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Thema: (?) (6-7) Spanien: Varianten der Freimarken 1955 bis 1975
jmh67 Am: 31.01.2017 09:22:10 Gelesen: 1789# 1 @  
Mir sind bei den spanischen Freimarkenausgaben von 1955 bis 1975, vor allem aber bei den vor 1960 zuerst erschienenen Werten, bisweilen deutliche Unterschiede in den Farben, der Druckqualität und der Papierbeschaffenheit aufgefallen. Dabei möchte ich nicht zu sehr auf die vielen Schattierungen der Druckfarben eingehen. Nur soviel: Der Michel-Katalog führt nur bei wenigen Werten klar zu unterscheidende Farben auf, es gibt aber auch bei anderen Werten bisweilen deutliche Unterschiede. Diese sind aber wahrscheinlich der langen Erscheinungszeit zuzuschreiben. Hier aber zum Beispiel zwei Exemplare des 3-Pta-Wertes:



Links: rauhes Papier, stumpfe Farbe, undeutlicher Druck.
Rechts: glattes Papier, glänzende Farbe, klarer Druck.

Mein Verdacht ist, dass die linke Marke einer früheren Auflage entstammt als die rechte. Ich kann mich aber täuschen, da ich nur wenige Exemplare mit deutlichen Stempeldaten gefunden habe.

Gibt es dazu vielleicht eine systematische Übersicht? Sind diese Auflagenunterschiede (wenn es denn solche sind) irgendwo katalogisiert?

Jan-Martin
 
Gerhard Am: 31.01.2017 11:06:55 Gelesen: 1776# 2 @  
@ jmh67 [#1]

Hallo Jan-Martin,

das Phänomen ist mir bekannt; lt. Galvez-Katalog gibt es die ersten Marken zunächst auf gestrichenem und ungestrichenem Papier. Leider sagt er nichts über Auflagen, da diese 1960 noch nicht bekannt waren, die Marken wurden ja weiter gedruckt. Bei meinen Untersuchungen des Materials fiel mir dann, der weltweit vielfach verwendete Aufheller ins Auge, den diese Marken ab irgendwann (1960?) auch bekamen.

Ich habe die Serie seither nach den 3 Papier-Unterscheidungen gesammelt, wobei auffällt, dass die späten Ergänzungswerte nur noch auf gestrichenem Aufhellerpapier vorliegen, was auch nicht weiter verwunderlich ist. Mehr kann ich hierzu leider auch nicht sagen.

MphG
Gerhard
 
jmh67 Am: 31.01.2017 12:15:11 Gelesen: 1771# 3 @  
Hallo Gerhard,

das hilft mir schon ein ganzes Stück weiter, danke!

Weitere zweckdienliche Hinweise werden natürlich immer noch gern entgegengenommen.

Jan-Martin
 
buzones Am: 31.01.2017 14:25:35 Gelesen: 1752# 4 @  
@ jmh67 [#1]

Hallo Jan-Martin,

es gibt bereits seit längerem eine detaillierte Studie zu dieser Ausgabe auf Spanisch:

Antonio Ávalos Cejudo: La serie básica de Franco 1955/56. (Eigenverlag), 2009. 166 S.

Antonio Ávalos geht ausführlich auf die verschiedenen Auflagen und Farbtöne ein, aber zu den verwendeten Papiersorten schreibt er leider nichts.

Die von dir gezeigte 3 Pesetas Marke hatte von 1955 bis 1975 eine Gesamtauflage von rund 1,6 Milliarden erreicht und ist, was die Farbschwankungen angeht, wohl die auffälligste.

Noch ein Wort zu den Stempeldaten: Die spanische Post ist generell für die schlechte Qualität ihrer Stempelabdrucke bekannt - ich kann ein Lied davon singen. Dauermarken mit lesbaren Datenstempeln sind (wie du ja auch schon bemerkt hast) Mangelware.

Es freut mich, dass du dich intensiv mit dieser Ausgabe zu beschäftigen scheinst und würde gerne mehr über deine Erkenntnisse bzgl. der Papiersorten erfahren!

Saludos filatélicos
Ralf
 
Pete Am: 31.01.2017 18:39:08 Gelesen: 1709# 5 @  
@ jmh67 [#1]

Mir sind bei den spanischen Freimarkenausgaben von 1955 bis 1975, vor allem aber bei den vor 1960 zuerst erschienenen Werten, bisweilen deutliche Unterschiede in den Farben, der Druckqualität und der Papierbeschaffenheit aufgefallen.

Ich hatte dieser Tage aus mehreren Lageralben zu 64 Seiten eine Sammlung Spanien gestempelt gezogen, wobei der Schwerpunkt der vorhandenen Exemplare in den 1960er und 1970er Jahren liegt. Bei der Vorsortierung des Bestandes bin ich ebenfalls über diese Varianten gestolpert. Das Papier dieser Dauerserie lässt sich meinem Eindruck nach in die Varianten mattglänzend und glänzend einstufen. Es sind auch die Flugpostausgaben von 1955 und 1956 davon betroffen.

Gruß
Pete
 
jmh67 Am: 28.03.2020 13:03:11 Gelesen: 222# 6 @  
Gestern und heute habe ich mal wieder spanische Briefmarken sortiert und bin bei dem 1-Peseta-Wert dieser Serie (orange) auf glänzendem Papier auf noch eine Besonderheit gestoßen: Ein Exemplar hat senkrecht gestreiftes Papier (Streifenbreite ca. 1 mm). Leider sieht man das auf einem Scan so gut wie nicht.

Hat das vielleicht noch jemand beobachtet?

-jmh
 
buzones Am: 02.04.2020 16:41:14 Gelesen: 168# 7 @  
@ jmh67 [#6]

Jan-Martin,

gestreiftes Papier ist mir bei dieser Ausgabe noch nie untergekommen.

Kannst du das vielleicht mal mit Durchlicht scannen oder fotografieren?

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
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