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Thema: Indien: Stempel bestimmen
Das Thema hat 47 Beiträge:
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iholymoses Am: 18.10.2019 17:23:19 Gelesen: 7629# 23 @  
@ Franz-Karl Lindner [#20]

Später Antwortversuch: Als 2. Teil des Stempels lese ich "PANDI" - hilft das weiter?

Siehe etwas bearbeitetes Foto:



Grüße,
Reinhard
 
Martin de Matin Am: 18.10.2019 18:12:43 Gelesen: 7623# 24 @  
@ 10Parale [#22]

Wenn der Stempel B156 wirklich so selten wäre, sind dann nicht 60 Euro ein wirkliches Schnäppchen. Als Beispiel, ich habe für den roten Ringstempel 95 von Baden (denn ich verschenkte) weit mehr als das zehnfache des Katalogpreises der Marke bezahlt.

Man sollte bezüglich der Seltenheit des Stempel bedenken das Burma mit der Stadt Rangun, die damals zwischen 40.000 und 100.000 Einwohner hatte, zu britisch Indien gehörte. 2003 wurden zusammen zwei Briefe mit dem Stempel B156 auf den Steindruckmarken von Indien für ca. 550 Euro angeboten. Für einen Burmasammler ist dieser Vorläufer sicher interessant.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 19.10.2019 19:22:00 Gelesen: 7560# 25 @  
@ Martin de Matin [#24]

2003 wurden zusammen zwei Briefe mit dem Stempel B156 auf den Steindruckmarken von Indien für ca.550 Euro angeboten. Für einen Burmasammler ist dieser Vorläufer interessant.

Danke für diese wie immer kompetente Aussage. Würde mich nur interessieren, zu welchem Anlass und von wem diese Briefe angeboten wurden, Quelle?

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße

10Parale
 
Martin de Matin Am: 19.10.2019 23:48:50 Gelesen: 7538# 26 @  
@ 10Parale [#25]

Kleine Korrektur (hatte mehrere Kaloge vor mir liegen und hatte falsches Datum aufgeschrieben) Spink Auktion Oktober 2002 (India, Nepal, Burma, Tibet) .

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 30.10.2019 22:24:53 Gelesen: 7327# 27 @  
@ Martin de Matin [#26]

Vielen herzlichen Dank. Auktionskataloge sind wahrlich eine Quelle der Bildung.

Ich zeige hier noch 2 Werte von Indien, ich denke es sind Michel Nr. 35 und 36. Während die orange Marke zu 3 Annas den Stempel der bekannten Metropole Bombay (heute Mumbai) vom 13. Dezember 1890 aufweist, hat die linke 2 Anna Marke blau den Stempel von ADEN vom 7. Juli 1893. Nun ist mir eine indische Stadt Aden nicht geläufig. Ich kenne nur eine Stadt mit diesem Namen in Jemen.

Blickt man auf die Landkarte, sieht man, dass Aden und Mumbai zwei Küstenstädte sind, die für das Britische Empire einen wichtigen Seeweg darstellten. Tatsächlich wurde Aden 1839 von britischen Truppen besetzt. Ob nun 1890 indische Briefmarken in Aden verwendet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis, könnte aber vor diesem Hintergrund durchaus sein, oder?

Liebe Grüße

10Parale


 
volkimal Am: 30.10.2019 22:49:25 Gelesen: 7320# 28 @  
@ 10Parale [#27]

Hallo 10Parale,

es handelt sich wirklich um das dir bekannte Aden. Vor der Ausgabe eigener Briefmarken (1937) wurden in Aden die Marken von Indien verwendet. Siehe Michel: Naher Osten (Aden).

Viele Grüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 07.12.2019 07:27:21 Gelesen: 6927# 29 @  
Guten Morgen,

ob Delhi oder Bombay, es kann auch Lucknow sein? Ich weiß es nicht. Kann jemand diesen Stempel verorten, ich denke er würde gut in die Datenbank passen



Besten Dank für eventuelle Hilfe sagt Olaf
 
Ameise Am: 22.01.2020 12:39:11 Gelesen: 6520# 30 @  
Hallo,

ich bearbeite auch gerade so einen Stempel:



Als Absender ist angegeben:

Eastern Machinery & Trading Co.
Imperial Chambers
Wilson Road.
Ballard Estate.
Bombay-1.

Also könnte es Bombay sein.

Viele Grüße Enrico
 
Wesi Am: 22.01.2020 17:54:33 Gelesen: 6497# 31 @  
Hallo,

im Stempel steht:

बम्बई आर. एम. एस.

Übersetzt Bombay R.M.S. RMS = Railway Mail Service also Bahnpost.

MfG
Moritz
 
cihs Am: 02.12.2020 12:50:42 Gelesen: 3792# 32 @  
Hallo,

kann jemand den Ort in Indien entziffern?

Und wie lautet der Zweikreisstempel auf der Rückseite?

Vielen Dank
cihs


 
volkimal Am: 02.12.2020 17:31:37 Gelesen: 3759# 33 @  
@ cihs [#32]

Hallo,

in der Anschrift lese ich "Anrdni". Beim Buchstabenvergleich findest du das "n" in "I ndien" und das "r" in "Commissione r". Damit sind die ersten vier Buchstaben sehr wahrscheinlich. Damit komme ich aber nicht weiter.

Beim Stempel lese ich "??URDN?" Hinten könnte durch aus ein "I" sein. Wenn ich das mit der Anschrift kombiniere ergibt sich "Anurdni". Das hilft aber auch nicht weiter.

Interessant ist auch der Empfänger: "Norman M Horsford ??? Assistant Commissioner". Im Internet findet man "Norman Mcleod Thomas Horsford". Er war von "1892-1894 Chief Commissioner of the Andaman and Nicobar Islands". Wenn er ab 1892 Chef war, kann er 1868 durchaus Assistent gewesen sein. Vielleicht ist er ja der Empfänger des Briefes.

Aber auch mit diesem Ansatz finde ich keinen passenden Ort. Vielleich kommt ein anderer noch weiter.

Viele Grüße
Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 02.12.2020 22:21:19 Gelesen: 3735# 34 @  
Nach einer Suche in Google habe ich unter Google Books folgenden Ausschnitt aus dem "India Office List Advertiser" über den Lebenslauf des Col Norman MacLeod Thomas Horsford gefunden.



Im Jahr 1868 hat er im Königreich Oudh (auch "Awadh State") als Assistent gearbeitet. Den Staat haben wir damit gefunden. Über die Stadt kann ich nur mutmassen. Die Hauptstadt Lucknow ist es sicher nicht. Nach einer Suche im "India Road Atlas" von Eicher, dem besten Straßenatlas von Indien, finde ich "Hardoi", das man möglicherweise früher Hurdui geschrieben hat. Diese Stadt liegt heute im Bundesstaat Uttar Pradesh und war damals nahe an der Grenze des Königreiches Oudh.



Mein Problem ist, dass Indien die Schreibweise vieler Städte geändert hat. Aus Mysore wurde zum Beispiel Mysuru, aus Calcutta Kolkata.

https://en.wikipedia.org/wiki/Oudh_State
https://en.wikipedia.org/wiki/Hardoi
 
cihs Am: 02.12.2020 23:01:43 Gelesen: 3721# 35 @  
Danke für die Hinweise. Habe lange überlegt und nichts herausbekommen. Hat jemand noch eine Idee für den Ort ? unter Hurdni? ? ?urdle

Der Zweikreisstempel auf der Rückseite muß, glaube ich, ein englischer Stempel sein. Habe einen ähnlichen gefunden, den ich auch nicht entziffern konnte.

Lesen kann ich: Im Aussenkreis POST OFFICE und mittig C No 2

Gruß
cihs
 
cihs Am: 03.12.2020 00:06:47 Gelesen: 3708# 36 @  
Habe nun den Stempel selbst herausbekommen. Es handelt sich nicht um einen Zweikreisstempel sondern um einen Einkreisstempel.

Es ist ein Bahnpoststempel von British Indien. Innen steht:

TRAVELLING POST OFFICE N.W.P.
C
No 2
SE 14

N.W.P. = North Western Provinces
C = Car oder Clerk (Sekretär)
 
volkimal Am: 03.12.2020 10:53:05 Gelesen: 3685# 37 @  
@ cihs [#36]

Hallo,

schön, dass du den ersten Stempel gefunden hast. Bei [1] ist er unten auf der vierten Seite zu sehen.

Beim fehlenden Ort ist drmoeller_neuss weitergekommen. Er hat das Königreich Oudh herausgefunden. Es steht auch auf dem Brief in der zweitletzten Zeile.

Jetzt fehlt nur noch der Ort. Bei [2] findest du eine Karte von Oudh aus dem Jahr 1863. Auch wenn sich viele Namen geändert haben, vielleicht kannst Du dort den Ort entdecken.

Viele Grüße
Volkmar

[1] http://www.exponet.info/exhibit.php?exhibit_ID=1218&lng=EN
[2] http://www.columbia.edu/itc/mealac/pritchett/00maplinks/colonial/wellermaps/uttarpradesh1863/upsoutheastmax.jpg
 
cihs Am: 03.12.2020 12:09:39 Gelesen: 3678# 38 @  
Hallo Volkmar,

danke für Info. Genau das habe ich auch gefunden. Ist ein sehr interessantes Thema.

Ich sammle eigentlich die SEA POST OFFICE Stempel von 1868-1914.

Meine Belege ziehe ich gerade auf Blätter auf und beschreibe den Postleitweg. Bei dem von mir gezeigten Brief komme ich noch nicht mit den Daten klar. Im Handbuch von Dovey über die SEA POST OFFICE Stempel differieren die Daten um ein paar Tage?

Muß ich nochmal recherchieren.

Gruß
Gunnar
 
SH-Sammler Am: 03.12.2020 13:15:00 Gelesen: 3670# 39 @  
@ cihs [#32]

Hallo Gunnar,

bei der Ortschaft lese ich HURDNY. Wo genau in Indien dieser Ort ist, kann ich nicht sagen. Auch beim Stempel auf der Rückseite lese ich (mit ein ganz klein wenig Fantasie) Hurdny.

Im Weiteren habe ich einen "Reisebericht" gefunden: Lord Minto in India. Dort wird Hurdny erwähnt. Nachstehend der Link dazu, hoffe es klappt [1].

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter

[1] https://archive.org/stream/in.gov.ignca.13878/13878_djvu.txt
 
drmoeller_neuss Am: 03.12.2020 13:32:36 Gelesen: 3666# 40 @  
Ich bleibe bei Hurdui (heute Hardoi). Da sehe ich noch die größte Übereinstimmung bei der Adresse und dem Stempel.

Hardoi liegt an der Bahnstrecke Lucknow-Shahjahanpur [1]. Der Bau der Strecke von Lucknow nach Sandila (auf der alten Karte: Sundella) und dann nach Hardoi war im Jahre 1872 vollendet. Möglicherweise war unser Assistent mit dem Eisenbahnprojekt befasst. Hurdui ist nicht auf der alten Karte zu finden. Viele indische Städte sind aus kleinen Dörfern gewachsen, die zufällig an einer Eisenbahn lagen.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Lucknow%E2%80%93Moradabad_line
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Oudh_and_Rohilkhand_Railway
https://hardoi.nic.in/
 
SH-Sammler Am: 03.12.2020 14:25:46 Gelesen: 3659# 41 @  
@ drmöller_neuss [#40]
@ cihs [#32]

Hallo,

ich habe noch eine alte Karte gefunden Der Name Hurdui ist eingekreist. Es dürfte mit dem heutigen Hardoi übereinstimmen.



Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Parachana Am: 04.12.2021 19:46:42 Gelesen: 248# 42 @  
Hallo Rainer,

habe gestern in einem Stapel griechischer Ganzsachen diesen Stempel gefunden.



Kannst du mir vielleicht erklären was er bedeutet? Ich meine den Stempel rechts unten. Der Brief ging von Patras in Griechenland nach Hyderabad (Deccan) in Indien.

Leider ist eine Briefmarke abgegangen oder entfernt worden. Weisst du auch etwas über die blauen Aufschriften? Auch den kleinen grünen Stempel kann ich nicht erkennen.

Würde mich über eine Antwort freuen.

VG
Uwe
 
22028 Am: 05.12.2021 09:27:26 Gelesen: 185# 43 @  
@ Parachana [#42]

Uwe,

dieser runde Overland Mail Stempel ist von Indien und hat NICHTS mit der Overland Mail Baghdad-Haifa zu tun. Da gbt es eine ganze Reihe verschiedener. Im Handbuch von Norman Collins sind sie aufgeführt, aber auch mit dem Hinweis dass sie halt nichts mit der Overland Mail Baghdad-Haifa zu tun haben.

Die blauen Vermerke sind Nachportovermerke, die Berechnung dafür kann ich Dir leider nicht geben. Auch zum grünen Stempel kann ich nichts sagen, vermute aber dass der nicht postalisches ist, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
 
Lars Boettger Am: 05.12.2021 10:36:38 Gelesen: 162# 44 @  
Hallo Rainer,

in der November-Ausgabe des "American Philatelist" ist ein Artikel über "Airmail Etiquettes", Verfasser Arthur H. Groten, M.D. In dem Artikel wurde der Beleg im Anhang gezeigt und beschrieben:

"The reason for two different route labels on this cover is that it was originally to go by air [...] but missed the flight and was sent instead by Nairn Overland service. The rate was the same, 3 annas (postage) plus 3a for the air or overland fee. [...]"

Beste Grüße!

Lars


 
22028 Am: 05.12.2021 10:58:25 Gelesen: 146# 45 @  
@ Lars Boettger [#44]

Lars,

Art Groten, der hatte 1974 schon mal einen Artikel zur Overland Mail im American Philatelist veröffentlicht, dessen Sammlung wurde vor Jahren verkauft, einiges davon habe ich mittlerweile in meiner Sammlung.

Das was er damals (auch in seinem Exponat, und ich habe die alten Texte und teilweise auch Bilder, schrieb musste ich leider schon des Öfteren widerlegen bzw. korrigieren. Auch gefallen mir persönlich diese Briefe mit Luftpost und Overland Mail Aufkleber nicht. Es ist zu einfach einen Overland Mai Aufkleber, abgelöst von einem defekten Overland Mail Brief, anzubringen.

Allerdings, der gezeigte Brief ist gestempelt 30.03.1926, das war ein Dienstag. Die Overland Mail ging Donnerstags ab, das könnte hinkommen, auch wenn der Brief aus Basrah (Im Süden des Landes, ca. 500 Km nach Baghdad), trotzdem, auch müsste man mal nachsehen wann die Luftpost ab Baghdad abging.

Es gab für solche Fälle wo die Luftpost nicht mehr erreicht wurde einen speziellen Handstempel, der ist aber SEHR selten. In meinem Bilderarchiv habe ich 4 solcher Briefe, zwei davon auch als Original auch in meiner Sammlung [1].



[1] https://fuchs-online.com/overlandmail/content/04/04_rerouting_receiving_handstamps.htm
 
ChristianSperber Am: 05.12.2021 11:03:21 Gelesen: 142# 46 @  
@ Parachana [#42]

Hallo Uwe,

bei dem grünen Stempel handelt es sich um einen "Postmaster's Unpaid Stamp" aus Britisch-Indien [1], von oben nach unten: Hyderabad, Datum, Unpaid.
Diese Stempel wurden 1900 eingeführt, um unfrankierte oder unzureichend frankierte Sendungen besser kenntlich zu machen.

Den blauen Taxvermerk und das Gekritzel im Wertstempel kann ich auch nicht einordnen.

Gruß
Christian

[1] Virk: Indian Postal History 1873-1923. New Delhi, 1991. S. 75
 
Lars Boettger Am: 05.12.2021 11:22:53 Gelesen: 130# 47 @  
@ ChristianSperber [#46]

Den blauen Taxvermerk und das Gekritzel im Wertstempel kann ich auch nicht einordnen.

Hallo Christian,

das Wertzeichen der Ganzsache war ungültig. Das wurde vom Postbeamten richtigerweise mit fünf Mal "0" gekennzeichnet.

Beste Grüße!

Lars

[Beiträge [#42] bis [#47] nach Beratung mit Christian Sperber redaktionell verschoben aus dem Thema "Meine Sammlung Overland Mail Baghdad-Haifa"]
 

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