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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 649 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 19.04.2014 21:53:23 Gelesen: 269101# 125 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#115]

Hallo Kevin,

Du bittest um eine Nummer 30? Kannst du haben. In Beitrag [#105] habe ich eine lose Marke gezeigt, nun folgt ein Brief. Diese Marke ist häufig und darum findet jeder Sammler, der sich etwas bemüht, auch schöne Exemplare. Ist das nicht super? In drei Jahren erreicht diese Marke immerhin ein Alter von 150 Jahren!



Der gezeigte Brief ist zehn Jahre jünger, aber sicher ein sehr schönes Stück mit seinem zentrischen Stempel. AFFOLTERN A/A (=am Albis). Ihr fragt oft nach den Stempeln, darum liefere ich die Angabe gleich mit: Es scheint mir Stempel Gr. 141 A zu sein. - Seltsamerweise ist im braunen Band V des Stempelwerkes unter 141 A Affoltern nicht aufgelistet. - (Nummer 4 ist "Aetigen", Nummer 5 ist "Albisrieden", dazwischen fehlt ... Affoltern!).

Ich gebe zu, dass ich bei diesen "eher gewöhnlichen" Stempeln die Stempel-Bestimmungen kaum je mache; erst die Fragen in diesem Forum haben mich dazu angeregt.

Der Beleg ist eine gefaltete Quittung über den Empfang von Franken 118.30.



Schön ist, dass der Beleg von Dachelsen stammt! Das ist gemäss Ortslexikon 1862 ein winziges "Dörfchen in der Pfarrei Mettmenstetten". Dachelsen liegt an der Bahnstrecke, hatte aber keine eigene Posteinrichtung, darum wurde dies über Affoltern abgewickelt, 2-3 Kilometer weiter nördlich.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
Heinz 7 Am: 19.04.2014 22:23:53 Gelesen: 269097# 126 @  
@ Bayern-Nerv [#116] [#118]
@ briefmarkenwirbler24 [#119]
@ Gernesammler [#120] [#122]

Kevin macht seinem Nick-Name "Wirbler" alle Ehre und legt ein hohes Tempo vor, doch vielleicht wollen wir noch auf ein paar Beiträge näher eingehen?

Seltsam ist dieses Strafporto von 20 Rappen auf dem Brief von Aarau nach Solothurn. Da kann ich mir jetzt im Moment keinen Reim darauf machen, zum Beispiel [#116].

Dafür kostet der Brief von Genf nach Mailand nur 5 Rappen? - Hallo? Das ist doch zuwenig? ... ? [#118]. Briefe nach Italien sind nicht besonders selten [#119], aber der offizielle Tarif dafür war nicht 5 Rappen.

Der Brief nach Russland kommt aus Thun [#120]. Der Weltpostvertrag von 1874/75 brachte Portoerleichterungen, vorher war ein Brief nach Russland teurer. Russland und Schweiz waren zwei der 20 Gründerstaaten der UPU.

Der Brief von Rolle nach Langnau im Emmental stammt aus einer sehr bekannten Korrespondenz (Joost). Briefe an die Firma Joost findet man aus aller Welt, oft sind das ganz tolle, seltene Frankaturen. Rolle ist tatsächlich mehr als 2 Wegstunden entfernt, Rainer erklärt auch die Durchgangsstempel. Sehr interessant!

Kevin, ich hoffe, die obigen Fragen interessieren auch dich! - Danach machen wir dann weiter mit der 15 Rappen gelb..., versprochen... - Heinz
 
jahlert Am: 20.04.2014 07:52:02 Gelesen: 269078# 127 @  
@ Heinz 7 [#125]

Hallo Heinz,

im 31er Handbuch werden die Stempel der Gruppen 141 bis 150 wegen ihrer Vielzahl gar nicht einzeln angeführt.

Hier sind nun 15 gelbe Rappen, alle auf einer einzigen Briefmarke: ;-)



Vermutlich Stempel Nr. 3911: Blockschrift, ohne Tageszeit, 2-zeilig (daher Gruppe 98, sh. 31er Hb, S. 271, Abb. 2048)

Hier sieht man etwas mehr vom Stempel:



Gruß vom Stempelsammler
Jürgen
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.04.2014 10:16:08 Gelesen: 269044# 128 @  
@ Heinz 7 [#125]

Hallo Heinz,

der Brief den du zeigst hat einen sehr schönen Stempel und ist noch klar lesbar. Der Ort "Dachelsen" ist in der Tat so klein, dass man kaum etwas darüber findet. ;) Gratulation zu dieser schönen Quittung, die sicherlich durch diesen kleinen Ort eine kleine Rarität ist.

@ jahlert [#127]

Hallo Jürgen,

den Stempel hatten wir auch noch nicht vorgeführt bekommen. :) Ich finde solche Stempel, obwohl das Datum fehlt, ziemlich schön und es ist sicherlich schwer den Stempel zentrisch auf der Marke abgeschlagen zu bekommen.

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.04.2014 10:22:38 Gelesen: 269040# 129 @  
@ Heinz 7 [#126]

Hallo Heinz,

du schreibst, dass ich ein hohes Tempo vorlege, aber ist sind schon 5 Tage seit dem letzten Wert vergangen und es ist ziemlich schwierig den richtigen Zeitpunkt zu finden. Man lernt aber immer dazu und findet irgendwann das richtige Timing. :)

@ Bayern-Nerv [#116]

Über das hohe Porto habe ich mich auch schon gewundert und kann mir keinen Reim draus machen. Kann irgendjemand helfen?

@ Gernesammler [#122]

Den Brief aus Rolle finde ich ebenfalls sehr schön und die Schrift damals war ohnehin besser als heutzutage. :)

Also die Fragen interessieren mich auch alle und gerade deswegen habe ich diesen Thread hier eröffnet, damit wir eine schöne Galerie haben, aber auch etwas zu Rätseln. :)

MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 21.04.2014 11:12:16 Gelesen: 269033# 130 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#129]
@ briefmarkenwirbler24 [#128]

Hallo Kevin,

es ist vollkommen in Ordnung, wenn du rasch weitermachen willst, aber es ist schön, wenn man die interessanten Beiträge auch ein wenig vertiefen kann, und wenn sich mehrere Personen daran beteiligen (können). Viele Leute finden aber nur ab und zu Zeit, sich Zeit für ein vertieftes Mitmachen zu nehmen. Das mag für dich etwas enttäuschend sein, aber Hauptsache ist, dass du weitermachst und nicht frustriert aufhörst, wenn es einmal etwas "dauert", bis ein Echo kommt.

:-)

Danke für die netten Worte und die Anerkennung für die gezeigten Belege/Marken. Gerne zeige ich dir nun den 15 Rappen-Wert:



Die kleinen Stempel ohne Jahreszahl ("Kappel" und "Ottenbach") sind bei den Schweiz-Sammlern ziemlich beliebt.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
Heinz 7 Am: 21.04.2014 11:19:56 Gelesen: 269031# 131 @  
@ jahlert [#127]

Hallo Jürgen,

das sind Bahn- und Aushilfsstempel, wenn ich mich nicht täusche. Sie werden von den Sammlern (in der Schweiz) oftmals gar nicht geschätzt, eigentlich zu Unrecht, denn es sind genau so postalische Entwertungen. Manchmal sind sie auch recht selten. Aber ich kenne mich selber zu wenig aus, mit diesen Stempeln.

Es gibt aber dazu auch Spezialliteratur, wenn ich mich richtig erinnere.

Bei diesen Stempeln ist es sehr hilfreich, sie auf ganzen Belegen zu sehen; dann erkennt man die Bedeutung und die Zusammenhänge viel besser, als wenn nur ein Stempelfragment übrig geblieben ist.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Gernesammler Am: 21.04.2014 11:40:00 Gelesen: 269026# 132 @  
@ Heinz 7 [#130]

Hallo zusammen,

hier eine weitere 15 Rappenmarke gestempelt in Zürich Filiale 1, Belege mit. 15 Rappenmarken kann ich leider nicht zeigen denn meist wurden 5 und 10 Rappen verklebt und für Auslandsbriefe gab es ja die Marken ab 20 Rappen.

Gruß Rainer


 
Heinz 7 Am: 21.04.2014 11:58:14 Gelesen: 269020# 133 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#124]

"...dann eventuell Briefe"

Lieber Kevin,

Du kennst mich schon, und weisst, dass ich gerne Briefe zeige. Sie helfen uns, zu verstehen, wofür die Marken hergestellt wurden. Früher wurde alle Marken aus postalischer Notwendigkeit herausgegeben, erst später (aber auch das schon relativ früh!) gingen die Postverwaltungen auch dazu über, zusätzliche Briefmarken herauszugeben, die sie eigentlich nur wegen der Briefmarkensammlern herausgaben (Gedenk- und Sondermarken). Die Diskussion, welche Postverwaltungen weltweit "seriös" waren und welche mit unnötigen Ausgaben die Sammler aus Profitgründen zur Kasse baten, ist schon sehr alt, wie ein Blick in frühe Zeitschriften zeigt.

Der 15 Rappen-Wert der Schweiz kommt als Einzelfrankatur durchaus vor, und wird auf Brief doppelt so hoch bewertet, als auf loser Marke (gemäss Katalog "Zumstein 2013").



Dieser Brief gefällt mir natürlich vor allem wegen dem Stempel, den Ihr bereits kennt (siehe Beitrag 105+114). Ich versuche, den Brief zu erklären.

Es war ein Nachnahme Brief von Aeugst nach Affoltern; das ist Nahverkehr und kostete nur 5 Rappen (Briefgebühr) plus 10 Rappen (Nachnahme-Gebühr). Beim Empfänger wurde CHF 1.80 Gebühr erhoben plus die 15 Rappen für die Frankatur. Du siehst oben den Text: "Nachnahme 1 fr. 80 Cts". Der Pöstler hat mit blauem Stift darunter "15" notiert; das ergibt die Summe von CHF 1.95, die einzuziehen war. Diese Zahl wurde mit grossen Ziffern auf der Briefvorderseite vermerkt.

Die Adresse kann ich nicht zweifelsfrei lesen, ich tippe auf "Herrn Josef Wyler in Affoltern" (nur Vorname unsicher), Abgangsstelle war das Gemeindeammann-Amt in Aeugst (abgekürzt: "GAmanamt Aeugst" - der Strich über dem "N" bedeutet eine Verdoppelung "nn" statt "n").

Ich hoffe, Kevin, du siehst, warum viele Sammler Freude haben, anhand von Briefen die Umstände/die Geschichte dahinter zu verstehen. Darum spezialisieren sich viele Sammler auf "Postgeschichte". Da kann man mit Fleiss, Geduld und Wissen manchmal ganz tolle Sachen finden, die dem reinen Markensammler oft gar nicht bewusst sind, siehe z.B. [#11] und [#14].

Ich finde beides faszinierend: Markensammeln UND Postgeschichte. Bei den Marken gefallen mir besonders ungestempelte Marken sehr, aber natürlich sind auch schöne Stempel super.

Herzliche Grüsse - Heinz
 
Gernesammler Am: 21.04.2014 12:09:02 Gelesen: 269017# 134 @  
@ Heinz 7 [#133]

Hallo Heinz,

der Herr hieß mit Vornamen Max, schönes Stück, das Du hier zeigst.

Gruß Rainer
 
Heinz 7 Am: 21.04.2014 13:09:07 Gelesen: 269006# 135 @  
@ Gernesammler [#134]

Danke, Rainer!

"Max", ja, natürlich - jetzt erkenne ich es auch! Die alte Schrift zu lesen ist nicht immer einfach, und auch nach vielen Jahren Üben kann ich vieles noch nicht lesen. - Danke sehr für den Hinweis!

Und natürlich auch danke für das Lob für den Brief. So ermuntert zeige ich Euch gerne einen ähnlichen Beleg, auch wieder sehr interessant, wie mir scheint:



Brief bzw. Nachnahme-Formular von der Gemeinderatskanzlei ("Gemeinderathscanzlei") Affoltern a/A. (am Albis) an "Herrn Rudolf Schneebeli Familie, Knonau".

Der Nachnahmebetrag betrug "fr. 2." also 2 Franken, wozu wieder die 15 Rappen für die Zustellung (Nahverkehr) und die Nachnahme-Gebühr hinzukamen (=total CHF 2.15).

Nun kann man sich fragen, was damit wohl bezahlt wurde? Die Notiz unten zeigt den Grund: ich lese da "Armensteuer". Und tatsächlich, wenn ich das kleine Formular aufklappe, dann steht hinten (gedruckt):

"Dieser Betrag wird hiemit per Nachnahme erhoben. Affoltern a. A., im Oktober 1880. Der Steuerbezüger: Rud. Burkhard, Gemeinderath".

Die Familie Schneebeli war also offenbar sehr arm und musste darum wohl nur eine Minimal-Steuer bezahlen. Ganz steuerbefreit waren die armen Leute aber doch nicht. Und ich denke, dass für viele arme Leute diese Briefe eine Schande waren. Mindestens der Pöstler war also genau im Bild, dass die Familie arm war, und wenn er nicht diskret war, wusste es wohl bald das halbe Dorf. Vielleicht hat man sogar aus "erzieherischen Gründen" das ganz bewusst so gemacht?

Postgeschichte ist untrennbar mit allgemeiner Geschichte verknüpft - Wir können viel lernen durch die Philatelie!

Herzliche Grüsse - Heinz
 
Pepe Am: 21.04.2014 19:29:50 Gelesen: 268969# 136 @  
Ein feiner Thread ist das hier. Bevor nun die Osterfeiertage ausklingen noch ein gelbes "Ei" ins Nest gelegt.



1875 01 01, Mi 31, gelb

Im alten Spezial gibt es nur eine Farbe (gelb). Ist das heute auch noch so?

Allen noch einen schönen Ostermontag
wünscht Pepe
 
Gernesammler Am: 21.04.2014 20:14:41 Gelesen: 268961# 137 @  
@ Pepe [#136]

Hallo Pepe,

im Michel gibt es nur eine Farbe, der Zumstein zeigt zwei Farben auf 39 a sattgelb und 39 b blassgelb.

Hier links sattgelb im grünlichen Ton, Mitte blassgelb und rechts sattgelb beide im gelblichen Ton.

Gruß Rainer


 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.04.2014 21:07:45 Gelesen: 268954# 138 @  
@ Heinz 7 [#130]
@ Gernesammler [#132] [#137]
@ Pepe [#136]

Guten Abend ihr drei,

ich bin sehr froh, dass ihr schon so viele Exemplare gezeigt habt. :)

Mir ist aufgefallen, dass die Marken, die Heinz und Pepe zeigen, viel klarer und farbfrischer sind als die die Rainer zeigt. Es kann auch sein, dass Rainer andere Töne bzw. Farben zeigt.

Heinz zeigt sehr tolle Exemplare und die Stempel sind ebenfalls ziemlich gut abgeschlagen. Die Exemplare von Rainer und Pepe sind aber ebenfalls in guter Erhaltung.

Ich finde es schade, dass ich kein Exemplar dieses Wertes habe, da ich die Farbe so schön finde.

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.04.2014 21:18:39 Gelesen: 268949# 139 @  
@ Heinz 7 [#133]

Ich teile deine Ansicht bzgl. der Briefe und fange mittlerweile auch immer mehr an mich mit diesen auseinanderzusetzen.

Es sollten nur nicht mehr Briefe als Marken in diesem Thread gezeigt werden bzw. sie sollten nicht in den Vordergrund rücken.

Zu deinem Brief: Ich finde den Beleg sehr gut gelungen und mittlerweile bin ich sehr fasziniert von dem Stabstempel. ;)

@ Heinz 7 [#135]

Gerade dieser Brief ist ein tolles Beispiel für die Schönheit der Briefe aus der damaligen Zeit. Man kann nach nun über 100 Jahren den finanziellen Wohlstand einer Familie nachvollziehen und Rückschlüsse auf die damalige Zeit ziehen.

Ich hoffe, dass ich trotz meines zügigen Tempos, was ich versuche zu drosseln, ein spannendes Thema eröffnet habe und als "junger Moderator" diesen Thread gut begleiten kann.

MfG

Kevin
 
Gernesammler Am: 22.04.2014 19:45:08 Gelesen: 268898# 140 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#138]

Hallo Kevin,

ich teile Deine Meinung mit den Farben und Tönen, wenn Du nur die 10 Rappenmarke nimmst wirst Du sehen wie viel Farbtöne dieser Wert allein zu bieten hat, einige kannst Du davon unter UV Licht klassifizieren.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 22.04.2014 20:09:21 Gelesen: 268891# 141 @  
Hallo zusammen,

da ich auch Perfins auf Marken sammle hier eine Nr. 31 mit Lochung GB in 18 Lochpunkten und durch den Stempel eindeutig zuzuordnen zu Gebrüder Benziger, Verlag Einsiedeln.

Gruß Rainer


 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.04.2014 20:28:08 Gelesen: 268886# 142 @  
@ Gernesammler [#141]

Hallo Rainer,

ich sammle ebenfalls Perfins bei allen meinen Sammelgebieten.

Bei Schweiz habe ich auch einige, aber leider noch keine bei den "Helvetias".

Umso schöner ist es mal eine Lochung bei dieser Ausgabe zu sehen. :)

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 27.04.2014 15:30:40 Gelesen: 268815# 143 @  
@ Bayern-Nerv [#116]

Hallo liebe Schweizsammler,

ich habe die zwei Belege, die Volker vor einigen Tagen gezeigt hat, eingetauscht. Mir stellen sich nun ein paar Fragen, welche zum Teil auch schon gestellt wurden.

Warum mussten 20 Rappen bezahlt werden und warum wurde nur eine 10 Rappen Marke verklebt? Kann man aus dem Briefinhalt etwas schließen? (evt. Strafporto?!)

Ich stelle im Folgenden noch ein paar Bilder ein:







Mit freundlichen Sammlergrüßen,

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 30.04.2014 19:21:08 Gelesen: 268766# 144 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#143]

Hallo liebe Schweiz Sammler,

da jetzt schon länger nichts mehr zu diesem Thema geschrieben wurde, möchte ich es wieder etwas in den Vorschein holen.

Könnt ihr mir bei meinem Problem helfen?

Es wurde ja bis jetzt alles toll erklärt und ich hoffe dass diese Serie fortgesetzt wird. :)

MfG

Kevin
 
remstal Am: 01.05.2014 16:27:53 Gelesen: 268738# 145 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#144]

Hallo,

der Brief lief 1863 von Aarau nach Solothurn, d.h. ausserhalb des Lokalbereichs. Bis 10g war die Taxe 10 Rappen, über 10 g Gewicht hätte sie richtigerweise 20 Rappen betragen. Wenn die Annahme stimmt, dass der Brief über 10g schwer war, liegt eine Unterfrankatur vor. Derartige Briefe musste wie wie gänzlich unfrankierte behandelt werden, jedoch unter Abzug der verwendeten Marken. Völlig unfrankierte Briefe über 10g kosteten bei dieser Entfernung 30 Rappen, nach Anrechnung der verklebten 10 Rp. Marke war also eine Nachgebühr von 20 Rp. zu kassieren, wie auf dem Brief festgehalten (Nachportomarken gab es damals noch nicht). Quelle: Zumstein Spezial Katalog 2000.

Mfg remstal
 
Gernesammler Am: 02.05.2014 20:11:10 Gelesen: 268693# 146 @  
Hallo Schweizsammler,

hier ein Brief von Genf nach North Devon in Großbritannien, spediert wurde der Brief erst in der Schweiz mit der Bahn siehe Bahnpoststempel Geneve-Sion-Geneve über Frankreich - hier der Grenzübergangsstempel Suisse - Pontarlier
nach North Devon im Distrikt Devon.

Frankiert wurde der Brief mit einer Zumstein 32, Michel Nr.24, 20 Rappen und einer Zumstein 33, Michel Nr.25 30 Rappen.

Da am 1.Oktober 1865 (5.Periode) eine erneute Tarifreduktion erfolgte, reichten die 50 Rappen aus, hier der Stempel PD (bezahlt bis zum Empfänger).

Gruß Rainer


 
briefmarkenwirbler24 Am: 04.05.2014 14:11:15 Gelesen: 268650# 147 @  
@ remstal [#145]

Hallo Anton,

vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort bzgl. des Briefes. Aufgrund der Nachportogebühr finde ich den Brief recht interessant.

@ Gernesammler [#146]

Wir haben nun in diesem Thread schon sehr viele verschiedene Briefe sehen dürfen, trotz dem werden die Alt-Belege nie langweilig und ich bin froh nun auch drei solcher Belege zu haben.

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 04.05.2014 14:22:10 Gelesen: 268647# 148 @  
Ich möchte euch nun folgenden Beleg vorstellen:



Der Brief wurde am 22.05.1877 in Luzern verschickt und ist schon am darauffolgenden Tag in Ruswyl angekommen, was der rückseitige Ankunftstempel dokumentiert.

Der Absender hatte wohl Probleme mit der Rechtschreibung oder es waren mehrere Schreibweisen für "Ruswyl" möglich, denn er schrieb "Rusvil".
Der Brief ging an eine Versicherungsgesellschaft was sicherlich eine hübsche Anschrift darstellt. :)

Mit Inhalt wäre der Brief wahrscheinlich hochinteressant.



MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 05.05.2014 13:31:02 Gelesen: 268622# 149 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#148]

Hallo Kevin,

ich denke, Du täuscht Dich. Ich lese, dass der Brief adressiert ist an "Herrn Peter Krummenacher, Weber (*), Ruswil". Ich lese klar den Buchstaben "w", nicht "v".

*(Beim "Weber", bin ich mir nicht ganz sicher).

Die Schreibweise "wil" oder "wyl" kommt oft nebeneinander vor, bei anderen Orten noch ergänzt um eine weitere Variante:

Wettswil
Wettswyl
Wettschweil

u.s.w.

Alle diese Namen haben ihren Ursprung im Begriff "Weiler".

@ Gernesammler [#146]

Da hast Du einen schönen Einschreibe-Brief, sehr sauber gestempelt. Gratuliere!

Heinz
 

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