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Thema: Verrechnungsfrankaturen auf Formularen
1 Pf Am: 29.09.2014 20:25:53 Gelesen: 2766# 1 @  
Hallo,

für meine 1 Pf Sammlung habe ich 2 Überweisungslisten (Zustellisten) erworben.

Wer kann mir sagen, wofür die Frankatur verrechnet wurde ?

Vielen Dank für die Hilfe
1 Pf





Das sind jeweils die Vorder- und Rückseiten.
 
drmoeller_neuss Am: 30.09.2014 07:49:25 Gelesen: 2728# 2 @  
Die Zustellgebühren von Paketen und Nachportobeträge wurden in Briefmarken verrechnet.

Oben sind es zwei Pakete = 60 Pfg. Pro Paket 30 Pfennig.

Unten sind es 6 Pakete = 1.80 DM und 38 Pfg. Einziehungsentgelt + Nachporto. Da ich den betroffenen Beleg nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, wie sich im Einzelfall der Nachgebührbetrag zusammensetzt.
 
1 Pf Am: 30.09.2014 21:28:38 Gelesen: 2674# 3 @  
@ drmoeller_neuss [#2]

Hallo,

vielen Dank für die Aufschlüsselung.

Die Paketberechnungen sind mir klar. Danke.

Aber jetzt die 38 Pf.

Beziehen sich die 38 Pf nicht auf den EBf als Auffrankierung auf ? "gew Bf" verstehe ich nicht.

Diese 38 Pf stehen aber in der Spalte 8 für - Ein zuziehende Nachgebühren usw.

In der Spalte 15 - Ein gezogene Nachgebühren steht aber der 1 Pf extra.

Bedeutet das dann, es wurde nur 1 Pf Nachgebühr verlangt ? Der aber nicht eingezogen werden konnte, da der Kunde nicht angetroffen wurde ?

Hoffentlich habe ich jetzt nicht zu viel über Kreuz gedacht.

DANKE für die Hilfe.

1 Pf
 
Nachtreter Am: 01.10.2014 09:36:16 Gelesen: 2637# 4 @  
@ 1 Pf [#3]

Der Einschreibebrief wurde ganz offensichtlich benachrichtigt (rückgeschrieben, weil nicht angetroffen). Er lagerte bei der Poststelle (PSt), weil er nicht ausgehändigt wurde (bzw. werden konnte). Außerdem konnte ein Einschreibebrief damals nicht mit Nachgebühr belegt werden.

Es handelt sich wohl um eine andere, nicht definierte Sendung (z.B. eine als Drucksache freigemachte Sendung, die die Voraussetzungen nicht erfüllte und somit zum "auf gew. Brief" wurde).

Im Übrigen wurde in diese Listen nur eingetragen, was der Zusteller abzurechnen hatte. Das fehlende Porto und das eigentliche -zusätzliche- Einziehungsentgelt wurde nicht unterschieden. Und die von der Zustellkasse geforderten 0,38 DM wurden auch verklebt. Ob in Spalte 15 tatsächlich 1 Pf notiert ist, oder 0,1 (Summe) vermag ich aus dem Scan nicht zu entnehmen. Vielleicht hat es auch mit dem "Fehlbetrag" etwas zu tun! Klar, der blaue Stift-Kringel und Pfeil läßt auch etwas anderes vermuten.

Mglw. wurde der 1 Pf auch erst später "abgerechnet" (fehlende Marken?), weil er wurde offensichtlich später / anders entwertet!

Viele Grüße und einen schönen Tag wünscht

Nachtreter
 
Wachauer Am: 12.04.2024 01:30:30 Gelesen: 110# 5 @  
Liebe Sammlerfreunde,

Österreich - ein Formular der Buchhaltung der Post- und Telegraphendirektion an das Postamt Spitz/Donau vom Mai 1951



für die Zustellgebühren bei der Auszahlung der Ruhe- und Versorgungsgenüsse. Rückseitig Portomarken ("Nachmarken") 1949, 20 x 90 Groschen + 4 x 40 Groschen = 20 Schilling.

Herzliche Sammlergrüße
Wachauer
 
HWS-NRW Am: 12.04.2024 08:53:42 Gelesen: 84# 6 @  
Hallo und einen guten Morgen,

das sind interne Verrechnungsgebühren, die postseitig mit Briefmarken verrechnet (ausgewiesen) wurden.

Es sind dementsprechend auch keine Frankatururen.

ES gibt von mir ein Buch (ca. 1.150 Seiten stark) in digitaler Form über fast alle Gebührenverrechnungen, die es in den deutschen Postanstalten gegeben hat.

Mit Sammlergruß
Werner
 
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