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Thema: Belege von und an deutsche Gerichte
Das Thema hat 150 Beiträge:
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Hawoklei Am: 08.06.2012 07:37:48 Gelesen: 100623# 26 @  


Ich finde das ist mein bisher "bester" und "schönster" Beleg. Ich möchte gar nicht viel beschreiben - es geht alles, was wichtig ist, aus den Bildern hervor. Ich hoffe, dass jeder es lesen kann. Es sind die Vorder- und Rückseiten eines gefalteten Formulars der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Der Brief ging zuerst als Anfrage vom "Fernsprechamt Frankfurt (Main)" an die "Staatsanwaltschaft Frankfurt (Main)" und drei Tage später mit der Antwort den selben Weg zurück.

Vorhanden sind: Postaufgabestempel - Zweikreisstegstempel Frankfurt + Zweiellipsenstegstempel Frankfurt, Eingangsstempel Staatsanwaltschaft u. Fernsprechamt Frankfurt, sowie Dienstsiegel "Der Oberstaatsanwalt beim Landgericht Frankfurt a.M." und "Fernsprechamt Frankfurt (Main)".

Nun habe ich doch etwas beschrieben! Aber es macht viel Spass!

Übrigens - die letzten zwei Ellipsenstempel sind unter Interner Stempel-Nr. 24117 und 24118 in der Datenbank Philastempel.de ausführlich beschrieben!

Beste Grüsse Hans
 
Marcel Am: 08.06.2012 09:25:25 Gelesen: 100607# 27 @  
Hier mein kleiner Beitrag.

Der Herr Gärtner bedankt sich beim Justizobersekretär Rudolf (Imkel) für seine Karte und sitzt gerade auf dem wohlbekannten Jenaer Markt erzählt das er bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena tätig ist, sich hier in einem Zimmer einquartiert hat und von da aus er den Bismarckthurm sehen kann.

Soweit meine Interpretation. Das Einzige was mich jetzt noch interessiert ist, wohin ging die Karte? Ich hatte erst gedacht Königsee, aber hatten die ein Amtsgericht? Ich kann leider mit der Abkürzung H.W. nichts anfangen. Wer kann helfen?

gruß Marcel


 
lonerayder Am: 08.06.2012 09:37:24 Gelesen: 100604# 28 @  
@ Marcel [#27]

Hallo Marcel,

die Karte ging an das Amtsgericht "Königsee Th. ?."

Th steht hier für Thüringen.

Den 2. Buchstaben kann ich leider nicht zuordnen.

Gruß

Andreas
 
Marcel Am: 08.06.2012 09:45:31 Gelesen: 100602# 29 @  
@ lonerayder [#28]

Danke Andreas, auf das Th. bin ich nicht gekommen für mich war es ein H., demnach steht das W. für Wald, also Königsee im Thüringer Wald.

Trotzdem hatte ich vermutet, das Königsee im Einzugsgebiet von Rudolstadt war, dem ist also nicht so. Offensichtlich hatte dieser kleine Ort sein eigenes Amtsgericht.

mfG Marcel
 
Pommes Am: 08.06.2012 11:37:12 Gelesen: 100588# 30 @  
@ Marcel [#29]

Hallo Marcel,

Du liegst auch mit Rudolstadt richtig. Vgl.: http://www.verwaltungsgeschichte.de/rudolstadt.html (Gemeinde Nr. 46)

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Marcel Am: 08.06.2012 12:23:16 Gelesen: 100581# 31 @  
@ Pommes [#30]

Hallo Thomas,

aha, daran sieht ma mal wieder, man lernt nie aus. Danke!

gruß Marcel
 
reichswolf Am: 08.06.2012 18:42:07 Gelesen: 100543# 32 @  
Ein wenig kann ich zu diesem Thema auch beisteuern. Den Anfang mache ich mal mit einen Brief vom 04.01.1939. Absender war die Geschäftsstelle Abt. 12 des Amtsgerichts in Aachen, der Brief war Frei durch Ablösung Reich. Der Tagesstempel ist der Propaganda-Serienstempel AACHEN 1 c WHW Ein Volk hilft sich selbst.



Beste Grüße,
Christoph
 
Postgeschichte Am: 08.06.2012 20:38:01 Gelesen: 100533# 33 @  
Daß dieser Brief etwas mit einem Gericht zu tun hat, sieht man ihm wirklich nicht an. Brief von Walsrode 2.5.1920 an den Gemeindeweisenrat in Brekel bei Soltau. Frankiert ist er mit einer 20 Pf Dienstmarke. Ein Absender ist nicht ersichtlich.



Erst der Inhalt des als Umschlag gefalteten Dokumentes gibt den Absender preis, das Amtsgericht in Walsrode. Es handelt sich um die Bestellung eines Vormundes.



Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
kauli Am: 08.06.2012 21:48:08 Gelesen: 100524# 34 @  
Hallo zusammen,

heute ein Schreiben vom Amtsgericht Charlottenburg an das Landgericht Bartenstein. Es wird um eine Auskunft aus dem Strafregister ersucht.

Wurde prompt erledigt, innerhalb drei Tagen kam die Antwort wieder zurück, laut Eingangsstempel beider Ämter.

Josef Hoffmann hatte Glück, er war nicht bestraft.

Was mich stutzig macht ist der Stempel "Zur Post durch... am 28.September 1926". Eingangsstempel Charlottenburg war aber der 16.9.26.

Hat da jemand eine Erklärung?

Viele Grüße
Dieter






 
reichswolf Am: 08.06.2012 22:21:09 Gelesen: 100515# 35 @  
Jetzt möchte ich einen Beleg zeigen, der zwar nicht mehr als wirklich schön zu bezeichnen ist, den ich aber dennoch gerne in meine Sammlung aufgenommen habe. Es handelt sich dabei um ein Schreiben des PREUSS. AMTSGERICHT * AACHEN * (violetter Siegelstempel) vom 24.09.1930, das nicht frei durch Ablösung Reich verschickt werden konnte, weil es nach Brüssel in Belgien ging. Darum mußte es als Auslandsdrucksache mit fünf Pfennig frankiert werden, hier geschehen mit einer MiNr. 411. Diese wurde entwertet mit dem Maschinenwerbestempel AACHEN * 1 V AACHEN DAS RHEUMA- BAD Sommer- und Winterkuren. Rückseitig findet sich der Maschinenstempel BRUXELLES 1 BRUSSEL 1, der am 25.09. die Ankunft in Brüssel bestätigte.

Da es sich um einen Faltbrief handelt, kann ich den Inhalt ebenfalls zeigen. Er betrifft ein Konkursverfahren.





Beste Grüße,
Christoph
 
Pommes Am: 08.06.2012 22:23:07 Gelesen: 100513# 36 @  
@ kauli [#34]

Guten Abend Dieter.

Was mich stutzig macht ist der Stempel "Zur Post durch... am 28.September 1926".

Dieser Stempel wurde nach der Rücksendung an das Amtsgericht angebracht. Wenn Du auf Deinem ersten Scan ganz unten die Unterschrift mit der beim "Zur Post durch"-Stempel vergleichst, wirst Du feststellen, dass der Herr Kanzleiinspektor (Kanzlei - heute würde man Geschäftsstelle sagen) wieder gegengezeichnet hat.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
kauli Am: 08.06.2012 22:55:57 Gelesen: 100501# 37 @  
@ Pommes [#36]

Hallo Thomas,

danke, so wird es sein. Geht doch alles korrekt zu auf den Gerichten.

Viele Grüße
Dieter
 
reichswolf Am: 08.06.2012 23:11:10 Gelesen: 100496# 38 @  
So, jetzt zeige ich noch schnell zwei Absenderfreistempel. Komplette Belege zu zeigen wäre hier nicht sinnvoll, da es sich um Fensterbriefumschläge handelt, die außer den AFS keine weiteren Informationen zeigen.

1000 BERLIN 61 DEUTSCHE BUNDESPOST BERLIN E10 9478 Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof - Dienststelle Bundeszentralregister -



10963 BERLIN 11 DEUTSCHE BUNDESPOST BERLIN B66 3470 Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof



Das war es für heute, morgen kommt noch ein wenig.

Beste Grüße,
Christoph
 
rostigeschiene Am: 08.06.2012 23:26:49 Gelesen: 100488# 39 @  
Hier einmal ein Beleg der schon etwas älter ist.






Von Culm ins 45km entfernte Thorn An das Königl. Kreis Gericht. Ein Paketbegleitbrief, wie man an der Gewichtsangabe von 3 Pfund 10Loth für erkennen kann.

Schön sind auch der Briefträgerstempel und der Abschlag aus der Packkammer in Thorn.

Die Rückseite ist bis auf den Ausgabestempel eher unergiebig.

Dafür entschädigt einen der Inhalt, aus dem man neben dem Datum auch herauslesen kann das hier irgendwelche Akten zurückgesendet werden.

Viele Grüße

Werner
 
Magdeburger Am: 09.06.2012 10:28:12 Gelesen: 100416# 40 @  
@ rostigeschiene [#39]

Hallo Werner

versendet wurden Hypothekensachen und der vermeintlich Briefträgerstempel ist ein Beamtenstempel.

Mit freundlichem Sammlergruß

Ulf
 
reichswolf Am: 09.06.2012 11:45:41 Gelesen: 100407# 41 @  
Ich beginne den Tag mal mit einer Vormundschaftssache vom 22.06.1949. Absender ist das Amtsgericht Goldap, Empfänger das Amtsgericht Berlin-Spandau. Der Brief wurde nicht frankiert, es gab ja das Ablöseverfahren.





Den Nachnamen habe ich geschwärzt, da es durchaus denkbar ist, daß der Betroffene noch lebt.

Beste Grüße,
Christoph
 
Hawoklei Am: 09.06.2012 12:15:15 Gelesen: 100401# 42 @  
Von den nächsten Belegen habe ich leider nur die Umschläge ohne Inhalt.

Für mich deshalb interessant, weil alle mit "KRAG-Bandstempelmaschinen" entwertet wurden.

Beste Grüsse Hans




 
Lothar Schrapp Am: 10.06.2012 10:29:14 Gelesen: 100276# 43 @  
Hallo zusammen,

bei dem eingestellten Faltbrief handelt es sich um eine Kostenrechnung der Königlichen Gerichtskasse des Amtsgerichtes Meschede vom 29.11.1906, die den Tagesstempel Meschede vom 04.12.1906 ausweist und am 05.12.1906 in Ramsbeck eingegangen ist.





Über den Inhalt der Kostenrechnung, die sich über 23 M und 70 Pf beläuft, möchte ich keine weiteren Angaben machen und auch nicht abbilden, da in Ramsbeck (jetzt Ortsteil der Gemeinde Bestwig) wahrscheinlich noch Nachfahren leben.

Entdeckt habe ich den Faltbrief in diesen Tagen auf einem Flohmarkt beim Durchblättern eines alten Buches. Ich konnte ihn für 10 Cent erwerben.

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Lothar Schrapp
 
Hawoklei Am: 12.06.2012 13:22:46 Gelesen: 100091# 44 @  
Hallo,

das Thema bitte nicht einschlafen lassen, ich habe noch einige Belege; ich habe wohl unbewußt mal Kontakt zum Archiv beim Landgericht Cottbus gehabt?! :-)

Aber schöne Marken, gute Stempel, was will man mehr?

Beste Grüsse Hans


 
Hawoklei Am: 13.06.2012 09:48:03 Gelesen: 100031# 45 @  
Hallo,

hier kommt wieder ein Beleg, den ich soeben erst als "Gerichtsbrief" erkannt habe. Nur durch die schöne "Schnörkelschrift" eines Gerichtsschreibers als solcher zu erkennen.

Absender: Gerichtsschreiberei III des Amtsgerichts Mechau, Faltbrief am 11.11.1887 mit Abschlag in "POLN.WARTENBERG" nach "Mechau zur Wartenburg"

Das Beste zum Schluss: Am 15.11.1887 kam der Brief retour mit rückseitigem Text: "Adressat ist verzogen nach Amerika - Nawrotti, Landbriefträger"
War das nicht schön für den "Karl David", Sohn des Gärtners "Johann David"?

Beste Grüsse Hans


 
filunski Am: 13.06.2012 10:51:38 Gelesen: 100003# 46 @  
Ein Brief aus dem Ausland:

Aus dem fernen Argentinien, genauer der Stadt Posadas (Industriestadt im Nordosten) sandte das dortige deutsche Konsulat am 20. September 1938 diesen Brief an das Amtsgericht Luckenwalde.

Der Inhalt ist leider nicht mehr erhalten, aber allzu wichtig scheint es nicht gewesen zu sein, wählte das Konsulat doch die einfache Versandart auf dem Land-/Seeweg (oder mussten die Konsulatsangehörigen so sparen!?).



Aufgegeben am 20. Sept. 1938 (Tagesstempel Posadas), dann ging es anscheinend per Eisenbahn die ca. 1000 km nach Buenos Aires wie ein nicht mehr vollständig lesbarer Eisenbahnstempel auf der Rückseite zeigt (POSTAL AMBULANTE, Strecke nur zu erraten aber wohl nach Buenos Aires, vom 21. Sept. 1938). In Buenos Aires schliesslich lief der Brief noch am 22. Sept. durch eine Stempelmaschine. Danach ging er wahrscheinlich mit einem Schiff weiter, darüber kann man aber nur mutmaßen, weitere Dokumentationen durch Stempel über den Weg bis Luckenwalde liegen nicht mehr vor.



Gruß,
Peter
 
JohannesM Am: 13.06.2012 14:25:13 Gelesen: 99966# 47 @  
Hier hat der Executor Ritzel wieder gnadenlos zugeschlagen und 2 Thaler 12 Silbergroschen 1 Pfennig + 2 Silbergroschen Porto vereinnahmt. Leider ist der Delinquent unbekannt, da das zugehörige Dokument wohl bei ihm verblieb?


 
Magdeburger Am: 14.06.2012 05:50:30 Gelesen: 99919# 48 @  
Hallo JohannesM,

wenn sich der Bareinzahlungsbeleg hierzu auch noch finden lassen könnte. Sehr schönes und eindrucksvolles Stück!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Hawoklei Am: 14.06.2012 09:11:44 Gelesen: 99910# 49 @  
Und noch zwei Briefe an die Abt. "Strafregister" beim Landgericht Cottbus. Ein Brief mit der Spendenmarke "Winter-Hilfswerk / des deutschen Volkes" / DEUTSCHES REICH * 1 REICHSPFENNIG *

Beste Grüsse Hans


 
JohannesM Am: 14.06.2012 14:49:52 Gelesen: 99878# 50 @  
Hier ein Schreiben des Steueramtes an das Gericht mit dem Ersuchen ein Testament zu eröffnen:



Und noch so eine traurige Angelegenheit um eine Erbhofsache:


 

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