Thema: (?) (137) Ägypten: Frankierte Poststücke aller Zeiten
Cantus Am: 29.08.2012 01:46:31 Gelesen: 101298# 1 @  
Guten Tag zusammen,

wie ich festgestellt habe, wurde das zu meiner Jugendzeit so intensiv besammelte Thema "Ägypten" hier im Forum bisher kaum beachtet, obgleich es da so viel Reizvolles zu entdecken gibt. Man kann zwar oftmals die Poststempel nur sehr schlecht oder gar nicht lesen, aber das alleine sollte nicht dazu führen, sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Überschrift wurde bewusst von mir so gewählt, da ich zu einem späteren Zeitpunkt ein gesondertes Thema zu den vielfältigen Ganzsachen von Ägypten eröffnen möchte.

Heute zunächst ein Umschlag der Firma Grad & Co. aus Cairo, der am 14.9.1937 mit Luftpost nach Neugersdorf in Sachsen befördert wurde. Aus dieser Korrespondenz habe ich über den Zeitraum mehrerer Jahre diverse Frankaturen, einige davon werde ich hier vorstellen.

Der heutige Brief wurde mit drei Marken der Flugpostausgabe "Flugzeug über den Pyramiden von Gizeh" freigemacht; der gesamte Satz umfasst 20 Werte zwischen 1 bis 200 Millièmes.



Mi. 172, 174, 175

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 31.08.2012 10:49:44 Gelesen: 101237# 2 @  
Am 1.Februar 1934 erschien in Ägypten aus Anlass des 10. Weltpostkongresses ein 14teiliger Satz; die Marken zeigen Khedive Ismail Pascha (1830-1895), Vater des Königs Fuad und Begründer des ägyptischen Postwesens.



Dazu zeige ich einen Brief mit zwei Marken zu 13 Mills und einer Marke zu 20 Mills, gelaufen am 20.2.1934 von Alexandria an die Gebrüder Abel AG in Grüna.



Mi. 197 (2), 199

Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 06.11.2012 20:25:45 Gelesen: 101045# 3 @  
Hallo Ingo,

hier zwei Belege die ich vor 2 Wochen eingekauft habe für meine BNP Sammlung. Nähere Erklärungen zu den Marken bzw. zu den Stempeln kann ich allerdings nicht abgeben.

1. 14.2.1925 Comptoir national d'escompte Alexandria, sauber gestempelt



2. 19.5.1954 Comptoir national d'escompte, Kairo unsauber aufgemacht



Ich besitze allerdings auch zeitgenössische, nicht Banken Umschläge da ich des öfteren Einkäufe übers Internet in Ägypten tätige.

Ein Wink und ich stelle einiges an dieser Stelle ein
mit besten Grüßen.
 
Cantus Am: 06.11.2012 21:24:51 Gelesen: 101039# 4 @  
@ zockerpeppi [#3]

Hallo,

den Brief an dich habe ich heute endlich zur Post gebracht; ein Begleitschreiben mit Anlagen ist beigefügt.

Diese beiden Briefe hier sind gleichermaßen schön anzuschauen. Ich schenke mir jetzt das Heraussuchen der Michel-Nummern, denn der Gesamteindruck ist hier wohl das Wesentliche. Und "unsauber geöffnet", nun ja, das ist eben Bedarf, nur die wenigsten Postempfänger sind auch Sammler und lassen stets die nötige Sorgfalt walten. Auch bei Stempeln aus Ägypten darf man nicht zu hohe Maßstäbe ansetzen, denn die meisten der Stempel aus der neueren Zeit sind verwischt oder unsauber abgeschlagen oder es wurde gar nicht abgestempelt, sondern die Marke oder der Wertstempel (bei Ganzsachen) wurden einfach mit dem Kugelschreiber ungültig gemacht.

Ich würde mich freuen, wenn du hier nach und nach allerlei Poststücke aus Ägypten zeigen würdest. Es gibt für mich überhaupt keinen Grund, warum nicht auch moderne Frankaturware interessant und/oder schön anzuschauen wäre.

Ich nutze die Gelegenheit und zeige einen Umschlag einer türkischen Bank, der von deren Zweigstelle in Kairo am 15.7.1940 zu einer Bank am Broadway in New York befördert worden ist. Der Brief durchlief die ägyptische Zensur, wie der seitliche Klebezettel beweist. Was allerdings die dreifachen violetten Stempelabschläge auf der Marke bedeuten, ist mir nicht bekannt; möglicherweise sind das weitere Zensurmerkmale.





Viele Grüße
Ingo
 
JFK Am: 07.11.2012 08:05:10 Gelesen: 101021# 5 @  
@ zockerpeppi [#3]

Guten Morgen,

kleine Verständnisfrage: BNP - Sammlung? Ist damit die Bank BNP Paribas gemeint?

Merci und lieben Gruß

Jürgen (JFK)
 
zockerpeppi Am: 07.11.2012 19:13:34 Gelesen: 100997# 6 @  
@ JFK [#29]

Ganz genau. Ich bin dabei, die Geschichte der BNP Paribas Gruppe aufzuarbeiten vom Anfang bis heute.

schöne Grüsse
Lulu
 
Cantus Am: 08.11.2012 21:27:49 Gelesen: 100965# 7 @  
@ zockerpeppi [#6]

Hallo Lulu,

dieser Brief könnte thematisch auch zu den ausländischen Banken passen, bei mir steckt er aber in der Ägypten-Sammlung. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber vielleicht passt er auch zu deinem BNP-Motiv.

Der Brief wurde am 7.11.1935 in Port Said aufgegeben, wurde noch am selben Tag in Alexandria abgefertigt, erreichte dann Athen am 9.11.1935 und wurde von dort nach Wien weitergeleitet, wo er am 11.11.1935 eintraf.



Mi. 128, 131

Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 08.11.2012 21:45:40 Gelesen: 100963# 8 @  
@ Cantus [#7]

Ist der schöööön. Da komme ich glatt ins Schwärmen. Wenn du mir nun noch CNE Indien zeigst, bin ich hin und weg.

Übrigens deine Post ist heute angekommen. Am Wochenende werde nun ich meinen (mageren) philatelistischen Steckbrief verfassen.

Um nun beim Thema Ägypten zu bleiben: ohne große Worte.



bis bald
Lulu
 
22028 Am: 09.11.2012 13:29:16 Gelesen: 100917# 9 @  
Ich weiss nicht, ob ich meinen Brief von Ägypten nach Irak schon mal zeigte, wenn nicht, hier ist er.

Ein seltener Brief aus dem Jahr 1924 von Heliopolis/Kairo nach Baghdad, transportiert mit der Overland Mail Bagdad – Haifa welche von den Nairn Brüdern betrieben wurde. Der Brief wurde am 22. Oktober 1924 in Heliopolis, einem Vorort von Kairo aufgeben und kam am 1. November 1924 in Baghdad an (Ankunftsstempel rückseitig). Die Frankatur von 30 Milliemes bestehend aus 2 Stück 15 Milliemes Marken setzt sich zusammen aus 15 Milliemes Porto für den Standardbrief von Ägypten nach Baghdad sowie 15 Milliemes Zuschlag für die Overland / Motor Mail. Zusätzlich trägt der Brief die rote, handschriftliche Leitweganweisung sowie dem roten Motor Mail Aufkleber. Die roten Motor Mail Aufkleber wurden am 27. März 1924 von der Ägyptischen Post eingeführt und nur eine Handvoll Briefe mit diesem Aufkleber sind bekannt. Jegliche Briefe in den Irak, transportiert mit der Overland Mail, sind sehr selten.


 
22028 Am: 09.11.2012 13:32:10 Gelesen: 100915# 10 @  
@ Cantus [#2]

Ingo,

bist Du sicher dass Khedive Ismail Pascha (1830-1895) der Begründer des ägyptischen Postwesens war? Er hat es evtl. abgesegnet, mehr aber nicht.
 
Cantus Am: 09.11.2012 23:18:09 Gelesen: 100889# 11 @  
@ 22028 [#10]

Hallo,

vielleicht ist der Begriff "Postwesen" unglücklich gewählt; ich hatte ihn dem Michel-Katalog entnommen. Natürlich gab es auch vor seiner Zeit einen schriftlichen Informationsaustausch, ich denke aber, dass hier unter dem Begriff "Postwesen" verstanden werden soll, dass unter seiner Ägide die ersten eigenen Briefmarken von Ägypten zum Gebrauch kamen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 13.11.2012 23:52:21 Gelesen: 100814# 12 @  
Heute ein Brief der Hamburg-Amerika-Linie, geflogen am 26.4.1936 mit KLM von Kairo nach Berlin.



Auf der Briefrückseite befindet sich ausschließlich der Absendereindruck.



Viele Grüße
Ingo
 
Jürgen Witkowski Am: 15.11.2012 21:13:44 Gelesen: 100786# 13 @  
@ Cantus [#28]

Bei den violetten Stempeln handelt es sich um Zensurstempel. Text zweisprachig, oben arabisch, unten englisch "Postal censor". [*]

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[*] Quelle: Karl Kurt Wolter, Die Postzensur, Neuzeit 1939 - 1965
 
Cantus Am: 15.11.2012 21:55:09 Gelesen: 100776# 14 @  
@ Concordia CA [#13]

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Information. Ich hatte so etwas ja vermutet, war mir aber nicht ganz sicher, und die untere Inschrift in den Zensurstempeln hatte ich glatt übersehen.

Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 24.11.2012 23:27:28 Gelesen: 100695# 15 @  
Damit Ägypten nicht in Vergessenheit gerät:

Crédit foncier égyptien Kairo ---> an den Crédit algérien Paris Stempel vom 20 Dezember 1922.

Grüße
Lulu


 
Marcel Am: 30.11.2012 15:25:54 Gelesen: 100629# 16 @  
Hallo!

Bis jetzt waren ja schöne Briefe zu sehen, ich dagegen kann nur mit einer Postkarte dienen. Die Karte ist gelaufen am 05.05.1914 von Hilwan nach Straßburg im Elsaß. Heute Helwan heißt übersetzt "schöner Brunnen" und liegt südlich von Kairo.



schöne Grüße
Marcel
 
Cantus Am: 30.11.2012 20:46:43 Gelesen: 100610# 17 @  
@ Marcel [#16]

Hallo Marcel,

eine wunderschöne Karikatur. Ich wusste bisher noch gar nicht, dass es damals auch schon solche Karten in Ägypten gab.

Viele Grüße
Ingo
 
Marcel Am: 04.12.2012 23:02:41 Gelesen: 100564# 18 @  
Hallo!

Eine habe ich doch noch gefunden. Die Karte ist gelaufen am 11.05.1914 von Hilwan nach Straßburg im Elsaß - diesmal aber an Johanna und nicht Leni. Geschrieben wurde die Karte bereits 2 Tage zuvor in Gizeh.



Cantus [#17] ich finde die Karikatur auch sehr gelungen, aber auch Dein Fundus scheint manchmal unerschöpflich zu sein - hast schöne Sachen dabei nicht nur hier im Thread.

schöne Grüße
Marcel
 
Mondorff Am: 06.12.2012 10:56:17 Gelesen: 100526# 19 @  
Luftpostbrief, philatelistisch beeinflusst (der Empfänger war der Mann von der Oma von zockerpeppi), vom 5. Oktober 1948 ab Cairo nach Luxemburg. Rückseitiger Stempel vom Aéroport Faruk in Cairo vom 6.10.48. Der Brief war, laut Ankunftstempel, am 9.10.48 in Luxembourg-Ville.

[1]

Interessant sind die beiden Marken oben rechts, die (wie der grüne (!) Par Avion-Zettel) den Aufdruck SAIDE, für Services Aériens Internationaux d'Egypte und das Datum 23-8-1948, tragen. An diesem Tag wurde die erste Luftpost-Verbindung Cairo-Athen-Rom eingeweiht.

Dies trotz des 1. Arabisch-Israelischen Kriegs, der vom Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte. Genau darum wurde der Brief zensiert, rechts geöffnet, mit Verschluss-Streifen und roten Zensurstempeln verziert; er erreichte Luxemburg in vier Tagen.

Heute braucht ein Poststück aus einer der Urlaubsregionen Ägyptens einen Monat, um Europa zu erreichen.

Schönen Gruß
DiDi

[1] Der Brief war schon im Forum der PHILA DUDELANGE/Luxemburg zu sehen.
 
Cantus Am: 12.12.2012 15:16:00 Gelesen: 100450# 20 @  
Von mir ein Brief vom 25.2.1938, der als Einschreiben an eine Adresse in Illiers l'Evêque im Département Eure in Frankreich gerichtet war. Die Frankatur setzt sich zusammen aus zwei Marken zu 5 und 15 Mills, die am 26.1.1938 zum 18. Internationalen Baumwollkongress erschienen waren, sowie einer weiteren Marke zu 20 Mills, die am 1.2.1938 zum Welt-Nachrichten-Kongress in Kairo erschienen war. Alle Marken tragen einen Registered-Stempel des Postamtes BAB EL LUD. Rückseitig auf dem Umschlag finden sich der Durchgangsstempel vom zentralen Postamt in Kairo sowie der französische Eingangsstempel. Danach war der Brief nur eine Woche unterwegs.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 10.03.2013 19:26:32 Gelesen: 100064# 21 @  
Beim stöbern auf der Tauschbörse in Ettelbrück, ist mir folgender Beleg aufgefallen. Passt doch zum Ägypten Thread, der etwas abgerutscht ist.

Bank to Bank --> National Bank of Egypt Cairo an die Süddeutsche Bank Nürnberg. Der Stempel ist nicht gerade top und wurde wohl am 16.3 abgeschlagen. Der rechteckige Stempel ist ein interner Stempel der Süddeutschen SDB mit dem Datum vom 19.3.55.



bis bald
Lulu
 
drmoeller_neuss Am: 10.03.2013 20:22:03 Gelesen: 100043# 22 @  
Einmal etwas modernes: Ein Einschreibebrief aus Port Said vom 26. Januar 1994 an die Deutsche Bank in Duisburg. Schon erstaunlich, dass die Deutsche Bundespost das als Einschreiben erkannt hat, und den Aufkleber "Einschreiben aus dem Ausland" angebracht hat.


 
Klaus S Am: 24.03.2013 22:28:08 Gelesen: 99902# 23 @  
Hallo,

hier ein Brief der britischen Feldpost nach Deutschland mit Zensur.

Gruß


 
Cantus Am: 27.04.2013 17:25:17 Gelesen: 99715# 24 @  
Von mir heute vier Briefe aus einer Firmenkorrespondenz, sämtlich gelaufen per Luftpost von Kairo (Caire) nach Neugersdorf in Sachsen. Die Marken haben teilweise Stockflecke, da man sie aber nicht so häufig sieht, zeige ich sie auch in Vergrößerung.



Mi. 173(4), Brief vom 15.9.1936



Mi. 166, 175. Brief vom 20.11.1937



Mi. 174, 213(3), 217. Brief vom 30.11.1937



Mi. 168(2), 232. Brief vom 8.4.1938

Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 04.05.2013 20:35:41 Gelesen: 99643# 25 @  
Ich nutzte die Gelegenheit, um folgenden Beleg zu zeigen:



Absender war die Banque Belge. Leider ist der Name der Bank teils durch den 'Opened by censor' Zensurstreifen verdeckt. Aber ich finde den genauen Namen bestimmt noch heraus. Abgestempelt in Alexandria am 22.1.19 nach Barcelona an die Anglo South American Bank, gefunden in Essen.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 06.07.2013 20:08:16 Gelesen: 99291# 26 @  
Ganzsache Ägypten nach Luxemburg 29.11.1905 Ankunft 5.12.05

Der Absender, ein Philatelist aus Alexandria will den Moniteur du Collectionneur (die damalige Briefmarken Zeitschrift) abonnieren und bittet um ein 'specimen' zur Einsicht. Sollte die Zeitschrift seinen Vorstellungen entsprechen will er abonnieren.



sonnige Grüße
Lulu
 
bignell Am: 06.07.2013 22:31:46 Gelesen: 99269# 27 @  
Falls auch incoming mail (aus Österreich Kaiserreich 1868, Wien - Kairo über Alessandria) interessant ist:


 
JimWentzell Am: 16.12.2013 05:32:45 Gelesen: 98115# 28 @  
Ein Schnäppchen gerettet von einem billigen Belegen-Kisten, bei den Southeast Federation Stamp Show in Marietta Georgia, es findet sich viermal im Jahr in der Mansour-Center statt.

--Jim in JO-JA


 
Cantus Am: 16.12.2013 11:31:23 Gelesen: 98101# 29 @  
@ JimWentzell [#28]

Hallo Jim,

das ist zwar ein wunderschöner Hotelpost-Beleg, aber leider keine Ganzsache, denn da ist eine Marke aufgeklebt, nicht eingedruckt. Der korrekte Ort für diesen Brief wäre hier:

Ägypten: Frankierte Poststücke aller Zeiten

Viele Grüße
Ingo

[Beiträge [#28] und [#29] redaktionell verschoben]
 
Cantus Am: 07.03.2014 00:06:57 Gelesen: 97607# 30 @  
Heute ein Briefumschlag von Reinhart & Co. aus Alexandria, gelaufen per Einschreiben an die Winterthur-Versicherung in der Schweiz. Der ägyptische Poststempel ist zwar, wie meistens in der Zeit, verschmiert und unlesbar, auf der Umschlagrückseite findet sich aber ein lesbarer Ankunftstempel von Winterthur vom 13.6.1947. Zur Frankatur wurden drei Marken zu 2, 5 und 50 Mills verwendet (Mi. 272, 305, 321).



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 11.06.2014 17:50:25 Gelesen: 97077# 31 @  
Ich habe wieder einmal einen netten Umschlag für euch, frankiert mit Mi. 60. Der Brief lief am 7.12.1945 von Alexandria nach Magdeburg.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 18.07.2014 17:23:16 Gelesen: 96819# 32 @  
@ Cantus [#31]

Lieber Ingo,

auch bei mir gibt es Neuware. Aus Alexandria nach Dänischburg bei Lübeck an Villeroy & Boch. Und wieder ein Standort von dem ich noch nicht gehört hatte.

Der Stempel ist etwas verschwommen. Ich habe es mit dem Mikroskop versucht, scheint 11.AP.1939 zu sein



Liebe Sammlergrüße
Lulu
 
Cantus Am: 06.08.2014 00:06:53 Gelesen: 96620# 33 @  
@ zockerpeppi [#32]

Liebe Lulu,

der folgende Brief, der in Kairo als Einschreiben aufgegeben worden war, erreichte mich vor einiger Zeit, zwar mit sauber erhaltenen und auch abgestempelten Marken, aber leider, wie so oft, mit völlig unleserlichem Stempel. Vorderseitig trägt er den ägyptischen R-Brief-Aufkleber, rückseitig sein deutsches Pendant.



Ich habe mir für die nächste Zeit erst einmal zehn Briefumschläge mit unterschiedlichen Frankaturen herausgelegt, um sie hier zu zeigen, allerdings an die Adresse Villeroy & Boch habe ich bei mir nichts gefunden.

Liebe Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 13.08.2014 23:10:36 Gelesen: 96532# 34 @  
Heute nochmals ein Brief mit der Mi. 60, gelaufen am 5.7.1922 von Alexandria nach Sachsen. Hier gefällt mir der verwendete Bandstempel besonders gut; er regelt die Art und Weise, wie Briefmarken aufzukleben sind.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 21.09.2014 20:29:15 Gelesen: 96243# 35 @  
Nun ein paar weitere Belege, nichts Spektakuläres, aber dennoch aufhebenswert.



Mi. 34a(2) - Brief vom 4.1.1894, gelaufen von Cairo nach Bâle in der Schweiz



Mi. 37 - Postkarte vom 12.7.1913, gelaufen als Drucksache von Cairo nach Berlin



Mi. 38a(2) - Brief vom 11.5.1912, gelaufen von Alexandria nach Herdecke in Westfalen



Mi. 176 - Brief vom 24.11.1935, gelaufen von Cairo nach Illiers l'Evêque im Département Eure in Frankreich



Mi. 232, 273, 277 - Brief vom 27.10.1947, gelaufen von Cairo nach Berlin

Viele Grüße
Ingo
 
hajo22 Am: 23.09.2014 23:52:24 Gelesen: 96212# 36 @  
@ Cantus [#136]

Hier die Werte zu 3 (4x) und 8 Mills aus Kairo vom 26.5.1939 nach München.

Dort war der Zoll neugierig und hat den Inhalt des Couverts geprüft: "Zur Devisenüberwachung zollamtlich geöffnet", Stempel München 30.5.1939.

Man übte wohl die kommende Zensurhandhabung. Bevorzugt wurde bereits jetzt schon im Protektorat Böhmen und Mähren Auslandspost der "Devisenkontrolle" zugeführt, komischerweise sogar Postkarten!



Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 12.10.2014 22:08:39 Gelesen: 96057# 37 @  
Ägypten ist wieder angesagt. Diesen Beleg nach Worthing Sussex habe ich heute gefunden. Der Stempel ist nur schwer lesbar – Datum unergründlich. Auch die Ortsangabe ist nicht vollständig. Übrig ist auf jedenfall …GABER, beim googlen fällt findet man u.a Sidi Gaber Alexandria. Bei dem einen Stempel könnte man in der Tat Sidi vermuten



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Cantus Am: 13.10.2014 00:37:39 Gelesen: 96043# 38 @  
@ zockerpeppi [#37]

Hallo Lulu,

saubere Stempel auf mit Briefmarken frankierten Briefen älteren Datums stellen die seltene Ausnahme dar, besseres Stempelmaterial findet sich fast nur auf Ganzsachen, die aber nicht unter diese Überschrift passen. Bei deinem Brief dürfte es sich wohl wirklich um die Inschrift "Sidi Gaber" handeln, ich vermute aber, dass er in Kairo aufgegeben worden war. Ich habe bei mir einmal einen Brief mit so einem Poststempel herausgesucht und auch wenn bei mir ebenfalls die Stempelqualität erheblich zu wünschen übrig lässt, so ist doch im Absender das Wort "Le Caire" und als Abgangsort "Sidi Gaber" zu erkennen.

Obwohl der Absender meines Briefes die Société Philatélique d'Egypte war, wurde auch ihr Brief nur unzureichend gestempelt. Er dürfte wohl am 20.9.1956 in Kairo aufgegeben worden sein, erhielt am Flughafen von Kairo seinen Durchgangsstempel und erreichte den Zielort Tripoli am 29.9.1956 (roter Ankunftstempel auf der Umschlagrückseite).



Mi. 400, 486

Als Zweites zeige ich heute einen Luftpostleichtbrief, der am 7.8.1947 von Kairo per Luftpost nach Neugersdorf in Sachsen, damals in der russischen Zone gelegen, befördert worden war. Glaubt man dem Wasserzeichen im Umschlagpapier, dann hieß die Fluggesellschaft, die den Brief beförderte, "URANIA".



Mi. 225, 273, 275(2), 307

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 03.04.2015 01:21:56 Gelesen: 95056# 39 @  
Am 24.10.1974 erschien ein vierteiliger Satz zu besonderen Aktionen der Vereinten Nationen. Der niedrigste Wert zu 10 M. nimmt Bezug auf den Weltstandardisierungstag. Mit elf Stück dieser Marke wurde ein Luftpostbrief freigemacht, der von Cairo nach Blaubeuren gesandt worden ist. Die Stempel sind zwar unlesbar, dafür ist das aber echter Bedarf.



Mi. 643 (11)

Viele Grüße
Ingo
 
merkuria Am: 07.04.2015 11:32:42 Gelesen: 95004# 40 @  
Beim Durchsehen meiner Briefbestände sind mir einige Ägypten-Belege aufgefallen, die ich gerne vorstellen möchte.



Ganzsachenumschlag 1 Piastre von Cairo nach Basel/Schweiz verwendet.
Aufgabe im Postamt Kairo XIV, gestempelt 28.II.1894
Transitstempel Alexandria vom ?.II.1894 sowie Ankunftstempel Basel 7.III.1894 rückseitig.



Ganzsachenumschlag 1 Millième im Ortsverkehr Alexandria verwendet, gest. 25.I.1894.



Ganzsachenumschlag 2 Millièmes von Kairo nach Basel verwendet, gest. 12.III.1898.



Ganzsachenumschlag 1 Piastre mit Zusatzfrankatur von Cairo nach Krienz/Schweiz verwendet.
Aufgabe im Hotel-Postamt „Ghesireh Palace Hotel“ Kairo, gestempelt 22.I.1900
Übernahmestempel des verarbeitenden Postamtes Kairo IX vom 22.I.1900 sowie Ankunftstempel Krienz 1.II.1900 rückseitig.




Ganzsachenumschlag 5 Millièmes mit Zusatzfrankatur von Cairo nach Vevey/Schweiz verwendet.
Aufgabe im Hotel-Postamt „Ghesireh Palace Hotel“ Kairo, gestempelt 20.III.1901
Übernahmestempel des verarbeitenden Postamtes Kairo IX vom 20.III.1901 sowie Ankunftstempel Vevey 28.III.1901 rückseitig.



Brief des Britischen High Commissioner in Ägypten von Kairo an den Direktor des Winter Palace-Hotels in Luxor.

Der High Commissioner war eine hochrangige Person welche oft auch das Amt des Stellvertreters eines Botschafters inne hatte. Dieses Amt wurde in Ägypten zwischen 1919 und 1925 durch Field Marshal Edmond Viscount Allenby wahrgenommen. Für vertiefende Informationen empfehle ich den Link http://en.wikipedia.org/wiki/Edmund_Allenby,_1st_Viscount_Allenby

In seiner Eigenschaft als High Commissioner genoss er Portofreiheit, was die Entwertung des Freistempels durch das Postamt Kairo am 26.II.1922 belegt.
Transitstempel des Postamtes Luxor vom 27.II.1922 sowie Ankunftstempel des Hotel-Postamtes „Luxor-Winter Palace“ vom 27.II.1922 auf der Rückseite.

Leider wurde dieser wirklich seltene Beleg durch den Vorbesitzer mit einem in Tinte angebrachten Hinweis „das ist sehr selten“ verunstaltet!
 
Heinz 7 Am: 07.04.2015 13:01:04 Gelesen: 94988# 41 @  
@ merkuria [#40]

Hallo Kollege,

das ist wirklich schade bzw. dusselig! Es gibt ja einige Briefe, die "Kommentare" tragen wegen der Briefmarken, die darauf kleben. Das ist bereits schade. Dass aber sogar ein Brief OHNE Marken so verunstaltet wird, habe ich noch nie gesehen! Immerhin wusste ja der Besitzer, dass die Portofreiheit "postgeschichtlich in Ordnung" und selten war. Warum er dann TROTZDEM und MIT TINTE das Poststück kommentiert, ist schlicht unbegreiflich.

Heinz
 
merkuria Am: 07.04.2015 13:15:12 Gelesen: 94982# 42 @  
@ Heinz 7 [#41]

Hallo Heinz,

ja es gibt nichts was es nicht gibt! Ich habe noch so ein Beispiel, wie ein wirkliches Spitzenstück mit derartigem Gekritzel beinträchtigt wurde. Es gehört zwar nicht zu diesem Tread, möchte es aber trotzdem zeigen:


 
Heinz 7 Am: 10.05.2015 22:09:56 Gelesen: 94688# 43 @  
@ merkuria [#42]

Hallo Kollege,

da krümmt man sich vor Bedauern ("Schmerzen" wollen wir es nicht nennen, aber es geht "in die Richtung").

Heinz
 
M. Rhein Am: 17.10.2015 18:43:05 Gelesen: 93288# 44 @  
Hallo Ägyptensammler,

ich habe gerade folgenden Beleg erworben. Der Stempel erschien mir sehr interessant, obwohl ich überhaupt nicht Ägypten sammele:
Heliopolis / Aerodrome vom 13.2.1910.

Eine kurze Internetsuche ergab, dass zu diesem Zeitpunkt in Heliopolis die erste Flugwoche auf afrikanischem Boden stattfand [1]:

Vielleicht interessiert sich jemand für die Entwicklung des Flugwesens in Afrika.



[1] http://www.thefirstairraces.net/meetings/he1002/events.php
 
Mondorff Am: 17.10.2015 21:06:39 Gelesen: 93266# 45 @  
@ Cantus [#38]

Hier ein Gegenstück zu dem gezeigten Brief - diesmal an den damaligen Präsidenten der F.I.P. Dr. Léon Pütz gerichtet.

Der R-Flugpostbrief mit Tagesstempel vom 6.5.76 erreichte Luxemburg am 11.5.1976.

Freundlichen Gruß
DiDi


 
fogerty Am: 17.10.2015 21:57:03 Gelesen: 93258# 46 @  


Brief von der US-Botschaft in Kairo an die Kurverwaltung in Meran. Kann leider nicht feststellen, aus welchem Jahr, da auch der Ankunftsstempel auf der Rückseite unleserlich ist! Könnte eventuell 1960 sein.
 
Saguarojo Am: 18.10.2015 09:39:12 Gelesen: 93230# 47 @  
Brief mit Werbeaufdruck vom 4.12.1948


 
Saguarojo Am: 18.10.2015 09:40:36 Gelesen: 93229# 48 @  
Brief vom 8.4.1993 und Einschreibebrief vom 24.6.1993



Viele Grüße
Joachim
 
DL8AAM Am: 19.10.2016 17:38:41 Gelesen: 87939# 49 @  


Dienstsache aus Ägypten nach Deutschland, Mischfrankatur mit ägyptischen und nachverwendeten UAR Dienstmarken "OFFICIAL". Absender ist der deutschsprachige Überseedienst des staatlichen ägyptischen Auslandsrundfunks ("RADIO CAIRO / GERMAN OVERSEAS PROGRAMME"). Stempeldatum "2012•78 11", ich tippe also auf den 20.12.1978. Da der Brief am mich selbst ging und das in den Zeitraum meiner frühen Jahre als kurzwellenhörenden 12-13jährigen Schülers passt, könnte das recht gut hinkommen. Ich hatte damals irrtümlich auf meiner hypermodernen Stereoanlage mal die Kurzwellentaste gedrückt und dann mit ein paar Metern Klingeldraht im Kinderzimmer Sender aus aller Welt gefunden. Das war dann über viele, viele Jahre weitaus spannender, als jede Hitparade vom NDR ;-) Und zum Glück hat mein Vater die Antwortumschläge (die auf meine Empfangsberichte reichlich eintrudelten) seinerzeit vor mir gerettet, nun habe ich vor ein paar Wochen diesen Schatz dort wieder gehoben. ;-)

Gruß
Thomas

Kann jemand den Hiroglyphentext im Umschlagrahmen übersetzen? Auf der Rückseite lese ich MISR, was auf Arabisch Ägypten heisst? Auf der Vorderseite könnte (...) NASUR (Nassar?) stehen?
 
Michael Mallien Am: 23.10.2016 21:59:46 Gelesen: 87813# 50 @  
Einschreiben aus dem Ausland / Rückseitiger Eingangsstempel vom 26. Juni 1995

Von Kairo nach Hamburg


 
fogerty Am: 23.10.2016 22:21:36 Gelesen: 87809# 51 @  
Brief von Kairo(laut Absender)nach Meran, Ankunftstempel 9.5.54 Bei der Briefmarke mit Überdruck links müßte es sich um König Faruk handeln. Kann mir jemand verraten, wie lange diese Briefmarken noch verwendet wurden?



Grüße
Ivo
 
Seku Am: 24.10.2016 21:18:10 Gelesen: 87782# 52 @  
Wer bitte kann erklären, wie eine badische Lokomotive auf diese Marke kam ?



Die Lok LÖWE war eine der ersten Lokomotiven der badischen Staatsbahn und hat mit Ägypten nichts am Hut !
 
Vernian Am: 29.10.2016 17:46:01 Gelesen: 87660# 53 @  
Kategorie "Echt gelaufen"

Postkarte aus Ägypten gestempelt am 13.5.1976 in Alexandria "Station Maritime" nach Deutschland:



LG

Vernian
 
bayern klassisch Am: 04.12.2016 08:21:09 Gelesen: 87065# 54 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen netten Auktionskauf, der es mir optisch und postgeschichtlich sehr angetan hat.







Ein Brief der Firma Sam(uel) Hirt & Co. aus Alexandria vom 26.11.1870 (Kriegszeit) für 20 Soldi an die Gebrüder Braendlein in Rapperswyl in der schönen Schweiz. Es gibt nur einen einzigen Stempel zu sehen - den Ankunftsstempel von Rapperswyl vom 3.12.1870 9 Uhr Abends, so dass der Brief genau eine Woche unterwegs war.

Kann mir jemand die Gebührenperiode und den Laufweg/Schiffsverbindung nennen?

Leider hat der Inhalt nichts mit dem Kriegsverlauf zwischen den deutschen Staaten und Frankreich zu tun, worauf ich gehofft hatte. Aber als "Symphonie in blau" (Marke, Briefpapier, Absenderstempel) gefällt er mir auch so. Schön auch zu sehen, dass man in Ägypten in deutscher Currentschrift schrieb, was so nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Marcel Am: 04.12.2016 23:03:02 Gelesen: 87014# 55 @  
@ bayern klassisch [#54]

Hallo,

der Postweg von Alexandria führte über den Seeweg nach Triest durch den österreichischen Lloyd und dauerte ca. 3 Tage. 1836 konnte der "Österreichische Lloyd Triest" eine Dampfschifffahrtsgesellschaft mit der Auflage gründen, die österreichischen Seehäfen mit der Levante zu verbinden. Die hatten seit 1845 den Rang einer Staatspostanstalt und beförderten die Levantepost [1]. Der weitere Weg von Triest ist nur Mutmaßung. 2] Über die entsprechenden Gebühren kann ich keine Aussage treffen. Leider kann ich dir nicht weiter helfen.

schöne Grüße
Marcel

[1] http://austria-forum.org/af/AEIOU/%C3%96sterreichischer_Lloyd
2] http://www.oberegger2.org/enzyklopaedie/e-hafen_triest.htm
 
wajdz Am: 29.12.2016 18:34:09 Gelesen: 86398# 56 @  
Für den ägyptischen Sammlerfrewund sind die europäischen Buchstaben mindestens genauso schwierig zu schreiben wie für uns arabische Schriften.



Mangels Katalog leider keine Zuordnung TSt vom 16.16.12.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 25.01.2017 00:43:33 Gelesen: 86031# 57 @  
@ Mondorff [#45]

Die gleichen Marken in etwas anderer Konstellation. Dank des Eingangsdatumtempels ist der Brief zeitlich einzuordnen, die Marken wurden 1973/74 herausgegeben. Der Dreierstreifen zeigt den Pharao Menkaure (griechisch Mykerinos), der sechste König (Pharao) der altägyptischen 4. Dynastie im Alten Reich. Er herrschte etwa von 2530 bis 2510 v. Chr.[3] Über seine Person und seine Regierungszeit existieren nur sehr wenige Zeugnisse. Bekannt ist er vor allem durch den Bau der dritten Pyramide von Gizeh.



Vorderseite



Rückseite

MfG Jürgen -wajdz-
 
volkimal Am: 25.01.2017 18:23:08 Gelesen: 85997# 58 @  
Hallo zusammen,

eine hübsche Buntfrankatur aus meiner Familiensammlung:





Onkel Hans war auf dem Weg zurück aus China nach Deutschland. Um etwas Abwechslung zu bekommen, sind viele Passagiere nicht mit dem Schiff durch den Suez-Kanal gefahren. Sie stiegen stattdessen in Suez aus und fuhren mit dem Auto oder dem Zug nach Kairo. So konnten sie z.B. das Ägyptische Museum oder die Pyramiden besichtigten. Von Kairo schickte er diesen Brief mit einer Buntfrankatur von 6 Marken der Ausgabe König Fuad an meinen Großvater und seine Schwester Dora. Nach diesem Abstecher ging er in Port Said wieder an Bord des Dampfers Scharnhorst. Die Ansichtskarte an meinen Vater hat er in den Brief eingelegt.

Vermutlich ist er überfrankiert. Kann jemand etwas zum Porto sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
wajdz Am: 26.01.2017 22:31:31 Gelesen: 85964# 59 @  
Auch hier ist die zeitliche Zuordnung durch den Eingangsdatumstempel möglich. Welche Bewandtnis es wohl mit dem Zahlenstempel .. 686 auf der Vorderseite auf sich hat?

Vorderseite



Rückseite



Seti I (oder Sethos I wie in Griechisch ) war ein Pharao des Neuen Reiches von Ägypten. Sohn von Ramses I. und Sitre und der Vater von Ramses II. Die Daten seiner Regierung werden für 1290 vor Christus bis 1279 vor Christus vermutet.

Seti I führte Feldzüge gegen das Hethiterreich, um Gebiete des ägyptischen Reichs in alter Größe zurück zu gewinnen, die in der Zeit des Echnaton verloren gegangen waren. Er hat ein eindrucksvolles Kriegsdenkmal hinterlassen, das ihn verherrlicht, zusammen mit einer Reihe von Texten, die dazu neigen, seine persönlichen Leistungen auf dem Schlachtfeld zu vergrößern.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Michael Mallien Am: 03.03.2017 14:12:49 Gelesen: 85432# 60 @  
Brief aus dem Jahr 1996 nach Apeldoorn, Holland zu 80 Piaster


 
Michael Mallien Am: 18.06.2017 13:36:45 Gelesen: 82403# 61 @  
Zugegeben nicht sehr schön aber doch interessant ist dieser Brief nach Mainz vom 26.4.1974 zu 140 Millimes:



Rückseitig noch ein Vermerk und die Adresse des Absenders:



Viele Grüße
Michael
 
Cantus Am: 18.06.2017 16:00:18 Gelesen: 82397# 62 @  
Von mir ein Brief, gelaufen am 24.2.1958 von Bab Elluq (auch Bab el-Louk oder Bab al-Luq), einer Ortschaft am Rand von Kairo gelegen, nach Dohna in Sachsen. Zur Frankatur dienten Mi. 404,413 sowie zwei Dienstnarken.



Viele Grüße
Ingo
 
GSFreak Am: 19.06.2017 01:24:09 Gelesen: 82377# 63 @  
Von mir ein interessanter Beleg aus 1907:

Briefumschlag frankiert mit Pärchen der Mi.-Nr. 38 (gestrichenes Papier) vom Oberrand und entwertet PORT-SAID am 23.11.1907. Adressiert ist der Beleg nach Hannover, wo er auch am 30.11.1907 ankam (Ankunftstempel HANNOVER 1 auf der Rückseite).

Handschriftlich notiert ist zudem auf der Rückseite: "nachs. nach Berlin Reichstag". Die neue Adresse wurde dann auch auf der Vorderseite notiert: Berlin NW7 und der Brief weist auch einen entsprechenden Ankunftstempel vom gleichen Tag auf. Ein konkreter Absender ist nicht angegeben. Der Briefumschlag stammt gemäß Eindruck von der Hamburgischen Reederei D.O.A.L. (Deutsche Ost-Afrika-Linie).

Der Adressat war der Mediziner, Kolonialpolitiker und (von 1907 bis 1912) Mitglied des Deutschen Reichstags Dr. (Heinrich Friedrich) Wilhelm Arning (geb. 20.12.1865 in Hannover, gestorben 11.11.1943 in Hannover), siehe Wikipedia.




Gruß und gute Nacht
Ulrich
 
Gerhard Am: 19.06.2017 10:39:09 Gelesen: 82360# 64 @  
@ Cantus [#62]

Hallo Ingo,

das ist ist ja eine interessante Frankatur. Hatte das "Amt" nicht ausreichend Dienstmarken zur Verfügung, sodass ergänzend Freimarken hinzu genommen wurden, oder hat da jemand Dienstmarken unerlaubt verwendet? Von wem stammt das Schreiben? Der Umschlag sieht ja von vorne so aus als könnte die arabische Schrift oben in der Mitte einen Hinweis auf den Absender geben, erschließt sich mir als Nichtarabischlesenden aber nicht. Auf jeden Fall ein schöner Beleg; - GW.

MphG
Gerhard
 
GSFreak Am: 19.06.2017 21:22:40 Gelesen: 82320# 65 @  
@ Gerhard [#64]

Hallo Gerhard,

ich habe hier auch einen Beleg mit Mischfrankatur Dienstmarken (Mi-Nr. 52, 56 und 58) und Freimarken (Mi-Nr. 401). In der Summe sind es ebenfalls 52 Milliemes wie beim Beleg von Cantus [#62]. Der Luftpost-Brief ging am 22.08.1957 nach Enschede in den Niederlanden. Leider kein Absender. Auf der Rückseite findet sich auch kein weiterer Stempel.

Der Text unter dem Datum auf dem Poststempel könnte "COMITE DU CAIRO REVOLUTION" oder ähnlich lauten. Leider teilweise etwas schwach abgeschlagen.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 19.06.2017 22:27:10 Gelesen: 82312# 66 @  
In der Freimarkenausgabe 1953 (Mi-Nr. 395 – 407) wurde der 10 Milliemes-Wert zunächst mit der Inschrift „DEFENCE“ (Mi-Nr. 399) gedruckt. Es gab eine Nachauflage mit der Inschrift „DEFENSE“ (Mi-Nr. 400), Schreibweise wie bei übrigen Marken mit diesem Bild (Mi-Nr. 401 - 403) in dieser Freimarkenausgabe . Beides bedeutet "VERTEIDIGUNG", das eine ist mehr die amerikanische, das andere die britische Schreibweise.

Ich kann beide Varianten auf Belegen zeigen:

Mischfrankatur 3x 399 und 1x 423 auf Luftpostbrief von Alexandria am 18.09.1953 nach Deutschland

Mehrfachfrankatur 6x 400 auf Luftpostbrief von Moascar/Suez am 15.01.1956 in die Schweiz





Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 20.06.2017 23:25:54 Gelesen: 82255# 67 @  
Hallo,

passend zu den heutigen Temperaturen habe ich noch einmal meine Ägypten-Belege durchgeschaut und einen R-Brief mit einigermaßen lesbaren Stempeln gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten will:

Luftpostbrief von der "Banque Belge et Internationale en Egypte" in Alexandria an die "Rheinisch-Westfälische Bank" in Köln mit folgenden Stempeln:

Abgangsstempel Alexandria vom 10.02.1951, 11:00 Uhr vormittags
Durchgangsstempel Cairo vom 10.02.1951, 04:00 - 05:00 Uhr nachmittags
Durchgangsstempel Aeroport Farouk vom 11.02.1951, 09:00 Uhr vormittags
Ankunftstempel Köln 1 vom 13.02.1951, 06:00 Uhr
Eingangsstempel der Bank -einzeilig rot - vom 13.02.1951
dazu noch ein ovaler Stempel in arabischer Schrift

Frankiert mit 1x Mi-Nr. 268, 2x Mi-Nr. 271 und 2x Mi-Nr. 319, insgesamt 69 Milliemes,
R-Zettel auf rotem Papier ohne Ortsname, Nummerator 7614



Gruß Ulrich (gut, dass ich mit meinem Rechner 1 m von der geöffneten Balkontüre entfernt sitze. Ab und zu kommt ein kühleres Lüftchen hinein ins Zimmer).
 
GSFreak Am: 27.06.2017 14:25:03 Gelesen: 81996# 68 @  
Hier zwei Luftpost R-Briefe aus Cairo nach Geilenkirchen mit gleicher Frankatur: Mi.-Nr. 180 und 200 (Vereinigte Arabische Republik = UAR).

23.01.1965 CAIRO R.D. B.D.; kein R-Zettel, nur handschriftlich R und 789 (als Nummerator)

01.03.1965 CAIRO R.D. SPECIAL (2); R-Zettel auf rotem Papier mit zweisprachiger Ortsangabe "LE CAIRE" und (gestempelter?) Nummerator 9787



Gruß Ulrich
 
Michael Mallien Am: 14.07.2017 10:16:03 Gelesen: 81467# 69 @  
Diese beiden Ansichtskarten geben Aufschluss über das Postkarten-Porto in die Schweiz in den 2000ern.

1. Karte nach Zürich vom 20.10.2001. Die Freimachung beträgt 125 Piaster.



2. Karte nach Mondon vom 10.6.2007. Die Freimachung beträgt 150 Piaster.



Die Marken zeigen Skulpturen des Pharao Tut-Ankh Amun. Die Marke zu 150 Piaster ist schon auf den Belegen in [#33] zu sehen.

Viele Grüße
Michael
 
Gerhard Am: 14.07.2017 10:22:59 Gelesen: 81466# 70 @  
@ Michael Mallien [#69]

Und auffällig, besonders bei der zweiten Karte, dass der Maschinenstempel, obwohl ellenlang, die Marke "vornehm" ausläßt. Ein trauriges aber häufiges Phänomen bei neuzeitlichen Ägyptenkarten.

MphG
Gerhard
 
Journalist Am: 16.07.2017 22:22:00 Gelesen: 81352# 71 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier einen Ersttagsbrief aus Ägypten zeigen aus dem Jahr 1959



Interessant ist der Ersttagsstempel selbst - oben ist er in arabisch, unten in englisch der Zusatz "First Day of Issue" - vielleicht steht das ja auch teilweise oben in arabisch da, aber das kann ich leider nicht lesen



viele Grüße Jürgen
 
Michael Mallien Am: 16.09.2017 15:24:55 Gelesen: 79077# 72 @  
In den Jahren 1953 bis 1958 bestand die Republik Ägypten. Aus dieser Zeit sind 57 Michelnummern verzeichnet (472-528).

Dieser Brief ging am 11.4.1957 von Kairo nach Beirut, Libanon. Die Sondermarke rechts ist die Ausgabe zur Nationalisierung des Suez-Kanals (MiNr. 495). Die Gesamtfrankatur beläuft sich auf 15 Millièmes.



Rückseitig ein Ankunftsstempel aus Beirut vom 13.4.1957.



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 21.09.2017 16:01:21 Gelesen: 78898# 73 @  
@ Gerhard [#70]

Auch auffällig ist, dass von 24 Ansichtskarten mit Adressen in vier verschiedenen Ländern (Anfang Dezember 2016 abgesandt) gerade 'mal 3 (in Worten drei) angekommen sind. Das ist (nach 10 Reisen an's Rote Meer) noch nie vorgekommen.

DiDi
 
Michael Mallien Am: 07.10.2017 11:16:28 Gelesen: 78449# 74 @  
Aus der selben Zeit, wie der in [#72] gezeigte Beleg stammt diese Ansichtskarte, die am 31.8.1954 von Kairo nach Bonnelles, Frankreich ging:



Die Marken zu 2 und 20 Millièmes stammen noch aus der Zeit vor der Ausrufung der Republik (MiNrn. 418 und 424).

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 17.11.2017 11:49:12 Gelesen: 77128# 75 @  
Dieser Brief von Ismailia nach Frankreich ist frei gemacht mit Marken aus 1944 und 1947 zu insgesamt 32 Millièmes.

Der Stempel irritierte mich zunächst. Aufgrund der Ausgabedaten der Marken schaute ich genauer und interpretiere ihn als 26.JA.50 7-8, also den 26.1.1950.



Mit Hilfe der Abbildungen in Beitrag [#4] interpretiere ich den Verschlussstreifen links als von der Zensur angebracht.




Viele Grüße
Michael
 
Manne Am: 09.01.2018 11:31:05 Gelesen: 74955# 76 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief aus Alexandria vom 17.10.1952 nach Rapperswil bei Zürich.

Durchlief er eventuell die Zensur ?

Gruß
Manne


 
Michael Mallien Am: 30.03.2018 12:15:54 Gelesen: 71337# 77 @  
@ Manne [#76]

Hallo Manne,

Deine Vermutung ist richtig, der Brief durchlief die Zensur. Der Verschlussstreifen ist der gleiche, wie bei dem Beleg in [#76].

Auch ich kann einen Beleg aus den 50er Jahren zeigen. Er ging am 25.11.1954 von Kairo nach Hamburg. Die Frankatur beträgt 52 Millièmes. Verwendet wurden die MiNrn. 475 und 407.

Vergleicht man die Frankaturen der letzten drei gezeigten Belege, so kann man alle zwei Jahre für Post nach Europa entweder eine Steigerung um 10 Millièmes feststellen oder es galten unterschiedliche Portostufen für die verschiedenen Länder:

[#75] 32 Millièmes (Januar 1950) - Frankreich
[#76] 42 Millièmes (Oktober 1952) - Schweiz
[#77] 52 Millièmes [November 1954) - Deutschland



Zum Versender, der Firma LEHNERT & LANDROCK findet sich in [1] interessante Informationen.

[1] http://www.orientfotograf.de/index.php
 
Michael Mallien Am: 16.04.2018 19:24:17 Gelesen: 70765# 78 @  
Heute kann ich einen Inlandsbrief zeigen. Er ging am 22.1.1926 von Alexandria nach Kairo und ist frei gemacht mit der MiNr. 86 zu 5 Millièmes.



Der vorderseitige Stempel zeigt die Inschrift ALEXANDRIA, während rückseitig ein anderer Stempel SIDI GABER angebracht ist.



Eine Suche in diesem Thema zeigte mir Stempel aus Alexandria, Sidi Gaber auch auf den Belegen in den Beiträgen [#37] und [#38].

Viele Grüße
Michael
 
iholymoses Am: 18.04.2018 20:58:26 Gelesen: 70643# 79 @  
Hallo,

hier ein schöner Beleg von 1892.

POSTES EGYPTIENNES - UNE PIASTRE
von Kairo (CAIRE - 28 IV 92) nach Berlin (Bestellt vom Postamte 35 - 7 / 5.92)
Das Postamt 35 war in Berlin Schöneberg, Potsdamer Straße 36.


 
Michael Mallien Am: 27.04.2018 17:02:16 Gelesen: 70237# 80 @  
Mit der Revolution von 2011 ist die politische Geschichte Ägyptens in ein neues Zeitalter getreten. Das Land befindet sich seitdem in einer Übergangsphase, eine gültige Verfassung besteht noch nicht.

Angesichts dieser Lage frage ich mich, ob wir seit 2011 auch philatelistisch von einem beendeten bzw. neuen Abschnitt in der Geschichte sprechen können?

Die Ansichtskarte ging am 2.6.2015 von Kairo nach Berlin. Das Porto betrug 4 ägyptische Pfund. LE steht für Livre Egyptienne, der französischen Bezeichnung der Währung.



Viele Grüße
Michael
 
GSFreak Am: 27.04.2018 22:24:50 Gelesen: 70214# 81 @  
Dieser Luftpostbrief von Alexandria nach Köln ist freigemacht mit Mi.-Nr. 275 und 319 (König Faruk) zu insgesamt 47 Millièmes. Abgangsstempel Alexandria vom 25.10.1951.

Eingangsstempel der Rheinisch Westfälischen Bank in Köln vom 30.10.1951. Links der Stempel "CONTROLE DES CHANGES" dürfte "Devisenkontrolle" bedeuten. Auf der Rückseite finden sich keine weiteren Stempel



1952 kam es zum Sturz von König Faruk. Sein Porträt auf den noch vorrätigen Briefmarken wurde mit drei Balken überdruckt. Auf dem folgenden Luftpostbrief von Kairo nach Mönchengladbach finden sich die gleichen, nunmehr überdruckten Briefmarken vom oben gezeigten Brief. Es sind die Mi.-Nrn. 423 und 426. Der Brief datiert vom 26.09.1953.



Gruß Ulrich
 
22028 Am: 15.07.2018 10:38:14 Gelesen: 65396# 82 @  
Habe wieder einen netten Einschreiben Brief aus Ägypten mit der Overland Mail (In Ägypten Motor Mail genannt) bekommen. Er ist von Faggala/Cairo (5. Mai 1926) über Baghdad (8 Mai 1926) nach Basrah (10 Mai 1926, Irak gelaufen, korrekt frankiert mit 45 M (15 M Porto, 15 M. Einschreiben, 15 M. Overland Mail Zuschlag).

Man beachte die kurze Laufzeit, heute ginge das nicht mehr in der Region!


 
Cantus Am: 15.07.2018 16:31:37 Gelesen: 65350# 83 @  
@ iholymoses [#79]

Hallo,

das ist ein Ganzsahenumschlag, aber kein frankiertes Poststück. Oder was glaubst du, wie hier der Absender die Frankatur auf den Umschlag draufbekommen hat?

Viele Grüße
Ingo
 
GSFreak Am: 15.07.2018 16:58:52 Gelesen: 65343# 84 @  
Hier eine Mehrfachfrankatur von 7 Marken der Mi.-Nr. 111 (Vereinigte Arabische Republik) auf einem Luftpostbrief aus Kairo nach Köln.

Der Eingangsstempel der Deutschen Bank in Köln datiert vom 30.12.1964.



Gruß Ulrich
 
Michael Mallien Am: 19.08.2018 11:37:21 Gelesen: 63960# 85 @  
Am 10.10.1997 ging dieser Brief von Giza nach Tegucigalpa, Honduras. Die reine Mehrfachfrankatur der MiNr. 1818 summiert sich auf 105 Piaster.

Giza ist mit 4,1 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Ägyptens und gehört zum Großraum Kairo. Bekannt ist die Stadt wegen der Pyramiden von Gizeh.

Der ägyptische Stempel ist schwach auf den Marken abgeschlagen. Viel auffälliger sind die Ankunftsstempel aus Honduras vom 30.10.1997 auf der Vorderseite und vom 29.10.1997 auf der Rückseite des Beleges.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 12.02.2019 21:43:52 Gelesen: 58464# 86 @  
Brief mit PAQUEBOT-Stempel aus Port Said nach Odense, Dänemark, frei gemacht mit 37 Millièmes.

Die verwendeten Marken erschienen im November 1944. Wer kann das Datum des Stempels 12DE 0.4. korrekt interpretieren? 12. Dezember ist wohl klar, aber handelt es sich um das Jahr 1944?



Viele Grüße
Michael
 
GSFreak Am: 03.03.2019 11:11:46 Gelesen: 57969# 87 @  
Hier ein R-Luftpostbrief von Kairo nach Hamburg, freigemacht mit insgesamt 105 Milliemes (Mi.-Nr. 47a, 3 x Mi.-Nr.51, Mi.-Nr. 99 der Vereinigten Arabischen Republik), entwertet am 28.06.1961 in Kairo. Auf der Rückseite findet sich noch ein ganz schwacher Stempelabschlag vom Flughafen in Kairo (29.06.).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 09.08.2019 14:40:19 Gelesen: 55277# 88 @  
Hier ein R-Luftpostbrief nach Wien, freigemacht mit insgesamt 115 Milliemes (Mi.-Nrn. 499, 501, 502 (3x), 504, 505, 506, 507 (2x), entwertet am 09.05.1957 in Alexandria. Auf der Rückseite findet sich noch ein Stempelabschlag vom Flughafen in Kairo (10.05.1957).



Gruß Ulrich
 
Cantus Am: 09.08.2019 20:24:58 Gelesen: 55262# 89 @  
@ GSFreak [#88]

Hallo Ulrich,

so sehen Briefe aus, wenn der Absender dem sammelnden Empfänger eine Freude machen möchte. Trotzdem ein sehenswerter Umschlag.

Viele Grüße
Ingo
 
BeNeLuxFux Am: 09.08.2019 23:12:35 Gelesen: 55246# 90 @  
Hallo,

hier noch ein Einschreiben vom 25. November 1931 von Port Said nach Limoges.

Grüße,
Stefan


 
GSFreak Am: 10.08.2019 11:42:53 Gelesen: 55197# 91 @  
@ Michael Mallien [#75]
@ Manne [#76]

Ich kann hier auch noch einen Zensurbrief zeigen (dieser aus 1951), freigemacht mit insgesamt 47 Milliemes (Mi.-Nr. 269 und 274 (3 x)), entwertet mit einem Maschinenstempel ALEXANDRIA am 26.10.1951 (frz. und engl. Text "Besucht Ägypten ...") - daher die untere Marke nicht getroffen - , Eingangsstempel der Bank in Köln vom 30.10.1951 (roter Einzeiler). Bei der Bank war es üblich, dass die Umschläge auf 3 Seiten geöffnet und aufgefaltet wurden.



Gruß Ulrich
 
Seku Am: 23.11.2019 22:41:04 Gelesen: 52943# 92 @  
Ganz aktuell kam dieser Umschlag ins Haus. Interessant die ergänzende Frankatur auf der Rückseite. Abgesandt in Kafr asch-Schaich - ein unleserlicher Stempel für alle:


 
Martin de Matin Am: 26.11.2019 21:47:41 Gelesen: 52815# 93 @  
Eine Mischfrankatur von Marken aus dem Jahr 1961 und 1964 nach dem heutigen Leverkusen. Aus dem Stempel kann ich kein Entwertungsdatum (1964 ?) erkennen. Vielleicht kann mir jemand etwas über den Zweck des unteren Stempels mit den arabischen Schriftzeichen sagen.



Gruss
Martin
 
volkimal Am: 03.12.2019 11:24:10 Gelesen: 52692# 94 @  
Hallo zusammen,

beim Gildetreffen gestern abend in Soest bekam ich von Hans-Peter Lawatsch diesen Brief mit einem sehr klaren Stempel für meine Kalendersammlung:





Der obere und untere Stempeltext stimmen überein. Dort steht übersetzt "Postagentur des Landwirtschaftsministeriums Gizeh".

Der Stempel ist vom ٦٦-١-٢٩ = 66-1-29 = 29.01.1966 AD. Es ist also das Datum nach unserem Kalender angegeben.

Ungewöhnlich finde ich, dass die Texte oben und unten sehr klar mit dünnen Linien sind. Das Datum dagegen sieht stark abgenutzt aus. Vielleicht hat man eine alte Datumswalze in einen neuen Stempel eingesetzt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.02.2020 12:08:04 Gelesen: 50884# 95 @  
Hallo zusammen,

vom Beginn einer großen 2 - 3 Monate dauernden Afrikareise eine Ansichtskarte mit den Pyramiden von Gizeh aus dem Jahr 1959:





Die Bedeutung der Abkürzung "T.D." ist mir nicht klar. Wer weiß, was es bedeutet? Der Stempel unten rechts ist ein Zensurstempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Richard Am: 23.02.2020 18:14:04 Gelesen: 50858# 96 @  
@ Michael Mallien [#86]
@ Martin de Matin [#93]
@ volkimal [#95]
@ alle Beitragschreiber

Mir fällt auf, dass in Länderthemen wie diesem zu viele Fragen nicht beantwortet werden.

Ich empfehle, wenn möglich, solche Fragen in den speziellen Themen zu Stempeln oder Schriften (Entzifferung) einzustellen, abhängig vom Einzelfall.

Die Mitglieder und Neuleser, die nicht wissen, was Fragezeichen und Zahlen zu Beginn einer Überschriftenzeile bedeuten, sollen nicht unwissend bleiben:

- Das Fragezeichen bedeutet, dass im Thema noch mindestens eine Frage offensteht
- die Nummer zeigt den Beitrag an, in dem diese Frage zu finden ist.

Ja, alle werden gebeten, die Beiträge mit offenen Fragen durchzusehen und nützliche Antworten zu geben. In Schrift- und ggf. Bildform und nicht nur als Links auf irgendwelche Seiten, wo sie "morgen" schon nicht mehr zu finden sind. Hier im Forum sollen die Beiträge für sehr viele Jahre nachlesbar sein.

Und Nein, beantwortete Beiträge müssen nicht gemeldet werden, diese finden wir in der Redaktion selbst.

Schöne Grüsse, Richard
 
Wesi Am: 23.02.2020 21:33:33 Gelesen: 50833# 97 @  
@ volkimal [#95]

Hallo Volkmar,

ich vermute eher, dass das im Stempel T.O.= Telegraph Office (Telegrafenamt) steht. Warum er aber auf der Postkarte abgeschlagen wurde kann ich nicht sagen.

Grüße
Moritz
 
Heinrich3 Am: 24.02.2020 10:38:26 Gelesen: 50808# 98 @  
@ volkimal [#95]
@ Wesi [#97]

Hallo,

wenn ich mir die Stempel auf der Karte ansehe, fällt mir im Teilstempel auf der Marke links oben auf, daß dort doch klar T.D. steht.

Damit ist weiteren Vermutungen die Tür geöffnet, bedauere ich.

Heinrich
 
olli0816 Am: 27.03.2020 20:17:50 Gelesen: 50186# 99 @  
Hallo zusammen,

nach langer Forum-Abstinenz möchte ich heute zwei Briefe aus Ägypten zeigen. Der erste ist aus Alexandria von "Photo la lune" an den Herrn Wachtl in Wien gesendet worden. Vielleicht waren es aufgenommene Urlaubsfotos, die ihm nachgesandt wurden. Frankiert war der Brief mit 15 Millimes (Michel 48 und 49) und zwei sehr schönen Stempeln aus Alexandria vom 16.2.1922 2.30 Uhr wahrscheinlich Nachmittags - leider kann man das nicht genau erkennen. Ankunftsstempel ist keiner vorhanden.



Der zweite Brief wurde von einem Herrn Dr. Med. Zahlberg aus Cairo vom Grand Hotel Luna Park (sehr viel Mond heute dabei) :) an den Herrn Direktor der Signet AG gesendet. Über die AG habe ich auf die schnelle leider nichts finden können, mit Sicherheit gibt es die Gesellschaft schon lange nicht mehr oder wurde gekauft, wie es das Schicksal der meisten AGs irgendwann ist. Dieser Brief wurde von Kairo (man kann es schwach am Stempel erkennen) nach Wien gesendet, ist ebenso mit 15 Millimes frankiert (3* Michel 86) und wurde am 3.12.1924 versendet. Auch hier kein Ankunftsstempel.



Beides weitab, irgendwie wertvoll zu sein, aber sehr nett anzuschauen.

Grüße Oliver
 
10Parale Am: 07.04.2020 19:06:28 Gelesen: 50007# 100 @  
@ olli0816 [#99]

Ich denke es heißt 2:30 P.M. bei dem Beleg aus Alexandria.

Mein Brief dokumentiert Geschäftsbeziehungen der Firma Hess & Co. in Alexandrien (Alexandria) mit der Firma A.W.FABER "Castell" Bleistiftfabrik A.G. in Stein bei Nürnberg. Abgeschlagen wie bei [#136] (Cantus) mit einer Freimarke aus der Serie "Flugzeug über den Pyramiden von Gizeh".

Einen Ankunftsstempel gibt es hier auch nicht.

Liebe Grüße

10Parale


 
Franz88 Am: 11.04.2020 20:50:56 Gelesen: 49892# 101 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Luftpostbrief von Kairo nach Zagreb (Jugoslawien).

Der Brief wurde am 14.8.1960 in Kairo aufgegeben und kam am 18.8. in Zagreb an.
Auf der Vorderseite ein Stempel mit einem Halbmond.

Liebe Grüße
Franz


 
BeNeLuxFux Am: 14.09.2020 14:36:45 Gelesen: 46997# 102 @  
Brief, geschrieben auf See am 15.02.1959 und aufgegeben am 19.02.1959 von Port Said nach Berlin. Absender war ein Matrose der M.S. Frauenfels, der einem befreundeten Matrosen schrieb. Der Inhalt des Briefes gibt allerhand Aufschluss über das Leben an Bord eines Schiffes. So wird erzählt, dass sich die ganze Decksbesatzung einen Tag nach Rotterdam hat eine Glatze schneiden lassen. Auch fragt der Absender, ob der Adressat ihm nicht eine Brieffreundin besorgen kann und dass er sich in Bombay tätowieren lassen will.

Bei der Suche nach weiteren Informationen zu dem Schiff, bin ich auf eine tolle Seite eines ehemaligen Matrosen der M.S. Frauenfels gestoßen. [1] Hier findet man tolle Fotos und Erzählungen über den Alltag auf dem Schiff und auch die Anekdote mit dem Haare schneiden in Rotterdam wurde auf Foto festgehalten. So dürfte der Absender des Briefes auch auf dem Foto zu sehen sein.

Grüße, Stefan



[1] http://www.erinnerungen-hdb.de/08-mit-der-ms-frauenfels-nach-indien/
 
Michael Mallien Am: 07.10.2020 17:58:19 Gelesen: 46459# 103 @  
Datapostsendung vom 16.9.1987 aus Kairo nach Bonn. Die Freimachung betrug 15,- Pfund für diesen besonderen Dienst eines Briefes von 40 Gramm.



Viele Grüße
Michael
 
Cantus Am: 08.10.2020 01:59:57 Gelesen: 46431# 104 @  
@ BeNeLuxFux [#102]

Hallo Stefan,

das ist ein außerordentlich interessanter Link, den du da angeboten hast, beim Lesen verliert man sich in der Zeit. So eine spannende Geschichte kann ich nicht bieten, habe aber eine Beleg aufgetrieben, wie er hier im Thema wohl auch selten gezeigt wird. Es ist ein R-Brief vom 9.10.2008, den die NATIONAL BANK OF EGYPT mit Absenderfreistempel von Kairo aus vermutlich nach Montreal geschickt hat; viele meiner Bankbriefe stammen aus derselben Quelle und das ist eine Bank in Montreal. Auf der Rückseite des Umschlages findet sich ein Stempel der Bank als Absender, für mich aber nicht entzifferbar.





Viele Grüße
Ingo
 
fogerty Am: 29.11.2020 19:40:24 Gelesen: 44730# 105 @  
Dieser Brief ging am 7.7.1998 von Heliopolis, einem Stadtteil von Kairo, nach Verona. Eigentlich ein unbedeutender und nicht gut erhaltener Beleg. Das Interessante daran (für mich) ist die Anschrift "Hergestellt und abgefüllt von Zuegg". Zuegg in der Herstellung von Konfitüren in Italien marktführend,da hatte der Absender wahrscheinlich ein Marmeladeglas in der Hand, der deutschen Sprache nicht mächtig, und so....! Unklar für mich nur die fehlende Frankatur, weder Briefmarke noch Absenderfreistempel. Vielleicht weiß jemand dazu mehr.



Grüße
Ivo
 
DL8AAM Am: 30.11.2020 02:16:22 Gelesen: 44709# 106 @  
@ Cantus [#104]

vermutlich nach Montreal geschickt hat

Ingo,

ich würde ich eher vermuten, dass die Sendung nach Deutschland ging, siehe das Einschreibelabel der Deutschen Post. Bis vor einiger Zeit hat die DPAG ja bei Einschreibesendungen aus dem Ausland zusätzlich eigene Einschreibelabels verklebt, da sie nicht in der Lage war, die Sendungsnummern (trotz Barcodes im UPU-Standarddormat) korrekt zu verarbeiten.

Beste Grüße
Thomas
 
asmodeus Am: 30.11.2020 16:10:46 Gelesen: 44666# 107 @  
Ich habe diese beiden Briefe, die jeweils nach Griechenland verschickt wurden. Diverse Zensurstempel(?).

Wer mir mehr dazu erklären kann, bin ich sehr dankbar!




 
Briefuhu Am: 13.03.2021 19:40:54 Gelesen: 41205# 108 @  
Leider kann ich bei diesen seitlich geöffneten R-Brief nur die ägptische Marke erkennen. Stempel ist für mich nicht lesbar vielleicht 1969 oder 1986 ?



Schönes WE
Sepp
 
mausbach1 (RIP) Am: 21.04.2021 09:54:14 Gelesen: 39698# 109 @  
Absenderfreistempel Cairo



AFS vom 22.II.72 / 235 (Ägyptisches Pfund - EGP)

Text, Abbildung?

Glückauf!
Claus
 
Dorianus Am: 08.08.2021 19:21:40 Gelesen: 35435# 110 @  
hier ein eingeschriebener Brief ab Suez/Ägypten nach Jerusalem/Palästina



Leider ist der Umschlag oben links arg in Mitleidenschaft gezogen. Da der Umschlag innen mit Kunststofffasern beschichtet ist, war er wohl schwer zu öffnen.

Aufgabestempel "SUEZ / R / 3 - III 14 / 11 AM" R-Stempel SUEZ mit handschriftlicher Nr.
Durchgangsstempel rückseitig: "PORT SAID 3 - III 14 / 3:30 PM" ungebrochenes Siegel
Ankunftstempel achteckig "Jerusalem 9 / -5 -3 -14
Frankatur: 26 Mill. (20 Mill. + 2 x 3 Mill.) MiNr. 50a und 41a
Adressat: Herr Herbert Kaltenbach, Assistenzarzt am Deutschen Johanniter-Hospital in Jerusalem
 
volkimal Am: 08.08.2021 20:50:20 Gelesen: 35419# 111 @  
@ Dorianus [#110]

Hallo Dorianus,

noch eine kleine Ergänzung zum Stempel aus Jerusalem. Rechts steht in arabische-indischen Ziffern das Datum nach dem Rumi-Kalender [1]. Der Rumi-Kalender galt im osmanischen Reich, zu dem auch Jerusalem gehörte.



٢٠-١٢-٢٩ = 29-12-20 = 20.12.1329 Rumi = 05.03.1914 AD

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=153325#M103
 
Dorianus Am: 08.08.2021 21:28:07 Gelesen: 35413# 112 @  
@ volkimal [#111]

Danke für den interessanten Hinweis.

hier habe ich gleich noch einen hübschen Brief:

Ab Kairo nach Rom - nachgesandt nach Palermo.



gerichtet an Madame Hofrichter, Albergo (Gasthaus) Palma in Rom/Italien (poste restante/postlagernd) - kein Absender - nachgesandt nach Palermo auf Sizilien
Aufgabestempel CAIRE / 8 III 99, rückseitige Eingangsstempel ROMA / Centro / 13 3-99 und PALERMO 15 3-99
vorderseitig in rot Nachporto (wahrscheinlich 28 Centesimi)
Frankatur zu 1 Piaster (MiNr. 34)
 
Dorianus Am: 09.08.2021 13:45:00 Gelesen: 35378# 113 @  
Bin gerade am "aufräumen" und habe noch einen interessanten Geschäftsbrief gefunden:



Absendeort ist Kairo, der zentrale Stadtteil "Mit Aqba" (Mit Akaba). R-Stempel vom 24.7.85.

Adressiert nach Gräfelfing/Deutschland mit selbstklebendem, deutschem R-Aufkleber "Einschreiben aus dem Ausland".

Frankiert mit 40 Piaster aus 2 x 5 Piaster (MiNr. 974) und 2 x 15 Piaster (MiNr. 979Y).

Mit dem handschriftlichen Vermerk unter dem R-Zettel kann ich nichts anfangen.
 
Dorianus Am: 09.08.2021 15:12:10 Gelesen: 35370# 114 @  
Jetzt bin ich gerade im Fluß. :-)

Hier eine Paketkarte aus Ägypten. Ein Gebiet, bei dem ich mich nicht so recht auskenne. Ich will mal beschreiben, was ich heraus gefunden habe:

Aufgabeseite

- aufgegeben am 14.DE 47 in Alexandria
- Stempel "ALEXANDRIA (1) PARCELS DESPATCHED"
- frei gemacht mit 120 Mill. aus 100 Mill. König Faruk (MiNr. 256) und 20 Mill. König Faruk (MiNr. 276)
- dazu zwei Gebührenmarken zu je 5 Mill., deren Verwendung ich nicht kenne - ebenfalls mit dem obigen Stempel entwertet (Paketmarken habe ich Michel nicht gefunden)
- adressiert an Monsieur Ch. Sarigannis, Rue Acca No. 7, Port Said
- etwa mittig eine rote Markierung (Buchstabe/Zahl?)



Ankunft-/Abholseite

- Ankunftstempel "PORT SAID R 15.DE 47" (ein Einschreibstempel?)
- weiterer Stempel "PORT SAID (P.) 18 DE 47" (Ausgabestempel?)
- frei gemacht mit 40 Mill. König Faruk (MiNr. 254) (Zustellgebühr?)
- weitere 4 Gebührenmarken zu je 1 Mill., ebenfalls mit dem Stempel vom 18. Dez. entwertet
- an den Rändern sind noch Reste von Nummernzetteln zu sehen - wahrscheinlich, damit das Paket im Regal gefunden wird



Vielleicht kann jemand mehr dazu sagen.
 
Dorianus Am: 15.08.2021 10:46:45 Gelesen: 34959# 115 @  
ich hätte zwei Fragen zu nachfolgendem Beleg:



Luftpostbrief von Kairo/Ägypten nach Fellbach/Deutschland
Aufgabestempel: Maschinenstempel mit Werbefahne / CAIRO T.D. 24.12.65
Frankatur: 80 Mill. Airmail (MiNr. 708)

1. kennt jemand die Bedeutung des Stempels/Ornaments rechts neben der Adresse?

2. kann mir jemand den Text in der Werbefahne übersetzen?



Ich sag schon mal Danke und schönen Sonntag.
 
Wesi Am: 16.08.2021 17:36:47 Gelesen: 34897# 116 @  
Hallo Dorianus,

der Runde Stempel ist ein Zensurstempel, während der Nasser Zeit auf sämtlichen Briefen/Postkarten in dutzenden Varianten abgeschlagen wurde.

Siehe bei Martin de Matin [#93] etc.

Im Entwerter des Maschinenstempel steht "23. Dezember Siegestag", wobei ich das Datum nicht zuordnen kann und nichts dazu finde - eventuell irgendein Datum des Abzugs der Briten oder einer Schlacht.

Außerdem hat der Bandstempel zwei Entwerter, wobei der andere hier nicht lesbar ist.

Grüße,
Moritz
 
Dorianus Am: 19.08.2021 11:45:03 Gelesen: 34681# 117 @  
Danke Moritz,

das hilft mir sehr weiter.

Am 23. Dezember 1956 endete mit dem Abzug der britischen und französischen Truppen die Suezkrise. [1]

[1] http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/236384/31-10-1956-suezkrise
 
Dorianus Am: 19.08.2021 11:48:30 Gelesen: 34680# 118 @  
Es gab dazu sogar eine Markenausgabe:

MiNr. 646 - 1961, 23. Dez. Tag des Sieges


 
Dorianus Am: 28.08.2021 10:23:49 Gelesen: 34382# 119 @  
Ganzsachenumschlag zu 5 Mill. mit Zusatzfrankatur 5 Mill (MiNr. 38)
Aufgabestempel: PORT SAID / 17 II 98
rückseitig Paquebot LA REUNION A MARSEILLE L.V. No.4 / 18. FEVR 98 und Ankunftstempel ERLANGEN 1 / 25 2 98

adressiert an die Gattin von Professor Walter Hermann von Heineke in Erlangen - oben auf der Rückseite des Umschlages der handschriftliche Vermerk des Absenders "Nicht öffnen"

Von Heineken war Geheimer Medizinalrat, stand als Generalarzt mit dem Rang als Generalmajor à la suite des Sanitätskorps der Bayerischen Armee und wurde 1892 durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Verdienstordens der Bayerischen Krone in den persönlichen Adelsstand erhoben. Er verstarb 1901 in Erlangen. Im 19. Jahrhundert war es noch üblich, das die Gattin den Titel des Ehemannes "erbte" und damit angesprochen wurde.


 
Dorianus Am: 28.08.2021 11:09:33 Gelesen: 34374# 120 @  
Ganzsachenumschlag zu 5 Mill. mit Zusatzfrankatur 5 Mill. aus 2 Mill (MiNr. 37) und 3 x 1 Mill. (MiNr. 36)

Aufgabestempel: CAIRO / POST OFFICE SHEPHEARDS HOTEL / 1 II 99

An Hand des kleineren Formates und der dunklen Färbung handelt es sich wahrscheinlich um eine Privatganzsache, die das Hotel für seine Gäste auflegte.
Adressiert an Frau Dr. Schmidtlein, Tauenzienstraße 9, Berlin (Charlottenburg)
rückseitig Ausgabestempel "Bestellt vom Postamte 50 / 8 2 99" -


 
Dorianus Am: 29.08.2021 10:19:36 Gelesen: 34336# 121 @  
Eingeschriebener Geschäftsbrief per Luftpost von Cairo/Ägypten nach Langenau (Emmental)/Schweiz

Aufgabestempel: CAIRO R.D. / 12 -2 53 und Stempel AIR MAIL
links von Zensurstelle geöffnet und mit Hinweiszettel wieder verschlossen, div. Zensurstempel vor- und rückseitig
rückseitig Abgangstempel AEROPORTE CAIRE / 15 FE 53 und Ankunftstempel LANGNAU (EMMENTAL) / III / 16.II.53

Frankatur 140 Mill. aus 100 Mill. Luftpost und 40 Mill. Luftpost (MiNr. 385 u. 313)


 
Michael Mallien Am: 29.08.2021 10:58:37 Gelesen: 34326# 122 @  
Ein besonderes "Poststück" kam bei "Bares für Rares" unter den Hammer, nämlich eine Postkarte, die Karl May am 16.5.1899 auf seiner ersten Auslandsreise aus Ägypten an Prinz Adalbert von Bayern geschrieben hatte. Sie erreichte München am 24.5.1899.



Auf YouTube kann die schöne Geschichte angeschaut werden [1].

Viele Grüße und einen schönen Sonntag wünscht
Michael

[1] https://www.youtube.com/watch?v=5MBpAaFBPU8
 
Dorianus Am: 29.08.2021 15:36:38 Gelesen: 34272# 123 @  
Danke für den Tipp - mit dem Zuschlag hätte ich nicht gerechnet.

Schöne Werbung für unser Steckenpferd.
 
Briefuhu Am: 30.08.2021 10:12:23 Gelesen: 34212# 124 @  
Hier wieder ein etwas modernerer Luftpostbrief Express vom 17.08.1985 nach Berlin. Am 23.08.1985 in Frankfurt und am 24.08.1985 in Berlin an. Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk "Empf. auf Klingeln nicht geöffnet, Haus verschlossen" Stempel Nachsendung nicht beantragt, weitere Stempel Berlin 47, 1985 VII 24, 08:20, Aufkleber rote Hand, heisst vermutlich zurück, aber an wem ?



Schönen Gruß
Sepp
 
Cantus Am: 12.09.2021 03:28:35 Gelesen: 33754# 125 @  
@ Dorianus [#120]

Hallo Donanus,

du zeigst so schöne Briefe, warum störst du das Thema nun mit fehlgeleiteten Beiträgen über Ganzsachen? Für die von dir gezeigte Umschläge und Faltbriefe gibt es schon längst ein passendes Thema, das du unter "Ägypten Ganzsachen - Umschläge und Faltbriefe [1] findest. Deine Ganzsachen-Beiträge wären da eine wertvolle Ergänzung, hier dagegen gehen sie in der Masse der Beiträge unter.

Noch ein Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, wo der richtige Ort für deinen geplanten Beitrag ist, dann klicke auf der Startseite links oben auf "Philaseiten A bis Z". Am Beispiel Ägypten wäre dann in der unteren Reihe das "A" anzuklicken und im nächsten Fenster das Wort "Ägypten". Dort siehst du alle Themen, die bisher zum Thema Ägypten gegründet wurden.

Viele Grüße
Ingo

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=13809&CP=0&F=454
 
Briefuhu Am: 08.10.2021 12:18:21 Gelesen: 33109# 126 @  
Hier ein bunt frankierter R-Brief vom 09.10.1951 von Alexandria nach Bremen, dort Ankunft am 12.10.1951. Es dürfte sich um einen Geschäftsbrief handeln. Mir gefällt der rote Einschreibzettel, der weiße Einschreibzettel in arabisch, der rote Stempel Written in ENGLISH. das Siegel auf der Rückseite und der blaue Stempel BY AIR MAIL PAR AVION By B.O.A.C., wobei das letztere die britische Fluggesellschaft war.



Schöne Grüße
Sepp
 
zonen-andy Am: 14.10.2021 16:57:47 Gelesen: 32808# 127 @  
Hallo,

hier ein Brief von einer Zigarettenfabrik aus Kairo nach Klingenthal (Sachsen).



Grüße
Andreas
 
GSFreak Am: 24.11.2021 22:10:29 Gelesen: 31518# 128 @  
Hallo zusammen,

hier ein Luftpostbrief vom 12.11.1962 aus Kairo nach Hannover. Freigemacht mit Mi.-Nr. 128 und 158 (Gesamtporto 60 Millemes), UAR-Zeit. Abgestempelt im Kairoer Postamt "MOHAMED FARID".



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 29.11.2021 21:07:52 Gelesen: 31324# 129 @  
Hallo zusammen,

aus der vorhergehenden Korrespondenz ein weiterer Luftpostbrief. Freigemacht mit Mi.-Nr. 259 (Gesamtporto 80 Millemes), UAR-Zeit. Abgestempelt im Kairoer Postamt "MOHAMED FARID" am 10.06.1965. Keine weiteren Stempel auf der Rückseite.



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 30.11.2021 12:22:46 Gelesen: 31249# 130 @  
Hallo zusammen,

noch ein Beleg aus dieser Korrespondenz:

Luftpostbrief. Freigemacht mit Mi.-Nr. 56 (60 Millemes), UAR-Zeit. Entwertet mit Bandstempel (horizontal und vertikal) aus Kairo vom 04.04.1962. Keine weiteren Stempel auf der Rückseite.



Beste Grüße
Ulrich
 
Manne Am: 02.12.2021 10:20:14 Gelesen: 31133# 131 @  
Hallo,

aus Ägypten kommt meine Zwei geflogen.

Gruß
Manne



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Philaseiten Adventskalender"]
 
hubtheissen Am: 16.07.2022 19:31:54 Gelesen: 22238# 132 @  
Hallo,

ein Luftpost-Einschreiben von Cairo nach Stuttgart vom 24.06.1963, frankiert mit 2 x Mi. 62 aus der UAR-Zeit.



Gruß

Hubert

[UAR = Die von 1958 bis 1961 bestehende Vereinigte Arabische Republik war ein Zusammenschluss der arabischen Staaten Ägypten und Syrien. Die Union wurde am 1. Februar 1958 begründet. Ihr schloss sich am 8. März 1958 das Königreich Jemen in loser Konföderation an, diese firmierte unter dem Namen Vereinigte Arabische Staaten. / Die Redaktion]
 
Briefuhu Am: 20.10.2022 13:44:19 Gelesen: 19228# 133 @  
Mit 50 M bunt frankierter R-Brief vom 07.03.1927 von Kairo nach Berlin dort am 15.03.1927 beschädigt angekommen und verschlossen.



Schönen Gruß
Sepp
 
GSFreak Am: 29.12.2022 23:01:31 Gelesen: 16396# 134 @  
Hallo zusammen,

hier ein mit vier Marken (Mi.-Nrn. 254, 269, 273 und 307) zu insgesamt 57 Milliemes frankierter Brief von Alexandria nach Berlin (Amerikanischer Sektor). Sehr sauber abgeschlagene Abgangsstempel ALEXANDRIA vom 08.10.1947, Ankunftstempel BERLIN NW7 vom 13.10.1947. Amerikanischer Band-Zensurstempel.



Beste Grüße
Ulrich
 
Cantus Am: 30.12.2022 00:46:19 Gelesen: 16389# 135 @  
Da schließe ich mich gerne mit einem Brief vom 14.4.1939 an, gelaufen per Luftpost von Cairo nach Neugersdorf in Sachsen. Als Frankatur diente ein Sechserblock der Mi. 227. Die Marken wurden mit zwei sauberen Stempeln von "Cairo / D.4" entwertet.



Viele Grüße
Ingo
 
wajdz Am: 10.03.2023 18:47:49 Gelesen: 13797# 136 @  
Brief Ägypten, Alexandria nach Deutschland, Berlin

Frankierung gemischt aus der ägyptischen Dauerserie 2002, dabei ein Viererblock



MSt vom 16.12.12

Pyramide des Snefru · Ägypten MiNr 2087a (1 Le), 30.06.2002

Snofru war der Gründerpharao der Vierten Dynastie Ägyptens während des Alten Reiches, nach unterschiedlichen Angaben etwa von 2613 bis 2589 v.u.Zr. Er baute mindestens drei bis heute erhaltene Pyramiden und führte dabei bedeutende Neuerungen in der Konstruktion ein.

Statue des Pharaoh Seostris III · Ägypten MiNr 2084 (25PT), 30.06.2002
Sesostris III. baute bei Dahschur eine Pyramide in mehreren Bauphasen komplett aus Lehmziegeln, ohne die bei seinen Vorgängern üblichen Steinrippen.

MfG Jürgen -wajdz-

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Viererblocks"]
 
Jürgen Zalaszewski Am: 11.03.2023 16:16:34 Gelesen: 13764# 137 @  
Hallo zusammen,

da kann ich auch etwas zeigen obwohl ich nur sehe, dass der Brief von einem Absender aus Alexandria nach, ja wo ging er wohl hin, aufgegeben wurde. Die Luftpostmarke ist sicherlich nicht so häufig, das Bestimmen des Stempeldatums fällt mir auch schwer. Vielleicht kann jemand helfen. Danke.



Viele Grüße
Jürgen
 
Cantus Am: 12.03.2023 01:37:07 Gelesen: 13747# 138 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#137]

Hallo,

wenn ich das richtig lese, lautet das Datum des Poststempels 8.August 1928, arabisch kann ich aber auch nicht.

Ich schließe mich mit einen Brief mit bunter Frankatur mit insgesamt 35 Mill. an, der am 2.7.1956 Kairo mit Ziel Neugersdorf verließ. Aus dieser Korrespondenz sind reichlich Belege erhalten geblieben.



Viele Grüße
Ingo