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Thema: (?) (775/783/793) Aptierte Stempel
Das Thema hat 793 Beiträge:
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volkimal Am: 15.12.2017 01:37:06 Gelesen: 156474# 519 @  
@ Journalist [#518]

Hallo Jürgen,

vergleiche doch einmal deine beiden Stempel mit dem Stempel von Peter in der Datenbank:



Die Postleitgebietszahl (22c) benötigte wirklich so viel Platz.

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 15.12.2017 12:19:32 Gelesen: 156434# 520 @  
@ volkimal [#519]

Hallo Volkmar,

danke für den Hinweis mit der Datenbank, das hatte ich natürlich nicht überprüft - aber nun der Vergleich zeigt deutlich, das die Postleitgebietszahl hier soviel Platz benötigt.

Dann möchte ich noch gleich einen weiteren aptierten Stempel zeigen, diesmal einen Innendienststempel vom Postsparkassenamt Hamburg:



Hier wurde dann auch die Postleitgebietszahl aptiert. Zu finden dürfte dieser Stempel allerdings nur in Sparbüchern zu sein.

Viele Grüße Jürgen
 
Manne Am: 12.01.2018 17:59:56 Gelesen: 146880# 521 @  
Hallo,

ein Eilbrief aus Tübingen vom 22.09.1962 nach Schwenningen, Ankunftstempel vom 23.09.1962. Das besondere an dem Brief sind die Stempel, beide wurden aptiert. Den Tübinger Stempel hatte ich heute auch bei Universitäten gezeigt.

Gruß
Manne




 
volkimal Am: 17.01.2018 21:52:07 Gelesen: 144969# 522 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Brief habe ich erst heute bemerkt, dass er einen aptierten Stempel trägt. Deshalb möchte ich hiermit eine der frühen Aptierung vorstellen, die bisher noch nicht bei diesem Thema gezeigt wurde: Die aptierten Franko-Stempel (F-Stempel)

Das beständig wachsende Postaufkommen in Unternehmen und Institutionen machte das Frankieren mit Freimarken zu einer zeitaufwendigen Angelegenheit. Die preußische Post führte deshalb 1864 F-Stempel ein, bei denen keine Briefmarken mehr verklebt werden mussten. Die Post des Norddeutschen Bundes und die Deutsche Reichspost nutzten derartige Stempel kurzzeitig in etwa 150 Postämtern mit hohem Postaufkommen.





Franko-Stempel auf einem Paketbegleitbrief vom 23.06.1871 als portopflichtige Dienstsache von Münster nach Coesfeld.

Im März 1873 wurde per Circular an alle Oberpostdirektionen verfügt, dass die entbehrlich gewordenen Franko-Stempel durch Beseitigung des „F“ zu gewöhnlichen Aufgabestempeln umgearbeitet werden sollen.





Erkennbar sind die aptierten Stempel F-Stempel an der asymmetrischen (tiefen) Stellung des Datums. Ganzsachenumschlag mit Zusatsfrankatur und aptiertem Franko-Stempel aus Dessau vom 08.10.1873. Wenn ich es richtig lese, geht der Brief nach Hannover. Den Straßennamen kann ich nicht entziffern.

Weitere aptierte Franko-Stempel könnt ihr euch im Online-Exponat von Ingo von Garnier "Die deutschen F(ranco)-Stempel 1864 bis 1880" ansehen [1]. Dort findet ihr die Sammlung im "Archiv berühmter Sammlungen" (ganz unten).

Viele Grüße
Volkmar

[1] http://www.exponate-online.de
 
volkimal Am: 27.01.2018 20:29:40 Gelesen: 140384# 523 @  
Hallo zusammen,

was mit dem Stempel aus Hannover passiert ist, und ob der Brief überhaupt zu diesem Thema passt kann ich nicht sagen.



Es sieht so aus, als wenn der Wellenrechteckstempel zur Hälfte fehlt. Ist er beschädigt, abgeschnitten oder nur halb abgeschlagen? Kann einer von Euch etwas zu dem Stempel sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Fips002 Am: 19.02.2018 19:10:01 Gelesen: 133222# 524 @  
Brief mit Stempel München 23 vom 09.01.1950, bei dem der Zusatz -Hauptstadt der Bewegung und Hakenkreuz- aptiert wurde.



Gruß Dieter
 
GSFreak Am: 28.02.2018 20:49:37 Gelesen: 131753# 525 @  
Hier ein aptierter Maschinenstempel aus Timmendorfer Strand (heute Nienburg) vom 06.09.1962 (UB "t" oder "f", nur noch eine Art Kreuz vorhanden). Die Postleitzahl (24 b) ist entfernt worden, mehr schlecht als recht, da offenbar dabei der Schaft des "T" von Timmendorfer unten beschädigt wurde. Der ursprüngliche Stempel ist bspw. in "Werbestempel von Kurorten" #137 (Altmerker) zu ersehen.



Gruß Ulrich
 
ginonadgolm Am: 28.02.2018 23:22:48 Gelesen: 131710# 526 @  
@ GSFreak [#525]

aus Timmendorfer Strand (heute Nienburg)

Na, da wird sich die Gemeinde Timmendorfer Strand aber freuen, daß sie jetzt von der Ostsee an die Weser (oder etwa Saale) verlegt werden soll! Oder hast Du vielleicht Niendorf gemeint; dieser Ortsteil gehört seit 1945 zur Gemeinde Timmendorfer Strand.

Mach doch einfach mal Urlaub an diesem schönen Teil der Ostsee, dann lernst du auch die wahren Verhältnisse kennen.



Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
volkimal Am: 03.03.2018 15:10:11 Gelesen: 131417# 527 @  
Hallo zusammen,

auch von mir eine aptierte Postleitgebietszahl. Diesmal bei einem Stempel der fahrenden Postschule:





Auch bei diesem Stempel wurde die (22a) entfernt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Wolfgang Lang Am: 10.03.2018 16:24:13 Gelesen: 130625# 528 @  
Bei der Messe in München konnte ich ein schönes Stück erstehen. Mailes in Unterfranken hatte nur gut 120 Einwohner. Der Landpostort wechselte scheinbar, so dass der PSt. (II) - Stempel aptiert werden musste. Da ich kein Ortsverzeichnis von 1944 greifbar habe, weiß ich nicht, was aptiert wurde (evtl. "über Hofheim").



Schönes Wochenende

Wolfgang
 
Jürgen Witkowski Am: 10.03.2018 16:30:08 Gelesen: 130620# 529 @  
@ Wolfgang Lang [#528]

Hallo Wolfgang,

mit Deiner Vermutung liegst Du richtig. Im Ortsverzeichnis von 1944 steht:

Mailes/über Hofheim (Mainfr)

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Christoph 1 Am: 12.03.2018 16:23:55 Gelesen: 130555# 530 @  
Ich zeige hier drei Abschläge, bei denen ich vermute, dass es sich um das jeweils identische Stempelgerät handelt. Aber es ist nur eine Vermutung.





Beim ersten Abschlag aus dem Jahr 1972 steht hinter HUNDHEIM noch eine Amtsziffer 1. Diese ist beim zweiten Abschlag aus dem Jahr 1982 nicht mehr vorhanden. OK, es ist anzunehmen, dass sie entfernt wurde, weil der kleine Ort irgendwann keine weitere Poststelle mehr hatte und somit die 1 überflüssig geworden war. Kann man das so interpretieren? Richtig knifflig wird es aber mit dem dritten Abschlag aus dem Jahr 1995. Er zeigt die gleiche Aptierung (?) der Amtsziffer, aber mit neuer PLZ. Kann es sein, dass der Stempel nach der Einführung der fünfstelligen PLZ in veränderter Form weiter verwendet wurde?

fragt sich mit Grüßen,
Christoph

Alle drei Abschläge wurden vom philaseiten-Mitglied Heinrich3 in die Stempeldatenbank eingegeben.
 
Uwe Seif Am: 12.03.2018 17:17:00 Gelesen: 130538# 531 @  
@ Christoph 1 [#530]

Hallo Christoph,

da wurde wohl die Poststelle in Hundheim 2 "dicht gemacht" und deshalb die "1" aptiert. Die Abdrucke von 1982 und 1995 scheinen mir -soweit ich dies am Bildschirm beurteilen kann- gleich auszusehen, so dass sie vom gleichen Stempelgerät stammen. Dies würde dann bedeuten, dass die vierstellige PLZ entfernt und dafür die fünfstellige PLZ eingefügt wurde.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
volkimal Am: 12.03.2018 17:52:22 Gelesen: 130527# 532 @  
@ Christoph 1 [#530]

Hallo Christoph,

Uwe hat völlig recht. Der Stempel wurde nacheinander zweimal aptiert. Erst wurde die "1" entfernt, dann wurde die Postleitzahl ausgetauscht.

Ich habe die beiden letzten Stempel am Bildschirm übereinandergelegt - sie sind bis auf PLZ und Datum vollkommen identisch.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 12.03.2018 19:03:34 Gelesen: 130507# 533 @  
@ Uwe Seif [#531]
@ volkimal [#532]

Hallo Uwe und Volkmar,

vielen Dank für eure Antworten. Damit hat sich ja meine Vermutung zu 100% bestätigt.

Viele Grüße
Christoph
 
volkimal Am: 12.03.2018 19:05:11 Gelesen: 130506# 534 @  
@ Christoph 1 [#530]

Hallo Christoph,

ich habe gerade bemerkt, dass in der Datenbank noch der Vorläufer-Stempel aus Offenbach am Glan eingegeben worden ist. Ich bezeichne ihn einmal mit Nr. 4.



Ich zeige einmal das Ergebnis, wenn ich Stempel 3 und 2 übereinanderlege. Daneben habe ich 4 und 2 übereinandergelegt.



Im ersten Fall wurde der Stempel aptiert, im zweiten Fall nicht. Ich denke, dass man den Unterschied deutlich sieht.

Viele Grüße
Volkmar
 
Heinrich3 Am: 12.03.2018 22:02:08 Gelesen: 130482# 535 @  
@ Christoph 1 [#530]
@ volkimal [#532]

Hallo ihr beiden und allen anderen interessierten:

Auch bei den Stempeln von 67752 Wolfstein (soeben neu eingegeben)gibt es nach meiner Meinung 2 Aptierungen.

Mangels Kenntnissen in diesem Bereich bitte ich die Spezialisten um weitere Infos hier.

Danke und schöne Grüße
Heinich
 
Christoph 1 Am: 12.03.2018 22:18:05 Gelesen: 130469# 536 @  
@ Heinrich3 [#535]

Hallo Heinrich,

ich habe die Stempel aus Wolfstein soeben freigegeben. Aber hier liegt meiner Meinung nach der Fall ein wenig anders:





Hier handelt es sich wohl nicht um ein Stempelgerät, das zwei Mal aptiert wurde, sondern um zwei verschiedene Stempelgeräte mit jeweils einer Aptierung. Im ersten Fall betrifft es die Amtsziffer 1, im zweiten Fall die Postleitzahl.

Allerdings bin ich da auch etwas unsicher, und zwar in beiden Fällen:

Beim ersten Stempel sieht die Amtsziffer 1 so aus, als wäre sie nicht immer an dieser Stelle gewesen, sondern zunächst nachträglich hinzugefügt worden, bevor sie dann später wieder entfernt wurde. Also vielleicht doch eine doppelte Aptierung? Dafür bräuchte man aber einen älteren Vergleichsabschlag.

Beim zweiten Stempel irritiert mich ein wenig die "Stufe" im Strich über der Postleitzahl. Beim Übereinanderlegen der beiden Abschläge wird dieser Unterschied noch stärker auffallen. Aber vielleicht ist es nur eine Verkantung beim Abschlag (durch unebenen Untergrund o.ä.)? Was weiterhin irritiert ist das fehlende Zierelement hinter dem Ortsnamen. Das fehlt bei beiden Abschlägen.

Bin gespannt, was es dazu für Meinungen gibt.

Viele Grüße
Christoph
 
Uwe Seif Am: 13.03.2018 06:20:00 Gelesen: 130447# 537 @  
@ Christoph 1 [#536]

Hallo,

die Stempel von 1991 und 1994 sind für mich vom gleichen Gerät, siehe z.Bsp. Beschädigung des äußeren Kreises beim "S" von "Stadt...". Bei den anderen beiden Abdrucken bräuchte man -wie du auch schreibst- weiteres Vergleichsmaterial.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
volkimal Am: 13.03.2018 10:40:36 Gelesen: 130412# 538 @  
@ Christoph 1 [#536]

Hallo Christoph,

der Stempel aus dem Jahr 1979 ist auch eindeutig aptiert und aus dem Stempel von 1975 hervorgegangen. Ohne die Postamtsnummer ist der Ortsname asymmetrisch, das käme bei einem neuen Stempel nicht vor. Hier auch noch einmal die übereinandergelegten Stempel zum Vergleich:



Viele Grüße
Volkmar
 
Brigitte Am: 15.03.2018 11:59:11 Gelesen: 130341# 539 @  
Bei einer Stempelsammlung fand ich diesen Stempel von Hornberg, bei dem die Postgebietsleitzahl aptiert wurde:



Liebe Grüße

Brigitte
 
Brigitte Am: 15.03.2018 16:46:41 Gelesen: 130312# 540 @  
Und der nächste folgt sogleich:

Stempel von Tennenbronn (Schramberg) mit aptierter 1



Liebe Grüße

Brigitte
 
JohannesM Am: 16.03.2018 12:27:37 Gelesen: 130267# 541 @  
Sehr merkwürdig - die kurzen Rechteckseiten sind Kreisbögen, es dürfte sich also um die Datumbrücke eines Kreisstegstempels handeln. Aber warum wurde der so nackig gemacht?



eBay 112838324997

Beste Grüße
Eckhard
 
Jürgen Witkowski Am: 16.03.2018 18:38:58 Gelesen: 130242# 542 @  
@ JohannesM [#541]

Hallo Eckard,

es handelt sich dabei um einen "Tarnstempel", wie er vielfach von der Feldpost verwendet wurde. Manchmal wurde nur der Ortsnamen unkenntlich gemacht, manchmal auch fast der gesamte Stempel aptiert, wie bei Deinem Beispiel.

Das Angebot bei eBay wirft bei mir allerdings die Frage auf, ob Beschreibung und Realität zusammen passen.

Der Brief soll angeblich in Magdeburg aufgegeben worden sein. Warum dann eine Briefmarke mit Aufdruck "Ostland", also für die besetzten Gebiete in Estland, Lettland, Litauen und Weißrussland? Zudem sind diese Stempel überwiegend in Ostpreußen eingesetzt worden. Für Magdeburg fehlt jeglicher Nachweis.

Zum Vergleich ein Stempel aus Lötzen (Ostpr.).



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
JohannesM Am: 16.03.2018 23:55:25 Gelesen: 130207# 543 @  
@ Jürgen Witkowski [#542]

Hallo Jürgen,

etwas ähnliches dachte ich mir schon, allerdings sah ich einen Tarnstempel in der Form noch nicht. An Magdeburg glaube ich auch nicht, das hätte ich dann vielleicht schon mal gesehen (ist bei mir in der Nähe). Der Brief ist ja mit Inhalt, möglicherweise wurde er in Magdeburg geschrieben, aber dann woanders aufgegeben.

Beste Grüße
Eckhard
 

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