Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Die Poststempel von München
Das Thema hat 666 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21   22   23 24 25 26 27 oder alle Beiträge zeigen
 
Eilean Am: 14.06.2017 23:28:58 Gelesen: 256905# 517 @  
@ Eilean [#516]



Bei diesem Beleg sehe ich einen wunderschönen Briefträgerstempel "1", bei dem ich auf Schwabing tippe. Allerdings kann ich die Straße nicht entziffern, um den Stadtteil zu bestimmen.

Ist jemand dieser Schreibschrift mächtig?

Gruß
Andeas
 
Max78 Am: 14.06.2017 23:32:44 Gelesen: 256903# 518 @  
Leopoldstraße N 87/I v. (?)

Schöne Karte, die Du da zeigst,

mit Grüßen Max
 
Eilean Am: 14.06.2017 23:36:33 Gelesen: 256901# 519 @  
@ Max78 [#518]

Ähem, ja Danke, Leopoldstr., peinlich.

Aber Schwabing, Yes!

Gruß
Andreas
 
GSFreak Am: 14.06.2017 23:45:30 Gelesen: 256897# 520 @  
@ Cantus [#658]

Hier der Maschinenstempel (13b) MÜNCHEN BPA 1, Wellenlinien rechts, mit dem UB af (03.04.1954)



Gruß Ulrich
 
Eilean Am: 17.06.2017 14:52:00 Gelesen: 256743# 521 @  
@ stampmix [#515]

Mal ein alter aptierter:



Dazu ein neuer, bei dem ich mir die "4" für die Niederlassung München-Mitte und Flughafen nicht erklären kann. Es gibt also so eine Art Zweigstellenstempel?

MÜNCHEN 4 FLUGHAFEN / fb / 85328



Gruß
Andreas
 
Uwe Seif Am: 17.06.2017 17:47:03 Gelesen: 256726# 522 @  
@ Eilean [#521]

Hallo Andreas,

der Stempel stammt vermutlich von der früheren Luftpostleitstelle, welche wohl organisatorisch dem "Postamt(V) 4" zugeordnet war.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Eilean Am: 18.06.2017 10:50:24 Gelesen: 256696# 523 @  
@ Uwe Seif [#522]

Hallo Uwe,

vielen Dank für die Erklärung. Woher kommt das "V" vor der 4? In dem Stempel sind es m.E. eher Verschmierungen.

Heute mal ein Stück aus dem Riemer, aus einer aufgelösten Sammlung:



Entgegen der Anpreisung mE kein Riemer A-20, sondern mE ein Durchlauf-Maschinenstempel A-16, dort als "Liebhaberpreis" geführt.

Es ist ein Überroller eines Briefes vom 21. April 45, der es aus München in ein Kriegsgefangenenlager in den USA gesandt werden sollte. Dort wohl im Februar 1946 eingetroffen. Sehr rührender Briefinhalt der letzten Tage über Bombenangriffe, ein sehr schönes Stück mit Inhalt. Handschriftlich 26. Februar 1946 und nochmal 17. März 1946, der andere Zensurstempel in Lila eher unbekannt.

So etwas hatte ich bislang auch noch nicht gesehen. Da kann man doch auch mal weg von den Handstempeln ein solches Stück hier zeigen.

Gruß
Andreas
 
Uwe Seif Am: 18.06.2017 13:35:34 Gelesen: 256680# 524 @  
@ Eilean [#523]

Hallo Andreas,

Postamt (V) = Postamt mit Verwaltungsdienst ("(V)" steht natürlich nicht in der Inschrift); den PÄ(V) waren mehrere Amtsstellen zugeordnet, sie waren u.a. zuständig für Personalplanung, Nachforschungsanträge, Verteilung von Postwertzeichen etc.

Etwas Kopfzerbrechen macht mir übrigens die PLZ im Stempel (kann ich nirgends finden); die PLZ "85xxx" ist ja eigentlich Freising zugeordnet. Weißt Du hierüber etwas oder jemand anders? Welche PLZ hatte das Postamt im Flughafen?

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Eilean Am: 18.06.2017 17:07:40 Gelesen: 256665# 525 @  


@ Uwe Seif [#524]

Hier habe ich einen neueren mit der "85356" vom Münchener Flughafen. Der Flughafen liegt natürlich bei Freising und soweit ich weiß, hat er doch etliche PLZ erhalten, ich weiß allerdings nicht, wofür genau.

Diese "München"-Stempel liegen alle im Landkreis Freising und/oder Erding. So ist das, wenn der Flughafen 40 min. außerhalb ins Erdinger Moos gesetzt wurde. Ab dem 16. Mai 1992 also nicht mehr Riem, sondern Freising.

Gruß
Andreas
 
Max78 Am: 19.06.2017 13:37:49 Gelesen: 256616# 526 @  
Servus mitanand,

in einem anderen Forum hatte ich bereits ein wenig Infos zu den Poststempeln München in blauer Farbe lesen dürfen, dank Ralph (Bayernklassisch). Sie sollen gar nicht so selten sein. Da in diesem Thema noch nichts zu den Stempeln in blauer Farbe geschrieben wurde, hier eine kurze Vorstellung einer P 1 gestempelt am 23 Juni (in blau-violetter Stempelfarbe). Es geht mir hauptsächlich um die Ermittlung des Jahres, da durch Abschlag und Geschriebenes nicht zu ermitteln. Nach Vergleichen im Netz und dem Erscheinungsjahr der P 1 würde ich zu 1873 tendieren. Vielleicht kann ein Mitglied noch mehr zur genauen Verwendungsdauer/-zeit sagen:



Den identischen Stempel kann man zur Zeit bei ebay als Ankunftstempel auf Ganzsache PK 27.5.1873 finden (unter Suchbegriff München 1873).

mit Grüßen Max
 
bayern klassisch Am: 19.06.2017 15:48:48 Gelesen: 256567# 527 @  
@ Max78 [#526]

Hallo Max,

1872 könnte theoretisch auch hinkommen in München, aber 1873 ist schon, wie du richtig schreibst, das allerwahrscheinlichste Datum.

1874 dürfte in München (und anderswo) in der Masse Schluss sein mit blauen oder blauvioletten Stempeln, aber Ausnahmen gab es natürlich immer.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Seku Am: 29.06.2017 21:44:40 Gelesen: 255269# 528 @  
Münchner Christkindl-Markt 1995


 
GSFreak Am: 03.07.2017 21:51:51 Gelesen: 254787# 529 @  
Hier ein Stempel, der in seiner aptierten Form (allerdings da von MÜNCHEN 19) bereits in [#92] gezeigt wurde:

Maschinenstempel MÜNCHEN 13 (UB a) vom 30.06.1944; "Auf Briefsendungen nach München Nummer des Zustellpostamtes angeben!"



Gruß Ulrich
 
Christoph 1 Am: 08.07.2017 17:41:50 Gelesen: 254219# 530 @  
Hallo,

auf dem nachfolgend gezeigten R-Brief von Pirna nach München sind rückseitig zwei Ankunftsstempel des Postamtes München 2 abgeschlagen.



Dabei handelt es sich um aptierte (entnazifizierte) Stempel. Der eine trägt den UB t, der andere offenbar den UB y. Jedoch ist das y spiegelverkehrt. Oder habe ich Tomaten auf den Augen und es ist ein anderer Buchstabe? Ist dieser Stempel bekannt?



Viele Grüße
Christoph
 
GSFreak Am: 08.07.2017 19:28:23 Gelesen: 254187# 531 @  
@ Christoph 1 [#530]

Hallo Christoph,

in der Tat ist das ein spiegelverkehrtes "y". Der UB y kommt nur spiegelverkehrt vor. Google einmal "münchner handstempel".

Gruß Ulrich
 
Uwe Seif Am: 08.07.2017 19:52:40 Gelesen: 254177# 532 @  
@ Christoph 1 [#530]
@ GSFreak [#531]

Hallo,

der Stempel mit dem spiegelverkehrten "y" wurde schon `mal gezeigt. Nur weiß ich nicht mehr von wem und in welchem Thema.

Gruß
Uwe Seif
 
Christoph 1 Am: 08.07.2017 23:56:57 Gelesen: 254139# 533 @  
@ GSFreak [#531]

Hallo Ulrich,

danke für den Tipp, das hat geholfen: Auf der sehr gut gemachten Website von Andreas (Eilean) habe ich den Stempel gefunden [1]. Dort findet sich auch der Hinweis, dass der UB y nur spiegelverkehrt vorkommt.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://www.phila.berlin/m%C3%BCnchner-handstempel/post%C3%A4mter/2/
 
Eilean Am: 09.07.2017 10:59:44 Gelesen: 254042# 534 @  
@ Christoph 1 [#533]

Hallo zusammen,

ich hatte den spiegelverkehrten y-Stempel auch erst vor kurzem erkannt; ich weiß, dass ich ihn unter dem Beitrag [#493] nochmal gezeigt habe, einem Brief an Herrn Bechtold. Vorher ggf. bei den ungewöhnlichen Stempeln oder Stempel mit Fehlern, weiß ich auch nicht mehr.

Ich habe selbst nur spiegelverkehrte y-Stempel des Postamts München 2. Wenn jemand ein richtig gedrehtes Exemplar haben sollte,....

Hier nun ein gewöhnlicher Stempel aus München 32, mit 2UBs muss das Postaufkommen schon hoch sein:



Nun auch wieder mehr von mir, die letzte Zeit ging die Arbeit vor.

Gruß
Andreas
 
GSFreak Am: 10.07.2017 01:28:31 Gelesen: 253934# 535 @  
Hier ein entnazifizierter Stempel MÜNCHEN 25 mit UB g vom 06.11.1945 auf einer geschwärzten Hitlerganzsache P 314IIa mit Barfreimachung.

Diese Schwärzung und auch der Gebühr bezahlt-Stempel sind allerdings nicht München zuzuordnen. Vielmehr dürfte es sich um die "Fremdverwendung" einer Notganzsache (P A20) aus Wesermünde in der Britischen Zone handeln.

Im Kartentext findet sich der Satz: "Hast Du mein letztes Lebenszeichen aus Holland mitbekommen?" Bspw. Nordholland und Wesermünde liegen ja räumlich nicht so weit auseinander. Ich vermute, dass der Schreiber der Karte nach Kriegsende zunächst nach Bremerhaven gelangt ist und von dort die Postkarte mit nach München genommen hat. Interessant ist, dass in München die Verwendung der Karte nicht bemängelt wurde.



Wesermünde wurde übrigens am 10.03.1947 in Bremerhaven umbenannt.

Gruß und gute Nacht
Ulrich
 
zonen-andy Am: 10.07.2017 07:32:33 Gelesen: 253893# 536 @  
Hallo,

auch ich kann einen Brief zeigen der nach Schwabach versendet wurde. MÜNCHEN 1 mit UB s vom 14.11.1950 der glaube ich noch nicht gezeigt wurde?



Grüße
Andreas
 
Eilean Am: 10.07.2017 20:51:56 Gelesen: 253784# 537 @  
@ GSFreak [#535]

Der MÜNCHEN / 25 / g ist bei Bochmann nicht vermerkt genauso wie einige andere vom Postamt München 25. Ich finde die aptierten ein schönes und noch überschaubares Sammelgebiet, ich habe aber derzeit wohl nur ca. 15 % dieser Stempel.

MÜNCHEN 1 in der Residenzstraße 2 hingegen ist natürlich ein großes Postamt mit allerlei UBs, da gilt es einfach weiter sammeln. UBs eigentlich vom ganzen Alphabet (fast).

Ich zeige heute einen Aufkleber auf einem Brief von Österreich nach München. Hat jemand diese Verordnung einmal zum lesen bzw. kann sagen, was eigentlich der Sinn sein sollte?



Gruß
Andreas
 
GSFreak Am: 11.07.2017 00:16:49 Gelesen: 253751# 538 @  
@ Eilean [#537]

Hallo Andreas,

ich hatte ja in Deiner excellenten Zusammenstellung der "Münchner Handstempel" gesehen, dass da noch eeine Abbilding des Stempels MÜNCHEN / 25 / g fehlt.
Hier noch zwei weitere Stempelabbildungen für Deine Zusammenstellung:

MÜNCHEN / 15 / i
MÜNCHEN / 23 / a



Und noch eine Frage zur 1. Karte (MÜNCHEN 15). Kann das evtl. sein, dass die Karte nachträglich beschriftet worden ist? Ich habe die Karte vor etwa 25 Jahren auf dem Flohmarkt gekauft. Der Händler hatte einen ganzen Stoß dieser Karten, natürlich immer mit anderem Absender.

Gruß Ulrich
 
Max78 Am: 11.07.2017 01:15:09 Gelesen: 253710# 539 @  
zu später Stunde noch etwas Farbe von mir,

grün soll sie sein und natürlich aus München. Aus Wien kam dieser Brief am 8.1.1923 über München nach Tuttlingen, vorderseitig der Stempel der Postüberwachungsstelle München:



hatte den Beleg ewig und 3 Tage bei delcamp unter meinen paar wenigen Angeboten, da ich mich ja für das Sammeln von Württembergischen Stempeln entschieden hatte. Erst beim erneuten Durchsuchen dieser Belege fiel mir der rückseitige Ankunftstempel Tuttlingen mit "Entwerterfunktion" auf. Manchmal ist man wirklich blind. Zwar nicht zum Thema passend, aber der Vollständigkeit halber:



der Zustand ist zwar eine 4 bis 5, aber als Stempelsammler macht mir das nicht allzu viel aus. So kann man auch mit wenig Geld Spass am Sammeln haben.

Gut's Nächtle und ein Servus an die Isar, Max
 
Eilean Am: 11.07.2017 10:47:26 Gelesen: 253646# 540 @  
@ GSFreak [#538]

Also der Stempel München 15 / i ist echt. Ich denke aber, dass es eine leere Karte war, die abgestempelt wurde, 3 Tage nach Zulassung solcher Karten.

Ich denke auch, dass die Karte nachträglich als "gelaufen" erscheinen sollte, und um Empfänger und Absender ergänzt wurde. Herrn Pfeiffer kenne ich nicht, aber warum sollte man im Juli 1945 an die Reichsstelle für Gartenbau und Weinerzeugnisse schreiben "privat"? Diese Reichsstelle ist wohl bis 1946 vermögenstechnisch abgewickelt worden, hat aber wohl mit Kriegsende ihre Tätigkeit eingestellt. Einen Grund, für etwaige Einfuhren diese Stelle anzuschreiben, bestand sicher nicht mehr.

Steht denn auf der Rückseite etwas sinnvolles?

Gruß
Andreas
 
GSFreak Am: 11.07.2017 18:29:20 Gelesen: 253586# 541 @  
@ Eilean [#540]

Hallo Andreas,

Danke für Deine Antwort mit der Bestätigung meiner Befürchtung "nachträglich beschriftet". Hier ist die Rückseite der Karte:



Man entwickelt im Laufe der Zeit ein Gespür für nachträgliche Beschriftungen. Hier sind es zum einen die "jungfräulichen" Ecken der Karte. Zum anderen ist es folgende Überlegung: Wenn die Karte dem Absender Pfeiffer von der Reichsstelle zwecks Antwort zugeschickt worden ist - worauf ja der Stempel "Reichsstelle ....." hindeutet (Pfeiffer hatte den bestimmt nicht) -, dann hätte man ja wohl auch direkt die Anschrift dazu geschrieben. Nun ist aber sowohl die weitere Anschrift, der Absender als auch der Text auf der Rückseite mit offenbar derselben Schreibmaschine geschrieben. Dann hätte die Reichsstelle doch zumindest nicht das Datum 17.07.45 auch schon ausgeschrieben. Die Reichsstelle kann doch nicht im Voraus wissen, an welchem Tag die Karte dann von Pfeiffer unterschrieben wird.

Du schreibst, die Behelfspostkarte wäre erst drei Tage zuvor zugelassen worden. Was sagst Du denn zu diesem Datum einer P630: 29.06.1945 von MÜNCHEN 13 ?



Gruß Ulrich - Ich freue mich auf Deine Antwort
 

Das Thema hat 666 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21   22   23 24 25 26 27 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

893560 1535 18.06.21 17:45volkimal
2438980 5527 12.06.21 16:34kauli
121191 218 08.06.21 19:23Journalist
486670 1344 08.06.21 19:15ginonadgolm
24428 49 13.09.15 15:53Eilean


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.