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Thema: Österreich: Orte bestimmen
Heinz 1 Am: 14.04.2015 12:46:18 Gelesen: 3691# 1 @  
Welcher Ort ist das ?

Hallo zusammen,

ich bitte um Mithilfe. Welcher Buchstabe ist der erste bei diesem Namen? Vielen Dank schon einmal im voraus für die Hilfe. Es soll sich um einen Ort in Österreich handeln? Zumindest ist auf der Zeitung von 1882 eine Österreichischen Stempelmarke.

Heinz


 
volkimal Am: 14.04.2015 12:54:50 Gelesen: 3686# 2 @  
@ Heinz 1 [#1]

Hallo Heinz,

dort steht Cillier (Fraktur-Schrift).

Viele Grüße
Volkmar
 
Sachsendreier53 Am: 14.04.2015 13:10:27 Gelesen: 3677# 3 @  
@ Heinz 1 [#1]

Vielleicht hat Cillier was mit der Verwaltungseinheit des Herzogtums Steiermark in Innerösterreich zu tun ?

Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Cillier_Kreis#Ende

Gruß, Claus
 
bignell Am: 14.04.2015 18:30:16 Gelesen: 3604# 4 @  
@ Heinz 1 [#1]

Hallo,

es handelt sich um Celje (deutsch: Cilli) [1] damals Teil der Steiermark (Untersteier).

Lg, Harald

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Celje
 
Heinz 1 Am: 15.04.2015 16:15:23 Gelesen: 3551# 5 @  
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Erklärungen. Ich hatte auch den Buchstaben als C gedeutet aber konnte darüber nichts finden.

Gruß Heinz
 
Filigrana Am: 04.03.2016 22:11:10 Gelesen: 3103# 6 @  
Guten Abend,

für die Sammler die eine – wieso man Ungarische Ortsnamen auf die Poststempel bei noch sogar CSR Zeit findet - Frage haben, biete ich paar Zeilen dazu.

Post(stempel)/ Sprachen/( heutige) Slowakei

Hintergründe

Wie kam es dazu, dass hier, wo ein Slawische Volk seit dem V Jahrhundert lebte, so unterschiedliche Amtssprachen nutzen musste? Als erstes sollten wir uns ein wenig die historische Entwicklung anschauen. Noch in XII Jahrhundert war die Slowakische Sprache nur eine von mehreren, obwohl das Gebiet heutige Slowakei schon in XI Jahrhundert zur Königreich Ungarn eingegliedert wurde. Im mehrsprachigen Königreich galt Latein als Amtssprache, wie üblich für damalige Zeit mit Schulunterricht und die Oberschicht nutzte Latein auch. Zwar war die slowakische Sprache gleich gestellt neben allen anderen, egal ob in einem Bauern- oder Hof Haus, aber die Ungarische in einen Ungarische Königreich langsam vorgezogen. Seit dem XVI Jahrhundert fiel dieses Gebiet unter Habsburger Monarchie, bis zum Anfang des XVII Jahrhunderts werden wir Gesetze vorfinden, welche für die Gleichheit aller Völker und Religionen stehen sollten. Interessanterweise aber die Ungarn verlangten schon in Mitte XVI Jahrhundert, dass jeder König diese Monarchie Ungarische beherrschen muss. In XVIII Jahrhundert war mit allem Schluss, unten die Herrschaft von Maria Theresia galt für alle Sieben Hauptvölker: Ungarn, Deutsche, Slowaken, Kroaten, Russen, Serben, Rumänen als die neue Deutsche Amtssprache Vorschlag und durch ihren Nachfolger, Sohn Josef II durchgesetzt.

Die Lateinische Sprache hatte keine Zukunft mehr, die Ungarn schlugen sie aber vor bei dem Kampf um die Ungarische als Amtssprache anzuführen, was die nicht Ungarische Völker naiv sympathisierte. Der König gab alle 3 Jahre welche sein Amt behalten wollten Deutsch zum lernen, Unterricht an die Schulen wurde in Deutsch angeführt, so sein Antwort, dass die Ungarische Sprache nicht geeignet als Amtssprache ist. Ende XVIII- te auf die Bitte von Ungarn erlaubt er Sprachunterricht auf die Schulen für die, wo Ungarische lernen neben bei wollen.

Eine innere Unruhe im Königreich war bei anderen Völkern vorprogrammiert. Serben bekamen eine Illyrische Hofkanzlei, Siebenbürger Sachsen und Rumänen erreichten auch Erfüllung ihrer Forderungen und ihrer Sprachen mit die Ungarische wurde gleichgestellt. Franc I/II war ein weiterer Herrscher, welcher die vorgeschriebene Amtssprache beeinflusste, als ungarischer Sympathisant. Ungarisch war nicht mehr als Nebensprache, sondern als eine der Hauptfächer in Schulen angeführt. Nachdem man auch von nicht Ungarisch sprechenden Ämter Oberen, wie auch Slowaken, verlangt wurde, dass sie Ungarisch als Amtssprache nutzen sollten, kam es zum Widerstand. In Russische Sprache Unterricht und Rumänische, ein Illyrische Wörterbuch weitere Folgen diese Entwicklung welche die Volker bekamen. Das Slowakische Volk wurde aber nach und nach mehr Ungarisiert.

Nach dem Krieg mit Napoleon I, blieb die Situation für Slowaken bestehen. Ämter, Kirchen, Schulen auch das Kulturelle Leben würden unterdrückt, nur einzeln wurden Bücher in Slowakische Sprache herausgegeben. Ferdinand I/V, sein Zeit können wir mit einem Satz am besten beschreiben, wie es für der Slawischen Volker stand – Slowaken sollten wir am besten mit Hilfe von Husaren unterdrücken, in Ungarn gibt es nur ein Volk – Ungarische. Mit viel Mühe in Mitte XIX Jahrhundert gelingt es Slowaken in kleinen Schritten, seine die Slowakische Sprache auch benützen dürfen, Zeitungen Literarische Vereine die Kämpfe von Studierten und Städten Oberen, diese Sprache anerkennen war sehr langjährig. Die Belehrten bitten und kämpfen dafür, dem Slowakischen Volk die Möglichkeit nicht nehmen zum lernen und beten, in ihrer Muttersprache, aber auf andere Seite viele Orte das Ungarische akzeptierten. Einige Kroaten, Serben, Slowaken greifen nach Waffen, Aufstand, was manche das Leben kostete. Ferdinand I veröffentlicht, dass er sich bemüht, dass keiner seine Volker von anderen unterdrücken sein sollten. Der Ungarische mag nicht Deutsche, und versucht auch die Slawischen weiterhin verschwinden.

Aus diesen Gründen bei dem Vormarken Zeit werden wir aus dem Gebiet heutige Slowakei Briefe finden, welche überwiegend in Latein, Deutsch und Ungarisch geschrieben wurden. Es war die Sprache Ämter und genauso Kaufmänner.

Post / bis 1.5.1867

Wie erwartet die Amtssprache bei Post war Deutsch vorgeschrieben. Aber wie war es mit die Ortsnamen auf Poststempel? Deutsch, Latein, Süden auch Serbisch-kroatisch, Norden auch Slowakisch.

Wir müssen auch bedenken, dass manche Orte kaum von Slowakisch übersetzbar waren, was sehr große Probleme für Sammler das Ort bestimmen bereitet, weitere Problem Mischung (de Französisch/Ort Deutsch) und natürlich alle mögliche Grammatische Fehler diese frühere Stempel.

Auf dem Gebiet heutige Slowakei sind Ortsstempel am Anfang in (fast alle) Deutsch, die langsame Anführung in Ungarische Sprache circa 1820 mit Steigerung. Seltenheiten wieder Kombinationen oder zweisprachige Stempel.
Krone ganze Geschichte: Anordnung von 24.5.1847 – Postmeister Stempel auf Ungarisch!

Passende Briefchen:

Von Presov /v EPERIES nach Pohorella, 1841. Postamt Presov endet seine Ortstempel auf Ungarisch, nach dem Vorschrift 1848/ EPERJES.



LG A
 
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