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Thema: Kino- und Fernsehfilme mit philatelistischem Hintergrund
Das Thema hat 41 Beiträge:
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merkuria Am: 24.02.2024 18:37:42 Gelesen: 7343# 17 @  
Gestern bin ich bei YouTube auf eine alte Krimi-Klamotte der 60er Jahre gestossen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte! [1]

„Üb immer Treu nach Möglichkeit“ war eine deutsche Krimiserie, die erstmals am 11. Februar 1966 im ZDF ausgestrahlt wurde.

In Folge 6 mit dem Titel „Philatelie oder Ja, wenn die Musik nicht wär“ ist die Handlung im Umfeld des Briefmarkenhandels angesiedelt. Als Darsteller erkennen wir Klaus Löwitsch in einer seiner frühen Filmrollen! Der Spass dauert ca. 25 Minuten.



Viel Vergnügen wünscht
Jacques

[1] https://www.youtube.com/watch?v=vCsiPGRhfzA
 
merkuria Am: 25.02.2024 10:48:26 Gelesen: 7287# 18 @  
Hier noch ein Hinweis: Der Link zum Film in Beitrag [#2] „Charade“ hat sich geändert [1].

Briefmarkenmarkt in Paris anno 1963 im Zeitraum 1h 29‘ und 1h 35‘

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://www.youtube.com/watch?v=VhGNhwOtbVs&t=2334s
 
Koban Am: 25.02.2024 12:55:38 Gelesen: 7269# 19 @  
Die beliebte "Wilsberg"-Reihe mit Leonard Lansink als Antiquar und Privatdetektiv Georg Wilsberg kennen die Meisten.

Weniger bekannt, in Folge 1 der Staffel 1, "Und die Toten lässt man ruhen", wird die Figur von Privatdetektiv Wilsberg von Joachim Krol gespielt.[1]

Krol verkörpert in dieser Pilotfolge einen Briefmarkenhändler.

In einer Szene holt Wilsberg (Krol) mit den Worten "Wozu Briefmarken manchmal gut sind" ein Tütchen "Sonderstempel aus der Nazizeit" aus dem Schrank um damit einem Informanten im Katasteramt einige Interna zu entlocken.

Gruß,
Koban

[1] https://www.youtube.com/watch?v=SSZmW4mvzmY
 
Bendix Gruenlich Am: 30.03.2024 19:19:36 Gelesen: 7090# 20 @  
Es ist doch erstaunlich, was es für Spaß machen kann, einmal aus sicherer Entfernung einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Die Gelegenheit dazu gab es mal vor ein paar Wochen im Fernsehen. Da brachte der Bayerische Rundfunk einen alten Tatort mit dem philatelistisch inspirierten Titel „Schwarze Einser“.



Gedreht wurde 1978 mit dem Münchner Team um Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer).

Um was ging es dabei eigentlich:
• Gutsituierte Frau (das typisches Verbrechen in München im Fernsehen insbesondere in den Jahren 1970-1990, so man dem Fernsehen Glauben schenken will), fällt vom Balkon
• Ist sie gesprungen oder hat da jemand nachgeholfen?
• Und wer war es denn jetzt?

Das Opfer hat viel richtig gemacht: reich geheiratet, ihren Gatten überlebt und lebt in einer schicken, sehr modernen Wohnung von den Dividenden einer Brauerei.

Potentielle Täter gab’s reichlich
• Die kurz gehaltene Schwester, die mit der Partnerwahl weniger Glück hatte (Gatte arbeitslos und an der Flasche) und von Ihrer Schwester keine finanzielle Hilfe = Geldgeschenk erhalten hat, sondern Geld nur in Form verzinslicher Darlehen erhielt.
• Den Mann der Schwester.
• Die Familie des Gatten, die es satt hatte, mit der Angeheirateten zu teilen.
• Den Lebensgefährten mit dubioser Vita (Jurist, der statt zu praktizieren lieber Musiker geworden ist mit einer Schwäche fürs Glücksspiel) – gespielt von Karl-Heinz Böhm (angemessen gekleidet im gutsitzenden Anzug, Glencheck-Muster, wenn ich richtig erinnere) als Mann den die Frauen lieben
• Ein Obdachloser
• Eine verhärmte Physiotherapeutin

Jedenfalls hatten die Kriminaler Lust zu ermitteln und gehen entschlossen allerhand Spuren nach.

Was gab es da nicht alles wiederzuentdecken: Wählscheibentelefone in grau, fette 5er BMW in lindgrün, extrabreite Krawatten, Assistentinnen die nur einen Zweck hatten: Kaffee zu holen (ja, das gab es damals – als ich 1985 in den Beruf eingestiegen bin, gab es noch Etagendiener), redselige Hauswirtinnen im Kittel und und und.

Aber was hat das alles mit Briefmarken zu tun?

Nun, ich muss das aufdecken.

Karl-Heinz Böhm ist ein Schurke (konnte ja nach den Sissi-Filmen in den 50er nicht anders enden), der über ein Eheinstitut Kontakt zu gutsituierten, einsamen Frauen aufnimmt und sich ihres Vermögens zu bemächtigen versucht (um das Geld zu verzocken, beim Roulette).

Dabei hat er dem Opfer eine Briefmarkensammlung abgeschwatzt, die in einer Bank gelagert war. Wert DM 1.000.000,00 (muss ja eine Mordsammlung gewesen sein) und da waren „Schwarze Einser“ und „Sachsendreier“ drin. Die Sammlung wird nicht gezeigt, nur die beiden Marken kurz genannt.

Ganz schön: Karl-Heinz Böhm kommt als nett rüber, sieht gut aus, beruflich erfolgreich, dann verdichtet sich der Verdacht. Höhepunkt der Verderbtheit: er trifft eine alte Freundin wieder und die beiden haben einen herrlich anzüglich aufgeladenen Dialog - und schon geht es zum Liebeswochenende und Zocken nach Südfrankreich.

Dort findet die Sache dann auch ihren Abschluss, die deutsche Polizei reist nach Südfrankreich, trifft sich dort mit Kollegen. Natürlich geht man erstmal ausgiebig Essen (…es geht doch nichts über ein paar gepflegte Vorurteile…), dann kommt die Auflösung.

Das mag Cineasten bekannt vorkommen: dazu sage ich nur „French Connection II“ – mit einem fantastisch stilvollen Bösen (Fernando Rey). Nun, „French Connection II“ ist actionreicher, hat aber keinerlei Briefmarkenbezug.

So, jetzt brauche ich zur Visualisierung etwas mit „Schwarzer Einser“ und „Sachsendreier“, habe aber keine Originale, aber da meldet mein Bildgedächtnis: da gab es doch mal was…..



Philatelistische Notiz (für alle Sammlerkäuze): habe mich für ein Bedarfsstück entschieden. Echt gelaufen, Stempel auch garantiert echt - denn vor meinen Augen in der Post entwertet, hat mal auf einer Tausch-Korrespondenz von mir geprangt.

Na, der Fall wäre jetzt geklärt!
 
Bendix Gruenlich Am: 21.04.2024 22:52:06 Gelesen: 6921# 21 @  
Noch ‘nen Film: Ronin, lief vor ein paar Wochen bei Arte.

Um was geht’s? Gangster, Terroristen, baller, baller, Autoverfolgungsjagd…und alle wollen einen Koffer und schnappen sich den dauernd vor der Nase weg. Was im Koffer drin ist (Briefmarken?) - unwichtig, das wird nicht aufgeklärt.

Wichtiger ist doch folgendes:

• Der Gauner Gregor schnappt sich den Koffer und schickt ihn sich poste restante zu einem französischen Postamt.
• Auf dem Paket waren Marken drauf (so was sehen Briefmarkensammler sofort aus dem Augenwinkel heraus, sah vielversprechend aus)
• Da bin ich am nächsten Tag in die Mediathek, bin an die Stelle der Paketübergabe gegangen und habe vom Paket einen Bildausschnitt angefertigt.
• Gut, die Qualität ist lausig (aber bitte bedenken, dass die Frankatur nicht der Haupthandlungsgegenstand des Filmes war)



Jedenfalls kann ich festhalten, dass der Gauner sich bei der Frankatur viel Mühe gegeben hat. Sechs verschiedene Sondermarken hat er verklebt. Respekt, das nenne ich philatelistische Frankatur!

Das ist drauf – alles Sondermarken

• Nationalparks - Bartgeier
• General Leclerc
• Pfarrkirche von Guimiliau
• Schloss Sceaux
• Qualitätskampagne
• Fest der baskischen Korsaren

Ich hätte ja die Sonderausgabe „Helden französischer Kriminalromane“ aus 1996 passender gefunden. War aber ein amerikanischer Film, außerdem wären die mit Zuschlag gewesen.

Die Stempel sind allerdings offenkundig falsch (also Falschstempel – der Typ scheint doch ein Verbrecher durch und durch zu sein), sieht eher nach modernen brasilianischen Stempeln aus.

Auch Stempeldaten sieht man nicht, das schlimme Urteil der Gemeinschaft wird da wahrscheinlich auf „nicht sammelwürdig“ lauten.

Ob es auch portogerecht war? Mal schauen, ich zähle FRF 20,90. Vielleicht können die Frankreich-Spezialisten was dazu sagen….? Gewicht des Koffers kenne ich aber nicht (wir wissen ja nicht was drin ist).

Immerhin, der Film wurde 1998 gedreht, die Marken (die älteste von 1996, die jüngste aus dem November 1997) wurden also bedarfsgerecht zeitnah verwendet.

Heikel sind aber die Formate, die passen nicht ganz zu den Originalen. Fälschungen zum Schaden der Post?

Aufatmen bei den Fälschungsbekämpfern: Gregor konnte die Marken nicht auf ebay verkaufen, er wird erschossen, bevor er Gelegenheit dazu hätte haben können.

Dies alles abgewogen - sollte man sich den Film dann als Philatelist überhaupt ansehen?

Diese Entscheidung überlasse ich Euch ganz allein.

Und damit Ihr mich wegen der Bildqualität nicht im Forum verbal verprügelt, ein paar der Marken aus meiner Sammlung (und nein, ich habe den Koffer nicht – Beweis: die Stempel stimmen nicht mit denen des Fotos überein – Gott sei Dank, da hat mir meine Sammlung auch noch das Leben gerettet).


 
iholymoses Am: 21.04.2024 23:17:26 Gelesen: 6915# 22 @  
@ Bendix Gruenlich [#21]

Also, der Film ist klasse - finde ich. Und das Poste restante Paket mit den Briefmarken ist mir in der Tat auch aufgefallen, allerdings nicht in der Detailtreue.

Aber sehr schön aufgearbeitet - Hut ab!

Eine guten Wochenstart wünscht
Reinhard
 
fdoell Am: 22.04.2024 01:12:01 Gelesen: 6907# 23 @  
Peter Lustig erzählte in der Sendung Löwenzahn auch etwas über die Post [1].

[1] https://youtu.be/BLs40fwM5aM?si=aXLjcjFZg5s4zTs2
 
Hornblower Am: 22.04.2024 16:56:35 Gelesen: 6832# 24 @  
@ Bendix Gruenlich [#20]

Ich glaube mich zu erinnern, dass es einen weiteren Tatort gab, in dem Briefmarken eine Rolle spielten. Darsteller war Hellmuth Lange (der "Lederstrumpf") der einen Beamten beim BND oder MAD spielte und Briefmarken sammelte. Es ging dabei wohl um eine Erpressung. Leider habe ich den Film nie wieder gesehen.

Beste Grüße
Michael
 
Peter Blum Am: 22.04.2024 18:41:00 Gelesen: 6808# 25 @  
@ Hornblower [#24]

Hallo,

es dürfte sich um den Tatort 152 mit dem Titel "Der Schläfer" aus dem Jahr 1983 handeln. [1]

Beste Grüße
Peter Blum

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Der_Schl%C3%A4fer
 
Richard Am: 22.04.2024 20:23:22 Gelesen: 6782# 26 @  
@ Hornblower [#24]

Bitteschön:

https://www.youtube.com/watch?v=qDQKK2bx4J0

Es gibt noch weitere 6 Teile dieses Tatorts.

Einen spannend-nostalgischen Abend wünscht Richard
 
Hornblower Am: 23.04.2024 14:33:50 Gelesen: 6696# 27 @  
Hallo Peter, hallo Richard,

besten Dank, den meinte ich! Sobald ich mal wieder mehr Zeit habe, werde ich ihn mir mal zu Gemüte führen.

Alles Gute und nochmals Danke,
Michael
 
Jensen Am: 23.04.2024 18:12:28 Gelesen: 6669# 28 @  
Hallo,

der Auktionator in dem Tatort "Der Schläfer" ist anscheinend Wolfgang Jakubek - also realer Prüfer und Auktionator.

Viele Grüße
Jensen
 
Clemens M Brandstetter Am: 23.04.2024 19:14:50 Gelesen: 6655# 29 @  
Falls Philatelie auch mit der Post etwas gemeinsam hätte, dürfte man den erfolgreichsten französischen Film Willkommen bei den Sch’tis nicht vergessen, den in Frankreich über 20 Millionen Kinobesucher gesehen hatten.

Für die deutsche Version (2,3 Mio Kino-Besucher) wurde ein fiktiver Dialekt erfunden und synchronisiert; das "S" wurde zu "SCH" und umgekehrt [Timbres Fictifs sind ein eigenes und bemerkenswertes Sammelgebiet].

https://www.cinema-paradiso.at/baden/filminfos/film5311/
 
Bendix Gruenlich Am: 23.01.2025 19:32:37 Gelesen: 5342# 30 @  
Die Filmindustrie ist ja ein ziemlicher Exporterfolg für das Vereinigte Königreich aka Großbritannien.

Man kann sich sicher darauf verlassen, dass die einen Stoff, der sich gut verkauft, regelmäßig neu auflegen. Wie viele Versionen der Miss Marple-Filme haben wir nicht schon gesehen? Ich glaube, alle zehn Jahre wird das neu verfilmt. Erstaunlich mit wieviel Aufwand diese Kostümfilme mit der immer gleichen Handlung neu präsentiert werden. Dabei feiert man stets die längst vergangene Britishness, die vielleicht niemals so existiert hat. Schöne Frauen (Frisuren und Makeup für die frau Stunden brauchen würde), alle weiblichen Protagonisten tragen aufwendig geschneiderte Kostüme oder geblümte Kleider mit Wollsweatern. Die Herren tragen natürlich Anzug, es sei denn man spielt Tennis oder ist Amerikaner. Ständig werden gesundheitsgefährdende Mengen von Longdrinks konsumiert. Die automobile Flotte besteht aus glänzend polieren Morgans, geschwungenen MG A oder eleganten Jaguar.

Jüngst war wieder einmal eine Version der „Karibischen Affäre“ zu sehen, die spielt auf Barbados. Hier gab es eine Szene, bei der ein hoher Vertreter der Krone (während der Arbeitszeit), am Schreibtisch sitzend, im hellen Tropenanzug, das Jacket geschlossen durch ein Album ging. Und das war ein Briefmarkenalbum. Der Film erlaubt uns einen kurzen Einblick in das in was da hineingeschaut wird, offensichtlich Barbados-Ausgaben zu Ehren von Lord Nelson / Trafalgar.



Das war es auch schon, und für uns hier nichts Neues. Wir hier im Forum wissen schon seit Jahren, dass Briefmarkensortieren die typische Freizeitbeschäftigung des distinguierten Gentlemans ist.

Ich denke, ich zeige jetzt zur Feier der Britishness der 1950-er am besten mal ein paar Fieldings (übrigens mit Wasserzeichen 20).



Schlechter lief es übrigens mal für den Butler der Dowager Lady Grantham in einer Folge von Downton Abbey. Der sortiert Ausgaben zur imperialen Ausstellung 1925 ein, wenn ich mich richtig erinnere. Seine Gegenspielerin mit der er eine Fehde laufen hatte, bezeichnet Briefmarkensammeln dabei als „silly occupation for a grown man“, also als eine alberne Beschäftigung für einen erwachsenen Mann.

Wir wissen es besser und sitzen solche Anfeindungen natürlich einfach gemessen aus.

Cheers!
 
Schradin Am: 23.01.2025 20:39:36 Gelesen: 5317# 31 @  
Zur erwähnen ist vielleicht noch die US-amerikanische Komödie "Brewster´s Millions" (1985; dt.: "Zum Teufel mit den Kohlen"), in der der Protagonist (gespielt von Richard Pryor) innerhalb von 30 Tagen 30 Millionen Dollar ausgeben muss, um ein Erbe von 300 Millionen Dollar anzutreten.

Dabei erwirbt er unter anderem ein Exemplar der "Inverted Jenny", um sie auf eine Postkarte zu kleben und an eine beteiligte Anwaltskanzlei zu schicken (siehe auch Wikipedia-Artikel zu dem Film).
 
DL8AAM Am: 23.01.2025 22:41:13 Gelesen: 5292# 32 @  
Das hatte ich bereits 2022 in Thema "Mauritius" auf diese Folge hingewiesen. Hier ein entsprechend editierter Auszug:

Bei ARD ONE wurde gerade (Dezember 2022 -ed) die Folge "Die Rote Mauritius" (The Mauritius Penny) aus der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" (The Avengers), Staffel 2/Folge 7, aus dem Jahr 1962 gezeigt. Ein Agentenkrimi, der im herrlich versnobbten britischen, "philatelistischen Milleu" spielt und u.a. die Rote Mauritius "Post Office" (sowie Händler-Vorratslisten als geheime Kommunikationsmedien) thematisiert.

Edit: Inzwischen wird die Serie zwar erneut auf ARD ONE wiederholt, nur leider sind sie aktuell bereits schon wieder bei der Staffel 5. Leider sind die älteren Staffeln auch nicht mehr in der ARD-Mediathek vorhanden. Also entweder auf die nächste Wiederholungsserie warten, oder vielleicht mit viel Glück irgendwo anders ausgraben. ;-)



Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 14.03.2025 20:35:36 Gelesen: 4965# 33 @  
Zwar kein echter Kinofilm, aber trotzdem von der UFA ;-)

Der Weg eines Paketes von 1964, ein knapp 20-minütiger Imagefilm der Deutschen Bundespost auf dem YouTube-Kanal vom "Medienarchiv Bielefeld (Frank Becker-Stiftung)" [1].



Wunderschöne Bilder des damaligen Postwesens, viel Spass!

Beste Grüße
Thomas

[1] https://youtu.be/hzBNSwFFSno
 
DL8AAM Am: 15.03.2025 20:17:16 Gelesen: 4834# 34 @  
@ DL8AAM [#33]

Und wenn wir schon dabei sind, auf dem selben YouTube-Kanal des "Medienarchiv Bielefeld (Frank Becker-Stiftung)" findet sich ein weiterer Film aus dieser Serie:

Ein Brief wird befördert von 1964 [1].



Hier wird u.a. kurz auch so eine Klüssendorf-Maschinenstempel-Anlage (?) in Aktion gezeigt. ;-)

Im Jahr 1979 wurde der Film dann um ein paar wenige kurze, aktuelle Szenen aufbereitet (insbesondere Entwertung neuer Briefmarken der Technik-Serie, um die Minute 6 herum) neu veröffentlicht [2].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://youtu.be/6jQMzxSoOzE
[2] https://youtu.be/vvVuo72KAyQ
 
Peter Blum Am: 17.03.2025 20:22:30 Gelesen: 4740# 35 @  
Hallo,

während sich Fußballfans am kommenden Sonntagabend den Klassiker Deutschland gegen Italien anschauen, setzt das ZDF auf Fernweh und Romantik: Um 20:15 Uhr wird erneut die Traumschiff-Folge "Mauritius" (Erstausstrahlung 2022) über die Bildschirme schippern.

Und weil es nach Mauritius geht, darf natürlich die berühmteste Briefmarke der Welt nicht fehlen. In einem der Handlungsstränge geht es um einen leidenschaftlichen Philatelisten an Bord – der zwar nicht alle, aber doch so einige Klischees eines leicht schrulligen Briefmarkensammlers erfüllt. Dieser hat nur ein Ziel: die Blaue Mauritius. Während seine Frau auf entspannte Urlaubstage hofft, denkt er ausschließlich an das rare Sammlerstück.

Doch als das Museum mit der begehrten Marke geschlossen hat, schlägt seine Euphorie abrupt in Frust um. Warum überhaupt an Land gehen, wenn es dort ohnehin nichts zu sehen gibt? Seine Frau hat daraufhin eine kreative Idee und greift zu einer kleinen Notlüge: Angeblich existiert eine bislang unbekannte weitere Marke – und sie wartet auf Mauritius darauf, entdeckt zu werden.

Der Trick funktioniert. Allerdings anders als gedacht. Anstatt die Insel gemeinsam zu genießen, verbeißt sich der Sammler in seine neue Mission und beginnt eine fieberhafte Schatzsuche. Während er Theorien spinnt, Ahnenforschung betreibt und sich durch die Geschichte der Insel gräbt, dämmert seiner Frau, dass sie ihre Ehe in eine gefährliche Schieflage manövriert hat.

Nach einigen Turbulenzen erkennt auch der fanatische Briefmarkenjäger, dass sein Verhalten nicht gerade beziehungsfördernd war. Und so kommt er zu der Erkenntnis: So wertvoll die Blaue Mauritius auch sein mag – die Liebe ist wertvoller. :) ... und es gibt das erwartete Happy End.

Und als Vorgeschmack (oder als Abschreckung) zwei philatelistische Screenshots:



Beste Grüße
Peter Blum
 
saeckingen Am: 18.03.2025 07:51:35 Gelesen: 4702# 36 @  
@ Peter Blum [#35]

Zumindest in Grundzügen kommt mir die Geschichte bekannt vor.

Wir haben am 1.5.24 auf einer Kreuzfahrt mit einem Schwesterschiff des "Traumschiffes" Mauritius besucht und uns dabei auch auf das Blue Penny Museum gefreut - sogar meine Frau!

Leider ist der 1. Mai auch auf Mauritius ein Feiertag und das Museum war geschlossen.

Es gab aber noch genug andere interessante Sachen auf Mauritius zu sehen - für Philatelisten und Nicht-Philatelisten! ;-)

Grüße
Harald



Vor dem geschlossenen Blue Penny Museum.
 
Bendix Gruenlich Am: 11.03.2026 20:16:04 Gelesen: 1816# 37 @  
@ Peter Blum [#35]. Erst jetzt werde ich auf deinen Beitrag aufmerksam.

Mir fiel das Gefälle hinsichtlich der Qualität zwischen dem linken Album (historische Marken aus Mauritius) und dem rechten Album auf. Auch liegt eine Fernsehstunde zwischen den Bildern, da kann ja einiges passieren. Sollten sich die Marken in dieser Zeit verwandelt haben?

Das hat mich neugierig gemacht.

Im linken Album sieht man historische Mauritius-Marken. Es ist ja erst einmal ein Wunder, dass der Sammler seine kostbaren Marken überhaupt auf eine Schiffsreise mitnimmt. Ich habe zwar auch immer ein Album dabei, aber meine mir kostbare Stammsammlung käme nie ins Gepäck. Und dann legt er auch noch das Album auf die Theke der Schiffsbar und hält einen Vortrag?

Gefährlicher geht’s nicht. Ruckzuck tropft das Kondenswasser von den Gläsern der kühlen Biere und Longdrinks ins Album. Aber nun gut.

Im rechten Album - ca. 60 Minuten nach dem Zeigen des ersten Albums - sieht man dann plötzlich überraschend geringwertige Marken

• Ungarische Portomarken, die millionenfach gefälligkeitsgestempelt vermarktet wurden
• Nachdrucke der blauen Mauritius
• US-amerikanische Freimarken mit üblicher Killerentwertung
• Tschechoslowakische Provinzwappenmarken, ich meine die typische Wellenstempelung des philatelistischen Dienstes für zum Westexport bestimmtes gefälligkeitsgestempeltes Material zu erkennen
• Eine französische Freimarken St. Lo aus den 60ern, auch nicht gerade verlockend gestempelt
• Und ganz unten der absolute Tiefschlag: sonderbare Ajman / Manama-Fetzen, wirklich die schwächsten Ausgaben des mich auch sonst nicht gerade begeisternden Gebietes (wer hat diesen Schrott bloß entworfen, gedruckt und wer hat das vermarktet?)

Also erst ist der Sammler auf der Jagd nach der blauen Mauritius, dann hat er eine Auswahl auf unterem Anfängerniveau in der Hand? Das ist natürlich so glaubwürdig, wie es überhaupt alle Traumschiff-Plots sind, (aber wichtig beim Gucken von Folgen aus der Serie ist ja sowieso, dass die Pina Colada, die man dazu trinken sollte, gut gemixt ist).

Also wie kommt’s?

Das kommt so: Der Sammler fühlt sich zum Schluss ordentlich vorgeführt und schwört der Sammelei ab. Um das für den Zuschauer zu verdeutlichen, geht er auf den Balkon seiner Kabine und zupft Briefmarken aus dem Album und übergibt sie lamentierend einzeln dem Wind.

Und die Requisiteure haben es wohl nicht übers Herz gebracht (oder der das Album bereitstellende Sammler hat das verhindert), dass mit Marken aus dem linken Album zu machen, es musste was mit ganz billigen Sorten her.

Und weiß Gott, die haben da was gefunden.

Hier noch ein paar Originale aus Mauritius


 
Hornblower Am: 12.03.2026 16:58:11 Gelesen: 1642# 38 @  
@ saeckingen [#36]

Lieber Harald,

da ist Dir etwas entgangen, das Museum ist einen Besuch wert. Wir waren im Dezember 2024 dort, für mich ein Höhepunkt des Urlaubs, obgleich Mauritius natürlich auch sonst sehr viel zu bieten hat.

Vielleicht habe ich es überlesen, aber mein Lieblingsfilm "Charade" mit Audrey Hepburn und Gary Grant fehlt noch. Absolut und immer wieder sehenswert.

Beste Grüße
Michael
 
Jensen Am: 12.03.2026 17:35:36 Gelesen: 1620# 39 @  
Hallo,

der Film "Charade" ist oben aufgeführt, allerdings ist es anders als oben steht kein Hitchcock-Film.

Gruße
Jensen
 
Hornblower Am: 13.03.2026 11:12:12 Gelesen: 1487# 40 @  
Hallo Jensen,

besten Dank. Ich werde ganz offensichtlich alt und älter. :-)

Gruß
Michael
 
iholymoses Am: 02.04.2026 22:23:43 Gelesen: 1128# 41 @  
Hallo, gestern abend spielte im ZDF bei den "Rosenheim Cops" ein alter Brief eine kleine Nebenrolle [1]: die Briefmarke trug einen Ersttagsstempel und dadurch sei der Brief wohl über 1000 € wert.

Due Marke und der Stempel werden kurz gezeigt (hier etwas gedreht und vergrößert):



Diese Marke wird man im Katalog nicht finden und 1929 wurde auch schon blau gestempelt (und mit "Ersttagsstempel")!

Mit amüsierten Grüßen,
Reinhard

[1] https://www.zdf.de/video/serien/die-rosenheim-cops-104/tod-einer-diva-100
 

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