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Thema: Schweiz Dauerserie Kreuz/Wertziffer
Das Thema hat 287 Beiträge:
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ziffer-freak Am: 17.02.2015 12:07:17 Gelesen: 139532# 263 @  
@ hajo22 [#262]

Hallo Hajo22,

Nein, ich werde die Klammer genau so belassen, wie sie ist! Der Rost, sowie die anderen Gebrauchsspuren belegen ja gerade die Originalität des Heftchens! Und deshalb verbleiben auch die Ränder der Blätter von den bereits herausgetrennten Marken, sowie die Pergamin-Zwischenblätter so wie sie sind. Falls die Klammer eines Tages dennoch brechen sollte, kann man es ja immer noch "zerlegen" (was in meinen Augen ein Frevel ist!). Bis dahin bleibt es (zumindest bei mir) im absoluten Original-Zustand!

Gruss Andy
 
Heinz 7 Am: 17.02.2015 14:07:33 Gelesen: 139525# 264 @  
@ ziffer-freak [#261]

Hallo Andy,

Du zeigst uns wirklich eine schöne, seltene Sache, und ich verstehe Deine Begeisterung dafür. Ich würde das Heft auch nicht auseinandernehmen.

Ich hingegen habe mit Freude von einem Sammler seine aufgetrennten Heftchen, die er wie gezeigt auf Albenblätter aufgezogen hat, übernommen und finde es ist eine gute Sache, ein Markenheftchen so zu zeigen (siehe Thema: Schweizer Markenheftchen).

Deine Wortwahl, die Du für sein Vorgehen verwendest, finde ich deplatziert und unangemessen. Kennst Du die Bedeutung von "Frevel"? Solche Wörter sollte man nicht leichtfertig verwenden, schon gar nicht bei einer so harmlosen Liebhaberei wie dem Briefmarkensammeln. Also bitte übe Toleranz und vermeide solche extremen Aussagen.

Freundliche Grüsse
Heinz

@ hajo22 [#262]

Rost ist in der Philatelie ein grosses Thema, insbesondere natürlich bei der Literatur. Mehrere alte Zeitschriften, die geheftet wurden, werden nun durch Rost zerfressen. Ob da die Entfernung des Rostes (der Klammern) nicht die bessere Lösung ist, darüber gibt es verschiedene Meinungen.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
hajo22 Am: 17.02.2015 19:52:43 Gelesen: 139500# 265 @  
@ ziffer-freak [#263]

Ich weiß nicht so recht, der Rost an der Klammer und die Flecken auf dem Heftchen sind schon recht heftig vorangeschritten. Vielleicht googlest Du mal oder fragst einen Restaurateur, was Du machen kannst. Nicht einfach, weil die Klammer vermutlich gleich bricht. Ich hatte einen ähnlichen Fall und habe die Klammer entfernt, wobei ich Glück hatte (ruhige Hand und viel Geduld), die Klammer habe ich gereinigt und separat aufbewahrt.

Das Auseinanderlegen der Heftchenseiten ist in meinen Augen keine Zerstörung. Wichtig ist nur, alle Teile aufzubewahren.

Wie gesagt, Entfernung der Klammer nicht ganz ungefährlich. Und Puristen wollen die Originalklammer zum Heftchen, also in jedem Fall auch die Klammer aufheben.

Alternativ läßt Du es so, wie es ist. Allerdings arbeitet der Rost weiter. Vielleicht hilft eine Vakuum-Folie.

VG, hajo22
 
ziffer-freak Am: 18.02.2015 12:07:46 Gelesen: 139463# 266 @  
@ Heinz 7 [#264]

Ich greife ja nicht dich persönlich an! Du hast deine Heftchen - wie du sagst - bereits so erhalten. Aber sind auch die Klammern und die Zwischenblätter noch vorhanden? Wenn nicht, sind die Heftchen halt (leider) nicht mehr komplett und original...! Zur besseren Präsentation mag diese Methode sicher taugen, nur müsste man dann halt auch noch die "Reste" aufbewahren! Ansonsten ist eine Rekonstruktion gar nicht mehr möglich.

@ hajo22 [#265]

Du sagst es: Allein schon die Entfernung der Klammer ist nicht ganz risikolos! Bei einer "Restauration" den Rost zu entfernen, würde allerdings das Gesamtbild erheblich beeinflussen und gar stören!

@ alle

Deshalb belasse ich auch mein Heftchen genau so, wie es ist, und nehme es nicht auseinander!
 
hajo22 Am: 18.02.2015 15:40:35 Gelesen: 139445# 267 @  
Kürzlich erwarb ich für meine DR-Ganzsachensammlung die nachstehend abgebildete Antwortkarte einer Germania-Doppelkarte für den Inlandsverkehr, hier jedoch aus Genf vom 22.3.1904 nach Naumburg/Saale.

Richtig wäre es vom Absender gewesen, die 10 Pfg. Germania-Auslandsdoppelkarte zu verwenden oder bei Verwendung der Inlands-Doppelkarte nicht nur den Frageteil, sondern natürlich auch den Antwortteil mit 5 Pfg. zum Auslandsporto von 10 Pfg. aufzufrankieren.

Das fehlende Porto zum Auslandstarif ergänzte der Adressat in Genf mit 5 Rp. Kreuz/Ziffer, was postseits akzeptiert wurde.

Und so entstand dieser prächtige Bedarfsbeleg:



VG, hajo22
 
stampmix Am: 28.06.2015 17:03:49 Gelesen: 133092# 268 @  
Hallo zusammen,

hier wurden auf einer Ansichtskarte, die am 30.8.1901 von Wengen nach Berlin gesandt wurde, eine schöne Buntfrankatur mit den Werten zu 2 Rp., 3 Rp. und 5 Rp. grün frankiert. Die Zustellung in Berlin erfolgte schon am 1.9.1901.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 04.07.2015 07:36:21 Gelesen: 132871# 269 @  
Hallo zusammen,

passend zur Ferienzeit zeige ich eine Ansichtskarte, die in Montbovon aufgegeben wurde. Die 5 Centimes Marke wurde mit dem Stabstempel MONTBOVON und dem Bahnpoststempel REGIONAL / PALÉZIEUX-BULLE-MONTBOVON der MOB am 21.7.1907 entwertet.



Info zur MOB: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Montreux%E2%80%93Lenk_im_Simmental

mit bestem Gruß
stampmix
 
Heinz 7 Am: 14.11.2015 22:18:44 Gelesen: 126760# 270 @  
@ ziffer-freak [#79]

In Beitrag [#79] hat uns Andi eine Zumstein Nr. 64 Ad gezeigt, gestempelt.

Ungestempelt ist diese Marke sehr teuer. Schon gestempelt sind diese Exemplare teuer. Das hier gezeigte Exemplar ist etwas dezentriert, wurde aber dennoch für den stolzen Preis von US$ 21'250 zugeschlagen (plus die üblichen Zuschläge), gemäss "Bolaffi 2004 International - All the records of the philatelic season".



Wer so ein Stück erwerben will, sollte beachten, dass es davon Verfälschungen gibt. Aus normal gelben Marken kann durch Beimischung von roten "Teilchen" die seltene "orange"-Variante gebastelt werden.

Ich weiss leider nicht, wie die aktuellen Prüfer über die Problematik denken - aber ich hoffe, sie können die Verfälschungen ohne Probleme "aussortieren".

Freundliche Grüsse
Heinz
 
ziffer-freak Am: 27.12.2015 13:08:11 Gelesen: 124713# 271 @  
@ Heinz 7 [#270]

Übrigens ein kleines Detail: Es handelt sich um eine Zumstein 63Ad

Zudem ist es kaum möglich aus einer "Normalen" eine "Gelborange" zu machen, da sogar jeder Laie diese Verfälschung sofort erkennen könnte! Denn da ist einerseits das Verwendungs-Datum (Ende 1888-Mitte 1889), sowie der Verwendungsort (ausschliesslich Postkreis VII, mit Stempel Zürich, Winterthur und Aussersihl). Als letztes, untrügliches Merkmal, erscheinen sämtliche normalen 63A unter der UV-Lampe SCHWARZ.

Der Grund dafür ist der hohe Bleigehalt der gelben Druckfarbe. Dies war auch der Grund für die Entstehung dieser seltenen Nuance. Der Drucker experimentierte nämlich eigenständig etwas mit "bleifreien" Farben für den 15 Rp. Wert, wobei er aber kein befriedigendes Ergebnis fand. Diese "Experimente" sind leicht zu erkennen, da sie unter der UV-Lampe BRAUN erscheinen, weil ihnen nämlich das Blei in der Farbe fehlt. Die paar 100 Stück davon mischte er dann trotzdem unter die normale Lieferung, wahrscheinlich um Ausschuss zu vermeiden.

Aus Frankreich erfuhr der Drucker dann von der neuen (günstigen) dunkellila Druckfarbe, die er dann auch sofort der OPD (Ober Post Direktion) als neue Farbe für diesen Wert vorschlug. So entstand also die 64A.

ACHTUNG! Am häufigsten sind falsche Stücke aus dem Jahr 1886 auf dem Markt. Damals entstand nämlich regulär eine etwas dunklere Nuance, die "Orangegelben". Oft ist es nur Unwissenheit der Anbieter, jedoch sind diese von einer deutlich helleren Farbe als die "Gelborangen". Ein paar wenige Stücke sind aber bestimmt auch (wahrscheinlich chemisch) nachgedunkelt worden, um Kunden zu täuschen. Jedoch sind diese Machwerke leicht durch die oben genannten Merkmale zu entlarven.

Liebe Grüsse
Andy
 
Heinz 7 Am: 28.12.2015 19:40:53 Gelesen: 124587# 272 @  
@ ziffer-freak [#271]

Hallo Andy,

danke für die Angaben. Du hast natürlich recht, Beitrag [#270]: es wurde eine 63 Ad gezeigt (= Michel 56 Xb).

Freundliche Grüsse

Heinz
 
hajo22 Am: 22.03.2016 18:28:14 Gelesen: 118613# 273 @  
Waagrechtes Paar der 5 Rp. Kreuz/Ziffer auf schöner Helvetia-Reliefkarte aus Zürich 3 Filiale Bahnhof vom 23.4.1900 nach Wangen im Allgäu, Ankunft am folgenden Tag an das "werte Fräulein Anna".



Solche Karten sind immer wieder schön anzusehen, nicht wahr?

BG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 22.03.2016 19:13:57 Gelesen: 118605# 274 @  
@ hajo22 [#273]

Bei Gott, die ist wirklich wundervoll. Auch "moderne" Sachen haben einen hohen Reiz.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 01.04.2016 20:01:38 Gelesen: 117150# 275 @  
Gedenk-Reliefkarte (Prägekarte) Helvetia mit Friedrich von Schiller zum 100jährigen Todestag als Auslandsdrucksache frankiert mit 5 Rp. Ziffer/Kreuz aus Basel am 9.5.1905 nach Liezen/Österreich.

Mit den Prägekarten im Zeitgeschmack der Jahrhundertwende um 1900 gaben sich die Hersteller schon sehr viel Mühe.



VG, hajo22
 
Heinz 7 Am: 09.05.2016 22:55:11 Gelesen: 113763# 276 @  
Der 12 Rappen-Wert kam im frühen XX. Jahrhundert oft zur Anwendung.

Anbei ein hübsches Beispiel einer Nachnahme-Karte; gestempelt 12.2.1908, Affoltern am Albis, nach Aeugsterthal, rückseitig mit Durchgangsstempel "ÄUGST 12.II.08"



Diese Briefmarkenausgabe war nicht weniger als 42 Jahre lang im Einsatz! 1882-1924.

Grüsse
Heinz
 
ziffer-freak Am: 10.05.2016 12:03:19 Gelesen: 113695# 277 @  
Hallo Heinz,

da muss ich dir etwas widersprechen, denn wirklich "im Einsatz" war diese Ausgabe (und die gleichzeitig erschienenen "Stehenden Helvetias") zwar schon recht lange, aber am Postschalter verkauft wurde sie "nur" 25 Jahre bis Ende 1907.

Ihre Gültigkeit behielten die Marken allerdings bis Ende 1924. In der Zwischenzeit wurden allerdings einige Neu-Ausgaben an den Postschaltern verkauft (Tellknaben im Rahmen, Helvetia Brustbilder, Tellknaben, Tellköpfe, Helvetias mit Schwert, Landschaftsbilder, Friedensmarken, Wappenmuster, UPU, sowie 11 Jahrgänge Pro Juventute).

Daher sind bis 1908 verwendete "Ziffern" normal (Aufbrauch von prvaten Vorräten), was danach noch verwendet wurde, entsprang meist philatelistischen Motiven.

Liebe Grüsse
Andy
 
Heinz 7 Am: 10.05.2016 18:52:05 Gelesen: 113644# 278 @  
@ ziffer-freak [#277]

Hallo Andy,

Du hast recht, verkauft wurde die Marke am Postschalter "nur" 25 Jahre lang. Aber gültig (und hin & wieder verwendet) war sie bis Ende 1924.

Gleich noch ein ähnliches Stück mit "Selbsterklärung" (für die Portostufe). Nun keine Karte, sondern ein tadelloses Streifband.



Liebe Grüsse
Heinz
 
SH-Sammler Am: 26.05.2016 19:24:14 Gelesen: 111951# 279 @  
@ Heinz 7 [#278]

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Dies dachte sich ein früher Tourist, der die Schweiz bereiste und von mehreren Orten Briefe mit gleicher Frankatur "nach Hause" sandte. Mir selbst ist noch ein Brief vom Berg RIGI bekannt. Briefmarkenhändler sprechen von gleichen Briefen, die sie schon in den Händen hatten.



Mehrfachfrankatur mit "Kreuz und Wertziffer" von Neuhausen am Rheinfall nach Hamburg. Der Brief ist mit 27 Rappen um 2 Rappen überfrankiert.

Stempel: In Neuhausen am Rheinfall gibt es 2 Bahnhöfe. Einerseits den Bahnhof der schweiz. Eisenbahnen SBB sowie den Bahnhof der deutschen Bahnlinie Konstanz - Singen - Schaffhausen - Waldshut - Basel.

Der Brief wurde mit dem Stationsstempel des SBB-Bahnhofes gestempelt.

Gruss
Hanspeter
 
stampmix Am: 02.06.2016 22:56:25 Gelesen: 111118# 280 @  
Hallo zusammen,

ich finde sie einfach nur schön - und zwar beide Seiten.

Eine stimmungsvolle Ansichtskarte des Chateau de Chillon [1] wurde am 24.2.1905 vom benachbarten Montreux nach Waidmannslust gesandt und mit der 10 Rappen-Marke Mi.54 portorichtig frankiert. Nur mit dem spärlichen Kartentext kann ich nichts anfangen.



mit bestem Gruß
stampmix

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Chillon
 
10Parale Am: 13.08.2016 23:07:58 Gelesen: 105080# 281 @  
@ stampmix [#280]

Mir geht es genau so: "ich finde es einfach nur schön" - darin erkenne ich die Zukunft der Philatelie: Begeisterung auslösend.

In diesem Brief von Dürrenäsch nach Einsiedeln war die Quittung über den Betrag von 11,75 Helvetischer Franken versteckt, wie schön bei einem Nachnahmebrief.

Die Mechanische Korkwarenfabrik Dürrenäsch firmiert heute unter der Bezeichnung Sager AG und ist bekannt für das Schaumpolystrol, welches zur Wärmedämmung genutzt wird.

Freigemacht wurde der Brief mit insgesamt 30 Rappen der Dauerserie Kreuz/Wertziffer. Der Postbeamte begnügte sich nicht nur mit 3 Abstempelungen, nein, er setzte sozusagen eine 4. Abstempelung freihändig in die Bildmitte. Der rückseitige Stempel von Einsiedeln vom 3.V.95 ist wunderschön.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinrich3 Am: 14.08.2016 09:54:58 Gelesen: 105049# 282 @  
@ stampmix [#280]

Hallo,

der Text müßte nach meiner "Lesung" lauten:

Vogelwelt Ein P. Alpenmauerläufer klettern an der Schlossmauer herum. Freundl. Grüsse

Das P. ist vermutlich abgekürzt Paar.

Auch von mir Sonntagsgrüsse
Heinrich
 
Heinz 7 Am: 10.12.2017 13:43:24 Gelesen: 65682# 283 @  
@ stampmix [#280]

"Einfach nur schön" hast Du einen Beleg genannt, und ich stimme Dir voll zu.

Leider ist dieses schöne Thema "Dauerserie Kreuz/Wertziffer" seit mehr als 15 Monaten nicht mehr ergänzt worden. Richard hat in seinem letzten Brief vom 6.12. [1] die Schweizer Dauerserien lobend erwähnt, also wollen wir vielleicht auch DAZU wieder neue Beiträge schreiben.

Diesen hübschen Beleg habe ich bei den Schweizerischen Portomarken schon gezeigt und mich zum Nachporto-Betrag geäussert. Anbei möchte ich noch etwas zur "doppelten Abstempelung" der Briefmarke sagen.



Maschwanden (Knonauer-Amt, bei Zürich) war damals eine kleine Postablage und hatte keine eigenen Rundstempel. Der beiliegende Beleg konnte aber in Maschwanden aufgegeben werden, erhielt den Stabstempel (Stempel-Gruppe 45) vom Abgangsort und ging auf die Reise. Noch im Kanton Zürich, beim ersten grossen Postamt, wurde die Marke dann rundgestempelt "Mettmenstetten". Mettmenstetten war eine rechnungspflichtige vollwertige Poststelle.

Solche Doppelstempelungen sind also nicht unbedingt selten. Sie sind aber ganz bestimmt kein "Mangel". Viele Sammler rümpfen die Nase über Marken mit mehr als einem Stempel; hier musste das aber so sein, um die Postvorschriften zu erfüllen.

Wenn dann alles so schön und sauber ist, wie auf diesem Beleg (Marken, Stempel, Couvert), dann finde ich das "einfach nur schön".

Freundliche Grüsse
und schönen 2. Advent

Heinz

[1] Redaktionelle Ergänzung: Gemeint ist der Philaseiten Brief Dezember 2017.
 
SH-Sammler Am: 10.03.2018 14:42:32 Gelesen: 52714# 284 @  
@ Heinz 7 [#283]

Hallo Heinz,

der unten abgebildete Brief kommt Dir bekannt vor? Ich gehe davon aus, dass dieser Geschäftsreisende die Nordschweiz abklapperte und noch mehr von diesen Briefen mit der immer gleichen 2 Rappen Kreuz und Wertziffer - Frankatur an die Zentrale gesendet hat.

Ich stelle mir den "armen" Postler in Basel vor, wie er mit grosser Wahrscheinlichkeit noch viele Portomarken verkleben musste.



BUCH (Schaffhausen), Zweizeiliger Stempel leicht verdeckt, im übergeordneten Postamt Ramsen gestempelt.

Brieftaxe: Normalgewichtiger Brief im Fernverkehr = 10 Rappen, taxiert mit dem einfachen Betrag der fehlenden Taxe.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Heinz 7 Am: 29.07.2019 22:00:51 Gelesen: 15299# 285 @  
@ ziffer-freak [#1]

Die Ziffer-Marke ist deutlich weniger beliebt bei Schweiz-Sammlern als die Sitzende Helvetia, aber bei uns im Forum "Philaseiten" haben wir grosse Freunde dieser Marke, allen voran wohl Ziffer-freak, der uns hier schon viele schöne Stücke gezeigt hat.

1891 erhielt Herr Otto Näf Post, die ihm wenig Freude gemacht hat. Die Armenpflege in Hausen am Albis sandte ihm eine Steuerrechnung per Nachnahme. Der Betrag war zwar "nur" 4 Franken 50 (plus 15 Rappen Porto-Gebühr), aber vermutlich hätte Herr Näf gerne etwas mehr bezahlt, wenn ihm dafür die Zurschaustellung seiner Armut erspart geblieben wäre.



Heute gilt Zürich und seine Vororte als Gebiet mit vielen wohlhabenden Leuten, doch noch im 19. Jahrhundert hatte es - gerade in den Vorortsgemeinden - viele arme Leute. Der Pöstler und der Pfarrer wussten Bescheid, darum waren diese Leute bei vielen Menschen nicht nur beliebt, sondern manchmal auch gefürchtet.

Doch wenden wir uns der Philatelie zu. Dieser schöne Brief wurde frankiert mit einer Zumstein Nr. 64 A, und ist glasklar gestempelt "HAUSEN A/A; 14.V.91" (A.A. = am Albis). Der Brief nach Thalweil ist rückseitig mit einem Ankunftsstempel "Thalweil" versehen.

Der Postbote sollte den Betrag einziehen, darum wurde mit grossen blauen Zahlen noch deutlich auf den einzufordernden Betrag hingewiesen: "4.65". Die Nachnahmegebühr damals betrug meines Wissens nur 10 Rappen, der Brief (im Nahverkehr) nur 5 Rappen. Thalwil liegt östlich der Albis-Kette, Hausen westlich, aber distanzmässig liegen sie nahe beieinander.

Heinz
 
SH-Sammler Am: 14.08.2019 11:49:22 Gelesen: 14316# 286 @  
Hallo,

heute möchte ich eine weitere Destination vorstellen: TRANSVAAL.

Transvaal war bis 1910 eine britische Kolonie, bevor das Gebiet im Staat Südafrika integriert wurde. Ob Heinz Transvaal als eigenständiges Land in die Tabelle aufnehmen wird, werden wir sehen.



Schaffhausen, 26. September 1903 nach Middelburg, Transvaal

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz Destinationen 1900 bis 1949"]
 
Gernesammler Am: 25.08.2019 13:51:57 Gelesen: 13623# 287 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom 23.10.1902 aus Davos an Madmeiselle Christina Lilowa in Sofia (Bulgarien) von Ihrem Verehrer siehe Vorderseite. Für das Franko nahm man eine Zumstein 61 B zu 10 Rappen "Kreuz und Wertziffer" Tarif ab 1875. Gestempelt am 23.10.1902 mit Davos Platz und in Sofia wurde der Ankunftsstempel am 14.10.1902 abgeschlagen, hier ist wieder der Unterschied zwischen Gregorianischem und Julianischem Kalender schön zu sehen. Auch wurde ein kleiner Einkreiser mit der Nr.38 abgeschlagen was wohl so wie in Bayern der Briefträgerstempel war. Der Stempel vom Hotel Victoria am Davos Platz in rot, hier hat wohl der Verehrer der Dame gewohnt.

Gruß Rainer



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz Destinationen 1900 bis 1949"]
 

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