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Thema: Island: Postversandstelle vor dem Aus / Künftig weniger Neuheiten geplant
Richard Am: 13.09.2019 09:23:54 Gelesen: 717# 1 @  
Isländische Postversandstelle vor dem Aus!

(pcp-wm) - Vor wenigen Tagen gab der Philatelistische Dienst der Post von Island (Postphil) drastische Änderungen bekannt, die Sammler wie Handel aufhorchen lassen. In der Mitteilung heißt es wörtlich:

Um zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation der Isländischen Post beizutragen, hat der Vorstand des Unternehmens beschlossen, Postphil in seiner jetzigen Form Ende dieses Jahres zu schließen. Postphil ist seit 2014 im Verlust. Der Umsatz ist aufgrund des Rückgangs der Kundenzahl deutlich gesunken, während die Betriebskosten gleich geblieben sind. Aus heutiger Sicht gibt es keine Gewissheit über die Anzahl der Briefmarkenausgaben in den kommenden Jahren. Es ist jedoch sicher, dass die Anzahl der Emissionen und die Anzahl der Ausgabetermine pro Jahr abnehmen wird.



Beendet werden also die Leistungen von Postphil „in der jetzigen Form“, was nicht unbedingt heißt, dass es deshalb keine Briefmarken mehr geben wird. Statt das Markenprogramm aufzublähen, über Masse statt Klasse zu verkaufen und immer mehr „Firlefanz“ an Produktvarianten zu produzieren, geht Postphil einen anderen Weg: Man beabsichtigt, das Programm zu straffen und Kosten, vielleicht auch für die aufwändig erstellten „Briefmarkennachrichten“, die in mehreren Sprachen erscheinen, einzusparen. Man mag es aus philatelistischer Sicht bedauern, aber dies sind Trends, die sich seit Jahren mehr und mehr abzeichnen.
 
jmh67 Am: 17.09.2019 07:24:31 Gelesen: 554# 2 @  
Interessant, was man nach ein paar Tagen Abwesenheit in Forum so alles findet. Ich habe die isländischen Briefmarkenausgaben der letzten Jahre freilich nicht intensiv verfolgt, vermute aber, dass vor allem so ein relativ gering bevölkertes Land in Sachen Briefmarkenausgaben eine Gratwanderung vollführen muss zwischen dem entsprechend geringen (und dank e-mail, Whatsapp etc. weiter abnehmenden) Eigenbedarf und den weit gefächerten Ansprüchen der Sammler. Die will man bei Laune halten, aber auch nicht überfüttern.

Jetzt bin ich aber neugierig, wie das gestraffte Programm aussehen wird, denn ich finde - altmodisch wie ich nun mal bin -, ein solches stünde auch anderen, darunter vielen größeren, Briefmarkenländern gut zu Gesicht. Darf ich vielleicht hoffen, dass nun weniger Sonderausgaben erscheinen, aber in höheren Auflagen und an jedem Postamt erhältlich? Die Ausgabepolitik muss ja nicht gleich so sparsam werden wie die Irlands in den 1930er bis 1960er Jahren ;-) - aber immerhin war damals eine neue Briefmarkenausgabe noch etwas Besonderes, auf das sich ein Sammler freuen konnte. Heute wird man nach meiner Meinung eher überwältigt von der Vielfalt.
 
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