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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 761 Beiträge:
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Fips002 Am: 14.03.2021 12:28:29 Gelesen: 28978# 737 @  
Brief von der Jungfernreise des schwedischen Passagierschiff "Stockholm" am 21.Februar 1948 nach New York.

Die "Stockholm" war im Februar 1948 das erste neu gebaute Passagierschiff der Welt nach dem zweiten Weltkrieg.

Mit 537 Passagieren an Bord kollidierte sie, ungefähr 100 Seemeilen vor New York, im Nebel am 25.Juli 1956 mit den italienischen Passagierschiff "Andres Doria". Die "Andrea Doria" hatte 1134 Passagiere an Bord und sank nach dieser Kollision, wobei 47 Menschen den Tod fanden. Die "Stockholm" hatte 6 Tode zu beklagen.

Trotz der schweren Schäden erreichte das schwedische Schiff mit eigener Kraft New York.

Nach den Reparaturarbeiten wurde die "Stockholm" am 5 November 1956 wieder in Dienst gestellt und 1959 zum Verkauf angeboten. Der FDGB der DDR erwarb das Schiff und stellte es als erstes Hochsee-Urlauberschiff der DDR unter dem Namen "Völkerfreundschaft in Dienst.



Dieter
 
Fips002 Am: 20.03.2021 12:05:55 Gelesen: 27696# 738 @  
Postkarte aufgegeben an Bord des Dampfers "Deutschland" am 27.10.1927 nach New York.

Der Dampfer "Deutschland" der HAPAG unternahm seine Jungfernreise am 27.3.1924 nach New York. Das Schiff konnte 200 Passagiere in der I. Klasse, 360 in der Touristenklasse und 400 in der III. Klasse befördern.

Die letzte Reise von New York nach Hamburg wurde am 17.8.1939 durchgeführt. Ab 1940 war das Schiff Wohnschiff der Kriegsmarine in Gotenhafen.

Auf sieben Reisen 1945 bringt die "Deutschland" 70.000 Menschen aus den deutschen Ostgebieten nach Westen. Am 03.05.1945 kenterte das Schiff nach einem britischen Luftangriff in der Lübecker Bucht vor Neustadt. 1948 wurde die ehemalige Deutschland gehoben und verschrottet.

Der Flaggenstempel DASP Hamburg-New York wurde an Bord der "Deutschland" vom Februar 1925 bis zum Februar 1938 verwendet, danach kam der Normstempel vom Februar 1938 bis Oktober 1939 zum Einsatz.



Dieter
 
Fips002 Am: 25.03.2021 20:55:45 Gelesen: 26554# 739 @  
Postkarte vom Schnelldampfer "BREMEN" des Norddeutschen Lloyd Bremen, 17.12.1931, nach Schildigheim/Frankreich.

Die Karte ist entwertet mit dem Normstempel DEUTSCH-AMERIKANISCHE-SEEPOST D.BREMEN/BREMEN/17.12.31/NEW YORK. Dieser Stempel wurde vom 16.07.1929 - 13.12.1939 verwendet.

Die vierte "Bremen" (51.735 BRT, 286 m lang, 125.000 PS) eroberte im Jahre 1929 das "Blaue Band" und gilt als das berühmteste deutsche Passagierschiff. Das stolze Schiff wurde am 18. März 1941 durch einen Brand vollständig zerstört.



Dieter
 
DL8AAM Am: 27.03.2021 20:16:35 Gelesen: 26010# 740 @  
Schiffspost auf dem Zürichsee



Ansichtskarte (Nr. 16577 "Zürich: Schiffstation Bürkliplatz", Verlag 'Rud. Suter AG', 8942 Oberrieden-Zürich), entwertet mit Maschinenstempel 8000 ZÜRICH 1 BRIEFVERSAND vom 21.08.1984).

Neben der "echten" postalischen Entwertet findet sich ein Schiffsstempel Zürichsee / 21. AUG. 1984 / Helvetia. Das Motorschiff Helvetia findet sich übrigens auch als Motiv auf der Ansichtskarte.



Handelt es sich hier um einen (semi-) postlischen Nebenstempel, ähnlich der Bahnpoststempel "Aushilfsstempel der SBB", wobei diese Aushilfsstempel vom Bahnpersonal aber auch zur Entwertung eingesetzt wurden. Oder werden die vielleicht ähnlich "únserer" Landpoststempel-Nebenstempel verwendet, die ja auch neben der Frankatur anzuschlagen waren?

Im Internet habe ich bei einer Verkaufs-/Werbeanzeige den folgenden Text gefunden [1]:

" In der Schweiz gibt es über 20 Binnenseen, die über ein festes Kurs-Schiff-Netzwerk verfügen. Der Fahrplan ist auch im SBB-Netz der Schweizer Bundesbahnen integriert. Es sind über 200 Kursschiffe die auf Schweizer Seen verkehren und ihren festen Fahrplan haben. (...) Was viele Sammler nicht wussten, ist, dass diese offiziellen Kursschiffe auch einen offiziellen Schiffspoststempel mitführen. Haben Sie also Lust, am Bordeigenen Kiosk eine Ansichtskarte zu kaufen, haben Sie auch die Möglichkeit, einen zusätzlichen Schiffspoststempel auf der Karte anzu-bringen. Beim nächsten Anlegeort werden dann die Gruss-Ansichtskarten einer Schweizerischen Poststelle übergeben, wo dann der offizielle Postempel angebracht wird."

Hier ein weiterer Schiffsstempel der Helvetia



Zürichsee / - 3. SEP. 1982 / Helvetia neben der Frankatur, wobei in diesem Fall die Briefmarke im Nachgang nicht mehr entwurde. Die Karte lief aber tatsächlich (nach Deutschland).

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.tutti.ch/de/vi/basel/sammeln/schweizer-schiffspost-riesensammlung/10950508
 
DL8AAM Am: 01.04.2021 20:31:25 Gelesen: 24597# 741 @  
Wenn wir schon bei der schweizer Schiffspost sind

Brienzersee: Motorschiff Briez



Ansichtskarte (Nr. 12666 "Brienz - Brienzersee, Hasliberge", Verlag Photoglob AG, Zürich) nach Deutschland, frankiert mit 80 Rappen (Postbeförderung, 1986 [Michel #1325]), entwertet per Maschinenstempel 3800 INTERLAKEN ★★★, Klischee "TELL FREILICHTSPIELE Interlaken" vom 04.07.1987. Postaufgabe auf dem Brienzersee, bestätigt durch den Bordstempel



BRIENZERSEE / AN BORD DES SCHIFFES / BRIENZ (ohne Datum)

Die 1981 gebaute MS Brienz wird von der Bahngesellschaft "BLS AG" [1] betrieben, verkehrt auf dem Brienzersee und kann bis zu 1000 Passagiere befördern.

Wikipedia: Die BLS AG ist eine 2006 gegründete Schweizer Normalspur-Bahngesellschaft. Sie betreibt als Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfangreiches Netz im Regionalverkehr einschliesslich S-Bahn, einen Autoverlad am Lötschberg und Simplon sowie die Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/BLS_AG
 
Shinokuma Am: 02.04.2021 19:45:16 Gelesen: 24325# 742 @  
@ Fips002 [#738]

Hallo Dieter,

dasselbe Schicksal wie die von Dir gezeigte Deutschland hatte die Cap Arcona, die zuvor ebenfalls seit 1927 zigtausende Emigranten nach Südamerika befördert hatte.

Nur auf der Cap Arcona starben noch einige Tausend KZ-Häftlinge, die zum Ende des Krieges zwangsweise dort eingeschifft worden waren. Ausführlich nachzulesen bei Wikipedia [1].



Imeigentlichen Sinne handelt es sich bei dieser Karte zwar nicht um einen Schiffspostbeleg, da er mit dem Handrollstempel ja erst in Hamburg entwertet wurde, aber geschrieben wurde die Karte zumindest auf dem Schiff. Denn der Text beginnt mit: "Meine Liebste! Ich bin an Bord der Cap Arcona, die um 12 Uhr nachts die Anker lichtet, um nach Südamerika zu fahren." Falls jemand Interesse am restlichen Textinhalt hat, möge er sich bei mir melden.

Ich wünsche derweil auch den übrigen Lesern ein schönes und vor allem gesundes Osterfest.

Mit herzlichen Grüßen

Gunther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Arcona_(Schiff,_1927)
 
Fips002 Am: 04.04.2021 17:58:06 Gelesen: 23710# 743 @  
Brief vom Dampfer "WESTERWALD", Frankatur entwertet mit dem Stempel "DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/SÜDAMERIKA/I/4.1913,XLIV" nach Paris.

Der Stempel wurde bisher wenig registriert, bisher siebenmal, sämtlich aus den Jahren 1912 und 1913.

Der Brief erhielt nach Ankunft in Lissabon den Ankunftstempel am 1.4.1913 und wurde nach Paris befördert.

Der Dampfer "Westerwald" der HAPAG wurde im Jahre 1907 erbaut und blieb in Diensten der Hapag bis in die Zeit des ersten Weltkrieges hinein.

1916 wurde das Schiff in Lissabon beschlagnahmt.



Dieter
 
DL8AAM Am: 05.04.2021 05:19:37 Gelesen: 23571# 744 @  
Wappen von Hamburg



Bordstempel ● M.S. „Wappen von Hamburg “ ● auf hoher See / Hamburg-Helgoland [1]. Entwertung der Frankatur (15 Pf. '75 Jahre 1. Mai') erfolgte dann in Helgoland per Gelegenheitsstempel HELGOLAND / 75 JAHRE DEUTSCH / Kurinsel in der Nordsee / 2192 vom 17.08.1965.

Hier müsste es sich um das dritte Fährschiff dieses Namens handeln, dass am 16. Februar 1965 ihren Stapellauf hatte. Sie fuhr dann bis 30. September 2006 auf der Route Hamburg-Helgoland, mit einer kurzen Ausnahme. In der Wintersaison 1965 (ab Oktober) kreuzte sie einmalig unter dem Namen Lucaya in der Karibik.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_von_Hamburg_(Schiff,_1965)
 
DL8AAM Am: 06.04.2021 20:37:47 Gelesen: 22904# 745 @  
@ Sachsendreier53 [#152]

Eine andere Vaterland:

Raddampfer Vaterland



Agfa-Fotoansichtskarte "Dampfer Vaterland" (Bestellnr. "S M 695"; Verlag Schöning & Co., Lübeck)

Bordstempel * Auf dem Rhein * / an Bord Dampfer / Vaterland. Entwertung der Frankatur (10 Pf. Heuss) durch Handstempel (22b) ST. GOARSHAUSEN b vom 12.08.1957.

Wikipedia [1]: Die Vaterland war ein 1925/26 für die Preußisch-Rheinische-Dampfschiffahrtgesellschaft in Köln gebauter Seitenraddampfer. Nachdem der Dampfer zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Neuwied zwischen zwei gesprengten Brücken festlag, zerstörten deutsche Pioniere das Schiff. Nach der Hebung wurde das Schiff bis 1949 wieder aufgebaut und anschließend von der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt (heute: Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt) im Plandienst auf dem Rhein eingesetzt. Schließlich wurde das Schiff nach Saisonende 1972 stillgelegt und im Dezember 1975 in Brügge verschrottet.

Beste Grüße
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterland_(Schiff,_1926)
 
Fips002 Am: 09.04.2021 22:29:59 Gelesen: 21528# 746 @  
Am 21. August 1867 unterzeichneten die Vereinigten Staaten und Belgien eine neue Post Konvention in Brüssel. Es wurden die Post Raten zwischen beiden Ländern festgelegt. So auch die einfache Rate für die direkte Linie zwischen den beiden Ländern. Die internationale Rate wurde auf 50 Centimes reduziert.

Der Faltbrief wurde mit dem Dampfschiff "TRIPOLI" der Cunard Line am 7. Juni 1871 von Antwerpen über Ostende 7. Juni 1871, Queenstown 9.Juni 1871, Boston 21. Juni 1871 nach New York befördert. Ankunft in New York am 23.Juni 1871.

Im New Yorker Austausch Amt wurde der rot orange Kreis Stempel NEW YORK PAID ALL DIRECT/JUN/23 abgeschlagen der zeigt, dass der Brief voll bezahlt ist. Dieser Stempel wurde vom 10.Sept. 1868 bis zum 12. Juni 1873 verwendet.

Der schwarze Handstempel TRANS.BRIT. war durch die Konvention erforderlich und wurde in Belgien verwendet um zu zeigen, dass der Brief über England ging für die normale Route im verschlossenen Postsack für die Vertragspost.

Das Dampfschiff TRIPOLI war von 1865 bis 1872 im Cunard Dienst. 1872 strandete das Schiff und wurde aufgegeben. Alle Passagiere wurden gerettet.




Dieter
 
Fips002 Am: 16.04.2021 20:18:50 Gelesen: 19576# 747 @  
Das Seefunktelegramm wurde am 18.11.1951 vom Funker des Schiffes "EDVARD GRIEG" per Telegraphie an die Hauptfunkstelle Norddeich Radio übermittelt. Von Norddeich Radio wurde das Telegramm als Schiffsbrieftelegramm von Norden nach Lützen/Leipzig an den Empfänger gesandt.

Der Stapellauf der "EDVARD GRIEG" erfolgte am 24.5.1943. Das Schiff ging an den norwegischen Staat. Im Februar 1950 wurde das Schiff auf die Osloer Gesellschaft A/S Sobral des norwegischen Reeders Ölvind Lorentzen übertragen.

Nach 1952 zählte der Reeder zu den Pionieren der Gasverschiffung.

Nach Umbau der "EDVARD GRIEG" in Hamburg zu einem Gastanker, wurde es im Handel zwischen Texas und der südamerikanischen Ostküste eingesetzt.

1972 strich man das Schiff aus dem Register. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt.



Dieter
 
Fips002 Am: 22.04.2021 18:10:27 Gelesen: 17947# 748 @  
18.September 1830 Brief von Leith (Schottland) nach Stege auf der Insel Möen über London 21.September 1830 und über einen Spediteur in Hamburg 28.September 1830 an die Firma Hage & Sohn nach Möen in Dänemark.

Vorausbezahlt wurden 2 Shilling, 8 Pence und 1/2 Pence. 1/2 Pence war für die Instandhaltung der schottischen Straßen bestimmt.

In Hamburg wurde der Brief mit der Gebühr von 12 Schilling belegt.

SHIP im Stempel und der Vermerk "pr. Steamboat" weisen auf eine Beförderung durch ein privates Dampfboot hin.

Bei dem auslaufenden Dampfboot aus Hamburg erhielt der Brief auf der Rückseite den Stempel: SCHIFFS BRIEF-POST HAMBURG/28.Sep/1830.

Bei einlaufenden Schiffen wurde dieser Stempel auf der Vorderseite abgeschlagen.



Dieter
 
Fips002 Am: 27.04.2021 20:50:58 Gelesen: 16546# 749 @  
3.Februar 1806, Kapitänsbrief von Antwerpen nach Philadelphia über New York 24.März 1806. Weiterbeförderung über Land nach Philadelphia, Ankunft am 25.März 1806.

Postgebühr: Schiff Gebühr 2 Cents, Inlandgebühr von New York nach Philadelphia 12 1/2 Cents,
Totalgebühr: 2 Cents + 2 x 12 1/2 Cents = 27 Cents (Vermerk in rot rechts oben).




Dieter
 
Ichschonwieder Am: 30.04.2021 19:10:36 Gelesen: 15450# 750 @  
1997 Deutsche Schiffspost vom "FS POLARSTERN" nach Murmansk. Der Ankunftsstempel von Murmansk auf der Rückseite ist leider sehr unleserlich.



VG Klaus Peter
 
Fips002 Am: 04.05.2021 11:43:30 Gelesen: 14261# 751 @  
Seefunktelegramm vom Frachtschiff "Katharina Dorothea Fritzen" vom Funker aus dem Nordatlantik per Telegraphie an die Küstenfunkstelle Norddeich Radio übermittelt.

Von Norddeich Radio wurde das Seefunktelegramm als Schiffsbrieftelegramm an den Empfänger nach Berlin gesandt, Stempel Berlin N 26.2.1951.

Die "Katharina Dorothea Fritzen", 10400 tdw war für die Reederei Fritzen von 1950 - 1960 in Dienst und wurde 1961 nach Japan verkauft.

Die Reederei Fritzen & Sohn war eine besonders in der Erzfahrt tätige Reederei in Emden.



Küstenfunkstelle Norddeich Radio

Dieter
 
Fips002 Am: 10.05.2021 21:47:53 Gelesen: 12078# 752 @  
Faltbrief befördert mit dem Segelschiff "Genevure" von Pointe a Pire, Guadeloupe am 20.Mai 1835 nach Le Havre/Frankreich.

Bei der Ankunft in Le Havre erhielt der Faltbrief den Landungsstempel PAYS D´OUTREMER/PAR LE HAVRE (1835-1839).

Von Le Havre erfolgte die Weiterbeförderung über Land nach Bordeaux, Ankunft am 5.September 1835.

Die Beförderungsgebühr von 10 Decimes hatte der Empfänger zu bezahlen.




Dieter
 
Fips002 Am: 15.05.2021 18:07:56 Gelesen: 10359# 753 @  
Ich zeige zwei Briefe vom Vier Schornstein Zerstörer "Brooks" Nr.232 der Clemson-Klasse. Diese Zerstörer führten die Bordnummern 185-346.

Entwertet wurden die Briefe mit den Stempeln Typ 3 (A-BTT) und Typ 3 (AC-BTT).

"Brooks" wurde am 26.8.1920 in Dienst gestellt, fuhr in europäische Gewässer und wurde der Naval Forces an der Adria zugeteilt, danach in türkische Gewässer. 1921 war sie an Flottenmanövern in der Karibik, Atlantik und im Pazifik beteiligt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war "Brooks" der Neutrality Patrol an der Atlantikküste zugeteilt.

Im ersten Jahr des Zweiten Weltkrieges operierte sie zwischen Kalifornien, Washington und Alaska.

Am 1.Dezember 1942 ging "Brooks" in den Südatlantik.

Eingesetzt war sie als Transport- und Minensuchboot während der Landungen in Lae, Neuguinea (4.-14. September 1943); Finschafen, Neuguinea, Landungen (22.und 29.-30.September); Cape Gloucester, New Britain, Angriff (26. und 28.-29. Dezember); Saidor, Neuguinea, Landungen (2.Januar bis 17.Februar 1944; Landungen auf den Admiralitätsinseln (29.Februar - 5. März und 19. März); Hollandia, Neuguinea, Angriff (22.-28. April); Einnahme von Saipan (14.-22.Juni); Leyte-Besetzung (18.November bis 4.Dezember); und der Lingayen Golf, Luzon, Landungen (3.-6. Januar 1945).

Am 6.Januar 1945 stürzte ein japanisches Kamíkaze-Flugzeug auf "Brooks". Der vordere Maschinenraum wurde überflutet. Drei Besatzungsmitglieder wurden getötet und elf verwundet. Sie wurde nach San Pedro, Kalifornien geschleppt und am 30.Januar 1946 verkauft.

"Brooks" erhielt die Navy Unit Commendation und sechs Kampfsterne für ihren Dienst im Zweiten Weltkrieg.



Dieter
 
Fips002 Am: 21.05.2021 12:39:14 Gelesen: 8226# 754 @  
Der Beginn des Cunard Dienstes.

Die Britische und Nordamerikanische Königliche Post Dampfschiffs Gesellschaft schloss einen sieben Jahresvertrag mit der Britischen Admiralität für die Beförderung von Post nach Nordamerika am 1. Juli 1840 ab.

Der Vertrag forderte 2 Postfahrten jeden Monat, aber nur eine Fahrt von Dezember bis März. Die Linie, die bald als Cunard Line bekannt wurde, begann ihren Dienst von Liverpool, am Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, dem 4. Juli 1840 mit dem Auslaufen des hölzernen Raddampfers "Britannia". Ihre Schwesterschiffe waren die "Arcadia", die "Caledonia" und die "Columbia". Diese vier Dampfer waren baugleich mit einer Länge von 70 m und eine Verdrängung von 1.150 Tonnen.

Ich zeige einen Faltbrief von New York am 29. Oktober 1841 nach Cognac/Frankreich.

Mit dem Dampfschiff "Britannia" der Cunard Line wurde der Faltbrief am 16. November 1841 von Boston nach Liverpool befördert, Ankunft in Liverpool am 30. November 1841. Von Liverpool befördert nach London 01. Dezember 1841, Calais/Frankreich 03. Dezember 1841, Paris 03. Dezember 1841 und Ankunft in Cognac am 05. Dezember 1841.

Die Seegebühr von Boston nach Liverpool betrug 1 Shilling. Abgeschlagen wurden zwei 1 Shilling Stempel, links von Liverpool und rechts von London.

Nach dem Gesetz 3/4 Vic c 96 (3/4 Regierungsjahr von Königin Victoria, Kapitel 96) vom 01.9.1840 betrug die Packet Rate nach Nordamerika 1 Shilling.

Der rot orange französische Eingangsstempel, abgeschlagen in Paris zeigt, der Brief kam aus England nach Frankreich in Calais am 03. Dezember 1841 an.

Paris stempelte die Postgebühr von 33 Decimes, davon 18 Decimes an England und 15 Decimes französische Gebühr für den 7 1/2 Gramm Brief von Calais nach Cognac.

Der rot orange Kastenstempel Packet Letter wurde im Austausch Brief Amt in London abgeschlagen und rechtfertigt die Gebühr nach Frankreich auf der Grundlage der Vertragspost Packet Letter Gebühr und zeigt, dass der Brief nach England mit einem Vertrags Postdampfer befördert wurde.





Dieter
 
Briefuhu Am: 25.05.2021 22:01:33 Gelesen: 6814# 755 @  
Hier ein Beleg vom 18.01.1967 abgestempelt auf der U.S.S. Howard W. Gilmore, ein U-Boot Tender der Fulton Klasse, Außerdem ist ein Stempel der USS Haddo SSN 604 angebracht, ein U-Boot der Permit Klasse.



Schönen Gruß
Sepp
 
Fips002 Am: 29.05.2021 20:28:01 Gelesen: 5420# 756 @  
Faltbrief von Havanna/Cuba, 2.November 1866 nach Nantes/Frankreich. Befördert wurde der Faltbrief durch American und Mexican Mail Line "Manhattan" nach New York.

Am 10. November 1866, der Inman Line Dampfer "City of Paris" verließ New York und erreichte Liverpool am 20.November 1866. Von Liverpool nach London, über den Kanal nach Calais/Frankreich, Paris, Bordeaux nach Nantes, Ankunft in Nantes am 22. November 1866.

Der verschlossene Postsack mit dem Faltbrief wurde in Paris geöffnet und der Austausch Beamte schlug den 21 mm rot orange Kreis Stempel 3 ETATS-UNIS 3/21. Nov/66/SERV.AM.CALAIS ab, welcher zeigt, dass der Brief von den Vereinigten Staaten mit amerikanischen Dienst über den Atlantik befördert wurde und in Calais/Frankreich ankam.

Der Beamte schlug ebenfalls den schwarzen Handstempel "12" in Ausführung der französischen Munskript Zahl ab welche die Postgebühr für den einfachen Raten Brief von 12 Decimes war.

Der schwarze Kreis Datum Stempel vom New Yorker Austausch Amt, 10. November 1866 zeigt, dass der Faltbrief mit einem Amerikanischen Postschiff befördert wurde.

Der 16 Cents Handstempel auf der rechten Seite ist die Gebühr nach Frankreich.
Dieser Betrag erfasst die 7 Cents Transitgebühr von Cuba nach New York, die 3 Cents U.S. internationale Gebühr plus 6 Cents Seegebühr über den Atlantik.

1867 schafft die 2651 BRT große, später auf 3081 BRT vergrößerte "City of Paris" als das erste mit einer Schraube angetriebene Ozeanschiff und als der erste englische Dampfer, der von mittschiffs aus gesteuert wird, die Strecke Queenstown-New York in 8 Tagen, 4 Stunden und 1 Minute, was einem Durchschnitt von 13,77 kn entspricht und erhält das "Blaue Band" der schnellsten Ozeanüberquerung.



Dieter
 
Fips002 Am: 03.06.2021 20:14:39 Gelesen: 3890# 757 @  
Die USS "Ticonderoga" (CVS-14, Anti-U-Boot-Flugzeugträger) war ein amerikanischer Flugzeugträger der Essex-Klasse. Der Träger wurde am 8.Mai 1944 in Dienst gestellt.

Im zweiten Weltkrieg war er gegen die Japaner im Einsatz und wurde 1945 durch ein Kamikaze Flugzeug schwer beschädigt und lief in den letzten Kriegswochen in japanische Heimatgewässer.

!965 war ihr erster totaler Kampfeinsatz während der amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg. Weitere Einsätze folgten 1968 und 1969 in Vietnam.

Im April 1972 erfolgte die Bergung der Apollo 16 Mondraumkapsel und der Astronauten in der Nähe von Amerikanisch-Samoa.

Die Apollo 17-Besatzung wasserte mit der Kommandokapsel im Pazifik, Cernan, Evans und Schmitt wurden von einem Rettungshubschrauber (Sikorsky S-61) geborgen und waren 52 Minuten nach der Landung sicher an Bord der USS Ticonderoga. Die Bergung der Landekapsel erfolgte im November 1972 in der Nähe von Amerikanisch-Samoa. Apollo 17 war der letzte amerikanische Mondflug.

Am 22. Juni 1973 barg Ticonderoga die Kapsel und Besatzung von Skylap II.

Der Flugzeugträger Ticonderoga wurde am 1.September 1973 außer Dienst gestellt.



Dieter
 
filunski Am: 04.06.2021 00:46:36 Gelesen: 3866# 758 @  
Hallo zusammen,

von mir mal ein etwas anderer "Schiffspoststempel", wenn es denn unter den Spezialisten dieser "Gattung" überhaupt als solcher anerkannt wird.

Hier erst mal der Beleg:



Eine Drucksachen-Postkarte, adressiert an Herrn Fritz Paeplow in Berlin. Dieser war ein in seiner Zeit recht bekannter und emsiger Stempelsammler und -spezialist. Als Aufgabestempel ein eher ungewöhnlicher Sonder-/Gelegenheitsstempel, hier nochmals im Detail:



WELTREISE / 1928/30 / KREUZER EMDEN vom 18.12.1929

Der Kreuzer Emden war ein Schulschiff der Reichsmarine der Weimarer Republik, später der Kriegsmarine und führte von 1926 bis 1938 regelmäßig Auslandsreisen in die ganze Welt durch. Von 1928 bis 1930 kam dabei auf aufgegebener Post dieser Stempel zum Einsatz. Mal auf deutschen, mal auf ausländischen Briefmarken, sowohl zusammen mit ausländischen Tagesstempeln, aber auch ohne.

Der vorliegende Beleg war wohl ein "Gefälligkeitsbeleg" an den Stempelsammler Paeplow. Zum Stempeldatum, 18.12.1929, befand sich die Emden gerade wieder, zwischen zwei Auslandsfahrten, im Heimathafen Wilhelmshaven.

Der Stempel ist also wohl ein "Schiffspost-Sonder-/Gelegenheitsstempel" oder gibt es dafür bei den Schiffspostspezialisten eine besondere Bezeichnung?

Viele Grüße,
Peter
 
Fips002 Am: 06.06.2021 20:23:32 Gelesen: 3366# 759 @  
Karte vom Doppelschrauben Dampfer "Stuttgart", Norddeutscher Lloyd Bremen aus Algier, Algerien nach Bitterfeld.
Entwertet ist die Frankatur mit dem Stempel DEUTSCHE SEEPOST/MITTELMEERFAHRT/10.6.28/NORDDEUTSCHER/LLOYD.

Die Jungfernfahrt der "Stuttgart" erfolgte am 15.Januar 1924 von Bremerhaven nach New York.

Bis 1937 war das Schiff im Nordatlantik Dienst eingesetzt. Einige Kreuzfahrten ins Mittelmeer wurden von der "Stuttgart" Ende der 1920er Jahren durchgeführt.

Ab 1935 wurden Fahrten ins Mittelmeer von der in "General von Steuben" umbenannte "München" durchgeführt.

1938 wurde die "Stuttgart" vom Norddeutschen Lloyd an die Deutsche Arbeitsfront verkauft und als KdF-Schiff eingesetzt.

1939 erfolgte die Indienststellung als Lazarettschiff der deutschen Kriegsmarine.

Nach Bombentreffern während eines Luftangriffes auf Gotenhaven am 9.10.1943 brannte das Schiff völlig aus.



Dieter
 
Fips002 Am: 12.06.2021 17:46:33 Gelesen: 2115# 760 @  
Faltbrief von New Orleans 18.Mai 1869 nach Le Havre/Frankreich.

Der unbezahlte Doppel Raten Brief wurde nach New York befördert. Am 22. Mai 1869 verließ das Dampfschiff "City of Brooklyn" der Inman Line New York nach Queenstown/Irland, Ankunft in Queenstown am 31.5.1869. Weiterbeförderung nach Le Havre, Ankunft am 03.6.1869.

In Havre wurde der rot orange Achteck Stempel ET.UNIS SERV.AM.V.A. HAVRE/3/JUIN/69 als Eingangsstempel abgeschlagen.

Dieser Eingangsstempel zeigt, dass der Faltbrief von den Vereinigten Staaten mit amerikanischen Dienst über das Vereinigte Königreich in Havre ankam.

Im New Yorker Austausch Amt wurde der schwarze Kreis Datum Stempel abgeschlagen für die Beförderung von New York und dieser Zeigt die U.S. Belastung an Frankreich von 18 Cents für den doppelten Ratenbrief.

Frankreich stempelte 2 x 8 Decimes = 16 Decimes für die doppelte Rate.

Das Dampfschiff "City of Brooklyn" war für die Inman Line von 1869 bis 1879 im Dienst.





Dieter
 
Fips002 Am: 18.06.2021 18:09:19 Gelesen: 607# 761 @  
Seefunktelegramm von der Seefunkstelle des Motorschiffes "WERRATAL" an die Küstenfunkstelle Norddeich Radio per Telegraphie übermittelt.

Von der Küstenfunkstelle Norddeich Radio als Brieftelegramm am 27.9.1962 nach Hamburg gesandt.

Der Schutzdecker MS "WERRATAL" war der erste Nachkriegsbau der AG "Weser" Bremen.

Erprobungsfahrt am 16.Oktober 1952. Die Jungfernfahrt ging von Bremen im Balast nach Finnland und von dort mit Holzladung nach Rotterdam.

Das Motorschiff "WERRATAL" war für die Reederei J.A.Reinecke im Nordatlantikdienst eingesetzt.

Schwerterschiffe waren "Billatal", "Wesertal" und "Alstertal".

Schornsteilmarke der Schiffe der Reederei J.A.Reinecke.



Dieter
 

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