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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 649 Beiträge:
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briefmarkenwirbler24 Am: 30.05.2014 13:51:48 Gelesen: 267617# 175 @  
@ LK [#174]

Hallo Ludolf,

vielen Dank für die sehr informative Seite. :) Da kann man mal sehen, wie schnell ein Buchstabe eine ganze Adresse umändert.

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 30.05.2014 14:01:03 Gelesen: 267615# 176 @  
Liebe Forumler,

heute möchte ich euch einen weiteren Beleg aus meiner Helvetia-Sammlung zeigen, den ich erst kürzlich erhalten habe: :)



(Kontrollzeichen vorderseitig eingepresst)





Hierbei handelt es sich um einen Brief mit der 2 Rappen grau als Einzelfrankatur. Wie Heinz schon vor einigen Wochen erwähnte, ist eine Einzelfrankatur dieses Wertes nicht häufig zu finden, sodass ich froh bin einen solchen zu besitzen. Der Brief ist in Herisau am 15.01.1870 abgestempelt worden und ist an den damaligen Statthalter Seb Jacob adressiert. Der rückseitige Ankuftsstempel dokumentiert die Ankuft am 16.01.1870.

Hochinteressant ist der Inhalt wie ich finde, den ich für euch mal übersetzt habe:

"Herisau, den 13.Januar 1870.

Dit.!

Der stetsfort andauernde Geldüberfluß unseres Bankinstitutes und die Schwierigkeit, mit welcher die Verwendung verfügbarer Geldmittel verbunden ist, nötigt uns, die Obligationen, die wir bisher zu 4/1/4% verzinst haben, auf die bedungene Frist von drei Monaten, demnach auf den 13.April 1870, auszukünden.
Dabei bemerken wir Ihnen indessen, daß wir, sofern Sie sich zu dieser Herabsetzung des Zinsmaßes verstehen, bereit sind, Ihnen ihr Obligations-Guthaben vom 1.Januar 1870 an zu 4% zu verzinsen. Verlangen Sie nun ihr Guthaben auf den 13.April 1870 zurück, so erwarten wir von Ihnen, daß Sie uns innerhalb Monatsfrist, also bis zum 13.Februar, hiervon Kenntnis geben und uns gleichzeitig die Obligationen vorweisen, damit wir auf derselben die erfolgte Kündigung vormerken können. Unterlassen Sie diese Mitteilung, so nehmen wir an, daß Sie ohne weitere Anzeige mit der Festsetzung des Zinses von 4% vom 1.Januar 1870 an einverstanden seien.
Um Missverständnissen vorzubeugen, müssen wir noch ausdrücklich bemerken, daß bei diesen 4/1/4%- prozentigen Obligationen diejenigen nicht gemeint sind, für welche früher ein Zins von 4/1/2% vergütet worden ist und die wir am 7.September 1869 auf die Frist von sechs Monaten ausgekündet als vom 1.Januar 1870 an als zu 4/1/4% verzinslich bezeichnet haben, so daß hier mit tiefem Preisschreiben nur diejenigen Obligationen verstanden sind, welche die Bank vorher, also vor dem 1.Januar 1870, mit 4/1/4% verzinset hat.

Hochachtungsvoll zeichnet
Namens der Bank für Kappenzell K.Rh:
Die Direktion"


Ich hoffe, dass der Inhalt weitestgehend richtig übersetzt ist :).

Ich bin auf eure Rückmeldungen gespannt. :)

MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 31.05.2014 13:31:41 Gelesen: 267569# 177 @  
@ Pepe [#169]

Hallo, Freund der sitzenden Helvetia!

Wir haben schon viele schöne Marken dieser Ausgabe gesehen, und die drei Bilder sind sehr aufschlussreich. Das Problem mit der Farberkennung via PC habe ich zwar schon angesprochen, aber ich möchte nicht als "Spielverderber" gelten. Am besten ist sicherlich, wenn mehrere Marken gleichzeitig gescannt werden, oder unter den exakt denselben Verhältnissen. Mit den Scannern und Fotoprogrammen kann man ja sonst für das gleiche Objekt die unterschiedlichsten Auswertungen erhalten.

Nachdem wir nun viele schöne Marken betrachten konnten, steuere ich gerne eine Abbildung eines Briefes dazu.



Dieser Brief wurde verschickt am 25.7.1875 von Hausen am Albis und wurde offenbar mit der Bahn via Neuenburg/Neuchatel befördert, denn er trägt rückseitig den Zweikreisstempel "NEUCHATEL - PONTARLIER". Bei Pontarlier überquerte der Brief dann die Grenze und wurde weiter befördert nach Paris. Der klare Stempel "PD" heisst, dass der Brief bis zum Empfänger bezahlt ist.

Noch ein Wort zu den Preisen. Gestempelt steht die Marke(Zst. Nr. 41) mit CHF 12.00 im Katalog (Zumstein 2013), auf Brief mit CHF 30.00. Also "Mittelklasse"; nicht sehr teuer (im Verleich zu anderen Schweiz-Marken der "klassischn Zeit" 1843-1907. Man findet die Marke auf Brief aber nicht so häufig, wie es der Preis vermuten lässt.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 06.06.2014 20:45:11 Gelesen: 267402# 178 @  
@ Heinz 7 [#177]

Guten Abend,

dein letzter Beitrag ist bei mir völlig untergegangen, sodass ich erst jetzt antworten kann.

Schön erhaltener Brief, der eine interessante Strecke hinter sich hat. Ich stimme dir zu, dass die Marke unterbewertet ist, aber gegen die Preispolitik kann man leider nichts unternehmen.

Ich möchte euch noch zwei Briefe der 10 Rappen blau zeigen, die ich kürzlich ergattern konnte:



Der Brief wurde in Aarau am 14.02.1867 aufgegeben und ist schon am gleichen Tag in Clarens, Enge angekommen, was der siegelseitige Stempel dokumentiert. Frankiert wurde der Brief mit Michelnummer 23 d, 10 Rappen lebhaftblau. Den Adressaten kann ich nicht entziffern, vielleicht könnt ihr mir helfen?

Der zweite Brief:





Dieser Brief wurde am 16.08.1863 in Münchweiler aufgegeben und ist frankiert mit Michelnummer 23 a, 10 Rappen dunkelblau. Der Brief wurde nach Weinfelden versendet, doch bis dieser dort ankam durchlief er zwei weitere Stationen und ist noch am selben Tag angekommen.

Er durchlief Winterthur, Wyl und ist schließlich in Weinfelden angekommen. Außerdem ist anzuführen, dass es sich um einen Fingerhutstempel handelt.

Wenn die Inhalte von Bedeutung wären, kann ich diese jederzeit nachreichen .:)

MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 07.06.2014 18:17:22 Gelesen: 267360# 179 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#178]

Hallo Kevin,

ganz sicher bin ich nicht, aber ich lese folgende Adresse:

"Herrn Fried. Blumer, Schatzungspräsident in Engi, Canton Glarus"

Der zweite Brief ist sehr hübsch dokumentiert mit all den Stempeln, alle schön lesbar, das macht Freude! Ja, die Post wurde rasch befördert, zu dieser Zeit. Die Fingerhutstempel sind schön.

Kevin, darf ich Dir einen Tipp geben? Wenn Du schreibst "ergattern", dann heisst das wohl "kaufen", das heisst, Du hast Geld dafür ausgegeben. Nun, ich hoffe, es war (sehr) wenig, denn diese Marke findet man auch auf Brief sehr oft. Leider hat sie aber offenbar einen starken braunen Fleck (oder sieht das nur auf dem Scan so aus?). Kevin, mein Rat: Kaufe solche Briefe nicht, sondern nur wirklich sauberes Material.

Wenn Sammler gelegentlich eine Ausnahme machen, dann müsste der Brief/die Marke schon sehr selten sein oder eben etwas sehr Spezielles, dass man darüber hinweg sieht. Bei einem "gewöhnlichen" Brief aber sollte man solche fleckigen Marken nicht kaufen.

Ich hoffe, ich habe Dich damit nicht enttäuscht oder verletzt; mein Tipp ist gut-gemeint. :-)

Herzliche Grüsse - Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 08.06.2014 10:27:33 Gelesen: 267330# 180 @  
@ Heinz 7 [#179]

Hallo Heinz,

vielen Dank erst einmal für die Übersetzung und den ausführlichen Text! Der zweite Brief gefällt mir auch besonders, da noch so viele Stempel erhalten sind.

Beim ersten gezeigten Brief ist mir der Fleck auch aufgefallen, sodass ich auch nicht so viel dafür bezahlt habe. Ich habe auch immer auf die Qualität geachtet und werde es auch weiterhin tun, jetzt wo du mich drauf hingewiesen hast, noch stärker als vorher, vielen Dank!

MfG

Kevin
 
ziffer-freak Am: 10.06.2014 01:51:40 Gelesen: 267270# 181 @  
@ briefmarkenwirbler

Hallo Kevin,

ich finde es toll, dass du die "Sitzenden Helvetias" zu deinem Sammelgebiet gewählt hast! Etwa in deinem Alter (vor über 30 Jahren) bin ich auch ganz der Faszination der Altschweiz-Marken erlegen! Dabei interessierte mich die Ausgabe Kreuz/Wertziffer ganz besonders, weil sie die am wenigsten erforschte Ausgabe dieser Periode (1843-1907), und auch für ein kleines Budget noch einigermassen erschwinglich war!

Heute besitze ich ausserdem eine weitestgehend komplette gestempelte, und teils gut spezialisierte Sammlung ab "Ortspost", "Poste Locale", 6 "Rayons", 33 der 41 "Strubel" (gemäss Neu-Klassierung im grossen Handbuch), sämtliche "Sitzenden Helvetias" beider Papier-Sorten (inkl. der wichtigen Farb-Nuancen), alle "Stehenden Helvetias" (ausser den 6 seltensten), "UPU 1900" (ausser Mi. 73III), natürlich allen "Kreuz/Wertziffern", sowie noch ein paar "Lückenfüller" bei den "Kantonals" (ZH 1I, 2I+II, GE 1HL).

Ich achte immer sehr auf beste Qualität, und es werden auch heute noch von Zeit zu Zeit einzelne Stücke durch Bessere ersetzt! Allerdings nehme ich auch lieber mal einen zwar vielleicht etwas mangelhaften, dafür ECHTEN "Lückenfüller" in die Sammlung auf, als die Löcher mit Zetteln oder gar Fälschungen zu stopfen!

Du machst das absolut richtig Kevin! Auch wenn eine Marke/ein Brief mal nicht ganz perfekt ist: zumindest als Vergleichsstück taugt es allemal!

Gerne würde ich dir hier auch mal meine "Ladys" vorstellen (ich hätte sie ausserdem auch noch alle ungebraucht!), aber leider streikt zurzeit mein Scanner, und zudem werde ich in zwei Wochen umziehen! Daher musst du dich noch etwas gedulden, bis es soweit ist! :-(

Aber hier schon mal ein kleiner Beitrag aus meinem Dubletten-Fundus:



Dieses hübsche Briefstück mit der gelben 15er (Mi. 31) zeigt für einmal einen klaren, und vor allem KOMPLETTEN Abschlag (was recht selten ist), des hier schon mehrmals als Fragmente gezeigten BERN-Stempels!

Übrigens: Die allgemeine Annahme, es handle sich hierbei um einen BAHN-Stempel, ist FALSCH! In Wirklichkeit war er ein FAHRPOST-Stempel! (Vorwiegend auf Nachnahmen verwendet!)

Philatelistische Grüsse aus HELVETIA
Andy
 
jahlert Am: 10.06.2014 10:39:11 Gelesen: 267235# 182 @  
@ ziffer-freak [#181]

Hallo Andy,

im Beitrag [#127] hatte ich versucht ein Stempelfragment zuzuordnen. War meine Vermutung richtig?

Guten Nerven und& alles Gute beim Züglete
Jürgen
 
ziffer-freak Am: 11.06.2014 04:02:15 Gelesen: 267179# 183 @  
@ jahlert

Hallo Jürgen,

vielen Dank erst mal für deinen Zuspruch im Hinblick auf die bevorstehende Züglete!

Ich kann dir die genaue Zuordnung nach dem neueren Handbuch noch nicht mitteilen, obwohl ich die komplette neuere Ausgabe (mit Nachträgen) besitze! Die 8 Bände warten jedoch bereits in einem Karton auf ihre Reise! :-)

Jedenfalls scheint dieser Stempel von schlechter Material-Qualität gewesen zu sein, denn er ist meist nur undeutlich, oder sehr "kräftig" abgeschlagen. Wahrscheinlich wurde dafür ein sehr weicher Gummi verwendet, der sich schnell abnützte. Auf ganzen Belegen fehlen auch oft grössere Partien davon! Wie auf einer Nachnahme-Karte in meinem Besitz, wo zwar der ganze Rahmen und das Datum auf den Marken erkennbar ist, der Ortsname BERN allerdings komplett fehlt, der nur knapp über den Marken auf der Unterlage zu stehen gekommen wäre!

Vielleicht kann ich dir zu einem späteren Zeitpunkt näheres zu seiner genauen Bestimmung sagen!

Bis dahin
liebe Grüsse
Andy
 
briefmarkenwirbler24 Am: 11.06.2014 15:26:35 Gelesen: 267155# 184 @  
@ ziffer-freak [#181]

Hallo Andy,

vielen Dank für deinen Zuspruch bzgl. meiner Sammlung!

Ich habe vor ca. 6 Jahren mit dem Briefmarkensammeln begonnen und bin ziemlich schnell in die Philatelie, also Erforschung von Briefmarken übergegangen. Vor ca. 2 Jahren habe ich begonnen mich mit der Schweiz zu beschäftigen und denke dass ich in der kurzen Zeit eine recht hübsche Sammlung aufbauen konnte.

Dein Spezialsammelgebiet von der Schweiz (Kreuz/Wertziffer) gefällt mir auch besonders gut, sodass ich von diesen Bildnissen ebenfalls eine Spezialsammlung erstellt habe, wie du schon sagtest nicht so teuer wie die Sitzenden Helvetias, jedoch m.E. nicht so leicht ranzukommen.

Wie dem auch sei, ich freue mich ebenfalls auf deine Helvetias, nicht zuletzt weil du den Eindruck machst, als ob du gut bestückt wärst. :)

MfG

Kevin
 
ziffer-freak Am: 12.06.2014 02:11:37 Gelesen: 267129# 185 @  
@ briefmarkenwirbler24

Ach ja Kevin, rund 200'000 Kreuz/Wertziffern sind schon ein ziemlicher Haufen, aber trotzdem kommen immer wieder neue hinzu! ;-)

Bei den anderen Altschweiz-Marken bin ich vielleicht nicht ganz so gut bestückt, aber auch diese Sammlung ist ziemlich detailliert nach Papier-, Druck- und Zähnungs-Unterschieden! Meist wird sie auch noch etwas durch Farbtöne und ein paar Briefe aufgelockert. Bei den späteren Ausgaben ab 1907 bin ich dann halt meist schon eher nur der "Katalog-Sammler"! :-)

Selbstverständlich möchte ich dich ermuntern weiter zu machen!

Übrigens gibt's noch GOOD NEWS für dich:

Ich habe gerade eben ein Pöstchen mit 2 Rayons und 42 Sitzenden Helvetias auf eBay gekauft! Davon interessieren mich gerade mal 3 Marken. Einiges ist für die "Rundablage" - aber der Rest ist dann für dich! OK? ;-)



Liebe Grüsse aus Helvetia
Andy
 
ziffer-freak Am: 13.06.2014 01:57:35 Gelesen: 267102# 186 @  
Um mal etwas "anderes" hier zu zeigen, möchte ich hier auch mal diese Marke vorstellen:



Nein, dies ist kein Fehldruck, sondern ein früher Probedruck der Sitzenden Helvetia!

Die 2 Rp. in der späteren Originalfarbe Grün der 40 Rp.!

Diese ersten Probedrucke sind wesentlich seltener und wertvoller, als die erst viel später entstandenen der Werte 3 Rp. und 5 Rp., die in allen möglichen Farben, und in grösseren Massen hergestellt wurden, und bereits für ein paar wenige Euros zu haben sind!

So oder so: Auf jeden Fall können Probedrucke eine Sammlung immer bereichern!

Übrigens: Interessanterweise scheinen damals die 2 Rp.-Clichées immer als erstes bestellt worden zu sein! Auch bei der späteren Ausgabe Kreuz/Wertziffer wurden die ersten Farbproben vom 2 Rp.-Wert angefertigt (Essays sowie die definitive Zeichnung)!
 
Gernesammler Am: 23.06.2014 20:21:03 Gelesen: 266946# 187 @  
Hallo Schweizsammler,

ich habe diese beiden Briefe am Wochenende auf dem Trödelmarkt bekommen, beide sind aus dem Kanton St. Gallen.

Der obere ist direkt aus St. Gallen und wurde mit einer Zumstein 38 verklebt, versendet wurde dieser nach Zürich auf dem Bahnweg (Bahnpoststempel St. Gallen-Zürich) auf der Marke abgeschlagen, gleichzeitig wurde der Stempel "ST. GALLEN eingefasst, so wie er 1849 verwendet wurde (lt. Handbuch Winkler) 1870 immer noch verwendet.

Der untere Brief ist verklebt mit einer Zumstein 31 verklebt und kommt aus Berneck einem Ort im Kanton St.Gallen, hier sagt das Handbuch von Hr. Winkler nichts dazu aus, dafür aber der Emmenegger, Stempelgruppe 30 B Nr.57 in der Größe 4 x 25.

Versendet wurde der Brief nach Kätzis / Graubünden.

Gruß Rainer


 
Pepe Am: 23.06.2014 21:35:10 Gelesen: 266939# 188 @  
Es macht schon Spaß, all die schönen Stücke anzusehen. Das Sammelgebiet Schweiz bietet besonders den Stempelfreunden immer mal wieder tolle Beispiele.

Ich will bei meiner Reihenfolge bleiben und komme zur Mi 34.



1867 - 1881, Mi 34, grau

Der Stempel ist leider ein Rätsel. Der Ort wird zu lang für die Markendiagonale gewesen sein.



Mi 34, Einzeilenstempel..?

Ich tippe in Richtung italienische Schweiz.

Nette Grüße
Pepe
 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.06.2014 21:37:50 Gelesen: 266939# 189 @  
@ Gernesammler [#187]

Hallo Rainer,

schöne Briefe, auch wenn sie etwas schmutzig geworden sind, aber sie haben ja schon ein stattliches Alter.

Zum zweiten Brief:

Handelt es sich hierbei um einen Stabstempel, der auf der Marke abgeschlagen ist oder um eine andere Stempelgruppe?

Du schreibst Stempelgruppe 30B Nr.57, leider haben manche nicht solche Stempelhandbücher (ich gehöre auch dazu, :)) sodass es schön wäre wenn du deine Informationen ergänzen könntest.

Der Stempel links unten auf dem Brief ist doch von demjenigen der den Brief verschickte wenn ich mich nicht irre, oder?

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.06.2014 21:42:26 Gelesen: 266938# 190 @  
@ Pepe [#188]

Hallo Pepe,

du hast natürlich Recht mit dem was du sagst, die Reihenfolge wurde bei all den tollen Stücken leicht vernachlässigt, aber alles in Allem ist es doch eine recht schöne Galerie wie ich finde!

Du zeigst wirklich ein schönes Exemplar und ich bin auch gespannt wie der Ort richtig heißen soll.

Ich habe mal recherchiert, aber es ist schwierig einen passenden Ort zu finden wenn die Anfangsbuchstaben fehlen bzw. nicht erkennbar sind.

Die Zähnung ist aber top!

MfG

Kevin
 
ziffer-freak Am: 23.06.2014 23:23:57 Gelesen: 266926# 191 @  
@ Gernesammler [#187]

Gratuliere Rainer, da hast du zwei tolle Flohmarkt-Funde gemacht! Beide mit ausschliesslich selteneren Stempeln! Der Zielort auf Brief 2 heisst "Kazis", das Häkchen über dem "a" (à) bezeichnete nur die Aussprache!

@ briefmarkenwirbler24 [#189]

Ja Kevin, die Stempelgruppe ist 30B (sechseckig eingefasster Stabstempel). Die Nr. 57 steht für die Position von "St. Gallen" in der alphabetisch angeordneten Liste aller bekannten Stempel in dieser Form.

Beim Brief aus BERNECK ist der Stempel links unten lediglich ein Absender-Stempel! Viel interessanter ist da noch der Stempel rechts der Adresse, ein Fingerhut-Stempel von AU - dem wohl kürzesten dieser Art! ;-)

Lieber Gruss
Andy
 
Heinz 7 Am: 24.06.2014 00:20:02 Gelesen: 266919# 192 @  
@ Pepe [#188]

Hallo Pepe,

es ist schwierig, diese Stabstempel so auf die Marke abzuschlagen, dass sie ganz Platz haben; viele Posthalter haben darum den Stempel sorgsam schräg-diagonal aufgesetzt (vgl. auch Beitrag [#105]).

Ich denke, bei Deiner Marke haben wir den Stab-Stempel von Donneloye. Ich zitiere aus meinem Ortslexikon von 1862: "Donneloye, kl. Pfarrdorf mit 282 Einw. in einem von der Mantua bewässerten Thale, im waadtl. Bez. Yverdon".

Also nicht Tessin/italienische Schweiz, sondern Waadt/französische Schweiz.

Dank der Sorgfalt des Postbeamten ist also der Stempel fast optimal wiedergegeben. Gratulation! Ein Spitzenstück, die 40 Rappen-Marke ist selten!

Heinz
 
ziffer-freak Am: 24.06.2014 00:57:17 Gelesen: 266918# 193 @  
@ Heinz 7 [#192]

Ja Pepe, viele Posthalter haben sich damit wirklich Mühe gegeben, nur genau genommen war es eigentlich nicht mal erlaubt, Marken mit diesen Stabstempeln zu entwerten! Ordnungsgemäss durften sie nämlich nur NEBEN den Marken abgeschlagen werden! Solche Belege erhielten dann im nächsten grösseren Ort einen zusätzlichen Datumsstempel, der vorschriftsmässig auf und neben den Marken zu platzieren war! Wenn die Marken (wie so oft) jedoch trotzdem bereits mit dem Stabstempel entwertet wurden, mussten sie trotzdem nochmals mit dem Datumstempel versehen werden! Soviel zur Disziplin unserer Postbeamten! ;-) (siehe auch [#114] [#133] [#187])

Liebe Grüsse
Andy
 
Gernesammler Am: 24.06.2014 10:30:32 Gelesen: 266903# 194 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#189]

Hallo Kevin,

Andy hat zu den Fragen die Du hattest denke ich alles gesagt, beim nächsten mal schreibe ich dies mit dazu.

Gruß Rainer
 
briefmarkenwirbler24 Am: 24.06.2014 18:40:18 Gelesen: 266880# 195 @  
@ ziffer-freak [#191]

Hallo Andy,

vielen Dank für deine Bestätigung meiner Vermutungen!

MfG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 24.06.2014 19:35:12 Gelesen: 266875# 196 @  
@ ziffer-freak [#193]

Andy hat recht (bezüglich Disziplin der Postbeamten vor 100 Jahren)! Ich zeige anbei ein weiteres Beispiel: Stabstempel MASCHWANDEN auf der 2 Rappen-Marke, danach NACHGESTEMPELT in Mettmenstetten.



Übrigens anbei eine weitere Möglichkeit, die Verwendung der 2-Rappen Marke zu zeigen. Der Absender hoffte wohl eine Drucksache so nach Basel senden zu können, hatte die Rechnung aber ohne die Post gemacht: die berechnete einen normalen Brief, also fehlten 8 Rappen, blauer Vermerk, und sehr schön "nachfinanziert" durch die Nachporto-Marken. Der Empfänger musste diese Gebühr bezahlen.

Was ist das nun? Eine Einzelfrankatur wohl nicht. Eine Buntfrankatur? Eigentlich nicht. Ich würde es als "Unzulässige Einzelfrankatur mit Zusatzfrankatur" bezeichnen. Naja, so wichtig ist das nicht. Hauptsache ist, dass der Beleg SCHÖN ist!

Herzliche Grüsse - Heinz
 
Pepe Am: 24.06.2014 20:46:37 Gelesen: 266868# 197 @  
@ Heinz 7 [#192]
@ ziffer-freak [#193]

Herzlichen Dank für die Lösung Donneloye. So ist wieder was geklärt. Und super super Briefansichten machen wirklich Spaß.

Nette Grüße
Pepe
 
bayern klassisch Am: 25.06.2014 12:46:29 Gelesen: 266841# 198 @  
Liebe Sammlerfreunde,

aus Schweizer Landen frisch auf den Tisch kam mir dieses Kuvert aus Nettstal nach Lindau aus der bekannten Spengelin - Korrespondenz mit 25 Rappen für einfache Briefe bis 1 Loth. Schlecht sieht es ja nicht aus, denke ich mir.

Die Frage ist nur - warum kauft man sehr gerne so ein Stück?



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
heku49 Am: 25.06.2014 15:03:08 Gelesen: 266828# 199 @  
@ bayern klassisch [#198]

Lieber bk,

bestimmt für eine Sammlung Schweiz - Pfalz.

Gruß Helmut
 

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