
 
Ichschonwieder Am: 07.01.2021 14:02:00 Gelesen: 20151# 210 @  
Ich hoffe, der Beleg ist hier richtig. Sonst bitte verschieben.



VG Klaus Peter
 
Ichschonwieder Am: 02.02.2021 13:29:23 Gelesen: 18296# 211 @  
Heute 2 Ganzsachen aus Russland, die mit Marken auffrankiert wurden zum Einschreiben.

Je ein schwarzer Stempel für Einschreiben und ein Label.



VG Klaus Peter
 
Briefuhu Am: 02.02.2021 14:55:36 Gelesen: 18266# 212 @  
@ Nachtreter [#207]

Dank Deiner Info konnte ich das R-Label als Versuch in Süddeutschland zuordnen.



Schönen Gruß

Sepp
 
Pete Am: 02.02.2021 17:27:37 Gelesen: 18234# 213 @  
@ eifelsammler [#206]
@ Nachtreter [#207]
@ eifelsammler [#209]
@ Briefuhu [#212]

Auf der Internetseite des Autors Jürgen Olschimke ist ein Artikel [1] zu diesen Einschreibeaufklebern vorhanden. Diese kamen in den Jahren 1999 und 2000 im (tiefsten) Süden Deutschlands in einzelnen Postfilialen zur Anwendung und liefen unter dem Namen "Pilotprojekt Barfreimachung" von Briefzusatzleistungen.

Gruß
Pete

[1] http://www.jolschimke.de/label/pilotprojekt-barfreimachung-mehr-postautomation.html
 
Fridolino Am: 03.02.2021 18:30:52 Gelesen: 18090# 214 @  
So ein Einlieferungsbeleg fehlt bisher in diesem Thema, es befindet sich statt des Einlieferungsstempels ein Aufkleber "Landzusteller" darauf.

Ich vermute mal, das war dafür gedacht, dass der Briefträger ein ausreichend frankiertes Einschreiben mitnehmen konnte.



Gruß
Fridolino
 
DL8AAM Am: 04.02.2021 21:45:32 Gelesen: 17903# 215 @  
Einschreiben aus China



Ausschnitt aus eines großbriefformatigen Einschreibens aus China: Absender "China Sinda Intellectual Property" (eine Patentrechtskanzlei zum Schutz geistigen Eigentums) aus Beijing, frankiert per Freistempel-Etikett zu ¥ 27,40, dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Poststempelgerät, registriert beim Postamt Beijing-Xidan 北京西单, Tagesstempel mit Unterscheidungskennzeichen 5-19, Gerätenummer "京(B989)" (京: Jing, eine "Kurzkennung" für 北京 [=Beijing, d.h. 'nördliche (Bei : 北) Hauptstadt (Jing : 京)'], die in dieser Form auch für Kfz-Kennzeichen verwendet wird). Einschreibelabel (Sendungsnummer "RD ... CN").

Es lagen mir einige Dutzend vergleichbare Sendungen vor, aber was für mich hier "einmalig" ist, ist der quadratische (19,75 x 19,75 mm) Zusatzaufkleber R in Schwarz. Ist das ein chinesisches Label? Soll das vielleicht das rote R des eigentlichen Labels optisch sichtbar "überschwärzen"? Warum? Neue UPU-Bestimmungen? Oder stammt es womöglich sogar von der DPAG? Wer hat hier nähere Informationen? Oder kann weitere Beispiele zeigen?



Beste Grüße
Thomas
 
Altmerker Am: 28.02.2021 10:54:06 Gelesen: 15981# 216 @  
So ein Beleg ist mir bisher nicht untergekommen. Ein vorgedruckter Briefumschlag Einschreiben NVA und Gebühr bezahlt lässt einige Spekulationen zu. Auf der Rückseite kein Eingangsstempel, der Briefumschlag ist vornehm gefüttert, was bei so einer Dienstpost ungewöhnlich war. Die Anrede "Herr" war völlig unüblich. Entweder nur der Name oder Dienstgrad mit d. R. (der Reserve). Der Druckvermerk deutet auf 1982 hin.

So recht kann ich nichts damit beginnen. Vielleicht bin ich da auch einem Belegmacher aufgesessen? Denn außer dem R-Zettel deutet nichts auf eine postalische Bearbeitung hin. Wie wurde das Geld eingezogen, vermutlich 0,70 DDR-Mark, wer klebte den R-Zettel auf? Der sieht hier ja total zivil aus. Oder wurde beim Hauptpostamt da gleich ein NVA-Stapel voller Briefsendungen abgearbeitet?
Übrigens, am 1. März, also morgen, sind es 65 Jahre her, dass diese Armee gegründet wurde. Aber hier geht es ja nicht um Nostalgie und schlechte Erinnerungen als EK 81/I.

Gruß
Uwe


 
Journalist Am: 28.02.2021 11:30:58 Gelesen: 15963# 217 @  
@ Altmerker [#216]

Hallo Uwe,

wenn ich hier nichts verwechsle waren das Einberufungsbescheide für den Dienst.

Viele Grüße Jürgen
 
Altmerker Am: 28.02.2021 12:32:42 Gelesen: 15944# 218 @  
@ Journalist [#217]

Naja, Einberufungsbefehle waren eigentlich Postkarten, wo die Postfachnummer drauf stand, wo es hingeht und wo man sich einzufinden hat (Militärtransport). War bei mir zweimal so. Vielleicht findet sich hier im geballten Wissen des Forums noch eine andere Deutung.

Schönen Sonntag!
Uwe
 
Ichschonwieder Am: 28.02.2021 21:25:55 Gelesen: 15894# 219 @  
Hallo Uwe,

schade, es ist kein Datum drauf. Da kommt man also nicht nach.

Es könnten z.B. die Bescheide sein sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort einzufinden.

Im Rahmen von Mobilmachungsübungen wurde so verfahren. Nach der Registrierung im Meldepunkt konnten die Reservisten meist wieder nach Hause. Oder wurden für 3 Tage einbezogen z.B. für eine Nachrichtenübung oder zu einem Transportbattaillon.

Also Raum für Spekulationen.

VG Klaus Peter
 
schwimmer Am: 01.03.2021 17:30:10 Gelesen: 15817# 220 @  
Hallo zusammen,

noch wenig gezeigt Einschreiben DDR - BRD, von Schneeberg Erzgebirge nach Köln 1970er Jahre.

Ob der Brief überfrankiert war ?

L G Hans




 
Altmerker Am: 01.03.2021 19:13:18 Gelesen: 15791# 221 @  
@ schwimmer [#220]

Theoretisch ist der obere Brief portogerecht: 80 Pfennig für Brief bis 100 Gramm, dazu R-Gebühren. Der darunter ist entweder massiv überfrankiert (bis 20 Gramm 35 + 50 Pf.) oder hat (bis 100 Gramm) 5 Pfennig zu wenig.

Meint
Uwe
 
Totalo-Flauti Am: 04.08.2021 12:23:19 Gelesen: 2976# 222 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein besonderes Sammelgebiet von Einschreiben, stellen die Belege aus Einschreibeautomaten der Deutschen Reichspost dar. Sie waren der Versuch, den "analogen" Postbetrieb zu automatisieren, sprich mehr durch den Postkunden bearbeiten zu lassen und selbst als Dienstleister Personal bzw. Kosten einzusparen. Der Postkunde musste den Brief frankieren und hat vom Automaten mit Einwurf einen Posteinlieferungsschein erhalten. Gleichzeitig wurde der Brief und der Einlieferungsschein mit dem roten Stempel bedruckt.

In Leipzig sind im Frühjahr 1911 zwei Automaten aufgestellt worden. Einmal am oder im Postamt 5 und zum anderen beim Briefpostamt 13. Das Gerät vom Postamt 13 wurde später zum Postamt 1 umgesetzt. Die 3 von der Postamtszahl wurde aptiert.

Als erstes ein Einschreiben vom Postamt 5 vom 28.10.1929 nach Hamburg, dann ein Einschreiben vom Postamt 13 vom 30.11.1921 nach Weißenfels und schlußendlich vom Postamt 1 einen Posteinlieferungsschein für ein Einschreiben nach Dresden vom 26.07.1927.
Ich habe derzeit 6 Belege (Postamt 5 und 1 je einen und Postamt 13 vier)

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.






 
becker04 Am: 05.08.2021 19:43:31 Gelesen: 2833# 223 @  
Habe hier 2 R-Briefe aus Kollupitiya - ein Stadtteil von Colombo in Sri Lanka - nach Bern in der Schweiz,

vom 22.8.1963, Ankunft 2 Tage später



und vom 9.7.1963, leider ohne Ankunftstempel.



Viele Grüße
Klaus
 
Ichschonwieder Am: 30.08.2021 11:45:59 Gelesen: 1114# 224 @  
Übergabe-Einschreiben mit Rückschein, Porto zu 496 (Cent) über die Frankiermaschine entrichtet.



Klaus Peter
 

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