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Thema: (?) (775/783/793) Aptierte Stempel
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Stempelfred Am: 24.02.2016 18:37:52 Gelesen: 237818# 269 @  
Guten Tag, und vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich habe die gesamte Erörterung über die Leipziger Stempel gelesen und mit meinen Notizen verglichen. Leider habe ich meine Sammlung dazu nicht mehr und kann deshalb nichts hier zeigen. Aber zwei Jahrzehnte Aufmerksamkeit haben zu einer interessanten, langen Liste geführt, und ich führe sie auch jetzt immer noch weiter.

Den aptierten Stempel LEIPZIG N 21 d habe ich in meiner Liste auch von Februar 1964 nachgewiesen. Mit Postleitzahl gab es in LEIPZIG N 21 nur zwei Handrollstempel - a mit 10 im Kreis und b mit 10 in Klammern, wie üblich.

Freundliche Sammlergrüße von Stempelfred
 
Totalo-Flauti Am: 25.02.2016 20:35:09 Gelesen: 237329# 270 @  
@ Stempelfred [#269]

Lieber Stempelfred,

an der von Dir geführten Liste hätte ich ja sehr großes Interesse. Kann ich die eventuell haben?

Liebe Sammlerfreunde,

als Bild habe ich meinen derzeit ältesten Leipziger aptierten Stempel in digitalisierter Form angehängt. Er wurde auf dem Postamt S 3 für eine aufgegebenen ZKD-Sendung vom 24.01.1966 abgeschlagen. Die schlechte Aptierung ist hier deutlich zu erkennen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
volkimal Am: 06.03.2016 16:09:46 Gelesen: 236358# 271 @  
Hallo zusammen,

von meiner Seite aus der nächste aptierte Tarnstempel des Zweiten Weltkrieges:



Aptierte Gelegenheitsstempel gibt es nicht allzu viele.

Viele Grüße
Volkmar
 
filunski Am: 07.03.2016 00:37:18 Gelesen: 236311# 272 @  
@ volkimal [#271]

Hallo Volkmar,

sehr interessant und erinnert mich gleich an einen ebenso ungewöhnlichen Gelegenheitsstempel (Ortswerbestempel), der mir auf der Messe in München gezeigt wurde:



Hier wurde der Ortsname aptiert, der Stempel stammt aus Güglingen. Hier komplett aus der Datenbank [1], allerdings muss es sich hier um ein anderes/neues Stempelgerät handeln (Unterschiede beim Motiv):



Wieso der aber aptiert wurde? Eventuell ein Fehler bei der Schreibweise? Vielleicht weiß hier jemand mehr dazu oder kann noch weitere Abschläge, auch nicht aptiert zeigen, um den Zeitraum einzugrenzen?

Beste Grüße,
Peter

[1] http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/102180
 
volkimal Am: 13.03.2016 16:29:11 Gelesen: 235903# 273 @  
@ filunski [#272]

Hallo Peter,

bist Du dir sicher, dass der Stempel wirklich aptiert wurde? Für mich gibt es keinen Grund, weshalb der Ortsname entfernt werden sollte. Den Stempel gab es vorher und hinterher mit der identischen Ortsbezeichnung Güglingen.



Bei diesem Stempel entstand die falsche Postleitzahl durch die Spielerei eines Sammler. Er hat noch andere Varianten erzeugt, die ich aber im Moment nicht finde. Kann es nicht sein, dass ein Postbeamter aus Güglingen etwas zu viel Zeit hatte oder dass er eine "Besonderheit" produzieren wollte?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 13.05.2016 20:21:43 Gelesen: 230786# 274 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief habe ich gestern auf der Messe gefunden. Den Stempel habe ich aus den beiden Fragmenten zusammengesetzt.



Stempel mit aptierten Postleitgebietszahlen wurden schon einige gezeigt z.B. im Beitrag von Jürgen [#266]. Fast alle Stempel stammen allerdings aus den Jahren 1962/63.

Weshalb wurde bei diesem Stempel aus Ludwigshafen (Rhein) die Postleitgebietszahl schon 1949 aptiert? Ludwigshafen (Rhein) lag im Bereich der Postleitgebietszahl Westmark mit der Nummer (18). Dazu gehörten Lothringen, das Saarland und die Pfalz. Nach dem Ende des Krieges blieb nur noch das kleine Gebiet der Pfalz übrig. Am 7.10. 1946 wurde dieser Bereich dem Leitgebiet 22b zugeordnet. Die alte Postleitgebietszahl (18) wurde aus den Stempeln entfernt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 05.06.2016 00:10:26 Gelesen: 229115# 275 @  
Der Stempel ZELLIN / a / (OBERSCHL) vom 12.9.44 ist unten links aptiert worden. Nur was fehlt? Könnte es das Wort NEUMARK sein? Kann jemand den nicht aptierten Stempel zeigen?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Pete Am: 05.06.2016 09:38:27 Gelesen: 229087# 276 @  
@ Concordia CA [#275]

Der Stempel ZELLIN / a / (OBERSCHL) vom 12.9.44 ist unten links aptiert worden. Nur was fehlt?

Den Ort Zellin kann ich bislang nicht in meiner Sammlung belegen. Bei dem Vergleich mit ähnlichen Stücken (Stempelabschlägen) des gleichen Stempeltyps aus Oberschlesien möchte ich nicht ausschließen wollen, dass im Fall Zellin die Wörter "über" und (z.B.) "Neustadt" entfernt wurden. Dem Stempelkatalog von Gunnar Gruber [1] nach gehörte Zellin 1920-22 zum Landkreis Neustadt und in dem Ort befand sich ein Postamt der Klasse III. Zellin war und ist nach [2] ein kleiner Ort von wenigen 100 Einwohnern,

Würde man im nachfolgenden beispielhaften Fall die Worte "über" und "BEUTHEN" entfernen, käme ein vergleichbares Erscheinungsbild wie in dem Fall "Zellin" zustande.



Handstempelabschlag von MECHTAL über BEUTHEN (OBERSCHLES) vom 13.11.1941

Gruß
Pete

[1] Gunnar Gruber: "Stempelkatalog Abstimmungsgebiet Oberschlesien 1920-22" (Seite 439)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Zellin
 
LOGO58 Am: 05.06.2016 09:40:11 Gelesen: 229086# 277 @  
@ Concordia CA [#275]

Hallo Jürgen,

laut Wikipedia befand sich der Ort bis 1945 im Landkreis Neustadt O.S.[1]
Aber ob das das aptierte Wort ist? Bleibt leider weiter Spekulation, bis jemand einen nicht aptierten Stempel zeigt.

Grüße aus dem Norden
Lothar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zellin
 
Jürgen Witkowski Am: 05.06.2016 11:04:55 Gelesen: 229074# 278 @  
@ Pete [#503]
@ LOGO58 [#504]

Das Beispiel von Stefan ist ein Hinweis, dass es sich um einen aptierten Poststellen-Stempel handeln könnte.

Andererseits haben wir in Philastempel einen Stempel von Zellin aus dem Jahr 1921 der das Wort Neumark zeigt.

http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/114537

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
klinhopf Am: 05.06.2016 15:00:45 Gelesen: 229046# 279 @  
In meinem Großen Weltatlas von 1910 gibt es

- Zellin, rechts der Oder in der "Neumark" und
- Zellin, wie bei Wikipedia bei Neustadt in Oberschlesien
 
volkimal Am: 05.06.2016 15:21:23 Gelesen: 229041# 280 @  
Hallo zusammen,

es gab laut Ritter 1905 sogar drei Orte Namens Zellin:

Zellin,
1) Flck. in Brandenb., Rgb. Frankfurt, Kr. Königsberg, AG. Bärwalde, an der Oder, 1469 E. P.T.
2) Gutsbz. ebd., 120 E. Hopfenbau, Torfstich.
3) Df. in Schlesien, Rgb. Oppeln, Kr. u. AG. Neustadt, 666 E. P. Kujau (Oberschlesien).

Davon hatte nur der erste Ort eine eigene Post (P.). Daher gab es zunächst Stempel ohne einen Zusatz beim Ortsnamen. Später hieß der Ort Zellin (Neumark).

Der dritte Ort (Kreis Neustadt) hatte 1905 kein eigenes Postamt sondern gehörte postalisch zu Kujau. Nachdem der Ort eine eigene Post bekam wurde er zu Zellin (Oberschlesien).

Jürgen, deine Vermutung, dass das Wort Neumark aptiert wurde kann es also nicht sein. Ob dort Neustadt aptiert wurde oder wie Pete vorschlägt der Name des übergeordneten Postamtes kann ich nicht sagen. Da müssen wir warten bis ein passender Stempel auftaucht.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 05.06.2016 17:46:28 Gelesen: 229022# 281 @  
@ Concordia CA [#278]

Als Ergänzung zu den Ausführungen der anderen Sammlerkollegen: Nach [1] wies der Handstempel von 1920-1922 während der Zeit des Abstimmungsgebietes Oberschlesien als Zusatz die Angabe "(OBERSCHL)" (ohne Sternchen) und nicht "(NEUMARK)" auf.

Gruß
Pete

[1] Gunnar Gruber: "Stempelkatalog Abstimmungsgebiet Oberschlesien 1920-22" (Seite 439)
 
Jürgen Witkowski Am: 05.06.2016 18:31:21 Gelesen: 229008# 282 @  
@ volkimal [#264]

c) Das Wort "Rīga" und der Unterscheidungsbuchstabe "A" wurden ausgegossen
Die dritte Form habe ich leider nicht in meiner Sammlung


Hallo Volkmar,

da kann ich Abhilfe schaffen.

Der Stempel mit dem ausgegossenen A wurde nach meinen Unterlagen zwischen Dezember 1942 und Juni 1943 verwendet.



Bevor die Maschine bei der deutschen Feldpost eingesetzt wurde, lief sie im lettischen Postbetrieb sowohl mit Werbung, als auch mit dem Wellenentwerter.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
volkimal Am: 05.06.2016 19:52:13 Gelesen: 228987# 283 @  
Hallo Jürgen,

sehr schön, jetzt sind alle 3 Formen hier zu sehen. Auch schön, dass Du auch einmal die ursprünglichen Stempel zeigst.

Als Ergänzung zur Frage nach Zellin einmal die Links für Wikipedia. Dort ist auch jeweils eine Karte mit der Lage des Ortes zu sehen:

Zellin (Neumark): https://de.wikipedia.org/wiki/Czelin
Zellin (Oberschlesien): https://de.wikipedia.org/wiki/Zellin

Eine Möglichkeit gibt es doch noch, die Frage der Aptierung ohne einen Stempelabdruck zu klären. Ich habe leider keine Postamtsverzeichnisse aus der Zeit von 1931 bis 1944 und den Jahren davor. Älter kann der Stempel nicht sein, da die Zweikreisstegstempel erst 1931 eingeführt wurden.

Kann einer von Euch einmal nachschlagen wann in dieser Zeit in Zellin (Kr. Neustadt, Oberschlesien) ein Postamt bzw. eine Poststelle war und wie der genaue Name lautete ? Vielleicht lässt es sich auch so die Aptierung erklären.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 05.06.2016 22:29:01 Gelesen: 228972# 284 @  
@ volkimal [#283]

Es wird wohl ziemlich sicher Zellin (Oberschlesien) gewesen sein. Das Ortsverzeichnis der Reichspost, Ausgabe Mai 1944 gibt allerdings keine weiteren Erkenntnisse. Darin ist Zellin (Neumark) mit einem x als Poststelle 1 gekennzeichnet, das andere Zellin jedoch nicht (mehr?). Zur Klärung bedarf es wohl einer früheren Ausgabe des Ortsverzeichnisses.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
JohannesM Am: 05.06.2016 22:58:45 Gelesen: 228963# 285 @  
@ Concordia CA [#275]

Ich lese ZELLIN / a / (OBERSCHL ES), danach würden links 8 Buchstaben fehlen, NEUSTADT würde also hinkommen.

Beste Grüße
Eckhard
 
volkimal Am: 05.06.2016 23:06:08 Gelesen: 228959# 286 @  
@ Concordia CA [#284]

Hallo Jürgen,

jetzt fehlt noch ein Eintrag von zum Beispiel 1940. Wie war der Name des Postamtes bzw. der Poststelle in dem Jahr? 1944 konnte der Name nichts anderes als deine Angabe sein, denn das ist die Angabe des aptierten Stempels aus dem Jahr 1944.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 06.06.2016 22:16:32 Gelesen: 228868# 287 @  
@ Concordia CA [#282]

Es gibt auch noch einen Stempel Riga B, der ebenfalls zur Zeit der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg aptiert wurde. Dieser Stempel wurde allerdings im normalen Postbetrieb eingesetzt.

Es handelt sich um einen Maschinenstempel mit Werbung. Der Text "Apelo dzamto zerni!", zu Deutsch "Reist um die Heimat!", wurde entfernt, die Abbildung blieb unverändert. Zudem wurde die Datumsgruppe in der Reihenfolge den Gepflogenheiten der Reichspost angepasst. Da es sich hierbei um Stecktypen handelt, war das ohne Probleme möglich.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
volkimal Am: 07.06.2016 11:21:20 Gelesen: 228825# 288 @  
@ Concordia CA [#287]

Hallo Jürgen,

eine schöne Ergänzung. Den Stempel habe ich bisher noch nicht gesehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
JohannesM Am: 07.06.2016 22:58:20 Gelesen: 228778# 289 @  
Hier noch ein Beispiel für die Entfernung der Plz in der DDR Mitte der 50-er Jahre. Mägdesprung mit und ohne (19).



Diese Aptierung ist wohl genauso häufig wie die Entfernung des linken Sterns bei den Reichspoststempeln.

Beste Grüße
Eckhard
 
Manne Am: 08.06.2016 20:40:56 Gelesen: 228726# 290 @  
Hallo zusammen,

habe bei der Erfassung der Schwenninger Uhrenstempel festgestellt, dass hier aus den Vorkriegstempeln die ersten neuen Uhrenstempel hergestellt, aptiert wurden.

Gruß
Manne

Der Vorkriegsstempel:



Die neuen Stempel, Werbung links und Werbung rechts.



Einmal k mit (14b) und i (14)

Der neue korrekte Stempel:


 
volkimal Am: 08.06.2016 21:49:02 Gelesen: 228715# 291 @  
@ Manne [#290]

Hallo Manne,

richtig, im Stempelkopf des "Vorkriegstempels" (1943 war schon Krieg) wurde die Postgebietsleitzahl nachträglich eingesetzt. Das Werbeklischee ist aber eine Neuanschaffung.

Danach wurde das Werbeklischee weiterverwendet, aber der Stempelkopf wurde ausgetauscht.

Schön, dass Du alle drei Formen zeigst!

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 08.06.2016 22:00:26 Gelesen: 228711# 292 @  
@ volkimal [#291]

Hallo Volkmar,

danke für den Hinweis, ich hätte den nachfolgenden Stempel nehmen sollen.

Gruß
Manne


 
HWS-NRW Am: 08.06.2016 23:47:45 Gelesen: 228697# 293 @  
Hallo und einen noch Guten Abend,

ich hätte da auch einen schönen Beleg anzubieten:



Zweisprachiges sowjetisches Formular (in russischer und lettischer Sprache), ausgegeben am 8.6.1942 für eine in Riga aufgelieferte Sendung, die Gebühr ausgewiesen mit einer Freimarke (MiNr 7) und entwertet mit einem zweisprachigen Kreisstegstempel mit Gittersegmenten von RIGA (die Landesbezeichnung LATVIJA aptiert)

mit Sammlergruß
Werner
 

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