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Thema: Postpoints - die geheimnisvollen PP's im Stempel
Richard Am: 03.06.2007 21:58:23 Gelesen: 11560# 1 @  
In Heft 10/2007 berichtete die DBZ über 'Postpoints'. Ich zitiere:

Die Post hat nur intern eingesetzte Aufzeichnungen über die bisherigen ab 2005 eingeführten Postpoints und deren Standorte. Sie will diese Orte nicht bekannt geben. Es soll eine sichere Bewertung dieser Verkaufstellen stattfinden, wie sehr sie also genutzt werden und welche Umsätze sie bringen. Philatelistische Nachfrage könnte diese Erhebungsdaten verfälschen.

Leser, die gern Postpoints aus allen Bundesländern erfragen wollen, müssen also leer ausgehen. Diese alten Postpoints (Verkaufspunkte) werden dann bei Erfolg des Testes mit den leistungserweiterten Postpoints in Bonn und Dortmund nach und nach auf den neuen Standard gebracht.

Andererseits führen Postpoints einen für Stempelfreunde interessanten Zusatz im Tagesstempel ('PP'). Der ist ohne Zweifel von philatelistischem Reiz. Die alte Geschichte: Wer spannende, ursprüngliche Philatlie betreiben will, muss selber etwas tun!

(Quelle: DBZ)

In Bonn scheinen die Geheimnisse nicht so ernst genommen zu werden. Die Standorte der Postpoints in Bonn werden auf http://www.bonn.de bekanntgegeben:

http://www.bonn.de/imperia/md/content/wirtschaftundwissenschaft-internationales/wirtschaft/standortliste_bonn.pdf

Was fehlt ist ein schöner Postpoint Stempelabdruck - ich habe heute keinen finden können.
 
AfriKiwi Am: 04.06.2007 02:41:24 Gelesen: 11558# 2 @  
Zitat: Der ist ohne Zweifel von philatelistischem Reiz. Die alte Geschichte: Wer spannende, ursprüngliche Philatlie betreiben will, muss selber etwas tun!

Wie ich hier in Neuseeland feststellte verschwinden auch die PPs (machen das Geschäft einfach zu - beenden den Betrieb).

Habe auch verschiedenes bei Whau Valley Postshop abstempeln lassen aber der Wert wird sicher langsam steigen, obwohl schon ein philatelistischen Reiz daran hängen kann.

Dieses Aerogramm wurde mit einer NZ$ 1.00 Weihnachtsmarke frankiert. Alle Weihnachtskarten in Briefe konnten verschickt werden gegen NZ$ 1 in den 30 Tagen vor Weihnachten.

Dieser PP schloss in April 2006.

MfG
Erich


 
Richard Am: 21.06.2007 10:47:08 Gelesen: 11528# 3 @  
Deutsche Post AG plant 600 neue Mini-Filialen

Posttip.de (20.06.07) - Die Deutsche Post AG (DP AG) wird ab Herbst in ganz Deutschland rund 600 neue "Postpoints" eröffnen. Das sind Postschalter in privaten Ladenlokalen und Geschäften, die laut DP AG den alltäglichen Bedarf der Privathaushalte abdecken. Wie das Unternehmen mitteilte, war das Pilotprojekt mit 33 Postpoints in Dortmund und Bonn erfolgreich.

Damit will die DP AG das Netz ihrer Standorte auf mehr als 13.000 erhöhen – eine Antwort auf die Kampfansage des Konkurrenten PIN AG, bis Jahresende ein größeres Filialnetz vorweisen zu wollen als der Ex-Monopolist. Die konkreten Standorte der neuen Postpoints werden voraussichtlich im September feststehen und bekannt gegeben, nachdem die Verhandlungen mit den Kooperationspartnern abgeschlossen sind.

Die Postpoints werden Briefe, Päckchen und Pakete annehmen und Brief- und Paketmarken verkaufen. Außerdem sind bereits vorfrankierte Plusbriefe, -karten und –päckchen im Angebot. Einschreiben, Nachsendungen und Lagerservices sowie Auskünfte zu Produkten und Preisen gehören ebenfalls zum Programm. Bei den Postpoints arbeitet die DP AG in bewährter Weise mit Kaufleuten aus dem Einzelhandel zusammen. Bereits jetzt gibt es in vielen Städten etwa bei in Filialen einer Schreibwarenkette die Möglichkeit, einfache Postdienste zu nutzen.

(Quelle: http://www.posttip.de/news/22451/Deutsche-Post-AG-plant-600-neue-Mini-Filialen.html)
 
Richard Am: 22.06.2007 12:56:22 Gelesen: 11523# 4 @  
Post schafft neue Kleinstfilialen in Geschäften

Von Christian Siedenbiedel

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (21.06.07) - Die Deutsche Post will ihr Filialnetz durch 600 sogenannte Postpoints erweitern, von denen 42 in Hessen entstehen sollen. Dabei soll es sich um kleine Poststellen handeln, die in bereits vorhandenen Einzelhandelsgeschäften untergebracht werden. Anders als die meisten Postagenturen - die nächstgrößere Variante der Postniederlassung - werden die Postpoints keine Postbank-Dienstleistungen anbieten, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Außerdem ist es bei den Postagenturen in der Regel offenbar so, dass sie anstelle von eigenbetriebenen Postfilialen eingerichtet werden, die dafür aufgegeben werden. Das soll bei den Postpoints nicht so sein, wie der Sprecher versicherte: „Wir eröffnen diese rein zusätzlich, nicht anstelle von Filialen.“

In zwei Pilotstädten, Dortmund und Bonn, gibt es schon seit einiger Zeit solche Kleinstfilialen. Die Zahl der Anlaufstellen für Postkunden soll sich in den beiden Städten durch den Modellversuch mit einem Schlag verdoppelt haben. Jetzt soll das Projekt auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Die Postpoints sollen den alltäglichen Bedarf abdecken: Man kann dort Briefe und Pakete abgeben, Briefmarken kaufen, aber auch beispielsweise Packsets erwerben. Außerdem ist es dort möglich, Einschreiben aufzugeben sowie Nachsendungen zu veranlassen oder den Lagerservice zu beauftragen.

Reaktion auf anstehende Liberalisierung

Kritik gab es für das Konzept vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation in Offenbach, der die Interessen der Postkunden vertritt. Vorstand Elmar Müller sagte dieser Zeitung, aus Sicht der Postkunden seien die Postpoints mit Vorsicht zu genießen: „Da gibt es doch nur ein sehr ausgedünntes Produktangebot.“ Die Beratung sei oft nicht optimal, weil das Personal nicht ausreichend geschult sei. In vielen Fällen sei die Öffnungszeit der Postpoints auch nicht identisch mit der der Geschäfte, in denen sie untergebracht seien. Alle Dinge, die versichert werden müssten, wie Wertbriefe, könne man dort in der Regel nicht aufgeben. „Aber das wird wohl vielfach die Zukunft sein“, meinte Müller.

Die Post reagiert damit offenbar auch auf die bevorstehende Liberalisierung des Briefmarktes. Zum Jahresende soll das Briefmonopol in Deutschland fallen. Private Postanbieter haben schon angekündigt, ihre Netze ausweiten zu wollen. Der private Paketdienstleister Hermes beispielsweise kommt jetzt schon auf mehr als 13.000 Annahmestellen, die Pin Group plant angeblich, im nächsten Jahr an 11.000 Standorten Sendungen anzunehmen. Postchef Klaus Zumwinkel reagierte vor einiger Zeit mit der Ankündigung: „Wo die Wettbewerber sind, da werden wir auch sein.“

Kunden sollen nicht verprellt werden

Das Unternehmen versucht einen schwierigen Spagat. Auf der einen Seite will die Post die Kosten niedrig halten, um gut für den Wettbewerb gerüstet zu sein. Auf der anderen Seite gilt es, die Kunden nicht unnötig durch den Rückzug aus der Fläche zu verprellen. Deshalb versucht das Unternehmen, günstige Formen des Vertriebs zu finden. Das Gegenstück zu den Postpoints sind Verkaufsstellen für Briefmarken und Paketmarken in Supermärkten. In der Regel werden sie ergänzt durch einen Briefkasten und gegebenenfalls durch eine Paketbox. Hier befindet sich die Post nach Unternehmensangaben in Gesprächen mit mehreren Ketten.

Außerdem ist die Zahl der Packstationen ausgeweitet worden - Automaten, an denen man Pakete und Päckchen abgeben kann. Bis Ende des Jahres will die Post bundesweit auf 1000 kommen. In Frankfurt ist die Zahl bereits im vorigen Jahr von 48 auf 51 aufgestockt worden, in Darmstadt auf zehn, in Wiesbaden auf acht, in Offenbach auf sechs; in Mainz, einer der Pilotstädte, soll es mittlerweile sogar 35 der Anlagen geben.

Teilweise werden Leistungen eingeschränkt

Durch solche Schritte soll das Post-Netz offenbar zu günstigen Konditionen erweitert werden. Insgesamt ist die Entwicklung in Hessen allerdings nach wie vor noch geprägt davon, dass traditionelle Postfilialen in sogenannte Partneragenturen in Einzelhandelsgeschäften umgewandelt werden. Dafür hat die Post nach eigenen Angaben in Hessen mehr Bewerber als potentielle Standorte. Im Bundesland betreibt das Unternehmen derzeit noch rund 900 Filialen, von denen weniger als die Hälfte mit eigenem Personal der Post ausgestattet sind. Gerade steht die Umwandlung einer Filiale in eine Agentur im südhessischen Seeheim an, in Frankfurt am Haus Dornbusch ist dasselbe im März passiert, in Sachsenhausen an der Mörfelder Landstraße Anfang des Jahres.

Für die Postkunden bedeutet das zumindest in einem Teil der Fälle auch Einschränkungen der Leistungen. Diese Umwandlungen sind deshalb häufig mit erheblichem Protest von Anwohnern und Lokalpolitikern verbunden. Gesetzlich ist der Post zurzeit noch vorgeschrieben, dass sie bundesweit mindestens 12.000 Filialen betreiben muss, davon mindestens 5000 mit eigenem Personal. Wie sich die gesetzlichen Auflagen für das Netz mit der Öffnung des Briefmarktes weiterentwickeln werden, ist noch in der politischen Diskussion. Mit den Postpoints wird das Unternehmen nach eigenen Angaben auf mehr als 13.000 Standorte kommen, davon rund 7000 als Partnerbetriebe, außerdem verfügt es noch über etwa 108.000 Briefkästen. Deren Netz soll nach einer erheblichen Reduzierung um gut 30.000 vor vier Jahren derzeit nicht angetastet werden.

(Quelle: http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~ED9C85BCF510A45E4B26AFDC0B835FC43~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
 
Richard Am: 27.09.2007 08:55:40 Gelesen: 11399# 5 @  
Hundertster Postpoint von bundesweit mehr als sechshundert geplanten Filialen eröffnet

Posttip.de (25.09.07) - In einem Gothaer Lebensmittelmarkt der tegut-Kette wurde kürzlich der Hundertste von bundesweit mehr als sechshundert geplanten Postpoints eröffnet.

Nach eigenen Angaben setzt die Deutsche Post damit die im Juni angekündigte Ausweitung ihres neuen Filialformats in die Tat um. Bis Ende 2007 soll die Erweiterung des neuen Filialformats abgeschlossen sein. Zusammen mit den dreíhundert Standorten des Vorgängerformats ergänzen die neuen Postpoints das heute schon flächendeckende Netz von 12.600 Postfilialen. Insgesamt wird das Unternehmen damit ab Anfang 2008 für seine Kunden an mehr als 13.500 Standorten in Deutschland präsent sein.

Die Postpoints nehmen Briefe, Päckchen und Pakete an. Verkauft werden außerdem bereits vorfrankierte Plusbriefe, -karten und -päckchen, aber natürlich auch Brief- und Paketmarken. Die Postpoints bieten daneben die Möglichkeit zur Beauftragung von Einschreiben, Nachsendungen und des Lagerservices sowie Auskünfte zu Produkten und Preisen. Bei den Postpoints arbeitet die Deutsche Post mit Kaufleuten aus dem Einzelhandel zusammen.

Der Test dieser neuen Angebote ist Teil der im vergangenen Jahr angekündigten weltweiten Serviceoffensive, mit der der Konzern unter dem Namen „First Choice“ dauerhaft die erste Wahl für jeden Kunden sein will, wenn es um die Entscheidung für ein Logistikunternehmen geht. Lothar Rogg, Mitglied des Bereichsvorstands BRIEF für Privatkunden/Filialen: „Von dem Probebetrieb versprechen wir uns auch mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb größere Kundennähe, verbesserte Erreichbarkeit und kürzere Wartezeiten. Die Resonanz und Zufriedenheit bei den Kunden werden wir daher ebenso messen wie die Qualität des neuen Filialformats und seine Wirtschaftlichkeit. Ziel der Ausdehnung des bisher auf Dortmund und Bonn begrenzten Pilotprojekts ist es, bundesweite Erkenntnisse zu gewinnen sowie regionale Unterschiede zu erfassen“.

(Quelle: http://www.posttip.de/news/22527/Hundertster-Postpoint-von-bundesweit-mehr-als-sechshundert-geplanten-Filialen-eroeffnet.html)
 
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