Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (88-89/95-96) Alliierte Besetzung: Sächsische Schwärzungen
Das Thema hat 107 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
Kontrollratjunkie Am: 03.10.2016 19:49:24 Gelesen: 34724# 83 @  
Ortsbrief der Dresdner Handelsbank in Form eines Fensterumschlages. Die Abstempelung erfolgte am 14.06.1945 im Postamt Dresden A 39 und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der OPD Dresden, die für die Zeit 23.05.1945 - 20.06.1945 festgelegt wurde.



Es handelt sich um einen Fensterumschlag, daher ist es schwierig, die Portorichtigkeit zu bestimmen, man kann aber davon ausgehen. Der Empfänger wurde nicht angetroffen und der Brief wurde am 16.06.1945 nach Leipzig weitergesandt.

Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 786, Nr. AP 786 II.

Gruß
KJ
 
briefefan Am: 03.10.2016 20:47:46 Gelesen: 34704# 84 @  
@ Kontrollratjunkie [#83]

Hallo KJ,

der Brief wurde nicht nach Leipzig, sondern nach Dresden N, Leipzigerstr. 26 nachgesandt.

Nach Leizig hätte eine Nachgebühr von 4 Pfg. Unterschied Fern- von Ortsgebühr angesetzt werden müssen. Und Mitte Juni 1945 war Leipzig noch von den Amerikanern besetzt. Postverkehr nach dort aus Dresden unter sowjetischer Besatzung war noch nicht zugelassen.

Grüße von Briefefan.
 
Kontrollratjunkie Am: 03.10.2016 22:26:11 Gelesen: 34688# 85 @  
@ briefefan [#84]

Danke briefefan, da habe ich mich wohl "etwas" vergaloppiert.

Gruß
KJ
 
Ron Alexander Am: 28.04.2017 15:30:39 Gelesen: 29237# 86 @  
Schönen Nachmittag,

heute wieder eine neue Ausgabe.

RonAleX Briefmarkenecke Teil 25 (Sächsische Schwärzung):

https://youtu.be/o_5pFBjUEY8

Dieses mal möchte ich tiefer auf die Sächsischen Schwärzungen eingehen, die Hintergründe detaillierter erläutern und auch bedeutend mehr Beispieler hierzu aufzeigen. Hoffe es ist interessant und vor allem informativ.

Grüße,
Ron

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ron Pichlers Youtube Videos zur Philatelie"]
 
10Parale Am: 30.05.2017 09:58:02 Gelesen: 28582# 87 @  
@ Robertomarken [#89]

Ungebrauchte (postfrische) Marken dieser Schwärzungen sind unprüfbar, habe ich hier gelesen. Nun ist mir auch beim Kauf einer Steckkarte solch eine Hitler Marke mit Unkenntlichmachung in die Hände gefallen.

Was damit tun?

Gott sei Dank ist der Vorsitzende unseres Briefmarkenvereins ein Kenner der Materie und werde sie ihm mal am Donnerstag Abend vorlegen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Ameise Am: 15.12.2019 17:26:54 Gelesen: 4185# 88 @  
Hallo,

kann mir jemand sagen, ob diese sächsische Schwärzung auf der Ganzsache (P 314II) original vom Dresdner Postamt so verausgabt wurde?



Vielen Dank schon einmal für die Mühe.

Enrico (Ameise)
 
Titti1234 Am: 14.01.2020 16:58:01 Gelesen: 3519# 89 @  
Beleg Sächsische Schwärzung

Hallo,

ich möchte Euch einen schönen Beleg mit Sächsischer Schwärzung vorstellen.


 
wessi1111 Am: 14.01.2020 22:47:34 Gelesen: 3468# 90 @  
@ Ameise [#88]

Hallo Enrico,

die Schwärzung entspricht der im Michelkatalog abgebildeten Form der Schwärzung für Dresden A16, weiterhin findet sich dort der Hinweis "Die Ganzsachen erfuhren die gleich Behandlung wie die Marken". Ob die Karte so verausgabt wurde oder ob eine ungeschwärzte Karte aus dem Briefkasten entsprechend behandelt wurde, lässt sich natürlich ohne Ausgabekontrollstempel nicht feststellen (wenn es denn schon wieder Briefkästen gab). Merkwürdig ist, das der Propagandaspruch nicht geschwärzt wurde.

Gruß
Wessi
 
Titti1234 Am: 15.01.2020 08:35:34 Gelesen: 3437# 91 @  
Hallo,

ich habe in meiner Sammlung Marken der Lokalausgaben Schwarzenberg und Löbau gefunden, die (wahrscheinlich) geprüft sind. Ich habe aber keine Belege darüber.

Prüfer Löbau: Sturm
Prüfer Schwarzenberg: Sturm BPP

Den Prüfer Herr Sturm gab es bzw. gibt es vielleicht noch - vielleicht kann mir ja einer von Euch was dazu sagen. Ich würde mich freuen.

MfG Rolf


 
wessi1111 Am: 17.01.2020 04:45:26 Gelesen: 3337# 92 @  
@ Titti1234 [#91]

Hallo Rolf,

Schwarzenberg ist heute als sächsische Schwärzung katalogisiert und wird daher postfrisch nicht mehr geprüft. Heinz Egon Sturm war BPP-Prüfer für Lokalausgaben, mindestens in den 1960er Jahren, wie lange genau, habe ich nicht gefunden.

Auch Fr. Ingeburg Storm war Prüferin, aber nicht BPP und hatte das Prüfzeichen "STURM IBG". Unter dem Link [1] ist angegeben, dass Heinz Egon Sturm 1968 nicht mehr BPP-Prüfer war, wenn ich das richtig interpretiere.

Die Problematik mit den Neudrucken von Löbau ist in [2] beschrieben, ohne aktuelle Prüfung gibt es keine Gewissheit, ob Original oder Neudruck.

Gruß
Wessi

[1] https://www.filatelia.fi/experts/namess.html
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5088&CP=0&F=1
 
Titti1234 Am: 17.01.2020 10:26:30 Gelesen: 3318# 93 @  
@ wessi1111 [#92]

Vielen Dank für die Infos. Das ist schon sehr interessant. Na ja die aus Löbau waren in einem Album was ich bei Kleinanzeigen gekauft habe und die Schwarzenberg als Zugabe. Daher wäre es nicht so ärgerlich wenn sie nicht echt sind. Aber auf jeden Fall interessant. Vielen Dank nochmal.

Mfg Rolf
 
Pete Am: 18.01.2020 11:01:59 Gelesen: 3249# 94 @  
@ wessi1111 [#92]

Heinz Egon Sturm war BPP-Prüfer für Lokalausgaben, mindestens in den 1960er Jahren, wie lange genau, habe ich nicht gefunden.

... Unter dem Link [1] ist angegeben, dass Heinz Egon Sturm 1968 nicht mehr BPP-Prüfer war, wenn ich das richtig interpretiere.


Als Ergänzung: nach [1] war Heinz Egon Sturm (1914-1977) aus Detmold von 1958-1976 Prüfer des BPP und zuständig für Deutsche Lokalausgaben 1945/46 und SBZ.

Gruß
Pete

[1] Schriftenreihe des BPP e.V., Band 3 der Autoren Dr. Penning und Dr. Oechnser: "50 Jahre Bund Philatelistischer Prüfer (1958-2008)", Seite 181
 
briefmarke_123 Am: 02.02.2020 16:41:38 Gelesen: 2707# 95 @  
Hallo,

kennt jemand Sammler der sächsischen Schwärzungen?
 
volkimal Am: 15.02.2020 16:55:27 Gelesen: 2399# 96 @  
Hallo zusammen,

ganz interessant finde ich die Feldpostanweisung mit Sächsischer Schwärzung

Dieses Formular für eine Feldpostanweisung (Δ Fp C 90 E) wurde am 18. Juni 1945 beim Postamt Chemnitz 25 für eine normale Postanweisung über 2,40 RM nachverwendet. Freigemacht wurde die Postanweisung mit einer geschwärzten 20 Pfg.-Hitlermarke. Wie man auf der Rückseite lesen kann, ist es der normale Tarif des Deutschen Reiches für eine Postanweisung bis 10 RM.



Einen Tag später war die Postanweisung beim Postamt Chemnitz 1. Das Bestimmungspostamt Großebersdorf im Erzgebirge (heute Ortsteil von Harth-Pöllnitz) erreichte die Postanweisung eine Woche später am 26. Juni 1945.

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 15.02.2020 17:26:13 Gelesen: 2395# 97 @  
@ volkimal [#96]

Hallo Volkmar,

der Übergang Tagesstempel auf Marke weist m.E. einen leichten Versatz auf.

Beste Grüße
Ulrich
 
volkimal Am: 15.02.2020 18:15:33 Gelesen: 2386# 98 @  
@ GSFreak [#97]

Hallo Ulrich,

du hast recht! Da hat jemand an dem Beleg "gearbeitet". Es war mir bisher noch nicht aufgefallen. Die Marke dürfte nachträglich aufgeklebt worden sein. Was meinst Du, kann ich beim Rest davon ausgehen, dass die Stempel echt sind? Ich wollte sie gerade in die Datenbank eingeben.

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 15.02.2020 18:30:55 Gelesen: 2377# 99 @  
Hallo Volkmar,

alles andere sieht schon echt aus.

In drei Wochen haben wir Jahrestreffen der ArGe DEUNOT. Da kann ich den Beleg mal vorstellen.

Beste Grüße
Ulrich
 
volkimal Am: 15.02.2020 18:38:02 Gelesen: 2371# 100 @  
@ GSFreak [#99]

Hallo Ulrich,

danke für die Einschätzung. Beim Eingeben des Stempels habe ich gerade gesehen, dass ich den Ortsnamen des Bestimmungsortes falsch gelesen habe. Die Postanweisung ging nach Großolbersdorf und nicht nach Großebersdorf.

Viele Grüße
Volkmar
 
bernhard Am: 15.02.2020 18:44:50 Gelesen: 2368# 101 @  
Hallo zusammen,

ich glaube die Postanweisung ist in allen Bestandteilen echt. Ich vermute, dass die Marke abgefallen ist und wieder schlecht befestigt wurde.

Vielleicht kann dies ein Spezialist am PC simulieren, sprich richtig platzieren? Eine leichte Verdrehung gegen den Uhrzeigersinn würde einiges stimmiger erscheinen lassen.

Viele Grüße
Bernhard
 
volkimal Am: 16.02.2020 12:06:49 Gelesen: 2324# 102 @  
@ bernhard [#101]

Hallo Bernhard,

ich habe versucht, die Marke am PC einmal exakt zu plazieren. Hier ist das Ergebnis:



Dein Gedanke könnte stimmen. Der Stempel auf der verwendeten Marke stammt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus Chemnitz. Der rechte Strich des "M" ist an der richtigen Stelle und Teile des "Z" sind zu erkennen.

Um zu überprüfen, ob die Marke abgefallen und wieder aufgeklebt wurde, müsste ich die Marke ablösen. Danach wäre zu erkennen, welcher Teil des Stempels auf der Karte und welcher auf der Marke war. In dem Fall könnte man auch sehen, ob der Stempel auf Marke und Beleg genau zusammenpassen.

Was meint ihr - soll ich die Marke wirklich ablösen und es probieren? Verfärbt sich die Karte dadurch vielleicht zu stark?

Viele Grüße
Volkmar
 
bernhard Am: 16.02.2020 15:29:14 Gelesen: 2299# 103 @  
@ volkimal [#102]

Hallo Volkmar,

das Ganze sieht nun schon etwas besser aus! Insgesamt wurde der Stempel ja nicht besonders gut abgeschlagen.

Langfristig würde ich die Marke schon ablösen und neu platzieren um wieder einen vollwertigen Beleg daraus zu machen. Doch würde ich erst mal mit billigen neueren Sachen probieren, bevor ich mich an diesen historischen Beleg heranwagen würde. Prüfer machen dies glaube ich mit Wasserdampf. Unbekannt ist ja auch der Klebstoff mit der die Marke neu platziert wurde. Also lieber langsam, vorsichtig und gut geplant an die Sache rangehen.

Gutes Gelingen!

Viele Grüße
Bernhard
 
volkimal Am: 23.02.2020 19:51:54 Gelesen: 2040# 104 @  
Hallo zusammen,

bei dieser Karte aus meiner Sammlung ist hoffentlich nichts auszusetzen:



Bei der Karte stutze ich allerdings über den Inhalt der Bestellung "Christbaumkerzen". Absender ist das Simplon Werk in Aue (Sachsen). Wie man lesen kann, arbeiten sie im Stahlbereich und verkaufen verschiedene Arten von Öfen. Wieso brauchen die Simplon Werke im Juli 1945 Chrsístbaumkerzen und zwar zum Wiederverkauf?

Viele Grüße
Volkmar
 
bovi11 Am: 23.02.2020 20:17:21 Gelesen: 2027# 105 @  
@ volkimal [#102]

Sinnvollerweise sollte man die Marke ablösen - sie war schließlich offensichtlich schon einmal von der Karte getrennt. Neu plazieren sollte man sie mit einem normalen Klebefalz (ich verwende in solchen Fällen nur die Hälfte eines normalen Falzes).

Dieter
 
Holzinger Am: 23.02.2020 20:21:18 Gelesen: 2024# 106 @  
@ volkimal [#104]

Es geht wohl um Wachskerzen aus Ammendorf.

In früheren Zeiten hat man diese - in aus Blech gepreßte Halter (grün oder silbrig) mit Stift/Nagel für Kränze, bzw. mit Zwickern (und Spannfeder) für den Baum - befestigt.

Evtl. sollte mit dieser "Kleinproduktion" solcher Artikel - und dann gleich komplett - die Nachkriegsproduktion und der Verkauf überbrückt werden bis andere Produkte erneut gefragt sind. Heute würde man sagen: "Komplettangebot". :-)
 
volkimal Am: 24.02.2020 21:18:25 Gelesen: 1949# 107 @  
@ Holzinger [#106]

Hallo Holzinger,

das erklärt die Anfrage nach Christbaumkerzen - danke für die Erleuchtung!

Viele Grüße
Volkmar
 

Das Thema hat 107 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.