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Thema: (?) (261) Rumänien: Belege nach 1945
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Heinz 7 Am: 22.02.2020 15:50:57 Gelesen: 4505# 242 @  
@ Michael Mallien [#241]

Lieber Michael,

es geht mir gleich wie Dir. Ich würde mich auch freuen, wenn dieses schöne Gebiet wieder aus dem "Dornröschenschlaf" wachgeküsst würde. Besonders im Jahr 2017 wurde hier wirklich grossartiges Material gezeigt und echte Forschung betrieben, das war sehr schön.

Leider ist mein Fundus an interessanten Belegen für diese Zeitperiode (1946-2019) sehr begrenzt. Ich konnte sehr schön die Inflationszeit nach dem 2. Weltkrieg zeigen, aber spätere Belege kann ich leider nur sehr vereinzelt beisteuern.

Mein Distanzrechner zeigt mir, dass Dein Wohnort 842 Kilometer von Basel entfernt liegt, dem nordwestlichsten Punkt der Schweiz. Warum schreibe ich Dir das? Nun, ich habe mir überlegt, ob wir uns wieder einmal treffen können. Das ist aber bei diesen Distanzen schwierig. Umso mehr freue ich mich, dass Du einmal die Reise auf Dich genommen hast, um uns bei einem ARGE-Rumänien-Treffen in München persönlich zu treffen (2007). Ich verstehe natürlich, dass Du die ARGE Rumänien nicht auf Deiner "Top-Liste" weiter pflegen kannst, weil sie ja schwergewichtig andere Gebiete pflegt, als Du mit Deiner Postgeschichte der letzten 30 Jahre.

Es ist mir aber wichtig, zu sagen, dass Deine Beiträge aus meiner Sicht sehr schön und wichtig sind für die Rumänien-Philatelie. Du hast dieses Thema hier auf "Philaseiten" "befeuert" wie kein zweiter von uns, dafür gebührt Dir unser Dank.

Ich habe einmal nachgezählt: mehr als 40 % der Beiträge stammen aus Deiner Feder!

102 - Michael Mallien
47 - Heinz 7
46 - 10 Parale
7 - Pete
7 - Stefan M
6 - nor 42
26 - weitere Beiträge von 15 weiteren Autoren
= Summe 241 (per 22.2.2020)
 

Die Aufteilung auf die Jahre war wie folgt:
2016 - 27 Beiträge
2017 - 186 Beiträge (davon 127 im 1. Quartal!)
2018 - 22 Beiträge
2019 - 4 Beiträge (Dornröschen schlief feste)
2020 - 2 Beiträge

Also: Wenn du noch Stücke zum Zeigen hast, freuen wir uns sehr über Deine Beiträge.

@ epem7081 [#240]

Hallo Edwin

Danke für Deinen Beitrag. Bitte zeige uns mehr aus Deinem Fundus!

Heinz
 

Heinz 7 Am: 22.02.2020 21:53:27 Gelesen: 4467# 243 @  
@ Heinz 7 [#88]

Vor drei Jahren schrieb ich...

" (...) ich rekapituliere: (Tarife für "Scrisori simple 20 g/postale externe", nach Tabelle 243+244 Marinescu 2008).

1.5.1945: Lei 45
1.11.1945: Lei 350
1.3.1946: Lei 1.000
1.6.1946: Lei 1.500
1.12.1946: Lei 3.000
1.4.1947: Lei 15.000
1.7.1947: Lei 45.000
21.8.1947: 15 Neue Lei."

Ich freue mich, einen schönen Beleg zeigen zu können.



Cernatul de Jos liegt einige Kilometer westlich von Tekutsch im früheren Fürstentum Moldau und einige Kilometer nordöstlich von Brasov. Der oben gezeigte Brief nach Wien wurde versandt am 14. Mai 1946 und trägt (vorderseitig) eine Frankatur von 400 Lei. Es ist ein Einschreibebrief, der von der österreichischen Zensurstelle in Wien geöffnet und kontrolliert wurde.

Der Brief wurde sehr wahrscheinlich mit dem Zug befördert. Er benötigte volle 10 Tage, wie der Ankunftsstempel hinten klar zeigt.

Sehr schön ist aber die Rückseite des Briefes. Wir finden nicht weniger als weitere 21 Marken:

5 x 80 Lei = 400 Lei
16 x 100 Lei = 1600 Lei

Damit erhöht sich die Gesamtfrankatur auf 2400 Lei.

1500 Lei davon kann ich erklären: 1'000 Lei für einfachen Brief + 500 Lei für Einschreiben (Zwischenfrage: gültig im Mai 1946?). Die 900 Lei könnten der Zuschlag gewesen sein für die Ausland-Sendung. Ich kann das nicht verifizieren. Die Tabelle 33 in Marinescu (1993) endet am 31.3.1944; die Tabelle 34 startet erst am 1.3.1947. Für die 35 Monate dazwischen habe ich keine Daten.

Heinz
 
Michael Mallien Am: 23.02.2020 16:22:45 Gelesen: 4397# 244 @  
@ Heinz 7 [#242]

Lieber Heinz,

ich danke Dir für Deine Rückschau auf dieses schöne Thema. Ja, zum Jahreswechsel 2016/2017 hatte ich das Thema der Inflationszeit für mich entdeckt und war entbrannt. Ad acta gelegt habe ich das Thema nicht, doch ich bin philatelistisch immer etwas unstet unterwegs und muss mich mächtig zurück halten nicht noch viel mehr Themen zu verfolgen.

Im Grunde reicht immer mal wieder ein Anlass, damit ich ein früheres Sammelthema wieder an die Oberfläche hole. So geschehen zum Beispiel mit den Ganzsachenthemen Bund nach Erscheinen des Michelkataloges 2018.

Es hat mich auch sehr gefreut, dass wir uns 2018 in München kennengelernt haben. Vielleicht ergibt sich ja zukünftig noch einmal etwas. Bisher war ich kaum auf philatelistischen Veranstaltungen, aber das kann sich ändern.

In meinem Bestand habe ich einen, wie soll ich sagen, "hübsch hässlichen" Beleg gefunden, der mit Marken zugepflastert ist:



Einschreiben/Rückschein aus vom 7.11.1972 aus Suceava nach Wiesbaden, frei gemacht mit insgesamt 15,55 Lei. Ein wohl typischer Sammlerbeleg.
Schwierig ist die Bestimmung der Portorichtigkeit. Die Tarifperioden der 1970er Jahre sind im Marinescu nur bruchstückhaft aufgeführt. Um dort genaueres sagen zu können bräuchte es vielleicht andere Literatur oder eine Menge Vergleichsmaterial.

Zu Deinem Beleg in [#243] entnehme ich dem Marinescu 1.400 Lei als Einschreibegebühr ab dem 1.3.1946. Der Beleg ist mit 2.400 Lei portorichtig frankiert.

Viele Grüße
Michael
 
epem7081 Am: 23.02.2020 18:05:52 Gelesen: 4386# 245 @  
@ Michael Mallien [#241]
@ Heinz 7 [#242]

Hallo Michael und Heinz,

ich freue mich über Eure Begeisterung und die Aufklärung zum interessanten Hintergrund bei meinen Belegen. Vielen Dank für diese aufschlußreichen Hinweise. Allerdings ist das Thema Rumänien bei mir kein Schwerpunkt. Nur vereinzelt tauchen bei mir Belege aus Rumänien auf. Außer den Hinweis auf meine Karte im Thread: Echt gelaufene Postkarten [#19] kann ich hier einen weiteren Beleg einstellen, der als ursprüngliche (Privat?)Ganzsache mit weiteren Marken ausgestattet, am 16.07.1973 vom Ferienort NEPTUN [1] in die Bundesrepublik geschickt wurde. Ein vorhergehender Besitzer des Belegs hat wohl die MiNr 2649 und 2745 festgestellt.



Für diese Ganzsache ist vielleicht auch für Spezialisten noch die Rückseite von Interesse, die ich deshalb hier mit einstelle.

Ich halte weiter die Augen offen und stelle gerne eintreffende Rumänienbelege ins Forum.

Schönen Sonntagabend wünscht
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Neptun_(Rumänien)
 
epem7081 Am: 29.02.2020 15:48:51 Gelesen: 4099# 246 @  
@ Michael Mallien [#241]
@ Heinz 7 [#242]

Hallo Michael und Heinz,

heute bei 3,3 kg "Altpapier", davon 85 % deutsche und 15 % internationale Belege, nur ein Exemplar aus Rumänien. Dieses kann ich hier gerne einstellen, auch wenn mir die Stempel wenig konkretes verraten.



Diese ursprüngliche (Privat?) Ganzsache ist mit einer weiteren Marke (MiNr. 5169) Purpuricenus kaehleri (Purpurbock) zu 1500 Lei ausgestattet.



Nach meiner Lesart des Stempels ist der Brief am 18.10.1996 wohl vom Ort des Absenders Lugoj in die Bundesrepublik geschickt worden. Ob es sich im Bildteil um eine echte Universität oder eine Volkshochschule (VHS in unserem Sinne) handelt, ist mir trotz googeln auch nicht ganz klar geworden.

Jetzt seid Ihr gefragt. Ich bin auf die Aufklärung gespannt.

Schönes Wochenende wünscht
Edwin
 
Michael Mallien Am: 01.03.2020 13:47:08 Gelesen: 4051# 247 @  
@ epem7081 [#245][#246]

Hallo Edwin,

bei beiden Umschlägen handelt es sich meiner Meinung nach um postalisch verausgabte Ganzsachen, also keine Privatganzsachen. Dazu besitze ich allerdings keinen Katalog, weiß aber, dass schon weit über 2000 Ganzsachenumschläge verausgabt wurden.

Den Brief in [#245] halte ich für überfrankiert. Zu der Zeit galten folgende Tarife:
Auslandsbrief bis 20 g: 2,75 Lei
Luftpostzuschlag mit Zielen in Europa (Zona 2): 0,85 Lei

3,60 Lei wären demnach ausreichend gewesen.

Der Brief in [#246] gehört zur Portoperiode 10 für Auslandsbriefe in der Inflationszeit. Hier galten folgende Tarife:
Auslandsbrief bis 20 g: 1500 Lei
Luftpostzuschlag mit Zielen in Europa (Zona 2): 90 Lei

Zu letzterem Service ist allerdings kein Hinweis angebracht, aber auch so bestünde eine Überfrankatur.

Ich kenne allerdings nicht mögliche Gültigkeiten der Ganzsachenumschläge. Wenn die Ganzsachen nur als Umschläge ohne Frankaturkraft zu werten wären, dann wäre der erste Umschlag nur minimal überfrankiert und der zweite mit 1500 Lei ohne Luftpostzuschlag korrekt frankiert.

Viele Grüße
Michael
 
ginonadgolm Am: 01.03.2020 14:00:34 Gelesen: 4049# 248 @  
@ Michael Mallien [#247]

bei beiden Umschlägen handelt es sich meiner Meinung nach um postalisch verausgabte Ganzsachen

Das sind amtliche Ganzsachen mit der Michel-Nr. U596 [#245] und Nr. U1871 [#246]

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
epem7081 Am: 02.03.2020 00:01:32 Gelesen: 4013# 249 @  
@ Michael Mallien [#247]
@ ginonadgolm [#248]

Hallo Michael und Ingo,

vielen Dank für Eure ergänzenden und klarstellenden Beiträge.

eine gute Nacht wünscht
Edwin
 
Michael Mallien Am: 02.03.2020 18:04:16 Gelesen: 3974# 250 @  
@ ginonadgolm [#248]

Hallo Ingo,

danke für die Bestimmung. Weißt Du vielleicht mehr über die Gültigkeit der Ganzsachen? Es würde mich sehr interessieren.

Ich kann heute eine schöne Mehrfachfranktur vom 6.2.2012 zeigen. Der Brief ging von Suceava nach Ampfing und ist mit 2 Exemplaren der MiNr. 6581 zu insgesamt 2 Lei frankiert.



Leider kenne ich die Tarife aus 2012 nicht. Mir erscheint die Frankatur sehr niedrig. Andererseits trägt der Brief keine PRIORITAR-Kennung, welche den Luftpostzuschlag beinhalten würde. Zwar steht PAR AVION auf dem Umschlag, aber einen Dienst mit dieser Bezeichnung gab es meines Wissens nach 2012 nicht mehr, sondern eben nur den Dienst PRIORITAR.

Viele Grüße
Michael
 
ginonadgolm Am: 02.03.2020 21:31:21 Gelesen: 3965# 251 @  
@ Michael Mallien [#250]

Hallo Michael,

leider liegen mir keine Informationen zur Gültigkeit der Ganzsachen vor.

Beste Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 15.03.2020 10:22:14 Gelesen: 3698# 252 @  
@ Heinz 7 [#243]

Bei meinem schönen Brief von Cernatul de Jos habe ich es unterlassen, die Rückseite des Briefes auch zu zeigen.



Zehnmal 80 Lei plus 16 x 100 Lei ergibt einen Tarif von: 2400 Lei.

Wir haben bereits gesehen, dass uns hier das Heft 1993 von Marinescu (Tabelle 26) nicht helfen kann, weil es nur die Tarife ab 1.11.1945 und dann ab 1.6.1946 nennt. Im Buch desselben Autoren von 2008 ist dann die Ergänzung: Tarife auch ab 1. März 1946.

Wenn nun jemand nachsehen könnte, ob der Einschreibe-Zuschlag damals 1400 Lei war, wäre dies eine schöne Bestätigung des Tarifes.

Besten Dank
Heinz
 
Heinz 7 Am: 15.03.2020 10:37:44 Gelesen: 3697# 253 @  
@ Heinz 7 [#243]

Ab 21.8.1947 galten neue Tarife für die Post in Rumänien. Ein einfacher Ausland-Brief kostete neu 300'000 (alte) Lei = 15 neue Lei.



Der gezeigte Brief von Sibiu nach Bern (Schweiz) wurde im Dezember 1947 versandt. Da er eingeschrieben wurde, erhöhte sich das Porto um 21 Lei auf total 36 Lei (siehe: Marinescu 1993, Tabelle 26).

Der also portogerecht frankierte Brief trug die Briefmarken Michel Nr. 1067+1069+1074 (Ausgabe 15.8.1947) sowie die Gedenkmarke zum Weltspartag Michel Nr. 1083 (Ausgabe 31.10.1947). Auf der Rückseite des Briefes ist noch eine Timbru fiscal Doppel-Marke "IOVR 1 Leu" verklebt.

Heinz
 
Michael Mallien Am: 15.03.2020 10:46:57 Gelesen: 3694# 254 @  
@ Heinz 7 [#252]

Lieber Heinz,

der Beleg ist portorichtig frankiert. Vom 1.3.1946 bis 31.5.1946 galten folgende Auslands-Tarife:

Scrisori simple 20g: 1.000 Lei
Taxa de recommandare: 1.400 Lei

Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Michael
 
Heinz 7 Am: 15.03.2020 12:00:51 Gelesen: 3687# 255 @  
@ Michael Mallien [#254]

Lieber Michael,

herzlichen Dank für die Angaben! Auch Dir einen schönen Sonntag!

Anbei zeige ich einen weiteren Beleg, der portorichtig gelaufen ist:



Eine Drucksache kostete damals nur 20 % eines normalen Briefes! (siehe Marinescu 1993, Tabelle 26). Der Brief trägt den Stempel "Imprimate" und wurde so akzeptiert. Besonders interessant ist nun die Mischfrankatur:

2 Lei: Michel Nr. 1068 = Ausgabe 15.8.1947 (Rumänien Königreich)
1 Lei: Michel Nr. 1107 = Ausgabe März 1948 => Volksrepublik Rumänien.

Heinz
 
Fips002 Am: 29.03.2020 16:32:21 Gelesen: 3276# 256 @  
Luftpostbrief von Constanta 07.05.1999 nach Görlitz.

Gebühr für diesen Brief 10.700 Lei.





Dieter
 
epem7081 Am: 30.03.2020 12:40:43 Gelesen: 3250# 257 @  
Hier kann ich heute einen Beleg aus den späten 1950ern präsentieren.



Aufgegeben in TIMOSOARA am 27.10.1959 und mit dem höchsten Wert (1,75 Lei) einer vierteiligen Sonderserie zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1957 verausgabt (MiNr 1661). Die Entwertung erfolgte wohl mit einer Bandstempelmaschine.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/VI._Weltfestspiele_der_Jugend_und_Studenten
 
Fips002 Am: 13.04.2020 18:40:54 Gelesen: 2904# 258 @  
Brief von Semlac, 13.1.1972, nach München.

Freigemacht ist der Brief mit Michel Nr. 2641 (Bahnpostwagen) und 5 x Michel Nr. 2746 (Stauwerk Anlage).



Dieter
 
Michael Mallien Am: 08.05.2020 14:53:05 Gelesen: 2003# 259 @  
Klaus-Peter Schmidt bat mich diesen Beleg hier zu zeigen, dem ich gerne nachkomme, denn ich finde ihn sehr interressant.

Aerogramm per Einschreiben vom 13.1.2000 aus Iasi nach Deutschland. Das Aerogramm hat eine Nominale von 4.650 Lei und war offenbar für den Versand ins Ausland vorgesehen, wofür es auf der Rückseite Hinweise gibt. In den Tarifübersicht des Buches von Calin Marinescu finde ich jedoch keinen solchen Tarif. In der Portoperiode 14 (Ausland) (22.10.98-3.1.99) der Inflationszeit von 1991 bis 2005 beträgt der Tarif für ein Auslands-Aerogramm 4.450 Lei. In der nachfolgenden Portoperiode bereits 4.850 Lei.

Nun denn, versendet wurde das Aerogramm in der Portoperiode 21 (3.1.2000-27.2.2000) und noch dazu als Einschreiben. Insgesamt beläuft sich die Frankatur auf 25.350 Lei. Die Tarife in dieser Portoperiode waren:

Aerograme externe: 7.950 Lei
Taxa de recomandare: 16.300 Lei

Was zusammen 24.250 Lei ergibt, also 1.100 Lei weniger als vorhanden. Möglicherweise galt für "Aerogramme per Einschreiben" nicht mehr der sonst bei Aerogrammen enthaltene Luftpostzuschlag (Suprataxe prin avion) und musste noch zusätzlich entrichtet werden? Der Zuschlag für Luftpost nach Europa betrug in der Portoperiode 1.000 Lei, womit die verwendete Frankatur mehr oder weniger passt.



Viele Grüße
Michael
 
merkuria Am: 12.05.2020 12:39:55 Gelesen: 1746# 260 @  
Bei der Durchsicht meiner Tageskorrespondenz-Schachteln bin ich auf ein paar Rumänien-Belege der frühen Achtzigerjahre gestossen. Ich hatte damals einen Tauschfreund für China in Rumänien, dem ich ein paar interessante Belege dieser Zeit verdanke.

Soweit ich gesehen habe, sind die 1980er Jahre hier kaum vertreten. Zur Korrektheit der Porti kann ich nichts sagen, nehme aber an, dass diese doch stimmen da reine Bedarfspost.



Einfacher Brief von Bukarest nach Liestal/Schweiz, Aufgabe 24.11.1981

Frankatur 4.80 Lei



Hier etwas Besonderes: Ein Ersttagsbrief mit der Ausgabe zur 1. Rumänisch-Chinesischen Briefmarkenausstellung vom 18.09.1980 (Mi Nr. 3744). Der Brief wurde am 29.12.1981 (über ein Jahr später!) mit Zusatzfrankatur in die Schweiz geschickt. Dabei wurde die am Ersttag gestempelte Marke noch als Porto anerkannt!

Frankatur 4.85 Lei



Einfacher Brief von Bukarest nach Liestal/Schweiz, Aufgabe 16.02.1982

Frankatur 4.85 Lei



Einschreibebrief von Bukarest nach Liestal/Schweiz, Aufgabe 27.03.1982

Frankatur 24 Lei



Einfacher Brief von Bukarest nach Seltisberg/Schweiz, Aufgabe 27.12.1982

Frankatur 10 Lei



Einfacher Brief von Bukarest nach Seltisberg/Schweiz, Aufgabe 03.09.1983

Frankatur 10 Lei
 
merkuria Am: 24.05.2020 11:20:43 Gelesen: 1270# 261 @  


Einschreibe-Luftpostbrief von Bukarest nach Teheran/Iran, Aufgabe 16.12.1998
Frankatur 13‘150 Lei

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Michael Mallien Am: 24.05.2020 13:13:15 Gelesen: 1254# 262 @  
@ merkuria [#261]

Hallo Jacques,

interessanter Beleg! Ich habe mir einmal den Tarif angeschaut. Er müsste sich (eigentlich) wie folgt zusammensetzen:

Auslandsbrief bis 20 g: 4.450,- Lei
Einschreibegebühr: 7.700,- Lei
Luftpostzuschlag für außereuropäische Ziele: 1.600,- Lei

Das ergibt in der Summe 13.750,- Lei. Damit wäre das Einschreiben unterfrankiert. Vielleicht wurde sogar Nachporto erhoben? Die in blau (?) eingekreiste "1" auf der Vogelmarke könnte ein entsprechender Hinweis sein.

Finden sich eventuell noch rückseitig Hinweise?

Viele Grüße
Michael
 
merkuria Am: 24.05.2020 14:10:06 Gelesen: 1240# 263 @  
@ Michael Mallien [#262]

Hallo Michael,

Danke für das Austaxieren dieser Frankatur. Ich selbst kann dazu nichts beitragen, da ich Rumänien nicht sammle und somit auch keine Posttaxenkenntnisse dazu habe. Ich kann nur sagen dass die Rückseite ausser der Absender-Anschrift leer ist, sonst hätte ich sie auch abgebildet.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wer.indja Am: 25.05.2020 15:40:35 Gelesen: 1179# 264 @  
@ Michael Mallien [#262]

Der handschriftliche Vermerk ist die persische Zahl ΙΛ (18) und dürfte im Zustellpostamt für den Zustellbezirk notiert worden sein. Nachporto wurde sichtbar nicht erhoben. Ich habe den Beleg auch noch von einem Sammlerfreund in Teheran prüfen lassen. Der Empfänger ist übrigens ein mir persönlich bekannter Briefmarkenhändler, der zahlreiche solcher internationaler Briefsendungen organisiert hat und diese auch bei den bekannten Internet-Auktionen häufig anbietet.

Zur Porto-Berechnung in Rumänien kann ich mangels entsprechender Kenntnisse leider nichts sagen.

Grüße
Werner Lade
 
Michael Mallien Am: 25.05.2020 20:05:05 Gelesen: 1160# 265 @  
@ wer.indja [#264]

Hallo Werner,

wunderbar! Vielen Dank für die Aufklärung und die interessante Information.

In der Inflationszeit 1991 bis 2005 wurde in Rumänien häufig nicht korrekt frankiert. Das ist also nicht ungewöhnlich. Korrekte Frankaturen, insbesondere bei besonderen Portostufen und Destinationen, wären auf jeden Fall bemerkenswert.

Viele Grüße
Michael
 
Altmerker Am: 03.06.2020 10:03:32 Gelesen: 897# 266 @  
@ Michael Mallien [#265]

Den Eindruck habe ich auch. Ich komme nicht auf den verklebten Betrag. Aber ich finde den Bedarf als Einzelfrankatur und den Weg von Rumänien nach Kanada spannend.

Gruß
Uwe


 

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