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Thema: USA Ganzsachen Umschläge
Das Thema hat 214 Beiträge:
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drkohler Am: 30.10.2023 18:29:24 Gelesen: 9930# 190 @  
Ist ganz klar eine 1, also Stempelstation 1.
 
Cantus Am: 31.10.2023 20:52:52 Gelesen: 9767# 191 @  
@ drkohler [#190]

Der Meinung bin ich nicht. Ich zeige jetzt nur die Mitte des Duplex, eine 1 sieht für mich anders aus. Möglicherweise ist es eine verschmierte und verstümmelte 2, genau wissen kann man das aber nur, wenn man ganz genau weiß, welche Poststempel zu dem damaligen Stempeldatum in Lawrence benutzt wurden.

Gruß
Ingo
 
drkohler Am: 01.11.2023 02:48:10 Gelesen: 9711# 192 @  
Also nochmal langsam zum Mitschreiben.

Der Mann an der Stempelstation hatte dreimal abzustempeln. Den linken Franklin, den mittigen Washington, den rechten Washington. Rechts ist ganz klar die Station 1 erkennbar. In der Mitte ist klar die Station 1 erkennbar. Links ist nicht so klar die Station 1 erkennbar. Der Stempel mit Station 1 wurde mindestens bis 1918 gebraucht. Der gleiche Stempel ohne Stationsnr ebenso. Es gabe auch "nur" den Rundstempel, hier wurde aber klar dreimal der gleiche Stempel benutzt (warum auch wechseln?).

Lawrence hatte auch Wellenstempel (mit/ohne Flagge, mit Nr 1/ohne Stationsnummer) im Einsatz um 1899-1910 (1900 ca 10'000 Einwohner).
 
10Parale Am: 09.01.2024 19:32:15 Gelesen: 7505# 193 @  
Sie sind ja immer wieder nett anzuschauen und sehr interessant, diese alten Umschläge aus der USA mit den Werteindrucken.

Heute zeige ich einen Umschlag mit Zusatzfrankatur, der von Chicago nach Zürich lief, und der dort mit Ankunftsstempeln vom 21.IV.94 attestiert wurden. Die Berufsbezeichnung des Empfängers wurde wahrscheinlich vom Pöstler geändert, der aus dem Friedhofverwalter einen Stadtrat machte.

Marken aus dem Kolumbus-Satz gefallen mir immer wieder auf Zusatzfrankaturen.

Liebe Grüße

10Parale


 
epem7081 Am: 12.01.2024 20:56:27 Gelesen: 7462# 194 @  
Hallo zusammen,

heute kann ich einen Ganzsachenumschlag vorstellen, der am 9.7.1907 in New York gestartet mittels S.S. Majestic über den Seeweg nach Stuttgart kam. Offenbar erübrigte sich bei dem Ziel "Exportmusterlager" jegliche weitere Angabe. Rückseitig finden sich dann der Zustellstempel eines Stuttgarter Briefträgers mit der Nr 140. Experten können daraus eventuell den Zustellbereich lokalisieren.




Die Majestic war ein 1890 in Dienst gestelltes Passagierschiff der White Star Line. Der Stapellauf der im März 1887 in Auftrag gegebenen Majestic erfolgte am 29. Juni 1889 in Belfast auf der Werft Harland & Wolff. Am 22. März 1890 wurde sie an die White Star Line abgeliefert. Am 2. April 1890 lief das Schiff zu seiner Jungfernfahrt von Liverpool über Queenstown nach New York aus.

Nach etwa einem Jahr holte die Majestic das Blaue Band, welches sie für die schnellste Transatlantikfahrt mit einer Geschwindigkeit von 20,10 kn in der Zeit vom 30. Juli bis 5. August 1891 erhalten hat. Dieses wurde ihr jedoch binnen weniger Tage von ihrem Schwesterschiff, der Teutonic abgejagt.
[1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Majestic_(Schiff,_1890)
 
Regis Am: 16.01.2024 21:40:25 Gelesen: 7354# 195 @  
@ epem7081 [#194]

Dein Brief ist mit absoluter Sicherheit nicht mit der SS Majestic befördert worden, denn dazu reichte die Frankatur von 2 Cents nicht aus. Es gab seit ca. 1905 eine stillschweigende Praxis, Briefe nach Deutschland zur Inlandsgebühr 2 Cents zu befördern, wenn diese von der US-Post direkt der Reichspost an Bord eines Reichspostdampfers in New York übergeben werden. Sonst sind Transitgebühren fällig und das kostet 5 Cents.



Ab 1909 wurde diese Praxis mt Vertrag geregelt. Beendet mit Ausbruch des I. Weltkrieges.

Gruß Dietrich
 
10Parale Am: 20.01.2024 12:46:14 Gelesen: 7185# 196 @  
@ Cantus [#181]

Hier ein ähnlicher, nicht vorgedruckter Umschlag mit dem Wertstempel zu 1 Cent.

Mich interessiert, ob der rückseitige Stempel "FORWARDED BY J.W. GRACE & CO. San Francisco" von Bedeutung ist?

Liebe Grüße

10Parale


 
epem7081 Am: 20.01.2024 13:55:31 Gelesen: 7170# 197 @  
@ Regis [#195]

Hallo Dietrich,

ich bin zwar kein Experte für den Postbetrieb USA - Germany. Ich kenne auch nicht die Fahrpläne und Reisezeiten im Überseeverkehr. Aus wikipedia entnehme ich aber mit Interesse, dass nach einer längeren Umbauzeit der Majestic:

Am 26. Juni 1907 lief sie zu ihrer ersten Reise von Southampton über Cherbourg nach New York aus.

Da würde mein Brief bestens in die erste Rückfahrt von New York nach Europa rein passen.

Ob die von Dir eingebrachte vertragliche Regelung von 1909 eine eventuell schon praktizierte Handhabung sanktionierte, könnten sicher Experten klären.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Lars Boettger Am: 20.01.2024 13:58:16 Gelesen: 7169# 198 @  
@ 10Parale [#196]

Die Worte "FORWARDED BY" finden sich auf den Stempeln von Forwardern. Forwarder waren zumeist Privatpersonen, Kaufleute, Betreiber von Kaffeehäusern, Banken, Agenten, Reisebüros, die für eine Gebühr Briefe weiterbeförderten. Teilweise finden sich bis zu vier Forwarder-Vermerke auf Briefen. In der Regel wurden die Briefe irgendwann an eine staatliche Postverwaltung überführt. Bis zur Gründung des allgemeinen Postvereins bzw. der UPU findet man Forwarder-Vermerke noch vergleichsweise häufig. Um 1900 sind sie fast nicht mehr zu finden.

Ist der Stempel auf Deiner Ganzsache ein "Forwarder-Stempel" bzw. erfüllt er diese Funktion und nicht nur die eines Absenderstempels? Das lässt sich nur anhand des Originalbriefes feststellen. Wenn er erhalten geblieben wäre und von einer kleinen Insel ohne staatlichen Postdienst stammt, dann hast Du mit hoher Sicherheit einen Forwarder-Brief. Ansonsten lässt sich der Beweis für mich nur sehr schwer führen.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, da es sich um eine Drucksache handelt (Third class mail - 1 Cent), dass es sich um ein Werbeschreiben handelt und der Stempel nicht direkt mit der Forwarding-Tätigkeit zu tun hat. Der Stempel ist auch nicht im Standardwerk von Kenneth Rowe vermerkt.

Beste Grüsse!

Lars
 
Regis Am: 20.01.2024 16:34:07 Gelesen: 7153# 199 @  
@ epem7081 [#197]

Du hast mich falsch verstanden. Es geht nicht um die Dampferverbindung, sondern um die Postdienstleistung.

Ich erzähle es als fiktive Geschichte:

Der Chef sagt seiner Sekretärin, schreib SS Majestic drauf, ist die nächste Verbindung. Er ist gewohnt, dass die Sekretärin alle Post korrekt frankiert aufgibt. Sie vergisst 3 Cents aufzufrankieren und packt alle Post in den nächsten Briefkasten. Was macht die US-Post ?

Variante I: Zuleitung zu SS Majestic - Taxstempel und Portoforderung an die Reichspost 15 Centimes. Die Reichspost kassiert vom Empfänger 2 x 15 Centimes = 30 Centimes = Porto 25 Pfennig. Dies ist nicht geschehen.

Variante II: zurück an den Absender mit der Aufforderung der Nachfrankierung (Praxis ab den 1930-er Jahren).

Variante III: das Franko wird akzeptiert und der Brief dem nächsten deutschen Postdampfer Tage später mitgegeben.

So sieht es jedenfalls aus.

So kann das wirkliche Leben sein - Gruß Dietrich
 
drkohler Am: 20.01.2024 18:00:57 Gelesen: 7117# 200 @  
Kleines Problem: Eine S.S. Majestic hat es nie gegeben.

Das Schiff hiess RMS Majestic und war, wie der Name sagt, ein Britisches Postschiff. Es verkehrte zwischen Liverpool und New York, irgend wann in 1907 zwischen Southhampton-Cherbourg und New York.

Ich glaube der Titanic-Trottel war auch mal Kapitän auf dem Schiff. Nach dem Sinken der Titanic wurde die Majestic wieder reaktiviert, war zuvor schon als Altmetall klassifiziert.

Wahrscheinlich ist der Brief ein "Ich bin zu faul um die richtige Rate herauszufinden" Beispiel und wurde von der US Post an ein deutsches Post-Schiff übergeben.
 
dithmarsia43 Am: 21.01.2024 17:12:29 Gelesen: 7085# 201 @  
@ drkohler [#200]

Hallo,

dieser Brief passt ergänzend zum Thema. Der "Forwarder" Baring, Magoun & Co. in New York betrieb ein Bankgeschäft und der Brief aus 1892 wurde von dem im Jahre 1890 fertigstellten Passagierschiff "NAJESTIC" befördert.



Beste Grüße,
Uwe
 
Cantus Am: 15.06.2024 22:07:45 Gelesen: 2272# 202 @  
Von mir ein Umschlag der Ausgabe von 1887 - 1894 mit privatem Zudruck, vielleicht ein Sammler, vielleicht ein Händler, vielleicht ein Insektenforscher. Der Brief wurde am 16.1.1894 in Cleveland aufgegeben, den Zielort kann ich trotz starker Bearbeitung leider nicht entziffern.





H&G U 265

Viele Grüße
Ingo
 
evwezel Am: 16.06.2024 08:39:20 Gelesen: 2238# 203 @  
@ Cantus [#202]

Guten Morgen Ingo,

der Zielort ist “City” (das heißt, der Empfänger des Briefes wohnte in Cleveland). Ich vermute, es handelt sich um John Vickers Painter [1].



Viele Grüße,

Emiel

[1] https://www.numismaticmall.com/encyclopedic-dictionary-of-numismatic-biographies/painter-john-vickers, https://www.wikitree.com/wiki/Painter-660 und https://cplorg.contentdm.oclc.org/digital/collection/p16014coll29/id/16271/rec/7
 
Briefuhu Am: 22.06.2024 09:12:39 Gelesen: 1894# 204 @  
Habe hier einen Ganzsachenumschlag mit grauem Wertstempel 1 Cent gelaufen ohne Datum innerhalb New Rochelle N.Y.. Der Absender Wykakyl Country Club ist ein bekannter Golfclub.

Ich gehe davon aus, dass es sich hier um eine Vorausentwertung handelt.



Schönen Gruß
Sepp
 
dithmarsia43 Am: 22.06.2024 16:59:35 Gelesen: 1829# 205 @  
@ Briefuhu [#204]

Hallo,

der Ganzsachenumschlag 5 cts. "LINCOLN" wurde bereits gezeigt; hier aber mit Zusatzfrankatur 5 cts. Lincoln als Doppelbrief.

Gelaufen im Jahre 1905 von Savannah; GA nach Leipzig.

Beste Grüße,
Uwe


 
Cantus Am: 26.06.2024 23:56:51 Gelesen: 1513# 206 @  
Heute als Start für Haldensleben ein Umschlag der Ausgabe ab 1903, gedruckt auf manilafarbenem Papier (es war etwas schwierig, eine Definition dieser Farbe im Netz zu finden) und gelaufen 1909 von New York nach Kairo und schließlich auf gewundenen Pfaden bis zu mir. Die Art des Absenderaufdruckes, der zugleich Werbung für die Pianos der Firma Fischer darstellt, empfinde ich nicht als aufdringlich, zugleich aber als nicht zu übersehende Werbung.





H&G U 355

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 29.06.2024 02:38:17 Gelesen: 1256# 207 @  
Brigham, Hopkins & Co. Factory and Salesroom
419 West Redwood Street
Baltimore, Maryland

Year Built: 1884

Brigham, Hopkins & Co. was a manufacturer of straw hats located in Baltimore. One of its principals was William T. Brigham, a step-brother of architect Charles Brigham. This business was very successful and the firm had built a number of buildings and additions that housed it [1[

Am 22.8.18+3 Schickte die Firma Brigham, Hopkins % Co. eine Brief von Baltimore nach New York. Verwendet wurde ein amtlicher Umschlag, auf den die Firma vorderseitig eine Abbildung des Firmengebäudes sowie die Absenderangaben hatte aufdrucken lassen.





H&G U 325

Viele Grüße
Ingo

[1[ http://www.davidjrusso.com/architecture/brigham/buildings/AddressSummary.php?id=13600059762318
 
Cantus Am: 30.06.2024 03:51:36 Gelesen: 1132# 208 @  
Heute ein Umschlag aus Chicago. Leider habe ich zu der damaligen Firma "Rock Brand Oils" keine Informationen finden können, dafür ist das heute ein Umschlag, der nicht nur mit vorderseitiger Bildwerbung auf sehr deutliche Art und Weise auf den Firmennamen hinweist, sondern zusätzlich sind auf der Umschlagrückseite noch allerlei Texte aufgedruckt.

Der Umschlag lief am 7.8.1905 von Chicago nach ??? (für mich nicht lesbar(.







H&G U 358

Viele Grüße
Ingo
 
drkohler Am: 30.06.2024 12:23:24 Gelesen: 1090# 209 @  
@ Cantus [#208]

Könnte Elston Grove in Indiana sein.

Rock Brand Oils (Trademark) Magie Bros Lubricating Oils (Firmenname) in Chicago.
 
evwezel Am: 30.06.2024 13:14:22 Gelesen: 1078# 210 @  
@ Cantus [#208]

Guten Mittag Ingo,

Ich lese:

Brand Brg (Brewing) Co (Company)
Elston Snow
City (also, Chicago)

Siehe auch [1]

“Brand Brewing Co. opened in 1899 and closed in 1909 it was open for 10 years.”



Viele Grüße,

Emiel

[1] https://www.chicagoancestors.org/content/1910-chicago-directory und http://www.oldbreweries.com/breweries-by-state/illinois/chicago-il-166-breweries/brand-brewing-co-il-50a/:
 
Cantus Am: 04.07.2024 04:23:54 Gelesen: 773# 211 @  
Heute ein etwas anderer Umschlag, bei dem sich offensichtlich der Absender auf recht lustige Weise selbst im Bild karikiert hat. Der Brief lief am 5.1.1895 mit Zusatzfrankatur von Muscatine am Mississippi [1] nach Wien.





H&G U 329

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Muscatine
 
DL8AAM Am: 05.07.2024 15:29:00 Gelesen: 546# 212 @  
@ Briefuhu [#161]

Und 'in echt gelaufen' ist immer besser ;-)



Ganzsache Olympics 1980 (Soccer) zu 15 Cent von 1979 (Scott #U596, "kleine Größe") versendet als Luftpostbrief nach Deutschland, mit einer 52 Cent Zusatzfrankatur freigemacht (4x 13 Cent "Olympics 1984", Scott #2048-2051 als 4er Einheit), also insgesamt mit 67 Cent, d.h. - vermutlich philatelistisch beeinflusst - um 17 Cent überfrankiert (statt 50 Cent) ...



... und entwertet am 01.09.1991 per Pitney Bowes-Maschinenstempel SALINAS,CA 939 1A von einem Briefzentrum in Salinas, CA 93907, dass die Leitregion (3-Digit-ZIP Code) mit dem Prefix 939 versorgte. Heute liegt die Leitregion 939 im Zuständigkeitsbereich des Briefzentrums, der Sectional Center Facility (SCF) in San Jose, CA 95001.

Beste Grüße
Thomas
 
Cantus Am: 10.07.2024 02:34:59 Gelesen: 339# 213 @  
Ich habe mich gerade bei Garycun mit ein paar schönen Belegen für dieses Thema eingedeckt und kann nun noch eine ganze Weile hier weitermachen. Heute ein Umschlag, der am 12.9.1896 in Pittsbutgh mit Ziel in Louisville aufgegeben worden war. Zum Gründer der Firma Frick kann hier [1] nachgelesen werden.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Clay_Frick
 
Cantus Am: 14.07.2024 05:49:30 Gelesen: 93# 214 @  
Jetzt nur einmal so auf die Schnelle drei relativ moderne Umschläge, die alle etwas mit der Luft- und Raumfahrt zu tun haben.





8.5.1985






6.8.1985






9.11.1984

Viele Grüße
Ingo
 

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