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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 723 Beiträge:
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volkimal Am: 06.12.2014 07:06:13 Gelesen: 233877# 199 @  
@ jahlert [#198]

Hallo Jürgen,

ja, so wird es am deutlichsten, was Du sammelst. Hier ein Pärchen von mir:



Viele Grüße
Volkmar
 
jahlert Am: 07.12.2014 01:08:00 Gelesen: 233817# 200 @  
@ volkimal [#199]

Wilhelm Hauff hat es geahnt (wenn ich mich richtig erinnere):



Eine große Räuberbande sollte dort ihr Wesen treiben, viele Postgebietsleitzahlen waren in den 60ern aptiert worden. ;-)
 
volkimal Am: 26.12.2014 19:48:03 Gelesen: 233015# 201 @  
Hallo zusammen,

heute eine Ortspostkarte aus München:



Der Text "Hauptstadt der Bewegung" wurde aptiert (entfernt). Ich kenne diesen Stempel bisher nur als aptierten Stempel. Vermutlich ist er aber ohne Aptierung schon im Deutschen Reich verwendet worden. Kann jemand den Originalstempel ohne Aptierung zeigen?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 03.01.2015 20:14:28 Gelesen: 232662# 202 @  
Hallo zusammen,

ich habe noch einen weiteren aptierten Wertrahmen Adler mit Hakenkreuz gefunden:



Auch dieser Stempel wurde gleich zweimal aptiert ist. Zum einen wurden das Bild und der Text des Wertrahmens bis auf die Wertziffer komplett entfernt, zum anderen wurde die Postgebietsleitzahl nachträglich eingefügt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Redfranko Am: 16.01.2015 12:38:43 Gelesen: 232161# 203 @  
Moin zusammen,

kann mir jemand sagen, ob es sich bei dem hier abgebildeten Stempel um einen aptierten handelt?

1. Hinter HAMBURG kommt ein "."
2. HAMBURG steht nicht zentrisch, sondern linkslastig



Bin für jeden Hinweis dankbar!

Gruß von der sonnigen Elbe,
Frank
 
volkimal Am: 16.01.2015 12:54:48 Gelesen: 232157# 204 @  
@ Redfranko [#203]

Hallo Frank,

schau einmal diese Stempel an:

http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=115136

Wenn man die Bilder auf die gleiche Größe bringt und richtig dreht, stimmt der Text "Hamburg." genau überein. Weshalb der Stempel aptiert wurde weiß ich allerdings nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
Tuffi Am: 16.01.2015 14:59:50 Gelesen: 232133# 205 @  
@ Redfranko [#203]

Hallo Frank,

das ist ein aptierter Stempel. Ich empfehle folgende Literatur: MEYER-MARGRETH: Die Poststempel von Hamburg in Festschrift des Hamburger Vereins für Briefmarkenkunde e. V., Hamburg 1980

Gruß Walter
 
Redfranko Am: 16.01.2015 15:17:09 Gelesen: 232126# 206 @  
@ Tuffi [#205]
@ volkimal [#204]

Vielen Dank für Eure Tipps!
 
europeaan Am: 18.01.2015 17:38:02 Gelesen: 232028# 207 @  
Hallo,

bin ein neuer niederländischer Teilnehmer und möchten die Name und Nummer der Postautomat, mit denen diese (Aptierte) Freistempel gebildet wird.

m.f.g.
europeaan


 
wfycia Am: 20.01.2015 09:34:27 Gelesen: 231918# 208 @  
@ DL8AAM [#493]

Hallo zusammen,

ich bin kein Spezialist aptierter Stempel. Deshalb meine Frage: Auf dieser Ganzsache auf Brief von Cape Town nach Tsumeb während der Mandatszeit findet sich der aptierte Bahnstempel Windhoek. Aber auch ein Zensurstempel von Cape Town. Im oberen Segment rechts steht nur CENSOR. Ist dieser Stempel auch aptiert?

Auf der Adresseite übrigens noch der EK Zensurstempel Passed Censor E.B. und das Tape des Censor 99.

Freundliche Grüsse
Peter


 
Heinrich3 Am: 20.01.2015 16:57:52 Gelesen: 231878# 209 @  
Hallo Peter,

nach dem Aussehen dürfte der Stempel nicht aptiert sein. Leider fehlt links ein Stück.

Zum Vergleich vielleicht noch diesen Stempel, der allerdings 15 Jahre jünger ist:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=2914&CP=0&F=1

Wer kann mehr sagen?

Gruß Heinrich
 
volkimal Am: 20.01.2015 17:54:07 Gelesen: 231858# 210 @  
@ wfycia [#208]

Hallo Peter,

ich denke, dass auf Deinem Brief zwei aptierte Stempel sind. Im Südwestafrika gab es zahlreiche Aptierungen früherer deutscher Stempel. Ein Beispiel habe ich vor einiger Zeit gezeigt:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=86264

Bei Dir ist es einer der früheren deutschen Bahnpoststempel der Strecke Swakopmund - Windhoek, von dem es verschiedene Aptierungen gibt. Bei den Stempeln wurde entweder der erste oder der zweite Teil der Streckenangabe aptiert, so dass entweder Windhoek oder Swakopmund übrig blieb. Vom Wort Bahnpost ließ man den zweiten Teil, als das Wort "Post" stehen. Gib einmal einen der beiden Ortsnamen und z.B. die Jahreszahl 1916 bei Delcampe ein. Du wirst die Stempel regelmäßig dort finden.

Aufgrund der Asymmetrie des Zensurstempels ist auf jeden Fall davon auszugehen, dass auch er aptiert wurde. Ich bin kein Zensurspezalist und was ursprünglich dort stand weiß ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
wfycia Am: 21.01.2015 14:47:19 Gelesen: 231794# 211 @  
Herzlichen Dank für die Antworten. Vielleicht gibt es ja einen Zensur-Spezialisten. Mir ist nicht klar, warum ein Zensurstempel Südafrikas hätte aptiert werden sollen.
 
volkimal Am: 21.01.2015 15:56:11 Gelesen: 231779# 212 @  
@ wfycia [#211]

Hallo Peter,

Du schreibst: Mir ist nicht klar, warum ein Zensurstempel Südafrikas hätte aptiert werden sollen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben.

Ein Beispiel: Die Post kann wird von verschiedenen Stellen zensiert werden z.B. Militäry Censor, Police Censor, Postal Censor usw. Wenn sich nun die Zuständigkeit der Zensurstelle änderte, passte der Stempel nicht mehr und wurde evtl. aptiert.

Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 26.01.2015 18:18:50 Gelesen: 231560# 213 @  
Köln-Bayenthal

Bayenthal ist ein linksrheinischer Stadtteil von Köln. Am 03. September 1945 wurde ein Tagesstempel mit "Bezahlt" verwendet. In diesen Zeiten gab es oft Markenmangel und es wurde bar frankiert und mit dem Tagesstempel bestätigt. Bereits zwei Jahre später, am 23. März 1947 war Markenmangel kein Thema mehr im Postam Köln-Bayenthal, weswegen der Zusatz "BEZAHLT" aus dem Stempel herausgefeilt wurde.




 
JohannesM Am: 26.01.2015 19:59:13 Gelesen: 231535# 214 @  
@ drmoeller_neuss [#213]

Allerdings wurde der Stempel bei dem Einschreiben zweckentfremdet verwendet, denn es wurden ja Marken verklebt.
 
juni-1848 Am: 27.01.2015 00:08:42 Gelesen: 231479# 215 @  
@ europeaan [#207]

Herzlich willkommen, lieber "europeaan", auf den Philaseiten.

Es handelt sich um einen sogenannten Absender-Freistempel.

Der gezeigte stammt von der Stadtverwaltung Bad Godesberg. Er trägt den Wertrahmen Typ 3 (oben Sonne mit Hakenkreuz, unten zweizeilig Deutsches Reich) und stammt von einer Anker & Bafra - Maschine mit einem Abstand von 78 mm zwischen den Mitten des Ortsstempels links und dem Wertstempel rechts (sogenannter " Francotyp C" - Apparat):



Abb. aus Dürst / Eich (s.u.)

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden die alten Hoheitszeichen des Deutschen Reichs weitestgehend entfernt. In deinem Beispiel nur der obere Teil (Sonne mit Hakenkreuz).

Weiteres findest Du z.B. in:

Dürst / Eich, Die Deutschen Post- und Absemder-Freistempel, "Neue Schriftenreihe der Poststempelgilde Rhein Donau", Heft 90 (siehe auch: [http://www.poststempelgilde.de/shop.html]).

Sammlergruß
juni-1848
 
europeaan Am: 27.01.2015 11:18:38 Gelesen: 231436# 216 @  
Am besten Juni-1848,

begrüße ich die klare Antwort, gehe auf der genannten Website um zu sehen, was ich über diese Art von Freistempel mehr lernen kann. Vielen Dank.

Mit freundliche Grüße

europeaan
 
filunski Am: 26.02.2015 19:43:02 Gelesen: 230358# 217 @  
Hallo liebe Stempelfans,

hier mal eine Aptierung aus neuerer Zeit, die so sicher nicht sehr oft vorkam:

MAGDEBURG / ax vom 8.9.1993, Handrollstempel



Was war hier passiert?

Wir erinnern uns, zum 1.7.1993 wurden die 5-stelligen PLZ eingeführt und anscheinend fehlte in Magdeburg noch ein Handrollstempel. So musste der noch aus DDR Beständen stammende "Handroller" her halten! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 26.02.2015 19:56:12 Gelesen: 230352# 218 @  
Hallo Peter,

ein schönes Beispiel!

Falls Ihr Interesse habt, am kommenden Montag um 19.30 Uhr ist das Treffen der Poststempelgilde in Soest, Grandweger Krug, Thomae-Grandweger-Wallstraße 1.

Diesmal halte ich einen Vortrag über Aptierte Stempel - Teil 1.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 29.03.2015 10:27:07 Gelesen: 229147# 219 @  
Hallo zusammen,

analog zum Vortrag in Soest gehe ich jetzt chronologisch vor. Als erstes "Aptierungen aufgrund von Kriegen und politischen Änderungen". Meine ältesten Aptierungen - die aptierten französischen Departementstempel habe ich schon in den Beiträgen [#140] und [#141] gezeigt. Aus dem Krieg 1870/71 kenne ich keine Aptierungen. Es geht also weiter mit Belegen aus dem Ersten Weltkrieg:





Bei diesem Stempel weiß ich nicht, ob dort gleich zwei Dinge verändert wurden. Auf jeden Fall sind einige Teile des Stempels entfernt worden. Einige Beispiele, wie der Stempel früher ausgesehen haben kann, findet Ihr hier: http://www.philastempel.de/stempel/suchen/kombi

Beim "a" im unteren Bereich vermute ich, dass es zusätzlich nachträglich in den Stempel eingesetzt wurde. Wer kann dazu etwas sagen? Auffällig finde ich auch noch, dass die beiden Striche des Steges sehr breit sind. So etwas kenne ich z.B. aus Österreich.

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 11.04.2015 22:50:09 Gelesen: 228701# 220 @  
Hier mal wieder ein aptierter Absenderfreistempel:



AFS-Gerät F363474 eines unbekannten Anwenders bzw. Absenders vom 20.01. 15 (62 Cent) mit gesetztem Kundenklischee " Postfach 12 10 65 / 68061 Mannheim". Hat jemand eine Idee, wer hier dahinter stecken könnte?

Das ist mir gleich aufgefallen, da ich das kürzlich in der Arbeit im Büro selbst gemacht habe. Das Datumsrad meines Posteingangsstempels lief leider nur bis 2014 und bevor ich einen neuen bestellen lasse, habe ich fix den linken Teil des zweiten 0er Rings von 2005 entfernt habe und schon hat man eine Nutzungsverlängerung für das Jahr 2015 geschaffen. Auch so kann man sparen.

Wie es aussieht hat das der Betreiber dieses AFS auf gemacht, ;-) oder?

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 17.04.2015 14:32:34 Gelesen: 228413# 221 @  
Hallo Thomas,

noch ein Beitrag, den ich erst jetzt entdeckt habe. Von dieser Aptierung habe bisher noch nie gehört. Vielen Dank fürs Zeigen!

Diese Aptierung erinnert mich an diesen Stempel aus dem Elsass:



Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Elsass zu Frankreich. Die erforderlichen Steckziffern für die früheren deutschen Stempel wurden natürlich nicht geliefert. So konnte der Stempel nicht von 1918 auf 1919 umgestellt werden. In einigen Orten half man sich, indem man die "8" unten ausfeilte, so dass sie fast wie eine "9" aussah. Man musste aber spiegelbildlich denken, und in Hunaweier hat man die falsche Seite ausgefeilt.

Der komplette Beleg ist im Beitrag 16 hier zu sehen: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=46825#M16 Die gesamte interessante Geschichte um eine als Geschäftspost getarnte Privatpost könnt Ihr in den Beiträgen 4 bis 22 lesen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 26.04.2015 08:02:48 Gelesen: 227962# 222 @  
Hallo zusammen,

aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gibt es nicht nur im Elsass zahlreiche Aptierungen ehemaliger deutscher Stempel. Ein schönes Beispiel von relativ aufwändigen Aptierungen sind die Stempel aus dem neu entstandenen Polen:



In diesem Fall hat der Absender eine deutsche Postkarte mit polnischer Zusatzfrankatur verwendet. Bei dem Stempel handelt es sich um einen alten deutschen Stempel, bei dem dort Ortsname ausgetauscht wurde. Anstelle von "Gnesen" steht dort jetzt der polnische Name der Stadt "Gniezno". Zusätzlich wurde das "V" bzw. "N" für Vor- bzw. Nachmittag gegen ein "o" mit Unterstrich ausgewechselt.



Zum Vergleich habe ich den alten deutschen Stempel daneben abgebildet. Allerdings hat dieser einen anderen Unterscheidungsbuchstaben.

Viele Grüße
Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2015 17:41:56 Gelesen: 227520# 223 @  
Ein schönes Beispiel für einen aptierten Stempel aus Nürnberg 28 vom 03.08.1959: Im dritten Reich lautete die zusätzliche Inschrift "Stadt der Reichsparteitage", die nach Kriegsende entfernt wurde.


 

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