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Thema: (?) (775/783/793) Aptierte Stempel
Das Thema hat 793 Beiträge:
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jahlert Am: 30.08.2015 20:35:17 Gelesen: 250728# 244 @  
@ mumpipuck [#243]

Hallo Burkhard,

ich weiß es nicht genau, aber es muss ja nicht 'Eschwege' sein. Vielleicht ist es einer der zahlreichen Stempel aus 'Eschweiler'.

Gruß
Jürgen
 
mumpipuck Am: 30.08.2015 21:02:42 Gelesen: 250713# 245 @  
@ jahlert [#244]

Hallo Jürgen,

das "G" von Eschwege kann man m.E. noch ganz klar erkennen.

Bei Stampsx ist auch ein weiterer Stempel von ESCHWEGE zu sehen, bei dem unten etwas aptiert wurde.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
volkimal Am: 30.08.2015 21:24:09 Gelesen: 250703# 246 @  
@ mumpipuck [#243]

Hallo mumpipuck,

ein schönes Beispiel eines Stempels der zweimal nacheinander aptiert wurde.

Bei StampsX ist derselbe Stempel aus dem Jahr 1961 zu sehen, allerdings ist die Postgebietsleitzahl (16) noch vorhanden. http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=52675

Auch bei diesem Stempel steht der Unterscheidungsbuchstabe "a" im unteren Bogen. Außerdem ist der Strich des Steg unten bei beiden Stempeln identisch gebrochen.

Besonders interessant ist, dass bei Deinem Exemplar wieder etwas von dem Text im unteren Bereich des Stempels auftaucht. Dieser Text wurde bei der ersten Aptierung (vor 1961) entfernt. Was dort stand habe ich bisher aber leider nicht finden können. Bei der zweiten Aptierung wurde die "(16)" entfernt.

Viele Grüße
Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 31.08.2015 23:41:20 Gelesen: 250628# 247 @  
2371 Westerrönfeld bekam die Postleitzahl von Rendsburg (237), dafür wurde die "1" herausgefeilt. Auch der Paketklebezettel ist ein Provisorium, d.h. ein Blanko-Zettel mit Stempel der Postamtsbezeichnung.

Bei Wertpaketen wurde im Jahr 1978 noch die Paketkarten mitgeschickt, daher hat der Empfänger auf der Rückseite den Empfang bestätigt.


 
Journalist Am: 20.09.2015 12:25:57 Gelesen: 249440# 248 @  
Hallo an alle,

es folgt nun eine Abbildung eines Briefes mit einem stark aptierten Stempel - vorhanden ist nur noch der kurze vordere Teil Egeln. Es handelt sich dabei um Firmenpost ABUS Werke Tarthun über Egeln



Mich interessiert, wie dieser Stempel vor der Aptierung ausgesehen hat - wer kann hier weiterhelfen ?

Zur Info über Tarthun noch ein Link zu wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tarthun

viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 20.09.2015 14:27:07 Gelesen: 249428# 249 @  
@ Journalist [#248]

Hallo Jürgen,

ein sehr schönes Beispiel! Es war ursprünglich der Stempel "(19) EGELN (BZ MAGDEBURG)". In dem Fall sind also beide Klammern aptiert worden.

Da der Stempel noch nicht auf Philastempel steht dieser Link:

http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=178093

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 20.09.2015 15:44:08 Gelesen: 249420# 250 @  
@ volkimal [#249]

Hallo Volkmar,

danke für die schnelle Antwort - da muß der Stempel ja kurz vorher aptiert worden sein, den in der genannten Datenbank wird er noch mit 12.5.1951 als "normaler" Stempel gelistet. Der von mir gezeigte hat ja das Datum 8.12.1951.

Interessant wäre aber auch ergänzend noch die Frage wie hat er denn dann später mal ausgesehen, nachdem der aptierte Stempel weg war ?

viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 20.09.2015 15:56:49 Gelesen: 249418# 251 @  
@ Journalist [#250]

Hallo Jürgen,

das dürfte der normale Zweikreisstegstempel gewesen sein. Siehe

http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/2590

Diesen Stempel findest Du bei Ebay im Moment vom 02.06.1953.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.10.2015 18:45:55 Gelesen: 247527# 252 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Werbeklischee scheint hinter dem Ortsnamen etwas aptiert worden zu sein:



Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich könnte mir vorstellen, dass dort ursprünglich stand "GERSDORF (BZ. CHEMNITZ)". Vergleiche

http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/83396.

Am 10. Mai 1953 wurde der Name des Bezirkes Chemnitz in "Bezirk Karl-Marx-Stadt" geändert. Diese Bezeichnung steht auch im Zweikreisstegstempel des Absenderfreistempels aus dem Jahr 1956.

Kann jemand von Euch meine Vermutung bestätigen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 02.11.2015 22:10:04 Gelesen: 246717# 253 @  
Hallo an alle,

hier ein Stempel aus Radebeul 3 mit nachträglich eingefügter PLGZ 10 abgeschlagen in einem Postsparbuch



viele Grüße Jürgen
 
mumpipuck Am: 03.11.2015 22:40:48 Gelesen: 246602# 254 @  
@ Journalist [#253]

Das ist spannend in 1961. Das war wohl ein Reservestempel. Ich meine kürzlich gelesen zu haben, dass es in der DDR eine Anweisung gab, dass - ich glaube 1954 - alle Postgebietsleitzahlen zu entfernen seien.
 
volkimal Am: 14.11.2015 18:47:12 Gelesen: 245806# 255 @  
@ mumpipuck [#254]

Hallo mumpipuck,

Du hast recht! In der DDR gab es folgende Verfügung:

Nr. 201/1954. Instandsetzen und Behandeln der Stempel und Stempelfärbegeräte. Genehmigen von Sonderstempeln

I. Die teilweise immer noch mangelhaften Stempel ...

b) Bei Instandsetzungen oder Änderungen von Stempeln sind in jedem Falle die Postleitzahlen entfernen zu lassen. Das gilt auch für Absenderfreistempler. Bis Ende 1954 sollen möglichst aus allen Stempelgeräten die Postleitzahlen entfernt sein.


Nr. 51/1956. Stempeldienst

(Zur VMBl.Vf.Nr. 201/1954, Seite 117)

Obwohl wiederholt durch Verfügungen darauf hingewiesen worden ist, die Postleitzahlen aus allen Stempeln zu entfernen, werden immer wieder Stempelabdrucke vorgelegt, bei denen die Postleitzahlen nicht entfernt worden sind. Bis Ende 1956 sind aus allen Aufgabe-, Sonder- und Werbestempeln (einschließlich Absenderfreistempler) die Postleitzahlen zu entfernen. Die Betriebsleiter haben sicherzustellen, daß diese Anordnung beachtet wird.

In der o.a. Vf. ist unter I. b) auf diese Vf. hinzuweisen. DPW 3151-1


Es hat sich aber nicht jeder Betriebsleiter an die Anweisung gehalten. Dass beweist der Stempel von Sachsen-Teufel vom 30.01.1957:

http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/8782 Bei diesem Stempel wurde die Postleitzahl übrigens irgendwann nachträglich hineingesetzt (aptiert), da der Stempel aus Barby asymmetrisch ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 02.12.2015 10:10:44 Gelesen: 244749# 256 @  
@ mumpipuck [#254]
@ volkimal [#255]

Hallo mumpipuck und Volkmar,

danke für die tollen Ergänzungen zu dem gezeigten Stempel - heute möchte ich einen weiteren Stempel aus einen Postsparbuch zeigen - er müsste aus meiner Sicht auch aptiert sein und außerdem dürfte es sich um eine Spätverwendung handeln - der Stempel kommt aus Bremen.



Ob jetzt hier nur die Uhrzeitangabe entfernt wurde oder eventuell auch ein Stern links unten neben der 5 kann ich allerdings nicht sagen, das weiß vielleicht ein Bremensammler besser.

viele Grüße Jürgen
 
Max78 Am: 07.12.2015 22:37:20 Gelesen: 244403# 257 @  
Hallo zusammen,

hier einmal ein Handstempel aus Leipzig, der meiner Meinung nach aptiert wurde, sprich das Althoff im unteren Teil entfernt wurde. Aus den Belegen, die mir zur Verfügung stehen, habe ich nicht die klarsten Abschläge gewählt, sondern die, die vom Datum her am nächsten liegen. Sprich der Stempel müßte im Zeitraum zwischen 05.10.34 und 1.10.36 aptiert worden sein, hier die Bilder:



mit Grüßen Max
 
volkimal Am: 12.12.2015 09:12:31 Gelesen: 244098# 258 @  
Hallo zusammen,

besonders interessant finde ich Stempel, die mehrmals aptiert wurden. Hier zunächst ein Stempel aus Villach, den rostgeschiene auf Philastempel eingestellt hat:



Österreich gehörte seit 1938 zum Deutschen Reich. Bei der Einführung der Postgebietsleitzahlen bekam Österreich die Zahlen 12a und 12b. Im Tagesstempel "VILLACH 1 / 3c" wurde die (12b) 1944 nachträglich eingesetzt. Leider habe ich den Stempel ohne Postgebietsleitzahl bisher noch nicht gefunden.



Wie man an der Karte sieht, wurde dieser Stempel nach dem Krieg zunächst unverändert weiterbenutzt. Später wurde die Postgebietsleitzahl wieder entfernt, so dass der Stempel wieder so wie ursprünglich aussah:



Den Stempel mit Postgebietsleitzahl kenne ich bis Dezember 1946, das früheste mir bekannte Beispiel ohne Postgebietsleitzahl ist vom Juli 1948.

Ich wurde mich freuen, wenn einer von Euch den ursprünglichen Stempel zeigen könnte, oder wenn ihr den Zeitraum der Aptiertung (Entfernung) der Postgebietsleitzahl weiter einschränken könntet.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Volkmar
 
volkimal Am: 26.12.2015 11:20:57 Gelesen: 243005# 259 @  
Hallo zusammen,

heute ein Beispiel aus dem 2. Weltkrieg:





Der obere Teil des Stempels ist in diesem Fall komplett entfernt worden (einschließlich des äußeren Kreises).

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 09.01.2016 12:50:11 Gelesen: 242105# 260 @  
Hallo zusammen,

heute noch eine etwas seltenere Aptierung eines Stempels aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges:





Während in den meisten Fällen die nicht gewünschten Teile entfernt wurden, wurde bei diesem Stempel alles bis auf das Datum ausgegossen. Die Karte wurde "Im Osten" aufgegeben. Woher der Stempel ursprünglich kommt weiß ich nicht. Die römische Monatsangabe gab es zum Beispiel in den baltischen Staaten.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 09.01.2016 20:15:34 Gelesen: 242064# 261 @  
@ volkimal [#260]

Laut Handbuch [1] ist der Stempel polnischer Herkunft und wurde in Krakau (Generalgouvernement) verwendet.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Karl-Heinz Utz, Handbuch Tarnstempel, Stumme Stempel der Deutschen Feldpost 1939 - 45
 
volkimal Am: 10.01.2016 08:48:35 Gelesen: 241982# 262 @  
@ Concordia CA [#261]

Hallo Jürgen,

das passt! Auch in Polen gab es Stempel mit römischer Monatsangabe. Danke für die Ergänzung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 24.01.2016 15:32:48 Gelesen: 240786# 263 @  
Hallo zusammen,

da ich letztes Mal mit den Aptierungen bei Feldpoststempel aus der Zeit des 2. Weltkrieges angefangen habe noch ein paar weitere Beispiele:





Bei diesen beiden Beispielen sind sowohl der Ortsname als auch Unterscheidungsbuchstaben bzw. Sternchen aptiert worden. Einmal als "Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten" zum anderen als "Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten". Es sind vermutlich beides deutsche Tagesstempel gewesen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.02.2016 15:15:34 Gelesen: 239594# 264 @  
Hallo zusammen,

ich bleibe noch etwas bei den aptierten Tarnstempeln des Zweiten Weltkrieges.



Nach "Michel Handbuch-Katalog Deutsche Feldpost 1937-1945" gibt es drei Typen dieses Stempels.

a) Das Wort "Rīga" wurde aptiert, mit Unterscheidungsbuchstaben "A"
b) Das Wort "Rīga" wurde ausgegossen, mit Unterscheidungsbuchstaben "A"
c) Das Wort "Rīga" und der Unterscheidungsbuchstabe "A" wurden ausgegossen
Die dritte Form habe ich leider nicht in meiner Sammlung

Jürgen (Concordia CA) schreibt im Beitrag [#629] zu diesen Stempeln:

Er stammt von einer Stempelmaschine, die von den Deutschen in Riga erbeutet wurde und für Feldpostzwecke umgebaut wurde. Die Stempelmaschine war von hohem Nutzen, da die lettische Stadt Riga ein Knotenpunkt für die Versorgung der im Osten liegenden Einheiten war und auch über ein großes Feldlazarett verfügte. Dadurch wurde ein relativ hoher Postverkehr verursacht.

Die Stempelmaschine wurde ursprünglich von der lettischen Post aus Großbritannien importiert und gehört zu den Unified-Stempelmaschinen. Unter diesem Namen sind Halbstempel-Maschinentypen zusammen gefasst, die ab 1933 einen einheitlichen (unified) Stempelkopf bekamen.


Viele Grüße
Volkmar
 
Totalo-Flauti Am: 14.02.2016 17:10:52 Gelesen: 239046# 265 @  
Liebe Sammlerfreunde,

im Thema "DDR: Postkontrolle der DDR Zollverwaltung" hab ich folgende Paketkarte gezeigt:



Unser lieber Altmerker hat Zweifel an der Aptierung. Ich denke schon, das der Stempel vom Postamt O 39 aptiert wurde. Vom Doppel-M liegen nur noch die Spitzen an der unterem Sehne vor und im inneren Ring sind unten Fehlstellen, an denen das Doppel-M diesen berührte. Der Schriftzug "REICHSMESSESTADT" ist gänzlich herausgearbeitet worden.

Hier noch mal ein Einzelbild:



Was meint ihr den dazu? Leider habe ich vom Postamt O 39 derzeit keinen origianlen Stempelabschlag aus der Zeit vor Juli 1945 (Postbeginn in Leipzig nach dem Krieg).

Eventuell las Vergleich hier noch ein Abschlag vom Postamt O 40 vom 07.11.1942:



Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti
 
Journalist Am: 21.02.2016 17:43:10 Gelesen: 238376# 266 @  
Hallo an alle,

beim Sortieren sind mir folgende 4 aptierte Stempel in die Hände gefallen, die ich hier kurz zeigen möchte.

Zuerst ein Werbestempel von Grömitz - Ostseebad der Sonnenseite vom 28.8.62



sowie eine weiterer Werbestempel diesmal von Schrobenhausen vom 25.5.62



sowie vom Künsterlerdorf Worpswede vom 8.1.63



sowie ein Tagesstempel von Feudingen Kr. Wittengenstein vom 13.9.63



viele Grüße Jürgen
 
Stempelfred Am: 23.02.2016 18:42:38 Gelesen: 238000# 267 @  
Hallo, lieber Sammlerfreund Totalo-Flauti,

der gezeigte Stempel von LEIPZIG O 39 b vom 15. Januar 1958 ist in der Tat aptiert, und er ist eine gute Entdeckung. Der ursprüngliche Stempel mit Doppel-M und REICHSMESSESTADT gehörte mit zu den letzten seiner Art, die aptiert worden sind. Der ehemalige Prüfer Busch aus Leipzig wollte ihn noch vom Januar 1946 ohne Aptierung gesehen haben, obwohl die meisten anderen Stempel bereits Anfang November 1945 aptiert worden waren.

Dass der Stempel dann in seinem veränderten Zustand noch so lange gebraucht worden ist, war mir bislang völlig unbekannt. Ich hatte ihn bisher nur bis Juni 1951 in meiner Liste, während der UB a bis November 1958 nachgewiesen ist. Danach sind wohl beide bald ausgetauscht worden.

Danke fürs Zeigen!
 
Totalo-Flauti Am: 24.02.2016 15:06:59 Gelesen: 237864# 268 @  
@ Stempelfred [#267]

Lieber Stempelfred,

ich wollte Dir eigentlich eine PN senden, habe aber hier keine Möglichkeit gefunden. Deshalb sende ich Dir den folgende Link in aller Öffentlichkeit zu. In dem Nachbarforum gibt es ein Thema, dass sich speziell mit der Situation in Leipzig widmet. Vielleicht ist hier noch etwas interessantes für Dich. Insbesondere die erste Seite ist sehr interessant.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti

http://www.philaforum.com/forum/thread.php?threadid=25108
 

Das Thema hat 793 Beiträge:
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