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Thema: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 212 Beiträge:
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muemmel Am: 16.04.2010 14:00:19 Gelesen: 138170# 88 @  
@ Hawoklei [#86]
@ Concordia CA [#87]

Ich komme portomäßig mit dem Brief ebenso wenig klar wie Hans. In der Portoperiode 17 vom 1. bis 19.9.1923 betrug die Eilbestellgebühr im Ortsbereich 150.000 Mark und das Porto für einen Fernbrief >250-500 Gramm 140.000 Mark, also zusammen 290.000 Mark. Demnach sind 210.000 Mark zu viel verklebt worden.

Erst in der PP 18 (also ab 20.9.1923) wäre allein für die Eilzustellung 500.000 Mark fällig gewesen und das Porto für Brief bis 250 Gramm lag bei 400.000 bzw. bis 500 Gramm bei 450.000 Mark, da hätte es nun wiederum nicht gelangt. Allerdings kann ich mir soviel vorauseilenden Gehorsam auch nur sehr schwer vorstellen.

Alles in allem also ein recht rätselhafter Brief.

Schönen Gruß
Harald
 
Hawoklei Am: 16.04.2010 14:23:42 Gelesen: 138168# 89 @  
@ muemmel [#88]

Hallo Harald,

also um einen Ortsbrief handelt es sich wohl nicht!

Es ist eindeutig ein Berliner Bahnpost-Stempel und der Empfänger war in Bielefeld!

Gruss
Hans
 
muemmel Am: 16.04.2010 14:52:34 Gelesen: 138161# 90 @  
@ Hawoklei [#89]

Hans,

entschuldige bitte, wenn ich mich mißverständlich ausgedrückt habe.

Fernbrief ist schon klar, aber es gab Eilzustellgebühren für Ortsbezirk und Landbezirk. Bei letzterem wurde die Eilzustellung erheblich teurer, da die Postler nach Pusemuckel oder Kleinkleckersdorf rausfahren mussten.

Ein schönes Wochenende wünscht
der Harald
 
Jürgen Witkowski Am: 16.04.2010 14:58:33 Gelesen: 138160# 91 @  
@ muemmel [#88]

Du hast vollkommen recht! Ich habe mich im Michel-Postgebührenhandbuch "verlaufen" und war bei den Gebühren für das Ausland.

Mit zerknirschten Sammlergrüßen
Jürgen
 
muemmel Am: 16.04.2010 16:38:21 Gelesen: 138152# 92 @  
@ Concordia CA [#91]

Jürgen, das kann doch jedem mal passieren. Darfst wieder reinkommen. :-)

Schönen Gruß
Harald
 
eisenhuf Am: 19.04.2010 00:24:24 Gelesen: 138107# 93 @  
Hallo Frankaturenfans,

anbei ein Beleg, der mir seit langem keine Ruhe lässt:

Besteht die Möglichkeit, dass es 1937 einen ermässigten Weihnachtsluftposttarif ins Ausland gab?

Der Brief ist mit NUR 5 Pf. über dem Seewegtarif (25 Pf.) frankiert, aber pünktlich am 3. Januar (ene(ro)3)in Bahía Blanca (Argentinien) angekommen.

Bedeutet die Bleistiffteinkreisung, dass die Frankatur irgendwie von der Post beanstandet wurde, wie bei der Benutzung von ausser Kurs gekommenen Marken?

Mit korrektem Tarifengruss
Hans-Dieter


 
Jürgen Witkowski Am: 19.04.2010 12:30:41 Gelesen: 138085# 94 @  
@ eisenhuf [#93]

Bei der Portobestimmung komme ich auch nicht weiter. Doch der Beleg weist einige Merkmale auf, die darauf hindeuten, dass er mit der Katapultflugpost Südatlantik befördert wurde.

Der rote Flugpostbestätigungsstempel hat den Kennbuchstaben e, der Stuttgart zugeordnet war. Am 30. Dezember 1937 startete eine Luftpostbeförderung mit Katapultflug Richtung Südamerika.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Lars Boettger Am: 19.04.2010 15:07:42 Gelesen: 138057# 95 @  
@ eisenhuf [#93]

Hallo Hans-Dieter,

beanstandet wurden die Marken wohl nicht, sonst hätte dort "0" vermerkt werden müssen. Ein Taxvermerk findet sich auch nirgends.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
eisenhuf Am: 24.04.2010 02:49:02 Gelesen: 138005# 96 @  
@ Concordia CA [#94]
@ Lars Boettger [#95]

Beiden vielen Dank, und ein schönes Wochenende.

Hans-Dieter
 
eisenhuf Am: 28.04.2010 15:19:59 Gelesen: 137868# 97 @  
Hallo Alle!

Dieses Mal geht es um einen Beleg, der von Prag noch Mostar reiste, aber nicht frankiert wurde.

Könnte es sich um eine innere Postangelegenheit handeln? Deutet die rückseitige Nummer darauf?

Schönes Wochenende wünscht
Hans-Dieter


 
Lars Boettger Am: 28.04.2010 16:30:15 Gelesen: 137863# 98 @  
@ eisenhuf [#97]

Hallo Hans-Dieter,

der Stempel ist schwer lesbar, aber ich würde auf das Kriegsjahr 1917 und damit auf Feldpost tippen. Es fehlt allerdings ein schriftlicher Vermerk bzw. ein Regimentsstempel. Gegen eine Postsache spricht m.E., dass es keinen Vermerk "Postsache" o.ä. gibt.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
eisenhuf Am: 30.04.2010 16:11:46 Gelesen: 137787# 99 @  
@ Lars Boettger [#98]

Hallo Lars,

vielen Dank für Dein Bemühen!

Aber dieses Mal kann ich Dir nicht beistimmen; ich tippe weiterhin auf Beleg einer Behörde, denn, wer sonst, könnte numerierte Umschläge benützen? Die Nummer (618), der Rückseite, ist GEDRUCKT, NICHT GESTEMPELT!

Machs gut
Hans-Dieter
 
Lars Boettger Am: 30.04.2010 17:04:46 Gelesen: 137780# 100 @  
@ eisenhuf [#99]

Hallo Hans-Dieter,

die aufgedruckte Nummer kann auch von dem Hersteller sein. Behörden hatten entweder eine Absenderangabe aufgedruckt oder ein Dienstsiegel abgeschlagen und/oder Dienstmarken verwendet bzw. in Deutschland einen Avers-Stempel bzw. Vermerk angebracht. Das alles fehlt. Ich sehe keinen Zusammenhang zw. aufgedruckter Nummer und einer Behörde.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Jürgen Witkowski Am: 30.04.2010 17:11:39 Gelesen: 137778# 101 @  
Könnte im grün umrandeten Bereich einmal eine Marke geklebt haben? Der Stempel sieht dort aus, wie nachgemalt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
eisenhuf Am: 01.05.2010 15:20:09 Gelesen: 137741# 102 @  
@ Concordia CA [#101]

Bin Beiden dankbar.

Aber leider auch Jürgens Idee ging daneben. Die Stempelfarbe ist schwarz, aber etwas lilastichig und, wenn auch der Abschlag an dieser Stelle etwas leichter ist, ist kein Farbübergang zu erkennen.

Trotzdem versuchte ich vorsichtig zu radieren, aber ohne Erfolg. Na ja, das ist wie das Leben: Nicht Alles hat seine Erklärung!

Machts gut
Hans-Dieter
 
eisenhuf Am: 01.05.2010 15:49:50 Gelesen: 137733# 103 @  
Hallo Portorechnerfreunde,

Jetzt wird es aber schlimmer! Beim Sortieren eines angekauften Los von Belegen, ging Dieser gleich weiter, in den Mülleimer!

Aber da ich eine reflexive Person bin, schaute ich Ihn später noch mal an. Jetzt bin ich voll von Fragen und habe keine Ruhe. Beginne mit der Rückseite:

Der Brief ist wirklich "geflogen", denn er hat einen Ankunftstempel von Buenos Aires und dazu hin den gestempelten Vermerk "avion atrasado" (=Flugzeug verspätet).

- Kann jemand das Ankunftsjahr erkennen (jul/12/194...6 oder 8?)? Ich habe auf 1.200 scaniert, um besser die Details zu erkennen.

Nun zur Vorderseite:

- Eine Marke ist abgefallen; aber wie kommt man auf 100 Pf, meiner Ansicht nach der damalige Tarif, wenn es keine 85 Pf Marke gibt? Dazu ist der Reststempel vollkommen unlesbar.

- Soviel ich weiss, wurden die Flüge erst wieder 1948 aufgenommen, was bedeuten würde, dass der Brief am 12. Jul.1948 ankam, aber konnte man, zu dieser Zeit, nicht NUR Geschäftsbriefe (in diesem Fall, Privat an Privat, wohl in einer Firma tätig) mit Luftpost senden; dazu hin, mit zusätzlicher JEIA Flugmarke?

- Was bedeutet "JTP" im Propellerzentrum?

- Zum Ende: Über dem Propeller sind noch "Stempelreste" zu sehen; kann jemand etwas damit anfangen?

So, jetzt habt Ihr auch keine Ruhe, DER MÜLLEIMER IST SCHULDIG!

Ich wünsche Euch Allen einen schönen 1.MAI (hier mache ich "Parrillada" (alle möglichen Fleischarten, Innereien und Würste auf dem Grill, natürlich mit gutem argentinischem Rotwein "befeuchtet", damit sich der Cholesterol schneller ablöst.

Hans-Dieter


 
Postgeschichte Am: 01.05.2010 16:46:25 Gelesen: 137724# 104 @  
@ eisenhuf [#103]

Hallo Hans-Dieter,

es ist schön, daß Du Dir eine Parrillada bereitest.

Der Brief ist laut Stempel am 12. Juli 1947 eingegangen. Dies ist auch an der verwendeten Ziffern-Briefmarke zu vermuten. Die Gebühr für einen Auslandsbrief betrug 75 Pf. Neben der noch vorhandenen 15 Pf ist vermutlich die 60 Pf abgefallen. Eine zusätzliche Luftpostgebühr wurde erst ab 15.7.1948 erhoben. Vermutlich Beförderung per Schiff.

Das Zeichen JTP dürfte ein Firmenlogo der Druckerei oder der beauftragenden Firma sein.

Ich wünsche guten Appetit.

Gruß
Manfred
 
eisenhuf Am: 01.05.2010 18:07:41 Gelesen: 137717# 105 @  
@ Postgeschichte [#104]

Hallo Manfred (alias "Falkenauge"),

CHAPEAU! Die "7" von 1947, konnte nicht wirklich nicht erkennen! Und SO wäre ja alles klar!

ABER, der Ankunftsstempel stammt vom Flughafen EZEIZA und der "AVION ATRASADO" Stempel bestätigt dass der Brief in einem FLUG ankam.

Ich habe leider keine Verbindung zum Erfahren welche Flüge an diesem Tag hier ankamen (aber es waren sicher sehr wenige). Denn es könnte Deiner Theorie zustimmen, wenn der Brief vielleicht nur den südamerikanische Weg (z.B. Recife-Buenos Aires) im Flugzeug zurücklegte.

ABER WER (UND WIE) HÄTTE DANN DAS ZUSATZPORTO GELEISTET ?

Jetzt gehts zum Essen!

Schönes Wochenende!
Hans-Dieter
 
Jürgen Witkowski Am: 01.05.2010 23:43:18 Gelesen: 137699# 106 @  
@ eisenhuf [#105]

Ist der Stempel vom Flughafen Ezeiza der nur schemenhaft erkennbare Zeilenstempel oberhalb des Bandstempels?

Der Bandstempel gehört, wenn ich das Buch von Alfredo Grether "Las Bandeletas con Leyendas del Correo Argentino" zugrunde lege, wohl zu Buenos Aires, wo er ab 1943 nachgewiesen ist. Da Ezeiza ja der Flughafen von Buenos Aires ist, wäre es möglich, dass das auch im Stempelkopf berücksichtigt ist, aber der ist leider kaum zu entziffern.

Mich würde noch interessieren, was der Text im Bandstempel, den ich zur Verdeutlichung auf Deinen Beleg kopiert habe, auf deutsch bedeutet.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
JFK Am: 02.05.2010 08:29:48 Gelesen: 137656# 107 @  
@ Concordia CA [#106]

Guten Morgen Jürgen,

ich spreche zwar kein Spanisch, abgesehen von einigen ibizenkischen Urlaubsbrocken, aber manchmal hilft auch Latein, verbunden mit "Leo" (http://www.leo.de).

Sinngemäss dürfte der Text heissen:

Wenn Ihre Umzugsadresse registriert ist, gibt´s weder Verspätung noch Rücksendung Ihrer Briefe.

Einen netten Sonntag & nette Grüße aus Nettetal

Jürgen
 
eisenhuf Am: 02.05.2010 15:11:07 Gelesen: 137629# 108 @  
@ Concordia CA [#106]

Hallo Jürgen,

vermutlich hat sich jetzt doch etwas Cholesterol gelöst, denn leider denke ich nun etwas klarer und beginne schon zu glauben, dass DU RECHT HAST!! GRR! Falls es so sein sollte, sage mir bitte, wie lange ich draussen bleiben muss.

Mit “Ankunftsstempel Ezeiza” wollte ich sagen, dass meine Luftpostbelege, nach etwa 1942, einen "langen" Maschinenstempel tragen; also NICHT, dass er aus Ezeiza stammt (Früher war es leichter, da “VIA AEREA” gestempelt wurde). Die Schiffbelege (falls nicht Reco) tragen gewöhnlich keinen Ankunftsstempel, aber manchmal einen “kurzen” Maschinenstempel. Deswegen tippte ich auf Flugpost.

Mit meinem “avion atrasado” Stempel gingen die Gedanken scheinbar auch zu schnell: Schliesslich kann man ja nur “atrasado” (= verspätet) lesen, und das kann ja bei einem Schiff auch vorkommen. Nur habe ich es, bis jetzt, nur auf Flugbelegen gesehen.

Wie ich sehe, bist Du ja vollkommen mit Literatur ausgerüstet. Ich kenne mich auf Luftpost überhaupt nicht aus und noch weniger mit argentinischen Stempeln, mein Lieblingsgebiet ist Altdeutschland und Deutsches Reich, bis Ende der Infla.

Übrigens, die Übersetzung von Jürgen (JFK) ist vollkommen korrekt! Mein Glückwunsch!

Nun im Ernst: Ich bin Dir wirklich dankbar für Deine Bemühungen!

Lieber Gruss
Hans-Dieter


 
eisenhuf Am: 02.05.2010 16:57:14 Gelesen: 137607# 109 @  
@ Postgeschichte [#104]

Entschuldigung! Mit dem "Recht haben" war natürlich Manfred gemeint!

Man wünscht einen schönen Sonntag
Hans-Dieter
 
holger buenning Am: 12.05.2010 08:16:55 Gelesen: 137255# 110 @  
Wer kann mir (Autor) sagen, was 1963 das Porto für einen Brief von Deutschland nach Schweden war?
 
Henry Am: 12.05.2010 08:38:10 Gelesen: 137251# 111 @  
@ holger buenning

Laut den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen kostete der Brief bis 20g 40 Pf, jede weiteren 20g 20 Pf. Luftpostzuschlag je 20g 15 Pf.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
holger buenning Am: 12.05.2010 10:14:39 Gelesen: 137233# 112 @  
Klasse! Herzlichen Dank.

hb
 

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