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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 595 Beiträge:
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merkuria Am: 01.04.2020 09:10:54 Gelesen: 10030# 571 @  
Am 4. März 1929 und 1930 verausgabte Italienisch-Somaliland zwei Zuschlagsausgaben zugunsten der Nationalmiliz (Mi Nr. 123-126 und 144-147). Dazu verwendete man nicht ausgegebene Wertstufen in dieser Zeichnung von Italien und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck SOMALIA ITALIANA.

1931 war eine weitere Ausgabe, jedoch mit zwei bereits in Italien verausgabten Wertstufen 1.25 L + 60 C und 5 L + 2.50 L (Mi Nr. 251 und 252) vorgesehen. Im Gegensatz zu den früheren Ausgaben erhielten diese einen zweizeiligen Aufdruck SOMALIA / ITALIANA. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese beiden Werte jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser zwei Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 7. Januar 2009 in New York unter Los Nr. 1233 für 1‘900 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.04.2020 09:23:09 Gelesen: 9521# 572 @  
Am 1. Oktober 1931 verausgabte der Vatikan eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 1-6). Dazu verwendete man Freimarken (ex Mi Nr. 1-6) und versah diese mit einem Aufdruck SEGNATASSE und teilweise mit einer neuen Wertangabe.

Für diese Portomarkenausgabe wurden auch die Eilmarken Mi Nr. 14 und 15 mit diesem Aufdruck und neuer Wertbezeichnung 60 Centesimi respektive 1.10 Lire hergestellt. Diese beiden Marken blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht. Der italienische Sassone Katalog listet diese unter Nr. P5 und P6A.



Je ein postfrisches Exemplar dieser zwei Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 2. März 2020 in New York unter Los Nr. 1538 und 1539 zu je 1‘400 US$ angeboten, blieben jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.04.2020 08:49:42 Gelesen: 9179# 573 @  
1967 plante Südvietnam eine Sonderausgabe zur vorgesehenen Eroberung Nordvietnams. Vorgesehen waren zwei Werte zu 1.50 und 3 Dong. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. III und IV.



Eine Zusammenstellung dieser beiden Unverausgabten wurde an der 46. Christoph Gärtner Auktion vom 25. Februar 2020 als Zehner-Blockeinheiten unter Los Nr. 7561 für 160 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.04.2020 09:07:07 Gelesen: 8811# 574 @  
Vom 21. – 22. Juni 2002 sollte in Algier die 7. Konferenz der Magreb-Staatschefs stattfinden. Dazu wurde von Algerien eine Sonderausgabe vorbereitet. Da die Konferenz aus mir unbekannten Gründen nicht stattfand, blieb diese Marke natürlich unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet diese unter Nr. 1300.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 174. Cérés Philatélie Auktion vom 25. Februar 2020 in Paris unter Los Nr. 3720 für 350 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.04.2020 08:28:07 Gelesen: 8403# 575 @  
Zum 27. Mai 1971 plante Nordkorea eine Sonderausgabe anlässlich der asiatisch-afrikanischen Tischtennis-Freundschaftsspiele. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese Marke jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Der US-amerikanische Scott Katalog listet diese in einer Fussnote und bewertet sie mit 750 US$.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 84. Raritan Stamps Ltd. Auktion vom 7. Februar 2020 in Cranbury/USA unter Los Nr. 377 für 190 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
philaspass Am: 14.04.2020 14:32:28 Gelesen: 8332# 576 @  
@ merkuria [#564]

Hallo Jacques,

gestatte mir eine kleine Korrektur zu Deinem Bericht.

Die von Dir als nicht verausgabte Marke wird im Michel Europa Bd.7 von 2016/2017 und im Michel SU Spezial von 2017 wie folgt gelistet:

A XVIII Y Wz. 7 liegend (1926) mit 30,00 Mi€ für * und 40,00 Mi€ für **
A XVIII X ohne Wz. (1927) mit 30,00 Mi€ für * und 40,00 Mi€ für **
 


Ob das Wz. 7 liegend rechts, liegend links oder in beiden Varianten vorkommt entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe leider nur ein Exemplar ohne Wz. vorliegen.

Zusätzlich noch ein Plattenfehler der unter der Kat.-Nr. A XVIII PF I gelistet wird.

"M" in "ДЕТЯM" mit dem Außenkreis verbunden. Nur Bewertung -,- für **. Leider keine Angabe welcher Typ (X oder Y)

Gruß und beste Wünsche für Gesundheit aus Hagen

Philaspass (Karl - Heinz)
 

merkuria Am: 17.04.2020 08:54:53 Gelesen: 7995# 577 @  
1941 plante die Italienische Besatzungsmacht der jugoslawischen Gebiete Fiumerland und Kupa eine Freimarkenausgabe mit 10 Werten. Dazu sollten italienische Freimarken (ex. Mi Nr. 299-312) verwendet und mit einem vierzeiligen Aufdruck ZONA / OCCUPATA / FIUMANO / KUPA versehen werden. Da ab dem 26. Mai 1942 nur noch italienische Marken Gültigkeit hatten, kam es nicht mehr zu einer Verausgabung dieser Marken. Der Michel Katalog erwähnt und bewertet diese Unverausgabten in einer Fussnote, der italienische Sassone Katalog listet sie unter Nr. 15-24 und bewertet sie mit 26'000 €.




Eine postfrische Zusammenstellung dieser zehn Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 3. März 2020 in New York unter Los Nr. 507 für 4‘500 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.04.2020 08:22:10 Gelesen: 7531# 578 @  
1941/1942 verausgabte Frankreich eine Freimarkenausgabe mit Bildnissen von Marschall Pétain (Mi Nr. 512-531). Dabei wurde die 1.20 FR Wertstufe (Mi Nr. 522) in der Farbe rotbraun verausgabt. Im Vorfeld wurde diese Wertstufe in nicht bekannter Anzahl in der Farbe ultramarin produziert, in dieser Farbe aber nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Maury Katalog listet diese unter Nr. 525A.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 358. Status International Auktion vom 26. März 2020 in Sydney unter Los Nr. 2332 für 150 AU$ angeboten, blieb aber unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.04.2020 08:44:20 Gelesen: 7123# 579 @  
1930 plante Italienisch Tripolitanien eine Flugpostausgabe. Dazu verwendete man eine Flugpostmarke von Italien (Mi Nr. 328) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck TRIPOLITANIA. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde diese Marke jedoch nicht verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 95. Mirko Franke Auktion vom 7. Februar 2020 in Bargteheide unter Los Nr. 1120 für 25 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.04.2020 09:21:51 Gelesen: 6713# 580 @  
Am 15. März 1964 verausgabte Afghanistan eine Sonderausgabe zum Kampf gegen die Malaria (Mi Nr. 896-903). Für die 10 Pul Wertstufe verwendete man eine in den Farben grünblau /karminrot nicht verausgabte Wertstufe zu 4 Pul und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes 10 Pul. Ohne diesen Aufdruck gelangte die grünblau /karminrote 4 Pul Wertstufe nicht an den Postschalter. Der Michel Katalog listet diese ohne den Aufdruck unverausgabte Marke nicht.



Ein postfrischer Viererblock dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 11. September 2012 in New York unter Los Nr. 117 für 250 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.04.2020 08:13:20 Gelesen: 6184# 581 @  
Zur Währungsreform vom 21. Juni 1948 verausgabte die alliierte Besatzungsbehörde eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. Bizone 52-68). Dazu verwendete man Freimarken der Alliierten Gemeinschaftsausgaben (ex Mi Nr. 911-936) und versah diese mit einem Posthörnchen-Bandaufdruck (Mi Nr. 52 I - 68 I) sowie einem Netzaufdruck (Mi Nr. 52 II - 68II).

Nebst diesen verausgabten Wertstufen wurden weitere neun Wertstufen (1, 3, 4, 5, 8, 20, 42, 60 und 80 Pf) ebenfalls mit Band- und Netzaufdrucken zur Ausgabe vorbereitet (siehe Beitrag [#263]).

Weiter wurden auch die 1, 2, 3 und 5 RM der Alliierten Gemeinschaftsausgaben (Mi Nr. 959-962) mit einem Netzaufdruck zur Ausgabe vorbereitet. Diese wurden von der Hauptpostverwaltung jedoch nicht anerkannt und sollten eigentlich unverausgabt bleiben. (Mi Nr. Bizone AI/II – AIV/II). Trotzdem gelangten diese Wertstufen vereinzelt unbeanstandet zum Gebrauch.



Eine postfrische Zusammenstellung der vier RM Werte wurde an der Cherrystone Auktion vom 6. September 2013 in New York unter Los Nr. 501 für 200 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.05.2020 09:05:19 Gelesen: 5778# 582 @  
Am 2. August 1947 verausgabte Frankreich eine Sonderausgabe zum Pfadfindertreffen von Moisson in der Farbe braun (Mi Nr. 786 Abbildung rechts). Die Marke sollte ursprünglich in der Farbe lila erscheinen und eine Auflage in nicht bekannter Grösse war bereits gedruckt als sich die Post entschloss, diese Marke in braun auszugeben. Die lilafarbigen Marken wurden verbrannt, jedoch entging eine unbekannte Anzahl der Vernichtung. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten (Abbildung links) wurde an der Cherrystone Auktion vom 17. Juli 2018 in New York unter Los Nr. 324 für 475 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.05.2020 09:15:17 Gelesen: 5223# 583 @  
Am 10. Februar 2009 verausgabte der Vatikan eine Gemeinschaftsausgabe mit Gibraltar (Mi Nr. Vatikan 1637, Gibraltar 1317). Von dieser Ausgabe wurde jeweils auch ein Kleinbogen mit vier Marken ausgegeben (Mi Nr. 1637KB). Von diesem Kleinbogen ist uns ein Kleinbogenpaar bekannt geworden, welches einem ungetrennt gebliebenen Druckbogen entstammt. Nach heutigem Kenntnisstand ist nur 1 Bogen ungetrennt erhalten geblieben, auch ist bisher nur ein Kleinbogenpaar aufgetaucht. Zusammenhängende Kleinbogenpaare wurden nicht an das Publikum abgegeben. Der Michel Katalog listet diese unverausgabten Paare nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieses unverausgabten Kleinbogenpaares wurde an der 16. Auction Galleries Auktion (vormals Schwanke) vom 7. März 2020 unter Los Nr. 969 für 500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.05.2020 09:00:02 Gelesen: 4474# 584 @  
Am 30. Dezember 1992 verausgabte Indien eine 2 Rupien Sonderausgabe mit dem Motiv eines Malaien-Fischadlers (Mi Nr. 1375). Im Vorfeld dieser Ausgabe wurde eine unbekannte Anzahl mit einer fehlerhaften Bezeichnung des Vogels sowie der falschen Wertbezeichnung 1 Rupie gedruckt. Nach Feststellung dieser Fehler wurden die bereits gedruckten Marken vernichtet und in einer korrigierten Version neu produziert. Gemäss Literatur wurde ein nicht bekannter Bestand von nicht vernichteten Marken jedoch irrtümlich vereinzelt für Jahreszusammenstellungen verwendet. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Das Bild rechts zeigt die korrigierte verausgabte Marke. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits bei der 6 Rupien-Wertstufe dieser Ausgabe, siehe dazu Beitrag [#432]!



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 1170. Robert A. Siegel Auktion vom 15. November 2017 in New York unter Los Nr. 4364 für 2‘500 GB£ + Aufgeld verkauft. Ein Exemplar wird zurzeit auch bei Firma Drei Löwen in Freiburg Brsg. zum Festpreis von 9‘000 € angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.05.2020 08:36:31 Gelesen: 3827# 585 @  
Im Oktober 1916 plante die Stadtpost von Warschau eine Freimarkenausgabe mit Denkmälern der Stadt. Aufgrund einer Verordnung wurde die Stadtpost gezwungen, den Gebrauch der Stadtpostmarken bis zum 20.10.1916 einzustellen. Aus diesem Grund kamen diese Marken nicht mehr zum Verkauf. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. III-VI.

Die bereits vorhandenen Bestände wurden am 17. November 1918 mit einem neuen Wertaufdruck versehen und als erste Freimarken der Republik Polen verwendet (Mi Nr. 2-5).




Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wurde an der 138. Dr. Reinhard Fischer Auktion vom 12. Juli 2014 in Bonn unter Los Nr. 4586 für 120 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.05.2020 08:00:56 Gelesen: 3228# 586 @  
Nach dem Sturz Mussolinis wurde im Juli 1943 eine neue italienische Regierung unter der Führung von General Badoglio eingesetzt. Diese vollzog den Wechsel Italiens auf die Seite der Alliierten und erklärte im Oktober 1943 dem vormals verbündeten Deutschland den Krieg.

Zu diesem Anlass plante die neue Regierung die Ausgabe einer entsprechenden Sonderausgabe. Dazu verwendete man die 50 Centesimi Freimarke der Ausgabe 1929 (Mi Nr. 307) und versah diese mit einem roten diagonalen Aufdruck der Unterschrift Badoglio’s. König Vittorio Emanuelle missfiel diese Marke und verfügte, die gesamte bereits gedruckte Auflage zu verbrennen. 500 Exemplare (= 5 Bogen) entgingen der Vernichtung und gelangten nach dem Krieg in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der italienische C.E.I. Katalog (Catalogo Enciclopedico Italiano) listet sie unter Nr. 471A.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten mit Raybaudi Attest wurde an der Catawiki Auktion vom 7. Juli 2019 für 800 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.05.2020 09:08:47 Gelesen: 2807# 587 @  
Am 7. Januar 1932 verausgabte die italienische Kolonie Cyrenaica eine Flugpostausgabe (Mi Nr. 92.94). Dazu verwendete man Marken der Kolonie Tripolitanien (ex Mi Nr. 133-136) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck CIRENAICA (Abbildung links). Am 12. Mai 1932 versah man die 50 und 80 Centesimi Wertstufe mit einem weiteren Aufdruck (Mi Nr. 95-96) der die ursprüngliche Länderbezeichnung TRIPOLITANIA durchbalkt (Abbildung rechts).



Die Wertstufe zu 60 Centesimi wurde ebenfalls mit diesem Aufdruck produziert, jedoch nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Eine Zusammenstellung der zwei verausgabten (50 und 80 Centesimi) mit der unverausgabten 60 Centesimi werden im Handel unter 10 € angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Bicyclestamps Am: 18.05.2020 14:50:09 Gelesen: 2602# 588 @  
@ merkuria [#558]

Hierzu gibt es 2 Artikel der "KoreaStamp Society". Um die lesen zu können, muss man sich aber bei denen anmelden, was kostenlos ist.

https://koreastampsociety.org/2019/03/02/the-unissued-items-of-the-dprk/
https://koreastampsociety.org/2019/04/03/the-back-stories-of-unissued-stamps-of-the-democratic-peoples-republic-of-korea/

In einem koreanischen Katalog werden diese nicht ausgegebenen Marken katalogisiert.

Für die hier gezeigte Ausgabe gibt es die Vermutung, dass der Grund für den Rückzug die "vergessenen" Olympischen Ringe sind. 2 Monate später gab es eine Ausgabe mit anderen Motiven und mit Ringen.
 
Bicyclestamps Am: 18.05.2020 17:45:22 Gelesen: 2530# 589 @  
@ merkuria [#456]

Hier findet sich der Grund:
https://stampsnz.com/1996_health.html

Demnach wurde die Ausgabe nicht wegen des Teddys zurückgezogen, sondern weil dieser auf einem Erwachsenensitz angeschnallt ist und damit deutlich wird, dass der Kindersitz in Fahrtrichtung angebracht ist. Das aber entspricht nicht den Sicherheitsregeln. Nachdem der Teddy wegretouschiert ist, ist das nicht mehr zu erkennen.

Nachtrag: Die Neuseeländische Post bestätigt das, allerdingshaben sie die falschen Ausgaben wohl doch selbst verkauft.
https://stamps.nzpost.co.nz/new-zealand/1996/childrens-health-road-safety
 
merkuria Am: 20.05.2020 08:53:44 Gelesen: 1997# 590 @  
Am 9. August 1941 verausgabte die Stadtpost der deutschen Feldkommandantur in Pleskau (Pskow/Russland) eine Aushilfsausgabe (Mi Nr. 1). Dazu verwendete man die deutsche 1 Pf Hindenburgmarke (MI Nr. 512) und versah diese mit einem senkrechten, zweizeiligen Aufdruck Pleskau / 20 kop. Zwei weitere, mit gleichem Aufdruck vorbereitete Wertstufen zu 60 Kopeken auf 3 Pf und 60 Kopeken auf 4 Pf blieben aufgrund eines inzwischen eingegangenen Verbotes zur Verwendung von Reichsdeutschen Marken unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt und bewertet diese Unverausgabten in einer Fussnote. An Stelle der Hindenburgmarken wurden später erbeutete Marken der Sowjetunion mit diesem Aufdruck hergestellt (Mi Nr. 2-9).



Ein postfrisches Exemplar der unverausgabten 60 Kopeken auf 3 Pf mit Attest wurde an der 173. Dr. Reinhard Fischer Auktion vom 13. März 2020 in Bonn unter Los Nr. 4438 für 2‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.05.2020 08:30:24 Gelesen: 1593# 591 @  
Für den Mai 1939 plante die Slowakei eine Sonderausgabe zum 20. Todestag von Stefanik, einem der drei Gründerväter der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Eine offizielle Ausgabe dieser Marken ist nie erfolgt, trotzdem müssen Unmengen davon in den Handel gelangt sein, was durch die tiefen Preise bestätigt wird. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I-IV.



Der komplette Satz wird im Handel unter 3 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.05.2020 07:53:26 Gelesen: 1215# 592 @  
Am 1. Februar 1938 verausgabte Belgien eine Postpaketmarkenausgabe (Mi Nr. Postpaket 11-13).



Dazu verwendete man bisher nicht ausgegebene Postpaketmarken mit den Wertstufen 3.50, 4.50 und 5.50 FR und versah diese mit einem Aufdruck des neuen gültigen Wertes. Die Marken ohne den neuen Wertaufdruck kamen nicht an den Postschalter. Der Michel Katalog listet diese ohne Aufdruck Unverausgabten unter Mi Nr. Postpaketmarken 11 I – 13 I).



Einzelwerte dieser Unverausgabten ohne Aufdrucke werden im Handel um 150 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.05.2020 08:21:10 Gelesen: 826# 593 @  
1939 begannen Grossbritannien und Frankreich die Planung für eine Gemeinschaftsausgabe anlässlich des in Verhandlung stehenden britisch-französischen Bundes gegen das Deutsche Reich. Die Ausgaben sollten nach Annahme des Bundes durch die beiden Parlamente am 1. September 1940 erfolgen. Gezeigt werden sollte der britische König Georg VI. und der Präsident der französischen Republik Albert Lebrun.



In Grossbritannien war die Ausgabe bereits druckfertig gediehen und Druckproben waren erstellt.



In Frankreich existierte hingegen erst ein Entwurf des französischen Markenentwerfers Henry Cheffer.

Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs gelangte Frankreich unter deutsche Besetzung und am 16. Juni 1940 lehnt der Ministerrat das Projekt der französisch-englischen Union erwartungsgemäss ab. Damit wurde die vorgesehene Ausgabe überflüssig und am 17. Juni 1940 wurden alle Arbeiten dazu eingestellt. Bereits gedruckte Marken oder Entwürfe wanderten in die Archive der beiden Postverwaltungen.

Von diesen nichtverausgabten Marken ist bis heute noch kein einziges Exemplar, weder von Grossbritannien noch von Frankreich im Handel aufgetaucht.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.06.2020 08:11:28 Gelesen: 433# 594 @  
Frankreich plante für den September 1939 eine Sonderausgabe anlässlich der Eröffnungsfahrt des neuen Truppentransportschiffes „Pasteur“. Die Briefmarke mit einem Nennwert von 70 Centimes wurden Mitte August 1939 mit einer Auflage von 4 Millionen Exemplaren gedruckt. Aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkriegs am 2. September 1939 konnte diese Eröffnungsfahrt jedoch nicht stattfinden und die Marke blieb demzufolge unverausgabt.



Da das Schiff zwischenzeitlich durch die Engländer gekapert wurde, entschied sich Frankreich am 17. Juli 1941, die vorhandenen Marken mit einem Aufdruck eines neuen Wertes 1 F + 1 F als Zuschlagsausgabe zugunsten des Marinehilfswerks auszugeben (Mi Nr. 511). Eine nicht bekannte Anzahl Marken entging dem Aufdruck und gelangte auf inoffiziellen Wegen in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte ohne Aufdruck unter Mi Nr. 511 I.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten ohne Aufdruck wurde an der 1811. Spink Auktion vom 21. November 2018 in London unter Los Nr. 1169 für 20‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 04.06.2020 08:33:17 Gelesen: 91# 595 @  
Im Oktober 1922 beabsichtigte die Sowjetrepublik Armenien die Ausgabe einer Freimarkenserie mit landestypischen Darstellungen. Aus wohl währungsbedingten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. IV a – IV k.

Im Mai 1923 wurden diese Marken mittels Aufdruck mit neuen Wertbezeichnungen versehen und bis zum 30. September 1923 als Freimarken verwendet (Mi Nr. 171-180). Marken ohne neuen Wertaufdruck gelangten nicht an den Postschalter. Ab 1. Oktober 1923 verloren alle Marken Armeniens ihre Gültigkeit, danach wurden die Marken der Sowjetunion verwendet.



Von diesen Unverausgabten ohne Wertaufdruck müssen grosse Mengen an nicht überdruckten Beständen vorrätig gewesen und nach Ungültigkeit der armenischen Marken in den Handel gelangt sein. Dies äussert sich an den heutigen Handelspreisen von ca. 5 € für einen kompletten Satz!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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