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Thema: Stempelwünsche an die Schweizer Post - Entwerter recht oder links ?
Baber Am: 27.11.2018 10:48:55 Gelesen: 1648# 1 @  
Offener Brief an die Schweizer Post

Liebe Schweizer Post,

bei meinen Sammlerfreunden lobe ich immer die sauberen Stempel der Schweizer Post aus dem alltäglichen Postverkehr. Die Post in Österreich und Deutschland könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Auch dieser Stempel vom Briefzentrum 4821 Härkingen ist wunderbar sauber abgeschlagen. Noch schöner wäre es, wenn die Werbefahne nicht rechts, sondern wie früher üblich links vom Datumstempel wäre. Dann trifft dieser die Marke und nicht die Werbefahne. Die Briefmarkensammler würden es Ihnen danken.



Mit freudnlichen Grüßen
Bernd Aberer

Den Brief habe ich an das Kundenportal der Schweizer Post gesendet. Ich bin neugierig, ob ich eine Antwort bekomme
 
drmoeller_neuss Am: 27.11.2018 13:19:20 Gelesen: 1611# 2 @  
Die Stempel- und Belegsammler freut es natürlich, wenn der Stempel links neben der Werbefahne ist. Die Post kann es auch niemanden recht machen.
 
Heinz 7 Am: 27.11.2018 13:36:01 Gelesen: 1595# 3 @  
@ Baber [#15]

Es gibt tatsächlich Stempel, bei denen die Werbefahne zuerst kommt (also links ist), und erst dann der Tagesstempel, aber fast immer ist die oben gezeigte Reihenfolge die übliche bei der Schweizer Post. Es gibt tatsächlich Sammler, die kleben ihre Marken so auf, dass der Tagesstempel genau zentrisch sitzen sollte. Oft kommt es dann trotzdem anders.

Wir Schweizer Philatelisten werden oft enttäuscht von der Schweizer Post, die auch die schönsten Belege hässlich verstempelt oder sonst irgendwie kaputtmacht. Neuestes Beispiel: Sondermarke "175 Jahre Briefmarke in der Schweiz" wird extra zum Postschalter gebracht und dort von Hand gestempelt. So weit, so gut, aber dann geht der Brief noch seinen Weg durch die automatische Briefsortierung und - ZACK - bekommt seinen Maschinenstempel "Härkingen" obendrauf.

Ich kann das im Moment im Bild nicht zeigen, aber der Brief ist so natürlich ruiniert...

Wir Briefmarkensammler werden von einem Grossteil der Post-Verantwortlichen eher als "aufwändig zu betreuende" (= ungeliebte) Kunden angesehen; die löblichen Ausnahmen verdienen ein herzliches Dankeschön.

Umso mehr freuen wir uns, wenn dann doch einmal ein perfekt-schöner Brief ankommt. :-)

Heinz
 
DL8AAM Am: 27.11.2018 14:06:42 Gelesen: 1573# 4 @  
Eigentlich ist diese Variante postalisch gesehen die absolut richtige, in Prinzip eigentlich sogar die einzig "richtige". Der rechts eingesetzte Entwerter (der heisst nämlich auch so), entwertet die vorausbezahlten Gutscheine optisch möglichst effizient. Der Tagesstempel wird sauber daneben abgeschlagen, damit die Versanddaten in jedem Fall möglichst gut zu erkennen sind. Deshalb gehört dieser Tagesstempel eigentlich nicht auf ein buntes, die Daten überschattendes, Markenbild. Dieses System ist uralt und ist bei sehr vielen Posten noch immer so in Verwendung.

Das einige im Laufe der Zeit die Positionen getauscht haben, ist sicherlich der damals viel "breiteren" Sammlerschaft geschuldet. Aber es gibt sogar heutzutage noch 'korrekte' Postverwaltungen (z.B. USA), da darf der Tagesstempel theoretisch überhaupt nicht auf die Marke, da sind die Schalterhandstempel zur Markenentwertung noch immer in Form von Duplexstempel. Der Balkenentwerter- kommt auf die Marke, der Tagesstempel-Teil daneben. Der Tagesstempel dokumentiert und beschreibt die Sendung, den Beleg, der Entwerter kümmert sich um die Briefmarke. Das ist so die ursprüngliche, die eigentliche Arbeitsteilung. ;-) Für Briefmarkensammler sehr unschön, für philatelistischen Belegsammler aber ideal. ;-)

Die schweizer Post kehrt zu den Wurzeln zurück? Obwohl habe ich nicht vor Kurzem mal gelesen, dass "Postämter" (...) Briefmarken neuerdings überhaupt nicht mehr abstempeln dürfen? Handstempel nur noch maximal für Formulare und den Innendienst? Oder war das ein anderes Land?

Gruß
Thomas
 
Holzinger Am: 27.11.2018 14:07:43 Gelesen: 1573# 5 @  
@ Baber [#15]

Es gibt immer einmal Marken, bei denen sich auf Grund der Herstellungsart oder des Motivs die Entwertung schlecht lesen läßt. Insofern ist die postalisch wichtige Information auf Brief besser lesbar angebracht.

Bei USA ist dies schon lange Vorschrift im sog. "Duplexkiller", also postalische Info auf Brief - Markenentwertung durch sog. "Killer" irgendwie/egal wie .-) - Hauptsache entwertet. Deswegen verwundert es mich bei USA-Sammlern immer erneut, daß "sauber rundgestempelt" gesucht/angeboten wird. Da schlägt die deutsche/europäische Sammelvorstellung voll durch.

Nachsatz: Da war DL8AAM schneller
 
22028 Am: 27.11.2018 14:25:39 Gelesen: 1566# 6 @  
@ DL8AAM [#18]

Obwohl habe ich nicht vor Kurzem mal gelesen, dass "Postämter" (...) Briefmarken neuerdings überhaupt nicht mehr abstempeln dürfen? Handstempel nur noch maximal für Formulare und den Innendienst? Oder war das ein anderes Land?

Bei http://www.stampboards.com war eine Diskussion dass die Neuseeländische Post die Marken nicht mehr abstempelt, das stellte sich aber als falsch heraus.
https://www.stampboards.com/viewtopic.php?f=13&t=83373
 
DL8AAM Am: 27.11.2018 16:14:48 Gelesen: 1521# 7 @  
@ 22028 [#20]

Nee, nee, das meinte ich nicht.

Es war wirklich der Schweiz, in den Postagenturen (das ist wohl die schweizer Benennung der modernen "Postämter" in der Tiefe des Landes, so wie unsere deutschen "Postfilialen im Einzelhandel") dürfen keine Briefmarken mehr gestempelt werden.

In den PhilaNews 1/2017 der schweizer Post steht

In Agenturen («Post im Dorfladen») werden keine Briefmarken und weitere philatelistische Produkte abgestempelt. Die verwendeten Datumsstempel sind ausschliesslich für Einzahlungsquittungen, Aufgabebestätigungen, Abholungseinladungen sowie andere Belege vorgesehen.

https://www1.post.ch/-/media/post/pk/dokumente/philanews-01-2017.pdf?la=de

Interessante Formulierung, man könnte reinlesen, dass Briefmarken nur noch philatelistische Produkte sind. ;-)

Gruß
Thomas
 
Baber Am: 27.11.2018 16:35:39 Gelesen: 1512# 8 @  
@ DL8AAM [#7]

In Agenturen («Post im Dorfladen») werden keine Briefmarken und weitere philatelistische Produkte abgestempelt.

Gottseidank sind in der mir an der Grenze zugänglichen Postfiliale der Schweizer Post die Mitarbeiter sehr zuvorkommend und freundlich und erfüllen jeden Stempelwunsch.

Sollte es in den Postämtern auch soweit kommen, werde ich das Sammeln Schweizer Neuheiten auch einstellen, so wie ich es mit Bund und Österreich mit der Euro-Einführung wegen der Ausgabenpolitik getan habe.

Im Thread "Neues von der BDPh Strukturkommission" diskutieren wir endlos über die Organisation des Briefmarkensammelns. Aus meiner Sicht wird dabei fast vergessen, dass zum Sammeln zwei gehören: Die Sammler und das Sammelobjekt. Verschwindet letzteres aus dem Postalltag, brauchen wir auch keine Organisation der Sammler mehr.

Gruß
Bernd
 
drmoeller_neuss Am: 27.11.2018 19:24:17 Gelesen: 1458# 9 @  
So neu ist die Schweizer Stempelpolitik ja nicht. In Bergedorf war die übliche Entwertung ein stummer Strichstempel, und in Schleswig-Holstein waren die Marken laut Vorschrift ausdrücklich zu schwärzen. Und da gab es noch die Federzugentwertung, modern per Kugelschreiber und verpönt.

Ich habe aber bislang noch keinen Sammler gehört, der deswegen nicht Klassik sammelt.
 
Heinz 7 Am: 27.11.2018 22:46:49 Gelesen: 1428# 10 @  
@ Heinz 7 [#17]

Ich habe die eingehende Post der letzten drei Wochen betrachtet, und tatsächlich einige wenige nette Belege gefunden.



Was mich überrascht hat: die Reihenfolge der Maschinenstempel war immer: Flagge - Krone und nicht umgekehrt. Ich habe das aus der Erinnerung anders im Kopf (siehe Beitrag 3), aber ich habe das ganz und gar nicht "studiert".

Die jetzige Stempel-Einstellung macht es dem Sammler einfacher die Marke so zu platzieren, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen hübschen Vollstempel erhält. Die Stempelautomaten machen oft saubere Abschläge, das darf man konstatieren. Und somit sind doch einige Briefe aus Bedarfspost echt schön und sammelwürdig. Wobei natürlich auch optisch-nicht-schöne Stücke durchaus sammelwürdig sein können; das ist mir vollkommen klar.

Heinz
 
filunski Am: 28.11.2018 00:49:22 Gelesen: 1415# 11 @  
@ Baber [#15]

Hallo Bernd, hallo zusammen,

ein schöner Beleg, das finde ich auch und aus heutiger Bedarfspost (egal von welchem Land/welcher Postverwaltung) eher eine positive Seltenheit, wobei maschinengestempelte Belege heute in der Regel sauberer und schöner gestempelt daher kommen, als handgestempelte (sofern es das überhaupt noch gibt).

Dein Brief an die Schweizer Post drückt sicherlich den Wunsch vieler auf Marken spezialisierter Sammler aus und ich kann das auch gut verstehen. Vielleicht hast du Glück und du bekommst wenigstens eine Antwort, das wäre schon mehr als in manch anderen Ländern zu erwarten wäre.

Wir sollten uns aber alle längst von dem Gedanken verabschieden, auch wenn es dem Einen oder Anderen weh tun mag, dass heutige, moderne Postverwaltungen für so etwas überhaupt noch Verständnis haben. Philatelie und Sammler sind heute ein völlig unbedeutender Kundenkreis, bestenfalls noch von Interesse um, je nach Postverwaltung ein mehr oder weniger umfangreiches Briefmarkenprogramm (welches heute für den Bedarf überhaupt nicht mehr nötig ist) überteuert an die Sammlerschaft zu verkaufen.

Die Markenentwertung in den heutigen Großsortieranlagen ist nur einer von mehreren Arbeitsschritten und muss möglichst schnell, effektiv und rationell (billig) erfolgen. Noch haben wir, z.B. hier in Deutschland oder auch der Schweiz, Maschinen (die allerdings auch schon langsam ans Ende ihrer Lebensdauer kommen) die auch für eine philatelistische Akzeptanz meist recht ordentlich stempeln. Heinz zeigt in [#13] einen schönen Maschinenstempel einer solchen AEG/Telefunken Maschine, von ähnlicher Qualität sind auch die Entwertungen der Maschinen in den deutschen Briefzentren. Hier wird noch nach alter Sitte (in der Maschine) mittels eines Stahlstempels gestempelt und je nach Anordnung des Stempelkopfs und der dahinterstehenden Absicht (soll er die Marke treffen oder nicht-Gründe sind hier schon genannt worden) wird dieser gesteuert durch verschiedene Sensoren (u.a. Fluoreszens) aufgebracht.

Dein Beispiel zeigt schon einen Abdruck einer neuen Generation von automatischen Stempelmaschinen die mit Tintenstrahldruckverfahren arbeiten, und dafür ist dieser Stempel sogar ein außerordentlich schöner und sauberer Stempel. Solche befinden sich auch bei uns, für Großbriefe schon länger im Einsatz und für Normalbriefe bereits in der Erprobung. In manch anderen Ländern gibt es nur noch Tintenstrahler und auch schon lange keine runden Stempelköpfe mehr (z.B. Frankreich, USA, Neuseeland, Grossbritannien u.v.m.). Es geht hier, wie schon geschrieben nur noch um schnelle, sehr schnelle und rationelle Entwertung (zur Gewinnmaximierung des jeweiligen Postunternehmens) und für philatelistische Belange herrscht dort schon lange kein Verständnis mehr (offizielle "Post-Philateliebeauftragte" versuchen dies manchmal möglichst diplomatisch zu verklausulieren um die letzten paar Philatelisten nicht ganz zu verschrecken - wer soll denn dann noch die ganzen "unnötigen" Sonder- oder gar Zuschlagsmarken kaufen? ;-)).

Wer heute schön gestempelte Briefmarken haben/sammeln möchte sucht sich am besten eine kleine Postfiliale mit rührigen Angestellten die auch den Stempel pflegen (sofern es überhaupt noch einen gibt - hier in Deutschland leben wir da immer noch eher im philatelistischen Schlaraffenland) und lernt selbst zu stempeln oder bittet geduldige und verständnisvolle Postangestellte (die werden aber auch immer seltener) um saubere Abschläge. ;-) Natürlich sind das dann alles Gefälligkeitsstempel und kein Bedarf mehr.

Dies nur ein paar Überlegungen und Gedanken dazu und vielleicht ein Hinweis zur Verabschiedung von althergebrachten Ansprüchen an heutige Entwertungen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Baber Am: 28.11.2018 10:20:44 Gelesen: 1371# 12 @  
@ filunski [#11]

Hallo Peter,

danke für Deinen konstruktiven Beitrag.



Beim Durchschauen von den wenigen Briefabschnitten, die ich von meinen zum Sammeln verdonnerten Freunden und Bekannten noch bekomme, scheint es sich herauszustellen, dass die herkömmlichen Maschinen-Stempel der Postämter (siehe Heerbrugg) die Werbefahne links hatten. So war ich es bisher von der Schweiz gewohnt. Bei den neuen Tintenstrahlentwertern in den Briefzentren ist es offensichtlich genau umgekehrt (siehe Zürich).

Nun gut, mal lernt als Sammler immer dazu und wenn man die Marke dann weiter links aufklebt, bekommt sie einen sauberen Rundstempel auch von den Briefzentren. Nur dumm, dass man den Leuten jahrelang in den Postrichtlinien eingetrichtert hat, das Postwertzeichen gehört rechts oben. So wird es die Masse der Nichtsammler auch weiterhin handhaben und daher wäre mein Vorschlag an die Post doch überlegenswert.


Gruß
Bernd
 
jmh67 Am: 28.11.2018 10:49:17 Gelesen: 1359# 13 @  
@ Baber [#12]

Hält es die Schweizer Post vielleicht neuerdings so, dass der "Alltags"-Entwerter rechts, ein anlassbezogener Entwerter aber links montiert wird, damit man die Werbung bzw. Botschaft besser lesen kann? So war es in Frankreich und im Vereinigten Königreich lange üblich. Freilich ist es dann schwer vorhersagbar, ob eine weiter links klebende Marke den Tagesstempel bekommt oder nicht.

Im übrigen muss man heutzutage wohl ohnehin Maschinenstempelungen als Normalerhaltung für gebrauchte Marken ansehen, wie bei Peters Beitrag [#11] schon anklang.

-jmh
 
Baber Am: 28.11.2018 12:36:17 Gelesen: 1344# 14 @  
Die Schweizer Post hat umgehend geantwortet, sehr freundlich aber verständlicherweise wenig konkret, aber immerhin, welche Postverwaltung antwortet schon in wenigen Tagen auf eine Nachricht aus der verschwindend kleinen Gruppe der Briefmarkensammler.

Gruß
Bernd

Sehr geehrter Herr Aberer,
Vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich Briefmarken. Besten Dank für Ihre offenen Worte, mit denen Sie uns auf Ihr Anliegen aufmerksam machen.
Wir freuen uns, dass sie sich über die Post CH AG Gedanken machen und schätzen Ihre Inputs sehr. Selbstverständlich werden Ihre Vorschläge an die dafür verantwortlichen Stellen weitergeleitet.
Es würde uns freuen, wenn wir Sie auch weiterhin zu unseren Kunden zählen dürfen und wir bedanken uns noch einmal für Ihr Interesse an der Entwicklung der Post.
Sehr gerne werde ich Ihnen als Zeichen unserer Wertschätzung Weihnachts - Briefmarken im zukommen lassen. Diese werden Sie in den nächsten Tagen per Post erhalten.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.
Es freut uns, wenn Sie uns bei weiteren Anliegen kontaktieren.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.

Freundliche Grüsse
Dino Gino Palpella
Sachbearbeiter
Post CH AG
PostNetz
Contact Center Post
Wankdorfallee 4
3030 Bern

 
EdgarR Am: 08.07.2019 14:21:33 Gelesen: 1208# 15 @  
"Sauber rundgestempelt" - geht wohl den Weg der Dinosaurier

Heute in der NZZ gelesen: Seit einigen Monaten steht der Rundstempel bei frankierten Briefen nicht mehr auf der Briefmarke, sondern links daneben. Stattdessen kommt der sogenannte Flaggenstempel auf die Marke. So will es eine neue Regelung der [schweizer] Post. Datum und Ortschaft der Entwertung sollen so besser ersichtlich sein. - sogar die sicher nicht nur von Philatelisten durchsetzte Redaktion titelte den Artikel wie folgt: "Wie die Post die Wut der Briefmarkensammler auf sich zieht" - ohne Kommentar ...!

Nun sind es also nicht mehr nur der US Postal Service und die Poste Italiane (die das händische Stempeln am Schalter verboten haben soll und nur noch maschinell in den Briefzentren entwerten will), sondaern auch die Schweizer Post. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend weiter verbreitet.

Phile Grüße EdgarR
 
jmh67 Am: 08.07.2019 15:13:39 Gelesen: 1183# 16 @  
Dann klebt man eben die Briefmarke weiter links hin. ;-)

Selbst in Deutschland kamen Maschinenstempel mit dem Entwerter rechts bis in die 1970er vor. Mir ist auch nicht bekannt, dass in den vielen anderen Ländern, wo so maschinengestempelt wird, die Sammler protestierend vor die Postministerien gezogen wären.
 
Baber Am: 08.07.2019 15:39:58 Gelesen: 1163# 17 @  
@ EdgarR [#15]

Dieses Thema hatte ich schon in meinem Beitrag "offener Brief an die Schweizer Post" gebracht.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=191497#M1

Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Schweizer Postämter Postsendungen nicht mehr am Schalter abstempeln. Gestempelt wird nur noch in den Briefzentren.

Gruß
Bernd
 
EdgarR Am: 08.07.2019 16:05:51 Gelesen: 1140# 18 @  
@ Baber [#17]

Das wäre in der Tat sehr ärgerlich (für die Philatelisten). Aus dem NZZ-Artikel, aus dem ich zitierte geht das so nicht hervor:

Der Bundesbetrieb schlägt den Sammlern als Alternative vor, die philatelistische Post zur nächstgelegenen Poststelle zu bringen und den Schalterangestellten um einen Datumstempel zu bitten. Die Post wird dann in separaten Schachteln an eines der Briefzentren geliefert, um zu vermeiden, dass sie wie die gewöhnliche Post durch eine automatisierte Stempelmaschine läuft." - Das liefe auf das aus hiesigen Landen gewohnte Procedere hinaus, das auch hier punktuell gut, andernorts gar nicht funktioniert. Was die schweizer Philatelisten ganauso sehen: " Was gut tönt, funktioniert laut den Philatelisten in den wenigsten Fällen. Die schön gestempelte Briefpost lande häufig im gleichen Sack, der dann durch die Maschine laufe und ein zweites Mal gestempelt werde.

Gruß EdgarR
 
Baber Am: 08.07.2019 16:54:09 Gelesen: 1107# 19 @  
@ EdgarR [#18]

Hallo Edgar,

"Der Bundesbetrieb schlägt den Sammlern als Alternative vor, die philatelistische Post zur nächstgelegenen Poststelle zu bringen und den Schalterangestellten um einen Datumstempel zu bitten. Die Post wird dann in separaten Schachteln an eines der Briefzentren geliefert, um zu vermeiden, dass sie wie die gewöhnliche Post durch eine automatisierte Stempelmaschine läuft."

Das ist mir neu und wurde mir bei der Schweizer Poststelle, zu der ich immer gehe, nicht gesagt. Dort hieß es, wir dürfen keine Briefe mehr stempeln. Marken auf Vorlage stempeln sie schon mit dem Tagesstempel. Dann bekommt das Wort "Entwerten" ganz neue Bedeutung, wobei gestempelte Schweizer Marken mehr gesucht sind als postfrische. Sie behalten also ihren Wert.

Gruß
Bernd
 
London-Dieter Am: 09.07.2019 23:06:49 Gelesen: 1005# 20 @  
In Grossbritanien wird auch rechts mit der Fahne, links davon mit dem Ort/Datum und weiter links mit einem Werbeslogan gestempelt. Siehe Beispiel:



Hier in England verweigerte man mir am Schalter das saubere Handabstempeln von Marken, welche ich gerade gekauft hatte. Wenn gestempelt, dann nur noch durch Einwurf in den Briefkasten vor dem Postamt möglich. Aber: die meisten Umschläge kommen ungestempelt an. Dafür tritt dann der Stift des Briefträgers in Aktion. (siehe Beispiel)



Beim Durchsehen von 'ungeplünderter' Kiloware ist die Anzahl der ungestempelten Marken erschreckend hoch. Da fragt man sich, wie viele Millionen £ der englischen Post wohl pro Jahr auf diesem Wege verloren gehen - denn die meisten werden abgelöst und wieder verwendet. Viele ebay Händler bedienen sich auf diese Weise für ihr Portoaufkommens.

[Beiträge [#15] bis [#20] in das bestehende Thema verschoben]
 
Baber Am: 19.02.2020 10:05:33 Gelesen: 197# 21 @  
Ich möchte zwar nicht nachtarocken, aber da ich mit meinem Hinweis in [#1] so kritisiert wurde, ist jetzt dank dem Thread von Michael:
Schweizer Belege ab 2000
wohl nun geklärt, dass die neuen Tintenstrahlentwerter in den Briefzentren genau so entwerten: Werbefahne rechts und Stempel links.

Gruss
Bernd
 
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