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Thema: Altdeutschland Preussen: Belege taxieren
Das Thema hat 81 Beiträge:
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Magdeburger Am: 19.06.2016 11:35:12 Gelesen: 22654# 57 @  
@ valgrande [#52]

Hallo Valgrande,

der Ausgabestempel enthält nur das Datum 21.07 No. 5 - also Tour 5 und dürfte aus Reichenstein sein. Diese Stempel geben leider keine Auskunft darüber, aus welchem Ort sie stammen.

Zum Siegel kann ich nichts sagen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
valgrande Am: 19.06.2016 11:42:31 Gelesen: 22650# 58 @  
@ Magdeburger [#57]

Vielen Dank für die Auskunft zu Datum und Ort. Das Siegel dürfte wohl schwer zu erkennen sein.

Gruß valgrande
 
hajo22 Am: 19.06.2016 11:59:46 Gelesen: 22646# 59 @  
@ valgrande [#56]

Das sind keine Klappentexte, sondern Klappenstempel. Beide Ganzsachen haben die gleichen Klappenschnitte Nr. 5 (in meinem Posting [#53] hatte ich versehentlich statt Klappenstempel, Klappenschnitt geschrieben, sorry).

Das Siegel, das den Klappenstempel (m.E. 2a, steht auch rechts unten auf der Klappenseite) teils verdeckt, hat durchgefettet, was wertmindernd ist.

VG, hajo22

PS: U13A wertet laut meinem Uraltkatalog von 2007 gestempelt in der billigsten Variante mit 17,50€
 
Parvus Am: 19.06.2016 12:09:39 Gelesen: 22638# 60 @  
@ hajo22 [#53]

Hallo, hajo 22.

seinen Michel lesen können sollte man schon:

Der "Klappenschnitt 2" war ausschließlich für Großformate (!) gedacht. Und valgrande zeigt hier ein Kleinformat mit "Klappenschnitt 5"! Deinen "Klappenschnitt 4" gibt es nur bei den Umschlägen U 9 A bis U 13 des Deutschen Reichs.

Der Klappenstempel 4 - "Preußischer Klappenstempel" - belegt eindeutig, dass der von valgrande gezeigte Umschlag ein U 19 A ist! (Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren intensiv mit den preußischen Ganzsachen und fühle mich allmählich ziemlich sattelfest.)

Mit bestem Gruß
Parvus
 
hajo22 Am: 19.06.2016 12:14:03 Gelesen: 22627# 61 @  
@ Parvus [#60]

Nur ruhig Blut. Ich habe meinen Fehler doch schon korrigiert in [#59]. Ich bin nicht unfehlbar und kann mich auch mal vertun.

VG, hajo22,
der Klappenschnitt schrieb und Klappenstempel meinte
 
Parvus Am: 19.06.2016 12:46:57 Gelesen: 22622# 62 @  
@ hajo22 [#61]

Hallo hajo22,

sowohl den von Dir so vehement favorisierten preußischen Klappenstempel K 2a ("Badischer Klappenstempel", für U 11 - U 13) als auch den Klappenstempel K 4 (für U 17 - U 38) findest Du in Deinem "Uraltkatalog von 2007" auf Seite 68 abgebildet.

Vergleiche diese beiden Abbildungen doch einmal mit dem trotz Siegels leicht identifizierbaren Klappenstempel auf valgrandes in [#46] gezeigtem Umschlag. Wenn Du dann immer noch findest, das die hier lesbare Bleistiftnotiz "2/A" ein Hinweis auf K 2a sein könnte - dann gebe ich es auf!

Mit bestem Gruß
Parvus
 
hajo22 Am: 19.06.2016 13:24:58 Gelesen: 22612# 63 @  
@ Parvus [#62]

In meinem Preußen-Karton finde ich nur eine einzige 19A ohne Siegel auf dem Klappen stempel. Du siehst, jetzt habe ich aufgepaßt.





Jetzt muß man vergleichen.

Eine U13A kann ich ohne Siegel leider nicht zeigen. Aber vielleicht hast Du ein Exemplar zur Hand?

VG, hajo22
 
Parvus Am: 19.06.2016 13:52:09 Gelesen: 22606# 64 @  
@ hajo22 [#63]

Hallo hajo22,

schön, dass es nun "geschnackelt" hat!

Eine U 13 A mit Klappenstempel K 2a zeigt valgrande selbst in seinem Beitrag [#33].

Mit bestem Gruß
Parvus
 
hajo22 Am: 19.06.2016 14:08:15 Gelesen: 22600# 65 @  
@ Parvus [#64]

Was hast Du für Augen! In [#33] sehe ich lediglich den Umriß eines Klappenstempels. Der Scan hat zu wenig Kontrast. In [#63] habe ich ordentlich Kontrast gegeben (+30%).

Was soll bei mir geschnackelt haben?

VG, hajo22
 
valgrande Am: 20.06.2016 10:42:05 Gelesen: 22537# 66 @  
@ Parvus und hajo22

So langsam blicke ich nicht mehr durch bei Euren unterschiedlichen Ansichten. Ich bitte erneut um eindeutige Details und wenn möglich Taxierung des von mir gezeigten Belegs 5a - siehe [#46]. Könnt Ihr mir diese mit einfachen Beschreibungen geben, wie zuvor auch schon? Dafür schon jetzt besten Dank.

Habe im Übrigen noch 2 Briefe, die zum Zeigen und für Detailbeschreibung ausstehen.

Viele Grüße
valgrande
 
Parvus Am: 20.06.2016 11:39:04 Gelesen: 22521# 67 @  
@ valgrande [#66]

Hallo valgrande,

Lass' Dich nicht verunsichern!

Dein Umschlag aus Beitrag [#46] ist - wie ich unter [#50] geschrieben habe - ein U 19 A, erkennbar am rückseitigen Klappenstempel K 4. Wer sich auskennt, erkennt den leicht - trotz des Siegellacks. In [#63] zeigt hajo22 ebenfalls einen U 19 A mit diesem Klappenstempel K 4. Vergleich einfach einmal diesen mit Deinem Umschlag. Dann hast Du diesen Klappenstempel für immer "auf der Festplatte".

Mit bestem Gruß
Parvus
 
valgrande Am: 22.06.2016 17:34:02 Gelesen: 22460# 68 @  
@ Parvus

Alles klar, nun eindeutig.

Gruß von
valgrande
 
valgrande Am: 22.06.2016 17:45:16 Gelesen: 22458# 69 @  
6a - hier nun ein nächster Beleg, 1 SG als aufgeklebte Marke, Stempel Berlin N 212 vom 13.8.1866. Brief ist ohne Gummierung mit eingesteckter Umschlagklappe.

Was bedeutet der Ankunftstempel "1413 7-9 V" und kann Jemand die Ankunftszeit bestimmen?

Ich bitte erneut um weitere Details und Taxierung dieser Ganzsache. Schon jetzt vielen Dank.

Viele Grüße
valgrande


 
Michael D Am: 22.06.2016 17:59:41 Gelesen: 22451# 70 @  
@ valgrande [#69]

Hallo valgrande,

es handelt sich um einen Ortsbrief innerhalb Berlins, frankiert mit der 1 Sgr.-Adlerausgabe, Katalog-Nr. 16. Die Aufgabe erfolgte am 13.3.1866 zwischen 8 und 9 Uhr abends bei der Berliner Post-Expedition No. 12, damals ansässig in der Zimmerstr. 39. Rückseitig findet sich der (Berliner) Ausgabestempel vom 14.3. mit der Uhrzeit 8-9 Uhr morgens.

Der blaue K2-Aufgabestempel wertet im KBHW-Handbuch für einen mit Marke(n) frankierten preußischen Brief mit 20 Euro. (Den Stempel gab es auch noch in der NDP-Zeit). Leider fehlt der Marke eine Ecke und der Stempel ist nicht glasklar abgeschlagen.

Gruß
Michael
 
valgrande Am: 24.06.2016 17:54:44 Gelesen: 22400# 71 @  
@ Michael D

Vielen Dank für die Auskünfte, so konnte ich den Brief besser zuordnen.

Gruß valgrande
 
valgrande Am: 28.06.2016 12:39:53 Gelesen: 22289# 72 @  
Nr. 7 Z: Nun ein nächster Beleg, 1 SG als eingedruckte Marke, Stempel Rawicz vom 3.10..1878 Y. Was bedeutet hier das Y? Brief ist ohne Gummierung. Ankunftsstempel Posen-An…? am 3.10. Jahr und Uhrzeit? Ist das auch Klappenstempel K 4? Was bedeutet der blaue Strich auf der Vorderseite?

Ich bitte erneut um weitere Details und Taxierung dieser Ganzsache. Vielen Dank.

Gruß von
valgrande

PS: Aus einem mir unerklärlichen Grund kann ich den Beleg nicht einstellen, so wie die anderen Belege zuvor. Warum, verstehe ich nicht. Mir wird angezeigt "cdfault"; kann mir Jemand helfen?
 
valgrande Am: 30.06.2016 18:05:12 Gelesen: 22213# 73 @  
Nr. 7: Nun ein nächster Beleg, 1 SG als eingedruckte Marke, Stempel Rawicz vom 3.10..1878 Y. Was bedeutet hier das Y? Brief ist ohne Gummierung. Ankunftsstempel Posen-An…? am 3.10. Jahr und Uhrzeit? Ist das auch Klappenstempel K 4? Was bedeutet der blaue Strich auf der Vorderseite?

Ich bitte erneut um weitere Details und Taxierung dieser Ganzsache. Vielen Dank schon jetzt.

Viele Grüße
valgrande


 
Michael D Am: 30.06.2016 19:12:17 Gelesen: 22193# 74 @  
@ valgrande [#73]

Hallo valgrande,

der Stempel ist nicht von 1878, die preußische Post (und damit die Gültigkeit dieser Ganzsache) endete am 31.12.1867.

Was Du als "78Y" liest, ist die Uhrzeitangabe 7-8 V(ormittags) im Aufgabestempel. Darin erkennt man mittig auch noch die Jahresangabe 67, also 1867.

Bei der Ganzsache kann es sich um U26A oder um U31 handeln. Um U26A hat die Maße 147,5 x 84,5, U31 die Maße 146 (oben gemessen) bis 148 (unten) x 83 mm.

Rückseitig findet sich der Ankunftsstempel von Posen.

Der blaue Strich steht für 1 Sgr. Portoforderung an den Empfänger, da der Brief unterfrankiert war. Die Entfernung Rawicz-Posen liegt in der Entfernungsstufe 10-20 Meilen und kostete 2 Sgr., frankiert war aber nur 1 Sgr.

Gruß
Michael
 
Parvus Am: 30.06.2016 22:46:05 Gelesen: 22172# 75 @  
@ valgrande [#73]

Hallo valgrande,

das ist zweifellos die preußische Ganzsache U 26 A. Michel-Wert 12,- €, Marktwert hier (Knitter oben) 3,- €.

U 31 kann es nicht sein, da U 29 bis U 38 für die ehemaligen Gebiete von Thurn und Taxis ab 1. Juli 1867 gedacht waren. Da wird sich wohl kaum einer dieser Umschläge in den Bezirk der Oberpostdirektion Posen, zu dem Rawitsch gehört hat, verirrt haben. Zudem haben diese Umschläge, die nicht in Berlin, sondern in Frankfurt hergestellt wurden, einen anderen Klappenschnitt (der rückseitigen Oberklappe) als der Umschlag, den Du hier zeigst.

Mit bestem Gruß
Parvus
 
valgrande Am: 02.07.2016 15:04:58 Gelesen: 22128# 76 @  
@ Michael D [#74] und Parvus [#75]

Ich danke Euch für die detaillierten Ausführungen zu Beleg 7, so konnte ich die Beschreibungen gut einordnen.

Gruß valgrande
 
valgrande Am: 02.07.2016 15:14:51 Gelesen: 22124# 77 @  
@ ALLE, die mir in Details und Taxierung zu den Belegen/Ganzsachen zu Preußen geholfen haben:

Für Eure verschiedenen detaillierten Ausführungen, danke ich Euch. So blicke ich nun besser durch. Es ist doch gut, wenn sich bei einem derartigen Gebiet Sammler äußern, die sich damit auskennen.

Nun schließen sich für mich einige Fragen an: Was mache ich nun mit den Belegen? Soll ich sie mal aufheben oder hier bei einer Auktion einstellen? Gibt es dafür interessierte Sammler? Oder sie einstellen bei einer der Verkaufs-Plattformen im Netz?

Danke schon jetzt für Eure Antworten und Ratschläge.

Viele Grüße von
valgrande
 
Parvus Am: 02.07.2016 16:49:47 Gelesen: 22111# 78 @  
@ valgrande [#77]

Hallo valgrande,

Preußen zu sammeln ist ein in vielerlei Hinsicht lohnenswertes Hobby. Deshalb mein Tipp; die gezeigten Umschläge behalten, einen Michel-Ganzsachenkatalog besorgen, daraus lernen, die Sammlung immer weiter ausbauen und dann über kurz oder lang der Arge Preußen beitreten.

Viel Spaß
Parvus
 
Magdeburger Am: 02.07.2016 17:18:21 Gelesen: 22090# 79 @  
@ valgrande [#73]

Hallo valgrande,

neben den schon gegebenen Antworten, möchte ich noch etwas ergänzen. Wie der blaue Strich sagt, wurde ein Silbergroschen Nachporto erhoben, weil er unterfrankiert war. Solche Unterfrankierungen sind meist bei Briefkastenbriefen zu finden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
valgrande Am: 05.07.2016 11:48:44 Gelesen: 22038# 80 @  
@ Magdeburger

Danke für die Ergänzung.

Gruß valgrande
 
valgrande Am: 05.07.2016 11:59:28 Gelesen: 22035# 81 @  
@ Parvus [#78] und Andere

Vielen Dank für die Einschätzung, Preußen als "lohnenswertes Hobby" zu sammeln. Ich habe mich inzwischen ein wenig kundig gemacht, was Sammler betrifft. Das Gebiet sammeln nicht allzu viele, d.h. auch, zum Tauschen gibt es kaum etwas oder Jemanden. Das wiederum heißt, ich müsste einiges dazu kaufen, sollte ich Preußen sammeln. Das ist mir so gut wie unmöglich, da dies mein Geldbeutel nicht hergibt, auch wenn es einige preiswerte Marken und Belege gibt.

Ich habe ja noch einiges mehr an Sammelgebieten, was mit Tauschen und kleineren Ankäufen möglich ist.

Nochmals danke für alle Erläuterungen und Taxierungen.

Grüße von
Anna-Laura
 

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