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Salzmann, Hans-Werner
Angebotsdetails

Ihren Ausweis, bitte!

Streifzug durch ein Sondergebiet der französischen Fiskalphilatelie

Hans-Werner Salzmann


390

2021

deutsch

Eigenverlag

44.50 Euro

3.00 Euro

-

2 Tage

Hans-Werner Salzmann ist ein philatelistischer Allrounder: Sammler seit frühester Jugend, Aussteller, Juror für thematische und postgeschichtliche Sammlungen, Vereins- und Verbandsfunktionär und obendrein Autor. Insofern hat er ein Gespür dafür bewiesen, philatelis-tisches Neuland zu erschließen.

Bei einem Besuch des Fiskalmuseums in Jerusalem vor einigen Jahren entdeckte er die Fiskal-philatelie und war fasziniert. Nach genauerem Hinsehen hat es Frankreich mit seiner Vielfalt an unterschiedlichen Stempelmarken, Verwendungen und Tarifen besonders angetan. Er stellte mehrere Exponate auf und stellte fest, dass – abgesehen von einem Katalog von Steuermarken von Yvert – nur sehr wenig Literatur zu diesem Thema vorhanden war.

Diese Lücke versucht der Autor nun mit seinem siebten Werk unter dem charmanten Titel "Ihren Ausweis, bitte!" ein wenig zu füllen. Darin legt er eine Dokumentation des französischen Reisepass- und Personalausweiswesens vor. Sehr informative und gut bebilderte Erklärungen zu den Begrif-fen Formular/ Dokument, Stempelpapier und Steuerzeichen beginnen das Buch.

Das erste Hauptkapitel befasst sich dann mit Reisedokumenten in einem Überblick über ihre Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der historische Hintergrund fließt gekonnt in die chronologische Darstellung ein und es wird nach Möglichkeit auf das jeweilige Dekret verwiesen. Der Passe-Port – von dem wir unseren Namenspass ableiten – ist zunächst ein oft recht großes Formularblatt mit einem handschriftlichen Eintrag des Namens des Reisenden, ergänzt durch eine genaue Beschreibung der Person.

Die Gebühr für die Ausstellung des Dokuments wird in der Regel durch ein nasses Stempelzeichen angezeigt. Nach der Jahrhundertwende tragen die Pässe, die nun ein Jahr gültig sind, ein Foto des Inhabers, zunächst optional, dann obligatorisch, und die Gebühr wird nun in Form eines aufgedruckten Wertstempels ausgewiesen. Steuerstempel werden bei der Erneuerung von Pässen oder bei Gebührenerhöhungen angebracht. Das Einblattformular erwies sich jedoch für mehrere Reisen als unpraktisch. Daher wurde der Pass ab 1910 in Form eines Heftes – im französi-schem Carnet – zunächst mit 16 oder 24 und ab 1930 schließlich mit 32 Seiten ausgestellt. Von da an wurden die Gebühren in der Regel mit Steuermarken bezahlt. In einem separaten Unterkapitel befasst sich Salzmann mit Visavermerken in ausländischen Pässen, in einem zusätzlichen Kapitel widmet er sich den für eine einzelne Reise erforderlichen Genehmigungen.

Das zweite Hauptkapitel konzentriert sich auf den Personalausweis. Er wurde 1917 für Ausländer verpflichtend und von ihren Initiatoren vor allem mit der Absicht eingeführt, die Kriminalität zu bekämpfen. Französische Staatsbürger mussten den Personalausweis erst 1940 unter der Vichy-Regierung mit sich führen; für Bürger des mosaischen Glaubens enthielt es einen dicken, auffälligen Stempel JUIF oder JUIVE (Jude). Das letzte Kapitel stellt Personalausweise vor, die von besonderen Personengruppen benötigt werden: befristete Aufenthaltsgenehmigungen verschie-dener Art, Flüchtlingsausweise, Personalausweise für Handelsvertreter und Handelsreisende, ausländische Industriearbeiter usw. Die Grenzen zwischen den verschiedenen Kategorien von Personalausweisen sind fließend, zumal die französischen Begriffe nicht klar definiert verwendet werden.

SALZMANN, Hans-Werner, "Ihren Ausweis, bitte!": das Ausweis-Wesen. Format 17,5 x 24,5 cm, 390 S. farbige Abb., Hardcover-Bindung. Essen 2021. Preis: 44,50 € zzgl. Versandkosten.

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