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Thema: (?) (14) Alliierte Besetzung: Posthörnchen Band- und Netzaufdruck
giuseppeaqua Am: 26.02.2016 16:27:48 Gelesen: 9204# 1 @  
Ich habe eine Frage zu diesem Thema: Gab es jemals Aufdrucke bei Nr. 52-68 und I.-XIV. mit sowohl Band- als auch Netzaufdruck? Danke für die Antworten.


 
Meinhard Am: 26.02.2016 18:12:09 Gelesen: 9167# 2 @  
@ giuseppeaqua [#1]

Kurze Antwort ja. Siehe beiliegende Bilder. Alle Aufdrucke Netz und Band.

Mfg, Meinhard




 
DERMZ Am: 26.02.2016 18:37:25 Gelesen: 9148# 3 @  
@ Meinhard [#2]

Hallo Meinhard,

kenne mich zwar nicht aus, aber ich sehe bei Dir nur Netz- bzw. Bandaufdruck. Giuseppe meinte aber, ob es die Marken mit Band- UND Netzaufdruck gab - also beides gleichzeitig. Ich habe keine Ahnung, bin aber auf eine Antwort gespannt.

Viele Grüsse aus dem off

Olaf
 
Richard Am: 27.02.2016 09:29:17 Gelesen: 9099# 4 @  
@ giuseppeaqua [#1]
@ DERMZ [#3]

Giuseppe meinte aber, ob es die Marken mit Band- UND Netzaufdruck gab - also beides gleichzeitig.

Die Michel Nummern 36 bis 51 sind alle mit beiden Aufdrucken auf der gleichen Marke bekannt. Die am niedrigsten notierte Marke ist die 36 i/II DD mit ** 90 Euro.

Nur 2 der Marken sind o bekannt und 3 auf Brief, alle ohne Bewertung (--.--).

Siehe Michel Deutschland Spezial 2015, Seite 867 ff. [1]

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://www.philaseiten.de/philabuch/show/163
 
alemannia Am: 27.02.2016 19:33:28 Gelesen: 9039# 5 @  
@ giuseppeaqua [#1]

Hallo zusammen,

im Michel-Katalog sind derartige Marken nicht gelistet und mir sind sie auch nicht bekannt.

Die Existenz einer A IX (1 RM-Marke), die in gestempelter Erhaltung mit Bandaufdruck bei 15.000 € und mit Netzaufdruck bei 2.800 € notiert, wäre mir als I/II DD vermutlich bekannt.

Eigentlich hilft nur eine Prüfung bzw. Nachprüfung beim zuständigen BPP-Prüfer, Herrn Schlegel.

Allerdings erkenne ich schon anhand der Abbildung einige Aufdrucke, die es so nicht gibt.

Da kämen dann die Marken selbstverständlich mit rückseitigem Signum "Aufdruck falsch" zurück.

Ob die Stempel überhaupt prüfbar sind und wenn ja, ob sie echt sind, ist natürlich auch noch eine Frage.

Es würde mich interessieren, woher die Marken stammen.

Auch das Ergebnis einer BPP-Prüfung wäre von Interesse.

Gruß

Guntram
 
Richard Am: 04.03.2016 09:51:38 Gelesen: 8937# 6 @  
@ giuseppeaqua [#1]

Ich sehe gerade, dass ich in Beitrag [#4] auf eine nicht gestellte Frage geantwortet habe. Guntram [#5] hat mich indirekt mit seine Antwort korrigiert.

Falls Du zu einer der kommenden Veranstaltungen kommst: Hans-Dieter Schlegel BPP ist meistens auf den Messen in Mai (Essen) und Oktober (Sindelfingen) anwesend und wird Dir dort gerne mitteilen, ob sich eine Prüfung lohnt.

Schöne Grüsse, Richard
 
HWS-NRW Am: 04.03.2016 10:08:35 Gelesen: 8928# 7 @  
@ giuseppeaqua [#1]

Hallo,

das sieht aber sehr nach "Mache" aus, denn laut Katalog gibt es nur Band oder Netztaufdruck, ich sammle seit über 30 Jahren, aber solche Marken und dann auch noch ganze Sätze mit supersauberen Aufdrucken, hab ich nie gesehen. Der Tipp mit dem Prüfen durch Herrn Schlegel, vorher eventuell anfragen, ist das einzig vernünftige.

Beste Grüße
Werner
 
giuseppeaqua Am: 08.03.2016 17:59:51 Gelesen: 8847# 8 @  
Ich nehme mir jetzt einfach mal das Recht heraus, mir den Begriff "Mache" erklären zu lassen.

Ich kann Ihnen gerne auch einen Scan mit 2400 (DPI) senden.

"Phile" Grüße
giuseppeaqua
 
HWS-NRW Am: 08.03.2016 19:27:51 Gelesen: 8817# 9 @  
@ giuseppeaqua [#8]

Hallo,

in den heutigen Zeiten kann man "leider" fast alles nachmachen bzw. fälschen, ob Geldscheine oder Postwertzeichen, daher der Begriff "Mache". Nach all den anderen Kommentaren denke ich, laß die "Marken" prüfen, auch mit dem Risiko, daß sie danach sauber als Fälschungen gekennzeichnet sind.

Beste Grüße
Werner
 
HWS-NRW Am: 19.03.2016 22:29:12 Gelesen: 8721# 10 @  
@ giuseppeaqua [#8]

Hallo,

ich muß meinen letzten Eintrag über die beiden eventuell gleichzeitig gedruckten Überdrucken berichtigen, so etwas hat es tatsächlich gegeben, bei der Schlegel-Auktion in Berlin wird gerade eine größere Anzahl Lose mit verschiedenen Druckversionen angeboten.

Also tatsächlich was echtes "echtes" auf diesem Gebiet.



Beste GRüße
Werner
 
alemannia Am: 19.03.2016 23:19:42 Gelesen: 8713# 11 @  
Hallo zusammen,

der [#1] bezieht sich auf Marken der Ziffernserie und nicht der Arbeiterserie.

Werden bei Schlegel-Auktionen wirklich Marken der Ziffernserie mit Band- und Netzaufdruck angeboten?

Gruß

Guntram
 
klinhopf Am: 20.03.2016 00:04:24 Gelesen: 8701# 12 @  
Hallo zusammen,

echt oder falsch ist ja die Frage - hierzu:

Anfang der 60er-Jahre wurde mir die Ziffern-Serie mit Aufdruck Band und Netz, die damals ja schon einen guten Michel-Preis hatten, für je 14 Mark der Satz angeboten, aus Dänemark! Beim Angebot war ein Vergleichstück beigefügt - ich konnte zu einer echten Marke überhaupt keine Differenzen feststellen; also ging ich zur Kripo in Berlin (West) mit dem Ergebnis, dass der Erwerb nicht strafbar sei, nur die Weitergabe. Und dann habe ich erfahren, dass bei ganzen Sätzen, die Prüfern eingereicht werden, von denen nur Marken-Stichproben gemacht werden, der Rest dann genauso signiert wird - danach müßte es viele signierte falsche Stücke geben!

Zu [#1]: Warum also nicht auch einen ganzen Satz mit BEIDEN Aufdrucken versehen?

Mit phil. Gruß
Ingo Pfennig
 
2huhu Am: 12.07.2017 17:18:56 Gelesen: 7116# 13 @  
Hallo,

ich habe beim Aufräumen folgenden interessanten Beleg gefunden:



Der Umschlag ist soweit nichts besonderes, aber auch das Schreiben aus dem Umschlag ist erhalten:



Ein schönes Stück Zeitgeschichte.

Grüßle
Holger Reichert
 
Manne Am: 27.09.2018 12:16:10 Gelesen: 4979# 14 @  
Hallo,

ein Stempel vom 01.07.1948, leider etwas unklar.

Gruß
Manne



Und hier der Beleg.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel von Frankfurt am Main"]
 
karrottil Am: 07.06.2020 17:54:04 Gelesen: 3097# 15 @  
Hallo,

möchte heute auf einem senkrechten Pärchen von der MiNr. 42 II eine Berliner-Retusche zeigen.



Die Reichsdruckerei in Berlin hat das zusätzliche Mundstück auf Feld 81 retuschiert.

Zum Vergleich ein Pärchen von der MiNr. 44 II mit Primärfehler II AF P III.



Beste Grüße
Karsten
 
Bautenfünfer Am: 19.09.2021 10:00:20 Gelesen: 823# 16 @  
Ich habe eine Frage an die Band/Netz-Spezialisten.

Wenn ich einen Eilboten-Brief habe, der am 20.09.48 abgestempelt wurde. (Ankunftsstempel 21.09.)

Eigentlich ist dieser doch einen Tag zu spät abgestempelt, da die Marken nur bis zum 19ten gültig waren. Er wurde aber definitiv ausgeliefert.

Ist dieser Brief jetzt nicht mehr portogerecht oder ist der dann überhaupt noch korrekt entwertet b.z.w kann ich ihn bedenkenlos kaufen?
 
MS Sammler Am: 19.09.2021 10:44:19 Gelesen: 810# 17 @  
@ Bautenfünfer [#16]

Schaue bitte mal auf die Uhrzeit-Angabe des Entwertungsstempels. Oft waren die "alten" Portostufen noch bis zur ersten Briefkastenleerung am nächsten Tag gültig und es wurde kein Nachporto erhoben. Das gleiche könnte auch bei Marken der Fall sein.

Grüße
Leon.
 
alemannia Am: 19.09.2021 11:27:11 Gelesen: 792# 18 @  
@ Bautenfünfer [#16]

Hallo zusammen,
hallo Volker,

eine offizielle Grundlage, dass Poststücke aus der ersten Briefkastenleerung des 20.9.1948 mit den Provisorien Band-/Netzaufdruck noch gültig waren, gab es wohl nicht bzw. ist mir nicht bekannt. Mir sind aber sowohl beanstandete als auch nicht beanstandete Belege vom 20.09.48 bekannt.

Dieser mit 20 Pfennig für Brief Inland bis 20 g portorichtig freigemachte Brief dürfte bedarfsverwendet worden sein:



Der folgende Brief, gestempelt 6.00 Uhr des 20.09., wurde als zu spät beanstandet und mit der eineinhalbfacher Nachgebühr in Höhe von 30 Pfennig für Fernbrief Inland bis 20 g belegt:



Der 19.9.1948 war ein Sonntag.

Eilboten-Briefe konnten auch über Briefkasten eingeliefert werden.

Insofern wäre eine Beförderung des Briefes mit Eilzustellung durchaus schlüssig.

Gruß

Guntram
 
Bautenfünfer Am: 19.09.2021 11:27:53 Gelesen: 790# 19 @  
20.09. / 9.00 Uhr

Aber Eilboten waren nicht per "letzte Briefkastenleerung" möglich. Der mußte ja am Schalter abgegeben werden.

Vielleicht ein unwissender Postbeamter ?
 
alemannia Am: 19.09.2021 11:33:12 Gelesen: 787# 20 @  
@ MS Sammler [#17]

Hallo Leon,

Oft waren die "alten" Portostufen noch bis zur ersten Briefkastenleerung am nächsten Tag gültig und es wurde kein Nachporto erhoben.

Die Portostufe hatte sich ab 20.09.48 ja nicht geändert.

Es geht lediglich um die Frage, ob die mit Posthörnchen überdruckten Marken am 20.09. noch verwendet werden durften.

Gruß

Guntram
 
Bautenfünfer Am: 19.09.2021 14:00:43 Gelesen: 763# 21 @  
Andererseits wäre es schon möglich, denn ich hab hier gerade einen Brief gefunden, bei dem "AUS DEM BRIEFKASTEN drauf ist und zugleich ein Eilboten.

Kann man jetzt ein Eilbotenbrief in den Briefkasten werfen? Wenn möglich, dann wurde er vielleicht schon am 19. in den Briefkasten geworfen und dann um 9.00 Uhr des nächsten Tages gestempelt. Ist es möglich?


 
alemannia Am: 19.09.2021 14:32:07 Gelesen: 755# 22 @  
@ Bautenfünfer [#21]

Kann man jetzt einen Eilbotenbrief in den Briefkasten werfen ?

Hallo,

ja, das hatte ich doch schon in [#18] geschrieben.

Der Stempel "Aus dem Briefkasten" soll dokumentieren, dass nicht am Schalter eingeliefert wurde und somit eine evtl. für einen Eilbrief unüblich späte

Zustellung erfolgte.

Gruß

Guntram
 
Bautenfünfer Am: 20.09.2021 07:37:28 Gelesen: 711# 23 @  
Danke für alle Antworten! Das ist das schöne an so einem Forum. :-)
 
Bautenfünfer Am: 13.10.2021 20:51:57 Gelesen: 470# 24 @  
Hallo,

zuerst etwas Kurioses an Aufdruckfälschung:

Ich habe einen Briefausschnitt vom 10.09.48 in Mischfrankatur mit der Bautenserie. War wohl ein Einschreiben, denn es sind genau 60 Pf drauf. Doch schaut mal die 2 Pfennig an !

Da wurden doch einfach Kringel draufgestempelt, die ein Netzaufdruck vortäuschen sollen. Bei der 2 Pf am ehesten möglich, da sie ja auch schwarz war:



Doch nun etwas Anderes und definitiv KEINE Fälschung:



Hier ist das Band gebrochen!

Die typischen Echheitsmerkmale sind drauf, daher kann man sagen, das es das Klischee-Feld 42 ist. Beim Druck aus Kassel kennt man ja dieses Feld gut mit diesem Punkt. Sonst ist ja oben das Posthorn beschädigt ohne Punkt, also Feld 42



Es kann aber auch das Feld 92 sein, denn beim Bandaufdruck wurden immer zwei 50er Druckplatten untereinander zu einer 100er Platte montiert, sodas auch auf dem Feld 92 diese Merkmale vorkommen. Siehe hier bei dem Eckrandstück der 12er:



Ich nehme an, das die Druckplatte gebrochen ist und die Ecke, nur noch mit Klischeenägeln gehalten, etwas verrutscht ist. Im Ostermann-Katalog für Bandaufdrucke ist ja eine Original 50er Druckplatte abgebildet, bei der die Ecke abgebrochen ist.



Übrigens ist auch bei der Original-100er Platte des Netzaufdruckes eine Ecke abgebrochen. Dafür spricht auch das der Bruch nicht gerade verläuft, sondern gebogen:



Was meint Ihr denn so? könnte doch eine gute Theorie sein, oder ?
 
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