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Thema: (?) (775/783/793) Aptierte Stempel
Das Thema hat 793 Beiträge:
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Tuffi Am: 21.11.2016 12:35:17 Gelesen: 215136# 344 @  
@ volkimal [#341]

Hallo Volkmar,

bei dem Werbeeinsatz "Postsparbuch" ist ebenfalls eine Aptierung erfolgt: Der Reichsadler wurde entfernt.

Gruß Walter
 
volkimal Am: 21.11.2016 13:21:46 Gelesen: 215125# 345 @  
@ Tuffi [#344]

Hallo Walter,

danke für die Information. Das war mir noch nicht aufgefallen.

Viele Grüße
Volkmar
 
1 Pf Am: 04.12.2016 14:15:38 Gelesen: 214037# 346 @  
Landpoststempel LOGA

Hallo,

Der abgebildete Stempel LOGA über LEER ( OSTFRIESL) vom 25.3.63 sieht mir so aus, als ob die PLZ 295? entfernt wurde.

Der Ortsname steht nicht mittig, sondern in der rechten Stempelhälfte.



Kann Jemand etwas dazu schreiben?

Schon mal DANKE.

Gruß
1 Pf
 
eifelsammler Am: 04.12.2016 14:22:29 Gelesen: 214033# 347 @  
@ 1pf [#346]

Hallo!

Loga ist mittlerer Weile ein Stadtteil von Leer (Eingemeindung 1968)

Der vorliegende Stempel dürfte "aptiert" sein. Ich gehe davon aus, dass bei ihm die alte Gebietskennzahl (23) entfernt wurde und nicht eine vierstellige Plz.

Wenn Du im Forum nach aptierten Stempel suchst, wirst Du eine ganze Menge Beispiele aus anderen Orten finden.

Viele Grüße

Carsten
 
filunski Am: 04.12.2016 14:22:38 Gelesen: 214033# 348 @  
@ 1 Pf [#346]

Hallo,

fast richtig, da wurde nicht die PLZ 295 aptiert (entfernt) sondern die ehemalige Gebietsleitzahl (23). Nach Einführung der 4-stelligen PLZn geschah dies oft, gerade bei den Poststellenstempeln, um diese noch weiter verwenden zu können.

Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 13.12.2016 21:07:50 Gelesen: 213163# 349 @  
Hallo zusammen,

letztes Mal habe ich Münchener Maschinenstempel mit dem Propagandaspruch "Hauptstadt der Bewegung" und die entsprechenden Aptierungen gezeigt. Heute geht es weiter mit Post- und Absenderfreistempeln:



Da ich diese Form des Ortsstempels bisher nicht gezeigt habe, seht ihr ihn sowohl ohne als auch mit Aptierung.





Die beiden aptierten Postfreistempel kommen vom Postamt München 2 und haben die Unterscheidungsbuchstaben "ch". Die Postgebietsleitzahl wurde vermutlich schon während des Krieges eingesetzt. Kann einer von Euch den Stempel ohne Aptierung zeigen?

Der Wertrahmen hat beidemal den Text "Deutsche Post". In dem einen Wertrahmen sind rechts und links drei Linien, die bei dem anderen fehlen.

Auf der unteren Karte steht links der Text "Liebe Post! Diese Adresse stammt von 1944. BITTE HILF SUCHEN! Ist Nachsendung aber unmöglich, so erspare Dir weitere Mühe und wirf die Karte weg. Vielen Dank!" Auch so etwas sagt einiges über die Verhältnisse im Jahr 1947 aus.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 19.12.2016 20:35:08 Gelesen: 212462# 350 @  
Hallo zusammen,

den habe ich gerade gefunden:



Der ursprüngliche Stempel wurde zweifach verändert:

1) Die Postgebietsleitzahl (10) wurde hinzugefügt
2) Das Leipziger Doppel-M und das Wort "REICHSMESSESTADT" wurden entfernt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Max78 Am: 07.01.2017 20:55:18 Gelesen: 210302# 351 @  
Good Evening,

hier eine wie ich finde schöne Aptierung aus dem westpreussischen Gebiet, genauer gesagt Strasburg in Westpreussen (auch genannt Strasburg an der Drewenz). Es ist heute die Stadt Brodnica in der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern:



Folgender link zeigt eine Postleitgebietskarte um 1943, auf der man das Gebiet 5a ungefähr zuordnen kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl_(Deutschland)#/media/File:PLZ_1943.png

Am Rand noch etwas zum Inhalt: der Soldat und Vater schreibt von der anscheinend ruhigen Gegend, schön, bergig und ähnelt Thüringen, nur nicht so waldig. Es sieht dort noch alles besser aus wie (damals) in Polen. Er wartet wohl noch auf die nachgesendeten "Heimatgüter", bevor es zurück zur Kompanie ging. Was ihn erwarten wird, ist zu diesem Zeitpunkt Ende 1944 vermutlich nichts Gutes, und ob Pappi diese Karte gewollt ausgewählt hatte oder ob es am Papiermangel lag sei einfach mal dahingestellt:



Humor in bitteren Zeiten, eventuell wirklich ein kurzfristiges Mittel gegen das Leid, mit Grüßen Max
 
jahlert Am: 08.01.2017 08:40:13 Gelesen: 210214# 352 @  
@ Max78 [#351]

Wie kann ich die Aptierung erkennen, Max?

Vielen Dank!
Jürgen
 
volkimal Am: 08.01.2017 10:06:51 Gelesen: 210198# 353 @  
@ jahlert [#352]

Hallo Jürgen,

der Stempel ist asymmetrisch. Ohne die Postgebietsleitzahl wäre der Ortsname dagegen symmetrisch. Ein typisches Merkmal dafür, dass die (5a) nachträglich eingefügt wurde. Weitere Beispiele findest du in den Beiträgen [#138], [#172] und [#202]. Es gibt übrigens die verrücktesten Stellen, an denen die Postgebietsleitzahl eingefügt wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
Max78 Am: 08.01.2017 12:55:41 Gelesen: 210157# 354 @  
@ jahlert [#352]

Moin Jürgen,

um kurz noch selbst zu antworten, muss ich Dir im Vorhinein sagen, dass Deine Frage durchaus berechtigt ist, denn solange man nicht den Stempelabschlag in "Orginalform" vorliegen hat, kann man natürlich nur vermuten, aber nichts beweisen. Ich hätte es also anders formulieren müssen, obwohl die Asymmetrie doch ein sehr eindeutiges Indiz für eine Aptierung ist. Es wird bei diesem Beispiel aus Strasburg in Westpreussen nicht leicht werden, das "Original" im Netz zu finden, aber durch die erschaffene Stempeldatenbank kann man zumindest hoffen.

Um noch ein ähnliches Beispiel zu zeigen, bei dem der Stempel nicht aptiert wurde, die Postgebietsleitzahl (PGLZ) aber auch im Stempelbild zu finden ist (allerdings symmetrisch), hier noch ein Abschlag aus Heiligenstadt (Eichsfeld), heutzutage unter Heilbad Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld bekannt:



Hier könnte man jetzt auch denken, dass die PGLZ im Nachhinein hinzugefügt wurde. Nach einem Vergleich mit einem Stempel ohne PGLZ vom 04.03.1941 auf einer fremden Datenbank (daher nicht abgebildet) stellte sich jedoch heraus, dass es sich um ein anderes Stempelgerät handeln muss. Unter dem Thema "Scannereinsatz in der Philatelie" kann man ganz gute Infos finden, welche Möglichkeiten es gibt, die Stempel digital übereinander zu legen, um eventuelle Differenzen feststellen zu können oder eben nicht,

mit Grüßen Max
 
volkimal Am: 08.01.2017 21:39:00 Gelesen: 210089# 355 @  
@ Max78 [#354]

Hallo Max,

ein schönes Beispiel. Allerdings kann man von einem etwas anderen Stempel mit demselben Unterscheidungsbuchstaben aus dem Jahr 1941 nicht sicher darauf schließen, dass es sich nicht doch um eine Aptierung handelt.

In der Verfügung Nr. 56 vom Reichspostministerium vom 06.06.1944 [1] wird die Lage der Postgebietsleitzahl vor dem Ortsnamen vorgegeben. Vielleicht gab es ja deinen Stempel in der Zeit nach 1941 und vor dem September 1944 ohne Postgebietsleitzahl. Am 25.09.1944 ist die Zahl (15) schon im Stempel vorhanden (Delcampe, beendete Angebote). Peter Griese spricht bei anderen ähnlichen Stempeln immer von "Umarbeitung" - also Aptierung.

Viele Grüße
Volkmar

[1] Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde, Heft 139: Peter Griese, Postgebietsleitzahlen 1944 bis 1961.
 
Journalist Am: 08.01.2017 23:16:38 Gelesen: 210061# 356 @  
Hallo an alle,

heute habe ich einen Werbestempel aus Hitzacker gefunden, der aptiert sein müsste:



Er stammt vom 11.9.1962 - er muss im Laufe der nächsten Monate durch den folgenden neuen Werbestempel ersetzt worden sein, den dieser stammt vom 24.5.1963 und ist nun auch etwas anders gestaltet:



viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 09.01.2017 22:00:44 Gelesen: 209951# 357 @  
Hallo zusammen,

in Nürnberg stand der Propagandaspruch "Nürnberg die Stadt der Reichsparteitage" in den Stempeln:



Hier am Beispiel eines Bandstempels des Scheckamtes (SCH A) mit den ungewöhnlichen Unterscheidungsbuchstaben "sch". Diese Unterscheidungsbuchstaben kommen in der Datenbank nur zweimal vor.



Bei diesem Kreisstempel mit Kurzsteg wurden der Propagandaspruch und das Hakenkreuz entfernt. Im unteren Bereich wurde dafür die Postgebietsleitzahl (13a) eingefügt. Ob dieses gleichzeitig geschah oder ob der Stempel zweimal nacheinander aptiert wurde weiß ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 18.01.2017 18:21:34 Gelesen: 209518# 358 @  
Hallo zusammen,

eben habe ich diesen Wanderführer der Jugendherberge Worpswede bei den Unterlagen meines Vaters gefunden:



Mein Vater unterrichtete unter anderem das Fach Kunst. Ich nehme an, dass er 1962 mit einer Schulklasse in der Jugendherberge Worpswede war. Dabei hat er auf der Rückseite den Stempel mit der aptierten Postgebietsleitzahl (23) abschlagen lassen.



Bei einem zweiten Besuch im Jahr 1977 kam dann der Tagesstempel mit der vierstelligen Postleitzahl dazu.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.01.2017 14:28:06 Gelesen: 208907# 359 @  
Hallo zusammen,

nach dem zweiten Weltkrieg gab es in zahlreiche Aptierungen um fehlende Tagesstempel herzustellen. Die ArGe Deutsche Notmaßnahmen listet im Rundbrief 43 über 125 verschiedene aptierte Tagesstempel auf, die in der Zeit von 1945 bis 1950 in der Bundesrepublik zum Einsatz kamen. Hier einer der Stempel:



In diesem Fall hat man den Stempel "ARNSBERG / (WESTF) / LAND" benutzt und das Wort "LAND" entfernt.

Ganz nett auch die Notopfermarke mit dem linienförmigen Durchstich 12 1/2. Schade, dass es nur ein Briefstück ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
Stempelfreund Am: 27.01.2017 17:40:49 Gelesen: 208885# 360 @  
Guten Abend,

heute mal eine, wie ich finde, besondere Aptierung. Nach Einführung der ein- bis vierstelligen Postleitzahlen bei der Bundespost Anfang 1962 erhielt Frankfurt (Main) die Postleitzahl 6. Da, wo noch keine neuen Stempel (mit neuer Stempelform) angeschafft werden konnten, wurden in der Regel die alten Postleitgebietszahlen entfernt und diese Aptierungen wurden hier schon häufig gezeigt. Bei Frankfurt (Main) wurde aber nicht die gesamte alte Postleitgebietszahl (16) entfernt, sondern nur die Klammern und die 1, so dass die neue Postleitzahl 6 stehen blieb.

Ich weiß nicht, ob an anderen Orten solches auch möglich war.

Anbei je ein Stempel von Frankfurt (Main) Flughafen vor und nach der Aptierung, die wohl Ende Mai oder Anfang Juni 1962 erfolgte.



Und hinter her noch 2 weitere dieser Frankfurter Aptierungen von anderen Postämtern:


 
jahlert Am: 28.01.2017 12:32:06 Gelesen: 208807# 361 @  
@ Stempelfreund [#360]

Moin,

in Hamburg müsste das eigentlich auch möglich gewesen sein.

Viele Grüße
Jürgen
 
volkimal Am: 28.01.2017 13:15:41 Gelesen: 208799# 362 @  
@ Stempelfreund [#360]
@ jahlert [#361]

Hallo Stempelfreund und Jürgen,

mir gefällt diese Art der Aptierung auch sehr gut. Du schreibst „Ich weiß nicht, ob an anderen Orten solches auch möglich war.“ Und Jürgen hat richtig überlegt, es kann diese Aptierung auch in Hamburg geben. Von dort kenne ich sie aber nur bei diesem Absenderfreistempel und nicht bei Tagesstempeln. Das heißt natürlich nicht, dass es solche Tagesstempel nicht gibt.



Neben Hamburg kommen auch noch Lübeck und Berlin in Frage. In Lübeck soll es auch einen entsprechenden Absenderfreistempel geben, ich besitze ihn aber nicht. Aus Berlin habe ich diese Aptierung bisher noch nicht gesehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.02.2017 12:01:24 Gelesen: 208177# 363 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Stempel aus Friedland (Bz. Oppeln) bin ich überzeugt, dass er aptiert wurde:





Von der Stempelform her muss unten noch etwas gestanden haben. Ich vermute, dass hier das Wort "LAND" aptiert wurde. Kann jemand von Euch den ursprünglichen Stempel zeigen?

Viele Grüße
Volkmar
 
JohannesM Am: 05.02.2017 20:47:19 Gelesen: 208055# 364 @  
@ volkimal [#363]

Hallo Volkmar,

Kann jemand von Euch den ursprünglichen Stempel zeigen?

Leider nicht, aber dafür kann ich den ursprünglichen Wertstempel für diesen Postfreistempel zeigen.





Beste Grüße
Eckhard
 
zonen-andy Am: 06.02.2017 11:37:49 Gelesen: 208002# 365 @  
Hallo,

auch hier eine schöne Aptierung des Stempels von Pössneck. Was könnte im Stempel oben gestanden haben? Vielleicht kennt jemand diesen Stempel.



Grüße Andreas
 
volkimal Am: 07.02.2017 20:22:33 Gelesen: 207846# 366 @  
@ zonen-andy [#365]

Hallo Andreas,

was genau oben im Stempel gestanden hat, weiß ich nicht. Es dürfte aber der gleiche Fall wie im Beitrag [#337] gewesen sein. In beiden Fällen dürften frühere Poststellenstempel so aptiert worden sein, dass nur noch der Name des Hauptpostamtes übrig geblieben ist. Man hat also den Namen der Poststelle und das "über" entfernt.

Im letzten Heft der ArGe Deutsche Notmaßnahmen nach 1945 hat Peter Griese gerade einen Artikel zu solchen aptierten Poststellenstempeln veröffentlicht. Der Stempel aus dem Beitrag [#337] hatte ursprünglich den Text "VARRELBUSCH / über / CLOPPENBURG". Diesen Stempel kann Peter Griese zeigen. Deinen Stempel aus Pößneck zeigt er auch. Hier ist aber noch nicht bekannt, von welcher Poststelle er ursprünglich stammt.

Viele Grüße
Volkmar
 
zonen-andy Am: 08.02.2017 15:50:31 Gelesen: 207755# 367 @  
@ volkimal [#366]

Hallo Volkmar,

abermals vielen herzlichen Dank für die Beurteilung. Auf der Briefrückseite des Absenders steht leider auch nur Pößneck.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Uwe Seif Am: 10.02.2017 09:20:18 Gelesen: 207632# 368 @  
Hallo zusammen,

die erwähnte Veröffentlichung von Peter Griese ist bereits im Rundbrief 79/Juni 2016 der Arge Deutsche Notmaßnahmen erschienen; erhältlich ist das Heft über rainer.weidenbach@gmx.de. Weitere Veröffentlichungen der Arge findet man unter http://www.deunot.de.

Viele Grüße
Uwe Seif
 

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