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Thema: DDR Briefe mit Zurück-Stempeln und interessantem Aufkleber
philapit Am: 05.06.2014 16:38:57 Gelesen: 5201# 1 @  
Hallo Sammlerfreunde,

weitere DDR Briefe mit Interessantem drumherum!

1. Drei E-Briefe nach der BRD mit fingierten Adressen. Alle zurück. Da hat ja wohl jedes Postamt seinen eigenen Stempel. Ist so etwas in Deutschland nicht genormt?



2. DDR Brief ins Bruderland CSSR zurück mit Aufkleber rückseitig-unzulässig. Was war da wohl drin? Konnte wohl jeder Postbeamte oder das Kontrollorgan einen eigenen Aufkleber zaubern?



3. Brief von Berlin an das Postamt Halle mit hochinteressantem Aufkleber mit Dienststempel und Unterschrift. Was soll der Aufdruck Drucksache und Sonderstempel? Den Grund der strafbaren Handlung wird wohl nicht mehr zu ermitteln sein. Schöner nicht alltäglicher Beleg aus der DDR Postgeschichte.



Mit freundlichen Grüßen
philapit
 
drmoeller_neuss Am: 06.06.2014 10:29:31 Gelesen: 5139# 2 @  
Die obere Reihe ist einfach zu erklären: die Empfänger waren vor längerer Zeit umgezogen und nicht mehr zu ermitteln, da er kein Nachsendeantrag gestellt hatte oder die Frist abgelaufen war. Für DDR-Sammler war es nicht so einfach, an Tauschpartner in der BRD zu kommen. Natürlich gab es die Möglichkeit, Freunde oder bereits vorhandene Tauschpartner zu bitten, im eigenen Namen mit der DDR-Adresse eine Anzeige, z.B. in der Michel-Rundschau aufzugeben. Damit hat man sich aber keine Freunde in der DDR geschaffen. Viele haben den etwas diskreteren Weg genommen, und auf unter der Hand herumgereichte Adressen geantwortet. So habe ich auch meinen Tauschpartner in der DDR bekommen. Natürlich waren hier immer Adressen dabei, die nicht mehr aktuell waren.

Der Brief in der mittleren Reihe dürfte gegen die Zollvorschriften der DDR verstossen haben. Auch in die sozialistischen Bruderländer wie die CSSR war der Versand von Briefmarken und Geld im Umschlag verboten. Zoll und Stasi haben hier Hand in Hand gearbeitet, und kein Brief, zumal ein solch auffälliger, ist der Kontrolle entgangen.

Der letzte Brief dürfte unter das Stichwort "Postkriminalität" fallen. Die Sendung wurde wenige Tage nach der Einführung der DM in der DDR an die Sonderstempelstelle in Halle 4020 geschickt. Wahrscheinlich hat jemand in diesem Briefumschlag nach den Neuerscheinungen in harter Währung gesucht oder gar Bargeld vermutet. Die Spuren waren nicht zu übersehen und haben die Deutsche Post zu Ermittlungen veranlasst.
 
Sachsendreier53 Am: 12.09.2014 18:41:28 Gelesen: 4932# 3 @  


Amtlich geöffneter Brief aus SCHWERIN 99 / 2750 vom 15.6.1990. Hinten Aufkleber " Zur Ermittlung des Absenders oder Empfängers amtlich geöffnet" und Stempel des Hauptpostamtes Schwerin, Nachforschungsstelle. Der Empfänger war nicht zu ermitteln, unbekannt verzogen.



"Versehentlich" geöffneter Brief aus LEIPZIG BPA / ne / 7005 vom 25.7.1990. Rückseitig Gummistempel einer Dienststelle vom 30.7.1990,
" ZPF-V- versehentlich geöffnet! Name: Zeuge:"

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 08.12.2016 10:40:15 Gelesen: 3838# 4 @  
Unzustellbarer Brief aus 684 PÖSSNECK br vom 10.3.1988, adressiert nach Erfurt. Wegen ungenügender Adresse (zweisprachiger Rechteckstempel) bekam der Brief am 11.3. in Erfurt den Retourstempel. Im Postamt Pössneck wurde am 21.3 die Briefsendung wegen Ermittlung des Absenders oder Empfängers amtlich geöffnet (gezähnter Klebezettel mit blauer Schrift).



mit Sammlergruß,
Claus
 
Totalo-Flauti Am: 11.04.2019 09:01:31 Gelesen: 847# 5 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein Ortsbrief aus Leipzig vom 6.2.1969. Adressiert wurde der Brief anfänglich an die AWG "Schaffende Hände" 7027 Leipzig Straßenbahnhof Probstheida. Aber auch in 7039 Leipzig war der Adressat nicht zu finden. Erst die amtliche Öffnung des Briefes im Postamt 7005 Leipzig versetzte die Post in die Lage, den Brief dann an die Leipziger Verkehrsbetriebe in 701 Leipzig auszuliefern und nicht zurück zu schicken.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
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