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Thema: (?) (49) Schweiz Nachportomarken und Nachportotarife seit 1878
mohler Am: 23.10.2013 14:58:15 Gelesen: 24944# 1 @  
Hallo guten Tag,

ich probiere eine Sammlung über Nachportomarken der Schweiz zusammenstellen. Deshalb suche ich Info über die Nachportotarife Zeitraum 1878 - 1910. Danke voraus.

Grüsse aus Dänemark
 
bekaerr Am: 23.10.2013 16:14:52 Gelesen: 24925# 2 @  
@ mohler [#1]

Hallo mohler,

vor einigen Jahren gab es einmal eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Nachgebühren. Soweit ich mich erinnern kann, wurde in deren Rundschreiben auch öfters über europäische und internationale Nachgebühren berichtet. Leider ist die Arbeitsgemeinschaft nicht mehr aktiv. Wenn Du Mitglied im BDPh bist, kannst Du Dir in Deutschland per Fernleihe die Berichte bei der Philatelistischen Bibliothek in München ausleihen. Am besten vorher fragen, ob das auch nach Dänemark klappt.

https://ssl.muenchen.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&sp=SOPAC

Grüße aus dem Süden,
Bernd
 
mohler Am: 24.10.2013 14:47:55 Gelesen: 24855# 3 @  
@ Alle

Ich möchte mir etwas mehr genau erklären und fragen: Gibt es einen Zeitraum, wo der Empfänger eines Briefes zweifach das ungenügende Porto bezahlen musste?

Gleichfalls einen Zeitraum, wo er nur einfach bezahlen musste?

Grüsse aus Dänemark
mohler
 
jahlert Am: 24.10.2013 18:40:10 Gelesen: 24823# 4 @  
@ mohler [#50]

Guten Abend,

ich zitiere aus 'Die Posttaxen der Schweiz ab 1862', Band 1, Inland, S. 73:

1.) 1.9.1876 bis 31.11.1891 - doppeltes Porto abzgl. vorhandener Frankatur
N.B. nebenstehend in franz. Sprache: 1.1.1886 - 31.11.1891.

Der Zumstein Spezialkatalog (XXV aus 2000) bestätigt den 1.IX.1876 auf Seite 1033

2.) 1.12.1891 bis 30.6.1925 - einfacher Fehlbetrag der fehlenden Frankatur

Bei der 'Maut für Ausländer' wurde lt. Zumstein zusätzlich gerundet - also alles ganz schön kompliziert. ;-)

Mit Gruß nach Danmark
Jürgen
 
mohler Am: 31.10.2013 16:07:37 Gelesen: 24728# 5 @  
@ jahlert

Hallo Jürgen,

herzlichen Dank. Das erklärt den Brief, der mich Schwierigkeiten gegeben hat.

Grüsse
Arne
 
jahlert Am: 31.10.2013 17:13:43 Gelesen: 24719# 6 @  
@ mohler [#5]

Hallo Arne,

in meinem Zumstein Spezialkatalog aus 2000 steht die Tabelle der Taxierungen auf der letzten Seite des Kapitels 'Portomarken'.

Bei Deinem Spezialkatalog aus 1986 müsste es doch vergleichbar sein.

Ansonsten kann ich gerne einen Scan oder eine Kopie schicken.

Beste Grüße
Jürgen
 
Cantus Am: 31.10.2013 20:04:55 Gelesen: 24701# 7 @  
Hallo zusammen,

damit das hier nicht so trocken bleibt, ein kleiner Beleg von mir.

Eine Postkarte des Deutschen Reiches zu 5 Pfennig, gelaufen am 18.8.1908 von Heidelberg nach Emmishofen, dort dann mit 15 Centimes nachtaxiert, da die korrekte Portostufe zu diesem Zeitpunkt für Postkarten in die Schweiz 10 Pfennig betragen hätte.



Viele Grüße
Ingo
 
saintex Am: 31.10.2013 23:22:28 Gelesen: 24685# 8 @  
Ergänzend dazu auch von mir eine Postkarte aus den USA, adressiert in die Schweiz, mit schweizer Nachportomarke aus dem Jahr 1909.



saintex
 
Manne Am: 01.11.2013 16:56:26 Gelesen: 24657# 9 @  
Auch von mir ein Beleg vom 13.2.1903 mit Bestimmungsort Basel.

Gruß
Manne



Hier ein weiterer Brief vom 19.8.1921, hatte ihn schon unter Inflationsbelege eingestellt, passt aber hier auch.


 
mohler Am: 05.11.2013 13:49:25 Gelesen: 24615# 10 @  
@ jahlert [#6]

Hallo Jürgen.

nein leider, mein 1986-Katalog hat nicht eine Tabelle. Ich würde für ein Scan sehr dankbar sein.

Ich habe diesen Brief und konnte nicht das Nachporto verstehen.

Danke für die vorgezeigten Belege. Solche sind sehr schwer in Dänemark zu erwerben.

Grüsse
Arne


 
Cantus Am: 05.11.2013 14:09:46 Gelesen: 24609# 11 @  
@ mohler [#10]

Hallo Arne,

meines Wissens war eine Frankatur von 20 Pfennig am 30.12.1888 für einen Brief der Gewichtsstufe bis 15 Gramm von Bayern in die Schweiz zu zahlen. Was man deinem Brief aber nicht ansieht, war ein möglicherweise höheres Gewicht. Bis 30 Gramm waren schon 40 Pfennig zu zahlen, bis 45 Gramm sogar 60 Pfennig. Wie sich aber aus der möglichen Unterfrankierung von 20 Pfennig ein Nachporto von 50 Rappen errechnet, kann ich nicht sagen; vermutlich hat das mit dem Umrechnungskurs der Schweizer Währung zur deutschen Währung zu tun.

Viele Grüße
Ingo
 
remstal Am: 12.11.2013 17:09:00 Gelesen: 24543# 12 @  
Hallo,

nochmals ein Versuch einer Klärung.

Es galt der Grundsatz, dass die doppelte fehlende Taxe zu erheben war und zwar umgerechnet auf die Landeswährung. Bezugsgröße für die Umrechnung waren die jeweiligen einfachen Auslandsbrieftaxen. Wenn der Brief wirklich doppelt schwer war und daher 40 Pf. kostete, lautet die Umrechnungsformel:

40 (erforderliche Taxe) minus 20 (frankiert) mal 25 (Schweizer Auslandsbriefporto) mal 2 (das Doppelte)geteilt durch 20 (Deutsches Auslandsbriefporto) = 50 Rp. wie Nachgebühr.

Frdl.Gruß
remstal
 
Lars Boettger Am: 12.11.2013 21:07:04 Gelesen: 24525# 13 @  
@ remstal [#12]

Zu dem Brief würde mich gerne Eure Meinung interessieren. Die "50" ist wahrscheinlich eine Notiz des Schweizer Postbeamten, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Tax-Notiz aus Luxemburg kommt (die haben normalerweise schwarze T-Stempel verwendet). Warum aber die Portomarke der Schweiz zu 30 Rappen? Möglicherweise, weil der Brief innerhalb der Schweiz noch einmal nachgesandt wurde?

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
remstal Am: 13.11.2013 08:51:02 Gelesen: 24489# 14 @  
@ Lars Boettger [#13]

Guten Morgen,

so wie ich diesen Brief sehe - vorbehaltlich anderer Erkenntnisse aus der Rückseite, kann ich eine Nachsendung innerhalb der Schweiz nicht erkennen. Die irrtümlich verklebte Schweizer Taxmarke wurde mit dem Stempel UNGÜLTIG storniert. Ob der Brief dann direkt von Davos nach Paris geleitet wurde, ist mangels Stempelabdrücken nicht zu sehen. Dann müsste ja der Bläuelvermerk das Porto in Frankreich sein. Dem Aussehen nach eher ein Vermerk wie er in Deutschland üblich war, ist evtl. der Brief von Davos zurückgegangen? Mit der Postmaterie Luxemburg im 1. Weltkrieg bin ich nicht vertraut.

Mein Fazit: Unklar

Mit frdl Sammlergruss
remstal
 
mohler Am: 15.11.2013 17:02:48 Gelesen: 24428# 15 @  
@ remstal [#14]
@ Lars Boettger [#13]

Hallo,

der Brief ist 20.7.15 in Luxembourg Ville entwertet und erst 29.7.15 in Davos gestempelt. Gleichseitig ist der Stempel UNGÜLTIG plaziert, weil die 30 Rp. nicht bezahlt wurde und deshalb auch im Buchhaltung Davos Postverwaltung storniert werden musste.

Grüsse
mohler
 
Lars Boettger Am: 15.11.2013 18:06:16 Gelesen: 24418# 16 @  
@ mohler [#15]

Der Brief wurde in Luxemburg komplett vorausbezahlt. Warum also die Nachgebührenmarke?

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
jahlert Am: 16.11.2013 23:59:53 Gelesen: 24382# 17 @  
@ mohler [#10]

Hallo Arne,

meine mail-Adresse ist bei meinen Daten hinterlegt. Bitte schicke mir eine kurze Nachricht - vielen Dank!

Schönen Sonntag
Jürgen
 
volkimal Am: 17.11.2013 08:32:57 Gelesen: 24360# 18 @  
Hallo zusammen,

beim Thema "Zurück und nachgeschickt" habe ich vor einiger Zeit diesen Beleg vorgestellt:



Die Beschreibung des Beleges findet Ihr unter http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=47156.

Eine Frage ist immer noch nicht beantwortet: Wer kann mir erklären, wie die "15" beim Nachporto zustande kommen?

Mit dem Beitrag [#9] bei diesem Thema ist Manne meiner ersten Bitte nachgekommen. Er zeigt dort einen weiteren Beleg mit Portomarken aus zwei verschiedenen Ländern.

Viele Grüße
Volkmar
 
Lars Boettger Am: 17.11.2013 10:16:10 Gelesen: 24343# 19 @  
@ volkimal [#18]

Hallo Volkmar,

der Umrechnungskurs ist 1 Pfennig = 1,25 Centimes. Es wurde hier m.E. so verfahren: Auslandsbrief 20 Pfg., verklebt 10 Pfg., Fehlbetrag 10 Pfg. = 12,5 Centimes. Abgerundet (ich bediene mich hier ausdrücklich der Postsprache!) waren das dann 15 Centimes. Der Postbenutzer hatte ja nicht absichtlich "zu wenig" verklebt. Sondern die Post hat entschieden, dass der Brief ins Ausland weitergeleitet werden soll.

Da der Brief in der Schweiz nicht zugestellt werden konnte, werden die Schweizer Nachportomarken mit einem "ANNULE"-Stempel versehen (d.h., die Forderung, die die Schweiz eingebucht hat, geht jetzt an Italien über). In Italien wird der Brief wohl zugestellt und 15 Centesimi Nachporto = 15 Centimes = 15 Rappen = 12 Pfg. Nachporto eingezogen. Die Währung des Weltpostvereins war der Goldfranken, alles wurde in Goldcentimes und Goldfranken ausgedrückt. Da m.W. die Schweiz und Italien in der lateinischen Münzunion waren, entsprachen auch die einzelnen Länderwährungen in ihrer Parität immer einander.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
volkimal Am: 17.11.2013 11:32:17 Gelesen: 24324# 20 @  
@ Lars Boettger [#19]

Hallo Lars,

herzlichen Dank. Damit sind endlich alle Fragen geklärt, die ich zu dem Brief hatte.

Herzlichen Gruß
Volkmar
 
mohler Am: 24.11.2013 15:30:10 Gelesen: 24199# 21 @  
@ Lars Boettger [#13]

Hallo Lars,

ab und zu denken wir über Briefe, die nicht erklären werden können. Postbeamten sind ja auch Menschen. ;-)

Die Nachportomarke von 30 Rp. meine ich nur 20 Rp gewesen sollte. Unfrankiert Inland 20 Rp (1.12.1891 - 1.7.1925).

Die blaue Anschrift ist wohl Französisch obwohl keine F-Nachportomarke zu sehen ist. Der Brief ist wieder einen Auslandbrief.

Gruss
Arne
 
Lars Boettger Am: 24.11.2013 17:17:36 Gelesen: 24180# 22 @  
@ mohler [#21]

Hallo Arne,

ja, Postbeamte können sich irren. Aber ich vermute aufgrund meiner Erfahrung nicht automatisch einen Irrtum, sondern denke, dass uns zur Lösung des Problems zu wenig Informationen zur Verfügung stehen. Die Fehlerhäufigkeit bei Postbeamten dürfte im Promillebereich zu suchen sein.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
JohannesM Am: 24.03.2014 19:08:56 Gelesen: 23682# 23 @  
Ein interessantes Sammelgebiet. Wie hoch sind denn die Anschaffungspreise für solche Nachportobelege?

Beste Sammlergrüße
Eckhard
 
Cantus Am: 25.03.2014 02:00:53 Gelesen: 23654# 24 @  
@ JohannesM [#23]

Hallo Eckhard,

die Preise für Nachportobelege der Schweiz richten sich zunächst nach den jeweiligen Ausgaben der Portomarken, dann nach besonderen Spezialitäten dieser Marken, z.B. abweichende Zähnungsvariante oder kopfstehendes Mittelstück, und schließlich noch danach, wie weit der Verkäufer solcher Belege mit der Materie vertraut ist und die jeweils aktuellen Marktpreise dafür kennt. Nach meiner Erfahrung bewegen sich die Preise für Belege mit Portomarken der Schweiz zwischen etwa sieben Euro bis hin zu vielen hundert Euro. Ich will das einmal anhand von drei Beispielen erläutern.

Der erste Beleg datiert vom 17.1.1903. Hier wurde ein Brief mit unzureichender Frankatur von Wien nach Einsiedeln geschickt. Das in der Schweiz erforderliche Nachporto von 10 Centimes wurde durch eine Mi. 18 der Ausgabe ab 1883 abgedeckt. Das ist eine sehr häufige Nachporto-Stufe und auch die Verwendung dieser Nachportomarke ist recht häufig anzutreffen; entsprechend niedrig ist der Preis, wenn man dabei nicht Besonderheiten der Portomarke berücksichtigt, was für uns Sammler glücklicherweise meistens nicht der Fall ist (denn dazu braucht man Spezialliteratur).



Schon sehr viel seltener findet man Belege mit Portomarken aus Mi. 1 - 9 der Ausgabe ab 1878. Das folgende Beispiel ist eine portopflichtige Dienstsache vom Gemeindeamt in Aussersihl, die am 17.6.1882 von Aussersihl nach Zürich gelaufen ist. Hier wurde für die Frankatur eine Mi. 5 verwendet. Solche Belege sind üblicherweise preislich schon erheblich höher angesiedelt.



Ganz besonders selten findet man Belege wie die folgende Karte, bei der zunächst 5 Centimes der Ausgabe ab 1878 verklebt worden waren, die Nachkontrolle aber deren bereits eingetretene Ungültigkeit feststellte, die bereits verklebten Nachportomarken zu 2 und 3 Centimes (Mi. 2 und Mi. 3) mit dem Stempel "ungültig" außer Kraft setzte und die zu diesem Zeitpunkt erforderliche Nachgebühr mit einer Mi. 18 (10 Centimes in grün/rot) erhob.

Die Karte wurde am 23.6.1897 in Berlin abgesandt, am 25.6.1897 wurden die später ungültig gemachten Nachportomarken aufgeklebt und abgestempelt, noch am selben Tag wurden sie dann ungültig gestempelt und die grüne Nachportomarke aufgebracht und abgestempelt, bevor die Karte die Rückreise nach Berlin (wegen unzureichender Frankatur mit der Folge der Annahmeverweigerung) antrat.





Solche Belege werden üblicherweise über Auktionen oder bessere Briefmarkenhäuser gehandelt, der Preis kann dabei durchaus 200 bis 500 Euro erreichen, je nach Erhaltung des Gesamtbeleges und Seltenheit der jeweiligen Variante der einzelnen Marken.

Wenn du dich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchtest, dann empfehle ich dir, dir unbedingt einen Spezialkatalog der Schweiz von Michel zuzulegen (kann durchaus gebraucht sein), denn nur anhand solcher Spezialliteratur können die Feinheiten der Schweizer Portomarken zuverlässig unterschieden werden. Ich habe heute darauf verzichtet, so weit in die Materie einzusteigen, kann dir aber versichern, dass so ein Sammelgebiet außerordentlich interessant und spannend ist.

Viele Grüße
Ingo
 
jahlert Am: 25.03.2014 12:10:44 Gelesen: 23632# 25 @  
@ JohannesM [#23]

Hallo Eckhard,

vielleicht ist es günstiger, sich zuerst um die Nachportomarken oder um die Portofreiheitsmarken zu kümmern. Es ist nicht einfach, schöne Belege zu bekommen. Als Kataloge empfehle ich die beiden Werke aus der Schweiz.

Mit Gruß aus dem Sauerland
Jürgen
 
JohannesM Am: 25.03.2014 23:05:27 Gelesen: 23597# 26 @  
@ Cantus [#24]
@ jahlert [#25]

Hallo Ingo und Jürgen,

vielen Dank fuer Eure Erläuterungen, ob das ein Sammelgebiet für mich wird, weiss ich noch nicht, aber ich werde in Zukunft mehr auf solche Belege achten.

Beste Grüsse
Eckhard
 
wuerttemberger Am: 27.07.2014 11:13:49 Gelesen: 23058# 27 @  
Ich stelle hier einen etwas kuriosen Beleg vor:



Eine Postkarte der Gebrüder Dietsche aus Koblenz (Schweiz), in Waldshut (Baden) aufgegeben und nach Gerlafingen (Schweiz) gerichtet.

Ein Remailing der besonderen Art, da die Karte unterfrankiert und eigentlich auch Nachporto zu erheben war. Der deutsche Postbeamte sah das zuerst auch so, dann wieder nicht und schlußendlich hat er sich doch wieder für Nachporto entschieden. Oder hat ihm bloss das kopfstehende "T." nicht gefallen? Wir werden es wohl nicht mehr erfahren.

Die schweizer Post scheint aber an einer Nachportoerhebung nicht interessiert gewesen zu sein, denn es sind keinerlei weitere Vermerke zu finden. Die rückseitige, blaue Beschriftung hat mit Nachporto jedenfalls nichts zu tun.

Was den Beleg noch attraktiver macht ist der Umstand, dass die Germaniamarke eine Firmenlochung der Gebrüder Ditsche zeigt. Offensichtlich wurde die Grenznähe eifrig zum Portosparen genutzt. Insgesamt ein nicht alltäglicher Beleg.

Gruß

wuerttemberger
 
Heinz 7 Am: 31.07.2014 22:27:01 Gelesen: 22970# 28 @  
@ Lars Boettger [#16]

Ein interessanter Brief.

Ich denke, das Schweizer Porto wurde geschuldet, weil der Brief von Davos nach Paris nachgesandt werden musste.

"Monsieur le docteur Karl Meyer" war nicht mehr im "Sanatorium Schweizerhof, Davos-Platz", sondern verreist nach Paris "chez (= bei) Monsieur Pinavro (?), Avenue le Villiers 96, Paris (die gibt es tatsächlich!)". Warum dann aber die Schweizer Nachportomarke (Zumstein Nr. P 36) mit "UNGÜLTIG" entwertet wurde, ist mir nicht klar (die Frankaturgültigkeit dieser Marke dauerte ja 1910-1942; der Brief ist von 1915).

Die blauen Farbstiftvermerke können kaum von Frankreich sein, denn sonst wäre wohl der Umleitzettel der Schweizer Post (mit der neuen Adresse) ja auch in Mitleidenschaft gezogen worden; ich vermute eher, der Vermerk wurde in Deutschland angebracht (in Trier?, wo der Brief ja zuerst durchlief).

Viele Fragen, alle ausgelöst von EINEM Poststück - die Philatelie ist eine einzige grosse Wundertüte.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
ziffer-freak Am: 15.11.2014 20:23:42 Gelesen: 22538# 29 @  
Heute habe ich an einer kleinen Börse diese interessante Karte erstanden:



Erfreut über den günstigen Kauf, eröffnete sich mir allerdings eine Frage: Wieso wurde die Karte überhaupt taxiert? Das Porto stimmte doch für eine Inland-Postkarte ?

Kann da jemand helfen?

Liebe Grüsse
Andy
 
wuerttemberger Am: 16.11.2014 11:43:33 Gelesen: 22502# 30 @  
@ ziffer-freak [#29]

Eine mögliche Interpretation: Eine Drucksache konnte nicht anerkannt werden, weil zu viele Mittelungen auf der Bildseite gemacht wurden. Als Postkarte wurde es nicht anerkannt, weil der Begriff Postkarte nicht aufgedruckt war (war mal eine Zeit lang obligatorisch). Somit wurde die Karte als Brief behandelt und entsprechend nachtaxiert.

Gruß

wuerttemberger
 
wuerttemberger Am: 16.11.2014 11:53:35 Gelesen: 22498# 31 @  
@ Cantus [#24]

Ganz besonders selten findet man Belege wie die folgende Karte, bei der zunächst 5 Centimes der Ausgabe ab 1878 verklebt worden waren, die Nachkontrolle aber deren bereits eingetretene Ungültigkeit feststellte, die bereits verklebten Nachportomarken zu 2 und 3 Centimes (Mi. 2 und Mi. 3) mit dem Stempel "ungültig" außer Kraft setzte und die zu diesem Zeitpunkt erforderliche Nachgebühr mit einer Mi. 18 (10 Centimes in grün/rot) erhob.

Interessante Geschichte, aber trotzdem nicht richtig. 1897 waren noch alle Portomarken, die seit 1878 ausgegeben wurden gültig. Der Taxvermerk "15" würde sonst auch überhaupt keinen Sinn ergeben. Alle Marken wurden gleichzeitig verklebt und wegen Annahmeverweigerung zur Entlastung des Nachportobuches als "ungültig" gestempelt.

Gruß

wuerttemberger

Quelle für die Gültigkeit aller Taxmarken zu diesem Zeitpunkt: Betriebsanleitung für die schweizerischen Poststellen vom 1. Januar 1914; S. 436 § 227. Wertzeichen Abs. 2b.

Ziffer-freak wird dieses Werk sicherlich auch besitzen und kann die Angaben bestätigen.
 
ziffer-freak Am: 17.11.2014 01:09:00 Gelesen: 22468# 32 @  
Hallo wuerttemberger,

@ wuerttemberger [#30]

Diese Interpretation klingt schon etwas weit hergeholt. Wenn auf einer (auch als solche deklarierten) Drucksachen-Karte eine Mitteilung mit mehr als 5 Wörter handschriftlich hinzugefügt wurde, galt sie damals als Postkarte, und wurde entsprechend auf diesen Wert auftaxiert. Bei Briefen galt dasselbe.

Eine etwas plausiblere Möglichkeit ist mir spontan noch eingefallen: Die Karte war als Drucksache deklariert (Porto 2 Rp.). Durch die ausführliche Mitteilung galt sie jedoch als Postkarte (5 Rp.). Wegen der falschen Deklaration kam die eigentlich übliche Regelung zum Zug: doppeltes reguläres Porto (2 x 5 = 10 Rp.), abzüglich der bereits vorhandenen Frankatur (5 Rp.), ergibt 5 Rp. Nachporto.

Dass 2 Rp.-Drucksachen mit 8 Rp. nachtaxiert wurden, findet sich nämlich häufig. Die vorliegende Version allerdings habe ich in dieser Form bisher noch nie gesehen. Sie zeugt ganz offensichtlich von einem enorm "kleinkarierten" Luzerner Postbeamten. Jeder andere hätte doch diesen kleinen "Mangel" grosszügig "übersehen", denn die Postkarte war ja als solche eigentlich korrekt frankiert.

Ich könnte mir vorstellen, dass folglich diese Art der Taxierung wohl zu den am seltensten zu findenden überhaupt gehört.

@ wuerttemberger [#31]

Richtig interpretiert: 10 Pf. wäre die reguläre Taxe gewesen (für eine Auslands-Postkarte), nur 5 Pf. (für eine Auslands-Drucksache) wurden frankiert. Zu der Zeit wurde Pf. : Rp. 1 : 1 gerechnet. Doppelte reguläre Taxe (2 x 10 Rp. = 20 Rp.), abzüglich der frankierten 5 Pf.(Rp.) ergeben einen fehlenden Betrag von 15 Rp.. Der Empfänger verweigerte deswegen bei Vorlage offensichtlich die Annahme, und drückte sogar noch seinen Firmenstempel (übergehend auf beide blauen Marken) drauf, und vermerkte handschriftlich die Nichtannahme. Somit verfielen die 15 Rp. Nachporto, wurden mit dem Stempel UNGÜLTIG annulliert, und die Karte nach Berlin zurückgesandt (Ankunftsstempel neben der Marke).

Das von dir erwähnte Werk besitze ich zwar nicht, jedoch lässt sich übrigens die Gültigkeitsdauer der Taxmarken, in diesem Muster und in allen Farben, auch aus dem gewöhnlichen SBK herauslesen: Werte 500 Rp. bis 30.04.1905, Werte 1 - 100 Rp. bis 01.07.1925.

Liebe Grüsse
Andy
 
ziffer-freak Am: 18.11.2014 04:04:27 Gelesen: 22424# 33 @  
@ ziffer-freak [#29]

Das Rätsel ist gelöst!

Vor ein paar Stunden traf ich einen Freund - Mitglied der Geschäftsleitung und Verantwortlicher für Auktions-Einlieferungen des Auktionshauses Rölli Philatelie, Luzern. Er konnte mir die seltsame Taxierung erklären, weil ihm mal ein Freund eine ähnliche Taxierung aus den 1960er Jahren gezeigt und erklärt hatte.

Ein teilweiser Bestandteil der Farbe der attraktiven Litho-Karte war Glitter (Fühlt sich an wie Sandpapier)! Dies war aber - wie z.B. auch ein aufgeklebter Faden - nicht statthaft, und die Karte musste deshalb als Brief behandelt werden. Das korrekte Porto für eine Postkarte betrug damals 5 Rp., für einen Brief allerdings 10 Rp. (Hier habe ich mich geirrt, denn anno 1900 wurde nur lediglich der noch fehlende Betrag - ohne zusätzlichen Zuschlag - fällig). Somit wurden korrekt 5 Rp. Nachporto erhoben.

Erstaunlich ist, dass diese Regelung noch so lange beibehalten wurde (Wahrscheinlich bis für Postkarten und Briefe einheitliche Taxen eingeführt wurden).

Jedenfalls bestätigte er mir die ausserordentliche Seltenheit dieser Taxierung. Trotz seiner langjährigen Erfahrung (zusätzlich auch als Leiter Ausstellungswesen des VSPhV) ist meine Karte erst der zweite Beleg dieser Art überhaupt, den er je zu Gesicht bekommen hat (Und er hat in seinen Funktionen wohl bestimmt schon einiges gesehen).

Liebe Grüsse
Andy
 
wuerttemberger Am: 18.11.2014 10:44:04 Gelesen: 22405# 34 @  
@ ziffer-freak [#33]

Da lag ich mit meiner Interpretation doch ganz nah dran. :-)
Ich interpretiere auch nicht so aus dem hohlen Bauch heraus, sondern weil ich einige Argumente dafür habe. Um 1900 trug jede Postkarte, die als solche benutzt werden sollte, auch die Bezeichnung Postkarte in der jeweiligen Landessprache. Das war überall auf der Welt so, sofern das Land Mitglied in der UPU war. In der Deutschen ADA (Allgemeine Dienst-Anweisung) stand, dass die Bezeichnung Postkarte auf privat hergestellten Karten zwingend erforderlich war. Postkarten, die nicht den Vorschriften entsprachen wurden als Brief taxiert.

Im Lauf der Jahre wurde diese Bestimmung abgeschafft, denn in der ADA von 1910 wurde ausdrücklich erwähnt, dass die Bezeichnung Postkarte nicht mehr erforderlich war.

Bei der Lektüre der Betriebsanleitung für die schweizerischen Poststellen vom 1. Januar 1914 ist mir klar geworden, dass es sich um das schweizer Pendant der deutschen ADA, V2 Postbetriebsdienst handelt. Viele Bestimmungen sind sehr ähnlich und ich vermute mal, dass sie aus den Vereinbarungen der UPU stammen. In der Betriebsanleitung wird immer wieder auf die schweizer Postordnung verwiesen. Dort sind die Bedingungen für die Verwendung von Postkarten auch exakt festgelegt. Leider habe ich im Netz nichts dazu gefunden.

Kannst Du mir etwas über die Firmenlochung in meinem Beitrag [#27] sagen? Hast Du diese Lochung auf Deiner Lieblingsserie belegt?

Gruß

wuerttemberger

PS. Ich sammle keine Schweizer Marken, aber als ich über die Betriebsanleitung gestolpert bin und der Preis lächerlich niedrig dafür war, hab ich sie natürlich gekauft. Sie erweist sich immer wieder als sehr hilfreich.
 
ziffer-freak Am: 21.11.2014 01:58:23 Gelesen: 22327# 35 @  
@ wuerttemberger [#34][#27]

Hallo württemberger,

nein, leider besitze ich kein entsprechendes Exemplar. Das mag auch damit zusammenhängen, dass bisher nur unzureichende Daten über diese "G.D."-Lochungen bekannt waren. Von der deinen (G10) ist offensichtlich lediglich der Abgangs-Ort KOBLENZ bekannt, in der Verwendungszeit von 1909-1924, Firma unbekannt. Eine weitere, etwas kleinere Version (G11) konnte zwar noch keinem Verwendungs-Ort oder Zeitraum zugeordnet werden, und lediglich die Anfangs-Buchstaben (Ge...) der Firma sind bekannt.

Diese Angaben sind alle dem bisherigen Perfin-Handbuch (R. Hürlimann/F. Ganz, 1985) entnommen, und betreffen ausschliesslich SCHWEIZER Marken. Die Verwendung dieser Lochung auf Deutschen Marken mutet wohl sehr ungewöhnlich an, erscheint jedoch angesichts der Verwendung deines Beleges sehr naheliegend. Interessant ist auch, dass die Karte das Datum von 1907 trägt, also 2 Jahre früher als im Handbuch notiert.

Beide Daten legen allerdings die Vermutung nahe, dass diese Lochung auf den "Kreuz/Wertziffern" noch keine Verwendung fand, sondern erst ab "Tellknabe", "Tell" und Helvetia mit Schwert".

Übrigens erscheint erst jetzt gerade eine neue, aktuell überarbeitete Version dieses Perfin-Werkes in Katalogform, inklusive Preisnotierungen.

Liebe Grüsse
Andy
 
deCoppet Am: 30.12.2014 21:36:22 Gelesen: 22086# 36 @  
@ mohler [#1]

Hello,

I read this discussion and thought I might show some postage due letters.

The first in my exhibit "Refused Mail of Switzerland" - http://www.rogerheath.com/#refused-mail

can be found on this page - http://rogerheath.com/~thernsp2/roger/refuse2014b/2_page05.html

There are many more throughout the exhibit.

My favorite item is this, where the post office did make a mistake marking the stamps as invalid, when in fact they were valid.



This is my favorite - I interpret the amount due this way. The sender thought they had placed 2 - 5 centimes stamps on the letter for the 10 centimes rate, but the letter was calculated as unpaid 10 + 10 centimes penalty = 20 centimes, but given credit for the 4 centimes in stamps. Therefore, due 16 centimes.



Roger
 
mohler Am: 18.01.2015 13:29:21 Gelesen: 21844# 37 @  
@ deCoppet [#36]

Hello

Thank you for your invitation to see your fine exhibit. It must have been a long-time job to find these items, because it is my experience, however seldom to see even just postage due letters in the market.

Thank you
Arne
 
SH-Sammler Am: 26.03.2019 15:22:20 Gelesen: 7220# 38 @  
@ Cantus [#1]

Hallo Cantus,

manchmal findet auch ein blindes Huhn ein Körnchen.

So ist mir heute die Postkarte von München in die Schweiz aufgefallen. Da wollte ich doch nachsehen, ob diese Karte bei Philaseiten schon gezeigt wurde. Nun bin ich überrascht, dass dies erst der zweite Beitrag in diesem Thema werden soll.



München, 24. Dez 1903 nach Neuhausen bei Schaffhausen, Schweiz
Stempel: München 1 B.P.

Jetzt stellt sich mir die Frage, warum die Karte nachtaxiert wurde. Die Auslandtaxe für eine Postkarte betrug meines Wisssens 10 Pfennig, also war die Karte doch korrekt frankiert.

Die Nachtaxierung von 15 Rappen würde stimmen bei Verwendung einer grünen 5 Pfennig Postkarte.

Weisst Du evtl mehr, um das Rätsel lösen zu können?

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
DERMZ Am: 10.05.2019 18:23:49 Gelesen: 8932# 39 @  
Guten Nachmittag,

ich habe einen Beleg gefunden, der sich mir nicht ganz erklärt, aber vielleicht bekomme ich ja Hilfe:



Ende September 1966 machte sich ein Urlaubsgruß aus dem Fernen Sizilien auf den Weg nach Zürich. In Unwissenheit der gültigen Portotarife wurden statt 55 Lire für eine Auslandspostkarte nur 30 Lire verklebt. So weit, so gut.

Spätestens in Zürich fiel dieser Minderbetrag auf, und es wurde Nachporto erhoben, man klebte eine 30 Rappen Marke auf, versah sie mit dem Tax-Stempel und weiter ging die Reise - bis, ja bis entdeckt wurde, dass die 30 Rappen wohl falsch waren und für ungültig erklärt wurden. Neu wurde eine 50 Rappen Marke aufgeklebt und mit Tagesstempel entwertet.

Wie ist das mit dem Nachporto zu deuten, und war dieses ein übliches Verfahren? Hätte man nicht einfach weitere 20 Rappen aufkleben können?

Vielen Dank für eine kurze Antwort sagt Olaf
 
mohler Am: 16.05.2019 13:19:18 Gelesen: 8836# 40 @  
@ DERMZ [#39]

Es ist nicht zu sagen, wo/wer die 30-Rappen Marke angeklebt ist; wahrscheinlich nicht Zürich und deshalb "Ungültig" gestempelt und aus die Buchführung gezogen.

Dieses sieht man auch bei "Annahme verweigert".

Die interessante Frage ist den Tagesstempel auf 50 Rappen Marke. Die Taxierung ist zweimal die fehlende Porto.

MfG
Arne
 
mohler Am: 16.05.2019 13:30:38 Gelesen: 8833# 41 @  
In "Zack Sonderdruck: Die Posttaxen der Schweiz ab 1875 Band 2 Ausland" ist auf Seite 107 3 verschiedene Formeln angezeigt.

Formel 1: 1.7.1875 – 31.3.1879

Formel 2: 1.4.1879 – 31.12.1975

Formel 3: 1.7.1875 – 31.12.1975

Die genannten Datierungen für Formel 2 und 3 können ja nicht wahr sein. Hat jemand eine Berichtigung dazu?

MfG
Arne
 
SH-Sammler Am: 16.05.2019 18:33:11 Gelesen: 8801# 42 @  
@ württemberger [#27], [#35]

Hallo Württemberger,

ich lese gerade das Thema “Schweiz Nachportomarken ab 1878” und bin auf Deinen Beitrag [#27], die Postkarte der Gebrüder Dietsche, Maschinenfabrik in Koblenz (Aargau) gestossen. Auch habe ich die Teil-Antwort auf Deine Frage im Beitrag [#35] gelesen, mit dem Hinweis, dass (damals) noch nicht alle Daten zur Lochung der Marke bekannt waren.

Im Werk “CH Perfins” von M. Bär mit Ausgabe 1998 finde ich den Eintrag, welcher Dir alle Fragen nachträglich noch erklärt. Ich hoffe, es ist nicht zu spät, diese Karte nochmals hervorzunehmen und zu studieren.



Folgendes ist im Katalog zu den diversen Zahlen erläutert:

Klein h bedeutet: Horizontale Lochung
Zahl 7 ½: Höhe der Lochung in mm
Zahl 34: Anzahl Löcher in “G.D.”
Verwendungszeit, jetzt auch registriert ab 1907.
Zahl 7: Bewertung auf Einzelmarke, Stand 1998
Zahl 18: Bewertung auf Brief Stand 1998

Im Weiteren kann noch folgendes festgestellt werden:

Gelocht wurden die Marken bei Dietsche. Er konnte also auch Marken (gleichen Formates) vom Deutschen Reich in sein Gerät einlegen und lochen.

Warum er die Karte jedoch in Waldshut aufgab, kann höchstens dadurch erklärt werden, dass die verklebten 5 Pfennige damals weniger wert waren als 5 Rappen, der korrekten Frankatur bei Aufgabe einer Postkarte in der Schweiz.

Ja, da ist doch noch der T – Stempel drauf. Die deutsche Post hat jedoch vergessen, den fehlenden Betrag auf die Karte zu schreiben. Aus diesem Grund hat die Schweizer Post auch nichts eingezogen und nachträglich mit Deutschland verrechnet. Falls korrekt frankiert worden wäre, hätte die Schweiz auch nichts nichts erhalten, der Betrag wäre im deutschen Reich geblieben. So haben sie sich die Verrechnung mit der deutschen Post erspart.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 17.05.2019 07:47:06 Gelesen: 8778# 43 @  
@ DERMZ [#39]
@ mohler [#41]

Hallo Olaf, hallo Arne,

Eure Fragen haben mich angeregt, die Berechnung des Nachportos nachzuvollziehen.
Warum wurden zu erst 30 Rappen nachgefordert, nach Erkennen einer Fehlberechnung dann 50 Rappen?

So habe ich die Berechnung nachgestellt, auch unter Zuhilfenahme des Büchleins “Zack” (mit Formel 2).

Hier der Rechnungsweg:

Doppeltes fehlendes Porto (2 mal 25) multipliziert mit dem AUSLAND-BRIEFporto des Empfängerlandes (Schweiz, 50 Rappen) ergibt die Zahl 2500.

Diese Zahl wird jetzt dividiert durch das normale Auslandporto des Absenderlandes Italien. Welches Auslandporto kommt nun zum tragen? Das italenische Briefporto oder das italienische Kartenporto ins Ausland?

Rechnung A: 2500 dividiert durch das ausl. BRIEFporto (90 Lire) resultiert im Betrag 27.778, gerundet zu 30 Rappen. Das war anscheinend falsch. Es war kein unterfrankierter Brief, sondern eine unterfrankierte Karte! Obwohl gemäss Formel das ausl. BRIEFporto genommen werden müsste, hat der Postler wahrscheinlich die Rechnung gemacht und festgestellt, dass er mit dem ausl. Kartenporto mehr herausholen kann.

Rechnung B: 2500 dividiert durch das ausl. KARTENporto (55 Lire) resultiert im Betrag 45.4545, gerundet zu 50 Rappen.

Die Frage, warum der Postler keine 20-er dazugeklebt hat, wird wahrscheinlich niemand beantworten können.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
wuerttemberger Am: 18.05.2019 07:50:17 Gelesen: 8719# 44 @  
@ SH-Sammler [#42]

Vielen Dank für die Daten der Firmenlochung.

Bei der Verrechnung des Nachportos liegst Du aber falsch. Das fehlende Porto ist tatsächlich nicht angeschrieben und eigentlich hätte die Karte dem Absender zurückgegeben werden müssen zur korrekten Frankierung. Das ist unterblieben. Die Schweizer kannten das Nachporto natürlich ganz genau und hätten das aus dem Handgelenk taxieren können. Das unterblieb auch, obwohl sie das Nachporto einstreichen konnten. Da wurde nichts mit der deutschen Seite verrechnet.

Gruß

wuerttemberger
 
SH-Sammler Am: 18.05.2019 09:30:06 Gelesen: 8696# 45 @  
@ mohler [#41]

Hallo Arne,

ich habe Deine Frage aus Beitrag [#41] nochmals gelesen und sehe, dass Du an den Daten der 3 unterschiedlichen Berechnungsformeln zweifelst.

In "Zack Sonderdruck: Die Posttaxen der Schweiz ab 1875 Band 2 Ausland" ist auf Seite 107 3 verschiedene Formeln angezeigt.
Formel 1: 1.7.1875 – 31.3.1879
Formel 2: 1.4.1879 – 31.12.1975
Formel 3: 1.7.1875 – 31.12.1975
Die genannten Datierungen für Formel 2 und 3 können ja nicht wahr sein. Hat jemand eine Berichtigung dazu?


Die aufgeführten Daten sollten korrekt sein, jedoch ist die Art der Nachporto – Berechnung anders.

[IMG]https://www.philaseiten.de/up/15986213/6/3/f8cä719_h.jpeg[/IMG]

Bei genauem Lesen des Kommentars zur Formel 3 steht geschrieben, dass diese Taxierungsart “für Nachsendungen” angewendet wurde.

Die Briefaufgabe in der Schweiz mit anschliessender Nachsendung an einen anderen Ort in der Schweiz war möglich, wenn ein Brief frankiert war für den Nahverkehr bis 10km, die Nachsendung jedoch in den Bereich des Fernverkehrs erfolgen musste. Da war das ursprüngliche Porto korrekt. Also wurde das Nachporto in den Bereich Fernverkehr ohne “Bestrafung” erhoben.

Bei Briefen aus dem Ausland wurde anscheinend gleich verfahren. Leider habe ich aber keinen Beleg zum zeigen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass ein Brief aus dem Grenzbereich (RL-Bereich, mit reduzierter Taxe) bei einer Nachsendung aus dem Grenzbereich hinaus mit der einfachen, fehlenden Taxe belegt wurde.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
mohler Am: 19.05.2019 12:08:45 Gelesen: 8654# 46 @  
@ SH-Sammler [#45]

Hallo Hanspeter,

danke schön für Deine Antwort meiner Frage. Ich habe mir nicht angeheftet, dass Formel 3 ja eine Sonderfalle gilt.

Ich habe Zumstein Spezialkatalog 24. Auflage. Im Abschnitt 15 - Portomarken - ist eine Tabelle der Nachportotarife, aber sie haben ein "Loch" zwischen 1.1.1899 und 1.1.1922.

Darf Ich fragen, ob Du eine neuer Ausgabe besitzt, wo dieser Loch nicht erscheint?

Ich habe nämlich 3 Belege aus den Jahren 1900 – 1905 gekauft.

Viele Grüsse
Arne
 
SH-Sammler Am: 19.05.2019 13:37:19 Gelesen: 8647# 47 @  
@ mohler [#46]

Hallo Arne,

auch in der 25. Ausgabe ist dieses Loch. Es scheint niemanden zu interessieren.
In dieser Tabelle sind zwar nicht die Portotarife, sondern die Berechnungsarten zur Erhebung des Nachporto, vor allem der Modus zum Aufrunden auf den vollen Rappen resp. die nächste 5-Rappen Stufe.

Ich stelle nochmals die Ausführungen vom ZACK ein. Dort ist es in der Formel 2 genau beschrieben: Ab 1879 bis 1975 doppeltes fehlendes Porto, umgerechnet in die Landeswährung. Und zwar basierend auf dem Tarif des schweiz. Ausland-Briefporto.



Ich hoffe, dass diese Aufstellung weiterhilft.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
mohler Am: 19.05.2019 14:14:15 Gelesen: 8641# 48 @  
Hallo,

eine interessante Karte, die aus Italien nach Schweiz gegangen ist, ist nur mit 10 Rp Nachporto gesetzt. Datum 26.12.1905.

Warum nicht 15 Rp?

Gab es Sondertarife für Karte, die mit weniger als 5 Wörter beschrieben war?

Die Annahme wurde verweigert, und die Portomarke ist mit deshalb mit "Ungültig" gestempelt. Weiter ist die handgeschriebene "Refuse" zugefügt, aber keine Absenderanschrift ist zu sehen.

Viele Grüsse
Arne


 
briefmarkenwirbler24 Am: 29.05.2019 19:12:23 Gelesen: 8497# 49 @  
Hallo zusammen,

heute zeige ich euch einen in der Form recht seltenen Beleg, der für den Laien vielleicht erst mal etwas unscheinbar aussieht.

Aufgegeben wurde der Portobrief am 06.10.1881 in Saignelegier und wurde adressiert nach Le Roselet. Die Entfernung per Luftlinie beider Orte zueinander liegt bei etwas mehr als 3 km, also handelt es sich hier um einen Brief im Ortsverkehr. Laut Tarifperiode vom 01.09.1876 bis zum 31.10.1881 mussten frankierte Briefe im Lokalrayon bis 15 g mit 5 Rappen freigemacht werden. Unfrankierte Briefe kosteten das Doppelte, also 10 Rappen, die vom Postler in "schwarz" notiert und in Form von 2x5 Rappen (Mi.Nr. 4) Nachportomarken verklebt wurden.

Unfrankierte Briefe aus diesem Zeitraum zu finden, stellt schon an sich eine echte Herausforderung dar, hinzu kommt noch die Tatsache, dass es sich hier um einen Lokalrayon-Beleg handelt, was nochmal etwas seltener ist, da man 3 km auch gut zu Fuß zurücklegen konnte.

Ich zitiere aus dem Buch "Über die Frankaturen der Sitzenden Helvetia gezähnt":

"Die Gebühren für unfrankierte Briefe bedürfen einer Erläuterung: sowohl vor als auch nach Inkrafttreten des Posttaxengesetzes von 1862 war dem Postbenützer die <<Freimachung>> oder Frankierung von Briefen anheim gestellt, jedoch mit dem Unterschied, dass mit dem neuen Gesetz unfrankierte Sendungen mit einer Ausnahme erstmals höher belastet wurden. Der Zweck dieser Massnahme lag in der reibungslosen Zustellung. Den offenkundigen Erfolg bezeugt die Tatsache, dass der Anteil der frankierten Inlandssendungen, der 1862 kaum die Hälfte ausmachte, im Jahr 1870 auf rund 80% und sieben Jahre später [1877] gar auf über 95% anstieg"

Alleine diese Zahlen belegen schon, dass ein unfrankierter Brief aus dem Jahr 1881 vielleicht 2% aller Postsendungen (die Tatsache, dass es sich um einen Lokalrayonbrief handelt mal ganz außen vor gelassen) ausmachte, wenn man den Gedanken jetzt noch weiter spinnt, wie viele von diesen Belegen noch erhalten sind, erhält man eine ungefähre Vorstellung von der Seltenheit.

Hinzu kommt, dass die erste Ausgabe der Portomarken unter Sammlern sehr beliebt ist, weswegen dieses waagerechte Paar der 5 Rappen den Brief zusätzlich etwas aufhübscht.

Der Inhalt ist eine Rechnung in Höhe von 18.90 Franken, die vom Empfänger beglichen werden mussten. Der Erhalt der Gebühr wurde am 29.10. quittiert.

Liebe Grüße,

Kevin


 
Cantus Am: 11.12.2019 03:33:51 Gelesen: 6942# 50 @  
@ SH-Sammler [#38]

Hallo Hans-Peter,

du bist mit deiner Karte im falschen Thema gelandet, denn hier geht es nicht um Postgeschichte in Form von Nachporto, sondern um private Zudrucke auf amtlichen Ganzsachenpostkarten. Ich denke, dieses Thema wäre der richtige Ort zum Zeigen, aber auch, um eine fachkundige Antwort zu bekommen:

Schweiz Nachportomarken und Nachportotarife seit 1878 (https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5962&CP=0&F=1#newmsg)

Viele Grüße
Ingo

[Redaktionell in das von Ingo genannte Thema verschoben]
 
10Parale Am: 25.05.2020 17:18:35 Gelesen: 5336# 51 @  
@ Cantus [#50]

Diese Ansichtskarte mit dem Dampfboot "Wittelsbach" lief am 11.Juli 1903 von Lindau nach Bruggen in der Schweiz. 5 bayerische Pfennig waren der Schweizer Post effektiv zu wenig und deshalb wurde die Postkarte noch mit einem waagrechten Paar der 5 Pfennig nachtaxiert. Eine blaue Taxierung unterstreicht den Willen des Handelnden.

Mir fällt als Laie nur auf, dass die Fünfen im Kreis der Marke unterschiedlich platziert wirken, was den Spezialisten auf den Plan ruft.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 16.06.2020 15:00:12 Gelesen: 5153# 52 @  
Dieser Beleg dürfte unter Umständen auch für Inflationssammler Deutsches Reich von Interesse sein.

Die Ansichtskarte lief in einer der vielen Portoperioden am 5. September 1922 von Althausen (Kreis Ravensburg) in die Schweiz. Mit 3 Mark war sie wohl zu niedrig entwertet worden und wurde in Winterthur mit 25 Rappen nachfrankiert.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 20.06.2020 22:21:24 Gelesen: 5109# 53 @  
@ 10Parale [#52]

Diese Ansichtskarte aus CANNERO (am Lago Maggiore) wurde am 17.10.23 mit einem waagrechten Paar der Freimarke Viktor Emanuel III. (Michel Nr. 130), also mit insgesamt 30 Centesimi freigemacht. Dies war für die Beförderung nach Locarno in die Schweiz wohl zu wenig und dort wurde die Marke am 18.10.23 (Stempeldatum lautet 21!) mit 25 Rappen nachtaxiert.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 28.06.2020 15:53:32 Gelesen: 5040# 54 @  
Ich mache einmal weiter mit Belegen, die aus Italien stammen und in der Schweiz nachfrankiert wurden.

Diese Ansichtskarte wurde in Neapel am 12.XII.1918 nach Zofingen versandt. Mit 5 C war sie zu niedrig frankiert und wurde dort mit 10 Rappen nachfrankiert.

2 interessante Zensurstempel und ein roter Abschlag MILANO POSTA ESTERA (Auslandspostamt) runden das Ganze ab. Schöne Ansicht einer Statione Funicolare.

Liebe Grüße

10Parrale


 
BeNeLuxFux Am: 14.09.2020 15:18:14 Gelesen: 4066# 55 @  
Eine Karte aus Yverdon in der Schweiz nach Ludwigsburg vom 30.01.1902. Der Absender hat hier den Vermerk Soldaten-Karte aufgeschrieben.

Gehe ich Recht in der Annahme, dass Soldatenpost aber nicht ins Ausland verschickt werden durfte und deshalb der doppelte Tarif des normalen Postkartenportos vermerkt wurde und zu zahlen waren?

Grüße, Stefan


 
SH-Sammler Am: 03.10.2020 16:14:31 Gelesen: 3792# 56 @  
@ BeNeLuxFux [#55]

Hallo Stefan,

hier ein Ausschnitt der Bestimmungen zur Nachtaxierung Deiner Postkarte. Der Hinweis “Soldatenkarte” berechtigt keinen taxfreien Versand ins Ausland.

Die Karte wurde zum doppelten Postkarten-Auslandtarif taxiert. Der normale Auslandtarif war damals 10 Rappen weltweit.

Nachstehend ein Scan der Bestimmungen.



Gruss
SH-Sammler
Hanspeter
 
Schaffhauser Am: 03.10.2020 17:58:53 Gelesen: 3775# 57 @  
Hallo zusammen,

10 Rp. Portomarke auf unfrankiertem Lokal-Brief aus Schaffhausen von 1880.

Grüsse
Schaffhauser


 
Baber Am: 03.10.2020 20:09:05 Gelesen: 3759# 58 @  
Nachporto auf einem Orts-Einschreibebrief von 1955

Briefporto 10 Rappen, Einschreibegebühr 20 Rappen, Portogerecht frankiert mit 30 Rappen.



Da der Brief nach Wangen an der Aare weitersendet wurde, war es kein Ortsbrief mehr, daher 10 Rappen Nachgebühr.

Gruß
Bernd
 
GSFreak Am: 04.10.2020 21:31:25 Gelesen: 3708# 59 @  
Hier ein Brief (leider stark lädiert) von Karlsruhe am 12.06.1905 nach Genf in der Schweiz. Dort Ankunftstempel rückseitig vom 13.06.1905.

Mit 10 Pf. unzureichend frankiert. Daher 25 Rappen Nachgebühr. Verklebt sind die Portomarken Mi.-Nr. 17 und 19, entwertet mit dem gleichen Stempel wie auf der Rückseite.



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 22.12.2020 10:24:26 Gelesen: 2665# 60 @  
Auf dieser Ansichtskarte, derzeit bei Ebay angeboten, waren sicherlich mal Schweizer Portomarken verklebt. Die wurden leider abgelöst und dann später durch drei Deutsches Reich-Marken "ersetzt". Die Außenkreise der Stempel passen nur auf den ersten schnellen Blick. Das Ganze ist so stümperhaft gemacht, dass es schon wehtut. Aber die Karte ist ja als Ansichtskarte angeboten (12,95 €).



eBay 373395707772

Beste Grüße
Ulrich
 
volkimal Am: 02.04.2021 10:04:36 Gelesen: 1074# 61 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief aus Luxemburg in die Schweiz vom 23.7.1976 gibt mir noch einige Rätsel auf:



Dank Lars Böttger konnte ich den Luxemburger Taxstempel klären.

Im Zähler steht der einfache Portofehlbetrag (hier Auslandsbrief Schweiz: 6 Franc – 5 Franc = 1 Franc).
Im Nenner steht das Porto für einen internationalen Auslandsbrief (UPU-Tarif = 12 Franc).

Im Empfängerland (hier also der Schweiz) wurde der Bruch mit der Gebühr eines Auslandsbriefes (UPU Tarif) multipliziert. Das Ergebnis wurde evtl. noch gerundet und es konnte noch eine fixe Erhebungsgebühr hinzugefügt werden.

In der Schweiz kostete ein Auslandsbrief 90 Rappen. Unter Berücksichtigung des Stempels 1/12 müsste man also 1/12*90 = 7,5 Rappen Nachgebühr zahlen. Die Rundungsregelung der Schweiz und eine evtl. vorhandene fixe Gebühr kenne ich leider nicht. Ob man so auf eine Gebühr von 60 Rappen kommt, weiß ich nicht.

Es ist gut möglich, dass der Brief noch spannender ist. Vermutlich ist es eine Kombination aus Nachgebühr und Postlagergebühr. Herr Topp, der Empfänger des Briefes hatte sich auf die Postlagergebühren spezialisiert und zahlreiche Belege dazu verschickt.

Daher zwei Fragen:

1) Wer kann die Nachgebühr erklären?
2) Gab es 1976 in der Schweiz eine Postlagergebühr und wie hoch war diese?

Viele Grüße
Volkmar
 
SH-Sammler Am: 07.04.2021 03:57:03 Gelesen: 967# 62 @  
@ volkimal [#61]

Hallo Volkmar,

Deine erste Frage kann ich beantworten

Die errechnete Nachgebühr (hier 7,5 Rappen) wurde auf den nächsten 5-er aufgerundet. Die Minimalbetrag war in jedem Fall 10 Rappen. Dazu kam noch die Bearbeitungsgebühr von 50 Rappen. Total wie nachgefordert 60 Rappen.

Ob 1976 eine Gebühr für "Postlagernd" erhoben wurde, kann ich nicht sagen. Vielleicht weiss ein anderer Mitleser mehr.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
volkimal Am: 19.04.2021 11:45:28 Gelesen: 589# 63 @  
@ SH-Sammler [#62]

Hallo Hanspeter,

irgendwie habe ich deinen Beitrag übersehen. Vielen Dank für die Erklärungen. Wenn die Nachgebühr 60 Rappen betrug ist wahrscheinlich keine Postlagergebühr erhoben worden.

Inzwischen habe ich einen Zettel von Herrn Topp wiedergefunden [1]. Zumindest Mitte 1990 gab es in der Schweiz keine Postlagergebühren. Wie es 1976 war kann ich nicht sagen. Ich habe den Brief aus Luxemburg seinerzeit aus einer Rundsendung entnommen und notiert, dass es um die Postlagergebühr ging. Ich kann natürlich auch einen Fehler gemacht haben oder in der Rundsendung war etwas falsches angegeben.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=263426
 
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