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Thema: Schlesien - Regierungsbezirke Breslau, Kattowitz, Liegnitz und Oppeln
Das Thema hat 117 Beiträge:
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Cantus Am: 06.06.2018 00:16:27 Gelesen: 34437# 93 @  
Beuthen (polnisch Bytom) ist heute zwar eine polnische Großstadt mit rund 170.000 Einwohnern, das soll mich aber nicht daran hindern, auch einmal einen schönen Beleg aus Beuthen zu zeigen. Die nachfolgende Karte wurde am 9.10.1876 in Beuthen aufgegeben und wurde bereits am 10.6. in Berlin zugestellt, wie der vorderseitig abgeschlagene Briefträgerstempel zeigt.





Viele Grüße
Ingo
 
Pete Am: 28.07.2018 21:00:03 Gelesen: 28963# 94 @  
Die Stadt Gleiwitz in Oberschlesien scheint mir in diesem Thema noch nicht vertreten. Dies sei mit nachfolgendem Stück (Beleg möchte ich nicht schreiben) nachgeholt. Zu Besuch bei einem Sammlerkollegen und der heutigen Sichtung eines Postens Postsparbücher fiel mir u.a. das nachfolgende Exemplar in die Hände, welche der Sammlerkollege digital leihweise für die Veröffentlichung im Forum zur Verfügung stellt. Es handelt sich dabei um ein Postsparbuch der Deutschen Reichspost, welche zum 01.01.1939 im Deutschen Reich eingeführt wurden.



Das Postsparbuch wurde am 12.02.1942 an einem Schalter des Postamtes 1 in Gleiwitz eröffnet. Die Eröffnung wurde mittels Tagesstempelabschlag GLEIWITZ 1 o (ohne Stern, ohne Uhrzeitangabe) dokumentiert.



Später änderte sich die Anschrift des Sparbuchinhabers, ebenfalls am 27.10.1942 mittels Tagesstempelabschlag GLEIWITZ 1 o (ohne Stern, ohne Uhrzeitangabe) dokumentiert.



Zur Eröffnung dieses Postsparbuches erfolgte eine Einlage (Einzahlung) in Höhe von 60 RM, dokumentiert mittels Stempelabschlag GLEIWITZ 1 b (mit Uhrzeitangabe). Weitere Einzahlungen im Verlauf des Jahres 1942 wurden u.a. mit dem Abschlag des Stempels GLEIWITZ 2 h (ohne Stern, mit Uhrzeitangabe) bestätigt.



Das Sparbuch wurde - gemäß Vermerk - am 16.11.1981 in Unna (Bundesland NRW) aufgelöst.

Die Handstempelgeräte GLEIWITZ 1 o und GLEIWITZ 2 h sind ebenfalls als Abschläge auf Briefmarken bekannt, da allerdings vor der Aptierung noch mit Stern und einer Uhrzeitangabe versehen. Diese Geräte dienten vor einer innerdienstlichen Verwendung ebenfalls postalisch.



Gruß
Pete
 
Cantus Am: 29.07.2018 12:02:35 Gelesen: 28874# 95 @  
@ Pete [#94]

Hallo Pete,

alte Postsparbücher sind in aller Regel immer interessante postalische Dokumente, vielen Dank für's Zeigen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 17.08.2018 22:44:23 Gelesen: 27594# 96 @  
Heute ein Brief vom 31.8.1901, gelaufen von Wigandsthal, einer Gemeinde im Kreis Lauban, Regierungsbezirk Liegnitz, nach Friedeberg, heute Mirsk in Polen, Wojwodschaft Niederschlesien.



Viele Grüße
Ingo
 
Sachsendreier53 Am: 20.08.2018 12:20:32 Gelesen: 27390# 97 @  
Patriotische Ansichtskarte aus TREBNITZ in Schlesien, adressiert nach Berlin am 23.7.1919.

Die Kleinstadt liegt in Niederschlesien im Katzengebirge, etwa 20 Kilometer nördlich von Breslau.

Heute ist Trzebnica (Trebnitz) in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien zu finden.



Undatierte Ansichtskarte (ca. 1915) aus LIEGNITZ mit Ansicht des Königlichen Schlosses. Karte des Verlag Trinks & Co.Leipzig.

Liegnitz (Legnica), polnische Woiwodschaft Niederschlesien, 50 Kilometer westlich von Breslau gelegen.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Pete Am: 01.10.2018 17:53:58 Gelesen: 24316# 98 @  
Im Beitrag [#24] wurde bereits ein Beleg aus Ratibor gezeigt, welcher aus der Abstimmungszeit (1920-1922) datiert. Die Briefmarken wurden mittels Handstempel RATIBOR *1m entwertet, dem gängigsten Stempelabschlag aus diesem Ort während der Abstimmungszeit. Dieses Handstempelgerät war bereits vor der Abstimmung im Einsatz befindlich, wie der nachfolgende Beleg zeigt:



Sendung vom Dienstag, den 03.02.1920 aus Ratibor nach Wald

Der Brief selbst wurde wenige Tage vor der Aufnahme der Arbeit der Interalliierten Kommission abgeschickt. Diese nahm die Tätigkeit am Mittwoch, den 12.02.1920 auf, wobei die deutschen Briefmarken mangels eigener Ausgaben (Oberschlesien Mi-Nr. 1-9) noch eine Woche (bis zum 19.02.1920) gültig blieben und als (gut bewertete) Vorläufer des Abstimmungsgebietes gelten. Der Ort Ratibor verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich.

Dieser Beleg zeigt gut, dass auch die Briefmarken der Nationalversammlungsausgabe (Deutsches Reich Mi-Nr. 107-110) im späteren Abstimmungsgebiet vorhanden waren, weshalb die Verwendung derartiger Exemplare als Urmarke zur Schaffung der sog. "Oppelner Notausgabe" (12.02.-19.02.1920) möglich war.

Gruß
Pete
 
Cantus Am: 08.10.2018 18:45:27 Gelesen: 23832# 99 @  
Paczyna (deutsch: Groß Patschin) ist eine Ortschaft in Oberschlesien in der Gemeinde Toszek (Tost) im Powiat Gliwicki in der Woiwodschaft Schlesien in Polen [1] [2].

Am 8.8.1936 wurde Groß Patschin umbenannt in Hartlingen. Damals besaß der Ort etwa 1.450 Einwohner; der Ort gehörte zum Landkreis Tost-Gleiwitz im Regierungsbezirk Oppeln.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Paczyna
[2] https://web.archive.org/web/20170903051946/http://www.verwaltungsgeschichte.de:80/gleiwitz.html#ew39tosthartlingn
 
Cantus Am: 12.12.2018 02:58:07 Gelesen: 20143# 100 @  
Brieg (polnisch: Brzeg) ist heute Kreisstadt im Powiat Brzeski der polnischen Woiwodschaft Opole. Von 1311 bis 1675 war Brieg Residenzstadt des gleichnamigen Herzogtums und von 1907 bis 1945 kreisfreie Stadt im Deutschen Reich. Die Stadt liegt in Niederschlesien am linken Oderufer 148 m über dem Meeresspiegel, 42 Kilometer südöstlich von Breslau, etwa auf halbem Wege zwischen Breslau und Oppeln [1].

Ich zeige einen Brief, der am 16.5.1874 von Brieg nach Hamburg gelaufen ist.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Brzeg
 
Pete Am: 21.12.2018 18:32:54 Gelesen: 19682# 101 @  
Zur Erinnerung an die Volksabstimmung in Oberschlesien (20.03.1921) erschien zehn Jahre später eine Ganzsache zu 8 Pf., Wertstempel mit dem zwischenzeitlich verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert, welche wahrscheinlich mehr oder weniger an allen Postschaltern des Deutschen Reiches zu erwerben war, zumindest ist diese recht häufig und man sieht Ortsstempel aus verschiedenen Teilen des Staates. Bisher fand ich trotz intensiver Suche in Belegekisten erst zwei Exemplare, welche Posstempel - thematisch passend - aus Orten des damaligen Abstimmungsgebietes selbst aufweisen:



Fernpostkarte vom 23.03.1931 aus Beuthen (Unterscheidungsbuchstabe i) nach Leipzig



Fernpostkarte vom 28.03.1931 aus Gleiwitz 2 (Unterscheidungsbuchstabe i) nach Leipzig

Der Zudruck auf der Ganzsache weist generell ein falsches Datum (22.03.1921 anstelle 20.03.1921) auf.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 06.07.2019 21:42:07 Gelesen: 12530# 102 @  
In [1] wurde aufgezeigt, dass die Stadt Kattowitz aufgrund der vorangegangenen Volksabstimmung (20.03.1921) Ende Juni 1922 an die Polnische Republik übergeben wurde. Dies lässt sich an der Verwendung von Briefmarken aus den Gebieten Ostoberschlesien (1922-1923) bzw. Polen (1923-1939) belegen.

Die Einführung polnischer Tagesstempel mit der Gebietsübernahme (1922) war nicht überall in Ostoberschlesien gegeben, so dass vorübergehend deutschsprachige Tagesstempelgeräte weiterverwendet wurden.



weiterverwendeter deutscher Tagesstempel aus Kattowitz vom 11.11.1922, Unterscheidungsbuchstabe h auf einer Briefmarke von Ostoberschlesien Mi-Nr. 10

Dieses Exemplar tauchte heute auf dem Philaseiten-Tauschtreff in Essen-Steele [2] in einem Groschenbuch auf. :-)

Gruß
Pete

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12400&CP=0&F=1
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5765&CP=0&F=1
 
Cantus Am: 21.07.2019 01:42:01 Gelesen: 11969# 103 @  
Ein Brief vom 4.1.1923, gelaufen von Hirschberg im Riesengebirge, einst Stadt und Landkreis in Schlesien, nach Berlin.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 07.10.2019 00:50:37 Gelesen: 8364# 104 @  
Orte mit dem Namen Rosenberg gibt und gab es viele in Deutschland, dieses Rosenberg hier aber war früher ein Wirtschafts- und Kulturzentrum im Norden Oberschlesiens und zugleich der Hauptort des Landkreises Rosenberg O.S. in Preußen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Rosenberg an Polen und wurde in Olesno umbenannt.

Heute ein Brief, gelaufen am 30.Mai 1943 von Rosenberg O.S. nach Beuthen, freigemacht mit 12 Pfennig.



Viele Grüße
Ingo
 
Silesia-Archiv Am: 07.10.2019 22:20:08 Gelesen: 8291# 105 @  
Hallo Ingo,

danke für Deinen Beitrag. Hier zeige ich zur Ergänzung zwei weitere Belege aus Rosenberg/OS, einmal eine alte Ansichtskarte ohne Datum (nicht gelaufen) und einen Stempelabschlag auf einer echt gelaufenen Postkarte vom 17.07.1936.



Beste Sammlergrüße
Michael
 
Pete Am: 13.10.2019 17:15:00 Gelesen: 7976# 106 @  
@ Cantus [#104]

Orte mit dem Namen Rosenberg gibt und gab es viele in Deutschland, dieses Rosenberg hier aber war früher ein Wirtschafts- und Kulturzentrum im Norden Oberschlesiens und zugleich der Hauptort des Landkreises Rosenberg O.S. in Preußen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Rosenberg an Polen und wurde in Olesno umbenannt.

Als Ergänzung: im Abstimmungsgebiet Oberschlesien gab es zwei Orte mit dem Namen "Rosenberg" - einmal Rosenberg im Landkreis Neustadt (Oberschlesien) [1] und einmal Rosenberg als Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Oberschlesien [2]. Beide Orte verblieben nach der Abstimmung vom 20.03.1921 im Deutschen Reich (Mitte 1922 bis zum Kriegsende 1945, seither zu Polen gehörend).

Belege mit Stempeln aus den beiden Rosenberg sind keine Massenware und eher selten zu finden.

Gruß
Pete

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenberg_(Z%C3%BClz)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Rosenberg_O.S. bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Olesno
 
Silesia-Archiv Am: 16.10.2019 22:36:04 Gelesen: 7783# 107 @  


Gruß Michael
 
Cantus Am: 17.10.2019 01:36:28 Gelesen: 7770# 108 @  
@ Silesia-Archiv [#107]

Hallo Michael,

eine interessante geschichtliche Darstellung. Ich selber beschäftige mich seit etwa einem Jahr relativ intensiv mit allen ehemals deutschen Orten, die zur Neumark, Hinterpommern, West- und Ostpreußen und allen schlesischen Landesteilen gehörten, Bei mir steht dabei das geografische Interesse im Vordergrund, die Philatelie ist nur das Mittel, mit dem ich mich dem Thema nähern kann. Dabei bevorzuge ich, wohnortbedingt, gelaufene Belege aus der Neumark und aus Hinterpommern, habe aber inzwischen auch schon Allerlei aus anderen Gebieten auftreiben können. Bisher ist es aber überwiegend noch nur ein Zusammentragen, das Sortieren und zur Sammlung Aufbauen folgt später. Sobald ich mehr Durchblick habe, werde ich hier gerne gezielt weitere Belege zeigen, im Moment fehlt mir aber die Zeit dazu.

Viele Grüße
Ingo
 
Silesia-Archiv Am: 17.10.2019 11:27:49 Gelesen: 7735# 109 @  
@ Cantus [#108]

Hallo Ingo,

ja "Zeit" ist das passende Stichwort. Ich habe mir seit Jahren neben meinem Interesse an Briefmarken eine AK-Sammlung Schlesien, in der inzwischen auch Briefbelege sind, aufgebaut. Es liegen aber noch Unmengen auf Halde die ich einsortieren muss, fast täglich erreichen mich Neueingänge. Die oben gezeigte Seite habe ich - so wie sie ist - mit einigen anderen Seiten, die ich noch zeigen werde in diesem Sommer mal ersteigert. Ich bin jetzt mit Hilfe eines Sammlerfreundes dabei, das was nicht unbedingt direkt in die AK-Sammlung passt, in einer getrennten Schlesien-Sammlung einzuordnen.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
Silesia-Archiv Am: 17.10.2019 21:38:27 Gelesen: 7695# 110 @  
Auszug aus Schlesiens Geschichte II



Beste Sammlergrüße Michael
 
Pete Am: 27.10.2019 13:02:46 Gelesen: 7240# 111 @  
In Sindelfingen fand sich das nachfolgende Exemplar aus der Kreisstadt Groß-Strehlitz als Dienstbrief:

Die Briefumschlagvorderseite erscheint noch recht unspektakulär:



Großbrief des Finanzamtes aus Gross-Strehlitz vom 29.11.1922 in das ca. 15 km entfernte Ujest in Oberschlesien

Die Rückseite dagegen recht gut beklebt:



Porto zu 12,00 Mark als Fernbrief bis 20 g, dargestellt durch 42 Dienstmarken des Deutschen Reiches

Optisch auffällig - normalerweise allerdings nicht weiter ungewöhnlich - ist die Verwendung von Dienstmarken, welche kleine (bzw. sehr kleine) Nominalen aufwiesen. Dies geschah, um vorliegende Frankaturbestände halbwegs sinnvoll aufzubrauchen. Der Ort Groß-Strehlitz wurde allerdings erst knapp fünf Monate zuvor, d.h. im Juli 1922 an das Deutsche Reich zurückgegliedert (zuvor Bestandteil des Abstimmungsgebietes Oberschlesien, siehe [1]).

Mir stellt sich nun die Frage, weshalb die Wertzeichenstelle der Reichsdruckerei Berlin derart kleine Nominalen nach der Rückgliederung an die OPD Oppeln schickte, welche bereits im Juli 1922 kaum noch Sinn ergaben (auch in Berlin Lagerräumung?). Zur Frankierung wurden Dienstmarken des Deutschen Reiches verwendet, anscheinend waren beim Absender in Groß-Strehlitz keine mit "C.G.H.S." überdruckten Restbestände aus der Abstimmungszeit mehr vorhanden.

Gruß
Pete

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12400&CP=0&F=1
 
Pete Am: 14.12.2019 14:36:16 Gelesen: 5070# 112 @  
Ab dem 01.05.1923 kamen in dem zu Polen gekommenen Teil Oberschlesiens polnische Briefmarken in polnischer Währung in Gebrauch. Die Einführung der polnischen Mark in Ostoberschlesien wurde darin begründet, dass die Deutsche Mark die Polnische Mark in der Abwertung (Inflation) überholt hatte. Während im Deutschen Reich zum 01.12.1923 die Rentenmark als neue Währung eingeführt wurde, setzte sich die polnische Inflation noch einige Monate fort (bevor später der polnische Zloty eingeführt wurde):



Auslandssendung aus Krolewska Huta (Königshütte) nach Glatz vom 10.01.1924, frankiert mit 18 Exemplaren zu 25.000 Mark = 450.000 Mark

Zur Entwertung der verklebten Briefmarken wurde ein Handstempelgerät mit der seinerzeit in Krolewska Huta üblichen Stempeltype verwendet. Diese Type erinnert von der Form her an einen aptierten deutschen Bahnpoststempel, wobei nicht auszuschließen ist, dass es sich tatsächlich um eine vollständige Umarbeitung eines ehemaligen deutschen Handstempelgerätes handelt. Diese Stempeltype war mit verschiedenen Unterscheidungsbuchstaben in Krolewska Huta und Katowice (Kattowitz) in Gebrauch.

Gruß
Pete
 
fogerty Am: 19.12.2019 21:51:53 Gelesen: 4916# 113 @  
Gleiwitz ist zwar schon vertreten, trotzdem hier noch eine Postkarte aus dem Jahre 1925 an die Kurverwaltung Meran mit Bitte um Zusendung von Prospekten.



Grüße
Ivo
 
fogerty Am: 19.12.2019 21:56:23 Gelesen: 4915# 114 @  
Und hier eine weitere Postkarte, diesmal aus Altlässig/Bezirk Breslau, aus dem Jahre 1925,wieder an die Kurverwaltung Meran mit der Bitte um Zusendung von Prospekten.



Grüße
Ivo
 
Pete Am: 21.12.2019 11:52:10 Gelesen: 4876# 115 @  
@ fogerty [#113]

Gleiwitz ist zwar schon vertreten, trotzdem hier noch eine Postkarte aus dem Jahre 1925 an die Kurverwaltung Meran mit Bitte um Zusendung von Prospekten.

In der Zeit des Abstimmungsgebietes Oberschlesien (1920-1922) war dieses Handstempelgerät eines der Tagesstempel, welches meinem Eindruck nach am Häufigsten abgeschlagen wurden. In den mir vorliegenden Exemplaren der kleinen Stempelsammlung, lässt sich die Verwendung des Unterscheidungsbuchstaben "m" des Postamtes 1 allerdings bereits vor 1920 belegen. Die nachfolgende Nummerierung der einzelnen Geräte ist im besten Fall als vorläufig zu betrachten, da zwischen den bisher belegten Zeitabschnitten auch Zeiträume (d.h. Jahre) ohne Belegstück vorliegen.

Allgemein ist zu schreiben, dass die verschiedenen Stempelgeräte im Laufe der Zeit Abnutzungserscheinungen (Ausbrüche der Sehnen) zeigen und irgendwann ausgetauscht wurden.

Handstempelgerät 1, bisher belegt für die Jahre 1912-1913:



Handstempelgerät 2, bisher belegt für das Jahr 1917 (dem Stempeltyp nach bereits vor dem Handstempelgerät 1 produziert):



Handstempelgerät 3, bisher belegt für die Jahre 1920-1923:



Weitere Abschläge vom Übergang des Abstimmungsgebietes in das Deutsche Reich (Juli 1922) werden in [1] vorgestellt.

Handstempelgerät 4, bisher belegt für die Jahre 1925-1926:



Gruß
Pete

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12400&CP=0&F=1
 
Cantus Am: 15.01.2020 02:59:53 Gelesen: 3671# 116 @  
Ich möchte euch heute zwei schöne Ankunftstempel vom 21.3.1882 und vom 8.8.1887 aus Birawa zeigen, einem Dorf mit damals rund 1.400 Einwohnern. Am 8.5.1936 wurde Birawa in Reigersfeld umbenannt [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Birawa
 
Cantus Am: 30.01.2020 23:10:03 Gelesen: 2783# 117 @  
Heute wieder nur ein Ankunftstempel.

Kostenthal (polnisch Gościęcin) ist heute ein Dorf mit etwa 700 Einwohnern im Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski der Woiwodschaft Opole in Polen. Als Schulzenamt gehört es der Landgemeinde Pawłowiczki an.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Kostenthal 1034 Stimmen für den Verbleib bei Deutschland abgegeben, 18 Stimmen waren für den Anschluss an Polen. Folglich verblieb das Dorf in der Weimarer Republik.

Der Zweite Weltkrieg endete für Kostenthal 1945, als der Ort von der Roten Armee besetzt und unter polnische Verwaltung gestellt wurde, die dem Ort den Namen Gościęcin gab. Der Großteil der deutschsprachigen Einwohner Kostenthals war geflohen oder wurde in der Folge vertrieben, im Gegensatz zu den umliegenden, zweisprachigen Dörfern konnte sich deshalb keine nennenswerte deutsche Minderheit halten. In Gościęcin wurden polnische Vertriebene aus dem Dorf Biłka Szlachecka (heute Verchnja Bilka) bei Lemberg angesiedelt [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Go%C5%9Bci%C4%99cin
 

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