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Thema: Die Poststempel von München
Das Thema hat 671 Beiträge:
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Jürgen Witkowski Am: 13.01.2015 21:31:57 Gelesen: 345688# 172 @  
@ Eilean [#171]

Die gezeigten Stempel stammen von Hochdruck-Stempelmaschinen.

Siehe auch http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1014&page=0

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Köln5000 Am: 13.01.2015 21:39:22 Gelesen: 345687# 173 @  
Hallo zusammen,

einen roten Stempel hätte ich noch.



viele Grüße
köln5000
 
filunski Am: 13.01.2015 22:33:32 Gelesen: 345670# 174 @  
@ Köln5000 [#173]

Hallo,

auch hier ist die rote Farbe ganz normal, da es sich um einen "Gebühr bezahlt" Stempel handelt.

Für mich viel interessanter ist aber der Adressat, Herr Renner in Neuburg an der Donau. Ich kannte ihn und habe auch einen Teil seiner Korrespondenz. Weißt Du zufällig noch, wie Du an diesen Beleg gekommen bist?

Beste Grüße,
Peter
 
Eilean Am: 13.01.2015 23:31:11 Gelesen: 345662# 175 @  
@ Concordia CA [#172]

Das neue Jahr hat ja gleich wieder Überraschungen, was es nicht alles gibt. Danke!
 
filunski Am: 14.01.2015 14:17:45 Gelesen: 345629# 176 @  
@ Köln5000 [#173]

Habe mal ein wenig in meinen Kisten gewühlt und nach der Renner Korrespondenz gesucht.

Hier noch ein Brief daraus. 1936 weilte der damalige "Studienassessor" Renner in Sigmaringen. Damit es hier zum Thema passt mit einem Münchner Maschinenstempel einer Sylbe Maschine:



Beste Grüße,
Peter
 
Eilean Am: 28.01.2015 00:29:51 Gelesen: 345252# 177 @  
Dieser Nachnahmebeleg wurde gerade für doch einen erheblichen Betrag um die EUR 50,00 versteigert. Ich habe mich zunächst gefragt, ob ich den Beleg zeige, aber die Neugier siegt:

Als Stempel-Jungsammler frage ich mich: Was ist nun das Besondere?

Ist es die Nachnahmekarte, der violette Stempel zur linken oder der Zweiellipsenstegstempel im rechten oberen Eck? Diesen dürfte es zu dieser Zeit nach 1945 eigentlich nicht mehr in Benutzung geben, wenn diese ab 1936 durch die "BEZAHLT"-Stempel des Deutschen Reichs mit Ehrentitel und HK ersetzt wurden (Rundbrief Forschungsgemeinschaft Münchner Postgeschichte e.V., S.12 f).

So meine Vermutungen, ich habe bislang derartige "Gebühr bezahlt"-Stempel nicht gesehen.

Und was bedeutet A-ABT?

Hat jemand weitere Vermutungen zur Seltenheit oder seltenen Merkmalen?

Gruß
Andreas


 
Eilean Am: 29.01.2015 23:11:33 Gelesen: 345149# 178 @  
@ Eilean [#177]

Heute mal ein Brief, den ich jüngst erwarb, aus meinem Hauptsammelbereich: Ein Eilbrief nach München mit rückseitigem Eilbotenstempel "51"



Schöner, klarer Stempel der ersten Form mit ca 15mm Höhe, 7,5 mm Ziffernhöhe, schmale Ziffern in Schriftart Grotesk. Dazu der Ankunftsstempel "(13b) MÜNCHEN TA / i". Womit auch belegt ist, dass der Brief durch das TA zugestellt wurde. Wiederum bei der Adresse Theatinerstrasse auch zu erwarten.

Das Besondere: In der einzigen, mir bekannten Literatur zu diesen Stempeln geht man von einer Verwendung der Eilbotenstempel ab 1953 aus. Briefe ab Ende 1952 mit den Eilbotenstempeln habe ich auch bereits in der Sammlung. Dieser mit Stempeldatum 20.07.1950 ist außergewöhnlich früh und noch dazu sehr schön erhalten. Stand heute somit (m)ein "Sahnehäubchen". [Selbstredend gibt es auch davor Eilbotenbriefe, auch mit Vermerken der jeweiligen Postboten mit handschriftlicher Nummer, aber eben ohne Stempelchen dazu.]

Wenn ihr weitere Belege habt, bitte unbedingt zeigen.

Zur Frankatur aus Luxembourg kann ich nichts sagen.

Gruß
Andreas
 
Gernesammler Am: 25.02.2015 19:50:28 Gelesen: 344549# 179 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe am Wochenende diesen netten Einschreib - Brief von 1929 aus Monaco/Monte Carlo nach München bekommen. Bei dem Ellipsenstempel gehe ich mal von einem Bahnpoststempel aus, über weitere Infos wäre ich dankbar. Als Ausgabestempel ein Einkreisstegstempel "München * 13 *.

Gruß Rainer


 
volkimal Am: 25.02.2015 21:28:27 Gelesen: 344526# 180 @  
@ Gernesammler [#179]

Hallo Rainer,

zu dem Ellipsenstempel habe ich noch ein paar Informationen für Dich. Schau Dir einmal die folgenden Beiträge an:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=40085
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=40151

Viele Grüße
Volkmar
 
Gernesammler Am: 26.02.2015 19:24:30 Gelesen: 344477# 181 @  
@ volkimal [#180]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für die Links, sehr informativ ich hätte nicht an Rohrpost gedacht da der Brief nicht wie meist üblich bei Rohrpostbelegen (Berlin) in der Mitte geknickt ist.

mit besten Grüßen aus Berlin
Rainer
 
Eilean Am: 27.02.2015 08:33:14 Gelesen: 344437# 182 @  
@ Gernesammler [#181]

Also ich bin kein Rohrpostsammler, aber die Ellipsenstempel sind Stempel des Postamts München 2 und kommen überwiegend auf Einschreibebriefen vor. Links ist in diesem Fall der Numerator.

Mit Rohrpost hat das nichts zu tun. Dafür fehlt ein Anhaltspunkt. Bahnpost ist es jedenfalls auf keinen Fall.

Es kamen wohl 8 verschiedene Stempel über die Zeit der 20er-40er Jahre hinweg zum Einsatz, der gezeigte von 1927 bis 1931.

Besten Sammlergruß
Andreas
 
drmoeller_neuss Am: 02.03.2015 17:48:27 Gelesen: 344345# 183 @  
Ein nettes Briefstück vom Münchner Flughafen:

(13b) München 64 (Flughafen) vom 25.Mai 1960.


 
filunski Am: 08.03.2015 11:32:25 Gelesen: 344217# 184 @  
Verehrte München-Stempel-Freunde,

mal wieder was zum Thema.

Diese Fernseh-Rundfunkgenehmigungs-Karte habe ich von der Messe in München mitgebracht:



Darauf abgeschlagen ein (Innendienst-) Stempel des Münchner Postamts 2:

MÜNCHEN 2 / ap: / 8



Ungewöhnlich dabei der, ich nenne es jetzt mal "Doppelpunkt", nach den UB ap. Beim ersten Betrachten der Karte und des Stempels sieht man dort einen Doppelpunkt. Sehr ungewöhnlich und zumindest ich selbst sowie einige Stempelexperten denen ich die Karte zeigte und darüber sprach hatten Ähnliches noch auf keinem Stempel gesehen. Der Doppelpunkt ist auch zweifelsohne Bestandteil des Stempels und keine etwaige Verschmutzung oder Markierung auf dem Formular selbst.

Zur genaueren Betrachtung hier der Ausschnitt mit dem UB noch einmal höher auflösend (600 dpi) gescannt:



Kann sich hier jemand einen Reim darauf machen oder hat schon mal Ähnliches gesehen?

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 09.03.2015 17:56:15 Gelesen: 344162# 185 @  
Verehrte München-Stempel-Liebhaber,

zu dem obigen Beitrag gibt es anscheinend keine Meinungen? :-(

Vielleicht gibt es hierzu mehr Resonanz?

Eine Ganzsache (Gemeindewaisenrat), noch aus der Zeit der eigenständigen Bayerischen Posthoheit. Diese Ganzsache datiert aus 1916. Hier erst mal die Vorderseite:



Dert Wertstempel ist entwertet mit einem Handstempel des Postamts München 1: MÜNCHEN 1.P.P. / * i, hier im Detail:



Ein Braungardt Stempel wie er bei diesem Postamt auch nachgewiesen ist. P.P. steht aber für Paketpost, warum ist der auf einer Postkarte zu finden? Dann auch noch etwas ganz ungewöhnliches, es fehlen die Datums- und Uhrzeitangaben. Was war hier passiert? Ich hoffe, dass unser "bayern klassisch" hier mitliest und vielleicht eine Idee dazu hat. ;-)

Aber vielleicht bringt uns ja auch die Rückseite noch weiter:



Diese trägt als Datum den 15. Juni 1921!

Zu diesem Zeitpunkt hatte Bayern bereits keine eigene Posthoheit mehr, sondern diese längst an das Deutsche Reich verkauft, und auch diese Ganzsache mit dem bayerischen Wertstempel war nicht mehr frankaturgültig. Wenn man sich die Vorderseite nochmals ansieht, erkennt man unter dem Wertstempel auch Klebespuren/-reste einer dort mal aufgeklebten Marke. Diese habe ich noch gesehen bevor sie abfiel, es war eine frankaturgültige Marke des Deutschen Reichs (Mi.Nr. 123) ohne Stempel.

Meine Vermutung: diese (noch postfrischen) Ganzsachen wurden nach Übergabe der Posthoheit an das Deutsche Reich mit dem Stempel "MÜNCHEN 1.P.P.", ohne Datum/Uhrzeit, "ungültig gestempelt" und konnten dann durch Nachfrankieren mit postgültigen Marken weiterverwendet werden. Aus irgendwelchen Gründen wurde in diesem Fall die dazu verwendete Marke aber nicht entwertet?

Weitere Meinungen oder Ideen dazu wären sehr willkommen! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
bayern klassisch Am: 09.03.2015 19:37:36 Gelesen: 344142# 186 @  
@ filunski [#185]

Hallo Peter,

ich teile deine Auffassung. Die Karten waren ja noch da, der Wertstempel auch, nur galten sie halt nicht mehr. Die Inschrift links war ja auch falsch.

Daher, die Mittel damals waren ebenso rar, wie die Materialien, wurden sie durch den alten Stempel annulliert und nach Auffrankatur mit Marken des Deutschen Reichs als Karte verwendbar.

Dass man eine Marke ihrer Entwertung entkam, war dem hektischen Alltag geschuldet, viele Männer = Postler waren ja auf dem Felde der Ehre geblieben.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
abrixas Am: 10.03.2015 12:58:55 Gelesen: 344110# 187 @  
Münchener Stempel von Briefzustellern

Hallo zusammen,

da ich schon seit etlichen Jahren die Stempeldaten sammle, beschloss ich, es mit dem Sammeln von Scans zu versuchen. Das dürfte zwar etwas zäh angehen, da ich mir von in Auktionen dargebotenen Belegen das Bild herunterlade und den Stempel digital ausschneide. Wohlan, ich will es zumindest mal versuchen.

Anbei ein Ausschnitt der EXCEL-Tabelle und mein erster Schritt mit Scans, auf die ich jetzt Jagd machen will. Falls einer von Euch auch etwas dazu beitragen will, bin ich ihm absolut nicht böse. ;)



[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
 
Eilean Am: 10.03.2015 14:26:34 Gelesen: 344076# 188 @  
@ filunski [#184]

Hallo Jürgen,

habe natürlich den Eintrag gelesen und kann mir auch keinen Reim machen. Ungewöhnliche Stempel, mit begrenztem Einsatzgebiet, etc. sind dann doch immer schön anzusehen.

@ [#183]

Wer b sagt muss auch (13b) München 64 (Flughafen) / a sagen.


 
Eilean Am: 13.03.2015 00:23:13 Gelesen: 343907# 189 @  
@ abrixas [#187]

Deine Tabelle der älteren Briefträgerstempel Münchens macht mich schon neugierig. Meine Stücke aus dieser Zeit bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich. Ich erfasse derzeit Stempel ab 1945.

Hier habe ich nagelneu zwei Belege erworben, die nun gar nicht in jede bekannte Form fallen, da sie weder einen Kreis haben noch der Schriftart nach einschlägig wären:



Einmal eine recht klobige "317" und eine 6mm hohe 406. Ist der erste noch irgendwie erklärbar, dass vielleicht so kurz vor Ende der Briefträgerstempel-Ära niemand mehr Anteil nahm, wie diese einmal aussahen, so ist der Stempel von 1981 (mit meinem 8. Geburststagsstempel...) völlig untypisch. Aus der Zifferreihe 400-450 her müsste die Zahl nur 4-5 mm hoch sein, sie ist aber 6 mm; mit 6mm in dieser Schriftart gäbe es sie erst ab Ende 1984.

Jedenfalls habe ich nichts vergleichbares.

"Falls einer von Euch auch etwas dazu beitragen will, bin ich ihm absolut nicht böse. ;) " Stimme hier voll zu.

Gruß
Andreas
 
PeterPan100 Am: 13.03.2015 14:40:16 Gelesen: 343866# 190 @  
An alle München-Stempelfreunde,

hier ein netter falsch eingestellter Ankunftsstempel vom 3.11.1900. Der Monat NOV steht auf dem Kopf.

Grüsse Wolf


 
Cantus Am: 21.03.2015 00:45:10 Gelesen: 343718# 191 @  
Ein schöner Sonderstempel aus der Nachkriegszeit ist mir in die Finger geraten. Dabei finde ich es bemerkenswert, wie da die einzelnen Zahlen der Daten voneinander getrennt worden sind, nämlich nicht wie üblich mit kleinen Punkten am Fuß der Ziffern, sondern mit so etwas wie Punkt-Strichen in halber Höhe.



Viele Grüße
Ingo
 
filunski Am: 26.03.2015 17:09:51 Gelesen: 343591# 192 @  
Hallo zusammen,

heute ein "Münchner Stempel", der mit Argwohn betrachtet werden muss und vor dem ich hier warnen möchte:



Dem etwas geübten Beobachter fällt hier gleich mal das Datum auf, 11.5.69!?

1869 kann nicht sein, da gab es diese Stempel noch nicht, also bleibt nur 1969! Da waren diese Stempel aber auch schon nicht mehr in Gebrauch. Es ist aber ein Originalabschlag, den ich heute von einem guten Bekannten, der ihn aus einer suspekten Quelle hat, bekam.

Diese Stempel waren zu finden als Tagesstempel in den Hochdruckstempelmaschinen der Postscheckämter und Postsparkassen, in dieser Form (ohne Zeitangabe) ca. ab 1930. Abgeschlagen immer auf Postanweisungsabschnitten und Formularen, nie auf Marken.

Dieser Abschlag stammt allerdings aus privater Hand und wird u.a. auch dazu benutzt postfrische/ungebrauchte Marken nachzustempeln, also FALSCHSTEMPEL zu produzieren. Ob der derzeitige Besitzer/Benutzer tatsächlich eine komplette Stempelmaschine hat oder nur einen Handstempel angefertigt hat ist mir nicht bekannt. Zumindest funktioniert aber das Datumswerk und kann verstellt werden. Es wird damit auch Missbrauch betrieben!

Also Vorsicht vor Marken mit diesem Stempelabschlag!

Beste Grüße,
Peter
 
westfale1953 Am: 02.04.2015 14:03:36 Gelesen: 343459# 193 @  
Hallo,

von mir heute einige Ankunftstempel München:



Bernhard
 
Eilean Am: 04.04.2015 19:14:14 Gelesen: 343379# 194 @  
@ westfale1953 [#193]

Der Ankunftsstempel des München 2 BZ ist zumindest erst ab 1933 bekannt, also ein frühes Datum. Ob es Frühdaten sind, müssten Deutsches Reich Sammler bestimmen.

Schöne, glasklare Stempel!
 
Eilean Am: 04.04.2015 19:24:12 Gelesen: 343376# 195 @  


@ Eilean [#194]

Heute zeige ich mal, dass die Neuordnung der Postleitzahlen dem Grunde nach nicht erst 1962 beschlossene Sache war, sondern schon am 26. April 1950 nicht die "13b", sondern die "8" als Gebietsleitzahl eingetragen war. Ich habe den Beweis gefunden!

Ist natürlich ein verspäteter Aprilscherz, aber es passt so schön. Als kleiner Ostergruß diese Zufälligkeit. Es handelt sich um einen perfekt abgeschlagenen Briefträgerstempel für diesen äußerst frühen Eilbrief aus dem Jahr 1950. Geprüft Schlegel, was sich aber wohl mehr auf die Ganzsache bezieht.

http://www.phila.berlin/m%C3%BCnchner-eilbotenstempel/dezentrale-zustellung/m%C3%BCnchen-19/

Aber eine ernste Frage dazu: Wie heißt die Straße, an die zugestellt werden sollte? Eine "..ö...straße" in Neuhausen finde ich nicht. Wer ähnliche Belege hat, möge diese gerne zeigen.

Gruß
Andreas
 
kreuzer Am: 05.04.2015 04:36:25 Gelesen: 343350# 196 @  
@ Eilean [#195]

Hallo Andreas,

ich lese "Pötschnerstr."

Viele Grüße

kreuzer
 

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