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Thema: Altdeutschland Preussen: Wertschätzung
Altesam.71 Am: 10.01.2015 12:59:06 Gelesen: 7223# 1 @  
Was haltet ihr denn von diesen Marken ?


 
briefmarkenwirbler24 Am: 10.01.2015 13:05:36 Gelesen: 7218# 2 @  
@ Altesam.71 [#1]

Guten Tag,

es handelt sich bei deinen gezeigten Marken um Altdeutschland, Preußen:

Links: Mi-Nr. 4 --> 20,-€
Mitte: Mi-Nr.11 --> 22,-€
Rechts: Mi-Nr. 3 --> 20,-€

Die Angaben sind nach dem Michelkatalog 2013, ich habe die Farbbestimmung mal weggelassen, da dies am Scan sehr schwierig ist.

Die Qualität der Marken verlangt aber Abzüge!

LG

Kevin
 
Altesam.71 Am: 10.01.2015 13:11:20 Gelesen: 7210# 3 @  
Danke, das ist doch mal eine Aussage !
 
Philaglück Am: 10.01.2015 17:56:42 Gelesen: 7134# 4 @  
@ Altesam.71 [#3]

Hallo,

zum Wert:

Michel Nr. 4 --> Siehe Markenbild unten = 0,00 €
Michel Nr. 11 --> Berührt, helle Stelle unter der 5 vom Stempel = 0,00 €
Michel Nr. 3 --> Mit den Löchern ? = 0,00 €

Die Marken sind für die Rundablage.
 
Silbergroschen Am: 25.12.2015 21:31:35 Gelesen: 6596# 5 @  
Hallo zusammen,

ich möchte euch eine kleine Übersicht geben, was man für für einzelne Qualitätsstufen für Marken aus Preußen bezahlt bzw. was diese für einen Wert darstellen.

Im ersten Bild sind nur angeschnittene, verschmutzte und Marken mit unleserlichen Stempel abgebildet. Der Wert ist 0 Euro. Selbst wenn Ihr für einen Katalogwert von 5000€ 10 Euro bezahlt sind es 10 € zu viel. Also Finger weg.



Im zweiten Bild sind Marken abgebildet, die an sich die unterste Qualitätsstufe darstellen, wenn man Altdeutschland sammelt. Mehr wie 5% vom Katalogwert sollte man aber nicht ausgeben. Eigentlich nicht sammelbar.



Im dritten Bild sind Marken abgebildet, die ich als normale Prachtstücke bezeichne. Zwischen 10-15% kann man dafür ausgeben.



Im vierten Bild sind Marken abgebildet, die ich als Kabinettstücke bezeichne. Hier kann man durchaus 25%-35% vom Michel ausgeben. Vollrandig zentrischer gut lesbarer Stempel und auch sonst keine Fehler.



Im fünften Bild sind ein paar Marken abgebildet die etwas außergewöhnlich sind. Der Michelpreis ist hier eigentlich egal. Je nach Stück kosten diese 50-100€.



Wie Ihr seht, könnt Ihr für komplette Sammlung von Preußen 80€ ausgeben oder in besserer Qualität 300€. Wenn es aber nur außergewöhnliche Stücke sein sollen, wird es auch bei Preußen vierstellig.

schönen Gruss

Peter
 
Franz88 Am: 04.03.2019 15:10:55 Gelesen: 4222# 6 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Briefumschlag aufgegeben in Warmbrunn (Polen) am 16.8.1865. Empfängeranschrift kann ich leider nicht lesen. Frankiert mit 2*1 Silbergroschen.

Auf der Siegelseite der Stempel AUSG. 18/8 Nr.1. (ein Ankunftsstempel?). Den zweiten Stempel kann ich nicht entziffern.

Weshalb wurde der Stempel Warmbrunn zweimal abgeschlagen (15.8 und 16.8)? Ich vermute der Brief wurde erst am nächsten Tag weitergeleitet, und deshalb nachgestempelt. Für was steht die rote Zahl 52?

Wie hoch wird so sein Brief bewertet? Ist der Brief portorichtig frankiert? Kann man den Laufweg des Briefes erkennen?

Ich bitte um eure Hilfe bei diesem Beleg.



Liebe Grüße
Franz
 
Magdeburger Am: 05.03.2019 07:13:56 Gelesen: 4163# 7 @  
@ Franz88 [#6]

Hallo Franz,

der Brief ist an Fraulein Bontine von Wallenberg hochwohlgeboren Maria ??? bei Breslau adressiert.

Beim Vornamen bin ich mir nicht sicher. Zum Adelsgeschlecht habe ich auf die Schnelle dies gefunden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenberg_(schlesisches_Adelsgeschlecht)

Das Franco von 2 Sgr. paßt. Der 2. spätere Ortsstempel könnte abgeschlagen worden sein, weil die Post schon abgegangen war und erst am Folgetag dies wieder möglich war.

Das Paar ist recht gut durchstochen, jedoch haben die Marken unter PVC gelitten. Ungewöhnlich ist noch, dass zu dieser Zeit, jede Marke mit dem Ortsstempel hätte entwertet sein müssen.

Die Ausgabe war am Folgetaf, den 17.08. auf der 1. Tour und der 2. Stempel dürfte aus Breslau sein, welcher ein wenig versetzt doppelt ist. Auch befindet sich das Bestellgeld für die Landbestellung von 1 Sgr. (roter Strich) siegelseitig.

Zur vorderseitigen 52 muß ich passen, da fraglich, ob postalisch angebracht.

Persönlich würde diesen Brief im einstelligen Bereich ansehen. Belege mit Paaren und Dreierstreifen der Nr. 16 sind gar nicht so selten.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Franz88 Am: 05.03.2019 21:10:53 Gelesen: 4074# 8 @  
@ Magdeburger [#7]

Hallo Ulf,

ein großes DANKESCHÖN für die ausführliche Antwort. Super.

Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 05.03.2019 22:03:28 Gelesen: 4059# 9 @  
@ Franz88 [#6]

Liebe Freunde,

ich denke es heißt nicht 52, sonder 5 Pfg. (abgekürzt) für den Verkaufspreis von 1890 oder 1900, als man solche Briefe noch für Pfennige kaufen konnte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Silesia-Archiv Am: 27.08.2020 23:20:56 Gelesen: 2975# 10 @  
Liebe Sammlerfreunde,

in einer Sammlerauflösung habe ich die beiden Marken - als Neudruck und Probedruck - gefunden.

Wer kann mir als Laie auf diesem Gebiet bitte behilflich sein und sagen ob diese Marken im Katalog stehen, was sie wert wären und was man ggfs. dafür bekommt, oder ob man sie getrost entsorgen kann?

Danke für die Mühe,
beste Sammlergrüße
Michael


 
Martin de Matin Am: 27.08.2020 23:43:42 Gelesen: 2969# 11 @  
@ Silesia-Archiv [#10]

Nach dem Handbuch der preußischen Freimarken von Bayer/Stautz gibt es keine Probedrucke der MiNr. 12 auch im Michel steht nichts davon; also ist es eine MiNr.12 (Mi 2017: 120 Euro für die billigste Farbe).

Bei der zweiten Marken müsste man überprüfen ob sie wie der Neudruck I der MiNr.1 kein Wasserzeichen hat (auch MiNr13 hat kein Wasserzeichen). MiNr.1 und der Neudruck II diser Marke haben Wasserzeichen.

Gruss
Martin
 
Benjamin Voigt Am: 28.08.2020 10:43:46 Gelesen: 2930# 12 @  
@ Silesia-Archiv [#10]

Linke Marke ist wie Martin in Beitrag [#11] schon richtig schreibt eine 12 in a-Farbe.

Für die rechte Marke wäre ein vernünftiger Scan von Vorderseite und Rückseite sinnvoll.

Zuzuordnen ist es der Mi.-Nr. 1, aber welcher Variante ist anhand des jetzigen Bildes nicht zu beurteilen.

Beste Grüße aus Bonn

Benjamin
 
Silesia-Archiv Am: 28.08.2020 22:34:03 Gelesen: 2835# 13 @  
@ Benjamin Voigt [#12]
@ Martin de Matin [#11]

Danke für die Ausführungen. Inzwischen wurde ich auch von anderen gebeten die Rückseite zu zeigen, was ich hiermit gerne nachhole.

Es war mir nicht bewusst dass das von Bedeutung sein könnte.

Beste Grüße Michael




 
Benjamin Voigt Am: 23.01.2022 15:26:36 Gelesen: 906# 14 @  
Hallo Michael,

jetzt kommt die Antwort spät, weil ich den Thread aus den Augen verloren hatte.

Die untere Marke scheint wirklich ein Neudruck I (ohne Wasserzeichen) zu sein, leider aufgrund der bekannten Folienproblematik verlagert und oxidiert. Außerdem ist die Marke ohne Gummierng. Vom Oxidationsverhalten passt es auch eher zu Mi.-Nr. 1NDI als wie zu Mi.-Nr. 13.

Anhand ein Bild der Neudrucke I Mi.-Nr. 1 -4 in waagerechten Paaren. Da ich gerade technisch bei mir umbaue, ohne Scan der Rückseite.



Beste Grüße Benjamin
 
Richard Am: 24.01.2022 09:49:31 Gelesen: 838# 15 @  
@ Benjamin Voigt [#14]

jetzt kommt die Antwort spät, weil ich den Thread aus den Augen verloren hatte

Hallo Benjamin,

klicke einfach auf das ABO über Deinem Beitrag, dann bekommt Du einmal nächtlich per Mail die Information, dass ein Beitrag zu diesem Thema im Forum steht [1].

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://www.philaseiten.de/s/hilfe.html#Meine_PS_3
 
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