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Thema: Deutsches Reich: Belege aus dem Februar 1945
Briefmarkentor Am: 08.11.2014 19:31:44 Gelesen: 2004# 1 @  
Hallo Sammlerfreunde,

mit diesem Beitrag möchte ich alle interessierten Forenteilnehmer aufrufen, ihre Belege aus dem Februar 1945 vorzustellen. Gesucht sind alle Formen von Belegen, die in dem Zeitraum auf dem Gebiet des Deutschen Reiches, und zwar nach dem Gebietsstand vom 30. September 1938, aufgegeben wurden.

Viele Grüße

Marko
 
Briefmarkentor Am: 08.11.2014 19:34:01 Gelesen: 2002# 2 @  
Feldpostbrief vom 23. Februar 1945 aus Rostock im Land Mecklenburg (RPD Schwerin) nach Pyritz in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin). Die Stadt Pyritz, etwa 48 km südlich der Stadt Stettin gelegen, war zu diesem Zeitpunkt bereits von Truppen der Roten Armee eingenommen. Dadurch konnte der Brief nicht mehr durch die Deutsche Reichspost zugestellt werden. Am 26. Februar 1945 erhielt der Brief einen Stempelabschlag "26. 2. Zurück" und einen handschriftlichen Vermerk "Zur Zeit nicht zustellbar".



Interessant ist der rote Absenderstempel auf der Rückseite:

Reserve-Lazarett Rostock
Teillaz.: Goetheschule
(3) Seestadt Rostock
Goetheplatz - Fernruf:

Rostock war wiederholtes Ziel schwerer Angriffe des britischen Bomber Command. Die Stadt wurde dabei sehr stark zerstört und galt eine Zeit lang als am stärksten zerstörte Stadt des Deutschen Reiches.

Scheinbar wurden Teile des Lazarettes aus Platzproblemen in dem zivilen Objekt Goetheschule untergebracht. Kann ein Forenmitglied mehr zu diesem Thema sagen?

Hier nun der Inhalt des Briefes:



Mit der Schrift tue ich mich immer noch schwer. Kann ein Forenmitglied den Text wiedergeben?

Einen weiteren Brief des Absenders findet ihr im April 1945.
 
briefefan Am: 08.11.2014 20:39:14 Gelesen: 1993# 3 @  
Hallo Marko,

Pyritz bei Arnswalde in Pommern wurde am 2.3.1945 von den Russen besetzt.
Quelle: Daten alliierter Bestzung deutscher Orte am Ende des Zweiten Weltkriegs, Dr. Fritz Buro, Sonderschrift 20 der "Arbeitsgemeinschaft Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e. V.".

Den Feldpostbrief lese ich so:

Liebe Eltern!
Vielleicht kann ich auf diese Art Eure Adresse erfahren, denn gesucht habe ich Euch schon durch alle Stellen. Ich habe einen Stecksplitter in der Schulter, bin in der Tuchler Heide am 12.2. verwundet. Gehe diese Tage zum Ers.Batt., es ist das Landesschützen Es.Batt. 18 und soll in Kärnten Österreich liegen. Versuche es doch ob ihr nach dort schreiben könnt. Wenn [U]nicht[U] über das Rote Kreuz von da erhaltet Ihr Auskünfte. Wollen hoffen daß wir uns bald in der Heimat wiedersehen,
Es grüßt
Euch Euer Sohn Kurt.

Grüße an dich, Marko, von briefefan.
 
Briefmarkentor Am: 08.11.2014 21:24:09 Gelesen: 1977# 4 @  
@ briefefan [#3]

Hallo briefefan,

vielen Dank für die "Übersetzung" und vor allem für die Korrektur bezüglich der Besetzung des Ortes.

Viele Grüße

Marko
 
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