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Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 913 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 26.10.2015 23:33:30 Gelesen: 363093# 364 @  
@ Pepe [#363]

Besten Dank, Pepe, für Deinen Beitrag. Ich denke, Du kannst aber ohne Furcht gut Investitionen tätigen in Rumänien-Marken, denn viele sind ja wirklich nicht teuer. Dass sie praktisch allesamt gefälscht wurden, schon sehr früh, stimmt uns natürlich bedenklich, aber dadurch sich ganz entmutigen zu lassen, finde ich nicht richtig.

Teurere Marken habe ich immer auch erst gekauft, wenn ein zuverlässiges Attest oder eine Meinung eines Experten vorlag. Über die letzten 25 Jahre habe ich zwar einiges gelernt, aber bei wirklich teuren Marken ist eine Zweitmeinung IMMER zu empfehlen.

Von den ersten 144 Michel-Nummern von Rumänien (1.-14. Ausgabe) sind VIELE Marken tief bewertet und "für ein Butterbrot" zu haben. Ich habe selbst zuerst eine hübsche Grundstocksammlung gekauft, für einen Betrag von CHF 1'617 (1988). Dafür habe ich einen wirklich schönen Grundstock erhalten. Diese Marken haben mir unglaublich geholfen; ich hatte viel Vergleichsmaterial. Die nächsten 25 Jahre habe ich dann stets dazugekauft: Schönere, Bessere, solche, die noch fehlten...

Trotzdem - der Einkauf der Grundstocksammlung war einer meiner besten Käufe.

Einen anderen Tipp kann ich Dir auch gerne geben: Investitionen in Ganzsachen sind eigentlich risikolos. Ganzsachen sind sehr tief bewertet, in den Katalogen, und so werden auch seltene Sachen meist sehr preisgünstig zu kaufen. Versuche einmal, alle Ganzsachen 1870-1910 zu kaufen! Das ist zwar nicht "teuer", aber sehr schwierig! (Und spannend!).

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 29.12.2015 16:52:32 Gelesen: 356909# 365 @  
Da sich das Jahr dem Ende neigt, möchte ich zu diesem Thema noch einen gelaufenen Brief vorstellen.

Der Brief lief von BRAILA nach CORCELLES-PRÉS-PAYERNE in der Schweiz (Kanton Waadt). Abgeschlagen wurde er 1 x vorderseitig und 2 x rückseitig mit dem Stempel B4 (Ornament Posthorn - Typ VI oder X - Kiriac Dragomir Stampilografie Postala Seite 141 ff.) von BRAILA (Große Walachei).

Stempeldatum Braila 26. Oktober 1906 - Ankunft rückseitig dokumentiert am 30.X.06.

Die Auslandsdestination wurde rückseitig portogerecht mit insgesamt 25 BANI freigemacht. Der Absender benutzte dazu ein waagrechtes Paar vom Bogenrand der Michel Nr. 179, 5 Bani grün/schwarz, 25 Jahre Königreich Rumänien und eine 15 Bani Marke der so schwierigen Ährenausgabe (im rumänischen Katalog sicher die Nr. 217).

2 interessante Details am Rande:

Die Michel Nr. 179 wurde in Bögen zu hundert Marken gedruckt, rechts erkennt man noch die Inschrift der Druckerei "Bradbury, Wilkinson et Cie. Ltd., Eagravers" aus London.

Der Empfänger ist eine Firma, die es seit 1852 gibt und heute noch existiert (unter dem Namen BOSSY CEREALES SA - spezialisiert in Getreideprodukten).

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 29.12.2015 21:58:26 Gelesen: 356867# 366 @  
@ 10Parale [#365]

Hallo 10 Parale,

danke für's Zeigen! Bis und mit 1900 war die rumänische Post noch einigermassen zurückhaltend mit der Herausgabe von neuen Briefmarken, das änderte aber, als 1903 zwei und 1906 gleich sieben (!) grossformatige Sätze mit Gedenk- und Wohlfahrtsmarken neu herausgegeben wurden. Schöne Verwendungen davon sind aber manchmal gar nicht einfach zu finden.



Ich zeige anbei auch eine Mischfrankatur der "Ährenausgabe" und einer Marke der Gedenkausgabe "25 Jahre Königreich Rumänien"; Michel Nr. 183. Ein inner-rumänischer Brief von 1907, der aber (Reko-Brief, höheres Gewicht) immerhin 55 Bani kostete.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
bignell Am: 30.12.2015 01:46:04 Gelesen: 356831# 367 @  
@ Heinz 7 [#366]

Hallo Heinz,

von den grossformatigen habe ich auch einen:



1906 1+5+2x10 Bani Botosani - Lyon

Lg, harald
 
Heinz 7 Am: 08.02.2016 21:18:51 Gelesen: 352707# 368 @  
@ bignell [#367]

Hallo Freunde der Rumänien-Marken,

es ist schön, wenn man Briefmarken mit besonders schönen Stempelabschlägen zeigen kann. Anbei zeige ich Euch Michel Nr. 25 mit einem Stempel "GIURGIU" der Gruppe A65 ("Agrafa bogata"), fig. 396 Dragomir.



Der 50 Bani-Wert war der höchste der 7. Briefmarken-Ausgabe von Rumänien ("Karl mit Backenbart"). Erstmals wurden auch Marken für das Ausland ausgegeben (25 Bani & 50 Bani; Mi. 24 + 25).

Die Marke ist an drei Seiten riesenrandig und lässt keine Wünsche offen.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 27.02.2016 10:41:33 Gelesen: 350237# 369 @  
@ Heinz 7 [#368]

Liebe Kollegen,

geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt man, und also hoffe ich, dass Ihr Euch mit mir freut! Ich habe nämlich etwas sehr Schönes gefunden!



Was auf den ersten Blick aussieht wie eine ganz gewöhnliche Postkarte von 1900 von Frankreich, wie es sie zu hunderttausenden gibt, entpuppt sich bei genauerem Studium als grosse Rarität!

Diese Postkarte "Carte postale" trägt eine Frankatur aus Frankreich. Der Bestimmungsort, Caracal Roumanie, macht die Karte für mich als Rumäniensammler schon interessant, und saubere Postkarten aus der Zeit Frankreich - Rumänien sind gar nicht so häufig.

Der Stempel, der leider etwas schwach abgeschlagen ist, verrät uns nun etwas Wichtiges: "..AB EL OUED ALGIER; 13 NOV 00" können wir zweifelsfrei entziffern. Dies bedeutet nun also, dass die Karte nicht vom französischen Mutterland aus gesandt wurde, sondern von Algerien (mit der Französischen Post von Algerien). Das ist nun wirklich sehr selten!

Beim flüchtigen Hinsehen werden mehr als 99 % der Sammler diese Karte in einem Posten "überblättern". Wie viele Raritäten habe auch ich wohl übersehen? Manchmal lohnt sich aber auch ein Blick auf die Bildkarte.



Das Motiv mit der schwarzen schönen Frau gibt einen klaren Hinweis auf Afrika, und darum hat der Sammler wohl auch den fast unleserlichen Stempel so genau unter die Lupe genommen. Mit dem bekannten Ergebnis.

Das macht Spass!

Allen ein schönes Wochenende!

Heinz
 
Pepe Am: 29.02.2016 20:31:17 Gelesen: 349849# 370 @  
Heute frisch gescannte Marken der 14. Ausgabe, Ährenmarken ab 1893. Für Neulinge sei erwähnt, bei der Zähnung handelt es sich ausnahmslos um Linienzähnung. Im Michel keine Bewertungsunterschiede. Das große X, Y steht fürs Wasserzeichen. Von diesem sollen 8 mögliche Stellungen vorkommen. Also eine Ausgabe für Spezialsammler und Forscher. Meine kleine Auswahl zeigt lediglich mal das Muster aller Wertstufen dieses Satzes. (11 verschiedene)



Mi 99 Y, hellbraun, gz 11½; Mi 100 Y, schwarz, gz 13½



Mi 101 Y, lilabraun, gz 13½; Mi 102 Y, blau, gz 11½

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 29.02.2016 22:03:42 Gelesen: 349828# 371 @  
@ Pepe [#370]

Lieber Pepe,

danke für diese schönen Scans. Die 14. Ausgabe von Rumänien, die berühmte "Ährenausgabe", hat fast unzählige Varianten (Zähnungen, Papiere, Wasserzeichen).



Anbei zeige ich gerne einen Beleg mit einer Frankatur 25 Bani, zusammengestellt mit 3 Wertstufen, Michel Nr. 99 Y (5), 102 (2), 103. Da der Brief bereits im Februar 1897 befördert wurde, ist die Katalogbestimmung einfacher als bei späteren Ausgaben.

Auffallend an den Marken auf diesem Brief ist bestimmt, dass 7 von 8 Marken ziemlich dezentriert sind. Beim 5 Bani-Wert finden wir übrigens zwei verschiedene Farben: blau und hellblau. Sicherlich ein attraktiver Beleg.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Pepe Am: 01.03.2016 21:10:55 Gelesen: 349719# 372 @  
@ Heinz 7 [#371]

Das ist schon 'Großes Kino', was Du hier zeigst. Ich glaube eine Fünfereinheit, 119 Jahre alt, mag ja schon lose selten sein. Und nun noch auf Brief. Schon sehr sehr stark. Und bemerkenswert wie das Markenbild auf dem Bogen sich verschiebt.

Ein wirklich starker Beleg. Danke fürs zeigen.



Mi 103 Y, grün, gz 11½; Mi 104 X, rot, gz 13½



Mi 105 X, dunkellila, gz 13½; Mi 106 Y, dunkelgrün, gz 13½

Bei der 10 Bani ein grüner Punkt neben dem Mund. Bei der 25 Bani unten rechts ein Punkt und oben über "N" weiße Linie.

Der BUCURESCI Stempel Durchmesser innen 12, außen 22 mm. Der No5 Stempel mit Datum 24 OCT 80 0. Zu diesem Stempel siehe auch [#232] [#236] [#238] [#241] [#243]. Da tun sich so allerhand Fragen auf. Das ist das schöne an der Klassikphila. Im Grunde genommen ist fast jedes Stück ein Unikat, welches auf seine eigene Art ein Stück Geschichte schreibt.

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 01.03.2016 22:15:50 Gelesen: 349703# 373 @  
@ Pepe [#372]

Hallo Pepe,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ja, solche Briefe machen Freude.

Aber auch Deine schönen Einzelstücke gefallen mir! Zum Stempel No. 5 hat ja vor allem "10 Parale" einen wichtigen Beitrag geschrieben (no. 233).

Es ist ja gar nicht so einfach, bei diesen Marken der "Ährenausgabe" die Zähnungen alle zusammen zu kriegen, manche sind echt rar! Von der Ausgabe 1900, ohne Wasserzeichen, dem 15 Bani-Wert kann ich einen Satz zeigen



Herzliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.03.2016 22:39:04 Gelesen: 349696# 374 @  
@ Pepe [#372]

Lieber Pepe,

ich freue mich, dass Du die Geschichte um den Stempel fig. 814 Dragomir nochmals aufnimmst (vgl. 232, 233, 236, 238, 241, 243). Marcel hat (einmal mehr: scharfsinnig) auf Unstimmigkeiten bei der Abbildung im Buch hingewiesen (no. 241). Marcel hat recht, die Jahreszahl bei diesem Stempel ist (meines Wissens) immer dreistellig: also z.B. 899 (für 1899) oder 900 (für 1900).

Dass dieser Stempel auch in der Goldmedaillen-Sammlung des Herrn Horst Scherrer besondere Beachtung fand, überrascht den Kenner nicht. (Horst Scherrer war der erste Leiter der ARGE Rumänien mit riesigen Sammlungen, die er sorgfältigst bearbeitete).



Hier sehen wir auch schön den accent auf dem é, wie bei Marcel erwähnt. Französisch war die Sprache des Weltpostvereins im XIX. Jahrhundert.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Pepe Am: 03.03.2016 18:06:09 Gelesen: 349628# 375 @  
@ Heinz 7 [#373]

Gibt es bei der Ährenausgabe einen Bewertungsfaktor für die Zähnungen, so wie du schon im Beitrag [#361] geschrieben hattest?

Der Stempel ist eine spannende Sache. Schön mal als Vollstempel zu sehen. Vielen Dank.

Ich muß erst mal wieder scannen und grüße
bis bald
Pepe
 
Heinz 7 Am: 03.03.2016 22:32:51 Gelesen: 349605# 376 @  
@ Pepe [#375]

Lieber Pepe,

der rumänische Katalog CMPR '74 zeigt eine Bewertung für die Zähnungsvarianten.



Das Buch ist sehr detailliert bei den ältesten Marken

Kapitel 1: Klassische Marken (1858-1872): S. 30 - 132
Capitolul 2: Marcile postclasice (1872-1900): S. 133 - 162
Capitolul 3: Marcile moderne (1903-1937): S. 163 - 193

u.s.w.

Das Buch ist leider schon über 40 Jahre alt, aber die Wertrelationen sind ja dennoch ersichtlich.

Das Buch wird immer wieder antiquarisch angeboten, kostet ca. Euro 50. Für Spezialisten ein "Muss".

Heinz
 
Pepe Am: 07.03.2016 20:35:51 Gelesen: 349293# 377 @  
@ Heinz 7 [#376]

Es gibt eine Nachauflage von 2006. Solltest Du dies noch nicht gewusst haben? Für meine kleine Minisammlung lohnt der Literaturaufwand leider nicht. Ich führe schon wieder innerliche Überwindungskämpfe mit der Anschaffung des neuen DSK für 86 Euro durch. Mein 10 Jähriger tut ja noch seine Dienste und die Frage bleibt immer: Lohnt sich das überhaupt?



1893-1898, Mi 107 X, orange, gz 13½; Mi 108 X, hellbraun rosa, gz 13½; Mi 109 X, orange braun, gz 13½.

Der Nummernstempel 285 bei der 2 Lei wundert. So wie auch hier wieder allerlei kleinere Druckzufälligkeiten vorkommen.

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 08.03.2016 23:29:51 Gelesen: 349232# 378 @  
@ Pepe [#377]

Auch in der Schweiz sind die Kataloge teuer, und kaum mehr jemand kauft sich jedes Jahr den neuen Katalog, wie dies vor z.B. dreissig Jahren bei den meisten Sammlern wohl die Regel war. Früher stiegen die Katalogwerte ja auch oft, und viele Sammler rechneten fleissig nach, wie viel ihre Bestände nun jedes Jahr an Wert gewannen. - Vergangene Zeiten ...

Wenden wir uns Schönerem zu, z.B. einem Viererblock

Michel 143



Du hast recht: diese Ausgabe wartet mit vielen kleinen und grösseren Druckzufälligkeiten auf.

Gute Nacht!

Heinz
 
10Parale Am: 15.04.2016 20:33:14 Gelesen: 343752# 379 @  
@ Heinz 7 [#289]

Obwohl ich heute schon um 4.00 Uhr aufgestanden bin, muss ich diesen kleinen Beitrag schreiben:

Rumänische Post in der Levante Michel Nr. 1a 10 Par auf 5 Bani blau Aufdruck schwarz in einem VB fein gestempelt mit dem violetten Stempel des rumänischen Hafen-Postamtes in Constantinopel (Cospoli) vom 14. April 1896. (Kiriac Dragomir Seite 260 fig. 1468 SMR18).

Laut den Angaben von Dragomir war dieses Stempel vom 13. April 1896 - 02. Mai 1896 in Gebrauch, d.h. kurze Verwendungsdauer.

Der gleiche Stempel (ebenso wie der Eisenbahnstempel) aus Beitrag #289 ist vom 27. März 1896, ist also 18 Tage vor der von Dragomir angegebenen Verwendungszeit abgeschlagen worden. Der CMPR andererseits erwähnt eine abweichende Verwendungsdauer des Stempels vom 16. März bis zum 26. April. Bei solch widersprüchlichen Angaben sollten wir uns an die Fakten halten, d.h. an das, was man sieht.

Rückseitig ein Zeichen, dass mir bei anderen rumänischen Marken auch schon begegnet ist, eine literarische Erwähnung habe ich nicht gefunden.

Liebe Grüße

10Parale


 
nor 42 Am: 15.04.2016 22:16:21 Gelesen: 343728# 380 @  
@ 10 Parale

Es ist gut, wenn man sich die Zeit nimmt und sich alles in Ruhe und ohne Hast anschaut. Chiriac Dragomir gibt auf Seite 259 die Zeitspanne an, in welcher das Rumänische Postamt in Konstantinopel als solches funktionierte und zwar 4/16 März bis 27 April/9 Mai 1896. Auf Seite 260 gibt er dann bloß zwei Beispiele für die Verwendung des Stempels an, Marken die sich in der Sammlung (5) bzw. Silviu Dragomir befinden.

Nor 42
 
10Parale Am: 16.04.2016 19:23:01 Gelesen: 343528# 381 @  
@ nor 42 [#380]

Vielen Dank für den richtigen Hinweis. Ich vermeide früh aufstehen, denn wie man sieht, tut es mir nicht gut.

Ich zitiere aus o.g. Buch für die wenigen rumänischen Forenteilnehmer oder solche die sich rühmen, Latein gelernt zu haben:

A functionat in localul Agentiei S.M.R. intre 4 /16 martie - 27 apr. / 9 mai 1896. Durata scurta de 55 zile a acestui oficiu postal a determinat si raritatea singurului stemplu utiliziat...

Übersetzt: "die kurze Existenz dieses Postamtes, die 55 Tage dauerte, machte den einzigen dort verwendeten Stempel zu einer Rarität".

Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 19.04.2016 12:48:03 Gelesen: 343239# 382 @  
@ Pepe [#62]

Zur Marke Michel Nr. 41b, Freimarkenserie Fürst Karl I. im Kreise, 25 Bani, Pariser Druck, dunkelorange auf hellchromgelb, hätte ich hier noch ein schönes Brieflein aus Jassy (ehemals Fürstentum Moldau).

Besonders gefällt mir der Stempel Jassy I (H) (mit achteckigem Stern), einer der 3 kleinen Stempel von Jassy (Kiriac Dragomir Stampilografie Postala Seite 107). Er wurde sehr klar am 6. Juli 1874 abgeschlagen. Rückseitiger Ankunftsstempel von Wien Landstrasse vom 8. Juli 1874.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 26.04.2016 22:47:58 Gelesen: 342111# 383 @  
@ 10Parale [#382]

Lieber 10 Parale,

ein schöner Brief, wenn auch nicht "ganz perfekt". Die Marke ist ja nicht sooo selten, trotzdem finden wir sie kaum je wirklich makellos. Die Zähnung Deiner Marke ist klar überdurchschnittlich.

Ich zeige anbei ein loses Paar.



Nicht alle 88 Zähne sind in voller Länge vorhanden, aber auch diese Marke ist sicher sammelnswert. Die Marke ist etwas dezentriert. Besonders hübsch ist aber sicher der Einschreibe-Stempel.

In Beitrag 37 habe ich bereits ein hübsche Paar der 25 Bani-Marke gezeigt, allerdings Mi. 41a, nicht b.

Freundliche Grüsse
 
Heinz 7 Am: 26.04.2016 23:20:37 Gelesen: 342104# 384 @  
@ 10Parale [#382]

Grössere Einheiten dieser Ausgabe Karl I. im Perlenkreis sind am ehesten bei den tiefen Wertstufen zu finden. Michel Nr. 36 hat einen Nennwert von nur 1.5 Bani. Anbei kann ich einen Neunerblock zeigen.



Dieser Block hat aussen total 180 Zähne; es ist klar, dass der eine oder andere Zahn etwas stumpf ist. Sicherlich ist der vorliegende Block aber recht gut erhalten und wirkt in seiner imposanten Grösse sehr beeindruckend, finde ich.

Bis bald

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.06.2016 21:37:11 Gelesen: 336974# 385 @  
@ Rumäniensammler

Die Marke 50 Bani König Karl I., Michel Nr. 69, ist nicht selten. Aber der schöne C.F.R. (Eisenbahnstempel) macht dieses Exemplar zu etwas Besonderem.



Man kann sich an kleinen Raritäten freuen, es müssen nicht immer teure Stücke sein!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.06.2016 21:42:54 Gelesen: 336507# 386 @  
@ 10 Parale

Lieber Freund,

als ich Deinen Namen zum ersten Mal auf Philaseiten las, habe ich mich ein wenig gewundert, weil eine "10 Parale"-Marke von Rumänien gibt es bekanntlich nicht!

Aber dennoch ist dieser Begriff für die Rumänien-Kenner nicht ganz unbekannt. Es gab "irgendwann" wohl einen Probedruck zu einer Zeitungsmarke über 10 Parale (zur Ausführung kam dann nur die Marke zu 5 Parale, siehe Michel Nr. 5), und später gab es Nachdrucke dazu. Irgendwie scheinen diese "Objekte" nicht sehr beliebt zu sein, denn sie werden in der Literatur nur ziemlich stiefmütterlich behandelt.

Umso grösser ist meine Freude, dass ich nun erstmals einen solchen Nachdruck kaufen konnte.

Teils wurden dafür schon Phantasiepreise gefordert. Nun schien mir der Preis vertretbar - also habe ich mir das sehr seltene Stück gekauft.



Ein ausführliches Attest dazu habe ich auch, von Leonard Pascanu. Wir können dieses Stück in Heidelberg gerne besprechen!

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 14.06.2016 20:34:11 Gelesen: 336437# 387 @  
@ Heinz 7 [#386]

Hallo Heinz,

... was beweist, dass mein Name kein Fantasieprodukt sei.

Gratulation zum Erwerb dieser von Leonard Pascanu attestierten Nachdruck Marke zum Nennwert von 10 Parale. Ich warte gespannt auf die Besprechung in Heidelberg.

Wenn ich es richtig verstehe, handelt es sich um einen Nachdruck eines Probedrucks? Es war hier ja auch schon von einem Fälscher die Rede, der versucht haben soll, den Leuten eine 10 Parale Marke anzudrehen. Das wäre meines Wissens auch im Übrigen der erste Fälscher, der nicht nur fälscht, sondern gleichzeitig auch erfindet. Stelle Dir vor, heutzutage käme ein gefälschter 150,-- Euro Schein in Umlauf. Wie dumm müsste man sein, um ihn anzunehmen?

Was ich damit sagen will: Ich bin der festen Überzeugung, dass es dazu Probedrucke gab, vielleicht schlummern diese auch tatsächlich noch irgendwo ihren unentdeckten Dornröschenschlaf.

Na denn, ich freue mich auch auf Heidelberg und zeige zu guter Letzt die außergewöhnliche 30Parale auf Feld 31 im Bogen, den ich den Experten der Arbeitsgemeinschaft Rumänien zur Prüfung vorlegen werde.

Bis dann

10Parale


 
Heinz 7 Am: 18.06.2016 18:01:44 Gelesen: 336099# 388 @  
Wenn eine lang verschollene Sammlung wieder auf den Markt kommt, ist das Interesse naturgemäss gross. Fast 50 Jahre nach dem Verkauf der Hauptsammlung von Eduardo Cohen (Schwenn, September 1967) kam am Donnerstag ein wichtiger anderer Teil der Cohen-Sammlung zur Versteigerung: 4. - 8. Ausgabe! Corinphila hat angekündigt, diese grossartige Sammlung in drei Teilen anzubieten, und am Donnerstag (16.6.) wurden die ersten 141 Lose versteigert.

Die Liste der mich interessierenden Lose wurde lang und länger - viele sehr spezielle Lose kamen zum Angebot. Ich habe darum meine Abreise nach Heidelberg um einen Tag verschoben und fuhr an die Auktion nach Zürich.

Nun, ich habe fast nichts kaufen können, da in der Regel heftige Bietergefechte entflammten und einige Stücke ziemlich teuer wurden. Das ist einerseits zwar eine Enttäuschung, aber diese Situation habe ich als langjähriger Sammler schon oft erlebt. Und anstatt im Frust die eigenen Limiten zu vergessen und mehr zu bieten, als man eigentlich wollte, verzichtete ich auf einen Kauf und freue mich, dass mein Sammelgebiet eine starke Nachfrage hat!

Eine Besonderheit der Cohen-Sammlung sind die grossen Einheiten der Steindruck-Marken. Sie wurden fast alle ziemlich teuer verkauft. Wenn dann eine Einheit noch "Leerfeld"-Stellen aufweist, dann sind meistens mehrere Sammler an dem Stück interessiert, und in dieser Cohen-Auktion waren mehrere solcher Blockstücke vorhanden.



Dieser Bogenteil hätte Platz gehabt für einen Neunerblock. Es ist ein Eckrandstück, darum hat er oben und rechts einen breiten Rand. Dass wir hier nun einen "seltsamen Fünferblock" haben, hängt damit zusammen, dass vier Felder nicht bedruckt wurden. Ich finde wir sollten darum am Besten von einem "Neun-minus-Vier=Fünferblock" sprechen.

Diese Einheiten waren für die Plattierung der Briefmarken extrem wichtig. Cohen liebte diese Stücke.

Ich auch. EINES habe ich mir gesichert. Mehrere andere sind in andere Sammlungen gelangt. Verkauft wurde m.W. alle diese "Einheiten mit Blankfeldern". Sie sind schön, selten, philatelistisch interessant und wertvoll.

Schöne Grüsse
Heinz
 

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