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Thema: Fehlprüfungen von BPP und VP Prüfern
Das Thema hat 215 Beiträge:
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Peter Stastny Am: 25.01.2017 21:52:31 Gelesen: 71779# 191 @  
@ willi561 [#187]

könnt Ihr beide euch nicht mal in Frieden einigen? Bin mir bewusst, dass Ihr schon seit ewigen Zeiten auf Kriegsfuß steht, doch hilft das dem Sammler weiter? ... Dieser ewige Zwist muss endlich mal ein Ende haben, damit der Sammler mal eine klare Linie hat und gezielt sein Geld investieren kann, aber anscheinend liegt das noch in weiter Ferne, leider.

Lieber willi561,

im Sammlerinteresse ist naturgemäß ein möglichst einheitlicher und breit getragener Konsens hinsichtlich der Köpfe-Katalogisierung.

Das ist auch im Interesse von Michel (zur Vermeidung von Beschwerden und Diskussionen) und war auch im Interesse des Philatelistenclub Berlin-Mitte/Arge DDR-Spezial und „der Prüfer“ (damals anwesend Paul und Schönherr), festgehalten im Protokoll einer Vereinbarung zwischen den angeführten anlässlich einer Klausurtagung am 19.06.2010. Damals stand das bei allen Beteiligten außer Streit.

Etwas später gründeten sich VP und VPEX und DEREN Prüfer wollte man - aus sicher nicht im Sammlerinteresse liegenden Gründen - bei der Katalogisierung weder anhören geschweige mitreden lassen. Die wollte man offensichtlich nur ausgrenzen.

Als Herr Burkhardt/VPEX unter Berufung auf „die Prüfer“ in der Vereinbarung - ohnehin nur - angehört werden wollte, wurde dies - Sammlerinteresse hin oder her - schlichtweg abgelehnt. Sicherheitshalber gab man dazu noch an, im Protokoll stünde "die BPP-Prüfer“ (statt richtigerweise "die Prüfer"). Man berief sich - als Vorstand des Philatelistenclubs Berlin Mitte - auf diesen geltenden Vertrag, der einzuhalten sei. Es gäbe keinen Anlass, von dieser "die BPP-Prüfer"-Regelung abzuweichen. Von ANDEREN Prüfern sei im Vertrag keine Rede. So Herr Biebass an Herrn Burkhardt.

Ist etwas in einem Vertrag nicht geregelt, so ist diese Regelungslücke gemäß BGB nach ganz bestimmten objektiven Regelungen des BGB durch eine ergänzende Vertragsauslegung zu schließen. Was alleine schon im Hinblick auf den damaligen Parteiwillen eines möglichst breiten Konsenses bei den Katalogisierungen sogar bei „die BPP-Prüfer“ eindeutig den Einbezug der VP- und VPEX Prüfer ergibt. Alles andere würde ja das Vertragsziel geradezu konterkarieren. Aktuelle Interessen dürfen außerdem bei einer ergänzenden Vertragsauslegung absolut keinen Einfluss zu haben.

Dumm gelaufen? Mitnichten! Nachdem man sich zum Durchsetzten bestimmter und ganz sicher vertragsfremder Interessen - jedenfalls nicht von Sammlerinteressen - auf eine Vertragseinhaltung berufen hatte, vertrat man plötzlich den Standpunkt, es gäbe gar keinen Vertrag, also müsse man sich auch an nichts halten, man mache das so, wie man es jetzt wolle, daher gäbe es - weiterhin - KEINEN Einbezug von Nicht-BPP-Prüfern.

Eine dem Vorstand übermittelte Abhandlung (die ich Interessenten auf Anfrage gerne per Mail zur Verfügung stelle), dass die laut BGB in so einem Fall zwingend gebotene ergänzende Vertragsauslegung eindeutig den Einbezug von Herrn Burkhardt in die Meinungsbildung vorsehe bzw dass seine Ausgrenzung vertragswidrig sei, wird behandlungsmäßig ca. ein Jahr von einer Vorstandssitzung zur anderen verschoben. Sie musste erst einmal „gelesen“ und überprüft werden, kann dann mangels Zeit als letzter Tagesordnungspunkt nicht besprochen werden, und wird dann vom Vorstand gar nicht entschieden, sondern der Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Vordergründig in Anerkenntnis der Wichtigkeit der Entscheidung, ME im Begleitwissen der Problematik einer solchen Entscheidung auf Vereinsebene. Seiteneffekt: Der Ausschluss von Herrn Burkhardt wurde ein Jahr lang perpetuiert.

Die Mitgliederversammlung entschied dann knappest (54%), nur BPP-Prüfer mitwirken zu lassen. Wobei der BPP-Prüfer Schönherr seit 1.1.2017 kein BPP-Prüfer mehr ist. Was nicht mehr oder weniger bedeutet, dass eine MV eines Vereins darüber entschied, dass Teile des BGB für Verein und Vorstand schlichtweg keine Geltung haben.

Der Vorstand hat damit eine mE nicht in der Kompetenz einer MV liegende Entscheidung der MV des Vereins „umgehängt“, die sich vermutlich der Widrigkeiten eines solchen Beschlusses nicht voll bewusst war. Nun ja, vielleicht beschließt demnächst eine MV, dass für die Mitglieder ihres Vorstandes das Rotlicht bei Ampeln nicht gelte, Gesetz hin der her. Wird dann ein Vorstandsmitglied wegen Fahrens bei Rotlicht angehalten, kann es sich sicher erfolgreich auf diesen MV-Beschluss berufen. Nichtwahrnicht? Stufenbau der Rechtsordnung hin oder her.

Soweit ein Beispiel zur „Methodik“.

Ihre Frage war, kann man sich da nicht mal in Frieden einigen?

Gegenfrage an willi561 (Bernd) und schweigende alle, die bei einem Katalogisierungsmonopol einer kleinen Gruppe um Herrn Paul herum kein gutes Gefühl haben: WIE bitte?

Gerne nehme ich diesbezügliche Anregungen entgegen.

Mit „Seid´s friedlich“ ist es wohl kaum getan.

Peter Stastny
Präsident VPEX
 
Schwämmchen² Am: 25.01.2017 23:30:17 Gelesen: 71730# 192 @  
"Katalogisierungsmonopol"? Hat der Michel ein Monopol? Sicher nicht. Von welchem Monopol spricht man hier? Das einem die Michel Redaktion nicht zuhört?
 
stampmix Am: 26.01.2017 08:41:01 Gelesen: 71645# 193 @  
@ Schwämmchen² [#192]

"Katalogisierungsmonopol"?

Klassische off-topic Frage, die die Diskussion weg vom Thema führen soll. Ich gehöre zu den schweigenden allen, und würde mir wünschen, dass der Beitrag von Peter Stastny weiterverfolgt wird.

Wer zum "Katalogisierungsmonopol" weiterdiskutieren möchte, kann sich an diesen schönen Beitrag anhängen:

Schwaneberger: Kritik an der Michel Redaktion und den Katalogen http://www.philaseiten.de/beitrag/18976

mit bestem Gruß
stampmix
 
Markus Pichl Am: 27.01.2017 22:38:08 Gelesen: 71394# 194 @  
Hallo Carsten,

da ich selbst Herrn Paul über Jahre einige Prüfsendungen habe zukommen lassen und deswegen, aber nicht nur, in der Vergangenheit einige Telefonate mit ihm geführt habe, kann ich ihn im philatelistischen Sinne recht gut einschätzen.

Mit Verwunderung nahm ich damals zur Kenntnis, dass nach Neufassung der Köpfe-Ausgabe die sogen. "Borkengummierung" als "ABART" im Michel katalogisiert wurde. Daraufhin hatte ich Herrn Paul angerufen und er teilte meine Meinung, dass es sich um keine "ABART" handelt und als solche unglücklich katalogisiert ist. Die Katalogisierung als "ABART", hat über seinen Kopf hinweg und gegen seine philatelistische Auffassung stattgefunden.

Über das gezeigte Fehlattest bezüglich der 1 DM Pieck, wurde hier gar nicht diskutiert. Selbstverständlich war es richtig, auf dieses Fehlattest aufmerksam zu machen. Wie die von Herrn Paul beschriebenen Bemühungen zeigen, war ja an das Attest nicht mehr heranzukommen. Somit ist zumindest die Chance gegeben, dass der jetzige oder ein späterer Eigentümer einmal davon in Kenntnis geraten kann, dass es sich um ein Fehlattest handelt. Was hätte also eine "diskrete" email am 08.11.2016 an Herrn Paul, nachdem der Artikel am 07.11.2016 auf ebay verkauft wurde, bewirken sollen? Rein gar nichts.

Nach Deinen umfangreichen Ausführungen ist mir bezüglich ehemals katalogisierter SBZ MiNr. 214 d folgender Gedanke gekommen und ich glaube, dass ich diese Möglichkeit schon in einer Antwort eingeräumt hatte. Wenn sich die abweichende UV-Reaktion der Druckfarbe und der Farbeindruck bei Tageslicht nur darin begründen sollte, dass dieser aufgrund einer anderen Papiersorte beruht, aber die Druckfarbe real keine andere ist, dann ist es im Sinne der Katalogisierung richtig gewesen, die 214 d wieder herauszunehmen und in 214 c einzugliedern, insofern die Druckfarbe selbige ist. Wenn dem so ist, wie ich vermute, dann stellt ein jegliches auf 214 d ausgestelltes Attest eine Fehlprüfung dar.

MfG
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 28.01.2017 18:23:44 Gelesen: 71249# 195 @  
@ Markus Pichl [#194]

Hallo Markus,

die Diskussion über Art der Katalogisierung des Borkengummis ist eine nie endende Scheindiskussion, mit der Paul immer wieder vom Thema ablenkt. Als der waagerechte Borkengummi erstmals eigenständig neben dem häufigeren senkrechten gesondert katalogisiert wurde, blähte sich die Haupttabelle im Michel enorm auf. Man konnte den Anschein haben, dass das Hauptkriterium der Katalogisierung dieser Serie der Borkengummi sei.

Das wollten sowohl Schönherr als auch die Fachgruppenmitglieder wieder ändern. Es hat viele Jahre Kampf gekostet. Von der BPP-Verbandsprüfstelle (Herr Straub) und BPP-Präsident Dr. Penning kamen die wenig hilfreichen Vorschläge, den waagerechten Borkengummi wieder zu streichen und nur als Fußnote zu erwähnen (rechtfertigt Aufschläge), welcher sich Paul auch angenommen hat.

Inzwischen gab es Zuschläge über 3000 Euro für 219az, ebenso selten dürften 221z und 222bz sein, nur gibt es keine Verkäufe mangels Häufigkeit. Paul verhindert seit Jahren, dass dafür Preise in den Michel kommen. Wenn er danach gefragt wird, warum, fängt das Blabla mit der Abartproblematik an. Ich habe das inzwischen 4-5 mal gehört und gelesen. Es gibt kein ehrliches Nein, ich bin dagegen. Sondern ein "ist gegen meine philatelistische Auffassung".

Es hatte seine philatelistische Auffassung übrigens nie gestört, gewaschene gestempelte Marken ohne Gummi mit dem Prüfzeichen x für glatten Gummi zu signieren. Was mit Verlaub in jedem Falle eine Fehlprüfung darstellt. Allerdings eine Zehntausendfach unbeanstandete. Stand eben so im Katalog und Paul hatte ja nur Kombistempel, wo das x mit dran war. Philatelistische Auffassung, ich lache mich kaputt.

Die Antwort bei 214d ist kurz und einfach. Es sind 2 unterschiedliche Farben. Völlig unterschiedliche Remissionskurven, komplett unterschiedliche Platten mit unterschiedliche Plattenfehlern. Alle weiteren erklärenden Eigenschaften sind nur dazu da, die Marke für die wenigen Prüfer ohne Spektrometer auch sicher prüfbar zu machen. Mit Spektrometer ist es einfach und immer 100% sicher.

Viele Grüße
Carsten
 
Peter Stastny Am: 06.03.2017 11:45:51 Gelesen: 69858# 196 @  
[Beiträge [#196] und [#197] redaktionell verschoben aus dem Thema "Sonntagsrätsel"] [1] - dort bitte Beiträge 907 und 918 bis 936 lesen]

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5767&CP=0&F=1

---

Erstmals herzlichen Dank für Eure Beteiligungen. Letztendlich wurde das richtige Ergebnis gefunden!

Dieses Stück weist eine Originalzähnung ohne jegliche Nachzähnung auf. Die Verkantung (Klischeeversatz) des Markenbildes mag zu einer optischen Täuschung führen, ist hinsichtlich einer Nachzähnung aber nicht von Relevanz.

Die beiden waagrechten Zähnungen aneinander gelegt (neben von Euch verwendeten verschiedenen Photobearbeitungsprogrammen geht das leicht und schnell mit MS-Excel (Scan oder File markieren, mit Strg C kopieren, mit Strg V in Excel-Sheet einfügen und vergrößern. Dann vom Markenbild mit gehaltenem Anklicken eine halbtransparente Kopie zB nach unten wegziehen und die oberen Zahnlöcher an die unteren anlegen. Da bei Kammzähnung derselbe Zahnkammteil, belegen kreisrunde Ergebnisse die Originalität der waagrechten Zähnungen. Jede Veränderungen von exakt kreisrund weg (Ovale, geringst versetzte Halbkreise usw.) belegen Manipulationen von Zähnungsverschönerung bis Nach- und Umzähnungen, und sei es nur ein Nachstechen oder Tiefersetzen eines einzigen Zahnloches.

Eine Wiederholung dieses Vorgehens ist bei den beiden senkrechten Zähnungen nur bei Linienzähnung möglich (wobei die Deckung der Löcher bei Linienzähnung produktionsbedingt auch ein bis mehrere Zahnlöcher seitlich verschoben sein kann!), es sei denn, man hat ein weiteres Exemplar vom selben Zahnkamm, idealiter vom selben Bogen. (Dies lag bei dieser Marke vor. Vorsicht bei Bogenscans wegen möglicher Verzerrungen im Randbereich der Bögen). Dann kann man die obige Vorgangsweise analog sowohl mit der linken als auch mit der rechten senkrechten Zähnung durchführen.

Eine weitere bzw. andere Hilfe bieten die bei einer Kammzähnung der waagrechten und der senkrechten Zähnung gemeinsamen Eckzahnlöcher. Werden zB bei zur Verschönerung von zu kurz geratenen Zähnen die Zahnlöcher einer Markenseite tiefer gesetzt nachgestochen, „frisst“ diese Technik bei den Eckzahnlöchern je nach Grad der Tiefersetzung mehr oder weniger Teile der beiden ersten Zähne der anliegenden anderen Markenseiten. Da dies aber optisch sehr auffällig ist, werden die Eckzahnlöcher oft NICHT tiefer gesetzt, wodurch diese zwangsläufig erkennbar auf einer höheren Tangente gegenüber den liefergesetzten Zahnlöchern liegen. Dies ist auch optisch durch ein mehr oder weniger „seltsam“ einseitig zugespitzte Markenecke erkennbar. Bei einer Linienzähnung kann diese Methode mangels Deckung der Eckzahnlöcher NICHT angewendet werden!

Die Anwendung der geschilderten Methoden ergibt bei der konkreten Marke keinerlei Hinweise auf eine Nachzähnung. Bemängeln könnte man bei diesem Stück nur die etwas verkürzten Zähne der linken senkrechten Zähnung. Zu diesem Ergebnis kamen bis jetzt alle diesbezgl angefragten (auch BPP-)Prüfer.

Seltsamerweise hat aber EIN BPP-Prüfer diese Marke angekauft, um mit ihr nachzuweisen, dass ein VPEX-Prüfer übersehen hätte, dass diese Marke nachgezähnt sei. Dazu haben sich dieser BPP-Prüfer und ein weiterer mit ihm zusammenarbeitender BPP-Prüfer diese Marke - natürlich unabhängig voneinander - angeschaut und festgestellt, sie sei nachgezähnt (und auch noch dazu nachgummiert). Die Marke wurde angekauft, weil man sich zu 95% sicher war, dass sie nachgezähnt sei. Die Sache werde aber nicht öffentlich gemacht, „in der Voraussicht. dass sich etwas Demut“ beim VPEX-Prüfer einstellt.

Entgegen der ansonst vertretenen Meinung wurde die Vorlage der Marke zur Überprüfung ebenso wie ein angebotener Ersatz gegen Rückgabe der Marke abgelehnt. Man möchte die Marke gerne behalten, „da sie zur Weiterbildung sehr gut geeignet ist. Der Befund wird wird nirgends veröffentlicht.“ (Wodurch eine Überprüfung des Vorwurfes der Nachgummiertheit verunmöglicht wird. Der Nachweis, dass der jetzige Zustand des Gummis derselbe wie im Zeitpunkt der Prüfung sei, wurde natürlich nicht geführt).

Es stellt sich nun die Frage, für WELCHE Weiterbildung diese Marke in Zukunft Verwendung findet. Für die Erkennung einer (gar nicht vorhandenen) Nachzähnung? Ich hoffe nicht.

Zur Frage, weshalb ich diese widersprüchlichen Ansichten zwischen (auch BPP-)Prüfern nicht, wie von Herrn Geigle gewünscht bis gefordert, zuerst ihm oder den (falsch liegenden) BPP-Prüfern vorlege: Ersterer ist nach wie vor nicht bereit, Informationen von mir entgegenzunehmen und hat Zweiteren ein Sprechverbot zu mir auferlegt. Hoffentlich dauert es nicht wie schon in mehreren früheren Fällen wieder mehrere Jahre, bis auch der BPP seinen Kenntnisstand erweitert.

Beste Grüße
Peter
 
filunski Am: 06.03.2017 11:58:46 Gelesen: 69850# 197 @  
@ Peter Stastny [#196]

Hallo Peter Stastny,

vielen Dank für das aufschlußreiche Sonntagsrätsel und die Auflösung dazu! :-)

Allerdings bitte ich darum das "Sonntagsrätsel" von dem, ich nenne es mal "gegenseitigen Rumgehacke" zwischen den verschiedenen Prüferverbänden freizuhalten, so gerechtfertigt dies auch in deinem Fall hier sein mag.

Diese Zwistigkeiten sollten in anderen Themenkreisen ausgetragen werden. ;-)

Beste Grüße,
Peter

[Beiträge [#196] und [#197] redaktionell verschoben aus dem Thema "Sonntagsrätsel"] [1] - dort bitte Beiträge 907 und 918 bis 936 lesen]]

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5767&CP=0&F=1
 
Carsten Burkhardt Am: 06.03.2017 20:13:41 Gelesen: 69750# 198 @  
@ filunski [#197]

Ich habe einige Wochen über der Sache gebrütet und konnte mich einfach nicht entschließen, es hier im Forum einzustellen. Egal, in welcher Rubrik.

Vielen Dank an Peter, dass er es letztlich doch gemacht hat, auch wenn sowohl die Ergebnisse bezüglich der angeblichen Nachzähnung als auch der Vorwurf des "gegenseitigen Rumgehackes" vorhersehbar waren und ich mich eigentlich mit der Philatelie beschäftigen möchte, solcherlei Anfeindungen, wie sie ständig geschehen, sind mir zutiefst zuwider.

Ich habe lieber über den Bogenscans Köpfe II gebrütet, die mir ein netter Zeitgenosse zukommen ließ. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Jens Nuglisch, unbekannterweise!)

Leider kann man solche Zeitgenossen wie Dr. Karsten Ruscher (der Käufer der von mir attestierten 223c) und Siegfried Paul (der die angebliche Nachzähnung bestätigt hat) nicht wegbeamen.

Alle Freunde, denen ich die Originalmail von Ruscher gezeigt habe, fanden es sei fast schon eine Nötigung. Ich weiß nicht, ich bin kein Rechtsverdreher.

Ein inzwischen aus dem BPP ausgeschiedener Prüferkollege hat mir geraten, die Angelegenheit dem BPP-Geschäftsführer vorzutragen. Nur fehlt mir jegliches Vertauen, dass der in einem anderen Sinne entscheidet als zugunsten seiner Verbands-Prüfer. Es gibt keine Objektivität im BPP.

Der Ziehvater von Ruscher, Paul, hat vor 2 Jahren ein 43-seitiges Pamphlet über die angeblich unrichtige Prüfpraxis seiner Kollegen Schönherr und König verfasst. Und versucht, sie damit bei den BPP-Oberen in ein schlechtes Licht zu rücken.

Das hat offensichtlich die richtige Wirkung erzielt. Schönherr ist jetzt raus aus dem BPP.

Bleiben als Zielscheibe nun die Kollegen aus den anderen Verbänden. Und was erreicht er damit?

In diesem Sinne
Carsten
 
filunski Am: 06.03.2017 23:00:10 Gelesen: 69655# 199 @  
@ Carsten Burkhardt [#198]

Danke an Richard für das Verschieben der Beiträge! :-)

Bitte nicht falsch verstehen, ich halte es auch für wichtig einen derartigen Vorgang der breiten philatelistischen Öffentlichkeit bekannt zu machen, nur nicht in dem ursprünglichen Themenstrang (Sonntagsrätsel).

Auch mir geht dieses "Rumgehacke" auf den Geist und es ist auch bezeichnend, dass alles immer wieder auf die Person des BPP Vorsitzenden hinausläuft. Würde dieser sich anders verhalten und nicht durch versuchte, wohl auch durchgeführte Zensur, Maulkorberlasse und Diffamierungen immer wieder versuchen Missstände "unter den Teppich zu kehren", gäbe es weder dieses Gerangel noch den zu spürenden Vertauensverlust, nicht nur in seine Person sondern in das ganze Prüfwesen (was dieses so nicht verdient hat, egal welcher Prüferbund/ -vereinigung). :-(

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 09.03.2017 18:58:22 Gelesen: 69322# 200 @  
@ filunski [#199]
@ Alle die das Thema interessiert und/oder davon betroffen sind

Auch mir geht dieses "Rumgehacke" auf den Geist und es ist auch bezeichnend, dass alles immer wieder auf die Person des BPP Vorsitzenden hinausläuft. Würde dieser sich anders verhalten und nicht durch versuchte, wohl auch durchgeführte Zensur, Maulkorberlasse und Diffamierungen immer wieder versuchen Missstände "unter den Teppich zu kehren"

Dieser von mir, vielleicht etwas zu voreilig und aus einer momentanen Laune heraus hingeschriebene Satz hat so manches Gemüt hochfahren lassen und mir selbst auch verschiedene Reaktionen beschert.

Eigentlich wollte ich Richard bitten meinen Beitrag [#199] einfach zu löschen. Vielen wäre das wohl gar nicht aufgefallen. Das wäre mir aber zu einfach gewesen und auch nicht allen Beteiligten gegenüber fair, so zumindest meine Meinung dazu. Deshalb entschloss ich mich dazu diesen erneuten Beitrag zu verfassen.

Manchmal tendiert man, zumindest ich, dazu vorliegende Informationen zu voreilig und ohne alle Seiten dazu gehört zu haben, zu bewerten. So in diesem Fall von mir geschehen. Heute hatte ich ein, ich nehme an für beide Seiten sehr aufschlussreiches und informatives Telefongespräch mit dem BPP Vorsitzenden. Ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen, kenne zumindest ich jetzt "beide Seiten der Medaille" und nehme meine in dem obigen Satz gemachten Vermutungen/Behauptungen vollumfänglich zurück.

Gleichzeitig wäre es auch sehr schön, wenn die im Konflikt stehenden Parteien um die sich das ganze Thema hier hauptsächlich dreht, einen Weg finden würden, ohne die große Öffentlichkeit im Forum, um sich miteinander auf eine konstruktive Lösung zum Wohle der gesamten Philatelie zu einigen. Klingt wahrscheinlich etwas utopisch, aber "sag' niemals nie"! ;-)

In diesem Sinne mit den besten Grüßen,
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 10.03.2017 12:48:11 Gelesen: 69162# 201 @  
@ filunski [#199]

Vertauensverlust in das ganze Prüfwesen (was dieses so nicht verdient hat, egal welcher Prüferbund/ -vereinigung)

Hallo filunski,

glaubst Du, der ist jetzt geringer geworden?

Ich hatte zwischenzeitlich eine Mail des angesprochenen Kollegen. Nicht etwa, dass er begründete, warum er die von mir attestierte Marke für nachgezähnt hält. Er untersagte mir, Inhalte aus seinen Emails unerlaubterweise auf meiner Website und in Internetforen zu nutzen.

Da muss man sich natürlich wieder einmal fragen: Hat hier jemand Angst, seine von ihm selbst verfassten Mails in der Öffentlichkeit zu sehen? Steht dort etwas so Schlimmes drin, dass er sich deswegen schämen muss?

Ich bin immer wieder fasziniert von den sporadischen Kontakten zu BPP-Mitgliedern. Die überraschen täglich aufs neue.

Viele Grüße
Carsten



Dieser Befund war der Ausgangspunkt. Die Marke hat einen Wert von ca. 75 Euro (Ebay).
 
filunski Am: 10.03.2017 17:31:28 Gelesen: 69068# 202 @  
@ Carsten Burkhardt [#201]

"glaubst Du, der ist jetzt geringer geworden?"

Hallo Carsten Burkhardt,

da du mich so direkt fragst, sollst du auch von mir eine Antwort bekommen.

Was ich glaube ist bei dieser Thematik völlig belanglos. Ich gehöre keiner der Konfliktparteien an, bin kein Prüfer und auch kein durch irgendeinen Prüfbefund Geschädigter. Mir ist nur daran gelegen von dem was an "Philatelie" noch übrig ist möglichst viel zu "retten". Was derzeit an Grabenkämpfen und wie immer man es sonst noch nennen mag in der organisierten Philatelie vorgeht, dient in keinster Weise dazu ein positives Bild für die Öffentlichkeit abzugeben, interessierte Philatelisten bei der "Stange zu halten" oder gar Nachwuchs (nicht nur philatelistisch interessierte Jugendliche, sondern auch dringend benötigten erfahrenen Philatelistennachwuchs für die organisierte Philatelie) zu gewinnen und zu motivieren.

Zu diesem Thema hier seid erst mal "ihr Prüfer" (am besten alle) aufgefordert euch untereinander und auch erst mal "unter Ausschluss der Öffentlichkeit", nicht hier im Forum, an einen Tisch zu setzen um zumindest zu versuchen einen gemeinsamen Nenner zu finden. Mir ist sehr wohl bewusst, dass dies leichter hier hingeschrieben als getan ist, auch dass dieses ganze Gebiet durchaus ein Minenfeld ist und nicht zuletzt, dass es wohl auch schon entsprechende Versuche gibt/gab.

Das öffentliche, publikumswirksame zur Schau stellen und Anprangern einzelner Fehlbefunde sehe ich da nicht unbedingt als förderlich. Ist aber meine Meinung und muss auch nicht als Maßstab gelten. ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
Werner P. Am: 11.03.2017 14:03:30 Gelesen: 68943# 203 @  
@ filunski [#202]

Das öffentliche, publikumswirksame zur Schau stellen und Anprangern einzelner Fehlbefunde sehe ich da nicht unbedingt als förderlich. Ist aber meine Meinung und muss auch nicht als Maßstab gelten.

Tja, ich sehe das - minimal - anders. Es kommt natürlich drauf an - ob ein Befund jetzt vielleicht ein Streitfall ist. Oder aber ein krasser Fehlbefund, wie die weiter oben gezeigten Befunde. Bei derart krassen "Kloppern" halte ich das Zeigen durchaus für legitim und angebracht. Denn wenn offensichtlich weder der betroffene Prüfer noch dessen Verband etwas unternimmt, kann man diese eigentlich nur durch Öffentlichkeit zwingen, etwas zu verbessern. Dies ist zwar schade und sollte eigentlich anders funktionieren. Wenn es das aber nicht tut - dann zwingen sich nur Vergleiche aus der großen Wirtschaft auf - VW und andere Autobauer lassen beispielsweise grüssen.

Insofern halte ich wenig davon, wenn man krasse Fehlbefunde verschweigt. Ich würde mir ein eindeutiges Statement des Prüfers - und wenn dieser nicht will, seines Verbandes - wünschen. Aber nichts Windelweiches - so wie es auch von den Winterkörnern immer so lange kam, bis gar kein Weg mehr am Zugeben vorbeiging. Offensichtliche Fehler zuzugeben ist Größe, Fehler zu verniedlichen oder zu verschweigen schreckt mich - und viele andere - ab.
 
Carsten Burkhardt Am: 12.03.2017 07:51:03 Gelesen: 68810# 204 @  
@ Werner P. [#203]

Es gibt leider noch eine dritte Variante: Einem anderen einen angeblichen Fehler unterstellen und diesen dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich schlecht machen.

Ich habe das leider allzu oft erlebt, wie jemand seinen Kollegen madig gemacht hat, solange er im BPP war. Und in der Öffentlichkeit wirkt das ganz sicher. Die vertrauen ihrem Guru. Der ist ja schließlich der BPP.

Viele Grüße
Carsten
 
Markus Pichl Am: 18.04.2017 21:06:37 Gelesen: 65831# 205 @  
@ Carsten Burkhardt [#198]

Der Ziehvater von Ruscher, Paul, hat vor 2 Jahren ein 43-seitiges Pamphlet über die angeblich unrichtige Prüfpraxis seiner Kollegen Schönherr und König verfasst. Und versucht, sie damit bei den BPP-Oberen in ein schlechtes Licht zu rücken.

Das hat offensichtlich die richtige Wirkung erzielt. Schönherr ist jetzt raus aus dem BPP.


---

Hallo Carsten,

heute wurde mir von einem Teilnehmer der letztjährigen BPP-Hauptversammlung erzählt, wie die verbandsinterne, von Herrn Geigle inszenierte "Hinrichtung" von Herrn Schönherr vollzogen wurde.

Anstatt geheim über einen Verbleib von Herrn Schönherr im BPP abzustimmen, wurde eine offene Abstimmung vorgezogen. Nach meinem Verständnis ist so eine Handhabung ein Unding!

Die Abstimmung erfolgte, wegen einem angeblich unüberwindbarem Zerwürfnis zwischen den Herren Paul und Schönherr.

MfG
Markus
 
18609 Am: 18.04.2017 22:01:18 Gelesen: 65768# 206 @  
Hallo an alle Mitleser,

ich finde es wirklich schade, dass dieses Thema immer wieder ausgenutzt wird, um Vereine und Verbände auszuspielen. Ich bin selbst VPEX Mitglied und kann für mich behaupten, dass wir keiner Gehirnwäsche unterzogen werden, das Gegenteil ist der Fall, wir reden und streiten offen miteinander. Ich selbst komme mit allen Kollegen anderer Vereine / Verbände gut aus, so sollte es auch sein. Ich würde mir wünschen, dass an dieser Stelle das Thema Ruhe findet, wie in anderen Foren auch derzeit. Natürlich ist es wichtig über das Prüfwesen zu sprechen und zu diskutieren, bitte bedenkt aber das wir alle nur das eine wollen und alternative Vereine Lücken schließen die der BPP nicht mehr besetzen möchte.

Gruß
18609
 
Markus Pichl Am: 18.04.2017 22:28:09 Gelesen: 65725# 207 @  
@ 18609 [#206]

Hallo 18609,

besagtes Prüfgebiet ist aber im BPP weiterhin besetzt und wird auch besetzt bleiben.

Daher ist damit zu rechnen, dass der Kampf seitens des BPP weiter gehen wird, dass nur seine Prüfungen korrekt bzw. als solche anzusehen sind. Alle die dies so nicht sehen oder auf Fehler "im Getriebe" hinweisen, werden weiterhin attackiert. Schafft man es nicht in fachlicher Hinsicht, so versucht man zumindest mit Geschrei und Getöse, die "Widerspenstigen" zu übertönen.

MfG
Markus
 
marc123 Am: 01.11.2017 10:18:50 Gelesen: 53816# 208 @  




Hier mal eine Fehlprüfung aus Luxemburg, die meiner Meinung nach sehr heftig ist, weil hier mehrere Aspekte nicht erkannt wurden. Außerdem wird schon im Prifix Katalog vor chemischer Behandlung der Nr. 25 (zum entfernen des Aufdrucks zur Herstellung einer Nr. 22) ausdrücklich gewarnt. Nachfolgend meine Meinung zu der Marke, wie ich sie in der Attest Datenbank ergänzt habe.

Stempeldatum 1880 der Paketpostagentur von Noerdange. Die Marke ist oxidiert und dadurch verdunkelt, entspricht außer an einigen kleinen Stellen nicht mehr der Originalfarbe. Die Marke besaß ursprünglich den Aufdruck "UN FRANC". Reste der schwarzen Farbe sind noch erkennbar (Detailfoto). Des Weiteren erkennt man an der Stelle wo sich ursprünglich der Aufdruck befand, deutlich eine Papieraufrauhung, die von einer Radierung stammt. Es wurde primitiv versucht, eine Michel-Nr. 25 in eine 22 umzuwandeln. Die Paketpostagentur in Noerdange eröffnete im Juli 1880. Die Michel-Nr. 22 wurde bereits Ende 1872 mit dem Aufdruck versehen und wurde demnach nie nach Noerdange geliefert. Dies ist die früheste bekannteste Abstempelung von diesem Ort.

Liebe Grüße
Marc
 
Markus Pichl Am: 27.11.2018 19:14:43 Gelesen: 16869# 209 @  
Hallo,

meine Vorankündigung hatte heute einen regen Austausch von emails zur Folge, als auch Telefonate.

In heute hierzu mit verschiedenen Gesprächs- und Korrespondenz-Partnern geführten Diskussionen, kam immer wieder die Frage auf: Wie geht man mit erkannten Fehlprüfungen um?

So wirklich konnte diese Fragestellung niemand erschöpfend beantworten, auch ich nicht.

Aus einer email ergab sich, dass ein bestimmtes, mir in einem anderem Forum aufgefallenes Attest, diese Tage, wohl nach Forumsbeitrag, vom betreffenden Prüfer zurückgezogen wurde, wie mir der Prüfer selbst heute per email bestätigte. Die in dem anderen Forum zu diesem Attest verfassten Beiträge, gehen hierauf aber (noch) nicht ein. Diesen Fall möchte ich im Moment zurückstellen, werde aber gewiss wieder auf die Sache zu sprechen kommen.

Anderer Fall:

Am 23.November. 2017, nun knapp über ein Jahr her, machte ich die Geschäftsstelle des BPP's auf einen Falschstempel aufmerksam, welcher von einem der BPP-Gebietsprüfer aktuell als "echt" attestiert wird (drei Atteste aus dem Jahre 2017). Die email war recht umfangreich, eine Kopie hiervon erhielt Herr Straub BPP, in seiner Eigenschaft als Leiter der Verbandsprüfstelle für Marken ab 1945, da es sich um solche nach 1945 handelt. Bis heute habe ich aber hierzu vom BPP noch keine Stellungnahme erhalten. Es handelt sich um drei gleichartige Sätze, mit gleichartigem Falschstempel, für die drei Atteste ausgestellt wurden und eines der Atteste, gegen die ich interveniert hatte, fand ich gestern auf Philasearch wieder.

Vor ein paar Tagen traf bei mir, über Umwege, per email ein Foto der Stempelplatte ein, mit welcher die falschen Stempelabdrucke angebracht wurden. Ein jedes Detail der Abdrucke, ist an diesem Klischee genau nachvollziehbar.

Jetzt trifft die ganze Sache einen Prüfer, wo ich dem BPP schon im Dezember 2016 geschrieben hatte, dass ich größte Bedenken habe, diesen Prüfer weiter im BPP halten zu können. Daraufhin schrieb mir Herr Geigle damals: "Der Vorstand des BPP hat die Probleme, die es zumindest in der Vergangenheit gab, schon länger erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen, um Wiederholungen für die Zukunft auszuschließen."

Leider führten die Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, was ich auch befürchtet hatte und auf meine email vom 23.11.2017, scheint nichts weiter geschehen zu sein. Was nun, alles billigend in Kauf nehmen?

Beste Grüße
Markus
 
Mondorff Am: 27.11.2018 20:51:14 Gelesen: 16789# 210 @  
@ marc123 [#208]

Salue Marc,

eine überaus exakte Beschreibung des "Tatbestandes".

Leider gibt es auch nach über einem Jahr vom Prüfer keinerlei Erklärung oder irgendeine Reaktion.

Freundlichen Gruß und Respekt für Deine Arbeit.

DiDi
 
Ron Alexander Am: 28.11.2018 08:23:32 Gelesen: 16603# 211 @  
@ Markus Pichl [#209]

Morgen Markus,

also ich kenne Herrn Straub persönlich, daher wundert mich das jetzt etwas. Die Aussage zum Thema Prüfungen bin ich mir nicht sicher, er prüft nicht alles ab 1945 sondern:

Französische Zone - Allgemeine Ausgaben
Französische Zone - Baden Mi.-Nr. 1 - 57
Französische Zone - Barfrankaturen, Notentwertungen, Ganzsachen
Französische Zone - Rheinland-Pfalz Mi.-Nr. 1 - 52
Französische Zone - Württemberg Mi.-Nr. 1 - 52
Französische Zone - Württemberg-Wohnungsbau

Liegt hier eine Falschprüfung vor? Wenn ja, mich würden die Falschstempel interessieren! Schließlich mein Sammelgebiet. :-) Ich würde mich hierzu über einen Scan per Mail freuen.

Danke und Gruß,
Ron
 
Markus Pichl Am: 28.11.2018 09:34:27 Gelesen: 16554# 212 @  
@ Ron Alexander [#211]

Die Funktion, als "Leiter der Verbandsprüfstelle, für Marken ab 1945", hat nach meinen Informationen Herr Straub inne und "Leiter der Verbandsprüfstelle, für Marken bis 1945" ist Herr Berger.

Dies ist eine mir gegenüber mehrfach genannte Unterteilung, ggf. interne Unterteilung.

Beste Grüße
Markus
 
Richard Am: 30.11.2018 23:57:36 Gelesen: 15309# 213 @  
12 Beiträge redaktionell verschoben in das Thema "Alliierte Besetzung SBZ Westsachsen: Fehlprüfungen, Falschstempel"] [1]

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12252&CP=0&F=1
 
Markus Pichl Am: 02.12.2018 09:47:57 Gelesen: 15088# 214 @  
@ Richard [#213]

Hallo,

ergänzen möchte ich noch, damit man den Zusammenhang besser verstehen kann, dass die 12 redaktionell verschobenen Beiträge den fachlichen Teil zu meinem Beitrag [#209] darstellen.

Beste Grüße
Markus
 
TeeKay Am: 17.11.2019 18:23:10 Gelesen: 306# 215 @  
Der Thread ist schon alt. Ich hole ihn dennoch hervor, da ich ihn vor einigen Tagen las und dazu passend heute eine Passage im Buch "50 Jahre Bund Philatelistischer Prüfer (1958-2008) fand.

@ Markus Pichl [#151]

"Im Michel-Katalog findet sich zu MiNr. 90/91 kein spezifischer Hinweis, dass Zahnverkürzungen oder sogar Fehlzähne der übliche Zustand sind bzw. sich herstellungsbedingt begründen.

Nun haben wir aber auch gesehen, dass es diese Marken, auf sogen. Zigarettenpapier, auch mit einwandfreier Zähnung gibt. Solche sind dann halt doppelt einwandfrei oder einwandfreier als einwandfrei.

Selbst wenn die hinterfragte, unter BPP-Prüfern als "einwandfrei" gesehene Marke als solche gelten sollte, so ist der Umstand, welcher trotz der mangelhaften Zähnung zur Beurteilung "einwandfrei" führt, im Attest aufzuführen. Da sich sonst der objektive Empfängerhorizont fragt, warum diese mit Zahnmängeln behaftete Marke als "einwandfrei" beurteilt wird?

Ferner gebe ich zu bedenken, wenn in objektiver Hinsicht eine Argumentation auf "einwandfrei" lautend nicht standhalten sollte, sich der Prüfer, der eine solche Marke als "einwandfrei" beurteilt, gegenüber anderen Prüfern, die eine solche als mangelhaft beurteilen, einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Kunden senden in der Regel zu den Prüfern, die eine solche Marke als "einwandfrei" attestieren.

Es bedarf also der Klärung, ob die hinterfragte in objektiver Hinsicht "einwandfrei" ist?"


Schade, dass der BPP kein Social Media Monitoring betreibt und darauf nicht schon 2016 antwortete, so dass die Mutmaßungen und Anschuldigungen bis heute unwidersprochen hier stehen.

In den philatelistischen Begriffsbestimmungen des BPP wird zu "einwandfrei" vermerkt: " Der Prüfgegenstand hat keinen Mangel, wobei ausgabespezifische Besonderheiten bei der Beurteilung der Qualität des Prüfgegenstandes zu berücksichtigen sind (z. B. bezüglich Trennung, Gummierung, Zentrierung, Farbfrische; bei Ganzstücken auch Beförderungs-und Alterungsspuren)."

Näher ausgeführt wird das in oben genannten Buch auf den Seiten 153-155, auf denen Helmut Oechser beschreibt, was der BPP unter ausgabespezifischen Besonderheiten versteht.

Zitat: "Die Beurteilung muss sich also an einem Qualitätsstandard orientieren, der sich auf ein bestimmtes Gebiet bezieht. Dabei ist derjenige Zustand als Standard zu wählen, in dem sich die weit überwiegende Mehrzahl der Prüfgegenstände befindet. Dieser Zustand ist das Normalmaß, das für dieses Sammelgebiet charakteristisch ist und der als "einwandfrei" bezeichnet wird. [...] Stücke, die einen Zustand aufweisen, der über diesem Niveau liegt, sind besonders hervorzuheben."

Nun kann man darüber streiten, ob diese Definition von "einwandfrei" richtig ist. Ich selbst sähe es lieber, wenn das Wort einwandfrei im Wortsinne verwendet werden würde, also nur, wenn etwas frei von Einwänden ist. Wenn dadurch 99,9% der Marken mangelbehaftet sind, ist das eben so. Solange der BPP seine Definition von "einwandfrei" so verwendet wie beschrieben, sind Atteste wie das in [#143] gezeigte für eine Marke mit Zahnfehlern aus einem Gebiet mit sehr häufigen Zahnfehlern aber korrekt. Da das der Normalzustand ist, muss der Prüfer auch nicht beschreiben, warum das Stück trotz Zahnfehlern einwandfrei ist. Vielmehr muss der Prüfer ein einwandfreies Stück ohne Zahnfehler genauer konkretisieren und z.B. dazu erwähnen, dass Stücke in solch fehlerfreier Zähnung bei dieser Ausgabe ausgesprochen selten sind.

Hans-Dieter Schlegel konkretisiert von "einwandfrei" im Wortsinne abweichende, aber der BPP-Definition entsprechende Marken übrigens in seinen Attesten gern, z.B. " Die Qualität ist einwandfrei, in der für diese Ausgabe normalen Zähnung". Dieser kleine Nachsatz würde bereits für mehr Klarheit beim Prüfkunden und kritischen Forenusern sorgen.

Schön wäre es natürlich auch, wenn der BPP sich mal zu Dirk Schulz' anderen seltsamen, hier vorgestellten Attesten geäußert hätte.
 

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