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Thema: Die Poststempel von München
Das Thema hat 655 Beiträge:
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Köln5000 Am: 02.01.2015 23:54:57 Gelesen: 258293# 156 @  
Hallo Freunde der Münchner Stempel.

Schön, daß es doch noch einige Münchensammler gibt.

@ Henry

Zu deinem Maschinenstempel aus [#137] kann ich dir aus einem Büchlein des Münchner Briefmarken Club von 1973 "Postgeschichte und Poststempel München" folgendes zitieren:

daß am 1. Feb. 1910 die bay. Staatspost als 1. Postverwaltung in Deutschland anstelle der Freimachung der Briefsendungen mit Briefmarken die postseitige Barfrankierung durch Stempelmaschinen und zwar versuchsweise bei den PÄ München 2 und Nürnberg 2 einführte

auf Streifband



Ob "bei den Zwischenstücken die Portoangabe so einfach zu verstellen" sind, glaub ich nicht. Die Maschinen wurden für eine Portostufe eingestellt und dann wurde losgestempelt.

Noch eine Frage zu diesem Beleg:



Hat jemand Infos oder Ideen, warum (und wann) grün gestempelt wurde?

Grüße
köln5000
 
Eilean Am: 03.01.2015 22:42:25 Gelesen: 258216# 157 @  
@ Köln5000 [#156]

Ich sehe den Beleg auch das erste mal in Grün, was kein Beweis ist. Ggf. war es für den Ersttag ein Versuch, diese Briefe sofort zu erkennen und ggf. noch schwarz / rot zur Verfügung zu haben. Nur eine Vermutung.

Gruß
Andreas
 
Köln5000 Am: 04.01.2015 17:18:33 Gelesen: 258158# 158 @  
Hallo Andreas,

ja die Idee mit der grünen Farbe zum Ersttag hatte ich auch, bis ich diesen Beleg fand.



viele Grüße
köln5000
 
Eilean Am: 04.01.2015 18:04:01 Gelesen: 258150# 159 @  
@ Köln5000 [#158]

Dann bin ich vermutungslos. 2 Maschinen?

Ich dachte, ich bin hier schon fast allein ein München-Sammler. Ich sammle aber 1945 ff. Den Literatur-Wünschen kann ich mich nur anschließen. Bochmanns Schwerpunkt liegt ja vor 1945, Karg hat die Sonder- und Gelegenheitsstempel. Ich habe 2 Amtsblätter von ca. 1951 erwerben können, da ist man schon mal mit den Postämtern versorgt. Zu Handstempeln gibt es wohl nichts, zu Eilbotenstempel gibt es einen Rundbrief der Forschungsgemeinschaft Münchner Postgeschichte.

Was ich habe, habe ich in mein Literaturverzeichnis abgelegt. Ggf. kann die Forschungsgemeinschaft Münchner Postgeschichte weiterhelfen, allerdings habe ich es zu den Vereinsabenden aufgrund der zu langen Anreise nicht geschafft. Die Frage zu den grünen Stempeln habe ich aber mal weitergeleitet, ich berichte.

Gruß
Andreas
 
Eilean Am: 05.01.2015 00:12:03 Gelesen: 258115# 160 @  
@ Köln5000 [#158]

Vom Vorsitzenden der Forschungsgemeinschaft habe ich folgende Nachricht:

Das Barfreimachungsverfahren in Bayern startete am 1.2.1910. Bis 1917 kommen die grüne und die rote Farbe nebeneinander vor, danach wird schwarz gestempelt. Erst mit Einführung des Achteckwertrahmens Ende 1922 wird dann durchgängig rot gestempelt.

Wahrscheinlich hatte man 2 Farben zur Verfügung, um auch auf Umschlägen mit farbigem Papier lesbare Abschläge zu gewährleisten. Vom 1.2.1910 gibt es etliche Gefälligkeitsabschläge (z.B. Unglaub), auch in sonst kaum benutzten Wertstufen wie 20 Pf. Daneben gibt es auch (scheinbare oder echte) Bedarfspost, wobei anzunehmen ist, dass die Versendung an diesem Tag aufgrund der Novität eine größere Aufmerksamkeit beim Empfänger der Werbesendung erreichen sollte.


Besten Dank von mir und damit wäre ein Rätsel gelöst!

Gruß
Andreas
 
Köln5000 Am: 05.01.2015 17:59:18 Gelesen: 258069# 161 @  
Hallo Andreas,

vielen Dank für deine Mühe, hat mich sehr gefreut.

Zeigen möchte ich einen Stempel, der eigentlich wohl nicht auf den Beleg gehört.



Viele Grüße
köln5000
 
juni-1848 Am: 06.01.2015 01:22:29 Gelesen: 257989# 162 @  
@ Köln5000 [#156]
@ Eilean [#160]

Ein kurzer Blick in die Infla-Bücherei, Bd. 14, S. 5 - 24, liefert etliches zu den Maschinen-Postfreistempeln 1903 - 1923 in Bayern (u.a. München).
 
Köln5000 Am: 07.01.2015 19:09:51 Gelesen: 257933# 163 @  
@ juni-1848

Vielen Dank für den Tipp, Buch ist bestellt.

@ Andreas

Deinen Stempel (13b) aus Post [#131] hätte ich noch 2x als München 8.



viele Grüße
köln5000
 
bayern klassisch Am: 07.01.2015 19:19:04 Gelesen: 257928# 164 @  
Liebe Sammlerfreunde,

hier mal eine kleine Strecke älterer Münchner Stempel - Mühlradstempel 217 der 1. Verteilung und offene Mühlradstempel 325 der Zeit ab dem 1.12.1856, dazu Ortsaufgabestempel in Form von Zweizeilern, Rahmenstempeln und Einkreisern.

Ich hoffe, die Strecke gefällt ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
















 
Köln5000 Am: 08.01.2015 19:16:48 Gelesen: 257875# 165 @  
Hallo bayern klassisch,

tolle Belege, super Qualität, mehrere Portostufen/perioden, Inland/Ausland, und beim ersten Beleg 5II Plf. XIII, dann der nach Bayreuth mit Paar 5II / 5III, nach Chur b-Farbe ?, nach Belgien Typ I, und der Brief nach England ist super. Hing an dem Bändchen mal was dran? Wie rechnet sich das Porto?

Der Beleg nach Bad Neudorf - (später Konstantinsbad heute Konstantinovy) hat rechts neben der Marke einen Vermerk, hat man da ein höheres Gewicht notiert und es sich dann anders überlegt?

Vielen Dank für's zeigen.
 
bayern klassisch Am: 08.01.2015 20:41:49 Gelesen: 257863# 166 @  
@ Köln5000 [#165]

Hallo Köln5000,

danke für die netten Worte. :-)

Nach Chur ist es eine 5a lt. Frau Brettl, aber du hast Recht, sie "riecht" förmlich nach einer 5b.

Bei dem Brief nach Belgien wurden 45 Kr. verklebt (vorn und hinten). Leider passt das Franko nicht zum Postvertrag. Vermutlich hing ein Muster an dem Bindfaden, das heute nicht mehr vorhanden ist. Als a) ist so etwas auf Brief nicht so häufig.

Beim Brief nach Bad Neudorf wurde ein Bestellgeld notiert, aber wieder gestrichen. Habe ich auch so gut wie nie wieder erlebt.

Die Nr. 5 (sorry für "off topic") ist mit der Nr. 2 meine Lieblingsmarke bei Bayern, daher habe ich hier etwas "aufgerüstet".

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Köln5000 Am: 12.01.2015 18:49:36 Gelesen: 257734# 167 @  
Hallo zusammen,

den Sonderstempel - Karg Nr. 39 - hätte ich noch auf einer Oktoberfestkarte zu bieten.



Wohl der einzige rote Sonderstempel Münchens nach 1945. Gültig 3.9.-3.10.49 fand er anlässlich der Jubiläumsausstellung des Landesverbandes Bayerischer Philatelisten "100 Jahre Deutsche Briefmarke" Verwendung.



Und den Ursprungsstempel auf Postschein für einen Chargebrief zum Landgericht Dachau. Die Scheingebühr wurde am 1.7.1850 von 4 auf 6 Kr. geändert, was auf dem Schein auch geändert wurde.

Gruß
köln5000
 
Eilean Am: 12.01.2015 23:34:12 Gelesen: 257711# 168 @  
@ Köln5000 [#163]

Ich hatte bereits gesehen, dass auf den Stempeln mit Zierfeld es auch andere Stempel mit (13b) gibt. Im Bochmann ist zu den Handstempeln für das DR nur die (13b) / 20 / b vermerkt, somit müsste es für die Handstempel auch nur diesen geben. Das muss nicht 100% stimmen, da ich andere UBs habe für andere Postämter, die im Bochmann nicht verzeichnet sind.

Vielen Dank fürs zeigen, ich werde es im Hinterkopf behalten.

Gruß
Andreas
 
filunski Am: 13.01.2015 10:50:59 Gelesen: 257682# 169 @  
@ Köln5000 [#167]

Wohl der einzige rote Sonderstempel Münchens nach 1945. Gültig 3.9.-3.10.49...

Hallo,

sehr schöner Beleg! :-)

Noch eine Nachfrage zu der von Dir angegebenen Verwendungsdauer, laut Karg. Bochmann hat diesen Stempel auch gelistet als S.225 (kommt auch in Schwarz vor), seine Verwendungsdauer lautet allerdings 30.9. bis 3.10.1949. Liegt da eventuell bei Einem der beiden ein Schreibfehler vor?

Beste Grüße,
Peter
 
Köln5000 Am: 13.01.2015 20:41:18 Gelesen: 257641# 170 @  
Hallo Peter,

du hast recht, 30.9. bis 3.10.1949 ist richtig.

viele Grüße
köln5000
 
Eilean Am: 13.01.2015 21:23:00 Gelesen: 257623# 171 @  
@ Köln5000 [#167]



Handstempel gibt es gerade aus der Zeit nach 1945 doch öfter mal in rot. München / SCHA / f

Bislang, der einzige jedoch, den ich in blau habe:



München / * SchA c

Gruß
Andreas
 
Jürgen Witkowski Am: 13.01.2015 21:31:57 Gelesen: 257620# 172 @  
@ Eilean [#171]

Die gezeigten Stempel stammen von Hochdruck-Stempelmaschinen.

Siehe auch http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1014&page=0

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Köln5000 Am: 13.01.2015 21:39:22 Gelesen: 257619# 173 @  
Hallo zusammen,

einen roten Stempel hätte ich noch.



viele Grüße
köln5000
 
filunski Am: 13.01.2015 22:33:32 Gelesen: 257602# 174 @  
@ Köln5000 [#173]

Hallo,

auch hier ist die rote Farbe ganz normal, da es sich um einen "Gebühr bezahlt" Stempel handelt.

Für mich viel interessanter ist aber der Adressat, Herr Renner in Neuburg an der Donau. Ich kannte ihn und habe auch einen Teil seiner Korrespondenz. Weißt Du zufällig noch, wie Du an diesen Beleg gekommen bist?

Beste Grüße,
Peter
 
Eilean Am: 13.01.2015 23:31:11 Gelesen: 257594# 175 @  
@ Concordia CA [#172]

Das neue Jahr hat ja gleich wieder Überraschungen, was es nicht alles gibt. Danke!
 
filunski Am: 14.01.2015 14:17:45 Gelesen: 257561# 176 @  
@ Köln5000 [#173]

Habe mal ein wenig in meinen Kisten gewühlt und nach der Renner Korrespondenz gesucht.

Hier noch ein Brief daraus. 1936 weilte der damalige "Studienassessor" Renner in Sigmaringen. Damit es hier zum Thema passt mit einem Münchner Maschinenstempel einer Sylbe Maschine:



Beste Grüße,
Peter
 
Eilean Am: 28.01.2015 00:29:51 Gelesen: 257184# 177 @  
Dieser Nachnahmebeleg wurde gerade für doch einen erheblichen Betrag um die EUR 50,00 versteigert. Ich habe mich zunächst gefragt, ob ich den Beleg zeige, aber die Neugier siegt:

Als Stempel-Jungsammler frage ich mich: Was ist nun das Besondere?

Ist es die Nachnahmekarte, der violette Stempel zur linken oder der Zweiellipsenstegstempel im rechten oberen Eck? Diesen dürfte es zu dieser Zeit nach 1945 eigentlich nicht mehr in Benutzung geben, wenn diese ab 1936 durch die "BEZAHLT"-Stempel des Deutschen Reichs mit Ehrentitel und HK ersetzt wurden (Rundbrief Forschungsgemeinschaft Münchner Postgeschichte e.V., S.12 f).

So meine Vermutungen, ich habe bislang derartige "Gebühr bezahlt"-Stempel nicht gesehen.

Und was bedeutet A-ABT?

Hat jemand weitere Vermutungen zur Seltenheit oder seltenen Merkmalen?

Gruß
Andreas


 
Eilean Am: 29.01.2015 23:11:33 Gelesen: 257081# 178 @  
@ Eilean [#177]

Heute mal ein Brief, den ich jüngst erwarb, aus meinem Hauptsammelbereich: Ein Eilbrief nach München mit rückseitigem Eilbotenstempel "51"



Schöner, klarer Stempel der ersten Form mit ca 15mm Höhe, 7,5 mm Ziffernhöhe, schmale Ziffern in Schriftart Grotesk. Dazu der Ankunftsstempel "(13b) MÜNCHEN TA / i". Womit auch belegt ist, dass der Brief durch das TA zugestellt wurde. Wiederum bei der Adresse Theatinerstrasse auch zu erwarten.

Das Besondere: In der einzigen, mir bekannten Literatur zu diesen Stempeln geht man von einer Verwendung der Eilbotenstempel ab 1953 aus. Briefe ab Ende 1952 mit den Eilbotenstempeln habe ich auch bereits in der Sammlung. Dieser mit Stempeldatum 20.07.1950 ist außergewöhnlich früh und noch dazu sehr schön erhalten. Stand heute somit (m)ein "Sahnehäubchen". [Selbstredend gibt es auch davor Eilbotenbriefe, auch mit Vermerken der jeweiligen Postboten mit handschriftlicher Nummer, aber eben ohne Stempelchen dazu.]

Wenn ihr weitere Belege habt, bitte unbedingt zeigen.

Zur Frankatur aus Luxembourg kann ich nichts sagen.

Gruß
Andreas
 
Gernesammler Am: 25.02.2015 19:50:28 Gelesen: 256481# 179 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe am Wochenende diesen netten Einschreib - Brief von 1929 aus Monaco/Monte Carlo nach München bekommen. Bei dem Ellipsenstempel gehe ich mal von einem Bahnpoststempel aus, über weitere Infos wäre ich dankbar. Als Ausgabestempel ein Einkreisstegstempel "München * 13 *.

Gruß Rainer


 
volkimal Am: 25.02.2015 21:28:27 Gelesen: 256458# 180 @  
@ Gernesammler [#179]

Hallo Rainer,

zu dem Ellipsenstempel habe ich noch ein paar Informationen für Dich. Schau Dir einmal die folgenden Beiträge an:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=40085
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=40151

Viele Grüße
Volkmar
 

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