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Thema: (?) (19/22/23/28) Moderne Postgeschichte DPAG: DV Frankatur mit Datamatrixcode
Das Thema hat 36 Beiträge:
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Journalist Am: 25.07.2017 17:44:48 Gelesen: 17182# 12 @  
Hallo an alle,

es gibt hier zum Bereich Zustellnachweis diverse Neuigkeiten - zum einen konnte mittlerweile ein zweiter Großversender (Thalia) nachgewiesen werden allerdings nur mit der Portostufe 1,85 Euro für Großbrief + Zustellnachweis. Weiter wurden nun auch die ersten Sendungen von Amazon als Maxibrief + Zustellnachweis bekannt - Portostufe hier 2,60 für Maxibrief + 0,40 Euro Zustellnachweis = 3,00 Euro gesamt.

Außerdem gab es einen vor einigen Wochen beendeten Versuch mit vorausbezahlten Labeln als Zustellnachweis für Kleinversender - die kompletten Label sahen so aus:



Dazu erscheint auch in einigen Tagen in der philatelie ein entsprechender Artikel, der unter folgenden Link schon vorab zu lesen ist:

http://jolschimke.de/versendungsformen/der-zustellnachweis-als-vorausbezahltes-label.html

Da hier allerdings noch einiges unklar ist, werden hier weitere Belege oder Pilotkunden gesucht, die indirekt durch entsprechende Belege auffindbar sind, um so noch vorhandene Informationslücken schließen zu können.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 01.01.2018 18:53:38 Gelesen: 15700# 13 @  
Hallo an alle,

an anderer Stelle hatte ich ja schon angedeutet, dass die Deutsche Post 2018 bezüglich der Freimachungsvermerke an vielen Stellschrauben gleichzeitig oder fast gleichzeitig drehen wird. Einer dieser Stellschrauben ist das geänderte DV-Freimachungslayout. Die ersten DV-Freimachungen im neuen Layout konnten vor wenigen Tagen Ende Dezember gesichtet werden:



Wie Sie der obigen Bildmontage entnehmen können hat sich einiges geändert, weitere Details dazu finden Sie auch unter:

http://arge-briefpostautomation.de/schnellinformationen-zum-sammelgebiet/kurzinfos-2018

Wer kann hier weitere Änderungen zeigen ?

Speziell gesucht werden DV-Freimachungen mit der versuchsweise getesteten Warenpost aber auch andere Änderungen, zeigen Sie doch hier diese Dinge - danke.

Was hier speziell hinter der neuen Zeile 1 steckt ist noch nicht klar, die erste Vermutung lautet, dass es sich hier um eine doppelte 10-stellige Hexadezimalzahl handelt, die ersten zehn Stellen sind die Kennung, die zweiten zehn Stellen eine fortlaufende Sendungsnummer ?

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 05.01.2018 20:25:58 Gelesen: 15552# 14 @  
Eine DV-Frankatur im Fenster für eine DIALOGPOST Sendung zu 35 Cent der DATEV eG aus Nürnberg vom 03.01.2018.



Inhalt des Datenmatrixcodes:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 5033067365
Frankierwert: 0,35 Euro
Einlieferungsdatum: 03.01.2018
Produktschlüssel: 3101
laufende Sendungsnummer: 00006408
Teilnahmenummer: 43
Entgeltabrechnungsnummer: 1084
 

Im Gegensatz zu einer DIALOGPOST-Sendung aus dem Dezember 2017



Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 36
Kundennummer: 5033067365
Frankierwert: 0,72 Euro
Einlieferungsdatum: 13.12.2017
Produktschlüssel: 3103
laufende Sendungsnummer: 00006849
Teilnahmenummer: 43
Entgeltabrechnungsnummer: 1078
 

Und hier im Vergleich zur alten DV-Frankaturform aus 2013:



Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 28
Kundennummer: 5033067365
Frankierwert: 0,65 Euro
Einlieferungsdatum: 20.11.2013
Produktschlüssel: 3103
laufende Sendungsnummer: 00003499
Teilnahmenummer: 43
Entgeltabrechnungsnummer: 321
 


 

DL8AAM Am: 08.01.2018 19:34:57 Gelesen: 15428# 15 @  
Vielleicht hier noch eine direkte Gegenüberstellung von alt und neu:

Eine DV-Frankatur im Fenster für eine Standardbrief zu 70 Cent der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) aus 48153 Münster vom 04.01.2018; Kundennummer: 5057597904. Interessanterweise fehlt in diesem Fall bei der textlichen Darstellung der Frankatur noch das Jahr, es wurde lediglich der Monat eingedruckt "DV 01". Die neue 20stellige (2teilige) "Hex"-Kennung ist hier aber bereits aufgeführt (02 303B A6B1 ...). Womöglich handelt handelt es sich nur um eine Interimslösung oder um ein Zwischenstadium auf dem Weg zur verifizierten, entgültig neuen Form?



Inhalt des Datamatrixcodes:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 5057597904
Frankierwert: 0,70 Euro
Einlieferungsdatum: 04.01.2018
Produktschlüssel: 1
laufende Sendungsnummer: 00001166
Teilnahmenummer: 2
Entgeltabrechnungsnummer: 6484
 

Hier im direkten Vergleich zu einer vergleichbaren Sendung aus dem Vormonat, vom 14.12.2017:



Inhalt des Datamatrixcodes:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 36
Kundennummer: 5057597904
Frankierwert: 0,70 Euro
Einlieferungsdatum: 14.12.2017
Produktschlüssel: 1
laufende Sendungsnummer: 00011186
Teilnahmenummer: 2
Entgeltabrechnungsnummer: 6359
 

Auch DV-Frankaturen, übrigens handelt es sich vom Grundprinzip um ganz normale Absenderfreistempel, können beachtenswert sein!

Gruß
Thomas
 

DL8AAM Am: 09.01.2018 19:48:08 Gelesen: 15353# 16 @  
@ DL8AAM [#14] Eine DV-Frankatur im Fenster ... der DATEV eG aus Nürnberg vom 03.01.2018.

Und hier im direkten Vergleich eine weitere Sendung der DATEV, ebenfalls vom 03.01.2017. Man erkennt gut, dass der erste 10er Teil "2B 2FFF C310" (2B2FFFC310) der 20stelligen Kode-Zeile in beiden Fällen gleich ist, d.h. Jürgens Vermutung nach einer individuellen Kennung (des Kunden/Absenders bzw. wohl besser der Teilnehmerlizenz) dürfte sich somit bewahrheiten.



Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 37
Kundennummer: 5033067365
Frankierwert: 0,70 Euro
Einlieferungsdatum: 03.01.2018
Produktschlüssel: 1
laufende Sendungsnummer: 00001068
Teilnahmenummer: 10
Entgeltabrechnungsnummer: 3319
 

Im Folgenden ein weiteres Beispiel für eine Kennzeichnung für eine konsolidierte Sendung. Absender ist die Betriebskrankenkasse "Bahn-BKK", die das Schreiben wahrscheinlich wohl durch den Lettershop "inside partner Verlag und Agentur GmbH" (=K7011) in 48739 Legden hat ("als Schreibbüro") drucken und auch versenden lies. Die K-Kennung steht hier nur in den linken, durch Sternchen *K7011* gekennzeichneten Block mit 'internen Zusatzangaben' des Absenders. Postalische, "individuelle" Herkunfts-Hex-Kennung hier "11 2FFD B002" (112FFDB002).



Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 5032217664
Frankierwert: 0,70 Euro
Einlieferungsdatum: 08.01.2018
Produktschlüssel: 1
laufende Sendungsnummer: 00000285
Teilnahmenummer: 17
Entgeltabrechnungsnummer: 8314
 

Und hier nun ein weiteres Beispiel, im dem - wie in [#15] bereits bezeigt - das Jahr weggelassen wurde ("DV 01" statt "DV 01.18"). Für uns "2018-neu" ist die Form für den Versand mit dem Zusatzprodukt PREMIUMADRESS. Der Absender ist die Vodafone GmbH Kundenbetreuung in 40875 Ratingen. Hervorzuheben ist ist, das der Druck und der Versand durch die Deutsche Post AG selbst stattfand, bzw. aus deren E-Postbrief Schiene stammt - zu erkennen an der im Datenmatrixcode ausgewiesenen Kundennummer 7000512176 [1] - und trotzdem die textliche Darstellung der Frankatur das Jahr nicht ausweist. Ist diese also wirklich zwingend nötig? Und auch hier bestätigt sich erneut, das es sich im ersten 10er Teil des 20stelligen Hex-Blockcodes um eine "Individualkennung" handelt: "59 42C3 1811" (5942C31811).



Post-Unternehmen: DEA Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18 Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 38 Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 7000512176 Kundennummer: 7000512176
Frankierwert: 0,70 Euro Frankierwert: 1,45 Euro
Einlieferungsdatum: 08.01.2018 Einlieferungsdatum: 08.01.2018
Produktschlüssel: 9301 Produktschlüssel: 9327
laufende Sendungsnummer: 00007498 laufende Sendungsnummer: 00003071
Teilnahmenummer: 89 Teilnahmenummer: 89
Entgeltabrechnungsnummer: 5877 Entgeltabrechnungsnummer: 5869
PREMIUMADRESS-ID: 044 PREMIUMADRESS-ID: 044
 

[1] http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/976
 

Journalist Am: 17.03.2018 13:53:30 Gelesen: 14093# 17 @  
@ DL8AAM [#16]

Hallo Thomas,

danke für das Zeigen der Belege und der Zusatzdaten des Datamatrixcodes.

Ich habe vorhin übrigens gerade als Vorabveröffentlichung aus der nächsten philatelie (April 2018) den neuen Artikel "DV-Freimachung mit Datamatrixcode" mit weiteren Infos freigeschaltet:

http://jolschimke.de/2-d-barcode/dv-freimachung-mit-datamatrixcode.html

Da ein Link aber oft alleine etwas langweilig ist noch ein Scan zum Thema zur Ergänzung:



Dieser Scan ist ein Ausschnitt aus einer pdf-Datei welche Bedingungen die Softwareentwickler bei der Vermaßung und Platzierung der einzelnen Elemente berücksichtigen müssen. :-)

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 17.03.2018 16:55:33 Gelesen: 14073# 18 @  
@ Journalist [#17]

Super!

Resümee

Die DV-Freimachung ist ein nicht alltägliches Sammelgebiet, bei dem noch viel erforscht werden kann.


Ja, u.a. die Trennung von Kundennummer aus dem Datenmatrixcode von der ebenfalls Kundennummer genannten "Kunden-Kennung" aus der Frankier-ID. ;-)

Wobei, hier ein Ansatzpunkt sein könnte:

... dass die Kennung aus dem Matrixcode die Nummer des Kunden sein könnte/müsste, der direkt mit der Post die Gebühren abrechnet (in der Regel dürfte das wohl oft ein vom eigentlichen Absender-Kunden beauftragter externer "Lettershop" sein), während der eigentliche "Absender-Kunde" in der Frankier-ID kodiert sein könnte? Nur "sieht" die Post eigentlich die eigentlichen Absender? Muss das wirklich sein? Müssen etwa die Kunden der 'postlizensierten' Lettershops trotzdem noch individuelle Verträge mit der Post abschliessen? Warum? Die Post muss den Kunden doch nicht kennen, einliefern/abrechnen und zahlen tut ja nur der Lettershop. Das würde für mich nur bei Kunden des posteigenen ("Lettershop"-) E-POSTBRIEF Angebots der Post Sinn machen (siehe Vodafone aus [#16]). Also why ...

... oder die Post führt (eventuell in verschiedenen zuständigen? Abteilungen?) einfach nur zwei verschiedene Kundennummern-"Tabellen" für ihren, für einen einzigen Kunden? Für verschiedene Vertragsformen, verschiendene Nummernkreise? Eine für die Teilnahme am 'nornmalen' DV-Frankaturverfahren und eine andere für den Nutzungsvertrag zum Infrastrastruktur-Rabatt (IR bzw. ISR)? Das Problem ist dann, dass für den denselben Kunden, zwei verschiedene Kennungen geführt werden.

Haarspalterei, trotzdem. ;-)

Gruß
Thomas

Und auch hier zur optische Auflockerung ;-)



"DV-Freimachung im Fenster" mit Datamatrixcode (ECC200) für einen Standardbrief, verschickt als "E-POST" Brief ("E-POSTBRIEF"), mit Infrastruktur-Rabatt. Absender: DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal. "DV-Frankatur"-Kundennummer aus dem Matrixcode: "7000926469", "ISR-Kundennummer" aus der Frankier-ID: "42C41B0". Dekodierter Inhalt des Matrixcodes:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 02
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 7000926469
Teilnahmenummer: 40
Entgeltabrechnungsnummer: 1953
laufende Sendungsnummer: 00003282
Produktschlüssel: 1
Frankierwert: 0,70 Euro
Einlieferungsdatum: 23.02.2018
 


 

DL8AAM Am: 20.04.2018 15:11:56 Gelesen: 13758# 19 @  
@ Journalist [#8]

Hier eine aktuelle Sendung mit dem Zusatzprodukt "Zustellnachweis" auf einen Maxibrief



Amazon Sendung vom 19.04.2018, DV-Frankatur zu 3,00 (Maxibrief 2,40 plus Zustellnachweis 0,60), abweichende Labelform "ohne schwarze Kopfzeile", dafür wurde Maxibrief textlich ausgewiesen; mit DHL üblicher Routenangabe 37.

An den Amazon-Angaben im unterem Bereich des Labels kann man in diesem Fall übrigens sehr gut die ursprüngliche Herkunft der Sendung identifizieren. Sie stammt aus dem 2017 eröffneten Amazon Logistikzentrum in Szczecin-Kołbaskowo (Polen), erkennbar am (internen Amazon-) Code für (deren) Fulfillment Centers/Distribution Centers und Warehouses, hier "SZZ1".

Den genauen Leitweg kann ich aktuell nicht bestimmen, da mir der zusätzliche Code "HAA9" (steht wohl ebenfalls für ein Verteil-/Umschlag-/Auslieferungszentrum? in Deutschland) unbekannt ist. Hat hier jemand u.U. Insiderwissen oder genauere Angaben zu diesen nicht in den üblichen Listen [1] geführten "Standort"-Kennungen?

Inhalt des Datamatrixcodes der DV-Frankatur:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 35
Kundennummer: 5071515132
Frankierwert: 3,00 Euro
Einlieferungsdatum: 19.04.2018
Produktschlüssel: 151
laufende Sendungsnummer: 00953645
Teilnahmenummer: 4169
Entgeltabrechnungsnummer: 9999
 

Gruß
Thomas

[1] http://www.mwpvl.com/html/amazon_com.html
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Amazon_locations
[1] https://www1.avalara.com/trustfile/en/resources/amazon-warehouse-locations.html
 

Araneus Am: 09.08.2018 20:39:49 Gelesen: 10342# 20 @  
Amazon hat seit kurzem auch eine Frankier-ID bei DV-freigemachten Sendungen.



Die Frankier-ID enthält übrigens keine neuen Informationen und keine neue Kundennummer, wie es in einem früheren Beitrag vermutet wurde. Anders als bei der Auslesung mit dem Programm bcTester, wo alle Daten mit Hilfe des Dezimalsystems angegeben werden, müssen die Daten bei der Frankier-ID im Hexadezimalsystem dargestellt werden.

Das Dezimalsystem ist das altbekannte Zahlensystem mit 10 Zeichen (den Ziffern 0 bis 9), das Hexadezimalsystem ist ein Zahlensystem mit 16 Zeichen (den Ziffern 0 bis 9 und den Buchstaben A bis F), das vor allen bei der Datenverarbeitung Verwendung findet. Beide Zahlensysteme können ineinander umgerechnet werden. Umrechnungsprogramme findet man im Internet.

Das oben genannte Beispiel von Amazon soll das veranschaulichen.

Das Auslesen mit bcTester ergibt hier folgendes Ergebnis:

Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18 (HEX:12)
Version Produkte/Preise: 35 (HEX:23)
Kundennummer: 5071515132
Frankierwert: 1,45 Euro
Einlieferungsdatum: 27.07.2018
Produktschlüssel: 21
laufende Sendungsnummer: 00520931
Teilnahmenummer: 66
Entgeltabrechnungsnummer: 9999
Ankündigung Inhalt Datenelement HEX: 00
Kundenindividuelle Informationen: 00 00 00 00 00

Im Folgenden ist die Zeichenabfolge der Frankier-ID anders gruppiert worden, um die fünf Elemente, aus der sie besteht, deutlich zu machen.

Frankier-ID, wie sie auf dem Amazon-Beleg steht: 42 305D A0F2 70 F07F 2E3C
Dieselbe Frankier-ID mit anderer Gruppierung: 42 305DA0F 270F 07F2E3 C

Die ersten beiden Stellen stellen die Teilnahmenummer dar:

„42“ hexadezimal entspricht der „66“ dezimal (siehe obige bcTester-Auslesung).

Die dritte bis neunte Stelle gibt die Kundennummer an:

„305DA0F“ hexadezimal entspricht der Zahl „50715151“ dezimal. Das sind exakt die ersten 8 Ziffern der Kundennummer, die neunte und zehnte Ziffer sind hierbei vermutlich Prüfziffern.

Die 10. bis 13. Stelle gibt die Nummer der Einlieferungsliste (Entgeltabrechnungsnummer) an:

„270F“ hexadezimal entspricht der Zahl „9999“ dezimal

Die 14. Bis 19. Stelle gibt die laufende Sendungsnummer an:

„07F2E3“ hexadezimal entspricht der Zahl „520931“ dezimal

Das Zeichen auf der 20. Stelle ist eine Prüfziffer, die nach einem bestimmten mathematischen Verfahren berechnet wird.

Genauere Angaben u.a. zur Frankier-ID findet man in der Broschüre „Maschinenlesbare Freimachungsvermerke. DV-Freimachung. Gestaltung, Varianten und Inhalte. Version 1.5.1. Stand: 01.09.2017“, die man auch im Internet findet [1].

Auffällig bei DV-Freimachungen des Versenders Amazon ist, dass hier regelmäßig die Entgeltabrechnungsnummer „ 9999“ erscheint. Anscheinend erfolgt hier die Abrechnung mit der Deutschen Post nicht über einzelne Einlieferungslisten.

[1] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/D_d/DV-Freimachung/dp_datamatrixcode-dv-freimachung_1-5-1.pdf
 
DL8AAM Am: 10.09.2018 17:18:50 Gelesen: 9642# 21 @  
@ Araneus [#20]

Amazon hat seit kurzem auch eine Frankier-ID bei DV-freigemachten Sendungen.

Und hier einmal ein "Amazon-Beispiel", nun einer kombinierten Sendung mit neuer Frankier-ID in der DV-Frankatur



WARENPOST "W" mit Zusatzleistung ZUSTELLNACHWEIS, DV-Frankatur aus 09.18, ohne textliche Angabe des Portowertes in Zahlen. Auch im Matrixcode wird der Portosatz nicht ausgewiesen. In diesen Fall lautet die Kundennummer (abweichend zu [#20]) in der Hex-Form übrigens "320D351", d.h. 52482897 (dezimal) [1]; im Matrixcode 10stellig 5248289781. Rücksendeadresse ist das übliche (Sammel-) Rücksendezentrum in Bad Hersfeld.



Inhalt des Datenmatrixcodes:
Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 18
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 5248289781
Frankierwert: 0,00 Euro
Einlieferungsdatum: 05.09.2018
Produktschlüssel: 157
laufende Sendungsnummer: 00251900
Teilnahmenummer: 63
Entgeltabrechnungsnummer: 9999
 

Die eigentliche Herkunft der Sendung ist erkennbar am internen Amazon-Code für deren Logistikzentren (Fulfillment Centers, aka Distribution Centers and Warehouses), hier "MUC3", d.h. Graben (Amazon FC Graben GmbH), bei München (MUC = Flughafenkennung für München). Der zusätzlich angegebene Code "NFX7" (steht wohl ebenfalls für ein Verteil-/Umschlag-/Auslieferungszentrum? in Deutschland; speziell für die schnelleren "Premium"-Lieferungen, d.h. Amazone Prime) ist mir unbekannt. Hat hier jemand u.U. Insiderwissen oder genauere Angaben zu diesen nicht in den üblichen Listen [#19] geführten "Standort"-Kennungen?

Und nur noch zur "Übung" die Umrechnung der Hex-Angaben der Frankier-ID in die Daten aus dem Matrixcode [1], Danke Araneus!

3F 320D 3512 70 F03D 7FCA umgruppiert zu 3F 320D351 270F 03D7FC A

Hex = dezimal : Bezeichnung
3F = 63 : Teilnehmernummer
320D351 = 52482897 : 8stellige Kundennummer
270F = 9999 : Entgeltabrechnungsnummer
03D7FC = 251900 : laufende Sendungsnummer
A : Prüfziffer
 

Gruß
Thomas

[1] https://bin-dez-hex-umrechner.de/
 

Araneus Am: 17.01.2019 19:31:16 Gelesen: 7641# 22 @  
Falsche Datamatrixcode-Varianten bei DV-Freimachungen

Die Größe des Datamatrixcodes (Zahl der Zeilen und Spalten) ist von der Deutschen Post festgelegt und beträgt entweder 22x22 Module oder 26x26 Module. Auch wenn in der aktuellen Broschüre „Maschinenlesbare Freimachungsvermerke - DV-Freimachung. Gestaltung, Varianten und Inhalte.

Version 1.5.2. 20.09.2017“ (1) nur noch die größere Variante genannt wird, kommen in der Praxis beide Varianten vor.

Da die entsprechenden Freimachungsprogramme von der Deutschen Post zertifiziert werden müssen, sollte man eigentlich erwarten, dass die Vorgaben bezüglich des Datamatrixcodes strikt eingehalten werden. Dass das nicht immer zutrifft, zeigen die beiden folgenden Beispiele. Die Abweichungen vom Standard sind jeweils mit bloßem Auge zu erkennen.

Bei dem im Folgenden dargestellten Dialogpost-Beleg der DB Fernverkehr AG in Frankfurt ist der Datamatrixcode deutlich kleiner als üblich.



Die Vergrößerung zeigt, dass hier senkrecht und waagerecht nur 18x18 Felder (=“Module“) existieren. Der Ausleseversuch mit dem Programm bcTester ergibt dementsprechend auch das Ergebnis: „Fehler: Ergebnis hat nicht die erwartete Typkennung“.



Bei folgendem Beleg (Katalog der Firma Witt, Weiden, vom Januar 2019) ist der Datamatrixcode dagegen zu groß ausgefallen. Auffällig ist hierbei die Vierteilung des Datamatrixcodes, wie man ihn z.B. von FRANKIT-Freimachungen kennt.



Die Vergrößerung zeigt, dass hier senkrecht und waagerecht 36x36 Felder (=“Module“) existieren. Auch hier ergibt ein Ausleseversuch mit dem Programm bcTester die Mitteilung: „Fehler: Ergebnis hat nicht die erwartete Typkennung“.



Ursache für diese Fehler dürfte jeweils eine falsche Programmierung sein.

Konnten andere Sammler ähnliche Abweichungen bei Versendern mit DV-Freimachungen beobachten?

(1) https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/D_d/DV-Freimachung/dp_datamatrixcode-dv-freimachung_1-5-1.pdf
 
Araneus Am: 02.07.2019 21:11:48 Gelesen: 5836# 23 @  
Datumsangabe mit abgekürztem Monatsnamen anstatt mit Ziffern

Zum DV-Freimachungsvermerk gehört auch die „Datumsangabe (Monat und Jahr) des im Datamatrixcode verschlüsselten Einlieferungs- bzw. DV-Bearbeitungstags“ (vgl. Post-Broschüre „DV-Freimachung: Ihr Vorteil mit System“, S. 32-34)[1]. Diese Angabe erfolgt regelmäßig in Form von Ziffern.

Ein aktueller Beleg des Auer-Verlags in Augsburg zeigt das Datum in Form des abgekürzten Monatsnamens („JUN 19“). Bei einer DV-Freimachung mit Datamatrixcode habe ich das hier zum ersten Mal gesehen.



Schon bei der „klassischen“ DV-Freimachung mit dreigeteiltem Rechteck kam eine solche Datumsangabe in seltenen Fällen vor. Das Beispiel einer Postkarte der GEZ in Köln aus dem Jahr 1976 soll das belegen:



Kennt jemand weitere Beispiele für diese besondere Datumsangabe bei einer DV-Freimachung?

[1] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/D_d/DV-Freimachung/dp-handlingbroschuere-dv-freimachung-012019.pdf
 
Araneus Am: 28.07.2019 22:52:10 Gelesen: 5544# 24 @  
@ DL8AAM [#21]

Warenpost ohne Zustellnachweis

Warenpost ist ein nationales Produkt für Geschäftskunden und ermöglicht den schnellen Versand von kleinformatigen Waren mit der Zusatzleistung "Zustellnachweis".“

So definiert die deutsche Post ihr Produkt Warenpost im Internet [1]. Gekennzeichnet ist die Warenpost durch eine großes „W“ (vgl.[#21]).

Dieses „W“ sowie der Hinweis „ZUSTELLNACHWEIS“ fehlen aber bei dem folgenden Warenpost-Beleg. Er stammt von einem Versandhändler, der seine Ware wohl über die Amazon-Plattform vertreibt, denn die Rücksendeadresse ist die Amazon-Adresse. Der Kundennummer-Teil der Frankier-ID ist identisch mit dem des Amazonbelegs in [#21].



Liest man den Datamatrixcode mit der Smartphone-App "DM Scanner Pro" aus, erhält man folgende Liste (gekürzt):

Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 38
Kundennummer: 5248289781
Frankierwert: ,€
Einlieferungsdatum: 15.07.2019
Zusatzleistung/Variante: keine
Produktschlüssel: 208
Produkt: Warenpost nicht maschinenfähig ohne Sendungsverfolgung
laufende Sendungsnummer: 1116209
Teilnahmenummer: 72
Entgeltabrechnungsnummer: 9999

Das Ausleseprogramm erkennt diese Sendung also als Warenpost ohne Sendungsverfolgung und ohne Zusatzleistung.

Zum Vergleich: Bei einer Warenpost wie in [#21] liest die App:

Zusatzleistung/Variante: Sendungsverfolgung steuerpflichtig
Produktschlüssel: 157
Produkt: Warenpost maschinenfähig

Anscheinend gibt es bei der Deutschen Post also ein Produkt Warenpost ohne Sendungsverfolgung und Zustellnachweis. Im Internet habe ich dazu keinerlei Informationen gefunden. Möglicherweise handelt es sich hier um einen neuen Betriebsversuch.

Weiß jemand etwas darüber oder hat jemand eine Erklärung für die hier vorgestellte Versendungsform?

[1] https://www.deutschepost.de/de/service1/themenseiten/warenversand/warenpost.html
 
DL8AAM Am: 28.07.2019 23:29:48 Gelesen: 5537# 25 @  
@ Araneus [#24]

Er stammt von einem Versandhändler, der seine Ware wohl über die Amazon-Plattform vertreibt, denn die Rücksendeadresse ist die Amazon-Adresse.

Ja, und zwar wurde der Versand ursprünglich vom Amazon Fulfillment Center "POZ1" in 62-080 Sady bei Poznan/Posen abgewickelt. Zum Versender "TPB Versand" (66386 St. Ingbert) eine kleine Übersicht [1]:

- Dieser Händler verkauft über die Plattform Amazon Marketplace DE
- Liefert nach: D, AT
- Eigenes Warenlager: Nein
- Sendungs­verfolgung: Nein

Das passt auch zur Sendungsart.

Gruß
Thomas

[1] https://geizhals.de/?qlink=TPB%20Versand&subi=infos&kuerzel=a5pfg9v43ethm-am-de
 
Araneus Am: 14.09.2019 20:56:18 Gelesen: 4808# 26 @  
DV-Freimachung oder Premiumadressfreimachung?

Eigentlich sind die Frankierarten sowie die Gestaltung der maschinenlesbaren Freimachungsvermerke durch die Deutsche Post klar definiert. Dass es dabei gelegentlich zu Fehlern kommt, zeigen die beiden folgenden Beispiele. Auf den ersten Blick liegen hier „normale“ DV-Freimachungen vor. Liest man jedoch den Matrixcode aus, stellt man in beiden Fällen fest, dass hier nicht die Frankierart „18“ (für DV-Freimachung) codiert ist, sondern die Frankierart „08“ (für Premiumadress).

Da beide Versender ihre Dialogpost-Aussendungen regelmäßig per DV-Freimachung frankieren, gehe ich hier von einem temporären Fehler bei den Einstellungen der jeweiligen Freimachungsprogramme aus.



Ausleseprotokoll mit der Smartphone-App "DM Scanner Pro" (gekürzt):
Postunternehmen: DEA
Frankierart: 8 - PREMIUMADRESS (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 43
Kundennummer: 5018003187
Frankierwert: 0,28€
Einlieferungsdatum: 10.09.2019
Zusatzleistung/Variante: keine
Produktschlüssel: 90
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
laufende Sendungsnummer: 4878
EDS-Nummer: 77922326



Ausleseprotokoll mit der Smartphone-App "DM Scanner Pro" (gekürzt):
Postunternehmen: DEA
Frankierart: 8 - PREMIUMADRESS (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 41
Kundennummer: 5090984212
Frankierwert: 0,28€
Einlieferungsdatum: 28.12.2018
Zusatzleistung/Variante: Track&Match
Produktschlüssel: 1601
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
laufende Sendungsnummer: 179770
EDS-Nummer: 407683227
 
Araneus Am: 05.01.2020 14:24:44 Gelesen: 3180# 27 @  
Widersprüchliche Entgeltangaben bei einer DV-Freimachung

Zum 01.01.2020 erhöhte sich das Entgelt für Dialogpost-Sendungen bis 20 Gramm im Standardformat von 0,28 EURO auf 0,30 EURO.

Die folgenden Abbildungen zeigen einen Beleg von 02.01.2020, also eine Früh-, aufgrund des Feiertags am 01.01.2020 möglicherweise auch ein Ersttagsverwendung.



Das Einlieferungsdatum erkennt man erst, wenn man den Datamatrixcode ausliest:

Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 43
Kundennummer: 5004801207
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 0,28€
Einlieferungsdatum: 02.01.2020
Zusatzleistung/Variante: keine
Produktschlüssel: 90
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
laufende Sendungsnummer: 157667
Teilnahmenummer: 5
 

Das Ausleseprotokoll (durch DM Scanner Pro, Version 0,63) enthält eine Überraschung. Im Datamatrixcode sind als Frankierwert nur 0,28 EURO verschlüsselt, im Gegensatz zu der unverschlüsselten Angabe 0,30 über der Adresse. Die beiden Entgeltangaben stimmen also nicht überein.

Ursache könnte dafür sein, dass hier noch die Preislisten-Version 43 vom 01.07.2019 zugrunde liegt. Ab 01.01.2020 gilt Preislisten-Version 45 [1]. Vermutlich hat man es hier versäumt, rechtzeitig das entsprechende Update durchzuführen.

Interessant ist vor allem, wie es überhaupt zu zwei unterschiedlichen Entgeltangaben kommen kann. Man sollte doch annehmen, dass die der DV-Freimachung zugrunde liegenden Programme so gestaltet sind, dass die Entgeltangaben übereinstimmen. Anscheinend werden aber die unverschlüsselte und die codierte Entgeltangabe unabhängig programmiert, sodass es zu solchen widersprüchlichen Angaben kommen kann.

[1] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/P_p/Premiumadress/downloads/dp-premiumadress-produktschluessel-122019.pdf
 

Araneus Am: 06.01.2020 15:16:08 Gelesen: 3124# 28 @  
Ist die schwarze Farbe bei DV-Freimachungen mit Datamatrixcode vorgeschrieben?

Kürzlich erhielt ich einen DV-freigemachten Dialogpost-Umschlag der Firma Klingel vom August 2017, bei dem die ganze Anschriftenseite einschließlich der DV-Freimachung in blauer Farbe bedruckt ist.



Ein weiterer Fall einer nicht schwarzen DV-Freimachung ist mir nicht bekannt. Ich habe aber in den mir zur Verfügung stehenden Dokumenten der Deutschen Post keinen Hinweis gefunden, der die schwarze Farbe vorschreibt. In den „Tipps für Qualitätstests bei Datamatrixcodes“ [1] heißt es zwar: „Ein Datamatrixcode besteht aus schwarzen und weißen Modulen (Kästchen).“ Aber das verstehe ich eher als eine Feststellung und nicht als Vorgabe.

Kennt jemand eine Vorschrift der Deutschen Post hinsichtlich der Druckfarbe für Datamatrixcodes und kann die Quelle nennen?

Dass auch blaue Matrixcodes maschinenlesbar sind, zeigen ja die FRANKIT-Freimachungen.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/P_p/Premiumadress/datamatrixcode_qualitaetstests.pdf
 
Araneus Am: 14.02.2020 15:45:30 Gelesen: 2286# 29 @  
Entgeltänderungen erfordern bei Großversendern in der Regel technische Anpassungen, insbesondere bezüglich der verwendeten Versandsoftware. Notwendige Updates müssen pünktlich installiert werden, damit der Versand und die Entgeltabrechnungen reibungslos funktionieren. Für Sammler moderner Postgeschichte sind solche Phasen der Entgeltänderung immer spannend, findet man doch gelegentlich die eine oder andere Kuriosität. Ein Beispiel habe ich bereits im Beitrag [#27] vorgestellt.

Aus heutigem Posteingang möchte ich einen weiteren Beleg zeigen. Obwohl wir uns bereits in der 7. Kalenderwoche des Jahres 2020 befinden und obwohl seit dem 01.01.2020 die Standard-Dialogpost bis 20 Gramm 0,30 EURO kostet (Ausnahme: Dialogpost Karte), trägt dieser Brief noch die alte Frankatur zu 0,28 EURO.



Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 43
Kundennummer: 5053062551
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 0,28€
Einlieferungsdatum: 11.02.2020
Zusatzleistung/Variante: keine
Produktschlüssel: 90
Produkt: Dialogpost Standard bis 20g
laufende Sendungsnummer: 75722
Teilnahmenummer: 1
Entgeltabrechnungsnummer: 132
 

Das Ausleseprotokoll bestätigt das. Es zeigt auch, dass hier noch die alte Preisliste Nr. 43 zugrunde liegt und nicht die seit dem 01.01.2020 gültige Liste Nr. 45.

Aufgrund der Abrechnungsverfahren wird die Deutsche Post die Differenz vermutlich nachberechnet und nicht aus Kulanz durchgewinkt haben. Dass die Post nicht aktualisierte Software duldet, verwundert allerdings. In der Broschüre „DV-Freimachung: Ihr Vorteil mit System“ [1] heißt es ausdrücklich: „Aus der Kombination von Produkt, Basisformat und ggf. Zusatzleistungen oder weiteren Briefprodukten sind aus der jeweils aktuellen und von der Deutschen Post zur Verfügung gestellten Produkt- und Preisliste* die Nettopreise und Frankierwerte zu ermitteln.“

[1] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/D_d/DV-Freimachung/dp-handlingbroschuere-dv-freimachung-201907.pdf , Seite 6
 

Araneus Am: 19.02.2020 19:42:07 Gelesen: 2093# 30 @  
Maschinenlesbarkeit lässt sich aus dem modernen Postalltag nicht mehr wegdenken. Wenn bei der Freimachung aber der Drucker streikt, sind alle Informationen auf dem Poststück weg.



Sehr unvollständige DV-Freimachung (Dialogpost Groß) auf einem Katalog der Firma DW-Shop in Königswinter vom Januar 2020.
 
Araneus Am: 24.02.2020 18:28:27 Gelesen: 1939# 31 @  
Eine DV-Freimachung, die als solche nicht ohne Weiteres erkennbar ist

Dass es bei DV-freigemachter Dialogpost gelegentlich zu einer Diskrepanz zwischen Freimachungsart und dem zugehörigen Design der Aufschrift kommen kann, habe ich in einem früheren Beitrag [#26] gezeigt. In den dort gezeigten Beispielen wurde das Design der DV-Freimachung verwendet, laut Datamatrixcode liegt aber jeweils eine Premiumadress-Freimachung vor.

In dem hier vorgestellten Beispiel ist es genau umgekehrt. Es stammt von dem aktuellen Katalog "Frühjahr 2020" des Gärtner-Pötschke-Versands. Die Aufschrift gibt keinen offensichtlichen Hinweis auf eine DV-Freimachung ("DV"-Vermerk und Datumsangabe fehlen). Liest man jedoch den Datamatrixcode aus, erkennt man die Frankierart: 18 - DV-Freimachung.

Derselbe Fehler trat bei diesem Versender übrigens in den letzten Jahren wiederholt auf.



Postunternehmen: DEA

Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 45
Kundennummer: 6329954764
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 0,92€
Einlieferungsdatum: 18.02.2020
Zusatzleistung/Variante: BASIS
Produktschlüssel: 9246
Produkt: Dialogpost Groß bis 1000g Premiumadress mit Hülle
 


 

epem7081 Am: 12.03.2020 11:08:58 Gelesen: 1610# 32 @  
Hallo zusammen,

aus dem heutigen Posteingang diese Warenpost mit Zustellnachweis aus Bad Hersfeld. Für Experten von Interesse?



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Araneus Am: 12.03.2020 12:38:21 Gelesen: 1594# 33 @  
Das ist ein schöner Beleg, allerdings keine Produktmarke der Deutschen Post. Hier liegt eine DV-Freimachung vor, für die es einen eigenen Thread gibt.

Dort ist im Beitrag [#21] ein ähnlicher Beleg beschrieben.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[Beiträge [#32] und [#33] in das von Franz-Josef genannt aus dem Thema "Produktmarken der Deutschen Post AG" Thema redaktionell verschoben]
 
Araneus Am: 23.03.2020 10:04:41 Gelesen: 1433# 34 @  
Datumsfehler bei DV-Freimachungen

Datumsfehler bei Post- und Freistempeln kommen gelegentlich vor und sind bei Sammlern als Kuriositäten beliebt. Auch bei DV-Freimachungen treten Falscheingaben beim Datum auf. Manchmal sind sie auf den ersten Blick erkennbar, wenn beispielsweise eine „unmögliche“ Monatsangabe auftritt, wie bei folgendem Beleg der Firma MDM:



Der Monat „20“ ist so ein Fantasiemonat. Der Datamatrixcode gibt das korrekte Einlieferungsdatum an: 07.12.2011, was mit dem Datum des Briefs übereinstimmt.

Manchmal passt die Monatsangabe auch nicht zum Eingang der Sendung, wie im folgenden Fall. Erhält man im Dezember einen Brief mit der Monatsangabe „07“, kann man von einem Fehler ausgehen:



Auch hier bestätigt das Auslesen des Datamatrixcodes die Vermutung. Einlieferungsdatum war hier der 23.12.2019, was auch der Monatsangabe des Briefs entspricht.

Beide Beispiele sind Belege dafür, dass die codierte und die in Klarschrift angegebenen Datumsangaben unabhängig voneinander eingegeben wurden.


Datumsfehler im Datamatrixcode sind nur bei Entschlüsselung des Codes erkennbar. Folgendes Beispiel aus aktuellem Posteingang macht das deutlich:



Einlieferungsdatum ist hier laut Ausleseprotokoll der 17.03.2021 (!), die Jahreszahl ist also falsch. Die Monatsangabe auf dem Brief gibt hier korrekte Auskunft. Ohne diese widersprüchlichen Angaben ist ein solcher Datumsfehler später kaum nachweisbar.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Araneus Am: 07.04.2020 16:08:34 Gelesen: 1118# 35 @  
Bei dem folgenden Beleg des Archiv-Verlags in Braunschweig - es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Adressaufkleber mit der Größe 104 mm x 73 mm - gab es anscheinend einen Formatierungsfehler.

Die Konsolidierernummer *K4000* ist in die falsche Zeile "gerutscht" und überlagert so die Kennung " DV" sowie die Monatsangabe " 02" im Bereich der DV-Freimachung. Die Sendung wurde laut Angabe im Datamatrixcode am 28.02.2020 bei der Deutschen Post eingeliefert.



Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Araneus Am: 02.05.2020 17:30:22 Gelesen: 656# 36 @  
ZUSTELLNACHWEIS-Kuriosität

Vor ein paar Tagen fiel mir folgender Beleg in die Hände:



Es handelt sich um einen Maxibrief mit DV-Freimachung, das Porto beträgt dementsprechend 2,70 €. Auffällig ist hier der Vermerk
ZUSTELLNACHWEIS“. Briefe mit Zustellnachweis kannte ich bisher nur aus der Pilotphase von Amazon, über die auf dieser Seite wiederholt berichtet wurde. Allerdings kam bei diesen Briefen zu dem Briefentgelt jeweils ein Aufschlag. Der fehlt aber im vorliegenden Fall.

Liest man den Datamatrixcode aus, erhält man die folgenden Angaben:

Gesamtstring: [44, 45, 41, 12, 2d, 01, 2c, 19, b0, 3b, 01, 0e, 2e, 2c, 00, 1f, 00, 00, 2e, 01, 05, b7, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00]
Postunternehmen: DEA
Frankierart: 18 - DV-Freimachung, Version 1.3 (28 oder 42 Byte)
Version Produkte/Preise: 45
Kundennummer: 5034848315
Frankier-ID: In Implementierung
Frankierwert: 2,70€
Einlieferungsdatum: 27.04.2020
Zusatzleistung/Variante: keine
Produktschlüssel: 31
Produkt: Maxibrief
laufende Sendungsnummer: 46
Teilnahmenummer: 1
Entgeltabrechnungsnummer: 1463
Kundenindividuelle Informationen: [00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00, 00]
Kundenindividuelle Informationen in ASCII:
Ankündigung Inhalt Datenelement: 0 - nicht postalisch genutzt
 

Man sieht, dass hier ein Maxibrief ohne Zusatzleistung codiert ist. Der Zustellnachweis spiegelt sich also nicht im Matrixcode wider, bei der maschinellen Auslesung im Briefzentrum ist der Zustellnachweis somit nicht existent.

Die Frage stellt sich, ob man hier den Sendungsempfänger bluffen will oder ob hier ein Softwarefehler diesen Widerspruch verursacht. Ich tippe auf das Letztere.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 


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