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Thema: Die Poststempel von München
Das Thema hat 671 Beiträge:
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filunski Am: 16.01.2017 14:26:12 Gelesen: 285383# 422 @  
@ Eilean [#421]

Na dann muss ich mich entschuldigen bei allen Philatelisten


Hallo Andreas,

nein, musst du wirklich nicht! :-)

Deiner Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass wir überhaupt wieder auf diese Stempel geachtet haben. Deinen Beitrag [#414] haben auch viele Philatelisten gelesen, unter ihnen sicherlich auch der Eine oder andere Bochmannbesitzer, ohne auf die Idee zu kommen dort erst mal nachzusehen (mich selbst eingeschlossen), und nahmen deine Entdeckung auch erst mal so hin. Erst deine Erwähnung des "Karg" ließ mich einen Blick in den Bochmann werfen! Aber vielleicht für alle zum Trost, wie ich inzwischen festgestellt habe, hatte auch Bochmann damals nicht alle doppelt und mehrfach vorhandenen Stempelgeräte entdeckt. Es bleibt also immer noch Spielraum für weitere Forschungen, und das macht es ja gerade so interessant. :-)

Viele Grüße,
Peter
 
Eilean Am: 16.01.2017 23:01:57 Gelesen: 285344# 423 @  
Dann heute mal Schonkost:

Ein Stempel des Paketzustellamtes aus 1955:



Der erste in meiner Sammlung.

Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 17.01.2017 23:31:53 Gelesen: 285257# 424 @  
@ Eilean [#423]

Wenn ich schon ähnliche Stempel zeige, dann kann ich damit ja auch weiter machen:





Es sind alle Stempel 15 mm hoch, mit 6 mm hohen Ziffern, enge Linien. Es sind natürlich alles Briefträgerstempel auf Eilbriefen nach München, alle über das Münchner TA (Telegraphenamt) gelaufen; hier eine Reihe von 174 -178, Vorkommen dieser Art und Form von Ziffer 150-200. Die 177 weicht nicht ab, sie ist nur hochauflösender eingescannt.

Die 150 habe ich schon belegt, im Übrigen bin ich erst bei 198 (von dieser Art 15 mm/6 mm). Es ist also ggf. noch Luft nach oben. Zwei Belege zur Auswahl mit dem Klassiker, einem Eilbrief ans Münchner Patentamt. Ohne dieses hätte ich wesentlich weniger zu sammeln:



Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 18.01.2017 23:29:01 Gelesen: 285125# 425 @  
Um dann zur weiteren Reihe von 200 an bis wohl ca. 350 zu kommen:



Von der 238 auch den ganzen Brief mit aptiertem Maschinenstempel der Münchner TA aus 1962:



Man sieht, dass diese Stempel mit ihrem dicken Kreis gleichfalls schnell zu erkennen sind. Die Zahlen können leicht nach oben versetzt asymetrisch angeordnet sein, 14 mm hohe Stempel mit 6 mm hohen Ziffern.

Es gibt anders als früher (vor 1920) keine Zuordnung von Briefträgerstempeln zu einer bestimmten Straße oder Stadtteil, wenigstens habe ich noch keine Systematik erkannt. Es werden auch alle Arten gleichzeitig verwendet. Schon bei diesen Stempeln gibt es andere Ziffernformen, von daher kann man hier schon beginnen, die Unterschiede zu erforschen. Und die Einsatzzeiten. Die Reihen ab 200 gibt es ab ca. 1960.

Gruß
Andreas
 
Uwe Seif Am: 19.01.2017 17:14:17 Gelesen: 285019# 426 @  
@ Eilean [#419]
@ filunski [#420]

Hallo,

ja, die Stempelbücher der Fa. Braungardt/Erding waren beim Nürnberger Museum für ... (Früher schlicht "Postabteilung des Verkehrsmuseums Nürnberg") ab 1899 vorhanden und konnten nach telefonischer Voranmeldung eingesehen werden.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Klaus K. Am: 19.01.2017 19:02:40 Gelesen: 284999# 427 @  
@ filunski [#422]

Eventuell passt ja dieser München-Stempel auch zum Thema.

Viele Grüsse von Klaus K.


 
Eilean Am: 19.01.2017 22:51:38 Gelesen: 284957# 428 @  
@ Klaus K. [#427]

Na, ich denke, auf alle Fälle. Varianten zeigen ist immer gut. Nun also lt. Bochmann der Stempel mit dem Punkt links von BJR.

Sehr schöner Stempel. So etwas gefällt mir.



Dann hierzu mal etwas, was noch nicht literaturbekannt ist: Die Eilbotenstempel aus München ohne Kreis. Eine Handvoll verschiedener Nummern habe ich, zum neuen Jahr konnte ich die "406" binnen einer Woche mit Hilfe eines fleißigen Forenlesers (Vielen Dank) und einem Zufallskauf in der Bucht um die 401 und 403 ergänzen. Alles Stempel mit 6 mm Höhe, alle aus 1980 und 1981. Da außer diesen drei Stück mir nichts weiter in dieser Form und aus dem Zahlenbereich 400 ff. (ohne Kreis) bekannt ist, fängt hier das Sammeln an und die Hoffnung, noch mehrere zu finden:



Der handschriftliche Vermerk auf dem Beleg der 406 zeigt, dass es sich tatsächlich um Stempel aus München handelt.

Gruß
Andreas
 
filunski Am: 19.01.2017 23:21:46 Gelesen: 284947# 429 @  
@ Klaus K. [#427]

Hallo Klaus,

ja der passt auch, wie Andreas schon schreibt hat dein Stempel links von BJR einen Punkt und ist somit laut Bochmann die öfter vorkommende Type II.

Hier beide Typen, wieder aus dem Braungardtschen Auslieferungsbuch:



Viele Grüße,
Peter
 
rumburak Am: 23.01.2017 09:29:48 Gelesen: 284458# 430 @  
Hallo,

auf einem deutlich überfrankierten Satzbrief per Express von Rostock nach München finden sich auf der Rückseite der Münchener Rollen-Ankunftstempel

MÜNCHEN TA / a / 8

sowie ein Eilbotenstempel (9 im Kreis). Die Vorder- und Rückseiten zeigen Numeratoren?



Der Tagesstempel ROSTOCK 3 / b ist aptiert, die PLGZ wurde entfernt.

Viele Grüße
 
Eilean Am: 23.01.2017 10:22:27 Gelesen: 284445# 431 @  
@ rumburak [#430]

Hallo,

ja, rückseitig die "9", mE aus der ersten Generation der Briefträgerstempel/Eilbotenstempel, zentral über das Telegraphenamt gelaufen.

Vorderseitig ein Numerator aus München, die 4577. Das ist eine reine fortlaufende Zählung.

Die Rückseite "0130/20" kommt nicht aus München, sondern ist ein Durchgangsstempel von irgendwo. München wäre - aus dieser Zeit - ein "8b" oder "3H" gefolgt vom /Datum. Die "20." ist der Tag, die 0130 kann ich örtlich nicht zuordnen. Meist sind es Zugstempel oder von Orten. Auf den Briefen aus der DDR steht da meistens dann der Stempel von Hof, der 8670, wenn die Briefe dort mit dem Zug ankamen.

Es ist daher nur eine Vermutung, dass 0130 irgendetwas rund um Berlin (Eberswalde?) meint, von Rostock kommend über Berlin nach Hof und weiter ... Ich bin kein DDR-Sammler, erst recht habe ich die dortigen PLZ nicht auf dem Schirm.

Schönes Stück, wahrscheinlich von einem Sammler, aber echt gelaufen und gut behandelt. Die 9. ist immer wieder gern gesehen, da ich hier noch suche, ob es zwei Formen gibt. Deine ist die mir bekannte. Die 9. ist wie alle einstelligen Zahlen deutlich kleiner als die zweistelligen und wäre von seiner Größe eher dem Zahlenbereich 150 ff. (2. Generation) zuzuordnen, die in etwa ab 1960 startete. Ich denke aber nicht, dass diese 9. schon ein Ersatz war, sondern die ersten 9 Stempel von der Ziffernhöhe einfach alle etwas kleiner ausfielen. Da fehlt mir noch Vergleichsmaterial aus der Zeit vor 1960 von der 9., also so etwa 1948-1960.

Gruß
Andreas
 
rumburak Am: 23.01.2017 11:16:10 Gelesen: 284432# 432 @  
@ Eilean

Danke für Deine Erklärungen!

Eine PLZ 0130 gab es zu DDR-Zeiten nicht. Es sei denn es ist eine des DDR-PLZ-Systems von 1961, welches keine wirkliche Einführung fand und m.M.n. nur auf R-Zetteln anzutreffen war. Welchem Ort nach diesem System die 0130 zugeteilt war weiß ich nicht. Ansonsten fiele mir noch die Bezirksnummer 13 von Leipzig ein, das liegt ja auch auf dem Weg. Ist aber alles nur Vermutung.

Viele Grüße
 
Eilean Am: 23.01.2017 12:10:54 Gelesen: 284411# 433 @  
@ rumburak [#432]

Danke für das Zeigen des Eilbriefes. Schön, dass ich hierüber die "9" wieder mehr zeitlich zuordnen kann. Dann kann die 0130 auch irgendeine Zugnummer sein, ich habe mich mit diesen Stempelchen noch nicht eingehender befasst, sondern nur Gemeinsamkeiten bemerkt.

Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 23.01.2017 21:36:23 Gelesen: 284329# 434 @  


Drunt in der greanen Au steht nicht nur der sprichwörtliche Birnbaum, sche blau juche, sondern ist auch das Postamt München 7 mit diesem schönen Stempel sowie aus der Au der Briefträgerstempel A 14 aus 1907. Auf einem schönen eingeschriebenen Brief aus British-Guayana, also eine eher ungewöhnliche Absenderadresse:



Mit vorderseitigem Numerator und ja, es handelt sich nicht um die hochdeutsche Schreibweise. Und ja, der Birnbaum ist blau, warum auch immer. Der greane Ober ist ja auch der Blaue beim Schafkopf, aber einen Sinn ergibt das nicht.

Gruß
Andreas
 
Hatten Am: 29.01.2017 10:31:46 Gelesen: 284056# 435 @  
Hallo,

ich habe hier ein Briefstück mit dem Stempel: München / * 2BA *. ø = 26 mm.



Meine Frage: ist es ein Tagesstempel oder leider nur ein Teil eines Werbestempels ?

Danke schon mal für die Antwort.
Horst
 
filunski Am: 29.01.2017 11:12:00 Gelesen: 284047# 436 @  
@ Hatten [#435]

Hallo Horst,

es handelt sich um einen Tagesstempel. ;-)

Schöne Grüße,
Peter
 
Hatten Am: 29.01.2017 12:29:14 Gelesen: 284039# 437 @  
@ filunski [#436]

Hallo Peter,

danke für die schnelle Antwort. Ich werde ihn dann umgehend für die Stempel-Datenbank vorbereiten.

Schöne Grüße
Horst
 
stampmix Am: 01.02.2017 20:14:21 Gelesen: 283869# 438 @  
@ Eilean [#424]

Wahrscheinlich kennst du den Grund, warum die "193" in blau auf einer einfachen Postkarte abgeschlagen wurde?



besten Gruß
stampmix
 
Eilean Am: 02.02.2017 08:08:12 Gelesen: 283801# 439 @  
@ stampmix [#438]

Ich bin zwar gerade nicht zuhause, aber neben schwarz gibt es auch blau, violett, rot, etc. als Stempelfarbe in der Zeit. Die sind seltener. Eine Vorschrift zur Farbe ist mir aber nicht bekannt. Die Vermutung geht dahin, dass vereinzelt andere Farben als schwarz zur besseren Unterscheidung vom Untergrund verwendet wurden, also bei andersfarbigen, dunklen Briefkuverts. Deine Karte ist wohl einfach die Karte danach gewesen, da sich schwarz auch gut gemacht hätte.

Es wird die 193 also auch traditionell in schwarz geben.

Aus der Nachkriegszeit habe ich einen Stempel in 3 Farben zusammenbekommen, schwarz / rot / blau. Wohl eine Frage der Farbe im Stempelkissen des Briefträgers, was also gerade vorhanden war.

Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 11.02.2017 21:28:43 Gelesen: 282676# 440 @  
@ Eilean [#439]

Aus dem Zeitungspostamt München 4 ein Lieferschreiben nach Frankreich. Solche Zettel habe ich noch gar nicht gesehen, aber sehr schön gestempelt aus München über Frankfurt nach Frankreich.


 
Eilean Am: 05.03.2017 20:17:14 Gelesen: 280557# 441 @  
Heute ein Formular des Fernmeldebauamtes, versandt direkt gleich über München 48.



Hintergrund zum "direkt gleich": Das Postamt München 48 ist/war in der Hopfenstr. 2, somit war das Postamt vor Ort!

Interessanterweise mit Eilbotenstempel aus NÜRNBERG ("12") sowie Ankunftsstempel des dortigen Fernmeldeamtes und ein Registrierstempel, auch wohl aus Nürnberg, der mir gar nichts sagt, außer, dass es vom Fernmeldeamt bis dorthin (6.58) knapp 3 Stunden dauerte. Kann natürlich auch sein, dass das ein Eingangstempel dort ist, womit der Dienstbeginn dort geklärt wäre.



Es ist natürlich NÜRNBERG und nicht AUGSBURG - danke an alle Mitleser.

Gruß
Andreas
 
Uwe Seif Am: 10.03.2017 17:58:29 Gelesen: 280071# 442 @  
@ Eilean [#433]

Hallo,

ja, "0130" ist die Zugnummer und "20" der Tag.

Gruß
Uwe Seif
 
Eilean Am: 12.03.2017 13:51:16 Gelesen: 280003# 443 @  
Heute kann ich aus einem Eilbrief nach München Allach gleich zwei Münchner Briefträgerstempel, in diesem Fall aus Pasing zeigen:



3J6 ist das Amtskürzel für Pasing.

Der Beleg ist zu groß zum Zeigen, aber der rückseitige Ankunftsstempel ist doch interessant:



Ich dachte, die Aptierung hätte es nur im 2. Halbjahr 1962 gegeben, aber dieser hier hat lange überlebt. Aus meiner Sicht ein Handrollstempel, da er überhaupt nicht in die Waagrechte zu bringen ist.

Obwohl ich gar keine Maschinenstempel sammle.

Gruß
Andreas
 
Christoph 1 Am: 15.03.2017 15:51:16 Gelesen: 279852# 444 @  
Hallo,

hier ein Handrollstempel mit Datum 9.5.2000 ohne UB (leider nur ein Briefausschnitt)

MÜNCHEN 801 / 81667


 
Eilean Am: 17.03.2017 22:04:30 Gelesen: 279571# 445 @  
@ csjc13187 [#444]



Hatte ich diesen schönen Beleg mit Vignette vom Esperanto-Kongress 1951 gezeigt? Nettes Dokument.

Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 18.03.2017 10:51:59 Gelesen: 279491# 446 @  
Nun dann aus meiner Sammlung der Briefträgerstempel Münchens ein echtes Highlight:



Wo ist das Higlight? Ein gewöhnlicher Sammlerbrief mit Ersttagsstempel, Masse. Als Masse auch so eingekauft mit etlichen anderen Belegen. Mit 1000 Pfg aber sogar portogerecht.

Das Stempelchen, die 11? Ja! Ganz schwach ist neben dem Stempel München 2 auch der von München 80 / 81675 zu erkennen. Die 11 ist aus dem Münchner Osten und damit aus der dezentralen Zustellung dort. Diese Stempel hatte ich bislang nur bis 1992 und bekannt waren sie bis 1994. Stücke aus den 90ern sind schon selten, aber aus 1996, dem letzten Jahr, hatte ich bislang keinen gesehen, aber immer vermutet.

Hier nun der Beleg dafür. Zustellversuch 15. Mai, 7.35. Damit ist München 8 / 80 die einzige dezentrale Zustellung, die es in der Nachkriegszeit in München außer der bei München TA / München 2 bis zum Ende 1996 gab.

Gruß
Andreas
 

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