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Thema: Die Einführung vierstelliger Postleitzahlen in Deutschland (West) 1961
Das Thema hat 83 Beiträge:
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Manne Am: 20.12.2018 12:39:19 Gelesen: 7839# 59 @  
@ volkimal [#58]

Hallo Volkmar,

leider kann ich nichts zu diesem Stempel sagen. Habe diese Stempel mit der Kennung a h auch in meiner Doku. Vielleicht wollte man hier eine Null einfügen. Habe den Stempel vom 18.03.1973 verändert, oben die Null, darunter die Eins, passt nicht ganz.

Gruß
Manne



Hier die Echten:




 
opti53 Am: 16.01.2019 20:04:31 Gelesen: 7503# 60 @  
Hallo,

wie weiter oben beschrieben wurde, konnte in den Stempeln die PLZ ab 1975 vierstellig dargestellt werden, wenn es einer Neuanschaffung bedurfte. Offenbar war das im Postamt München 75 lange nicht der Fall. Ich fand jetzt einen Stempel von 1988 mit der alten Schreibweise der PLZ. Leider gelingt es mir nicht, das Postamt zu identifizieren, welches die Nummer 75 trug, obwohl ich in München lebe. Ich habe keinen hinreichend alten Stadtplan, und im Internet kommt man auch zu keinem Ergebnis. Auf jeden Fall war der Stempel noch 14 Jahre nach der Umstellungsanweisung im Einsatz. Respekt !



Ein falsches Datum ist auszuschließen, da es sich um eine Letterset-Marke handelt.

Viele Grüße

Thomas
 
Münchensammler Am: 16.01.2019 21:05:22 Gelesen: 7486# 61 @  
Hallo,

das Postamt München 75 befand sich in der Kochelseestraße (Großmarkthalle)

Grüße
 
filunski Am: 16.01.2019 22:40:08 Gelesen: 7463# 62 @  
@ opti53 [#60]

Hallo Thomas,

schönes Beispiel! :-)

Das ist aber gerade bei München nicht außergewöhnlich.

Hier mal eine kleine Zusammenstellung nur MÜNCHEN / 8, alle 80er Jahre, Einer auch noch von 1990:



Die Anweisung zum "Auffüllen" der PLZ in den Stempeln auf vier Stellen ab 1975, galt ja primär für neu anzuschaffende Geräte. Das hieß aber nicht automatisch, dass dann auch die bisherigen die ein-, zwei- oder dreistellig waren, aus dem Betrieb gezogen wurden. Solch ein Stahlstempel war und ist nicht ganz billig in der Anschaffung und bei halbwegs pfleglicher Behandlung (die zu Zeiten der Deutschen Bundespost gegeben war) konnten die auch gut einige Jahrzehnte halten. Die letzten Stempel mit einstelliger PLZ wurden erst am 30.6.1993, dem Letzttag vor Umstellung auf die 5-stelligen PLZ, in den "Ruhestand" geschickt. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 12.03.2019 12:55:42 Gelesen: 6497# 63 @  
Hallo,

hier mal wieder ein früher Abschlag aus Frankfurt: Dezember 1961.



Viele Grüße
Christoph
 
wheilmann Am: 12.03.2019 16:27:59 Gelesen: 6465# 64 @  
Hallo Christoph,

zu Deinem Stempelabdruck listet der Bochmann die Verwendungszeit 1962 auf.

In Düsseldorf gibt hier im Bochmann schon das Jahr 1961 als Verwendungszeit, hierzu liegt z. Zt nur das Werbeklischee vor:



Dein Stempelabdruck wird in meiner Beispielbild-Datei zum Stempelort Frankfurt erfasst werden.

Danke, Gruß Wolfgang
 
filunski Am: 04.04.2019 23:31:42 Gelesen: 6096# 65 @  
Verehrte Freunde des Themas,

wir hatten ja schon manche Stempelfrühverwendung hier im Thema, aber hier kommt ein, ich will ihn momentan mal einfach nur "interessanter" Handstempel nennen, der noch ein Jahr vor den bis jetzt bekannten Frühdaten liegt:

KASSEL 12 / a / 35 vom 20.12.1960



Wo gibt es denn so etwas? Jetzt ist aber erst mal Vorsicht angesagt.

Dieser Stempel befindet sich auf einer 5 Pf Heuss Marke, aber nicht auf der billigen Ausführung, sondern auf der lumogen Marke (MiNr 179y) bei der in gestempelter Erhaltung immer Vorsicht nötig ist. Da die Marke auch noch die Gummierung hat handelt es sich auch bestenfalls um einen Gefälligkeitsstempel. Aber auch das wäre geschmeichelt, es ist schlichtweg ein FALSCHSTEMPEL.

Hier die ganze Marke:



Und auch gleich noch den 40 Pf Wert dazu (MiNr. 260y):



Dem Fälscher war (zum Glück) das Einführungsdatum der neuen PLZ und dieser Stempelform (Kreisstempel mit Sehnensegment oben) nicht bekannt bei seiner Rückdatierungsaktion. Dieses Stempelgerät wurde gerade bei teuren Heuss Marken auch noch zu anderen Daten missbräuchlich verwendet.

Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 05.04.2019 21:26:11 Gelesen: 6044# 66 @  
@ filunski [#65]

Lieber Peter,

vielen Dank fürs zeigen, das finde ich hochinteressant! Und dann auch noch aus Kassel ;-)

Wenn man die Stempel aus Kassel ein wenig besser kennt, sieht man die Stempelfälschung auch auf den ersten Blick, und zwar an den Amtsziffern, also der 12 hinter dem Ortsnamen. Solche seltsam geformten Ziffern kommen bei echten Stempeln in Kassel nicht vor. Auch die beiden Buchstaben S im Ortsnamen sind in einer falschen Schrifttype gehalten, die sind viel zu rund bzw. die Schrifttype ist auch zu schmal und die Buchstaben stehen zu weit am oberen Rand des Stempelkreises. Zudem fällt ja auf, dass die Ortsbezeichnung KASSEL 12 nicht symmetrisch im Stempel angeordnet ist.

Allerdings liegt mir ein Stempel von 1966 vor, bei dem das letztgenannte Merkmal ebenfalls zutrifft.



Bei diesem gehe ich allerdings nicht davon aus, dass es sich um einen Falschstempel handelt.

Viele Grüße
Christoph
 
wheilmann Am: 09.12.2019 11:27:42 Gelesen: 3868# 67 @  
Hallo zusammen,

wer kann mir zu den beiden Stempel-Bildern Informationen geben?



Wem ist bekannt, warum der damals selbständigen Gemeinde Wedel b. Hamburg keine eigene Postleitzahl(PLZ), sondern die PLZ "2" zugewiesen wurde (gilt wohl auch für Norderstedt b. Hamburg)? Die "2" erhielt damals ja die Großstadt Hamburg.

Erst mit Einführung der 5-stelligen PLZ bekam Wedel die eigenständige PLZ 22880.

Wer kennt weiter Beispiele dieser Art?

Gruß Wolfgang
 
Christoph 1 Am: 09.12.2019 12:29:33 Gelesen: 3854# 68 @  
@ wheilmann [#67]

Hallo Wolfgang,

ich vermute, dass es etwas mit der historischen Zuordnung der Gemeinden rund um Hamburg zu verschiedenen Leitpostämtern zu tun hatte. Es gab ja nicht nur diese außerhalb der Stadtgrenzen gelegenen Orte mit PLZ 2000 (Wedel, Norderstedt), sondern es gab andersrum ja auch Bezirke der Stadt Hamburg, die nicht die PLZ 2000 hatten, sondern 2050 und 2100. Das waren die Bezirke, die vormals den Leitpostämtern Bergedorf und Harburg zugeordnet waren.

Und in diesem Bereich gab es wiederum Orte außerhalb Hamburgs, die trotzdem die Hamburger PLZ erhielten. Hier beispielsweise Börnsen mit der PLZ 205(0) von Hamburg-Bergedorf:



Es gibt weitere Beispiele. Spontan fällt mir der Ort Aising bei Rosenheim ein, der erst 1978 nach Rosenheim eingemeindet wurde, aber bereits zuvor die PLZ 82(00) verwendete:



Weitere Beispiele gibt es sicherlich noch. Ich stelle sie hier ein, sobald sie mir "über den Weg laufen".

Viele Grüße
Christoph
 
Christoph 1 Am: 09.12.2019 13:06:36 Gelesen: 3834# 69 @  
Hallo,

ich nutze die Gelegenheit und zeige neu entdeckte Stempelabschläge, die zu diesem Thema passen:

Maschinenstempel Peine, 30.12.1961 (eingestellt in die Stempeldatenbank von Brigitte)



Maschinenstempel Regensburg, 21.12.1961



Tagesstempel Burbach, 9.1.1962



Maschinenstempel Trier, 5.1.1962



Viele Grüße
Christoph
 
wheilmann Am: 10.12.2019 21:08:47 Gelesen: 3793# 70 @  
@ Christoph 1 [#68]

Hallo Christoph,

ich meine auch heute noch selbständige Gemeinden mit eine 1- bis 4-stelligen Postleitzahl der Großstädte oder ..., die 1993 eine eigenständige 5-stellige Postleitzahl erhalten haben.

Dein Beispiel Börnsen ist so ein Fall: 205, 2050 u. 21039 Börnsen (3- u. 4-stellige PLZ von Hamburg-Bergedorf).

Hamburg-Bergedorf selbst u. Hamburg-Harburg waren zum Zeitpunkt der 4-stelligen Postleitzahlen schon Ortsteile von Hamburg.

Dein Beispiel Aising b Rosenheim ist inzwischen eingemeindet und eine 5-stellige Postleitzahl gibt es für Aising nicht.

Um Hamburg herum habe ich in meinen Listen weitere Beispiele gefunden:

2 , 2000 u. 22113 Oststeinbek
2 , 2000 u. 22869 Schenefeld
2 , - u. 22145 Stapelfeld
2 , - u. 22889 Tangstedt



In unserer Datenbank eingestellt von ginonadgolm und den dritten Abdruck habe selbst eingestellt.

Wer kennt solche Beispiele in anderen Regionen?

Gruß Wolfgang
 
Christoph 1 Am: 10.12.2019 21:25:50 Gelesen: 3789# 71 @  
@ wheilmann [#70]

Hallo Wolfgang,

ich habe ein weiteres Beispiel gefunden:

2300 Altenholz. PLZ von 2300 Kiel.



Die gezeigten Stempelabschläge sind der Stempeldatenbank entnommen und stammen von jmh67 und ginonadgolm.

Viele Grüße
Christoph
 
wheilmann Am: 11.12.2019 11:49:09 Gelesen: 3751# 72 @  
@ Christoph 1 [#71]

Hallo Christoph,

danke für den Hinweis Region Kiel, schön das Beispiel. Hier mit einer Besonderheit: Altenholz ist in dem ersten Postleitzahlenbuch von 1961 nicht aufgeführt. Erst im Buch von 1966 steht 23 Altenholz ü. Kiel, hierzu ist aktuell kein Stempelabdruck in den beiden Datenbanken vorhanden.

Im Bereich Kiel gibt es dazu noch weitere Ort:



Zu einigen der gelisteten Orte habe ich bisher keine Stempel gesehen, schade!
Gruß Wolfgang
 
Christoph 1 Am: 11.12.2019 11:55:34 Gelesen: 3748# 73 @  
@ wheilmann [#72]

Hallo Wolfgang,

Deine Abbildung zeigt einen Ausschnitt Deiner excel-Datei zu Detmold. Vermutlich ein Versehen?

Viele Grüße
Christoph
 
ginonadgolm Am: 11.12.2019 12:05:45 Gelesen: 3740# 74 @  
@ wheilmann [#72]

Wie wär's denn mit Kronshagen ?





Das passt wohl etwas besser als Detmold

meint
Ingo aus dem Norden
 
wheilmann Am: 11.12.2019 12:16:47 Gelesen: 3734# 75 @  
Hallo Christoph, hallo Ingo,

hier meine Liste Kiel.



Kronshagen perfekt!
Gruß Wolfgang
 
mumpipuck Am: 11.12.2019 20:28:29 Gelesen: 3704# 76 @  
@ Christoph 1 [#68]

Als Heimatsammler Kreis Herzogtum Lauenburg möchte ich zu Börnsen anmerken, dass der Ort bis 31.12.1970 die eigene PLZ 2051 statt der 205(0) hatte. Die 2051 hatten zunächst alle Poststellen der Postamts 205 Hamburg 80, die direkt diesem Postamt zugewiesen waren und nicht einem der kleineren Postämter im Bereicht dieses Leitpostamts. Diese hatten dann z.T. deren Postleitzahl oder im Falle des Postamts 2058 Lauenburg/Elbe 1 die 2059.

Die Änderung der Postleitzahl in Börnsen erfolgte zum 01.01.1971 im Zusammenhang der Umwandlung von einer Poststelle I (mit eigener Zustellung) in eine reine Annahme Poststelle I.



Auch die Poststelle I in Escheburg hatte zunächst die 2051. Ebenfalls am 01.01.1971 erfolgte hier die Herabstufung zur Annahme Poststelle II und die Änderung der Postleitzahl in "205". Diesen Stempel kann ich leider noch nicht zeigen. Da die Poststelle II bereits am 01.02.1980 geschlossen wurde, dürfte er nicht häufig sein und im Gegensatz zu den Landpoststempeln werden solche Belege leider kaum angeboten.



Ebenfalls zum 01.01.1971 wurde die Poststelle II in Elmenhorst eine Annahme Poststelle II ohne Zustellung umgewandelt und erhielt statt der 2051 die 2053 des nahegelegenen Postamts Schwarzenbek, von wo nun die Zustellung erfolgte.
Die 2051 fehlt mir noch.



Herzliche Grüße
Burkhard
 
bovi11 Am: 11.12.2019 20:42:37 Gelesen: 3701# 77 @  
@ filunski [#65]

KASSEL 12 a

ist ein bekannter Falschstempel. Den gibt es auch mit Datum 2.4.55 -11

Grüße

Dieter
 
Christoph 1 Am: 04.04.2020 01:47:32 Gelesen: 2444# 78 @  
Hallo zusammen,

ich möchte mal wieder einen sehr frühen Stempel mit PLZ unten zeigen. Dies mal aus Offenburg vom Dezember 1961.



Viele Grüße
Christoph
 
MS Sammler Am: 08.09.2020 16:56:48 Gelesen: 263# 79 @  
Moin,

in Karlsruhe war im Jahr 1977 immernoch dieser zweistellige Poststempel mit der Plz. 75 in Benutzung:

Karlsruhe 2/mh/15.12.77-13 / 75



sechs Stunden später fand sich ein weiterer Stempel, mit vierstelliger Postleitzahl - Jedoch nun ohne Werbeeinsatz und mit UB be. Evlt. doch kein Maschienenstempel?

Karlstuhe 2/be/15.12.77-19 / 7500



Gruß vom Jungsammler Leon.
 
wheilmann Am: 08.09.2020 18:15:15 Gelesen: 252# 80 @  
Hallo Leon,

zu Deinen beiden Karlsruhe-Stempelabducken eine kleine Auflistung der Stempel (s. unter UB), mit denen dort Briefmarken abgestempelt wurden. Das linke Datum zeigt das Frühdatum und das rechte Datum das Spätdatum, das ich auf abgestempelten Briefmarken gesehen habe.

Die Auffüllung der Postleitzahlen von 75 auf 7500 mit Nullen ist Mitte 1975 verfügt worden. Neue Stempel sollten aber nur angeschafft werden, wenn mit dem Stempel kein sauberer Abdruck mehr möglich war. Viele Stempel mit 1- bis 3-stelligen Postleitzahlen sind so bis 1993 weiter verwendet worden.



Gruß Wolfgang
 
MS Sammler Am: 08.09.2020 18:44:57 Gelesen: 241# 81 @  
Moin Wolfgang,

lieben Dank für die Erklärung! Die Umstellung war ja 1960, deswegen dachte ich es würde noch ein alter Stempel sein.

Der Handstempel vom 15.12.1977 scheint ja der frühste Nachträglich entwertet Stempel mit vierstelliger Plz. bei dir zu sein. Gab es die anderen auch schon früher, oder sind das deine eigenen Stempeldaten?

Gruß Leon.
 
wheilmann Am: 08.09.2020 19:47:00 Gelesen: 225# 82 @  
Hallo Leon,

ich habe aus all den mir zugänglichen Quellen die Daten gesammelt: PhilaSeitenDatenbank, stampsx-Datenbank, Phila-Forum-Themen, Einkaufsportale für Briefmarken, Briefmarken-Sammelvereinen usw., usw. - bin schon mehrere Jahre damit beschäftigt. Ich schaue mir täglich die neu eingestellten Stempelbilder/Dateneingaben der beiden Datenbanken an und ergänze meine gelisteten Daten. Ich bin auch dabei, den Datenbestand der PhilaSeiten-Datenbank zu erfassen, 4500 von 16000 Seiten fehlen noch.

Übrigens das Vorgenannte gilt für die 1- bis 4-stelligen u. 5-stelligen Postleitzahlen der Bundesrepublik Deutschland aller Orte.

Herzlich Grüße aus Bayern nach Norddeutschland an die Küste in die Studium-Stadt meines Sohnes,
Wolfgang
 
Christoph 1 Am: 08.09.2020 21:34:48 Gelesen: 204# 83 @  
@ MS Sammler [#81]

Hallo Leon,

Du schreibst "Die Umstellung war ja 1960, deswegen dachte ich es würde noch ein alter Stempel sein."

Da liegt aber ein Missverständnis vor. 1960 gab es keine Umstellung. Die Einführung der 4-stelligen PLZ war Ende 1961, wurde dann sukzessive bis etwa 1963 vollzogen. Um frühestmögliche Verwendungen der neuen 4-stelligen PLZ zu dokumentieren, wurde dieses philaseiten-Thema gegründet. Anfangs wurden die Nullen bei den 4-stelligen PLZ weggelassen. Deshalb waren sie in größeren Städten auch manchmal nur 1- bis 3-stellig. Trotzdem handelte es sich eigentlich bereits um die 4-stelligen PLZ.

Sprich: 75(00) Karlsruhe gibt es seit mindestens April 1962, siehe [1]. Zuvor hatte Karlsruhe die PLZ (17a), verwendet bis mindestens Dezember 1961, siehe [5]

Wie Wolfgang schon geschrieben hat, gab es dann im Jahr 1975 eine Anweisung der Deutschen Bundespost, die Nullen bei allen PLZ mit in den Stempel aufzunehmen, also die sogenannte "Aufnullung". Das wurde allerdings längst nicht überall umgesetzt.

Deshalb ist ein Stempel mit PLZ 75 aus dem Jahr 1977 absolut keine Besonderheit - eher die Regel.

Tatsächlich wurden manche Stempel ohne Aufnullung noch bis zum 30.6.1993 verwendet. In Karlsruhe ist das jüngste Datum, das ich in unserer Datenbank finden konnte, ein Stempel von 1990, siehe [2].

Der früheste Karlsruhe-Stempel mit aufgenullter PLZ ist ein Handrollstempel von 1976, siehe [3].

Dein in [#79] gezeigter Stempel mit dem UB be ist übrigens mit 100%iger Sicherheit kein Maschinenstempel, sondern ein Handstempel. Er ist auch in unserer Stempeldatenbank bereits dokumentiert, also genau dieser (!) Abschlag, den Du auch zeigst. Vermutlich aus einer philaseiten-Rundsendung entnommen. Da sind sehr häufig Belege drin, die bereits früher einmal für die Datenbank erfasst wurden. Siehe [4].

Viele Grüße
Christoph

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/147010
[2] https://philastempel.de/stempel/zeigen/291659
[3] https://philastempel.de/stempel/zeigen/261075
[4] https://philastempel.de/stempel/zeigen/46245
[5] https://philastempel.de/stempel/zeigen/103108
 

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