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Thema: Altdeutschland Preussen Belege
Das Thema hat 963 Beiträge:
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Stamps99 Am: 23.05.2019 20:07:52 Gelesen: 19201# 939 @  
@ bayern klassisch [#938]

Hallo Ralph,

soweit es Preußen betrifft, waren m.E. die großen Schlachten nach Königsgrätz geschlagen - die folgenden 3 Wochen mit Flucht und Verfolgung Richtung Brünn und Wien bis zum Waffenstillstand und Vorfrieden fielen da nicht sehr ins Gewicht.

Gruß Ralf
 
bayern klassisch Am: 23.05.2019 20:18:37 Gelesen: 19200# 940 @  
@ Stamps99 [#939]

Hallo Ralf,

na ja, in Bayern und Hessen ging der Kampf ja weiter - Österreich war ja nur ein Gegner, die süddeutschen Staaten waren die anderen Gegner.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 25.05.2019 10:02:52 Gelesen: 18807# 941 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Postvorschußbrief aus Dessau vom 13.12.1865



über 25 Sgr. an den Mühlenbesitzer Herrn August Johns aus Beinde? z.Z. in Groß-Alsleben über Hadmersleben.

Das Porto berechnet sich wie folgt:

25 Sgr. Postvorschuß
1 Sgr. Procura
1 Sgr. Briefporto bei 0-10 Meilen = Gesamt 27 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 30.05.2019 10:28:02 Gelesen: 17846# 942 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal dies:



Am 06.10.1861 wurde ein 19 Pfund 15 Loth schweres Paket von Raguhn nach Cönnern versendet. Das Porto berechnet sich wie folgt:

1 1/2 Pfennige * 20 Pfund * 1. Entfernungsstufe (0-5 Meilen) = 30 Pfennige = 2 1/2 Sgr.

Dies wurde sowohl vorder- als auch siegelseitig notiert. Alles, incl. der Paketausgabe, geschah an diesem einem Tag.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.06.2019 07:44:09 Gelesen: 17526# 943 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal zwei Belege, welche nicht aus meiner Sammlung sind. Ich danke dem Sammler dafür, dass seine "Bilder" veröffentlicht werden dürfen.



Als erstes eine Ganzsache, welche in Gernrode entwertet wurde und nach Bad Wildungen gelaufen ist. Siegelseitig sehen wir, dass der Brief nach Sachsa am Harz nachgesendet werden sollte.

Ausserdem erkennen wir noch eine "2", welche von einem Landbriefkasten aus der Umgebung von Gernrode stammt.



als zweites ein Brief, welche in Coswig gestempelt wurde und nach Coswig adressiert wurde. Auch hier finden wir siegelseitig einen Landbriefkastenstempel mit der Nummer 289. Der Inhalt ist noch weitgehend erhalten, jedoch die Qualität ist grausam.



Trotzdem läßt sich erkennen, dass er in Buko am 3. April 1860 geschrieben wurde, so dass vermutet werden kann, dass auch dort der Landpostbriefkasten stand.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 06.06.2019 11:17:14 Gelesen: 17054# 944 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg, wie ich ihn schon lange suchte:



Aufgegeben wurde der zwar nicht perfekte Brief am (Magdeburg-) Neustädter Bahnhof am 14.11.1854, welcher adressiert nach St. Catharinenberg prest(iert?) Olberhau gelaufen ist.

Frankiert mit einer 3 Sgr.-Marke welche mit dem Nummerstempel 907 entwertet wurde. Der daneben abgeschlagen Ortsstempel mit dem Zusatz Bahnhof II ist diesmal recht ordentlich.

Siegelseitig erkennt man schwach die sächsischen Ausgabestempel.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.06.2019 15:51:51 Gelesen: 16989# 945 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute wieder was aus Magdeburg:



Brief vom 11.01.1859 nach Hoym - siegelseitig leider unkomplett, so dass ein eventuell vorhandener Ausgabestempel nicht vorhanden ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 16.06.2019 13:51:50 Gelesen: 16329# 946 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute geht von Magdeburg "An die Königliche Post-Expedition in Arendsee".



Der Brief war eingeschrieben und man bat um schnelle Erledigung. Die Portofreiheit war declariert als "Allerhöchste Reise-Sache". Leider ist siegelseitig nicht, jedoch vermute ich, dass das Schreiben von der Post selbst kam. Postbeamte wurden hin und wieder auch in andere Postämter eingesetzt. Die dafür nötige Anreise war natürlich frei.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 16.06.2019 19:24:10 Gelesen: 16302# 947 @  
@ Magdeburger [#946]

Lieber Magdeburger,

bei Bayern habe ich ein Faible für solche Postinternbriefe, weil sie

a) kaum erhalten blieben und
b) oft, wenn auch nicht immer, im Inhalt Verhältnisse vermitteln, die wir sonst gar nicht erst kennen würden.

Der hier ist herrlich und alles andere als häufig - allerhöchste Reise - Sache, wer hat denn jemals von solch einer Franchise gehört? Ich jedenfalls nicht.

Danke, dass ich das mal sehen durfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 17.06.2019 16:57:36 Gelesen: 16262# 948 @  
@ bayern klassisch [#947]

Lieber Bayern Klassisch,

auch ich finde, wie sicher auch noch andere, postinterne Belege interessant. Durch die Anschrift und auch der Kenntnis aus Acten im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in Dessau, habe ich so auch meine Vermutung aufgestellt.

Die Franchise habe ich bis dahin auch noch nie (bewusst) gesehen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.06.2019 16:30:44 Gelesen: 15951# 949 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein Brief der Zuckerfabrik Glauzig nach Schackenthal bey Bernburg.



Die Bearbeitung erfolgte handschriftlich im Zug in Richtung Bernburg am 24.09.1862 um 20 1/2 Uhr in Cöthen.

Eine Uhrzeitangabe war mir bisher komplett unbekannt. Siegelseitig nur der Ausgabestempel von Folgetag.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 11.07.2019 16:01:20 Gelesen: 14704# 950 @  
Hallo Preussen Sammler,

Brief aus Halle an der Saale nach Berlin, gesendet am 19.2.1851, Porto 2 Groschen für Brief bis 1 Loth zwischen 10 und 20 Meilen.

Halle Stempel auf der Adressseite kann ich nur finden in F. W. Thalmann Zusammenstellung der Preussischen Poststempel Nr. 116a auf Seite 14. Auf der Siegelseite ein Zugstempel Berlin - Magdeburg 1 R, gestempelt in der Zug von Magdeburg nach Berlin?

Viele Grüße
Jørgen


 
Magdeburger Am: 11.07.2019 16:05:40 Gelesen: 14700# 951 @  
@ Baldersbrynd [#950]

Hallo Jørgen,

der Kursstempel Berlin - Magdeburg ist der der Rücktour, also alles im Lot und höchstwahrscheinlich auch in Magdeburg beim Beginn der Rückfahrt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 11.07.2019 16:32:43 Gelesen: 14690# 952 @  
@ Magdeburger [#951]

Hallo Ulf,

danke für Deine Antwort. Der Brief ist wahrscheinlich auch mit Zug von Halle bis Magdeburg.

Viele Grüße
Jørgen
 
Gernesammler Am: 19.08.2019 20:07:37 Gelesen: 6299# 953 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Rechnungs-Brief aus Berlin vom 8.6.1854 nach Gotha an Meister Jusatz, dort kam der Brief am 9.6.1854 an.

Für das Franko nahm man einen Dreierstreifen der Preussen Nr.2 und gestempelt wurde mit Ringnummernstempel 103 und Stadtpost Exp:I (KBHW Nr.121) sowie auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Gotha (Feuser 1200-5).

Der Brief ist vielleicht nicht der schönste, aber ich fand diesen zu interessant um Ihn liegen zu lassen.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 19.08.2019 20:27:58 Gelesen: 6297# 954 @  
@ Gernesammler [#953]

Hallo Rainer,

der Empfänger war Hofschlossermeister, also eher handwerklich begabt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 14.09.2019 16:12:39 Gelesen: 3081# 955 @  
Liebe Sammelfreunde,

den nachfolgenden Hülle habe ich bekommen können:



Leider kann ich den Empfänger nicht lesen.

Aufgegeben wurde er etwa 1855 am Bahnhof am Fürstenwallufer und ist adressiert an "Seiner Durchlaucht dem Fürsten ...... .......... nach Cölln.

Die obere Zeile links unten - da stehe ich vor einem Rätsel - dann "sogleich abzugeben". Höchstwahrscheinlich wurde bei der Ankunft in Cöln vermerkt: "angekommen am 30. Jan. 9Uhr Morgens".

Wie siegelseitig erkennbar, passt somit der Stempel von Cöln -> sehr schön ist auch, dass der Brief tatsächlich als Expressbrief behandelt wurde - die korrespondiert mit der blauen Notiz 2 1/2 (Sgr.) Botenlohn.

Sicher ist, dass der Brief nicht zugestellt werden konnte und erstmal nach Deutz weitergesendet wurde. Auch dort konnte der Brief nicht zugestellt werden, da der Empfänger nach Magdeburg abgereist war und der Brief diesem Weg folgte. Angekommen ist dort wieder am 31.1. - Die gesamte Laufzeit war weniger als 48 Stunden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 14.09.2019 16:26:55 Gelesen: 3078# 956 @  
@ Magdeburger [#955]

Lieber Magdeburger,

ich lese die Anschrift so:

Seiner Durchlaucht dem Fürsten Anton Radziwill [1] - Ort in DDR. Hotel Bellvue.

Den Rest hast du schon heraus gefunden.

Schöner Expressbrief!

Liebe Grüsse von bayern klassisch

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Radziwi%C5%82%C5%82
 
Magdeburger Am: 14.09.2019 16:38:41 Gelesen: 3075# 957 @  
@ bayern klassisch [#956]

Lieber Bayern Klassisch,

danke für den Namen und dank des Links wird es sich um diesen Herren handeln:

https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_von_Radziwill

Das der Brief als Expessbrief behandelt wurde, habe ich erst beim Empfang gesehen. Ungewöhnlich fand ich den Botenlohnvermerk. Da er nicht zugestellt werden konnte, ging man auch "leer" aus.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 14.09.2019 17:32:32 Gelesen: 3068# 958 @  
@ Magdeburger [#957]

Lieber Magdeburger,

da weiß ich nicht, ob der Bote tatsächlich in Köln leer ausgegangen ist. Er hat ja seinen Job gemacht und auf die 2,5 Groschen hatte er, meine ich, erfolgsunabhängig einen Anspruch. Es würde mich interessieren, ob meine These auch bei Preussen greifen kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 15.09.2019 03:35:26 Gelesen: 3040# 959 @  
@ bayern klassisch [#958]

Lieber Bayern Klassisch,

in Preussen waren die Postboten Angestellte und bezogen ein Gehalt. Dieses war unabhängig davon, ob beispielsweise der Zusteller Erfolg hatte oder nicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 15.09.2019 07:38:27 Gelesen: 3038# 960 @  
@ Magdeburger [#959]

Lieber Magdeburger,

waren denn die Expressboten auch dieselben, die die übliche Post auszutragen hatten? Wenn es die üblichen Boten waren, die ihren "Job" alltäglich machten, wäre es ihnen ja egal gewesen, ob sie ihre übliche Runde drehten, oder für einen Expressbrief allein losmarschieren mussten; bei Bayern waren die "Expressen" besondere Boten die besonders entlohnt werden mussten.

Angenommen ein Expresse hätte 10 mal einen Expressbrief zustellen sollen, aber jedes Mal wäre der Empfänger verreist gewesen, dann hätte ihm in Preussen das nichts ausgemacht, weil sein Gehalt ja von der Anzahl der Zustellungen unabhängig war, bei Bayern aber hätte er einen ganz schlechten Monat erwischt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 15.09.2019 07:51:23 Gelesen: 3033# 961 @  
@ bayern klassisch [#960]

Lieber Bayern Klassisch,

dann hätte ihm in Preussen das nichts ausgemacht, weil sein Gehalt ja von der Anzahl der Zustellungen unabhängig war

Ja so war es.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 15.09.2019 09:50:24 Gelesen: 3020# 962 @  
@ Magdeburger [#961]

Lieber Magdeburger,

ich danke dir!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 22.09.2019 14:11:48 Gelesen: 2456# 963 @  
Liebe Sammelfreunde,

einen nette Ganzsache mit Zusatzfrankatur möchte ich zeigen:



Gelaufen am 01.11.1867 von Dessau nach Homburg - siegelseitig Distributionsstempel vom 2.11.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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