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Thema: (?) (10) Deutsches Reich: Maschinenstempel bestimmen
Funder Am: 19.03.2015 20:01:58 Gelesen: 2813# 1 @  
Thema: Gelegenheitstempel- oder Serienwerbestempel zuordnen

Hallo,

habe hier einen Maschinenstempel den ich nach Bochmann nicht einordnen kann. Bei den Serienstempeln liegt er ausserhalb des Verwendungszeitraums und bei den Gelegenheitsstempeln ist er nicht aufgeführt.

Bochmann Serie 252
Stempel: Stettin 4.11.37 /a/ Stellung A

Ist er nun eine Spätverwendung (ca 5 Wochen) oder ein nicht bekannter Gelegenheitsstempel?

Befasse mich erst kurz mit dieser Materie und bin für jeden Hinweis dankbar (Schaut auch mal unter Kaufgesuche). :-)


 
stampmix Am: 19.03.2015 21:11:39 Gelesen: 2793# 2 @  
@ Funder [#1]

Hallo Funder,

Stempel sind ein spannendes Gebiet - viel Spass wünsche ich Dir dabei.

Wie Du schon richtig festgestellt hast, handelt es sich um den Bochmann MS 252, der bisher von 1937-1939 nachgewiesen ist.

Im Band 1501 der Poststempelgilde findest du die aktuell festgestellten Verwendungszeiträume:

14.5.-27.11.1937; 1938; 26.4.-15.11.1939

Aber auch da ergeben sich immer wieder neue Erkenntnisse und ein paar Wochen ausserhalb der bisher dokumentierten Zeiträume können da schon vorkommen.

mit bestem Gruss
stampmix
 
Funder Am: 20.03.2015 01:19:20 Gelesen: 2762# 3 @  
@ stampmix [#2]

Hallo,

danke für die schnelle Auskunft.

In meinem Bochmann steht noch ein Verwendungszeitraum vom 14.5.-29.9.1937 und 8.-15.11 1939, deshalb konnte ich diesen Stempel nicht so recht einordnen.

Und du hast recht: Stempel sind ein wirklich spannedes Gebiet!

Liebe Grüße
Peter
 
kauli Am: 10.03.2017 17:55:38 Gelesen: 2306# 4 @  
Hallo zusammen,

ich habe gestern eine Karte erwerben können, auf der ein Maschinenstempel als Ausgabestempel verwendet wurde. Von Berlin C 2 B-D. Er war lt. Daten von W. Büttner nur kurz im Einsatz, 10.8.1906-15.3.1907 (neues Spätdatum). Es gibt noch eine andere Version ohne Stern. Kann von den Maschinenstempel Fans jemand näheres dazu sagen? Welches Fabrikat wäre auch interessant.



Viele Grüße
Dieter
 
PeKaR Am: 10.03.2017 18:12:51 Gelesen: 2296# 5 @  
@ kauli [#4]

Es handelt sich um die Krag Briefstempelmaschine.
 
10Parale Am: 26.01.2020 21:24:44 Gelesen: 455# 6 @  
Ist der rote, vertikal Stempel ein Maschinenstempel zu 2 Pfennig?

Auf jeden Fall eine gelungene Mischung aus Briefmarke und Zusatzstempeln. Der Stempel von Leipzig vom 2.12.1930 wurde 3 Tage vor dem roten Stempel vom 05.12.30 entwertet! Warum?

Liebe Grüße

10Parale


 
Christoph 1 Am: 26.01.2020 22:08:41 Gelesen: 448# 7 @  
@ 10Parale [#6]

Hallo 10Parale,

es ist ein Postfreistempel zu 2 Pfennig. Sprich: Das fehlende Porto wurde direkt durch die Post nachfrankiert. Die Frage nach den zwei unterschiedlichen Stempeldaten kann ich Dir leider auch nicht beantworten.

Aber:

Einen ganz ähnlichen Abschlag, noch aus der Infla-Zeit, findest Du in unserer Stempeldatenbank:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/41072

Viele Grüße
Christoph
 
Pete Am: 27.01.2020 20:47:27 Gelesen: 406# 8 @  
@ 10Parale [#6]

Ist der rote, vertikal Stempel ein Maschinenstempel zu 2 Pfennig?

Auf jeden Fall eine gelungene Mischung aus Briefmarke und Zusatzstempeln. Der Stempel von Leipzig vom 2.12.1930 wurde 3 Tage vor dem roten Stempel vom 05.12.30 entwertet! Warum?


Wie Christoph_1 bereits schrieb, handelt es sich bei dem roten Stempel um einen Postfreistempel. Derartige Geräte befanden sich im Eigentum der Post und waren zu jener Zeit bei örtlichen Postämtern aufgestellt.

Die Sendung war ursprünglich als Drucksache (Inland) zu 3 Pf. frankiert uns am Dienstag, den 02.12.1930 maschinell entwertet. Im Postamt Leipzig C25 wurde spätestens bei der Sortierung der Sendungen nach dem Zielort festgestellt, dass die Sendung in das Ausland (hier Frankreich - Mülhausen im Elsass) gehen sollte. Um unnötige Laufzeitverzögerungen zu vermeiden, ergänzte das Postamt am Freitag, den 05.12.1930 das für eine Auslandsdrucksache notwendige Porto (5 Pf.) um 2 Pfennig. Du kannst davon ausgehen, dass dem Absender diese postseitige Auslage(n) in Rechnung gestellt, d.h. der Absender schriftlich informiert und das zuvor postseitig ausgelegte Porto (über einen Nachnahmebeleg?) kassiert wurde.

Vor einiger Zeit wurde m.W. bereits ein ähnlicher Beleg im Forum gezeigt, finde diesen allerdings derzeit nicht.

Gruß
Pete
 
Henry Am: 09.04.2020 15:52:26 Gelesen: 234# 9 @  
Hallo Stempelexperten,

ich habe für den Stempelausschnitt kein Thema gefunden.



Der Flagge des sinkenden Schiffes nach ist hier die feindliche Schiffskapazität angesprochen. Es soll also wohl eine Siegesmeldung sein. Ist der Stempel als Propaganda-Stempel einzuordnen? Werbestempel wäre ja wohl ganz sicher eine falsche Deklaration. Waren diese Stempel häufig?

fragt
Henry
 
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