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Thema: (?) (6) Altdeutschland Norddeutscher Postbezirk: Stempel bestimmen
roman Am: 28.03.2013 01:17:22 Gelesen: 3066# 1 @  
Durch Zufall habe ich eine Marke auf dem NDP, die ich als Hufeisenstempel aussortiert hatte genauer betrachtet und diesen Stempel entdeckt. Leider habe ich keine Lektüre über diesen.


 
reichswolf Am: 28.03.2013 02:59:18 Gelesen: 3062# 2 @  
@ roman [#5]

Das ist ein sogenannter Kieler Wurststempel: http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=109480

Zu diesem Stempel (und den Hufeisenstempeln) gibt es außerdem diese schöne Seite: http://www.hufeisenstempel.de/

Beste Grüße,
Christoph
 
roman Am: 28.03.2013 11:09:48 Gelesen: 3023# 3 @  
@ reichswolf [#6]

Kann man sagen das es ein Vorläufer ist des Hufeisenstempels, oder ein Mitläufer, der nur regional benutzt wurde im selben Zeitraum des Hufeisenstempels? Wenn - auf welchen Marken kann man ihn noch finden, ich glaube ich habe mich verliebt ? ;-)
 
Richard Am: 04.04.2013 08:22:38 Gelesen: 2968# 4 @  
@ roman [#7]

Hallo Roman,

in der Stempeldatenbank auf Philastempel findest Du weitere Beispiele des Wurststempels aus Kiel:

http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/343

Schöne Grüsse, Richard
 
suedhang Am: 30.07.2014 10:13:57 Gelesen: 5242# 5 @  
Hallo Forum!

Ich besitze den Langstempel ZACHUN auf der Marke Norddeutscher Postbezirk Nr. 4. Hier stellt sich die Frage: Wie selten ist dieser. Er wurde im Jahre 1984 von Herrn Spalink attestiert, aber ohne weitere Bemerkung. Ist dieser Stempel überhaupt bekannt?

Vielen Dank an das Forum.

suedhang
 
Hatten Am: 30.07.2014 10:30:23 Gelesen: 5231# 6 @  
@ suedhang [#5]

Im Handbuch von P. Feuser "Nachverwendete Altdeutschland-Stempel" ist der Langstempel "ZACHUN" unter Mecklenburg-Schwerin aufgeführt. Auf Marken des NDP wird er mit 600 Punkten bewertet.

Die Bewertung gilt für den Stempel auf loser Marke/Briefstück oder als Nebenstempel auf frankiertem Ganzstück. Auf Marke auf Brief ca. dreifache Preise. Herzlichen Glückwunsch zu diesem seltenen Stempel. Es wäre schön, wenn Du ihn uns einmal zeigst!

Beste Grüße
Horst
 
suedhang Am: 30.07.2014 14:46:19 Gelesen: 5178# 7 @  
Hallo Hatten,

im Moment fehlen mir die technischen Voraussetzungen den Stempel einzuscannen. Für meine Kamera dürfte der Stempel zu schwach sein.

Viele Grüsse
Helmut
 
suedhang Am: 31.07.2014 17:20:24 Gelesen: 5096# 8 @  
Da mein verfügbarer Scanner nicht unter Windows 8.1 läuft, habe ich mal mit der Kamera Bilder gemacht:




Na ja, nichts besonderes. Unten ist der Name "Zachun" zu erahnen.
 
Briefmarkenfreunde Donaueschingen Am: 31.07.2014 17:31:18 Gelesen: 5090# 9 @  
@ suedhang [#8]

Auf den Bildern ist wirklich nichts zu erkennen.

MfG
Dieter
 
suedhang Am: 19.08.2014 13:54:13 Gelesen: 4951# 10 @  
OK, ich versuche es noch einmal:


 
rostigeschiene Am: 10.11.2014 22:56:38 Gelesen: 9764# 11 @  
Leider fehlt mir der Katalog für in Berlin verwendeten Bahnpoststempel.



Bei diesem kann ich das Jahr der Verwendung nur an der Gültigkeit der verwendeten Marke festmachen 1869 bis 1871.



Leider gibt der Ausgabestempel von Lippstadt auch keinen Hinweis auf das Jahr.

Viele Grüße Werner
 
Gernesammler Am: 11.11.2014 08:54:09 Gelesen: 9702# 12 @  
@ rostigeschiene [#11]

Hallo Werner,

die Verwendungszeit für diesen Stempel in der Zeit des "Nordeutschen Post Bezirks" in schwarzer Farbe war vom 29.7.1869 - 2.8.1881. Ein schöner Brief ist es auf jeden Fall.

Gruß Rainer

[Beiträge [#11] und [#12] kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
SH-Sammler Am: 20.02.2018 10:38:55 Gelesen: 2651# 13 @  
@ Gernesammler [#12]
@ alle

Hallo Rainer, hallo "alle",

mir liegt ein Brief aus der Schweiz nach Kierspe vor. Er ist frankiert mit 40 Rappen, entsprechend der Taxe aus dem 1. Schweizer Taxrayon in den 3. Rayon des Deutsch - Österreichischen Postvereins. So weit ist mir alles klar.



Schaffhausen - Kierspe vom 6. Dez. 1863

Nun trägt der Brief noch einen ..P.D. Stempel, welchen ich auf 2 Arten interpretieren kann: Ist der Zusatzstempel nun ein P.D mit viel Schmutz vor dem P oder heisst es NP.D. ?

Nach dem Studium aller Beiträge in den div. Themen zum norddeutschen Postbezirk hier bei philaseiten habe ich keinen derartigen Stempel auffinden können. Briefe AUS dem NPD mussten ja nicht extra bezeichnet werden. Briefe aus dem Ausland jedoch mit einem NPD habe ich nicht gefunden. Auch die Stempeldatenbank war diesbezüglich erfolglos.

Vielen Dank schon mal, und hoffentlich viele positive Antworten.

SH-Sammler
Hanspeter

Nachtrag: Dank einem Hinweis von Richard gibt es keine NPD Stempel, es müsste wenn schon NDP heissen. Ich bin da einem Irrtum aufgesessen. Ist halt nicht ganz mein Gebiet.

Vielen Dank an Richard

Hanspeter

 
bayern klassisch Am: 20.02.2018 16:06:56 Gelesen: 2603# 14 @  
@ SH-Sammler [#13]

Hallo Hanspeter,

NDP ist ein Kunstbegriff, der nicht Eingang in Poststempel gefunden hat. Hier hat dein Brief einen P.D. - Stempel der Schweiz, der so verschmutzt bzw. verkleckst abgeschlagen wurde, dass er etwas anderes suggerieren könnte.

Mit der NPD hat es auch nichts zu tun - die gab es damals noch gar nicht, da es noch überhaupt keine Parteien gab. Das waren noch Zeiten. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Markus Pichl Am: 20.02.2018 19:52:22 Gelesen: 2566# 15 @  
@ SH-Sammler [#13]

Hallo Hanspeter,

Dein Brief ist im Jahre 1863, dem Ausgabejahr der 40 C. sitzende Helvetia (MiNr. 26), am Nikolaustag aufgegeben worden. Gut, ob damals schon Nikolaustag gefeiert wurde, entzieht sich meiner Kenntnis und konnte hierzu auch keine genaue Angabe ergoogeln. Was es aber damals bestimmt noch nicht gab, das war der Norddeutsche Bund. https://de.wikipedia.org/wiki/Norddeutscher_Bund

Der Brief ist nach Kierspe bei Elberfeld adressiert und das war damals preussisch.

Beste Grüße
Markus
 
SH-Sammler Am: 21.02.2018 05:54:16 Gelesen: 2521# 16 @  
@ bayern klassisch [#14]
@ Markus Pichl [#15]

Guten Tag Ralph, guten Tag Markus,

ich bedanke mich auch bei Euch beiden für Eure Hinweise, sie haben mir beide nochmals ein bisschen mehr Erkenntnis gebracht.

Dass es keinen Stempel NDP resp. PD mit vorgestelltem (und verschmiertem) N gibt, kann ein Schweiz-Sammler doch nicht wissen. Vor allem, wenn er die Reihenfolge der Buchstaben in der Suchmaske nicht korrekt eingibt.

Dass die deutsche Geschichte jener Zeit doch sehr ereignisreich war, macht es für Nicht-Deutsche besonders schwierig, einen Brief korrekt zu beschreiben. Danke Markus für den Hinweis zu Preussen. Wenn ich Kierspe bei Google eingebe, lag es in West-Phalen (ohne jetzt noch ganz genau auf das Jahr zu schauen).

Gerne stelle ich wieder mal Fragen, wenn ich in meinem Eifer (und meinen Scheuklappen) nicht mehr weiter weiss.

Liebe Grüsse

Hanspeter
 
Markus Pichl Am: 21.02.2018 09:41:38 Gelesen: 2501# 17 @  
@ SH-Sammler [#16]

Hallo Hanspeter,

das ist richtig, Kierspe liegt in Westfalen (Kreis Altena), damals zur Oberpostdirektion Arnsberg zugehörig und alles zusammen lag im Königreich Preussen. Elberfeld (Rheinland, OPD Düsseldorf) liegt geographisch näher und daher wohl vom Absender der Zusatz "bei Elberfeld". Wahrscheinlich hätte der Brief auch ohne diesen Zusatz sein Ziel gefunden, in Kierspe gab es damals sogar schon ein Postamt (Nummernstempel 722, die Nummernstempel wurden am 31.3.1859 in Preussen eingezogen). Westfalen war eine preussische Provinz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Westfalen

Beste Grüße
Markus
 
DERMZ Am: 23.06.2019 08:31:49 Gelesen: 875# 18 @  
Guten Morgen,

ein kleiner bescheidener Beleg macht mir ein wenig Kopfzerbrechen, meine Frage, kann man anhand der abgeschlagenen Stempel dem Brief ein Jahr zuordnen?



Abgeschlagen wurden MARBURG 29/3 und CÖLN 30/3



Wer kann mir eventuell helfen?

Besten Dank sagt Olaf
 
Connaisseur Am: 25.06.2019 09:03:05 Gelesen: 828# 19 @  
Leider kann man der Ganzsache kein Jahr zuordnen.

Es gibt allerdings zwei Ansatzpunkte, bei denen Heimatsammler weiterhelfen könnten:

- wann wurde in Marburg der nachverwendete Thurn & Taxis-K1 durch einen neuen Stempel abgelöst?

- ist der Verwendungszeitraum des K2-Ankunftstempels von Köln zeitlich einzugrenzen?
 
DERMZ Am: 25.06.2019 09:48:03 Gelesen: 815# 20 @  
@ Connaisseur [#19]

Danke Connaisseur,

die letzte mir bekannte Verwendung des T&T Stempels in Marburg ist mir bekannt bis 1876. Aber den Kölner Stempel kann ich zeitlich nicht einordnen. Ich vermute eine Verwendung zwischen 1868 und 1871, da ab 1872 ja die Marken des Deutschen Reichs in Marburg verwendet wurden. Oder irre ich?

Beste Grüsse Olaf
 
Connaisseur Am: 25.06.2019 09:56:20 Gelesen: 813# 21 @  
Ja, der Marburger Stempel hilft nicht weiter.

Die Ganzsache wurde von 1868 bis 1871 verwendet.

Möglicherweise wurde der Köln-Stempel OHNE Jahreszahl nur in einem der Jahre 1868, 1869, 1870, 1871 so verwendet.

Dazu meldet sich ja vielleicht noch ein Kölner Heimatsammler.
 
volkimal Am: 25.06.2019 10:48:38 Gelesen: 800# 22 @  
Hallo Olaf,

der Marburg-Stempel wurde nach dem Handbuch Thurn & Taxis von 1865 an bis zur dritten Ausgabe des Deutschen Reiches (Pfennige und Adler) benutzt. Nach StampsX kommt er bis 1880 vor. Mit dem Stempel ist keine zeitliche Eingrenung möglich.

Vielleicht kann ein Kölner Sammler den Zeitraum noch weiter eingrenzen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Magdeburger Am: 27.06.2019 13:04:33 Gelesen: 761# 23 @  
@ DERMZ [#18]

Hallo Olaf,

ich habe Unterlagen der Cölner-Stempel und dort wird ausgeführt, dass der Ausgabestempel zwischen 1864 bis 1873 verwendet wurde. Der Durchmesser wird mit 25 mm angegeben.

Dies wird dir leider nicht weiter helfen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
DERMZ Am: 27.06.2019 15:45:19 Gelesen: 743# 24 @  
@ Magdeburger [#23]
@ Connaisseur [#21]
@ volkimal [#22]

Herzlichen Dank für die viele Hilfe. Ulf, das hilft mir natürlich weiter, jetzt weiß ich, daß mir in dieser Frage nicht weitergeholfen werden kann, ich werde ihn in die Sammlung aufnehmen mit dem Hinweis, daß es vier mögliche Verwendungsjahre gibt.

Besten Dank nochmals sagt Olaf
 
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