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Thema: (?) (678/693) Aptierte Stempel
Das Thema hat 701 Beiträge:
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volkimal Am: 02.08.2019 08:34:04 Gelesen: 8001# 677 @  
@ epem7081 [#676]

Hallo Edwin,

du hast Recht, diese Variante hatten wir noch nicht. Im Beitrag [#186] habe ich zwar schon einen kopfstehenden aptierten Wertrahmen gezeigt. Dabei wurde der Postfreistempel aber ohne Wertziffer als normaler Maschinenstempel zum Entwerten von Briefmarken eingesetzt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 13.08.2019 17:50:56 Gelesen: 6622# 678 @  
Hallo an alle,

auf der Rückseite eines Briefes der zurück ging, da unzustellbar ist folgender Stempel abgeschlagen:



Vom Aussehen her würde ich erst einmal vermuten, das dieser Stempel aptiert worden sein könnte ?

Wenn man die Vorderseite des Briefes betrachtet:



so sieht man, das dieser Brief im April 1997 nach Rheine geschickt wurde. Er war dort nicht zustellbar und ging wegen vorhandener Vorausverfügung ging daher am 2.5.1997 vom Zustellstützpunkt aus zurück nach Oberursel - auf dem Weg dorthin wurde auch noch der auf der Rückseite befindliche Stempel mit Datum 6.5.1997 abgeschlagen.

Er müsste also vermutlich an übergeordneter Stelle des Zustellstützpunktes oder im BZ 48 gestempelt worden sein ?

Hat jemand auf einen anderen Brief auch diesen Stempel mal gesehen und kann daher nähere Angaben machen, wo dieser Stempel eventuell eingesetzt wurde ?

Außerdem würde mich die Meinung der Stempelexperten interessieren, ob es sich hier um eine Aptierung handeln könnte oder um einen ungeschickten Abschlag ?

Viele Grüße Jürgen
 
Nachtreter Am: 13.08.2019 20:53:27 Gelesen: 6598# 679 @  
@ Journalist [#678]

Hallo Jürgen,

könnte es sich vielleicht um einen Stempel der Briefermittlungsstelle in Marburg handeln?

Der rote Kugelschreiber und der besondere Hinweis (“Pfeile“) auf den Tagesstempel bzw. Wertrahmen der Absenderstempelmaschine machen mir den Eindruck, dass man nicht sofort wusste wohin zurück - nur Postfachangabe!

Später gab / gibt (?) es ja den roten Stempel aus Marburg, um möglicherweise solche Irritationen zu vermeiden.

Einen schönen Abend wünscht

Nachtreter
 
GSFreak Am: 13.08.2019 21:45:45 Gelesen: 6585# 680 @  
Beim Durchsehen meiner Ganzsachen-Doubletten habe ich mal wieder einen aptierten Stempel gefunden. Im Tagesstempel ist vor GERINGSWALDE die Postleitzahl "(10)" hinzugefügt worden. Der Abschlag datiert vom 20.12.1948. Geschrieben wurde die Karte am 19.12.1948. Die Ganzsache ist eine SBZ P 31.



Gruß Ulrich
 
volkimal Am: 16.08.2019 19:11:57 Gelesen: 6371# 681 @  
Hallo zusammen,

auch bei diesem Maschinenstempel aus Stuttgart-Bad Cannstatt wurde die Postleitgebietszahl nachträglich hinzugefügt:



Etwa Mitte 1947 wurde das Gebiet (14) geteilt und es entstanden (14a) und (14b). Der Stempel ist vermutlich vom 27.08.1952. Er muss aber spätestens 1947 aptiert worden sein.

Viele Grüße
Volkmar
 
epem7081 Am: 17.08.2019 00:58:43 Gelesen: 6329# 682 @  
Aus einem gewichtigen Paket (1,8 kg) mit alten DDR-Belegen ist unter anderem dieser Beleg mit aptiertem Stempel Radeberg aufgetaucht.



Am 19.9.1955 wurde dieser Beleg in RADEBERG gestempelt. Die unsymmetrische Angabe des Ortsnamens lässt auf eine Aptierung der alten PGLZ (10a) schließen.

Mit mitternächtlichem Gruß
Edwin
 
epem7081 Am: 17.08.2019 15:04:25 Gelesen: 6284# 683 @  
Hallo zusammen,

aus meiner gerade erworbenen DDR Überraschungskiste eine für mich höchst interessante Eilsendung von Weimar nach Berlin mit immerhin sechs verschiedenen Stempeln.





Am 14.7.1968 freigemacht um 14 Uhr mit dem Stempel 53 WEIMAR 1. Im gleichen Postamt dann noch auf der Rückseite ein Stempelabschlag von 16 Uhr. Dann ging die Post erst richtig ab, wie die Bahnpoststempel ausweisen:



Ich kenne mich mit den Bahnverhältnissen in der DDR überhaupt nicht aus, vermute aber, dass zunächst der ZUG-895 von ERFURT nach HALLE und dann ZUG1163 von ERFURT nach BERLIN den Brief beförderte. Warum nicht gleich in den Zug der direkten Verbindung Erfurt nach Berlin? Dieser Bahnpoststempel wirft zudem noch die Frage auf, ob angesichts der unsymmetrischen Stationsangaben im Stempel hier etwas entfernt (aptiert) wurde?



Trotz allem erstaunlich "zügig" dann die Ankunft am 15.7.1968 zunächst in 104 BERLIN 4 um 2 Uhr und schlussendlich bei der Zieladresse 108 BERLIN 8 um 6 Uhr im Postfach 1230! "Der Morgen" scheint wohl ein Presseorgan gewesen zu sein und die handschriftliche Kennung des Absenders TS6977 vielleicht ein redaktioneller Beitrag oder gar die Antwort auf eine Chiffren-Anzeige? Hoffentlich hat in diesem Fall die Redaktion das Postfach rechtzeitig geleert.

Erst durch philaseiten habe ich erstmals von dem weiteren Aufkleber auf der Vorderseite Kenntnis erhalten, der hier sogar im Klartext signalisiert: Sorgfältig / stempeln o Sammler- / marken. Beim genauen Hinschauen wird auf diesem Brief zudem noch sichtbar, dass hier ein vorhergehender Sammler die Briefmarken nach dem Lipsia-Katalog erfasst hat: 1196/8, W116 und 1213. Bei uns im Westen war natürlich der Michel die Basis jeder Identifikation, somit MiNr. 1343/5, ? / 1358.

Eine reiche Stempelausbeute wünscht allen Sammlern
Edwin
 
Christoph 1 Am: 17.08.2019 16:02:21 Gelesen: 6267# 684 @  
@ epem7081 [#683]

Hallo Edwin,

schöner und interessanter Beleg! Du schreibst:

Dieser Bahnpoststempel wirft zudem noch die Frage auf, ob angesichts der unsymmetrischen Stationsangaben im Stempel hier etwas entfernt (aptiert) wurde?

Gute Frage! Man ist geneigt, ganz schnell mit ja zu antworten und ich hätte schon auch Ideen, welcher Ort da entfernt worden sein könnte: Hamburg läge nahe.

Allerdings gibt es gerade bei den Bahnpoststempeln aus DDR-Zeiten immer wieder diese Asymmetrie. Ich zeige mal zwei Beispiele, die ich vor geraumer Zeit im WWW gefunden habe:



Hier fragt man sich dann angesichts des geringen Freiraums schon, was denn hier eigentlich aptiert worden sein könnte? Orte mit so kurzem Namen gibt es ja nicht so viele ... Mir fällt dazu nichts ein.

Schaut man sich dann den Stempel Erfurt-Halle auf Deinem Beleg an, fällt auf, dass dieser ebenfalls nicht symmetrisch ist. Außerdem ist das Wort HALLE in ganz anderer Schrifttype gesetzt. Wurde also nicht nur etwas entfernt, sondern eventuell ein ganzer Ortsname ersetzt? Und trifft das eventuell auf weitere Stempel auch zu?

Eigentlich gehört das in das Thema "Aptierte Stempel"

@ Richard: vielleicht kannst Du es dorthin verschieben.

Viele Grüße
Christoph

[Beiträge [#683] bis [#685] wunschgemäss redaktionell verschoben]
 
jmh67 Am: 17.08.2019 17:46:41 Gelesen: 6252# 685 @  
@ epem7081 [#683]

"Der Morgen" war in der Tat eine Tageszeitung, und zwar das Zentralorgan der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands, und die Kennung in der Anschrift ist typisch für eine Chiffre-Anzeige. Ich wage sogar zu behaupten, dass es dabei um Briefmarken ging, denn sonst wäre der grün-weiße Kleber nicht auf dem Brief gewesen.

Die z. T. asymmetrischen Bahnpoststempel finde ich auch merkwürdig. Schon möglich, dass sie "umgebaut" wurden. Bahnhofsbezeichnungen waren ja nicht üblich und konnten also auch nicht entfernt werden, mir scheint auch, dass da ganze Ortsnamen ausgetauscht wurden, vermutlich aus Sparsamkeit. Konnten übrigens die Zugnummern ähnlich wie das Datum verstellt werden?

-jmh
 
epem7081 Am: 18.08.2019 21:15:12 Gelesen: 6121# 686 @  
@ Christoph 1 [#684]
@ jmh67 [#685]

Hallo Christoph und Jan-Martin,

vielen Dank für Eure Hinweise. In dem ersten Bahnpoststempel ist sicher die Station Halle anstelle einer früher anderen Station nachträglich eingebaut worden. Beim zweiten Bahnpoststempel könnte ich mir als Verlängerung des Zuglaufes z.B. STETTIN vorstellen. Das könnte ich mir als Endpunkt an der Ostsee vorstellen und könnte auch von der Zeichenlänge noch hineinpassen.

Solange keine Vergleichsstempel gesichtet werden, müssten für die Klärung dieser Überlegungen die erfahrenen Eisenbahnfreaks mit ihren alten Kursbüchern zu Rate gezogen werden. Zum Austausch der Zugnummern bin ich der Überzeugung, dass dieses möglich war. Überlegung: Wenn der Bahnpoststempel üblicherweise dem jeweiligen Bahnpostwagen im Zug zugeordnet war, dann hatte der Zug auf der Rückfahrt als Gegenzug ein andere, in der Regel um eine Zahl höhere oder niedere Zugnummer, ergo musste dann auch der Stempel umgestellt werden. Dass ein zweiter Stempel mit der anderen Zugnummer an Bord war, halte ich eher für unwahrscheinlich.

Inzwischen habe ich dem kürzlich erworbenen Fundus Dutzende Briefumschläge die an die Zeitung "Der Morgen" gerichtet waren und alle handschriftlich die Kennung "TS6977" tragen. Daher nehme ich weniger eine Reaktion auf eine Chiffrenanzeige an, sondern könnte mir vorstellen, dass an ein bestimmtes Ressort adressiert wurde.

Übrigens zum Wunsch nach sauberen Stempelabschlägen kann ich gelegentlich ein interessantes Spektrum aus diesem Fundus einbringen.

So weckt jede neue "Schatzkiste" mit einem überraschenden Inhalt ein spezielles Interesse.

Schön wenn dann aus dem Kreis der Forumsteilnehmer ein angeregter Gedankenaustausch gestartet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
volkimal Am: 23.08.2019 13:35:55 Gelesen: 5562# 687 @  
Hallo zusammen,

ein aptierter Poststellenstempel):





Links wurde die Postleitgebietszahl "20a" entfernt. Was ursprünglich unter dem Ortsnamen stand habe ich nicht herausbekommen.

Im Postleitzahlverzeichnis von 1961 hatte der Ort die Bezeicnung "3071 Düdinghausen über Nienburg (Weser)"

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.08.2019 11:31:19 Gelesen: 4653# 688 @  
Hallo zusammen,

ein weiterer Stempel, bei dem die Postleitgebietszahl aptiert wurde:



Beim Absenderfreistempel des Jugendherbergswerks Westfalen aus Hagen hat man den Ortsstempel ausgetauscht. Dort ist die neue PLZ 58 zu sehen. Im Werbeklischee hat man dagegen nur die alte Postleitgebietszahl "21b" entfernt und den Kreis stehen lassen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.09.2019 15:01:00 Gelesen: 3929# 689 @  
Hallo zusammen,

beim letzten Gildeabend in Soest bekam ich dieses nette Paar aus Rüthen (Möhne):





Erst dachte ich, dass es eine der vielen Aptierungen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sei. Bei StampsX entdeckte ich dann aber, dass der aptierte Stempel aus der Vorkriegszeit stammt. Das älteste Exemplar war von 1937.

Viele Grüße
Volkmar
 
mausbach1 Am: 09.09.2019 10:28:54 Gelesen: 3884# 690 @  
20.3.63 von Quakenbrück aptiert nach Hannover MiNr. 352y


 
volkimal Am: 20.09.2019 12:01:15 Gelesen: 2820# 691 @  
Hallo zusammen,

zweimal eine aptierte Postleitgebietszahl aus der DDR aus dem März 1957:



Greußen ist eine Landstadt im Kyffhäuserkreis in Thüringen. Ich kannte sie bisher noch nicht.



Güstrow ist mit rund 29.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Viele Grüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 29.09.2019 17:11:04 Gelesen: 2205# 692 @  
Guten Tag,

ein kleines Antiquitäten-Geschäft auf Rügen ist um ein paar Belege ärmer geworden - drei Belege zeigen aptierte Stempel, die möchte ich gerne zeigen:



Ein Ankunftsstempel aus Bergen auf Rügen auf eine Ansichtskarte aus dem Vatikan von 1954, hier wurde die mühsam hinzugefügte Postleitgebiestszahl entfernt, die dazugehörigen Klammern hat man aber erst einmal im Stempel belassen, es hätte ja sein können, daß man diese nochmals braucht



Die beiden anderen Stempel stammen aus Forbach in Lothringen. 1944 im März-Stempel war die "Westmark" schon fast verschwunden, einen guten Monat später im Mai 1944 tauchte sie dann wieder recht klar auf, das Warum kann ich mir allerdings nicht ganz erklären.

Beste Grüße

Olaf
 
volkimal Am: 29.09.2019 18:49:01 Gelesen: 2186# 693 @  
@ DERMZ [#692]

Hallo Olaf,

weshalb sollte der Stempel aus Forbach im März 1944 schon aptiert worden sein?

Damals gab es die Westmark noch. Ich vermute, dass das Stempeldatum falsch eingestellt ist und der Stempel aus der Nachkriegszeit stammt. Kannst Du bitte einmal den ganzen Beleg zeigen. Vielleicht kann man dann mehr erkennen.

Viele Grüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 30.09.2019 17:59:55 Gelesen: 2095# 694 @  
@ volkimal [#693]

Hallo Volkmar, hallo Forum,

hier die gewüsnchten Bilder zur weiteren Forschung:



und der zweite:



Beste Grüße Olaf
 
volkimal Am: 30.09.2019 18:38:15 Gelesen: 2081# 695 @  
@ DERMZ [#694]

Hallo Olaf,

damit scheidet meine ursprüngliche Vermutung allerdings aus! Mal sehen, was da los ist - ich habe so eine Idee, möchte aber erst noch etwas dazu überprüfen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Ameise Am: 04.10.2019 11:03:25 Gelesen: 1740# 696 @  
Hallo,

hier mal ein Ur-Stempel und ein aptierter Stempel aus Görlitz:

Ur-Stempel:



und aptiert:



Hier auch schön zu sehen, wie der 2. Kreis innen, in Höhe der "(10a)", "ausgedünnt" wurde.

Viele Grüße
Enrico (Ameise)
 
bernhard Am: 04.10.2019 13:42:30 Gelesen: 1712# 697 @  
@ DERMZ [#694]
@ volkimal [#695]

Hallo Olaf, Hallo Volkimal,

ich vermute bei diesem Stempel eine vorangegangene Aptierung. Der Ursprüngliche Stempel hatte den Zusatz "(Lothr)", dieser wurde aptiert zu "(Westm)". Bei leicht verkantetem Abschlag kam der aptierte Zusatz "(Westm)" nicht mehr zum Abdruck, da entweder schlecht aptiert oder nicht so verschleißfest wie der Rest ausgeführt.

siehe auch Beitrag von Volkimal aus 2014: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=6855&da=1&page=5#new

Thema: (?) (305/316) Deutsches Reich Dauerserie Hitler #121 Am: 30.10.2014 21:42:43

Viele Grüße
Bernhard
 
volkimal Am: 04.10.2019 15:54:36 Gelesen: 1686# 698 @  
@ bernhard [#697]

Hallo Bernard,

du meinst diesen Beitrag von mir: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=93992

Auf den Rest gehe ich ein, wenn ich wieder am PC bin und nicht wie im Moment am Smartphone.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 11.10.2019 01:18:01 Gelesen: 1038# 699 @  
Hallo Volkmar und alle Interessierten,

beim Bearbeiten von Stempeln in der Datenbank bin ich heute auf den Ort Hohnstein in der Sächsischen Schweiz gestoßen.

Folgende Stempel habe ich vorgefunden:



Ich vermute hier sehr stark eine doppelte Aptierung. Zunächst wurde die Postleitgebietszahl (10a) nachträglich in den alten Poststellenstempel eingefügt, dann wurde sie (irgendwann zwischen August 1955 und September 1956) wieder entfernt. So habe ich es jetzt auch mal bei dem Stempel von 1955 in der Datenbank vermerkt und hoffe, dass ich damit richtig liege.

Übrigens war Hohnstein spätestens seit 1955 keine Poststelle mehr, sondern ein Zweigpostamt von Bad Schandau 2 (Quelle: Ortsverzeichnis I Teil A der Deutschen Post von 1955). Trotzdem wurde der Poststellenstempel nun als Tagesstempel weiterverwendet.

Viele Grüße
Christoph
 
Christoph 1 Am: 13.10.2019 21:10:35 Gelesen: 409# 700 @  
@ DERMZ [#694]
@ volkimal [#695]
@ bernhard [#697]

Hallo zusammen,

zum Rätsel aus Forbach kann ich auch etwas beitragen, nämlich einen weiteren Stempelabschlag dieses Ortes, bei dem der Zusatz "WESTM" ebenfalls deutlich schwächer abgeschlagen ist als der Rest des Stempeltextes.



Dies stützt die These von Bernhard, dass es sich hier um eine Aptierung handelt, die in anderer Qualität ausgeführt wurde als der Ursprungsstempel.

Viele Grüße
Christoph
 
volkimal Am: 14.10.2019 10:36:17 Gelesen: 346# 701 @  
@ DERMZ [#692]
@ bernhard [#697]

Hallo zusammen,

fast hätte ich vergessen, auf den Stempel aus Forbach einzugehen. Bernhard hat vollkommen recht - ich denke auch, dass der Stempel aptiert wurde. Ursprünglich war der Stempeltext wahrscheinlich "FORBACH (LOTHR.)".



Der Gedanke kam mir auch sofort, als ich diesen Brief in meiner Sammlung sah. Im Einschreibezettel steht noch die veraltete Bezeichnung "Lothringen", im Stempel die neue Bezeichnung "Westmark". Leider habe ich den ursprünglichen Stempel im Netz nicht finden können. Deshalb zum Vergleich ein Stempel mit dem UB "f" anstelle von "e":



Der Stempel mit dem "e" ist nicht exakt symmetrisch. Daher nehme ich an, dass er aptiert wurde.
Jetzt zu Olafs eigentlicher Frage. Er hatte diese Stempel vorgestellt:



Bei Delcampe.net sind zur Zeit zahlreiche Paketkarten mit dem Stempel aus Forbach und dem Unterscheidungsbuchstabe "e" zu sehen. Die Daten liegen zwischen November 1942 und Dezember 1943. Leider nicht davor und danach. Im Dezember 1943 ist der Zusatz "(Westm.)" noch völlig unversehrt. Westhalb der Zusatz bei Olafs Stempel von Ende März 1944 fehlt ist nicht eindeutig festzustellen. Bei einem anderen Beleg vom 15.04.1944 ist der Stempel auf jeden Fall wieder vollständig.

Bernhard schreibt: "Bei leicht verkantetem Abschlag kam der aptierte Zusatz "(Westm)" nicht mehr zum Abdruck, da entweder schlecht aptiert oder nicht so verschleißfest wie der Rest ausgeführt." Vielleicht ist das wirklich die Erklärung. Es ist ohne weitere Belege aus der Zeit um den 30.04.1944 nicht feststellbar.

Viele Grüße
Volkmar
 

Das Thema hat 701 Beiträge:
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