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Thema: Estland: Belege
Das Thema hat 46 Beiträge:
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Cantus Am: 10.03.2018 17:19:17 Gelesen: 15705# 22 @  
Heute ein Bedarfsbrief, gelaufen am 19.12.2001 von Tallinn nach Hamburg. Zur Frankatur dienten zwei Marken zu je 3 estnischen Kronen der Ausgabe vom 31.3.1994, Mi. 224.



Viele Grüße
Ingo
 
Michael Mallien Am: 28.08.2018 21:06:13 Gelesen: 14011# 23 @  
Die Einführung des Euro-Bargelds erfolgte in Estland im Januar 2011. Daher war ich zunächst erstaunt über dieses Einschreiben vom 30.11.2007 aus Tallinn nach Bargteheide, welches eine Marke mit Doppelnominale "Krone/Euro" trug im Wert von 20,50 Kronen bzw. 1,31 Euro.



Eine kurze Recherche zeigte mir, dass es Marken in Doppelnominale schon seit Januar 2006 gab, also 5 Jahre vor Einführung des Euro-Bargeldes. Der Wechselkurs zum Euro stand demnach schon lange fest.

Insgesamt gibt es 144 Marken (MiNrn. 537-680) in Doppelnominale; eine stattliche Anzahl!

Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 13.02.2019 03:03:45 Gelesen: 12510# 24 @  
@ fdoell [#16]

Hier zwei (nicht philatelistisch beeinflusste) Bedarfsbelege aus der "beginnenden" Unabhängigkeit Estlands.

Am 30. März 1990 erklärte die estnische SSR sich wieder zur "eigenen" Republik, noch innerhalb der UdSSR.



Auslandsbrief vom 16.05.1990 aus Jõgeva nach Deutschand, frankiert mit 30 Kopeken. Entwertet mit einem normalen, zweisprachigen СССP-Handstempel "ЙЫГЕВА ЭСТ. ССР" (а). Der Absender hat als Herkunftsland auch bereits die neuen Bezeichnung "Estonia Rep." gewählt.



Ludtpost-Auslandsbrief vom 02.01.1991 aus Viimsi nach Deutschland, per Luftpost-Bildganzsache der UdSSR (rückseitiger Druckvermerk "19.04.90. 136680.") zu 50 Kopeken. Entwertet mit einem normalen, zweisprachigen СССP-Handstempel aus Haabneeme "ХААБНЕЭМЕ ЭСТ.ССР" (а).

Gruß
Thomas
 
Altmerker Am: 13.02.2019 19:52:20 Gelesen: 12473# 25 @  


Der Stempel ist etwas unsauber, es dürfte 1992 gewesen sein, als diese Mehrfach- bzw. Mischfrankatur entstand, echt gelaufener R-Brief, noch mit Gummistempel.

Gruß
Uwe
 
Franz88 Am: 30.04.2019 16:27:28 Gelesen: 11875# 26 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Reko - Auslandsbrief von Tallinn, der Hauptstadt Estlands, nach Berlin. Gelaufen am 5.3.1936. Rückseitiger Ankunftsstempel Berlin-Charlottenburg am 7.3.1936



Liebe Grüße
Franz
 
hajo22 Am: 10.05.2019 17:11:30 Gelesen: 11743# 27 @  
Ganzsache zu 5 Senti + Zusatzfrankatur 10 Senti aus Tallinn vom 12.2.1938 nach Nürnberg. Eingangsvermerk des Empfängers am 15.2.38. Bedarfspost.



hajo22
 
Regis Am: 08.12.2019 21:07:22 Gelesen: 10463# 28 @  
Hier zur Wiederbelebung des Themas 2 Belege, geflogen oder zur Täuschung dies imitierend.

Zuerst ein Einschreiben Luftpost 1,25 M + 1,25 M + % M Lp-Zuschlag ab TALLINN 18.3.20 nach HELSIKI Ankunft 21.3.20. 2. Einn Brief Einschreiben, Rückschein Luftpost ? 1,25 M + 1,25 M + 1 M + 5 M Lp-Zuschlag ab TALLINN 121.4.20 über HELSINKI 15.4.20 an OULU 17.4.20

Die estnische Postverwaltung bot den Flugtranspüort an, ohne das Ende der Eisflüge vorher ankündigen zu können. Daher gab es Luftpüostauflieferungen bis über den 20. April 1920 hinaus. Da gemäß Militärunterlagen bis 210. April 20 geflogen wurde, ist Lufttransport nicht auszuschließen. Zudem ist nicht bekannt, ab wann Auslandssendungen ohne Luftpostzuschlag angenommen wurden.


 
Regis Am: 09.12.2019 11:17:10 Gelesen: 10439# 29 @  
Nun noch einige unstrittige Belege.







5 Postkarten, an denen man die inflationäre Entwicklung erkennen kann.
 
fdoell Am: 06.04.2020 00:42:47 Gelesen: 9640# 30 @  
@ regis [#28]

Hallo Regis,

tut mir leid, falls Du wegen der nachfolgenden Informationen enttäuscht bist, aber die beiden von Dir gezeigten Belege sind nach allen bislang vorliegenden Kenntnissen wohl nicht mit dem Flugzeug befördert worden. Es ist davon auszugehen, das zwischen 15. März und 23. April 1920 keine Eisflüge von Tallinn nach Helsinki stattfanden, auch wenn die Absender die Belege entsprechend frankiert hatten und ab 1. März 1920 immer der zweisprachig schwedisch/finnisch aptierte russische Durchgangs- bzw. Ankunftstempel von Helsinki / Helsingfors angebracht wurde, aber eben auch auf eingehender Post, die mit dem Schiff befördert wurde.

Literatur dazu:

- Hannes Westendorf: Nachrichten aus dem Revaler Boten - die Auslandspostverbindungen Estlands im Winter 1920 unter besonderer Berücksichtigung der Flug- und Seepost, in BALTIKUM 4/2017 (Teil 1) und 5/2018 (Teil 2).
- Michael Wieneke: Der Eisflug vom 15.3.1920 - eine kleine Übersicht, in EESTI POST 58/2014.
- Artur Gübeli: Postflüge über den Finnischen Meerbusen im Winter 1920, in EESTI POST Nr. 57/2013.

Alle Artikel findest Du zum kostenfreien Download auf dem Web der ArGe Baltikum unter https://arge-baltikum.de/MTB-20.shtml bzw. https://arge-baltikum.de/MTB-30.shtml.

Das Datum, ab wann kein Flugpost-Zusatzporto mehr benötigt wurde, ist übrigens bekannt. Du findest es unter der Sammelgebietsdarstellung der Unabhängigen Republik Estland 1918-1940 ebenfalls auf dem Web der ArGe Baltikum https://arge-baltikum.de/estonia-40.shtml#30.

Da Du offensichtlich Etliches aus Estland sammelst, sei Dir das Web der ArGe Baltikum recht herzlich nahegelegt; es dürfte noch einiges Intreressante mehr für Dich beinhalten. Sofern Du an weiterem Austausch zur Estland-Philatelie interessiert bist, darfst Du mich auch gerne direkt kontaktieren.

Gruß
Friedhelm
 
Dieter Am: 28.05.2020 10:20:08 Gelesen: 9239# 31 @  
@ Kontrollratjunkie [#10]

Hallo KJ !

Ich habe hier auch ein paar von solchen gelochten Streifen. Kannst Du mir auch weiterhelfen, sind das auch "Marken" von den Lokalausgaben von Tart, und wie wurden diese verwendet (als Briefmarke) oder? Und wie werden sie gehandelt das ist nur der Interesse halber. Man möchte doch wissen, was man da hat. Vielen Dank schon im Voraus.

Es grüßt Dich Dieter


 
fdoell Am: 02.08.2020 23:15:13 Gelesen: 8697# 32 @  
Hallo Dieter,

als Webmaster der ArGe Baltikum kann ich Dir mitteilen, dass das in der Tat amtliche Postwertzeichen aus Tartu sind. Unser (leider verstorbener) Sammlerfreund Arthur Gübeli hatte sich intensiv mit ihrer Entstehungsgeschichte und Verwendung befasst. In der „Eesti Post“ Nr. 50 hat er einen Artikel darüber geschrieben. Diese Ausgabe ist auf unserem Web [1] frei als PDF downloadbar (unter Medien - alte Ausgaben Eesti Post). Beim Sammelgebiet „Estland ab 1991“ auf unserem Web wird die Ausgabe auch (kurz) vorgestellt.

Gruss
Friedhelm

[1] arge-baltikum.de
 
Altmerker Am: 19.08.2020 19:30:20 Gelesen: 8470# 33 @  
Auf der Rüütli Strasse von Pärnu steht ein lebensgroße Abbild von Johann Voldemar Jannsen (1819 bis 1890), dem Vater des estnischen Journalismus. Dem Glauben zufolge soll man nach dem Berühren des „Perno Postimees“ in Jannsens Hand an diesem Tag gute Nachrichten erwarten können. Das Monument ist vom „Pärnu Postimees“ zum 150. Jahrestag der Erstausgabe des „Pärnu Postimees“ 1857 bestellt worden.

Zar Alexander II. gab 1856 die Druckerlaubnis für „Perno Postimees ehk Näddalileht“. Von 1857 bis 1863 war Jannsen für die Zeitung, die als achtseitige Wochenzeitung in estnischer Sprache erschien, als Redakteur und Publizist tätig. In der ersten Ausgabe veröffentlichte Jannsen ein Gedicht, das zum ersten Mal die Esten nicht mehr wie bislang üblich als Maarahvas (Landvolk), sondern als Eesti rahvas (Esten) bezeichnete. Er gab damit in Rückbesinnung auf alte Quellen dem Volk seinen Namen und eine Identität. Der estnische Publizist und Kantor übersetzte auch deutsche Chorweisen. Jannsen schrieb den Text „Mein Vaterland, mein Glück und meine Freude“, der nach der Unabhängigkeit Estlands 1918 Nationalhymne wurde, und war Herausgeber von Volksliedsammlungen. Seine drei Hauptwerke mit 1003 Liedern bilden noch heute einen wesentlichen Teil der geistlichen Literatur Estlands. 1860 gab Jannsen unter dem Titel „Eesti Laulik“ (Estnisches Liederbuch) auch einen Band mit weltlichen Liedern für Chöre heraus.

Im Jahr 1863 zog die Familie nach Tartu. Dort gaben Vater Johann Voldemar Jannsen und Tochter Lydia Emilie Florentine Koidula die estnischsprachige Zeitung „Eesti Postimees“ (Estnischer Postbote) heraus, sie zählten zu den Gründern der Theatergesellschaft „Vanemuine“ und organisierten 1869 das erste allgemeine Sängerfest in Estland. Bei beiden handelte es sich um Vorreiter der estnischen Nationalbewegung, und sie brachten die estnischsprachige Kultur voran.


 
fdoell Am: 16.09.2021 15:24:22 Gelesen: 4000# 34 @  
@ Michael Mallien [#17]

Der blaue Sonderstempel lautet „Eestimaa kevadpealinn Türi“ = „Estlands Frühlingshauptstadt Türi“ nebst Datumsangabe. Das ist also ein Werbestempel für die 3 Monate andauernden Aktivitäten in Türi, das diesen „Nebennamen“ seit 1999 führen darf. In ähnlicher Weise wirbt Pärnu mit Sommerhauptstadt (suvepealinn), Narva mit Herbsthauptstadt (sügisepealinn), Otepää mit Winterhauptstadt (talvepealinn), Kurressaare mit Sonnenhauptstadt (päikesepealinn) und in jährlichem Wechsel verschiedene Orte als Waldhauptstadt (metsapealinn, im Einzelnen auf der estnischen Vikipedia.ee unter diesem Begriff zu finden).

Gruss
Friedhelm
 
Michael Mallien Am: 31.10.2021 11:59:49 Gelesen: 3541# 35 @  
@ fdoell [#34]

Hallo Friedhelm,

vielen Dank für die Info zu dem Stempel!

Ich zeige heute einen Beleg im A5-Format vom 15.9.2021 aus Tallinn (Stempel aus Nurmenuku) nach Bargteheide zu 1,90 Euro.

Die Form der Marke gefällt mir!



Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 19.12.2021 19:10:16 Gelesen: 2944# 36 @  
Eigentlich kein schöner, sammelnswerter Beleg, aber da ich diese Form einer "barbezahlten Sendung" hier noch nicht gesehen habe, habe ich versucht, diese zumindest für eine Abbildung zu retten. Im Kern geht es mir eigentlich nur um das Zeigen der Barfrankatur selbst.

Hinweis: Das war ursprünglich eine Sendung aus Estland an einen deutschen Empfänger, der den Umschlag für einen spätere Ebay-Versand wiederverwendet hat, d.h. ich habe die Überklebungen und Nachbeschriftungen entfernt und mit einer Bildbearbeitung editiert.



Private Einschreibesendung (zu 0,895 kg) aus Tallinn/EST nach Uttenreuth/D, eingeliefert und barbezahlt beim Lasnamäe Postkontor, in Tallinn. Estnisches Einschreibe-Label mit Sendungsnummer RR .... EE, mit schwachen Resten eines Handstempels über der eingedruckten Ortsangabe TALLINN zu erkennen: TALLIN-LASNAMÄE / RR. - plus ein nachverklebtes deutsches Einschreibelabel der DPAG (Formularnummer 912-857-600) mit neuer, deutscher Sendungsnummer RL .... DE. Handstempel MAKSIKIRI (=Maxibrief), den selbstklebenden Luftpostaufkleber konnte ich nicht mehr retten.

Barfrankatur dargestellt per TP-Handstempel (= Taxe Perçue, d.h. Gebühr bezahlt) und handschriftlichem Zusatz 142 EEK für das entrichtete Porto, das steht für 142 Estnische Kronen, das entspricht also etwa 9 Euro. Üblicherweise werden diese Gebührbezahlt-Vermerke mit einem (Hand-) Stempel des annehmenden Postamts "validiert", hier * TALLINN-LASNAMÄE * m AS EESTI POST vom 12.02.2010. Estnische Kronen waren bis 2010 die Währung in Estland, fest gekoppelt an den Euro, wobei 1 EUR immer 15,6466 EEK entsprachen.

Beste Grüße
Thomas
 
MichaelS Am: 20.12.2021 19:17:05 Gelesen: 2915# 37 @  
Auch Estland hat seit geraumer Zeit individuelle Briefmarken herausgegeben.

Dies ist ein Exemplar der estnischen Firma Eleport OÜ mit Sitz in Tallinn. Sie vertreibt Ladesäulen für E-Autos.

Der Brief wurde in Tartu gestempelt und hat einen Laufvermerk von Lasnamae/Viimsi



Schönen Gruß,
Michael
 
matze1958 Am: 24.02.2022 21:26:37 Gelesen: 2175# 38 @  
Hallo zusammen,

den unten abgebildeten Brief hatte ich vor einigen Tagen schon im Forum "Stempel bestimmen Russland" eingestellt. (Hier wurde mir schon super mit den Stempeln geholfen) Tatsächlich ging er aber nach Estland. Im folgenden findet Ihr meine Beschreibung, die aber nicht unbedingt richtig sein muss.

Der ursprüngliche Zielort „Jewe-Mehntack" wurde gestrichen. Meine zentrale offne Frage ist, wohin der Brief weitergeleitet wurde. Die Adresse ist auf der Vorderseite zu sehen, wurde aber hinten wohl wegen der schlechten Leserlichkeit wiederholt. Vermulich irgendwo in der Nähe des heutigen Tallin. Das das jemand von Euch lesen?? Da helfen landes-/Sprachkenntnisse ja ganz gewiss!

Gerne höre ich auch weitere Anregungen/Ergänzungen zur Briefbeschreibung.


Brief vom 24.12.1867 von Genf nach Jewe (IEBЬE, heute Jõhvi) Estland (russisches Ostseegouvernement).

Der Brief ging an Olga Anna Pauline Freifrau Baronin von Rosen geb. Gräfin von Kotzebue, 1842-1931, wohnhaft auf dem Gut Mehntack (auf dem Brief unten handschriftlich vermerkt, durchgestrichen), verheiratet mit Freiherr Konstantin v. Rosen (Landrat).

Zum Gut Mehntack findet man in Wiki den Eintrag: die ehemalige Landgemeinde Mäetaguse vald lag im Kreis Ida-Viru im Nordosten Estlands. Besonders sehenswert ist das 1542 erstmals erwähnte Gutshaus von Mäetaguse (deutsch Mehntack). Das heutige Hauptgebäude wurde 1796 durch den Deutschbalten Eugenius Octave von Rosen errichtet.


Leitung über Deutschland (handschriftlich „par Berlin et St. Petersburg“)
Frankatur mit 75 Rp. für Briefe bis 15g aus dem zweiten Schweizer Rayon in der seltenen 3. Tarifperiode (10.01.1867 – 31.08.1868), die nur 19 Monate Gültigkeit hatte

rückseitig acht Stempel (das AEK auf den kyrillischen Stempeln steht für Dezember декабрь):

• Bahnstempel „GENEVE-SION 24 XII 67“
• Bahnstempel „LAUSANNE-BERN 24 XII 67“
• Bahnstempel „Gr. Bad. Bahnpost Z 25 25 XII 67“ (Gr. Bad. = großherzoglich badisch)
• Deutscher Ovalstempel „SCHWEIZ über BADEN“
• МОСКВА = Moskau, 18.12.1867 (jul.) = 30.12.1867 (greg.)
• С. ПЕТЕРБУРГЪ = St. Petersburg, 20.12.1867 (jul.) = 01.01.1868 (greg.) (man könnte hier auch eine 29.12 erkennen, macht aber vom Postweg wenig Sinn)
• IEBЬE = Jewe (heute Jõhvi), ??.12.1867 (jul.) = ??.01.1868 (greg.)
• РЕВЕЛЬ = Reval (heute Tallin), 24.12.1867 (jul.) = 05.01.1868 (greg.)

Danke im Voraus und viel Spaß beim Rätseln, Matze



 
Shinokuma Am: 25.02.2022 00:10:01 Gelesen: 2158# 39 @  
Liebe Estland-Freunde und Sammler!

Nachstehend zeige ich einen Luftpostbrief vom 21.5.2004 im C5-Format von der Firma G.W.Berg Ltd. aus Tallinn, frankiert mit einer Europa-Marke zu 5,50 EEK (estnische Kronen), die aber offensichtlich als Frankatur nicht gereicht haben. Denn am linken Briefrand befindet sich vertikal ein roter Freistempel im Wert einer weiteren estn. Krone, der aber vermutlich nicht vom Absender stammt, sondern vom Postamt vor Ort.



Wer mehr darüber weiß, möge mich gerne eines Besseren belehren.

Mit herzlichen Grüßen

Gunther
 
Briefuhu Am: 25.02.2022 12:58:34 Gelesen: 2127# 40 @  
Habe hier einen Brief vom 04.11.1993 aus Rapla. Der Stempel Tähitud Amet-Post wurde mir online mit Registrierte Office-Post übersetzt. Kann es sein das es sich hier um eine estnische Postsache handelt?



Schönen Gruß
Sepp
 
fdoell Am: 25.02.2022 14:22:24 Gelesen: 2117# 41 @  
@ Shinokuma

Warum soll der Freistempler nicht vom Absender stammen? Unter dem Werteindruck sieht man die 220019, eine typische Ziffer für einen Dauer-Vertrag zwischen der Eesti Post und privaten Unternehmen.Gibt ein späteren Jahren auch als Virob-Aufdruck auf Umschlägen.

Wenn die fehlende Krone im Postamt dazugekommen wäre, hätte man wohl eher entweder eine Marke aufgeklebt (die gab es da ja) oder (bei Markenknappheit, die es aber da nicht mehr gab) einen Stempel "makstud" (bezahlt) mit der Angabe 1 Kr. für eine Barfrankatur angebracht.

@ Briefuhu

Amet heißt Amt. ameltik heißt amtlich. Mit "side" vornedran bedeutet es postamtlich. Mit einem solchen Vermerk, Stempel oder Eindruck werden portofreie "Amet-Post" ist eher selten, aber da macht wohl jedes Postamt seine eigenen Stempel.

Tähitud (auch tähitatud) bedeutet eingeschrieben. Die Einschreibnummer steht hier nebendran "24".

Absender ist das Raplamaa Postkontor, also das "Haupt-" Postamt des Landkreises Papa in Ramla. Der Brief geht an die "Verbrauchergemeinschaft Rapla", (vergleichbar bei uns Coop, Konsum,, Edeka...).

Gruß
Friedhelm
 
Briefuhu Am: 25.02.2022 15:16:32 Gelesen: 2113# 42 @  
@ fdoell [#41]

Hallo Friedhelm,

vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Erklärung, die zusammen mit dem Beleg in meine Sammlung kommt.

Wünsche ein schönes Wochenende
Sepp
 
fdoell Am: 25.02.2022 15:26:34 Gelesen: 2110# 43 @  
@ Matze1958

Die neue Anschrift ist kein Estnisch (was ich lesen und übersetzen könnte), sondern Russisch (die damalige Amtssprache). Selbst mit Kenntnis der russischen Schreibschrift wüsste ich dann nicht, was das genau bedeutet. Da müsstet Du jemand fragen der russische Schreibschrift lesen kann und das dann übersetzt.

Gruß
Friedhelm
 
fdoell Am: 25.02.2022 15:37:52 Gelesen: 2109# 44 @  
@ MichaelS [#37]

Der Laufvermerk von Lasnamäe betrifft das dortige Kandekeskus (Verteilzentrum in der Pallasti 28, direkt neben der Eesti Post Zentrale und dem Pallasti Postkontor).

Ich habe in der gerade aktualisierten Fassung meiner Ausarbeitung zur Gebietsreform 2017 in Estland [1] neben den Postkontoren und Postpunkten auch die Verteilzentren mit aufgenommen. Du findest es auf S. 17 unten und Erläuterungen dazu auf S. 16.

Gruß
Friedhelm

[1] Arbeitshilfe Nr. 1 der ArGe Baltikum, downloadbar unter https://arge-baltikum.de/arbeitshilfen-10-de.shtml
 
MichaelS Am: 25.02.2022 17:26:55 Gelesen: 2099# 45 @  
@ fdoell [#44]

Hallo Friedhelm,

vielen Dank für die Info. Auch wenn ich kein Estland-Sammler bin, werde ich mir Deine Ausarbeitung näher anschauen.

An dem Verteilzentrum bin ich ein paar mal vorbei gefahren. Allerdings ist es mir bisher nicht aufgefallen. Beim nächsten Besuch in Tallinn gucke ich genauer hin.

Schönen Gruß,
Michael
 
Ichschonwieder Am: 11.05.2022 16:16:16 Gelesen: 816# 46 @  
Brief aus Estland nach Deutschland

24.03.1999 Mi. Nr. 341 50 Jahre Europarat



VG Klaus Peter
 

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