Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsche Lokalausgaben 1945: Apolda
briefmarkenwirbler24 Am: 16.03.2014 19:59:32 Gelesen: 8359# 1 @  
Lokalausgaben 1945 Apolda - Postkarte: Wertbestimmung

Hallo liebe Sammlerfreunde,

ich habe vor, von meinem Nachbarn diese tolle Postkarte einzutauschen, die an seine Großmutter gerichtet ist, also auf gar keinen Fall eine Fälschung. Es handelt sich um Apolda 3 II auf Postkarte, mit einem Stempel vom 15.08.45.

Meine Frage ist hierbei: Der Stempel hat noch zusätzlich die Inschrift "Gebühr bezahlt". Handelt es sich hierbei um eine Notmaßnahme? Ebenfalls handelt es sich um eine Bildpostkarte. Also wie wertet diese Postkarte?

Ich freue mich schon auf eure Antworten.





MfG

Kevin
 
sammler-ralph Am: 16.03.2014 20:48:23 Gelesen: 8344# 2 @  
Ich habe ein wenig im Werk "Die Lokalausgaben von Apolda 1945" von H. Arenz aus dem Jahr 1988 nachgelesen. Die Marken Apoldas kommen mit einer Vielzahl von Stempelabdrucken vor. Bis zum 02.08.45 war der Stempel c im Bedarfseinsatz, danach der Stempel d. Der von Dir gezeigte Gebühr-bezahlt-Stempel kommt ab 21.7.45 vor, nachdem der Verkauf der Marken eingestellt worden war. Die Mi.-Nr 3 II wurde wohl nur nur am 21.7.45 verkauft. Ich würde die Karte prüfen lassen.

Gruß
Ralph
 
eswareinmal Am: 16.03.2014 20:55:45 Gelesen: 8342# 3 @  
Hallo,

warum steht auf der Karte unten rechts ein Preis auf der Karte? Ist für mich unverständlich.

Nette Grüße
 
drmoeller_neuss Am: 16.03.2014 21:07:57 Gelesen: 8334# 4 @  
@ eswareinmal [#3]

Das ist nicht unverständlich. Du solltest froh sein, dass sich die Sammlerscharen aus früheren Zeiten sich nur mit Bleistift verewigt haben.

Vielleicht hat der Vorbesitzer das Stück für 502 DM ersteigert?

Die Wertschätzung ist sehr schwierig, da solche Belege immer Liebhaberstücke sind. Hier dürfte aber echter Bedarf vorliegen, und ein dreistelliger Euro-Betrag könnte schon auf einer Auktion erreicht werden.
 
eswareinmal Am: 16.03.2014 21:14:34 Gelesen: 8332# 5 @  
@ drmoeller_neuss [#4]

Na gut - dann gehe ich mal jetzt von aus das der Nachbar die Karte von seiner Großmutter für 502,- zurückgekauft hat. Schwer vorstellbar irgendwie sorry.
 
briefmarkenwirbler24 Am: 16.03.2014 21:56:04 Gelesen: 8318# 6 @  
@ eswareinmal [#5]
@ drmoeller_neuss [#4]

Den Preis hat sich mein Nachbar auf der Karte damals notiert (D-Mark Preis). Ich halte eine Prüfung ebenfalls für sinnlos, da die Karte ja von an seine Großmutter ist und zeitgerecht verwendet ist. Was kann man für einen Michelwert, also auf Tauschbasis, nennen?

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 16.03.2014 22:11:34 Gelesen: 8312# 7 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#6]

Um weitere Unklarheiten zu vermeiden, ich habe mich eben etwas unglücklich ausgedrückt:

Den Preis, der mit Bleistift auf der Karte notiert ist, ist der damalige Michel-Wert zu D-Mark Zeiten. Die Karte wurde nie irgendwo gehandelt, sondern direkt vererbt. Deswegen ist die Echtheit m.E. garantiert. Es geht eigentlich nur um die Wertbestimmung. Oder gibt es irgendwelche Anlässe zum Zweifeln? Ich bedanke mich nochmals für eure kommenden Antworten.

MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 16.03.2014 22:17:52 Gelesen: 8312# 8 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#6]

Hallo Kevin,

es handelt sich meines Erachtens um ein interessantes Stück, doch sind die Hinweise von Ralph (Nr. 2) absolut ernst zu nehmen! Auch in meinem (alten!) Michel-Spezialkatalog steht zu Apolda Nr.3: 8 (Pf) orange: "Bewertung gilt nur für geprüfte Bedarfspost". Michel Spezial macht auch ausdrücklich auf Fälschungen aufmerksam (auch für Briefe).

Die Herkunft des Stückes ist oft sehr hilfreich; Du scheinst Dir wegen Deinem Nachbarn "auf der sicheren Seite" zu sein. Vergiss aber nicht, dass später diese Herkunft von den Philatelisten nicht mehr überprüft werden kann, also lohnt sich die Attestierung durch einen Prüfer ganz bestimmt. Oder, mit anderen Worten: Bei einem solchen Stück kommst Du um die Prüfung durch einen Experten wohl kaum herum, wenn Du das Stück je weiter verkaufen möchtest.

Wenn Du Genaues wissen willst über diese Marke konsultiere die Literatur dazu, welche im Michel Spezial ja genannt wurde. Ralph hat das gemacht.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.03.2014 07:10:28 Gelesen: 8291# 9 @  
@ Heinz 7 [#8]

Vielen Dank für deine Antwort. Wie viel kostet bei einem solchen Stück die Attestierung?

MfG

Kevin
 
doktorstamp Am: 17.03.2014 07:58:31 Gelesen: 8276# 10 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#9]

Hallo Kevin,

die Prüfgebühren dürften um die € 30 sein.

Den zuständigen Prüfer findest Du auf diese Seite. [1]

Du kannst auch vorher mit dem Prüfer telefonieren. Eventuell kann der Absender der Karte eine Aussage dazu machen.

mfG

Nigel

Gratuliere zu dem Stück.

[1] http://www.bpp.de
 
eswareinmal Am: 17.03.2014 10:55:52 Gelesen: 8249# 11 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#9]

und an alle

Entschuldigt bitte, aber schreibst Du/Ihr auf gekaufte, geschenkte oder geerbte Postkarten einen Michelpreis (502 DM) ?

Nette Grüße
 
sammelkrams Am: 18.03.2014 12:54:16 Gelesen: 8148# 12 @  
@ eswareinmal

Ich selber mach das zwar nicht, habe aber weit über 20000 Belege im Bestand und auf ca 1/5 der Briefe und Karten sind Bleistiftnotierungen zu Preisen, WZ ect. von Vorbesitzern angebracht. Heute beschriftet man am PC, früher hat man halt den Bleistift zu Hilfe genommen.

Darüber wie der Sammler auf 502 DM kommt kann man nur spekulieren. Sieht man aber in einen Spezial z.B von 1986 (Seite 594) wertet die Nr. 3 auf Brief zwar nur 100 DM, aber die geschnittene Ausgabe ist mit 500 DM notiert. Im Kopftext steht Randmarken teilweise geschnitten. Es wäre möglich das dieser Preis zur Grundlage gelegt wurde plus 2 DM für die Ansichtskarte.

@ Briefmarkenwirbler24

Eine 8 Pf. als Einzelfrankatur auf portogerechtem Bedarfs-Ortsbrief vom 31.8.45, tadellos, geprüft Dr. Arenz BPP hat auf der letzten Reinhard Fischer Auktionen 160 € zzgl. Aufgelder gebracht.
 
sammler-ralph Am: 18.03.2014 17:17:12 Gelesen: 8103# 13 @  
@ sammelkrams [#12]

Nun haben wir hier (leider) keinen Ortsbrief, sondern eine um 2 Pf überfrankierte Fernkarte vorliegen. Damit ergibt sich ein Katalogwert wohl nur aus dem Wert der Marke.

Gruß
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 18.03.2014 17:25:40 Gelesen: 8100# 14 @  
@ sammler-ralph [#13]

Das heißt der Katalogwert einer Normalmarke (60 €)? Und nicht auf Brief (250 €)?

MfG

Kevin
 
sammelkrams Am: 18.03.2014 21:06:34 Gelesen: 8053# 15 @  
Sammler-Ralph hat natürlich recht, deine Postkarte ist überfrankiert.

Überfrankaturen, wenn echt gelaufen, werten höchstens 15% mehr als die Einzelmarke. Ausnahme besonders seltene Marken.

Blanko Postkarten bringen leider auch nur 20-30 €.
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.